Witthaut: Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Potsdam/Berlin. „Wir werden in den nächsten Wochen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und ihnen zeigen, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes es ernst meinen“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, nachdem die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und die Arbeitgeber des Bundes und der Kommunen nach der 2. Verhandlungsrunde am heutigen Dienstagnachmittag ohne Ergebnis auseinandergingen.
Die Gewerkschaften kündigten eine weitere Welle von Warnstreiks an. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut rief auch die Beamtinnen und Beamten seiner Organisation auf, die Aktionen der Tarifbeschäftigten zu unterstützen. Witthaut: „Auch wenn sie nicht streiken dürfen, die Phantasie kennt keine Grenzen.“
Dem Vernehmen nach beabsichtigt keine der beiden Seiten, den Schlichter anzurufen. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Entweder es kommt in der 3. Runde Ende März zu einem Ergebnis, oder die Urabstimmungen laufen an.“

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ver.di: Zweite Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

9 Kommentare
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  1. Legt doch die Flughäfen lahm, das wird mit Sicherheit sehr wirksam sein.

  2. http://www.bild.de/geld/wirtschaft/gehalt/inflation-frisst-lohn-erhoehungen-auf-neue-schock-zahlen-22479276.bild.html

    Die Inflation frisst Lohnerhöhungen auf!!!

    Die Inflation lag 2011 bei ca. 2,3%, die Löhne im öffentlichen Dienst stiegen nur um 1,1% bei den BEAMTINNEN UND BEAMTEN SOGAR UNTER 1%.

    Somit hatten wir bereits 2011 ein sattes Minus zu verkraften!

    UND, die Verbraucherpreise werden weiter steigen (s. Benzin usw..)!

    Das Arbeitgeberangebot liegt somit nicht mal über der Inflationsrate und wenn man berücksichtigt, dass von den gebotenen 2,3% (2012), 1,1%(2013) und den 200€ Einmalzahlung noch Steuer usw. abgezogen werden (was die Arbeitgeber wieder zurückerhalten) ist das kein Angebot sondern eine Demütigung.

    Nicht von Banken, von Wohlhabenden und Millionären verlangt man einen Zusatzbeitrag für das Allgemeinwohl, nein, jetzt sollen wieder die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst herhalten. Wir sollen wieder mal „Opfer“ bringen, weil andere „Angst“ haben von denen die MEHR HABEN AUCH ETWAS MEHR ZU VERLANGEN.

    Zur Herabsetzung der Mehrwertsteuer bei Hoteliers war Geld vorhanden, für die Banken war und ist immer Geld vorhanden, für die Senkung des Spitzensteuersatzes ist ganz viel Geld vorhanden und zieht sich schon über Jahre, es gibt noch endlos viele Beispiele für was Geld vorhanden ist…nur nicht für den öffentlichen Dienst.

    Ich glaube, die Arbeitgeber haben die Bereitschaft der Gewerkschaften zur Durchsetzung der Forderungen unterschätzt und tun es immer noch…! Ich zähle auf die Gewerkschaften! Auch wenn es sich diesesmal viel länger zieht und die Bevölkerung nicht „gut“ auf den öffentlichen Dienst und die Streiks zu sprechen sein werden, nun müssen wir auch mal an die Kolleginnen und Kollegen denken.

    Ich zähle auf die GdP!

  3. Unser Minister sollte sich schämen. Leere Versprechungen, Lob und Anerkennung sowie Dankesbriefe für die gute Arbeit
    reichen nicht mehr. Wir wollen den Dank spüren. Also legt den Frankfurter Flughafen lahm. Wenn die Chefs der Airliner und FRAport im BMI anrufen, steht der Minister schnell im Achtung. …und mit mal geht doch was…

  4. Die Harte Linie bitte sehr, 6,5% für 12 Monate. Sonst halt Maßnahmen gegen diese Demütigung.

  5. Auch ich glaube, dass der Innenminister die Lage völlig unterschätzt. Erst kein Angebot. Dann dieses freche Angebot. Und gleichzeitig von überzogenem Streik sprechen…

    Damit erzeugt er soviel Ärger, dass die Streikbereitschaft noch nie größer war in den letzten Jahren. Und ich bin mir sicher, dass er für die dritte Runde nicht dazulernen wird…

    Dann wird Deutschland erleben wofür der öffentliche Dienst doch gut ist. Letztlich wird es einen guten Abschluss geben. Denn sonst wird es keinen geben…

    Wir haben lange genug in Demut und Genügsamkeit gelebet. In der ersten Reihe stecken sie sich die Taschen voll. Wir sollen verzichten…

    €s reicht!

  6. Am 03.06. soll der neue Flughafen Berlin in Betrieb gehen.
    Ich mag garnicht daran denken, was passiert, wenn genau an diesem Tag in Berlin gestreikt wird oder viele Kollegen sich krank melden.

  7. Wir retten lieber Europa und stärken die deutsche Wirtschaft, als an die eigene Bevölkerung zu denken!!! Traurig, aber wahr…

  8. Am 13.03.2012 schrieb Herr Friedrich dies:
    Wir als Arbeitgeber sind in dieser zweiten Verhandlungsrunde mit einem beachtlichen Angebot von 3,3 Prozent und 200,- Euro Einmalzahlung auf die Arbeitnehmervertreter zugegangen. Das zeigt, dass wir auch die berechtigten Interessen der Beschäftigten im Blick haben. Auf Seiten der Gewerkschaften habe ich umgekehrt kein Verständnis für die leeren Kassen der öffentlichen Haushalte festgestellt.Kein Wort davon das dieses Angebot für 2 Jahre ist. In denke ich höre Wulff reden. Ich sage zwar nicht die Wahrheit aber auch nichts unwahres. Man, wenn ich das vor 25 Jahren gewusst hätte, dann hätte ich mein Angebot wahrgenommen, wäre Werkzeugmacher geworden, wäre in die Schweiz oder zu einem Automobilkonzern gegangen und mir wird es heute besser gehen. Aber was wurde nicht alles versprochen mit 40 Jahren Polizeihauptmeister mit Zulage und und und….blah , blah blah. Ich für mein Teil ziehe die Konsequenzen. Dieser Verein kann mich … …………………………. Während Grosskonzerne alles tun, damit es den Mitarbeitern an nichts fehlt ( von Kitas angefangen, 35 Std. Woche , Bonuszahlungen und und ) versucht man mit Gewalt alles bei uns zunichte zu machen.

  9. @pit
    Deine Gedanken hatte ich auch schon oft. Hätte..wäre ich bloß vor 30 Jahren..usw. Ein großer Automobilkonzern vor der Haustüre, die Schweiz in 90 Minuten mit dem Auto, 35 Stunden Woche, betriebliche Altersversorgung, Arbeitsjubiläen, die einem die Wertschätzung des Arbeitgebers wirklich zeigen (mein Onkel beim 25jährigen: 2.500 DM und drei Wochen Erholung im Erholungsheim auf Firmenkosten), verbilligte Mitarbeiterkredite für Hausbau/Eigentumswohnung, Jahreswagen, Fahrtkostenzuschuss, bei jeder Tarifverhandlung so ein bis drei % mehr wie der ÖD..und..und..und. Man denkt sich jetzt natürlich: Eigene Schuld, was jammert der rum. Richtig ! Nicht jammern. Fehler von damals einsehen. Habe mich einfach nur vom Staat locken lassen mit den üblichen Versprechungen. P.S. Keiner meiner damaligen Klassenkameraden ist arbeitslos.