Überlastung abbauen – Attraktivität erhöhen

Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP Bezirk Bundespolizei

Zu seiner ersten Sitzung nach den Personalratswahlen traf sich der geschäftsführende Vorstand der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin. „Das Ergebnis dieser Wahlen ist ein ganz beeindruckender Vertrauensbeweis der Kolleginnen und Kollegen für die Gewerkschaft der Polizei, es drückt aber auch eine große Erwartungshaltung an unsere zukünftige Arbeit aus. Wir wollen diesen Erwartungen auf jeden Fall gerecht werden“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei.

Sven Hüber berichtete von seinem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, Wolfgang Bosbach. Zusammen mit Prof. Dr. Gerd Strohmeier von der Universität Chemnitz hatte Hüber dem Innenausschussvorsitzenden dem Forderungskatalog zur Klartext 2010 – Studie übergeben und die Kernforderungen daraus erläutert. Bosbach hat inzwischen mitgeteilt, dass dieser Katalog Tagesordnungspunkt im Innenausschuss wird. „Wir werden nicht nachlassen, bis die zentralen Forderungen aus der Studie in der Bundespolizei umgesetzt sind“, so Hüber. Neben der Notwendigkeit Überlastungen in der Bundespolizei abzubauen, sieht der Vorstand die Verbesserung der beruflichen Perspektiven in der Bundespolizei für alle Personengruppen als wichtiges Ziel.
Jörg Radek hat dazu ein entsprechendes Grundlagenpapier entwickelt. Kern dieses Papiers ist,  im Polizeibereich die POM-Problematik zügig abzubauen und die Entwicklungsgrundlagen für die Erhöhung auf 50 % Anteil gehobener Dienst und 2 % Anteil höherer Dienst zu schaffen. Im gleichen Verfahren müssen aber auch konkrete Grundlagen für eine deutliche Verbesserung der Perspektiven bei den Verwaltungsbeamtinnen und -beamten geschaffen und  endlich auch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im Tarifbereich eingerichtet werden.

Jörg Radek wird zusammen mit Sven Hüber, Josef Scheuring und Rüdiger Maas jetzt an diesem Attraktivitätsprogramm III für die Bundespolizei arbeiten. „Bis Ende 2012 werden wir die Gesamtforderungen für das Attraktivitätsprogramm III erarbeitet und mit den Kolleginnen und Kollegen in der Bundespolizei abgestimmt haben. Dann gehen wir, im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 in konkrete Verhandlungen mit der Politik. Wir müssen für alle aufgezeigten Personengruppen konkrete und verbindliche Verbesserungen erreichen und werden nur im Paket verhandeln. Das ist für die Zukunftsfähigkeit der Bundespolizei, das ist aber auch für unsere eigene Glaubwürdigkeit ganz zentral wichtig“, so Scheuring.

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

3 Kommentare
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  1. Das hört sich doch gut an, wenn in einem Attraktivitätsprogramm (III) der Bundespolizei auch das Wort Verwaltungsbeamte vor kommt. An Details wäre ich aber auch mal interessiert
    Viel Glück und Erfolg bei der Umsetzung.
    Glückwunsch auch dem neu gewählten HPR-Vorstand!!
    Glück-Auf

  2. Evtl. wäre ein verkürzter Aufstieg für PHM vor dem 40 Lebensjahr attraktiv!!!
    2 Jahre Reisen würde meine Familie nicht für gut befinden.

  3. @ PHM
    Wenn man wenigstens schon vor 40 PHM wäre…………….