GdP: Bundespolizei hat die schlechteste Bezahlungsstruktur

Berlin/Hilden, den 12.12.2011 “Die Bundespolizei ist strukturell nach wie vor die am schlechtesten bezahlte Polizei in Deutschland im Vergleich mit allen Polizeien der Bundesländer”. Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring (58) in Berlin fest. Ausweislich der aktuellen Haushaltszahlen befinden sich lediglich 1 % der Bundespolizisten im höheren Dienst, 28 % sind dem gehobenen Dienst zugeordnet und 71 % der Bundespolizistinnen und Bundespolizisten werden aus dem mittleren Dienst bezahlt. In der Folge werden mehr als 10.000 Polizistinnen und Polizisten der Bundespolizei nach den Besoldungsgruppen A 8 und A 7 bezahlt.

Im Saarland werden dagegen bereits 91% der Polizisten aus Besoldungsgruppen des gehobenen Dienstes bezahlt, auch alle neuen Bundesländer haben deutlich höhere Anteile als die Bundespolizei. Die Bundespolizei hat im Polizeibereich im Vergleich mit allen Polizeien der Länder nach wie vor die negativste Planstellenstruktur.

“Diese Situation ist angesichts der Tatsache, dass die Bundespolizei den höchsten Personalanteil an Auslandseinsätzen in Krisengebieten stellt, durch ständige bundesweite Einsätze auch im Inland die höchste Mobilität einzubringen hat und an den Grenzen, den Flughäfen und den Bahnhöfen in besonders schwierigen und sensiblen Kriminalitätsräumen eingesetzt wird, vollkommen unakzeptabel und nicht zu rechtfertigen.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

2 Kommentare
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  1. 16 Dienstjahre Hauptmeister ist ja lachhaft, bin im 25 Dienstjahr und Obermeister. Aussichten auf Hauptmeister mit 6 Punkten gen Null. Perspektive Null. So was nennt man Resignation.

  2. Die Neufassung der BPolLV ist ein absoluter Witz und ein Schlag ins Gesicht für alle PVB`in/PVB des mittleren Dienstes.
    Nur die Einführung einer zweigeteilten Laufbahn bringt uns -ALLE- in eine zufriedene und gerechte Zukunft.
    Viele Beamte des mittleren Dienstes haben aufgrund familiären und gesundheitlichen Gründen nicht die Möglichkeit an einem solchen Aufstiegsverfahren teilzunehmen. Einige Kollegen, die sich dennoch der physischen und psychischen Belastung des Verfahrens stellten, wurden seitens der Prüferkommission abserviert.
    Zudem hinterließen diese Beamten, während ihrer Abwesenheit auf dem Aufstiegslehrgang, in der Dienstgruppe eine Lücke, die andere durch Mehrarbeit schließen mußten. Was hat der Dienstherr hierbei unter dem Strich gewonnen? Da kann man nur sagen „Unzufriedene Mitarbeiter“.
    Meiner Meinung nach, sollte in naher Zukunft ein Schnitt gemacht werden. Beamte, die ein Aufstiegsverfahren erfolgreich absolviert haben, sollten auch die Möglichkeit haben in ihrer Karriereleiter eine Stufe höher zu kommen als die „Anderen“(mD). Die „Anderen“(mD) sollten schrittweise unter Berücksichtigung von Dienstgrad (PHM), Beurteilung (quotierter Bereich) und Dienstalter (mind. 45 Jahre) in den gD übergeleitet werden können und das -ohne- Aufstiegslehrgang.
    Klar ist doch, daß aufgrund der Verschlechterung der Pensionsansprüche (70% v. letzten Gehalt, Polizeizulage nicht ruhegehaltsfähig, Krankenversicherungsbeiträge im Ruhestand u.a.) der Lebensabend finanziell schwierig zu gestalten sein wird. Daher bitte ich die Gewerkschaft der Polizei sich mit allen verfügbaren Mitteln für eine zweigeteilte Laufbahn einzusetzen. In der heutigen Zeit müssen die Weichen gestellt werden, daß die Kollegen die Möglichkeit erhalten mindestens in der Besoldungsgruppe A10 in den Ruhestand zu gehen.
    Wenn in naher Zukunft nichts passiert mache ich mir, trotz geplanter Altersvorsorge (bin 40 Jahre), große Sorgen.