Klare Forderungen auch für die Beamten: ver.di und GdP starten in die gemeinsame Tarif- und Besoldungsrunde 2012 für Arbeitnehmer und Beamte

Klare Forderungen auf der Konferenz zur Beamtenbesoldung 2012: Karsten Schneider (DGB), Klaus Weber (Beamtensekretär ver.di), Frank Bsirske (Bundesvorsitzender ver.di) und Sven Hüber (GdP) v.r.n.l.

Berlin. „Wir haben kein Schuldenproblem des Staates, sondern ein Luxusproblem der Nichteinnahme von Steuern!“. Mit diesen klaren Worten brachte ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske auf den Punkt, warum die Forderungen der DGB-Gewerkschaften ver.di, GdP und GEW für die Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten in der Tarif- und Besoldungsrunde 2012 mehr als berechtigt sind. Auf der „Konferenz zur Besoldungsrunde Bund 2012“ in Berlin wurden dabei die Ziele für die Beamtinnen und Beamten des Bundes abgesteckt, Argumente ausgetauscht und die Aktionsbereitschaft der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer und Beamten hergestellt.

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Sven Hüber nahm für die GdP an der Konferenz teil.Für die DGB-Gewerkschaften ist die Wortwahl „Tarif- und Besoldungsrunde 2012“ durchaus programmatisch, denn die Forderungen von ver.di und GdP für die Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten decken sich hier völlig und zeigen zugleich, dass Tarifbeschäftigte und Beamte zusammenstehen.

Die Forderungen für die Beamtenbesoldungsrunde 2012:

1. eine lineare Erhöhung der Einkommen der aktiven Beamten und der Pensionäre um 7 Prozent

2. ein zusätzlicher Festbetrag in der gleichen Höhe, wie ihn die Große Tarifkommission für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fordert

3. die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des auszuhandelnden Tarifergebnisses der Arbeitnehmer des Bundes auf die Besoldung und Versorgung der Bundesbeamten und Ruhestandsbeamten des Bundes

4. die Verkürzung der Wochenarbeitszeit der Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten auf das Arbeitszeitniveau der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

5. eine Laufzeit von lediglich 12 Monaten und keine Aufsplitterung der linearen Steigerungssätze auf mehrere Stufen

Die DGB-Gewerkschaften machen mit der „Tarif- und Besoldungsrunde 2012“ auch deutlich, dass sie nach wie vor volle Verhandlungsrechte auch für Beamtinnen und Beamte fordern.
Die Große Tarifkommission von ver.di und die Großen Tarifkommissionen von GdP und GEW werden am 9. Februar 2012 den Gesamtforderungskatalog der im DGB vereinten Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes für die Tarifrunde beschließen und in die Tarifrunde starten; zugleich werden die DGB-Gewerkschaften den für die Beamtenbesoldung zuständigen Bundesinnenminister mit den Beamtenforderungen konfrontieren. Die DGB-Gewerkschaften wollen dann bereits in der laufenden Tarifrunde auch die ersten Verhandlungsgespräche für die Bundesbeamtinnen und Beamten führen. Die Beamtinnen und Beamten wollen die öffentlichkeitswirksamen Aktionen der Arbeitnehmer in der Tarifauseinandersetzung tatkräftig unterstützen.
Eine deutliche Einkommensverbesserung auch der Beamtinnen und Beamten ist trotz Schuldenbremse und Eurokrise bei näherer Betrachtung kein wirkliches Problem für den Bund, auch kein finanzielles. Der renommierte Volkswirt Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) brachte es auf die Formel: „Deutschland lebt unter seinen Verhältnissen.“ Die Gewerkschafter auf der „Konferenz Besoldungsrunde Bund 2012“ brachten es auf die Formel „Wir sind es wert! Die nächste Milliarde ist für uns, nicht für die Banken!“.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

52 Kommentare
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  1. Ich arbeite im Schichtdienst und kann nur sagen das es asozial ist!
    Es ist ein gehöriger unterschied ob ich Tagdienst verrichte oder im Schichtdienst bin!
    Ich bin nur noch dabei auszuschlafen aber nicht um meine Freizeit zu geniessen!
    Ich weiß nicht wofür dasd BMI eine Auszeichnung bekommen hat für Famillienfreundlichkeit! Ich bin Beamter in der Bundespolizei und gehöre somit auch zum Bundesinnenministerium!
    Aber was mit den Beamten in der Bundespolizei gemacht wird ist einfach ungeheuerlich!
    Eine 41h-woche im Schichtdienst geht garnicht! Meine Frau sagt ich seh Dich garnicht mehr Du liegst nur noch im Bett und an Freizeit ist garnicht mehr zu denken nur im Urlaub!!!
    Liebe Vertreter der Besoldungskommission alles unter 3% lasst es sein ich will ein Vernünftiges leben haben ich will ne 38,5 oder 39h-Woche haben!

  2. @Iche

    Ich kenne deinen Dienstgrad nicht und auch nicht deine Dienststelle, aber hast du schon versucht vom Schichtdienst weg zukommen. Ich meine nicht in den Tagdienst in deiner BPOLI, sondern z.B. zur BP. Da bist du dann zwar fast jedes Wochenende unterwegs, aber dafür in der Woche Tagesdienst.

  3. Dem kann ich nur zustimmen!

    Ich habe auch das Gefühl, daß ich nur noch im Dienst bin oder versuche auszuschlafen.

    Das ich wirklich ausgeschlafen zum Dienst komme, ist nur nach einem Urlaub derr Fall.

    Ich wundere mich nicht mehr über burnout von Kollegen; man hat ja keine Zeit mehr um dienstliche Erfahrungen und Erlebnisse (Bahnleichen, alkoholisierte Personen, Gewalt, Provokationen usw.) zu verarbeiten.

    Eine 38,5 h -Woche ist zumindest für Schichtdientsleistende erstrebenswert.

  4. Moin Iche,

    ich kann Dir nur zustimmen, nur dass meine Frau nichts mehr zu mir sagt, da sie ausgezogen ist.
    Ich bin Schichtdienstleistender KSB und bekomme die 41 Std. Woche voll zu spüren. Aufgrund der inzwischen sehr dünnen Personaldecke in den Dienstgruppen kommt noch hinzu, dass ständig woanders ausgeholfen werden muß. Das heißt die Verläßlichkeit des Schichtplanes wird zunehmend eingeschränkt und das geht auf die Knochen. Nur mit mehr Geld kann das nicht ausgeglichen werden. Also runter mit der Arbeitszeit auf 39 Stunden. Wer meint, dass sei kein großer Unterschied, hat keine Ahnung von den Belastungen der Schicht.

    Hier bleibt noch zu erwähnen, dass die(hat nichts mit den o.g. Forderungen zu tun) geplante Anhebung der Erschwerniszulagen und der Freizeitausgleich für Nachtdienststunden ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber eben nicht der erforderliche Meilenstein.

    Die 7% hätte ich gern als Ergebnis ud nicht als Forderung gesehen.

  5. Iche, ich stimme dir voll zu. Ich bin Mitte 50 im Schichtdienst und Fernpendler, kannst dir vorstellen wie das erst ist. Für die 38,5 Woche können die ihre Almosen behalten.

  6. Wirklich wichtig ist die Laufzeitforderung; bloß keine Laufzeiten mehr über 24 Monate!!! Dieser Umstand hat letztlich maßgeblich mit dafür gesorgt, dass wir Jahr für Jahr immer mehr ins Minus gerutscht sind.

    Ich bin gespannt, was letztlich ausgehandelt wird!

    Es grüßt der ErmB

  7. Ich sehe das genauso. Zur Zeit werden wieder Zirkel im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement eingerichtet.
    Ziel: Senken der Krankheitsquote.
    Wann begreift man endlich, dass ein vernünftiger Abgleich zwischen Arbeit und Freizeit geschaffen werden muss.
    So wie das im Moment läuft werden die Leute einfach auf Dauer nur kaputtgemacht. Die Folge. Krankheitsquote steigt.
    Also: Alle Maßnahmen wie Kontrolle von Dienstzeiten, BEM, etc. werden nichts bringen wenn nicht die erste Hürde genommen wird. Verbesserung der Rahmenbedingungen. Das ist die 39 Std. Woche.

  8. Ich schließe mich allen Vorrednern (außer PMaufEwig) zu 100% an.
    Es soll ja Dienststellen geben, bei denen alle Überstunden über 40 einfach mal so gestrichen wurden. Ohne irgendeinen Ausgleich versteht sich.
    Ein Schlag ins Gesicht für die Kollegen, die trotz 40 bzw. 41 Stunden Woche viele Überstunden aufgebaut haben.
    Und wie die im großen Teil zustande kommen sollte jedem klar sein, Einhaltung Mindeststärke, Kompensierung sich im Krankenstand befindliche Kollegen, Einsätze jeglicher Art usw.
    Folge –> Das Fernbleiben und der damit einhergehende Stress mit der Familie.
    Wenn man eine 39 Stunden Woche für Kollegen im Schichtdienst erreichen sollte, können die weiter die Stunden wegnehmen. Ist mir dann egal. Hauptsache meine Frau und meine Kinder lernen ihren Vater wieder ruhig und ausgeglichen und mit dem Gefühl für sie da zu sein kennen.
    Gruß Massinissa.

  9. Arbeitszeitverkürzung reicht aber nicht, denn dann steigen ja nur die Überstunde die nicht abgefeiert werden können.
    Es müssen gleichzeitig auch mehr Stellen, d.h. mehr Personal her.
    Was nutzt das “ viele“ Geld, wenn ich so krank bin, dass ich es nicht für Urlaub und Hobby ausgeben kann. Gesundheit kann ich mir nicht kaufen.

  10. @ PMaufEwig

    Im Tagdienst sind schon die Muttis oder andere nicht mehr Schichtdienstfähige, geht also nicht!
    Der Dienstgrad ist ja mal völlig egal(POM) aber in die Abteilung bekommt mich keiner mehr hin war ich lange genug gewesen! Habe auch überhaupt kein Interesse die We im Zug zuverbringen(Fanbegleitung)!
    Das einzige was ich will ist ne 38,5 oder 39 Stundenwoche was ich auch schonmal hatte! Und da ging es mir gut!
    Wenn das wieder eingeführt würde gebe es auch nicht mehr soviele kranke,glaub mir das und letztendlich auch wieder mehr PVB`s im Dienst was ja wiederum dem Dienstherren interessieren sollte!
    Aber solange der Dienstherr daß nicht kapiert/ Ursachen und Folgen!

  11. Moinsens!

    Auch ich kann meinen „Vorpostern“ nur zustimmen.
    Seit die 41Std-Woche eingeführt wurde, haben sich in „meinem“ Dienstplan die ersntzunehmenden Ruhepausen auf zwei in fünf Wochen reduziert. Bei diesen Ruhepausen spreche ich in einem Fall von knappen 72 Std und einmal von knapp 53 Std.
    Ich könnte zwar weitere DF-Tage setzen, doch die theoretische Möglichkeit scheiter doch oft genug an der Schichtstärke.
    Das bei solchen Schichtsystemen die Krankheitsrate auf lange Sicht steigen wird, dass dürfte wohl jedem Menschen mit ein wenig Verstand einleuchten.
    Wir haben die Verlängerung der Wochenarbeitszeit und die (bei uns durchgeführte) Kürzung der Überlappungszeit mal aufs Jahr hochgerechnet und sind dabei bei einer groben Mehrbelastung von ca. 20 Schichten (unbereinigt mit EU und durchschnittlichen Krankheitstagen) herausgekommen.
    2,5 Std. pro Woche klingt zwar nicht viel, macht sich aber durchaus bemerkbar, wenn man diese 2,5 Std nicht einfach an seine Schicht „anhängen“ darf.
    Das Ganze dann bei „Schaukelschichtdienst“ und der tollen Aussicht, das bis zu seinem 62. Lebensjahr machen zu sollen, das macht echt Mut für die nächsten 20 Jahre!

    Wobei ich nicht annehme, dass das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist.
    Für das BMI klappt das doch ganz gut, so hat man seine hochbezahlten PVB der Basis öfter im Dienst und kann noch ein bischen mehr Personal einsparen.
    Diese Rechnung wird aus meiner Sicht allerdings nicht aufgehen.

    Gruß

    AB

  12. …5. eine Laufzeit von lediglich 12 Monaten und keine Aufsplitterung der linearen Steigerungssätze auf mehrere Stufen….

    Eine neuerliche Tarifrunde 2013, mit allem was dazu gehört bei Nichteinigung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Kröte in Anbetracht der Wahl des Bundestages im nächsten Jahr geschluckt wird.

    Die Erfahrung meiner Vorposter bzgl. der jetzigen Arbeitszeit im Schichtdienst kann ich als ebenfalls Betroffener nur bestätigen.
    In diesem Bereich ist dringend Verbesserung angezeigt!
    Liebe Arbeitnehmer-/Beamtenvertreter in dieser Tarifauseinandersetzung,
    bitte begnügt Euch nicht mit so einem Hungerabschluss, wie den letzten!

    Als unverbesserlicher Optimist, weiß ich, dass in unserer Behörde alles gut wird – nur wann und wann setzen ersten Veränderungen ein…?

    Gruß aus dem Norden der Republik

    Arno

  13. Auch ich verzichte für eine Senkung der Wochenarbeitszeit auf eine Besoldungserhöhung.
    Die 41 Stunden Woche im Schichtdienst macht uns alle kaputt. So kann es nicht weitergehen.

    Liebe Gdp, ihr seht hier an den Beiträgen, was die Kollegen besonders belastet. 41 STunden Woche und Schichtdienst passen nicht zusammen. Da bleiben Familie und Gesundheit auf der Strecke!!!

  14. Da kann ich nur zustimmen.
    Mir würden auch 2 % Erhöhung reichen, wenn ich demnächst mehr Zeit für meine Familie und meine Hobbys haben kann.
    „Ich arbeite, um zu leben. Ich lebe nicht, um zu arbeiten!“
    Gerade im Schichtdienst leidet die Familie und das soziale Umfeld – das muss einfach ein Ende haben!

  15. Ich wünschte mir, wenn ich es dürfte weniger Arbeitszeit innerhalb einer Woche. 41 Std. ist im Schichtdient nur unter Beeinträchtigung der Gesundheit und Familie machbar.
    Ich verzichte gerne die nächsten zwei Jahre auf eine Gehaltserhöhung – ich und meine Liebsten brauchen etwas mehr Freizeit um das üppige Salaire auch mal unters Volk zu bringen.

    Gruss

  16. Bei der Polizei in Hessen gehen die Beamten für 10 Jahre im Schichtdienst 1 Jahr früher in Pension. Beim Bund besteht so eine Regelung nicht…warum eigentlich? Sind die Landespolizisten in Hessen weniger belastet als wir?? Ich glaube kaum.
    Ich leiste auch seit 16 Jahren Schichtdienst und es wird immer belastender. Früher, mit Mitte 30 hat mir das weniger ausgemacht, heute mit über 50 Jahren und ! die Wochenarbeitsverlängerung auf 41,5 Stunden…das macht sich bemerkbar. Ich würde auch auf die paar Kröten verzichten, wenn die 38.5 Stundenwoche wieder eingeführt wird.

  17. Ja, auch wenn es nicht unmittelbar mit der Tarifrunde abzuhaken sein wird (Ist aber ein interessanter Versuch!), so denke ich doch, dass eine Arbeitszeitverkürzung, vor allem der Beamten im Schichtdienst, eines unserer primären Ziele sein sollte!
    …so habe ich letztens mal ausgerechnet bzw. anhand einiger meiner alten Dienstpläne aus den 70er/80er Jahren feststellen können (Jaja, Opa erzählt wieder aus dem Krieg….), dass der „gemeine KSB“ (hiess damals noch „KB“) heute eben aufgrund der Wochenarbeitszeit, der Kürzung/Streichung von „Überlappungszeiten“, ggf. Pausenregelungen etc. heute durchschnittlich an 2-3 Tagen öfter im Monat zum Dienst erscheinen darf als damals! Und das macht den Kohl, wenn auch nicht fett, aber zumindest etwas angereicherter!
    Vom heute allgegenwärtigen „Druck“ wollen wir lieber erst garnicht reden!

    Die „Zusatzdienste“ wären mit einer Verkürzung , zumindest rein rechnerisch, erledigt! – Aber, seien wir ehrlich: ohne diese „Sonderdienste“ wären unsere „Planer“ ebenfalls am Ende, und insofern ist der eigentliche Sinn von Arbeitszeitverlängerungen, Streichung von Überlappungszeiten etc. ja auch wohl darin zu suchen, den Leuten nochmal den einen oder anderen „Sonderdienst“ aus dem Kreuz zu leiern und so „flexibel auf die Herausforderungen zu reagieren…“
    Tschuldigung, aber da wird mir fast schon beim Schreiben schlecht! – Es langt eigentlich, wenn man solchen Käse ständig irgendwo lesen muss!

  18. Liebe Kollegen,

    denkt Ihr nicht, dass Ihr zu gnädig zu unserem Dienstherrn seit?
    Ihr schreibt, dass Ihr auf eine Gehaltserhöhung bei Senkung der Arbeitszeit verzichten würdet. Meiner Meinung nach wurde auf unsere Kosten schon genug gespart. Wenn ich die Gehaltserhöhungen seit meiner Einstellung 89 mit der freien Wirtschaft vergleiche, dann wurde bei den Beamten immer gespart. Von der Änderung der Alterstufen ganz zu schweigen…

    Ich arbeite seit 17 Jahren im Schichtdienst. Mit der 38,5 Std. Woche, den Überlappungszeit und den Sportstunden damals war es wirklich schön im Schichtdienst – nicht nur weil ich jünger war und nicht nur weil es keine Kennzahlen gab.

    Nun ist der Schichtdienst kaputt und die Leute auch. Da nutzt auch das Gesundheitmanagement nichts. Die Einführung der 41-Std-Woche war für den Bund sicher auch kein gutes Geschäft, da die Krankheitsqute die theoretisch eingesparten Beamten längst eingeholt hat.

    Daher finde ich die Forderung angemessen. Senkung der Arbeitszeit UND Gehaltserhöhung. Dafür gehe ich auch gerne in meiner wenigen Freizeit auf die Straße. Ich würde hier gerne von Eurer Bereitschaft zum Arbeitskampf lesen. Die Zeit der Nullrunden und Arbeitzeiterhöhung ist vorbei.

    Danke GdP. Ihr seit auf dem richtigen Weg.

  19. was ist denn hier los?
    die gewerkschaften haben es endlich auf den punkt gebracht.
    das zauberwort heißt: sozialität
    und mit einer wez von 38,5 stunden wäre uns allen geholfen.
    ich muß auch sagen, daß schichtdientleistende kaum noch vorteile gegenüber tagdienstler haben.
    auf den duz kann ich gerne verzichten!
    ich pendle genauso täglich 120 km.
    familie ist fast zweitrangig, denn ich kenne fast nur noch meine bundespolizei

    gdp: drückt eure forderung durch!!!!

  20. Hallo, GdP-Verantwortliche, Lieber Josef (weil ich dich kenne),
    Mit Eurer Arbeit bin ich sehr zufrieden-keine Frage. Was mich aber sehr bedenklich stimmt, sind doch die vielen Bitten der Kollegen zur Arbeitszeitverkürzung. Dazu möchte ich auch mal ein Feedback geben. Wenn ich die angenommene 7%-Forderung gegenstelle komme ich bei der Arbeitszeit auf 2,87 Std.. Da ist es dann doch. Ich kann auch nach 25 Jahren Schichtdienst verstehen, dass Geld nicht alles ist. Früher mit 30 war mir die Knete lieber und ich konnte die damaligen „Alten“ nicht verstehen. Heute weiß ich, dass Freizeit und Abschalten vom Dienst nicht minder wichtig ist. Findet das gerechtete Mittelmaß. Es wird sowieso schwer genug. Verliert aber keinesfalls die Arbeitszeitverkürzung aus den Augen.Die flehenden Bitten der Kollegen und Vorschreiber sind berechtigt. Ach ja, wenn ich hier mich zu einer Äußerung hinreißen lasse. Was heiß schon 7%. Wenn ich darüber nachdenke, wieviel in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten uns gekürzt, gestreckt, und was sonst alles verschlechtert wurde, wünsch ich mit als altgedienter Gewerkschaftsjunge Leute vom Format Kluncker, oder Frau Wulf Mathis zurück. Die hatten keine Hemmungen zu klotzen(zweistellige Gehaltserhöhungen und 38 Std. Woche). Klunker dreht sich im Grabe herum wenn er sehen würde wie Gewerkschafterkämpftes zurückgegeben werden mußte. In der jetzigen Zeit wäre meiner Meinung ein zweistelliges Gesamtpaket von Arbeitszeitverkürzung und Gehaltssteigerung mehr als Gerechtfertigt, aus vieln, vielen Gründen die euch auch bekannt sind. Nun soll es genug sein.
    Gewerkschaftliche Grüße vom Flughafen Frankfurt vom ehemaligen Mitstreiter.
    Christian Hein
    Und ganz zum Schluß: Wenn ich mich schon mal hier öffenlich artikuliere möcht ich an Gehard Megdenberg gerichtet schreiben: Ich freue mich immer wieder über deine sehr gut formulierten Aussagen. Gut manchmal süffisanten sowie der Ironie zugewandten Beiträge. Aber sehr lesenswert. Und man merkt, da ist einer der weiß über was er spricht. Vielleicht melde ich mich mal persönlich bei Dir. Oder frage Josef, der kann viel über mich erzählen.

  21. also auch ich bin für eine vergnüpfung von arbeitszeit verkürzung und spürbare gehaltserhöhung.
    ich bin jetzt auch in einem alter wo ausgleich vom dienst nötiger ist als vieles andere. körper und geist verlangen nach längeren „abschaltungen“ vom dienst.
    gleichzeitig tut es not das aber auch endlich wieder unser gehalt steigt.

    ich hab mir mal mal den spaß gemacht mein netto gehalt von 2010 und 2011 zu vergleichen. und das war dann kein spaß mehr ich fand es erschreckend. sage und schreibe 9,71 euro hab ich 2011 im monat mehr gehabt.

  22. Moin,
    auch ich bin für eine Reduzierung auf 38,5 Std. pro Woche, anstatt einer Besoldungserhöhung!
    Gerade im gesundheitsschädlichen Wechseldienst, sollte dies oberste Priorität haben!

    Spongebob

  23. Kollegen, wir sollten uns eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit nicht mit dem Verzicht auf eine tarifliche Erhöhung unseres Salärs erkaufen. Als die Arbeitszeit auf 41 Stunden erhöht worden ist, hat uns der Dienstherr als Ausgleich dafür auch nicht mehr Geld gezahlt.
    Die Forderung kann nur lauten: Arbeitszeit wieder auf 38,5 Stunden, tarifliche Erhöhung des Gehaltes mit mindestens einer zwei vor dem Komma und eine spürbare Erhöhung der DUZ Gelder.

  24. Liebe Gewerkschafter,

    lasst Euch nicht schon wieder von der Gegenseite über den Tisch ziehen. Wir haben in den letzten Jahren genug Opfer gebracht. Schluss mit den „moderaten“ Tarifabschlüssen im ÖD. Solange zig Milliarden verschleudert werden können, muss doch auch Geld für eine (noch) gut funktionierende öffentliche Verwaltung da sein.
    Die meisten Vorposter haben mit ihrer Prioritätensetzung Recht.
    1. Stelle Arbeitszeitverkürzung.
    2. Stelle Lohn-/Gehaltserhöhung

    LG

  25. Für mich liegen die Prioritäten anders rum
    1. Mehr Geld
    2. Arbeitszeitverkürzung

    Ich weiß ja nicht wie das laufen soll, aber bedeutet nicht eine Arbeitszeitverkürzung
    a) das ich die gleiche Arbeit in weniger Zeit machen muss?
    b) ich noch mehr Überstunden machen muss, die ich nicht als DA abfeiern kann und die dann irgendwann auf 40 DA-Stunden zusammengestrichen werden?
    c) Was soll ich mit mehr Zeit, wenn ich nicht mehr anfangen kann, weil ich mir nichts mehr leisten kann in einem Ballungsgebiet?
    Und mehr Leute, da können wir uns glaub ich alle sicher sein, kriegen wir nicht.

    Ganz ehrlich, mit so nen bissl mehr Zeit kann ich erstmal rein gar nichts anfangen.

  26. Ich weiß ja nicht, wie lange diverse Kollegen im öD dabei sind, die hier eine 1. Priorität auf die Arbeitszeit legen. „ABER“ die Absenkung der Arbeitszeit auf 38,5 Std wurde bereits schon einmal mit Lohn- Gehaltsverzicht erstritten. Und wer glaubt denn noch, dass bei den Halbwertzeiten der Versprechungen, nicht später die Arbeitszeit auf Grund der „wirtschaftlichen Lage“ nach einer gewissen Schamfrist wieder auf 40/41 erhöht wird??? Nee liebe Kollegen, bitte nicht schon vorher dem Dienstherrn eine Steilvorlage mit Gehaltsverzicht geben, denn der nimmt dieses lächelnd und dankbar an, bevor er seine Geldbörse öffnen muss! Daher kann ein „erfolgreicher“ Abschluss nur sein : Runter mit den Stunden und ein kräftiges Plus (4+X) mit 12-monatiger Laufzeit!!!
    …auch wenn ich an ein solches „Traumergebnis“ nicht glaube!

  27. Habe heute bei unserer Personalversammlung in Heimerzheim einen Vertreter der DPolG genossen. Jetzt weiß ich erst wie gut es ist, dass ich in der GdP bin.

  28. Stundenreduzierung gegen Lohnverzicht?
    …das eine hat mit dem anderen ohnehin nix (oder nicht viel) zu tun!
    Fakt ist für mich: Es muss zumindest eine Regelung her, die dem Schichtler dieselbe Anzahl an aufeinanderfolgenden freien Tagen garantiert wie dem Tagesdienstler!
    (M.E. als Ausgleich eher mehr!)
    Und da wäre eine Stundenkürzung nun mal der erste Schritt!
    Dass angesichts der Kürzungen der letzten Jahre auch mal wieder ein Schluck aus der Geldpulle fällig wäre, ist klar!
    Da sollten wir in der Tat nicht bereits von uns aus Verzicht anbieten!
    Genau das hat aber auch niemand vor, wenn man sich den Forderungskatalog anschaut.
    Man sollte halt aber auch nicht vorschnell einknicken!

  29. 38,5 oder 39 Std wäre schön. Aber! Wir klagen jetzt schon über Personalknappheit. Wo soll denn das Personal herkommen? Im Grunde genommen, wird die Arbeitsbelastung doch jedes einzelnen noch höher und Überstunden, Krankenstand würde steigen wenn 38,5 wiederkommen würde.
    Ich wäre der Letzte, der sich nicht über einen Stundenabsenkung auf den alten Stand freuen würde. Aber da hat der Dienstherr die Finger drauf und die Argumente für sich.
    Das ist erst mal unumkehrbar, meiner Ansicht nach.

    Micha B.

  30. Die Sprüche wie „ich sehe dich kaum“ oder „zieh doch auf die Arbeit“ bekomme ich auch ab und zu gesagt! Soll heissen, dass die Zeit für Familie und Erholung aufgrund dienstlicher Erfordernisse immer mehr zu kurz kommt.
    Daher kann die Forderung nur die „alte 38,5 Std. Woche“ sein.
    Damit wäre dann auch schon einmal eine faktische Gehaltskürzung weg. Bringt zwar nichts in der Geldbörse, aber besser so,als jede Woche 2,5 Stunden für lau zu arbeiten.

    Die Forderung der GdP setzt mal an der richtigen Stelle an. Was jedoch fehlt, sind Themen wie Anhebung DuZ oder Verkürzung der Lebensarbeitszeit für Schichtdienstleistende.

    Was jedoch unbedingt nötig ist, ist eine Laufzeit von max. 12 Monaten. Denn mit jeder längeren Laufzeit sind wir (wiedermal) die Verlierer.
    Bin jedoch mal wirklich gespannt, was am Ende herauskommt. Wir haben leider nicht so ein Lobby wie die Kreditwirtschaft.

  31. Durch die Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5h auf 41 h wurde uns praktisch das Gehalt um ca. 6,5% gekürzt!
    Ganz schlaue haben auch ausgerechnet, bei den gleichen Aufgaben, wieviel Beamte eingespart werden können!
    Wobei der Bund nochmal gespart hat!
    Das Problem ist das noch mehr Aufgaben hinzu gekommen sind für das Personal was vorhanden ist +das Personal was in Schattenstrukturen verschwunden ist, seht mal in den ODP in Eurer Dienststelle, die werden gebraucht um bunte Torten zu machen für noch mehr Personal was in den Direktionen oder im Präsidium verschwunden ist!
    Das nächste Problem was es gibt man scheint davon ausgegangen zu sein das der KSB bei der Erhöhung der Wochenarbeitszeit wie der Schreibtischbeamte einfach ne halbe Stunde länger am Arbeitsplatz bleibt pro Tag! Geht aber nicht weil die nächste Dienstgruppe zur Ablösung parat steht ! Aber was sollen den mit einmal doppelt soviel Beamte im Dienst! Das würde gehen wenn der Tag ca 26 Stunden hat! Hat er aber nicht!
    Also neue unsoziale Dienstpläne für die die eh am Arsch sind durch Wechselschichtdienst!
    Soviel zum Thema Famillienfreundlichkeit im BMI!

  32. Liebe Kollegen,

    habt Ihr auf Eurer Dienststelle nach der Arbeitszeiterhöhung gemerkt, um wieviel PVB die Dienststelle rein rechnerisch angewachsen ist? Sicherlich nicht.
    Diese Rechnung funktioniert nur auf dem Papier. Auf meiner Dienststelle sind wir faktisch weniger PVB wie vorher, da die Krankenquote nun DOPPELT so hoch ist.
    Ich fasse es kaum, dass nun auch Kollegen diese irrwitzige Argumentation des Dienstherren übernimmt.

    Wir sind die letzten Jahre richtig eingelullt worden. Die Reichen sind reicher geworden. Die Mittelschicht verschwunden. Und es gibt immer mehr Bürger, die ihre Familien kaum durchbringen.

    Es reicht. Arbeitszeit runter. Gehalt rauf. Für 12 Monate.

    Bitte nicht mehr dieses Verständnis für den Dienstherren. Das ist hier schließlich kein Intranet…

  33. Auch ich bin auch vorrangig für die Absenkung der wöchtl. Arbeitszeit als für eine prozentuale Anhebung der Gehälter. Und neu40iger kann ich mich nur anschließen, dass die Verkürzung der Lebensarbeitszeit für Schichtdienstleistenden angepackt werden muß.

  34. Ich betätige mich jetzt als Prophet:
    Bei den jetzigen Tarif- und Besoldungsverhandlungen wird für die Beamten der Bundespolizei herausspringen:

    1. Eine Erhöhung von 1,5 % für 2012 und
    2. eine Erhöhung von 0,4 % für 2013,
    3. eine Einmalzahlung von 200 €,
    4. die Übernahme des Tarifergebnisses für die Beamten zum 01.07.2012,
    5. die rückwirkende Zahlung der Erhöhung erst ab November 2012,
    6. eine Beibehaltung der Arbeitszeit, mit einer Diskussion zum Wegfall von Christi Himmelfahrt als Feiertag,
    7. keine Übernahme der Ergebnisse für die Pensionäre.

    Fordere viel und bekomme wenig.
    Fordere wenig und bekomme nichts.

  35. Moin! Es wäre schön, wenn die Wochenarbeitszeit gesenkt wird. Diese 41h Woche im Schichtdienst macht mich fertig,

  36. Hallo,

    Wieseo auf Gehaltserhöhungen verzichten wenn die Wochenarbeitszeit sinkt?? Als die Arebitszeit erhöht wurde zum Wohle der Nation (Die Politiker meinen mit Wohl der Nation die Gehaltsgruppe ab 500000 € pro Jahr), hat man uns auch nicht prozentaul mehr Gehalt gezahlt.
    Also war dies faktisch eine Gehaltskürzung.

    Am Ende muss stehen: Gehaltserhöhung ohne Einmalzahlungen mit Laufzeit 12 Monate mind. 5 % und 39 Stundenwoche. Erhöhung der Wechselschichtzulage und Anhebung des DUZ auf Niveau der Freien Wirtschaft. Wir vergleichen uns doch so gerne mit Dieser (auch wenn es sinnfrei ist).
    Nagut, für den sicheren Arbeitsplatz verzichte ich auf 20 % des DUZ…

    Na Denn: Frohes Verhandeln und gebt bescheid wenn den Forderungen auf der Strasse Nachdruck verliehen werden soll

  37. @Flughafenmann

    Deinen Forderungen und Ausführungen ist nichts mehr zuzufügen.
    So und nicht anders!!

  38. Liebe LeserInnen der GdP
    Alle die hier geschrieben haben, haben natürlich recht. Was nun wirklich ausgehandelt wird bleibt abzuwarten.
    Eine Erhöhung der Gehälter um linear mindestens 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von max. 12 Monaten, wäre schon ein super Ergebnis.

    Die wöchentliche Arbeitszeit auf 38,5 oder 39 Stunden wäre auch der richtige Schritt und ist meiner Meinung nach auch dringend erforderlich.

    Aber, bis auf einige „WENIGE“ Kommentare, muss die Forderung u.a. auch lauten:

    Für je 10 Jahre durchgängigen „WECHSELSCHICHTDIENST“ ( Früh / Spät und Nacht ) sollte der WECHSELSCHICHTDIENSTLEISTENDE 1 Jahre eher seine Pension antreten.
    Das bedeutet auch, wer es auf 30 Jahre WECHSELSCHICHTDIENST bringt, kann auch mit 59 in Pension gehen.

    Aber ich persönlich gehe mal davon aus, dass es eine Einmalzahlung, ca. 3 Prozent über 2 Jahre Gehaltssteigerung und die Arbeitszeit wird nicht abgesenkt als Ergebnis geben wird.

    Viele Grüße aus Dortmund

  39. Die Argumente von einigen kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ihr 120 Minuten in der Woche weniger arbeiten müsst, dann gibt es kein BurnOut, das Familienleben blüht wieder auf und ihr seit nicht mehr müde? Das glaubt ihr doch wohl nicht wirklich, oder??

    Glaubt ihr etwa, dass die Arbeit dann auch weniger wird oder wir mehr Leute einstellen? Immer weniger Leute müssen trotzdem so viel schaffen wie früher, als noch viel mehr da waren. Damit könnten wir offiziell auch auf 30 Stunden gehen.

    Auch wenn es hart klingt, wem das nicht passt der muss entweder woanders hin, den Aufstieg machen oder ganz was anderes machen. Jammern hilft wenig. Wenn meine Familie (und das ist für mich der Sinn des Lebens) darunter leiden würde und alles so schlecht ist, dann würde ich was ändern und nicht nur jammern und hoffen, dass andere für mich was ändern.

    Und wenn wir 10 % bekämen, nach 2 Monaten hätte man sich dran gewöhnt und das Gejammer geht wieder von vorne los…

  40. speed, Du bist bestimmt im gehobenen Dienst, hast einen Arbeitsplatz an Deinem Wohnort und einen geregelten Tagdienst.
    Aber das hat hier in diesem Vorum nicht jeder. Die meisten sind im Schichtdienst, fahren einige Kilometer zum Arbeitsplatz und in den gehobenen Dienst kann auch nicht jeder…es muss halt auch „Indianer“ geben, nicht nur Häuptlinge. Ich sehe das nicht als Jammern an, sonder als Hinweis auf die Missstände, auf die mal aufmerksam gemacht werden sollte. Die Wenigen, die hier schreiben spiegeln wirklich die Unzufriedenheit sehr sehr vieler Kolleginnen und Kollegen in der Bundespolizei dar.

  41. Zu speed 9 : Genau das ist der Denkfehler – Arbeitszeiterhöhung im Schichtdienst sind Tage n i c h t Stunden !!
    + wegfall bzw.Kürzung der Überlappungszeiten, da kommt man schnell auf 20 Tage mehr im Jahr !

    Was wäre wohl wenn man eine Tagedienstbeamten sagen würde die Erhöhung der Wochenarbeitszeit muss er am WE. leisten ??

    Es gibt Dienstellen die im Schnitt 30 Krankheitstage im Jahr haben – mich wundert eh, dass die verantwortlichen darauf nicht reagieren ! Wenn dann noch Kollegen 500KM pendeln und für das Stundensoll noch 2 mal zusätzlich im Monat zum Dienst kommen müssen ist das für mich untragbar !
    Ich denke aber es wird sich was tun, den die Situation wird sich so verschärfen das es nicht mehr geht!
    Wer geht in Zukunft zur BPOL z.b in BW ? Allein die Lapo stellt dort 1200 Beamte pro Jahr ein !! Von der freien Wirtschaft ganz zu schweigen!
    Drer jetztige Weg junge Leute in Osten mit Versprechungen zu locken wird auf dauer nicht funktionieren – irgendwann wird es sich auch in Osten rumsprechen, dass die Aussagen bei der Einstellung nicht Eingehalten werden !

  42. @P.W.:

    Wie kommst du auf diese interessante Einschützung zu meinen dienstlichen Rahmenbedingungen? Nur weil ich nicht alles beklage?
    Als Hinweis verstehe ich viele Kommentare leider nicht, sondern tatsächlich als Gejammere. Man kann ja gerne Kritik äußern, aber man sollte sie realistisch äußern und auch Lösungen anbieten, welche wirklich welche sind. Übertreibungen machen zwar anschaulich, werden aber ab einem bestimmten Grad lächerlich. Und so meinte ich es mit den vorher genannten Beispielen. Und wenn man sich dann noch überlegt, dass hier auch der Bürger mitliest, super…

    In dem Post von @Marox steht etwas von 500 km zur Arbeit. Ist das die Regel? In meiner DG ist auch jemand mit knapp 250 km einfache Fahrt, das ist aber die Ausnahme. Und die Reduzierung der Wochenarbeitszeit soll das Problem mit den 30 Krankheitstagen lösen?

    Die Situation wird sich wohl leider zuspitzen, wenn es alle Kollegen so sehen. Das ist jedenfalls bei mir nicht so und das ist auch gut so. Hoffentlich schaffe ich es, dieser „Alles ist ja so schlecht“ Bewegung bis zur Pensionierung zu widerstehen. Nicht das ich rosarot sehe, aber es auch nicht alles nur schwarz und vieles liegt an mir selbst…und nicht an den anderen.

    Frage @P.W.: Warum kann nicht jeder in den gD? Es gibt doch für die Masse verschiedenste Aufstiegschancen. Selbst wer die nicht hat, der kann sich doch spezialisieren. Geht natürlich nicht alles von heute auf morgen, aber wer nie anfängt…dem bleibt provokativ gesagt nur das Jammern…

  43. Sehr geehrte Leserschaft,
    auch ich plädiere für die Rücknahme der 41 Stundenwoche. Überlegt bitte bei der nächsten Wahl was für Menschen uns die Sachen angetan haben. Diese handeln uns gegenüber weder christlich noch halten die sich an Versprechen.
    Mit einer unglaublichen Großzügigkeit verjucken die unser Volksvermögen an Staaten die über ihre Verhältnisse gelebt haben. Die Schatulle mit dem Geld ist prall gefüllt, wie lange nicht. Wir haben nach all den Jahren der Einbußen, dass Recht an einer Teilhabe.
    Mich würde die 36 Stundenwoche reicher machen. Die 38,5 Stunden haben wir ehrlich erkauft, es müsste 1989 gewesen sein. Diese Herren haben in Gutsherrenart einfach, ohne jede Menschlichkeit erkennen zulassen, auch den Schichtdienstlern die Mehrarbeit zu den ohnehin anfallenden Überstunden angetan.
    Der Gedanke, wir reichen den kleinen Finger (die üblichen 200€ Einmalgeld) und wir bekommen etwas anderes läuft nicht mehr.
    Wie hier schon beschrieben, deutlicher Einkommenszuwachs. Schichtler die 36 Stunden- und dem Rest die 38,5 Stundenwoche.
    Wie der Laden damit weiterläuft ist ein Problem vom Unternehmer. Wenn ich mir die Alterspyramide bei uns so anschaue wird es sich bitter rächen nicht ausreichend eingestellt zu haben.
    Die Gewinnbeteilung von Mercedes hat auch einen gewissen Scham. Wir werden bei jeder Möglichkeit mit der Wirtschaft verglichen, warum nicht auch wenn die Steuern so sprudeln. Liebe GDP Verhandler, zur Not holt Euch die beinharten Verhandler von der Lokführergewerkschaft. Ein Kuschelkurs ist nicht angebracht, es ist nicht vergessen was uns genommen wurde.

  44. @speed
    dein schreibstil erinnert doch an einen „kollegen“ der hier schon viel provoziert hat, unter anderem
    nick!? ich denke viele wissen wer gemeint ist ;o) ja, „lösungsvorschläge“ bringen..muss mindestens gd sein.
    aber zurück zum thema, die 2 oder 3 studnen weniger in der woche sind eine ganze menge im schichtdienst!
    JEDER der betroffen ist weiss das. das sind im endeffekt 2 zusatztage im monat! im tagdienst natürlich ziemlich egal,
    da bleib ich einfach ein bisschen länger oder lasse meine mittagspause weg..bliebt zu hoffen das noch mehr hier mitlesen, eigentlich wird (oftmals etwas scharf) doch nur die wahrheit wiedergespiegelt.
    diesmal bitte nur nicht nachgeben bei den verhandlungen, es ist an der zeit für spürbare verbesserungen.

  45. Dieses Gespräch mit den 41h/Woche hatte ich auch schon mit jemanden aus dem Tagdienst!
    Er konnte nicht verstehen was nun so schlimm ist an der 41h/Woche!
    So sieht es in den hohen Etagen aber auch aus! Es versteht keiner!!!
    Die Zeiten zwichen den Schichtblöcken werden immer kürzer zum erholen!
    Es versteht auch keiner das ich meinen Biorythmus alle 3-4 Tage komplett umstellen muss( Früh Spät Nacht)!
    Meines erachtens müßte der Tag nach der letzten Nachtschicht als kompletter Dienst gewertet werden! Wie soll ich schlafen damit ich am nächsten Tag einen normalen Rythmus habe weil am darauffolgenden Tag zb ne Frühschicht kommt!
    Die die im Schichtdienst sind verstehen es schon wie ich es meine!
    Und das wird mit höheren Alter immer schwieriger!
    Und an Speed: 120 min in der Woche sind auch ein komplett anderer Diensplan! Ist nicht wie im Innendienst im Büro!
    Trink ich einfach 2 Tassen Kaffee mehr am ende quatsch noch mit den Kollegen ein bissel dummes Zeug und dann ab nach Hause!

  46. @hoschi: Meinen Nick habe ich noch nicht gewechselt, warum sollte ich? Warum das Wort „Lösungsvorschläge“ nur der gD kennt ist mir schleierhaft? Klar sind 2-3 Stunden eine Menge Zeit, aber damit lösen sich bestimmt nicht alle Probleme wie oben erwähnt, was ja mit der Reduzierung in unmittelbaren Zusammenhang gebracht wurde. Im Übrigen kann der Tagesdienst seine Mittagspause nicht weglassen.

    @Iche: Komische Vorstellung vom Innendienst, ist das bei euch nur so? Oder ist es nur euer Feindbild (dein Post Nr. 10)? Schichtdienst möchtest du nicht mehr, BP auch nicht wegen den Wochenenden, na dann kannst du doch schon mal 2 ausschließen. Tagesdienst scheint das Ziel zu sein. Ganz ehrlich: Bist du den wirklich auf der Suche zur Änderung deiner Situation oder ist es nur noch Frust? Was ist mit Aufstieg und danach vielleicht als Tagesdienst, dürfte im gD einfacher sein, auch Ausschreibungen gibt es da mehr?

    Wie @hoschi schrieb, wird oft hier die Wahrheit wiedergespiegelt, oftmals scharf. Das sehe ich auch so und das muss auch gerne so sein. Aber ab einem gewissen Punkt ist es dann nur noch lächerlich…und manchmal ist es auch nicht die Wahrheit, dann sind es nur B..D Zeitungsparolen.

    Ein Bekannter von mir arbeitet bei der Post (Beamter A6) und jammerte immer über Arbeitsbedigungen, jeden Tag Überstunden, schlechte Bezahlung, alles schlecht… Bei einer größeren Party stand er dann ohne es zu wissen mit zwei Leuten zusammen, die bei UPS und PIN AG arbeiteten. War ein lustiges Gespräch, die beiden hätten sofort getauscht.

    Macht und meckert wie ihr meint, nur wird der Dienstherr nicht alle eure Probleme lösen, dazu muss man sich nun mal auch selbst bewegen, wenn einem etwas nicht mehr gefällt und früher alles besser war. Hört sich zwar hart an, ist aber so…

  47. @ Speed
    Nein ich habe keine komische Vorstellung zum Innendienst!Und NEIN es ist nicht mein,oder wie schreibst Du, Euer( unser) Feindbild!
    Alle die sagen ich habe auch 15-20 Jahre im Wechselschichtdienst gearbeitet und sind dann in den Innendienst gewechselt haben es aber zum aller grössten Teil mit einer 38,5h/woche gehabt und nicht wie ich und auch viele andere mit der 41h/woche!
    Mir macht die Arbeit Spass, siehe an!!! Und auch ich kenne den Unterschied im Schichtdienst 38,5/ 41h woche!
    Jetzt weißt Du wie lange ich schon im Wechselschichtdienst bin!
    Und das Gleichgewicht zwischen Erholung und Arbeitsstress war bei der 38,5h woche sehr gut bis optimal!
    Und das ist jetzt nicht mehr!
    Und der Unterschied zwischen ID und Wechselschichtdienst bei der 41h/woche ist nun mal enorm groß!
    Die logik von Dir Versteh ich jetzt allerdings nicht!
    Ich soll in den gehobenen Dienst um dann in den Tagdienst zu gehen!
    Aha so wird gedacht im gd!!!! Mach ich mal nen Aufstieg und ab ins Büro! Schön den Faulibär spielen!!!!
    Davon gibt es wahrscheinlich viel zu viele bei unseren Verein!
    Aber wie Du schon schreibst“PostAG PIN UPS“! Demnächst vergleichen wir uns nur noch mit privaten Sicherheitsdiensten die 4,5€ die Stunde bezahlen! Und wir dürfen erst rum meckern(wie Du so schön schreibst) wenn
    wir alle das gleiche Verdienen( 4,5€)!
    Du bist mir schon so ein typischer Manager in unserer Firma!
    Vergleich uns doch mal mit VW die Verdienen auch sehr gutes Geld für 35Stunden!

  48. @Iche: Tagesdienst = Faulibär machen ? So denkt der gD? Unsere LuftAss bekommen 4,50 Euro? Genau diese Übertreibungen meine ich mit Lächerlich und B–Dzeitungsniveau. Das Beispiel mit gD meinte ich so, wenn du es in deinem jetzigen Amt nicht schaffst dorthin zu kommen. Sollte dies aber dein Ziel sein, dann wäre vielleicht der Weg über den gD eine Variante. Andere Laufbahn -> ggf. mehr Möglichkeiten in den Tagdienst zu kommen. Das ist aus meiner Sicht dieser „verfluchte“ lösungsorientierte Ansatz. Aber auch das siehst du natürlich nur „schwarz“, du willst also vermutlich gar nicht in den Tagdienst. Leg dich hin und träum von früher als alles besser war…und jammer weiter…so wird sich dein Leben nicht ändern. Tschüß, meine Zeit ist zu kostbar…

  49. Ich möchte doch nur sagen das es ein wenig differenzierte Arbeitszeiten zwischen den Tagdienst und den Wechselschichtdienst geben sollte!
    Nein und der der Tagdienst faulenzt sicher nicht rum!
    Nein der gd denkt sicher auch nichtso! Zum mindest nicht alle!!!
    Unsere Luftass bekommen sicher auch mehr als 4,5€!
    Aber Du scheinst nicht unterscheiden zu können zwischen Dt. Post und PIN AG!
    Das ist das gleiche wie BP und private Sicherheitsunternehmen!
    Ich habe auch nie gesagt das ich den Tagdienst will sondern lediglich eine andere Wochenarbeitszeit zb. 38,5-39 Stundenwoche!
    Nicht mehr und nicht weniger!
    Und es gibt auch andere Blätter dich Blödsinn schreiben, also laß mal die Bildzeitung aus den Spiel!
    Anscheinend liest Du Sie wohl des öfteren!

  50. Erst behaupten, dann wieder revidieren. Ein Fels in der Brandung…

    Das Beispiel mit dem Postbeamten war ganz anders gemeint, kein Vergleich mit privaten Dienstleistern, sondern ein Vergleich innerhalb unserer Behörde, aber auch egal.

  51. Mehr von Dir und uns würde es so richtig gut gehen!
    Zurück zum Thema!
    Ich hoffe es kommt eine reduzierung der Wochenarbeitszeit bei uns an und eine gute lohnerhöhung!

  52. Ich drücke der GdP die Daumen, daß sie für uns ein gutes Ergebnis erzielen kann.
    Das wird sehr schwierig.

    Ganz wichtig wäre die wöchentl. Arbeitszeit auf 38,5 wieder zu senken, und zwar für ALLE und nicht nur für diejenigen, die Kinder unter 12 Jahren haben.

    Die weiteren Forderungen sind sehr gut und auch angebracht. Schade nur, daß dies alles nur ein Traum bleibt.

    Wenn da 2 Prozent und eine Einmalzahlung von 50 Euro rauskommen, wird viel erreicht werden.

    Das ganze Geld braucht man schließlich um ganz Europa und die Banken zu finanzieren und natürlich auch die bescheidenen Diäten unserer verlogenen Politiker, die uns ständig unseres viel zu niedrigen Gehaltes bestehlen und berauben.

    Nicht zu vergessen auch die Presse, die sich wieder mit den Gahltszahlen von A15 aufwärts meldet um dem Volk vorzugaukeln, was für immense Gehaltszuwächse da wieder auf die faulen Staatsdiener zukommen.
    Die vor lauter Geld garnicht wissen wohin damit!!

    Hier müsste immer sofort ein Gegenbericht mit den eingentlichen Zahlen der Normalität (A8/A9 ) entgegengestellt werden , um dem Volk mal klarzumachen, wo sich die Masse der faulen Staatsdiener bewegt.

    Diese Augenwischerei müsste mal beseitigt werden.

    Ich habe schon aufgegeben.

    Noch 16 Jahre, dann habe ich die 45 DJ voll und darf endlich mit einem massiven Gehalt in Rente gehen.

    Passt gut auf euch auf!

    Gruß von der Strasse

    der Maulwurf