Faire Bezahlung – Jetzt !

Die Aufgabenwahrnehmung in der Bundespolizei ist für die Menschen anstrengend und anspruchvoll. Sie erwarten einen gerechten und fairen Gegenwert dazu. In der „Klartext“-Studie haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich ihre Meinung zur fehlenden Anerkennung ihrer Arbeit geäußert. 73% der Beschäftigten im mittleren Dienst sind mit ihrer beruflichen Entwicklung unzufrieden; 60% sind unzufrieden mit der Bezahlung. Der Bezirk Bundespolizei nimmt diese Ergebnisse sehr ernst.

Die Leistungen der Bundespolizei haben besseres verdient, als die „schlechteste Bezahlungsstruktur“ aller Polizeien in Deutschland. Verschiedene Rahmenbedingungen verschärfen die Situation zusätzlich: Heimatferne Verwendung, Leben im Ballungsraum, Altersstruktur, Schicht-und Einsatzdienst… und diese Aufzählung ist noch nicht vollständig. Diese Erschwernisse beeinflussen die Konkurrenzfähigkeit am Arbeitsmarkt.

Manch einer mag dazu in der Lage sein, diese Fakten ignorieren zu können. Das bedeutet aber auch, die Menschen in der Bundespolizei nicht Ernst zu nehmen! Mit der Studie haben die Mitarbeiter in der Bundespolizei Klartext gesprochen.

Wie sich die Bundespolizei für eine faire Bezahlung aufstellen kann, darüber werden wir reden und unsere Vorstellung entwickeln. Nächste Woche in Berlin. Wir werden uns dabei von KollegInnen aus den Ländern beraten lassen. Über ihre Lösungen und wie sie auf die Bundespolizei zu übertragen wären, werden wir uns austauschen.  Alle haben das gemeinsame Ziel: Eine gerechte Bewertung und eine faire Bezahlung. Über Ergebnisse werden wir berichten.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

6 Kommentare
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  1. Bei dieser ganzen Diskussion verfestigt sich meine Sichtweise, die durch das seit über 30 Jahren im Einzeldienst Erlebte sich ferfestigt. Hinsichtlich der Besoldungsstruktur und der tatsächlichen Beförderungen , setzt sich schon fast ein Fremdschämen für die Bundespolizei durch. In diesen 30 Jahren hat sich eigentlich nichts geändert , was früher die PM waren , sind heut die POM`s mit weit über 40 Lebensjahren. Die PHM Gruppe hat sich nicht geändert und die ehemaligen Z sind heute über 50 und sind POK .
    Zum Teil sind es noch die gleichen Leute wie vor 25 / 30 Jahren, wir sind alle zusammen nur älter geworden, aber viel geändert hat sich nicht. Ich persönlich bin nicht so betroffen, wenn ich aber sehe , dass einige Kollegen auf der Strecke bleiben , und das sind nicht alles „ Faultiere“ , dann stellt sich die Frage warum, wie kann das angehen, wo die BuPo doch so toll aufgestellt ist ? Ich glaube, das einfach „ unten „ so gut wie nichts angekommen ist , diese BuPo hat sich in ihrer Struktur verzettelt, die übergeordneten Etagen , klicken den ganzen Tag , und auf der Straße oder in der Box passiert nichts. Das muß dringend geändert werden.
    Das erlebte Berufsbild des KSB muß verbessert werden, dazu gehört auch eine angemessene Bezahlung und Abgeltung von DUZ Zeiten . Das darf nicht mehr pro Std. im Kaffeegetränkepreis liegen , wir sind dermaßen befähigt, machen jede Schicht einen guten Dienst und bewältigen alles Anfallende . Das muß auch entsprechend belohnt werden, damit sich auch junge Leute mit Begeisterung wieder für diesen Beruf entscheiden wollen und können . Das wünsche ich mir für die Zukunft.

  2. Klar, nach den mageren Jahren muss eine deutliche Besoldungserhöhung erfolgen.
    Allerdings hört man auch viele Stimmen, die lieber eine geringere erhöhung möchten, dafür weg von der 41 Stunden Woche.
    Diese Erhöhung auf 41 Stunden nagt doch an vielen von uns. Da muss auch ran gegangen werden.

  3. Fremdschämen?
    Da sagst Du was insulaire.
    Ich POM 43 bin schon öfters von Kollegen der LaPo (RPL) gefragt worden, warum ich noch POM bin. Ob ich etwas verbrochen hätte? Nein muss ich dann entgegnen. Ich mache meinen Dienst zur Zufriedenheit meiner Vorgesetzten. Das schlägt sich auch in meiner Beurteilungsnote nieder. Aber Beförderung trotz guter bis sehr guter Beurteilung? Pustekuchen.
    Ich selbst melde mich auch nicht mehr für eine Fortbildung in einem AFZ, um dummen Fragen und Blicken von alten Kollegen zu entgehen.

  4. Wie schon des öfteren von mir geschrieben, sollten Beförderungen nach Dienstjahren erfolgen und mir ist eine Stunde weniger Arbeit in der Woche wichtiger, als ein paar Euro mehr in der Tasche.

  5. @Hauke

    Richtig! Endlich weg von ungerechten Beurteilungen die eh nicht objektiv sind!
    Wo „Noten“ vergeben werden die aufgrund von Quoten mind. 50% der Vergleichsgruppe schlechter als 7 sehen.

    Entwickelt doch endlich ein System nach Alter und Dienstalter!

    Danke!

  6. Schon einige Tage alt, aber ein interessanter Bericht

    http://www.sueddeutsche.de/karriere/tarifverhandlungen-wo-der-gabentisch-leer-bleibt-1.1243392