Tagung Arbeitsgruppe Großflughäfen

Klaus Borghorst, Judith Hausknecht, Jürgen Illig, Dr. Hartmut Kühn, Berthold Hauser, Hartmut Schrader, Martin Schmitt

Ausgehend von den Ergebnissen der Arbeitsgruppe „Höherer Dienst“ (AG „hD“) der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, trafen sich Kolleginnen und Kollegen aus den GdP-Untergliederungen der Großflughäfen, um gewerkschaftspolitische Forderungen zu folgenden Kernthemen zu entwickeln: Grenzpolizei, Luftsicherheit, Ermittlungsdienste, Personalentwicklung sowie Ballungsraumproblematik.

Die Ergebnisse der „Klartext-Studie“ ergaben auch bei den Angehörigen des höheren Dienstes ein negatives Stimmungsbild. Der GdP-Bezirk Bundespolizei verleiht mit der Einberufung der AG „hD“ diesen Kolleginnen und Kollegen über die gewerkschaftlichen Weiterentwicklungsvorstellungen eine Stimme. Schwerpunkte der Arbeit bilden: Weiterentwicklung von Bundespolizei und Zoll (unter strategischen Gesichtspunkten), Verbesserung der Wahrnehmung der Bundespolizei in der Öffentlichkeit, Vorstellungen zu Zusammenarbeit mit den Ländern, Auslandsverwendungen, Auswirkungen der Neuorganisation, Auslandsverwendungen sowie Personalentwicklung.

So war es Aufgabe der Unterarbeitsgruppe Großflughäfen, für den GdP-Bezirk (und im Besonderen für die AG „hD“) entsprechende Vorlagen zur Weiterentwicklungsdiskussion zu skizzieren. Eine AG Großflughäfen tagte bereits im Jahre 2009 schon insgesamt dreimal. Damals wurden gewerkschaftliche Grundpositionen für Ballungsraumproblemstellungen sowie Personalentwicklungsvorstellungen artikuliert.

Die Spezialisierung des grenzpolizeilichen Spektrums sollte, so die Auffassung der AG-Mitglieder, stärker in den Fokus der Betrachtung gestellt werden, um strategisch besser für Zukünftiges – über nationale Aufgabenzuweisungen hinaus – gewappnet sein. Aber auch die Koordination der Personen- und Gepäckkontrolle im Zuge der zugewiesenen Luftsicherheitsmaßnahmen muss für die Bundespolizei neu beleuchtet werden. Aus der Großflughafen-Arbeitsgruppe werden die entsprechenden Vorstellungen aufgeliefert. In Bezug auf die Arbeit der Ermittlungsdienste, deren Entwicklungsmöglichkeiten und des tatsächlichen Personalbedarfs sollten Diskussionen in ganzheitlicher Betrachtung, auch zur Wertschätzung der operativ tätigen Kolleginnen und Kollegen, in der AG „hD“ im Weiteren geführt werden.

Ballungsräume und Schwerpunktbereiche der Bundespolizei: Die „großen“ Themenpakete, die bereits im Jahre 2009 aufgearbeitet wurden, sind immer noch präsent. Hierzu gibt es klare Positionierungen, die durch die GdP bereits artikuliert wurden. Insbesondere müssen die sozialen Rahmenbedingungen (Bezahlungsstrukturen, bezahlbarer Wohnraum, dienststellennahe Parkoptionen, etc.) stimmen und ein Personalentwicklungskonzept, das diesen Namen auch verdient, endlich in die Bundespolizei Einzug halten. Dazu gehören neben der Personalgewinnung auch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen für vorhandenes Personal, die zielorientierte Personalauswahl sowie das Leben einer positiven Fehlerkultur zur Einbeziehung der Kolleginnen und Kollegen in die Weiterentwicklung in die Bundespolizei. Nur so kann die Identifikation mit der Bundespolizei hergestellt und beibehalten werden.

Teilnehmer:
Klaus Borghorst (Düsseldorf)
Judith Hausknecht, Jürgen Illig, Martin Schmitt (Frankfurt/M.)
Berthold Hauser (Stuttgart)
Hartmut Schrader (München)
Dr. Hartmut Kühn (GdP-Bezirk Bundespolizei)

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Themenbereich: Luftsicherheit & grenzpolizeiliche Aufgaben | Drucken