Klartext reden – Zukunft gestalten

Mit der Klartext-Studie 2010 ist es uns im vergangenen Jahr gelungen, erstmals in allen Direktionen und auf allen Ebenen der Bundespolizei eine breite Diskussion über die Probleme und Belastungen der Beschäftigten anzustoßen. Beginnend mit der Auftaktveranstaltung in der Bundespolizeidirektion Berlin am 12. Mai 2011, wurden die Ergebnisse nach und nach in allen Bundespolizei-Direktionen vorgestellt und trafen auf eine überaus interessierte Zuhörerschaft. Endlich waren mit der Studie die lange gefühlten Themen auch empirisch belegbar. Auch in der Öffentlichkeit wurden diese Probleme besorgt zur Kenntnis genommen.

Doch damit ist unser Weg noch lange nicht zu Ende. Nur eine erste Etappe ist geschafft. Die Probleme sind für alle Beschäftigten und auch die Führungsebene transparent und werden auch von allen als solche anerkannt. Für uns als Gewerkschaft bedeutet das, weiter konsequent auf Lösungen zu drängen und mit großem Eifer und langem Atem dafür zu kämpfen, dass den Versprechungen nun endlich Taten folgen!


Filmbeitrag von Sven Hüber, Vorstand des GdP-Bezirk Bundespolizei zum Thema
„Klartext reden – Zukunft gestalten!“:

(Der Filmbeitrag läuft momentan leider nicht auf allen dienstlichen Rechnern. Bitte nutzt euren privaten Rechner, Smartphone, iPad oder Android, um euch das Video anzuschauen.)

pdf Abschrift der Videobotschaft zu Klartext 2010 von Sven Hüber

Genau das ist unser Kernprogramm für 2012: Klartext reden – Zukunft gestalten!


Im Folgenden findet Ihr einige Impressionen der „Klartext 2010“-Veranstaltungen.
Viel Spaß beim Durchklicken.

Die Ergebnisse der Befragung Klartext 2010 zum nachlesen: www.klartext2010.de/

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22 Kommentare
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  1. Komisch, bei unserer Führung wird dieses offensichtlich nicht mal zur Kenntnis genommen. Im Gegenteil. Vorgaben wurden erhöht, Personal abgebaut, immer mehr Personal in Abordnung, kaum noch zusätzliches Dienstfrei zum Abbau Überzeit weil kein Personal, mehr Einsätze und die Führung hat sich bis heute nicht zu dieser Studie geäußert. Transparenz und Anerkennung der Studie seitens der Führung sieht anders aus!!!

  2. Die GdP hat mit dieser Studie einen Meilenstein gesetzt. Und die Diskussion in unserer Dienststelle hat sich auch verändert. Es wird lange nicht mehr so viel über Kennzahlen geredet, als noch vor einem Jahr. Das ist fraglos ein erster Erfolg der Studie. Giut, dass die GdP weiter dranbleibt. Mit ihrer inhaltlichen Arbeit hebt sich die GdP ganz deutlich positiv von den anderen ab. Ich finde das gut!

  3. ich kann sagen, dass sich bei uns (Grenze) nach der Studie nichts aber auch gar nichts geändert hat

  4. Mr. X kannst Du uns mitteilen, um welche Grenze und welche Dienststelle es sich handelt ?
    Die Redaktion

  5. Mr.X

    Ich habe auch den Eindruck.
    Wenn wie hier im Forum schon der Eine oder Andere daran zweifelt, dass es Burn Out in unserer Firma gibt,
    dann lacht man doch im Führungsflur.

  6. „…die Führung hat sich bis heute nicht zu dieser Studie geäußert…“
    älterer Beamter 13. Januar 2012

    …dochdoch, es werden ab und zu schonmal ganz nette Power-Point-Präsentationen verschickt, die sich auf Beerlage- und Strohmeier-Studie beziehen und sogar darauf hinweisen, dass Belastungen reduziert werden müssten etc., dass die Arbeit Familienfreundlicher gestaltet werden muss usw…
    Die Sonntagsreden sind also bereits zu Genüge gehalten!

    Ansonsten beschreibst Du den Zustand landauf, landab allerdings zutreffend! Da kann dann der Präsident auch schonmal im Rahmen von Dienstversammlungen die Studien anzweifeln „….mir hat noch keiner eine Liste der 25% (Burnout) vorlegen können!…“,

    Der Kennzahlen- und Regulierungsfetischismus feiert weiterhin fröhliche Urständ (Allerdings heissen die Zielvorgaben resp. -Vereinbarungen jetzt „Massnahmenplan“ bzw. „Meilensteine“, vermutlich, um im Streben nach dem Anzapfen von weiteren Leistungsreserven nicht die lästigen Personalräte im Nacken zu haben…) und ansonsten gibt man sich weiterhin dem Wahn hin, mit immer weniger Personal immer mehr Aufgaben erledigen zu können!

    Durch Abordnungen und „Schwerpunktsetzungen“ (durchaus auch ausserhalb von tatsächlich unvermeidbaren Grosslagen) pfeifen Die Kolleginnen und Kollegen auch in der Fläche buchstäblich auf dem letzten Loch! Für die Kollegen vom Land sind wir kein ernstzunehmender Partner mehr, da aufgrund chronischer Personalknappheit unzuverlässig, oder besser: keine verlässliche Größe mehr, daher von vornherein nicht mehr einkalkuliert!

    Wege aus der Misere sind momentan absolut keine zu erkennen. – Trotzdem ist die Klartext-Studie da und nicht mehr wegzudiskutieren (auch wenn man es, wie oben gesagt, versucht…) Dass sich nicht von heute auf morgen alles um 180 Grad drehen würde, war klar.
    Das ist mit Sicherheit noch ein langer Weg! – Aber er ist eingeschlagen und wir sollten ihn weitergehen! Ohne Druck aus der Öffentlichkeit wird das allerdings nicht funktionieren. – Diesen gilt es zu verstärken, und zwar auf allen Ebenen!

  7. Danke GDP für „Klartext“, ich schätze euer Engagement wirklich sehr und hatte mir vom Ergebniss her einiges versprochen, aber gar nichts ist passiert! In meiner Inspektion wurde sogar noch die Glaubhaftigkeit dieser Studie infrage gestellt.
    Unsere hohe Führung meint nämlich, dass es sich dabei nur rein um „Unzufriedene“ aus Grenzinspektionen und Schwerpunktdienststellen (FFM usw.) handeln könne, aber keinesfalls um eine Berliner Inspektion! Soviel dazu, man scheint es also nicht mal ernst zu nehmen.
    „Die Hoffnung stirbt zuletzt…“ Sie ist schon gestorben, was nun!?

  8. Die Öffentlichkeit interessiert sich nicht im Geringsten dafür. Viele wissen nicht einmal, dass so Etwas wie eine Bundespolizei gibt, geschweige denn von Problemen dieser Organisation. „Mein Bauch ist voll, mein Kopf ist leer, was Braucht der deutsche Michel mehr?“…Fernsehen, egal ob öffentlich rechtlich (die Bezeichnung stimmt sowieso nicht) oder privat. Verdummung wird (leider mit Erfolg) im Interesse Weniger vorangetrieben. Einziger Trost,. trifft nicht nur für Deutschland zu!

  9. Gelegenheitsgast 14. Januar 2012
    „Die Öffentlichkeit interessiert sich nicht im Geringsten dafür.“

    Damit könntest Du wohl leider Recht haben! Trotzdem lehrt die Erfahrung der letzten Jahre, dass nichts zumindest die Führung (ob politischer oder organisationsinterner Natur) so nervös machen kann, wie eine ö f f e n t l i c h e Kritik!
    Interne Kritik hingegen, auch das haben wir gelernt, wird, sofern man sie überhaupt wahrnimmt, schnell beiseite geschoben oder als Einzelmeinung resp. Querulantentum abgetan.

    Auch die Klartext-Studie wird ja offenbar in manchen Bereichen bereits schon wieder mehr oder weniger offen angezweifelt.
    Wir müssen diese Studie daher auch als ein Stück Öffentlichkeitsarbeit begreifen, denn, auch wenn ich mich wiederhole:
    Nur , wenn der Zwang zum Handeln für die Verantwortlichen übermächtig wird, werden sie bereit sein, w i r k l i c h e Verbesserungen einzuleiten! (Es liegt nun mal in der Natur eines hierarchischen Systems, dass Kritik von u n t e n abgebügelt wird; – auch, wenn uns die bekannten Sonntagsreden anderes glauben machen wollen.)

    Der Schlüssel zu wirklichen Verbesserungen liegt also in der Öffentlichkeitsarbeit, ob uns das passt oder nicht.
    Das aber können in unserem Fall nur die Gewerkschaften leisten. (Der einzelne kann sich das aus naheliegenden Gründen eben nicht „leisten“, die Öffentlichkeit interessiert´s offenbar in der Tat (noch) nicht so recht…)
    Die Klartext-Studie war hier ein ganz wesentlicher Schritt und ich erinnere mich, wie die Nachricht über deren Planung im BMI wie eine Bombe einschlug! Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sie nicht in Vergessenheit gerät!

    So uninteressiert, wie man meinen könnte, sind allerdings auch die Medien nicht; man muss halt „dranbleiben“!
    Wir haben tatsächlich so gut wie keine Chance…. – Nutzen wir sie!

  10. Redaktion 13. Januar 2012
    Mr. X kannst Du uns mitteilen, um welche Grenze und welche Dienststelle es sich handelt ?
    Die Redaktion

    Ja, das ist die Grenze zu Tschechien und die BPOLI Chemnitz

  11. @ Gerhard Medgenberg, KG Weil

    Ich weiß Deine Beiträge zu schätzen und ich gebe Dir prinzipiell auch Recht.
    Allerdings habe ich das Gefühl, alle in der Klartextstudie aufgedeckten Problemfelder unserer Organisation
    werden einfach totgeschwiegen. Da heißt es „…wir nehmen den Inhalt Ernst…“ , aber es kommen keine weiteren Worte und schon gar keine Taten.

    Es wurde eine seriöse Studie mittels einer Befragung durchgeführt, und keiner der Entscheidungsträger reagiert.
    Es wurde ein verheerendes Gesamtbild unserer Organisation gezeichnet, autenthisch und repräsentativ, aber alle sind bereits zur Tagesordnung übergegangen.

    Ehrlich, ich bin mir nicht sicher, ob die Öffentlichkeit uns wahrnimmt. @Gelegenheitsgast hat da, denke ich schon recht.
    Probleme auszusitzen hat in diesem Land leider mittlerweile Tradition. Auch jetzt aktuell wieder.
    Und so läuft es auch bei uns.
    Getreu dem Motto, auch ein Stahlgewitter hört wieder auf – danach scheint wieder die Sonne.

    Man kann nur hoffen, dass alle Kolleginnen und Kollegen, die von dieser schlimmen Krankheit Burnout betroffen sind, wieder auf die Beine kommen und wieder ganz gesund werden.

  12. Die Hatz nach verordenten Aufgriffsnummern sowie die anschließend vollständige Aktenbearbeitung ist bei uns auch nach Veröffentlichung der Studie nicht weniger geworden. Der „Erfolgsdruck“ wurde m.E. sogar noch erhöht. Die DGL bibbern jeder Besprechung entgegen und hoffen mit ihrer DG nicht an letzter Stelle der internen Statistik bzgl. der Aufgriffe im Deliktsfeld der unerlaubten Einreise zu liegen.
    Mit BTM-Aufgriffen kann man neuerdings, nach inoffizieller Meinung der Inspektion, bei der Beurteilung keinen Blumentopf mehr gewinnen. Hier würde die Anzahl der erstellten Strafanzeigen nach dem AuslG den Ausschlag geben (Dienststelle Bahn/Grenze).

  13. Dieser ganze Erfolgsdruck nach Augriffen, Vorgangsnummern, Leistung-Leistung hängt doch zum großen Teil nur mit unserem Beförderung- und Beurteilungssystem zusammen.

    Was soll denn ein KSB ausrichten?
    50% müssen und sollen schlechter beurteilt werden als die Note 7 – ob mit viel Leistung, wenig Leistung oder ständiger herrausragender Leistung. Völlig egal!

    Alter oder Erfahrung spielen bei Beförderungen so gut wie keine Rolle!

    Warum, liebe GdP setzt man sich nicht endlich für ein Beurteilungs-/Beförderungssystem ein, welches nicht nur ausschließlich auf Noten setzt???

    Besser wäre doch wenn man berücksichtigt wie lange man ein Amt inne hat, danach das Lebensalter und zum Schluss kann man ja die Beurteilungsnoten noch mit ins Spiel bringen.

    Gerade in dieser von euch vorgestellten Studie geht doch auch klar hervor, dass sowohl die Maße der Kolleginnen und Kollegen im mD, als auch gD und sogar hD dieses System als ungerecht empfinden. Warum hält man dann an diesem fest und verschärft es mit der Einführung der neuen Beurteilungsrichtlinien sogar noch???

    Ich möchte nicht wieder mit dem Finger nach Bayern zeigen und dort ist sicher auch nicht alles super, ABER dort sehe ich keine alten POMs umherlaufen!?, dort gibt es prüfungsfreie Aufstiegsverfahren!?

    An eurer Stelle würde ich gerade bzgl. der POM Problematik endlich auch „KLARTEXT“ mit Herrn Bundesinnenminister Friedrich sprechen. Dieser kommt doch aus Bayern, warum nicht mal etwas übernehmen!?

    Ich danke euch!

  14. Gerhard Medgenberg, KG Weil 13. Januar 2012

    Danke für die klaren Worte. Weiter so. Deine Kommentare treffen immer genau den Punkt.

  15. Moinsens!

    Aus meiner Wahrnehmung in meinem Bundespolizeiminikosmos hat sich auch nichts geändert.
    Auch bei mir drängt sich der Verdacht auf, dass der Druck auf die schnelle Nummer nur noch höher geworden ist.
    Obschon doch jedem klar sein sollte, dass die dadurch angelieferten Statistiken durchaus so oder so ausgelegt werden können. Ich bin mir daher auch sicher, dass sich außer unseren Flughafendienststellen niemand sicher zu sein braucht, dass er durch vernünftige Zahlen auch seine dienstliche Existenz sichert. Dafür hat die Bundespolizei einfach zu viele Baustellen und einen immer kleiner werdenden Personalkörper.
    Auch über eine Flucht der Beamten aus dem Schichtdienst in irgendwelche wie immer auch gearteten „Spezialverwendungen“ (oder schlicht in den Tagesdienst) braucht sich niemand wirklich zu wundern, war es doch selten so unattraktiv, den Dienst auf der Straße zu verrichten. Neben Erhöhung der lebens- und Wochenarbeitszeit, Kürzung/Wegfall der Überlappungszeit und besonderer Flexibilisierung der flexiblen Flexibilitätsdienstpläne hat man mittlerweile das Gefühl, dass man schon fast in der Dienststelle wohnt.
    Hinzu kommen für die „Schichter“ immer wieder neue Schwerpunkte in der täglichen Aufgabenerfüllung, die einen fast schwindelig werden lassen und wo eine klare Richtung nicht mehr ausmachbar ist.
    Diese klare Richtung ist ebenso bei der Frage flöten gegangen, was, wann, wo und wie in welches System eingetragen werden soll.
    In unserer Teildienststelle taucht bei fast jedem Vorkommnis die Frage auf, ob es nach neuer Erfassungsrichtlinie ins @rtus oder ins PIKUS eingetragen wird. Bei Letzterem fehlt die Möglichkeit der eigenen Recherche fast allen PVB (bis auf die Leitstellenbeamten) der Dienststelle.
    Überdies ist eine dienstliche Förderung für „normale“ KSB mittlerweile auch in unerreichbare Ferne entwichen, wird doch bei jedem Personalgespräch daraufhingewiesen, dass ohne Teilnahme an irgendwelchen Aufstiegsausbildungen bzw. Auslandseinsätzen eine bessere Beurteilung trotz eingestandener guter Leistungen nicht möglich ist.
    Auf Einsätze von sog. BKE Zügen für Lagen, wo gut ausgebildeten Einsatzzüge bereits an ihre Grenzen stoßen, möchte ich hier gar nicht erst tiefer eingehen, weiß doch an der Basis jeder über die miserable Ausstattung und den Einsatzwert dieser BKE`n (Was den Einsatzwillen der Kollegen nicht scmälern soll).

    Einen Weg aus dieser Misere, bzw. den Willen unserer Behördenleitung, diese Umstände zu ändern, sehe ich momentan nicht.
    Mit der Mithilfe der Bevölkerung ist aus meiner Sicht auch nicht zu rechnen, da diese die Bundespolizei oftmals nicht oder nur ungenau kennt und sich folglich auch nicht für die Bundespolizei einsetzen wird, wie sie es u.U. für „ihre“ Polizeidienststelle an der Ecke tun würde.

    Zusammenfassend hat sich die Bundepolizei als Behörde aus meiner Sicht längst überlebt und sollte langsam aber sicher in Pension gehen.

    Das ist natürlich nur eine Mindermeinung.

    Grüße

    AB

  16. @AB
    (Leider) Volle Zustimmung.
    Die polizeiliche Arbeit (übrigens die eigentliche Daseinsberechtigung einer Polizei) hat den geringsten Stellenwert in unser Organisation.
    Aufgrund der unzumutbar hohen Belastung bei gleichzeitger Geringschätzung (vor allem monetär) ist die Flucht in den Tages-/Innendienst der schleichende Tod unser Organisation.
    Ich kann es allerdings auch Niemandem verdenken, der sich dem alltäglichen Wahnsinn an der Front entzieht.
    Da im bahnpolizeilichen Bereich die gesetzlichen Aufgaben eh nicht erfüllt werden können (abgesehen von der Missgeburt der §§ 3 + 12 BPOLG) kann man es auch gleich ganz lassen.
    Und in der Logik wäre ein Zurruhesetzung der BPOL zum 60. Geburtstag nur folgerichtig gewesen.
    Leider sterben wir auf Raten und niemand setzt das Ende mit Schrecken!
    So traurig es ist, AB, du vertrittst keine Mindermeinung mehr.

  17. Gestern Nacht stand ich (KSB/45 Jahrej POK) bei -6 Grad eine Stunde lang in einer dunlken Ecke im Güterbahnhof und observierte im Rahmen Graffitiprävention. Dabei stellte ich mir folgende Frage:

    In meiner Dienstgruppe haben wir ein Durchschnittsalter von 41 Jahren. Bin ich noch in der Lage einen 20 Jährigem Graffitisprayer im Falle des Erkennens im Dunkeln über die Gleise zu verfolgen? Soll ich das noch bis zur Pension so weitermachen? Wo sind die Stellen um die älteren Kollegen ab 50 aus dem Schichtdienst rauszulösen?
    Wo ist der Nachwuchs, dem ich meine Erfahrungen weitergeben kann. Ausbildung ist nur 50% des Polizeiberufes.
    Traurig, wo es mit meinem Traumberuf hingeht.

    Micha

  18. Hallo Micha,

    …und hier die „richtigen“ Antworten..

    1. richtig gerechnet das Durchschnittsalter – auch in vielen anderen Bereichen ist Ü40 angesagt!
    2. Ja, du bist dazu in der Lage denn Du trainierst regelmäßig Cooper und SPRINT…und meistens aus dem KALTEN also an der Realität orientiert.!
    3. Ja, denn 62 ist ja nur das momentane Pensionsalter – aber Du wirst dich mit 62 noch gesund und frisch fühlen -MÜSSEN- denn in 16/17 Jahren hat der Bundesrechnungshof wieder neu nachgerechnet. Und das geht so…Hat man Alte braucht man keine Neuen und in der Exeltabelle steht ncht dein Alter hinter der Zahl sondern nur PVB.
    4. Die Stellen sind in Frankfurt/Main und in den Denkfabriken unserer Behörde – da steht auch Dein Sessel und wartet.
    5. Der Nachwuchs ist in deiner DG, sieh dich doch mal um, ja genau der da, mit seinen gerade mal 35 Lenzen…der dich so wissbegierig anschaut. Gib ihm eine Chance, er drück schließlich das Durchschnittsalter auf unter 45…
    6. Der Traumberuf heißt ja nicht um sonst TRAUM-Beruf sonst wäre das ja alles zu einfach.
    Aber Micha tröste Dich, dass ist mit -Sicherheit- kein Einzelschicksal.

  19. quidam

    Danke………………………………

  20. Insgesamt betrachtet, so muss man einfach feststellen, ist das Ergebnis enttäuschend! Was bleibt denn von diesen 5 Punkten übrig, wenn man sie genauer anschaut und mal zwischen den Zeilen liest? Eine Anhebung der Bewertungsebene mag sich schön anhören, bringt aber reell recht wenig, viele POM im Einzeldienst sitzen oft viele Jahre am Anfang ihr Bewertungsebene A8 – 9 mZ und es ist kein Licht am Horizont! Da ist auch die 10 %ige Anhebung der Planstellenobergrenze für diesen Bereich ein Tropfen auf dem heißen Stein. Insbesondere wenn haushaltstechnische Vorgaben diese Dinge immer noch beeinflussen können. Die Einstellungen für die nächsten Jahre sind unabdinglich, denn bereits die aktuellen Jahrgänge decken 2014 nur zu 50 % die pensionsbedingt abfliesenden Kollegen! Die Problematik hierzu, geht dann aber auf Grund der geburtenstarken Jahrgänge erst richtig los. Wenn die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen wird, kann auch die Polizei dort nicht mehr weiter eingesetzt werden – ist eine logische Schlussfolgerung.
    Das der Bundesinnenminister Verbesserungen bei der Polizeidienstzulage prüfen will, ist ersten noch keine konkrete Zusage und außerdem der falsche Ansatz, denn es ändert nichts an der ungerechten Verteilung!!!
    Erstens wird es hier mit Sicherheit keine großen Gehaltssprünge geben und zudem würde es auch schon wieder diejenigen treffen, die sich schon bei der letzten Reform kräftige Gehaltssprünge genehmigt haben. Wie gesagt, ich finde das Ergebnis recht dürftig!
    Mehr als bedauerlich finde ich die Äußerung des Innenministers hinsichtlich des Vorschlags von Josef Scheuring. Die Leistungsprämie gehört längst abgeschafft und genauso wie unser gesamtes Beurteilungssystem ist sie „untauglich“, fördert in keinster Weise den Leistungsgedanken sondern gibt der Willkür freien Spielraum.
    Ich hätte mir vielmehr eine wirklich leistungsbezogene Anhebung gewünscht, denn diejenigen, die an vielen Wochenenden und Feiertagen die Sicherheit in unserer Republik aufrechterhalten, werden nach wie vor mit einem Almosen (auch DUZ genannt) abgespeist. Als weitere Änderung gehört eine Regelbeförderung her, damit gewährleistet ist, dass jeder Kollege mit dem Ausscheiten das „Endamt“ seiner Bewertungsebene erreicht. Bei einer Differenz von 3 – 4 Jahren pro Beförderung, ist dem Leistungsgedanken mehr als Rechnung getragen. Leider muss man immer wieder feststellen, dass unserer „hohen Führung“ die Einsicht bzw. der Wille fehlt, irgendetwas zu ändern. Im Gegenteil, verfolgt man Aktionen wie die Änderung der Schulterstücke für unsere „Metaxa-Offiziere“ oder die „Schönredversuche“ hinsichtlich der Gehaltsvergleiche zu den Kollegen der Landespolizeien, dann läuft es einem kalt den Rücken herunter!
    Enso62 – POM mit 30 Dienstjahren auf vielen Straßen – Bahnhöfen – Grenzen – Flughäfen!!!

  21. Der Wehrbeauftragte bemängelt soeben in einer Erklärung:

    Wegen der BW-Reform sind viele Soldaten frustriert, weil

    viele von ihnen pendeln müssen

    massiv Stellen abgebaut werden müssen bei gleich hoher bzw. steigender Belastung

    Standorte geschlossen werden müssen

    ups…

    Willkommen im Leben!

    Wo ist eigentlich der Bundespolizeibeauftragte?

    Der müsste mal Klartext reden!

  22. Das wäre doch auch eine Möglichkeit
    http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2010/die-befreiung-der-arbeit-das-7-tage-wochenende.html