Nachwuchsgewinnung jetzt! Dezentral – Nachhaltend – Verbindlich

Der Minster hat gesprochen. Es ist sein Wille, 800 Bewerber einzustellen. Nun muss sich beweisen, ob die Bundespolizei mit ihren anspruchsvollen Aufgaben konkurrenzfähig ist. Im Werben um die besten Köpfe stehen wir im Wettbewerb mit Handel, Industrie, den Polizeien der Länder und dem übrigen öffentlichen Dienst. Die „Strohmeier-Studie“der Technischen Universität Chemnitz  zeigt u.a., dass nur etwa ein Fünftel (19,7%) der Bundespolizeibeschäftigten glaubt, dass es der Bundespolizei in Zukunft gelingen wird, das notwendige qualifizierte Personal zu gewinnen. Das stärkste Handycap bei den schlechten Rahmenbedingungen ist die bundesweite Verwendung. Hier kann nur mit dezentraler Werbung und Einstellung entgegen gewirkt werden. Der nächste Schritt muss eine verbindliche Regel für eine Anschlussverwendung seien. Um als Arbeitgeber attraktiv bei der Nachwuchgewinnung zu sein, braucht die Bundespolizei eine „Personalentwicklung“, die diesen Begriff verdient hat.

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

16 Kommentare
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  1. Der erste Schritt ist ja bereits getan. Die Bewerber können sich für die BPOLDen FFM, S und M oder eine bundesweite Verwendung entscheiden…

  2. Ich persönlich denke, dass bei den Bewerbern, die Bundespolizei sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft, wenn überhaupt, nur die zweite Wahl ist.

    Wie oben schon geschrieben ist das größte Manko, dass man bundesweit einsetzbar ist.

    Darüber hinaus ist Bezahlung und Perspektive auch ein wichtiger Grund. In Ballungsräumen, wie um den Flughafen München, gibt es seit Jahren nahezu Vollbeschäftigung, Und wenn sich dann ein junger Mensch vostellt, er muss wegen der Ausbildung schon das Erstemal reisen und hinterher….????

    Und wie schon oft geschrieben als PM+Familie im Raum München ist man mit einem Einkommen nicht überlebungsfähig!

    Vor allem die jungen Leute können sich zwischenzeitlich aussuchen wohin sie wollen…!

  3. Ich kann ja verstehen, dass in vielen Ballungszentren das Leben schwer ist. Aber wie machen das All die Menschen, die einer Vollbeschäftigung in der freien Wirtschaft nachgehen?
    Bekommt der Geselle im ersten Gesellenjahr in München eigentlich 2600,- € Netto??? Und der Bäckergeselle 2500,-€ Netto?? Oder was bekommen diese Gesellen so?
    Naja kein Wunder das in München nur Singles leben und keine Familien, die paar Beamte des gehobenen und höheren Dienstes, welche sich als einzige Menschen das Leben in Ballungszentren leisten können fallen mit ihren Quotenkindern nicht auf.
    Wenn das Geld nicht reicht, ist man zunächst selbst verantwortlich seine Situation zu ändern.

  4. @Realist

    Wer verdient denn bitte 2500 Euro gar 2600 Euro in der BPOL???

    Welchen Dienstposten hast du???

    Aber, nur so zum Verständis…

    Du kannst mal recherchieren, wie viel die Leute bei BMW, Audi, Siemens usw. verdienen!???

    UND, ich habe noch gar nicht gewusst, dass man als Bäckergeselle den gleichen Schulabschluss benötigt wie bei der BPOL!

    Also, „lieber“ Realist, bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen…

  5. In den meisten Handwerksberufen baucht man heute die mittlerer Reife um einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

  6. Soll natürlich Mittlere Reife heissen.

  7. Auch wenn die Zahlen der Neueinstellungen erfreulicherweise offenbar wieder voll ausgeschöpft werden- so man denn geeignete Bewerber findet – !

    Hoffe ich , das es noch nicht zu spät ist um aus dem Kreislauf auszusteigen , in dem man sich befindet.

    Die Entscheidung , so lange Direktionen die nicht Schwerpunkt sind ( Grundgedanke von mir ist hierzu , das innere Sicherheit ganzheitlich betrachtet werden muß ) kein „frisches“ junges Personal bekommen und gleichzeitig der demografische Wandel voll auf die Republik einprasselt rutschen wir immer tiefer in ein Altersgefälle, welches irgendwann nicht mehr heilbar ist.

    Schwerpunktdienststellen sind doch meist in Ballungsräumen ?!? Also ist doch die Idee, hier Personal aus dem regionalen Bereich zu werben gut ! Da hier meist mehr Menschen leben , es also auch mehr Schulabgänger etc. gibt, müsste auch dem Mehrbedarf an Personal Rechnung getragen sein.

    Optimalerweise müßten aber die Bewerber aus Strukturschwächeren Bereichen (z.B. SH , MV) auch die Chance auf dezentrale Einstellungen und Verwendungen haben.

    Alleine durch die Bewerberzahlen ergibt sich doch bestimmt das Zahlengerüst, welches man benötigt , und die neuen Mitarbeiter werden von vorn herein heimatnah verwendet.

    Für alle, die schon da sind glaube ich nicht , das es bei einem vernünftigen Personalkonzept nicht möglich wäre, heimatnahe Verwendungen anzubieten.

    Was diese Entlastung ( Angstfaktor bundesweite Verwendung, finanzielle Ersparnis des Pendelns, das sich mit der Region identifizieren ) für die Motivation und somit die Quantität und Qualität in der Behörde bedeutet, dafür muss man nicht studiert haben.

  8. Ja, uns geht es schlecht, wir stehen alle kurz vor dem Verhungern, der Dienstherr schert sich einen Dreck um uns.

    Natürlich ist es in Ballungsräumen nicht einfach, aber jeder einzelne von euch hat gewußt, dass er Bundesbeamter bundesweit einsetzbar ist und was er verdient. Und jetzt komme mir keiner mit: Aber der Einstellungsberater hat mit damals versprochen… Das ist Schwachsinn, und jeder der seine Sinne zusammen hat, hätte das wissen müßen.

  9. @A
    ….ich weiß nicht was an 2500,-€ so ungewöhnlich sein soll. Und das als verheirateter Beamter der untersten Führungsebene bei halbwegs regelmäßigen DUZ….

    Oder hab ich was falsch verstanden???

  10. Ich, PHM ohne Z., Lohnsteuerklasse I, drei Kinder bei mir wohnend, Netto 2748 Euro ohne DUZ und Kindergeld.

  11. Super!!!!

    Einstellung für die Bereiche wo ein Fehl ist!!! Sehr gut; der Bewerber kann planen und weiß wo es hingeht. Ein guter Schritt.

    Ich kann mir sogar vorstellen, dass es Bewerber für die „Flughafen-Polizei-FFM“ gibt.
    Wenn es nicht genügend sind, dann müssen die Rahmenbedingungen angepasst werden.

    ach… wo wir gerade dabei sind… die von allen ungeliebte Bundesbereitschaftspolizei braucht dringend PVB. Grob geschätzt hat jeder Abteilung in jeder Hundertschaft real ein Fehl eines kompletten Zuges… 40x3x11= 1300!!! Fehl.
    Denkt bitte auch mal an die BePo!!

    Liebe GDP… 800 Neueinstellungen dieses Jahr für die Schwerrpunkdienststellen, die benötigen noch 2,5 Jahre… mmh… Vorschläge??
    Was wäre mit Verkürzter Flughafenpolizeiausbildung? Was wäre mit Übernahme von Soldaten?

  12. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, eine dezentrale Werbung und Einstellung ist nicht nur ein Vorteil für die Schwerpunktdienststellen.
    Obwohl diese gegenwärtig, wie z.B. FFM den stärksten Bedarf haben. Vorausetzung dafür wäre eine Personalbedarfsermittlung auf der Basis der Ruhestandsdaten in den Direktionen. Hier wäre der Ausgangspunkt für eine tragfähige Personalentwicklung.
    Jörg Radek

  13. @ radek

    … Vorausetzung dafür wäre eine Personalbedarfsermittlung auf der Basis der Ruhestandsdaten in den Direktionen. Hier wäre der Ausgangspunkt für eine tragfähige Personalentwicklung.“

    Ich versteh nicht ganz, heißt das, dass die Direktionen mit den meisten Pensionären den größten Anspruch auf Nachwuchs haben? Dann kommen wir nie zu einer jungen BP. Und in der Hundertschaft werden nunmal die meisten „Befehlsempfänger“ gebraucht. Nicht böse gemeint, aber die körperliche Anforderungen sind dort etwas höher angesiedelt.

    Ich dachte das Personalentwicklungskonzept / Laufbahnverlaufsmodell sagt deshalb: Neueinstellungen in die BPOLD BP und dann die älteren zu den EInzeldienststellen. Deswegen sind die Einzeldienstposten ja auch besser bewertet. Sieh MKÜ.
    Glückwunsch an die aktuellen neuen PM, welche gleich in die MKÜ kommen (A8-9mZ)!!!

  14. Ich habe das Gefühl das Ganze kommt (gefühlte) 20 Jahre zu spät.
    Real Situation am Beispiel Flughafen Frankfurt: Zur Zeit ~ 100 Abgeordnete aus anderen Direktionen
    Ab 01.03.2012 stoßen ~ 240 Laufbahnabsolventen mD hinzu. Ergo DIE Schwerpunktdienststelle ist nach ODP mehr als Voll!!! Sowohl mD als auch gD.
    Das lässt sich nahtlos auch auf andere Schwerpunktdienststellen übertragen.
    Die zukünftigen Einstellungen dienen ergo dazu die Ruhestandsbeamten aufzufangen (zumindest teilweise) und NICHT ein Personalentwicklungskonzept, zumindest Mittelfristig, umzusetzen.

  15. Hallo…

    @PHM ohne Z.

    Bei der Berechnung und Bekanntgabe deines Gehaltes muss man aber noch ein paar Kleinigkeiten zu ergänzen. Du erhälst vermutlich für deine 3 Kinder einen Familienzuschlag von rund 520 Euro und erhälst unter gewissen Umständen auch noch zusätzlich den Verheiratetenzuschlag, obwohl Du in der Steuerklasse 1 bist. Außerdem bist Du vermutlich eher um die 35 Jahre als 25 Jahre und hast schon eine mittlere Erfahrungsstufe.

    Ein junger PM hat da wohl deutlich weniger in der Tasche oder ?

    M.f.G.

    Ranger

  16. Gestern bei uns im Radio hat sich ein Mitarbeiter eines AFZ beschwert, dass die Bewerber nicht mehr den körperlichen Ansprüchen genügen. Für eine warme Stube im Tagdienst wird es schon reichen. Sie Artikel oben Kräftemangel!!!