Neue Spur im Heilbronner Polizistinnen-Mord

Heilbronn/ Eisenach: Im Fall der im April 2007 ermordeten Heilbronner Polizistin gibt es eine neue Spur. Nach SWR-Informationen wurde die Dienstwaffe der getöteten Polizeibeamtin gefunden. Die Waffe lag in dem ausgebrannten Wohnmobil mutmaßlicher Bankräuber.

Sie wurde zusammen mit der Waffe des Polizisten gefunden, der damals schwer verletzt worden war. Ermittler stellten beide Waffen nach einem Banküberfall in Eisenach (Thüringen) am vergangenen Freitag sicher. Das Wohnmobil der mutmaßlichen Bankräuber wurde im Zuge der Fahndung von der Polizei angehalten. Als sich die Beamten näherten, waren im Inneren Knallgeräusche zu hören. Kurz danach fing das Wohnmobil Feuer. Als der Brand gelöscht war, fanden die Polizisten die Leichen der beiden Männer und die Waffen.

In diesem Wohnmobil wurden in Eisenach die beiden Leichen gefunden

Die beiden Männer standen früher in Verbindung mit dem Rechtsextremen-Milieu. Wie der SWR aus Ermittlungskreisen erfuhr, waren sie 34 und 38 Jahre alt.

Von den mutmaßlichen Bankräubern führt eine weitere Spur nach Zwickau. Dort wurde ebenfalls am Freitag das Haus, in dem die Männern wohnten, durch eine Explosion schwer beschädigt. Es wird Brandstiftung vermutet. Gefahndet wird in diesem Zusammenhang nach einer 36-jährigen Frau namens Susann, die auch in dem Gebäude lebte. Weitere Hintergründe sind bisher völlig unklar. Die 22-jährige Polizistin Michéle Kiesewetter war im April 2007 am hellichten Tag in Heilbronn an ihrem Streifenwagen mit einem Kopfschuss getötet worden. Ihr Kollege wurde durch Schüsse schwer verletzt. Die ermordete Polizistin stammte aus Thüringen.

Die Ermittlungen zu dem Mord hatten immer wieder für Aufsehen gesorgt, unter anderem durch eine Panne: Wattestäbchen die zur Spurensicherung verwendet worden waren, wiesen eine bestimmte DNA auf, die auch an anderen Tatorten auftauchte. Die Ermittler fahndeten mit Hochdruck nach diesem „Phantom von Heilbronn“. Die Suche führte schließlich aber lediglich zu einer Mitarbeiterin der herstellenden Firma, deren DNA versehentlich auf die Wattestäbchen gekommen war.

(Quelle: www.swr.de)

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3 Kommentare
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  1. Glückwunsch an die Ermittler… es ist gut, dass in diesem Mord endlich wieder eine neue / heiße Spur auftaucht.

    Fremdschämen ist mal wieder auf der Copzone angesagt. Ich hoffe, dass dort die Verbindung zur echten Polizei endlich mal „gekappt“ wird !!!

  2. Diese Geschichte verläuft doch mal wieder, wie die Erkenntnisse zeigen, wie das Hornberger Schiessen!

    Alle haben ihre Finger im Spiel, doch keiner war es…

  3. Ich wollte noch hinzu fügen:

    Wo Recht aufhört, fängt Politik an!