38 Polizisten bei Neonazi-Aufmarsch in Hamburg verletzt

Während mehr als 10.000 Menschen friedlich auf dem Rathausmarkt in Hamburg demonstrierten, kam es im Stadtteil Wandsbek zu zum Teil schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten, die sich dem angekündigten Aufmarsch der Neonazis entgegenstellten. Am Nachmittag brannten Barrikaden, Autos und Müllcontainer, die Polizei setzte wiederholt Wasserwerfer ein. 38 Beamte wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte die Ausschreitungen scharf: „Die Angriffsziele der linken Chaoten sind der demokratische Rechtsstaat und seine Polizei. Ihr angeblicher Kampf gegen Neonazis dient nur als Vorwand“, erklärte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Frank Richter. Wenn in der Nacht vor einer gerichtlich genehmigten Kundgebung von Neonazis bereits 14 Polizeifahrzeuge in Brand gesetzt würden, könne wohl kaum von einer Provokation durch die Polizei gesprochen werden. Die Hamburger Polizei sprach von elf angezündeten Fahrzeugen. Nach GdP-Informationen entstand bei den Bränden ein Schaden von 1,5 Millionen Euro.

pdf Pressemeldung der Gewerkschaft der Polizei vom 2. Juni 2012

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Themenbereich: Gewaltbereitschaft | Drucken

19 Kommentare
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  1. Man stelle sich vor das Land fordert an und man wird ignoriert und nicht eingesetzt.Wobei das nicht eingesetzt übertrieben ist,eingesetzt wurden wir ja,aber die Frage stellt sich warum dort und nicht an Brennpunkten ,dort wo ständig um Unterstützung gerufen wurde,dort wo Autos und fast sogar Häuser brannten,dort wo eingesetzte Beamte weder mit Wasserwerfer noch mit Schlagstock die Lage bereinigten konnten,dort wo nur aus Kapazitätenmangel heraus 17 Festnahmen getätigt wurden.Soviele Fragen und keine Antworten.Klar hatten auch wir mit zwei anderen Einheiten,1 Bund(RZ) und 1 Land (NRW) einen Auftrag den wir auch nach gefühlten zehn Stunden ordentlich verrichteten,nur nachdem sich die Demo Route und dadurch bedingt die Notwendigkeit dieses Auftrages änderte,passierte Stundenlang nichts. Ganz im Gegenteil Einheit für Einheit zog an uns vorbei und wurde an die Brennpunkte verlegt,sogar Alarmeinheiten deren Einsatzwert wir nicht kannten aber deren Altersdurchschnitt wir serwohl erkannten. Sie es drum scheinbar wurden wir nach einer Woche TdBBP und den damit verbundenen Lobeshymnen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wie sagte doch ein hoher Beamter der NRW Bereitschaft (Ohrenzeugen gab es genug) Laß die Soldaten mal da wo sie sind. Selbst Bekannte anderer Pol.einheiten fragten im Nachgang,wo wir waren,Bedarf war reichlich, nur gewollt war es scheinbar nicht. Zum Schluß gab es dann auf energisches und häufiges Nachfragen dann noch Pseudoaufträge. Dieses Wochenende hat und da spreche ich bestimmt für alle Kollegem viel kaputt gemacht.

  2. @ Duder

    ,,Einsatzwert “ ????

    ,,Altersdurchschnitt“ ????

    Was ist denn. Das ist voll unter der Gürtellinie. Ist Mann oder Frau nur dann vollwertiger Polizist wenn man unter 30 ist ?

    Ich bin sicher das jeder eingesetzter Kollege /-In die Ihm gestellten Aufgaben erfüllen kann.

    Wenn Du lieber Kollege immer an vorderster Front eingesetzt werden möchtest, dann rate ich Dir gehe zu einer BFHU oder zur GSG 9 .

    Ich bin jedenfalls froh das ich Gesund und ohne Verletzungen wieder nach Hause gekommen bin.

    Ansonsten schließe ich mich der Meinung eines ehemaligen Präsidenten des damaligen GSP Mitte an.

    Zitat: ,, Nicht alle meine Offiziere sind begnadete Führungspersöhnlichkeiten“

    MfG

    Hufe

  3. Junge Junge, Hufe erstmal losmotzen ohne nachzudenken. Wenn Du richtig gelesen und verstanden hättest,wäre dir aufgefallen,dass es darum ging wieder einer sinnlosen Anforderung zum Opfer gefallen zu sein. Die Länder sollen sich endlich mal entscheiden mit wem sie in solchen Extremsituationen arbeiten wollen. Entweder ich fordere Beretschaftspolizei aus ganz Deutschland an und steigere sämtliche Kosten,Nerven und Mühen oder ich nehme meine Alarmeinheiten,schwäche damit die Reviere und setze die Kollegen Situationen aus die sie nicht mehr haben wollen.
    Außerdem ging es hauptsächlich un unsere Goldfasane und dem Soldatenspruch.

  4. @ Duder

    Man stelle sich vor, dass Land fordert nicht an. Die Einsatzeinheiten der BP, also wir alle, werden nur noch im eigenen Aufgabenbereich eingesetzt. Ich glaube dann wird die Auftragslage noch schwieriger zu ertragen sein.
    Ich vermute, dass du noch nicht allzu lang in dieser Firma bist, denn sonst wüßtest du, dass ein Einsatz nach § 11 nicht immer nur „geile“ Einsatzlagen bedeutet! Siehe O-Schutz Reichstag.

    Wenn du „mehr“ willst, mach es wie Hufe es geschrieben hat.

  5. 22 Dienstjahre, immer E. Hu und BFE Führungskraft und motiviert.
    Und Ihr beide….Hufe bzw. no-way-out habt den Sinn meines Textes überhaupt nicht verstanden.
    Damit sollte mein Beitrag eigendlich zum nachdenken anregen.

  6. @ Duder:

    Wenn du am Brennpunkt eingesetzt werden möchtest schlage ich vor, du versuchst das EAV und VFB BFHu zu absolvieren.

    BFE`n werden nun mal am Brennpunkt eingesetzt, EHu`s nunmal häufig im klassischen Linienauftrag. Das es auch in der Absperrung „rappeln“ kann ist klar.
    Nur in solchen Lagen werden halt auch vornehmlich Spezialkräfte eingesetzt. Und das ist auch gut so!

  7. PVB BFHu…..dito

  8. Linienauftrag???? Spezialkräfte???Kollege wie redest und denkst Du? Wenn man jedesmal auf eine BFE warten würde gäbe es kaum Lagebereinigungen! Erstens waren Samstag die SH und HH BFE vor Ort,den Rest haben Deine sogenannten Linienkräfte bewältigt.Zweitens wieviele Einheiten gibt es beim Bund von Euch,alles wie auch bei den Ländern ist begrenzt und demzufolge ohne die E.Hu`s ein Tropfen auf dem heißen Stein. Sicher sind die BFH´s Spezialkräfte,aber auch die können nur durch zuarbeit der EHu´s autag arbeiten.Heutzutage ist auch eine BFE nicht mehr das Allheilmittel,die Zeiten haben sich geändert.
    Ich lese im ersten Beitrag weder eine Verunglimpfung älterer Beamter heraus noch eine Jammerorgie nicht wie eine BFE eingesetzt worden zusein. Es geht dort schlichtweg um die Frage…warum waren sie da,warum wurden sie so verwendet obwohl nicht taktisch notwendig und was am schwersten wiegt……wer ist denn hier Soldat
    Und jetzt bitte Thema abschließen,hier soll doch niemand verunglimpft werden.der Einsatz scheint jedenfalls nicht rund gelaufen zu sein.

  9. Was“Altersdurchschnitt“ und „Einsatzwert“ angeht, auch da hat er Recht der Duder.
    Das hat nichts mit WOLLEN, sondern KÖNNEN zu tun.

    Ich verstehe meinen Alarmzug auch nur als Ersatzreserve der Reservekräfte…
    5 Uniformvarianten bei einem Altersdurchschnitt von 40+ !

    Ich habe ehrlich gesagt gar kein Interesse an forderster Front eingesetzt zu werden!
    Eignung- Leistung- Befähigung…. ja ja genau ;-)

    Zusammengewürfelte Einzeldienstschergen die 1x im Jahr zusammen trainieren…. wer grad Lust hat und nicht aus der Nachtschicht herausgelöst werden konnte.
    Jeep, da bin ich drin.

    Einsatzwert…. also ich nehme da lieber nen Zug BFE oä. und freue mich, dass wir die Jungs und Mädels auf unserer Seite haben!
    Der Frust der entsteht, wenn andere um Hilfe rufen und man selbst will, aber nicht darf, sollte auch nachvollziehbar sein.

  10. @ Duder

    Meine Fähigkeit zur Selbstkritik und zum Nachdenken hat mir Deinen eigentlichen Ansatz aufgezeigt.
    Ich möchte daher meine auf Missverständnisen beruhende o.g. Meinung widerrufen.

    Als Führungskraft erlebe auch ich immer wieder mal den fraglichen Einsatz von „falschen“ Kräften am Brennpunkt.

    Aber, durch die noch vorhandene Motivation und der Bereitschaft mehr als nötig zu tun, werden wir das Kind schon schaukeln.

  11. …..wir sprechen hier über ein Problem auf Führungsebene ! Wenn ein Abschnitt oder eine Abteilung nicht richtig geführt oder nicht richtig gegenüber einer übergeordeten Führungsebene „verkauft“ bzw. angeboten wird, dann erleben wir so etwas.
    Eigentliche sind das Grundsätze der Beurteilung der Lage mit seinen Unterpunkten…….!

  12. Leute ich danke Euch,so und nicht anders wollte ich die Geschichte mal beleuchten. Nichts für Ungut und paßt auf Euch auf…..

  13. Im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen in Hamburg hat sich Herr Rainer Wendt (DPolG) mal wieder als Scharfmacher geoutet und zu Wort gemeldet.

    Er fordert tatsächlich den Einsatz von Gummigeschossen bei Demonstrationen und nimmt damit unweigerlich in Kauf das Menschen schwer verletzt oder gar getötet werden können (auch völlig Unbeteiligte).

    Glücklicher weise distanziert sich die GdP/NW bereits von diesem irrsinnigen Vorschlag:

    Den Ausführungen Fank Richters ist nichts hinzuzufügen und hier nachzulesen:
    http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/0/98C7F5563E4C51F0C1257A140049A019?Open

    Ich würde mir wünschen, dass sich auch der Bezirk Bundespolizei und der Bundesvorsitzende der GdP eindeutig von Wendt distanziert.
    Bei solchen polemischen und sachfremden Forderungen sollte die GdP klare Stellung beziehen und deutlich machen, dass wir keine Polizei sind, die den inneren Frieden durch solche Forderungen aufs Spiel setzen wollen. Solche Forderungen als Vorsitzender einer Interessenvertretung der Deutschen Polizei sind unverantwortlich und nicht im Sinne des Grundgesetzes und der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

  14. Kurze Sachfrage nebenbei:
    http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1527929/Steine-und-Flaschen-40-Polizisten-verletzt.html
    Wieso hat man über diese Krawalle nur in Berliner Zeitungen gelesen ?
    Meines Erachtens fehlte hier auch eine Berichterstattung seitens der GDP. Wenn ich irre, bitte ich um Entschuldigung.
    @Regierungseigentum und zum Thema: Herr Kollege Witthaut hat sich eindeutig von der Forderung nach Gummigeschossen distanziert.
    „Das ist keine geeignetes Instrument“ so die Aussage.
    Dies halte ich auch für eine gute und vor allem richtige Aussage. Natürlich ist es ob der extremen Gewalt s.g. Demonstranten schon verständlich, dass härtere Mittel gefordert werden. Doch würde gerade das linke Spektrum auch nur ein fehlgeleitetes „Gummigeschoss“ unverzüglich gegen die „böse“ Polizei instrumentalisieren. Die Presse würde es ebenfalls dankbar aufgreifen.
    Weiter hat nahezu jeder Mensch eine Kamera dabei. Das gewisse Spektrum zudem Zugang zu den bekannten öffentlichen Netzwerken. Und dass die Kamera eben nicht zeigt, wie der s.g. Demonstrant zuschlägt, sondern die Reaktion der Polizei falsch darlegt, ist hinreichend bekannt.
    Ganz einfach muss neben verbesserter (sinnvoller) Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten die Justiz die Gewalttäter unter den Demonstranten (und bei anderen Anlässen wie Fussball und weiteren Grossveranstaltungen bis hin zu Dorffesten) nach den gegebenen Möglichkeiten bestrafen. Jedoch ist das von der GDP schon bemängelte inflationäre Einstellen von Verfahren bei Körperverletzung auch hier schmerzhaft zu spüren.
    Es ist eindeutig der Überlastung der Justiz zu schulden.
    Hier muss die Politik endlich die Justiz aufstocken, anstatt Dinge zu legalisieren, für die es zumindest eine Geldstrafe oder Arbeitsstunden gab.
    Denn nur so lernen die gewaltbereiten Menschen. Über das Portemonnaie, Arbeitsmassnahmen und den Freiheitsentzug.
    Die GDP muss hier der Regierung auch deutlich machen, dass die mangelhafte Justiz (die Kollegen dort können nichts dafür) nebst der vielerorts bescheidenen personellen und technischen Ausstattung der Polizei schon in die Richtung Rechtsbeugung seitens des Staates geht.
    Harte Worte, nur muss gegenüber der Politik Klartext gesprochen werden. So kann und darf es nicht weitergehen.

  15. Auch ich sehe Gummigeschosse kritisch, aber wir müssen doch ein Mittel haben um Angriffe zu stoppen. Unabhängig der Maßnahmen im Vorfeld zur Verhinderung der Angriffe.
    Es muss sachlich unterschieden werden zwischen gegenwärtigen Angriffen und möglichen bevorstehenden Angriffen.
    Ist der Stein erstmal in der Luft und unterwegs, haben die „friedlichen“ Maßnahmen vorher versagt.

  16. Hallo, habe ich das o.g. richtig verstanden. Da soll auf eine sog. Distanzwaffe verzichten werden, um nicht in das Fadenkreuz von linken Chaoten ( Bilder in den neuen Medien ) und Presse zu geraten ? Da sollen sich also E-Kräfte lieber mit allemmöglichen bepflastern lasse….schwere Verletzungen in Kauf nehmen müssen ? damit es keine häßlichen Beiträge gibt. OK, das ist auch eine Meinung.
    Warum teilt man dem Volk nicht mit, was wir uns alles bieten lassen müssen….mit Bildern usw. und warum bestimmte Dinge vielleicht nötig sind……

    Wie weit wollen wir noch zurückweichen…..was muß erst passieren……….ich will aus einem Einsatz gesund zur Familie zurückkehren, wenn eine o.g. sog. Distanzwaffe hilft……mir und meiner Familie wird es recht sein.

    Ach ja, der Gewalttäter fragt auch nicht Presse usw. der will dich verletzen und / oder sogar töten.

    Wir haben einen echt gefährlichen JOB………oder ?

    Denkt da mal nach

    ehemaliger

  17. @Duder

    ich habe deinen Beitrag verstanden.

    Schlimm, wenn Goldfasane so über uns denken. Ich hoffe wir/ihr habt dazu keinen Anlass gegeben?! Wo warst du eingesetzt?

  18. @ehemaliger

    Sehe ich auch so! Wo sind wir denn? Dieses Pack (Ein anderer Ausdruck fällt mir als einfacher Mensch vom Lande einfach nicht ein!) versteht keine andere Sprache! Die sind nur auf Randale aus und sonst auf nichts! Das schlimme ist aber, dass sie aus bestimmten politischen Richtungen auch noch bestärkt werden! Ist zwar schon etwas älter, paßt aber in dem Zusammenhang „wie die Faust auf´s Auge“:

    http://www.youtube.com/watch?v=L5j9tCvLQiQ

  19. Der Bericht auf der GdP-Bundesseite über die Krawalle in Hamburg ist mehr als zutreffend.
    Linke Chaoten geht es anscheinend vordergründig nicht um die Verhinderung des Aufmarsches Rechtsextremer, sondern darum, den Staat in seinen demokratischen Grundzügen anzugreifen und zu vernichten.
    Wer einen Polizeibeamten angreift, greift unseren Staat an.
    Wir müssen unsere Demokratie und unser Heimatland vor jeder Art von Extremismus schützen!!!!