Gesundheitsfürsorge ist „Chefsache“

Im Februar wurde der Behördenleitung des Bundespolizeipräsidiums der Entwurf einer Rahmendienstvereinbarung zum Gesundheitsmanagement vorgelegt. Dieser Vorschlag füllt die Rahmenvereinbarung zwischen dem Bundesministerium des Inneren, dem Deutschen Beamtenbund und dem Deutschen Gewerkschaftsbundmit Leben.Bei den Befunden für die Bundespolizei wird deutlich: Es gibt Handlungsbedarf! Doch zwischen politischem Willen und tatsächlichem Verwaltungshandeln klafft wie so oft ein tiefer Graben.

Nicht der Arzt ist das Problem …

Die Ergebnisse der „Klartext 2010″-Studie und die sich daraus ergebenden Empfehlungen sind inzwischen allen Akteuren bekannt. Doch besteht auch Konsens zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen? Im Lebensalltag der Menschen ist bei Krankheit auch nicht der Arzt das Problem – Er stellt nur die Diagnose.

Der Chef macht krank …

Doch wie verhält es sich in jenen Fällen, in den die Umstände, der Umgang oder die Umgebung krank machen? Wenn das Verhalten des Chefs krank macht, hilft auch kein Dienstsport. Rückendeckung kann die bessere Rückenschule sein!

Den Mitarbeitern in der Bundespolizei zeigt die zweimalige Auszeichnung des BMI für seine „familienfreundliche Personalpolitik“ aufgrund seiner „Anstrengungen zur guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ nur eins, nämlich wie weit sie selbst von Lösungen für ihre Überlastungsmomente entfernt sind.

Gesundheitsfürsorge hat Vorrang  vor Controlling

Bestandteil eines ernstzunehmenden Gesundheitsmanagements ist auch die systematische Berücksichtigung der Auswirkungen von Führungsverhalten auf die Gesundheit. Die vielen unterschiedlichen Begriffe, mit denen wir als Personalräte in den letzten Jahren immer häufiger zu tun haben – wie „Fehlzeiten“, „Krankheitsquote“ oder „Gesundheitsrate“, sind Hinweise darauf, wie es um die Gesundheit unserer KollegInnen bestellt ist. Die hohen Krankenstände, der große Anteil langfristiger Krankheitsfälle, die vielfach starke Überlastung sowie Burnout-Gefährdung in der Bundespolizei verlangen nach dem Ausbau eines behördlichen Gesundheitsmanagements. Es ist endlich Zeit für Maßnahmen, die den Menschen in der Organisation gut tun.

Gesundheit ist mehr als die bloße Abwesenheit von „Krankheit“. Sie wird im Wesentlichen nicht durch Mess- oder Normalwerte bestimmt. Sie ist nicht absolut und nicht statisch.Körperliches und seelisches Befinden unterliegen einer untrennbaren Wechselwirkung.

In diesem Wirkungsgefüge nehmen die Arbeitsbedingungen einen herausragenden Platz ein. Deren sorgsame und zweckmäßige Gestaltung vermeidet Gefährdungen oder begrenzt  sie auf ein unvermeidliches Maß, ermöglicht eine menschengerechte, gesundheits- und leistungsförderliche Behördenkultur und ein gutes Behördenklima, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mit ihrem Arbeitsplatz identifizieren und hochwertige Arbeitsleistungen erbringen.

Um diesen beruflichen Anforderungen gerecht werden zu können, braucht es Achtsamkeit, die Gewissheit der aufmerksamen Fürsorge und der besonderer Ernsthaftigkeit, Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit des dienstlichen Umfeldes.

Der Handlungsbedarf ist groß und vielfältig: Von der Arbeitsdichte und -prozesse, über Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, Arbeitsplatzgestaltung und -ausstattung, Vorsorge im Schichtdienst, Ernährung, Sucht- und Sozialberatung  bis hin zur sportlichen Betätigung. Dies zeigt auch, dass es „mit einem Apfel pro Tag“ nicht getan ist, um gesund zu bleiben und nicht zum Arzt gehen zu müssen. Steuern wir jene Kraft um, die wir bislang im Controlling verbauchen oder verbraucht haben. Das Controlling kann mit seinem Kennzahlen die Führung nur unterstützen – mehr nicht. Die wahren Aufgaben werden von Menschen erfüllt. Setzen wir die Energien ein, die bislang im Controlling gebunden sind. Gesundheit bekäme den Vorrang vor Zahlen.

Gesundheitsfürsorge ist zentrale Führungsaufgabe!

Jörg Radek

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22 Kommentare
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  1. Dem ist nichts aber auch gar nichts mehr hinzuzufügen.
    Es müssen halt nur unsere Chefs lesen und möglichst danach handeln.
    Wenn aber die erste Aktion einer AG Gesundheit die Ermittlung des Krankenstandes vor Einsätzen ist, da fehlen mir dann doch die Worte.

  2. Ein toller Artikel! Wir sollten jetzt nicht nur in die Chef-Kritik verfallen, sondern die Gesamteinflüsse (Stressoren) haben sich erheblich vermehrt. Ein PVB hatte früher Gesetze, Akten u.v.m. zu bewältigen, aber heutzutage ist neben der Personalknappheit dem Aufgabenumfang und die Technik so erheblich gestiegen (PKS, ARTUS, KLR, Bilcom,INFOTHEK, Digitalfunk, unterschiedliche Bedienterminals von Funk und anderen Geräten…) das diese Vorgaben/ Informatiion insbesondere bei älteren od. technisch nicht so versierten Mitarbeitern förmlich zum „flash-out“ (meist verkannt als Burnout) führen. Während insbesondere jüngere Mitarbeiter in den Pausen noch „facebook“ und andere Einflüsse konsumieren und somit gar nicht „runterfahren“. Wir brauchen neben mehr Personal, mehr Zeit, deutlich weniger Administrationsaufgaben/ unsinnige Perepherie. Reduzierung auf die Kernaufgaben der Bundespolizei und weniger mit unnötiger Statistik/ Dokumentation/ Mails und Listenführung. Polizeiarbeit ist Arbeit am Menschen und von Menschen!
    Hier sind die Chefs „als Manager“ gefordert, Restrukturierung der erforderlichen Aufgaben, Reduzierung aufs Kerngeschäft und das bei PVB, VB und im Tarifbereich.

  3. Das kann nur ein Witz oder eine Vision sein…
    Solange die Abordnungen im Osten nicht enden und noch weiter ausgedehnt werden, weil einige Dienststellen in Berlin durch „geschickte flexilble Personalplanung“ nie Leute im Dienst haben, können die Dauer-AO-Kräfte über solche Sachen nur müde lächeln. Vereinbarkeit von Beruf und Familie…nach 5 Jahren Dauer-AO und Reform – hier nicht angekommen…
    Das Präsidium schreibt einfach Funktionen aus wenn die Arbeit nicht geschafft wird-und wo kommen die Beamten her?
    Und was ist eigentlich mit der Reform man hört nichts mehr, man sieht nichts mehr, man liest nichts mehr -und doch scheint sie noch zu existieren….irgendwo.

  4. Sie wissen immer noch nicht was sie tun !

    In der BPOLD Koblenz werden sogar in komplizierten und hochkomplexen Statistiken die Außendienstanteile erhoben. Wegen dieser „Kennzahlen“ muss sogar ein weiterer „Controllingmitarbeiter“ eingesetzt werden.

    Alle Schichtdienstleitenden müssen in einer eigenen Statistik die Zeiten erheben, in denen sie Streife laufen oder fahren.

    Es gibt keinerlei Erklärung wozu dieses dienen soll. Es wird einfach gemacht und diese Statistik wird einfach so „gefälscht“.

    Welchen Nutzen hat das Erheben der Anteile an Außendienst?

    ADA nennt sich dieses Statistik in Koblenz.

    Es bleibt nur die Erkenntnis, dass alles nichts nutzt, solange keine konsequente Fachaufsicht aus Berlin oder Potsdam durchgeführt wird.

    :-(

  5. Wolle…

    Das kommt mir bekannt vor.

    Bei uns wurde auch mal so eine AG eingeführt.

    Die musste allerdings nach kurzer Zeit ihre Arbeit wieder einstellen.

    Die Vorschläge der AG-Mitarbeiter haben dem Chef nicht gepasst, und umgekehrt.

    Da passt die Überschrift „…wenn der Chef krank macht “ haargenau.

  6. Bravo!

    Selten eine derart komprimierte zusammenfassung unserer BuPo-Problematik gelesen!, die auch nicht davor zurückschreckt, sich an heilige Kühe heranzuwagen!

    Merke:
    Wer heilige Kühe füttert, ist gläubig, wer heilige Kühe streichelt, ist tierlieb, wer heilige Kühe schlachtet, wird satt!

    Nein, das Controlling, das hier dankenswerterweise so explizit angesprochen wird (dann bin ich es wenigstens nicht wieder gewesen…) ist keine Ausgeburt der Hölle, wurde jedoch im Laufe der letzten Jahre von einem, in Maßen betrieben durchaus sinnvollen, Hilfmittel sachgerechte Entscheidungen vorzubereiten, zu einem regelrechten Selbstzweck, dem sich mittlerweile alles und jedes unterzuordnen hat!
    Es ist auch nicht das Controlling alleine, sondern fängt bei blödsinnigen Strategiedebatten an und hört bei der Jagd nach der schnellen (Tagebuch-)Nummer durch den KSB noch nicht auf!

    Das ehedem durchaus gute Betriebsklima im BGS/der Bundespolizei wurde hierdurch nahezu völlig zugrundegerichtet und nun wundert man sich, dass allerorten stressbedingte Krankheits“ausfälle“ das Bild bestimmen!

    Das Problem beschränkt sich auch beileibe nicht nur auf unsere Organisation; ich behaupte, dass ähnliche Tendenzen bei nahezu allen Länderpolizeien ebenfalls vorliegen. Bedingt durch den Katalysator „Reformen“ ging´s bei uns aber halt ein bissl schneller den Bach runter!

    Ansonsten darf man sich halt auch nicht wundern, dass dieser Effekt eingetreten ist, nachdem man nun seit Jahrzehnten anstelle von Führungskräften zunehmend „Möchtegern-Betriebswirte“ ausgebildet und diese dann mit ihrem gefährlichen Halbwissen auf die Menschheit bzw. die Belegschaft losgelassen hat (und dass diese „Betriebswirte light“ dann, welch Wunder, das Erlernte auch anwenden wollen !)
    Wir sollten uns darüber im klaren sein, dass hier noch ein langer, steiniger Weg vor uns liegt!

    Nein, ich glaube nicht, dass sie´s schon begriffen haben! Schaut euch mal die „regionale Ableitung der stategischen Ziele der Bundespolizei“ in eurer Direktion an, ob da zufällig auch als Massnahme zur Gesunderhaltung neben dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement nahezu gleichberechtigt die konsequente Durchführung von PDU-Verfahren niedergelegt ist….
    BGM ist zur Zeit nichts weiter, als eine Massnahme , die anhand irgendwelcher Pläne abzuhaken ist und vorhersehbar geht es in den weitaus meisten Fällen um Verhaltensprävention ala „One apple a day keeps the doctor away“ – Nichts schlechtes, wohlgemerkt, aber ein Zeichen absoluter Hilflosigkeit! (Geradezu rührend hilflos auch die mancherorts in Intranet veröffentlichten „Gesundheitstipps“, bei denen ich den Verdacht nicht loswerde, sie könnten aus der Bäckerblume oder der Apotheken-Umschau abgeschrieben sein….)

    Hätte die GdP die ganze Problematik mit der Klartext Studie nicht ins Rollen gebracht, wären wir aber noch nicht einmal so weit!
    Sorgen wir aber durch gleichbleibenden oder besser steigenden Druck dafür, dass vor allem der Politik der Spiegel vorgehalten wird, wenn sie sich wieder mal erdreistet, wie anlässlich der Klartext-Vorstellung im Ministerium geschehen, zu behaupten, dass bereits eine Vielzahl der mittels Klartext thematisierten Probleme in Angriff genommen worden sei – wie eben auch das BGM. By the way: was ist übrigens aus dem Entwurf der Dienstvereinbarung geworden?….

    Wenn wir nicht begreifen, dass wir tatsächlich u m steuern , den Weg der Entschleunigung gehen müssen, um das durch den gesammelten BWL-Blödsinn mittlerweile zutiefst entmenschlichte Arbeitsumfeld positiv zu beeinflussen, werden alle Massnahmen ins Leere laufen , wenn nicht sogar noch für neuerlichen Stress sorgen!
    W e n n wir das aber schaffen sollten, dann könnte es sein, dass selbst die hartgesottensten „Betriebswirte“ unter uns verwundert die Augen reiben…. Nämlich deshalb, weil der Laden dann auch unterm Strich und vermutlich sogar messbar wieder besser läuft!

    Und noch ein Wort zur Konzentration auf die Kernaufgaben, Marco: Du hast wahrscheinlich das richtige gemeint, nämlich die Konzentration auf die wirklich polizeilichen Tätigkeiten. Aber selbst diese Binsenweisheit wird ja gerne dergestalt uminterpretiert, dass man seitens der „Führung“ unverhohlen überlegt, wem man denn die Sachbearbeitung für einen schnell (!) getätigten Aufgriff ausserhalb des eigenen Zuständigkeitsbereiches am besten aufs Auge drücken kann…

    Das machen andere Behörden mit uns und das machen wir zunehmend mit den Länderpolizeien. – Und wundern uns anschliessend, dass nicht nur das Binnenklima versaut ist ….

  7. Stressor Nummer 1 ist und bleibt der Chef und seine Hirngespinste. Zahlen und Statistiken sind reine Luftschlösser die kein Mensch -wirklich- braucht.

    Wir können bis zum Sankt Nimmerleins Tag Zahlen erheben und sie durch Controlling in Balken, Diagramme oder Kuckenstücke darstellen lassen.
    Was wurde seit Erhebung dieser Zahlen definitiv verbessert? Nichts!
    Wer Statistik fördert macht sich unwissentlich Krank…

  8. Das ewige Schönrechnen der Chefs wird bald kräftig nach hinten losgehen.

    Aber ob man so weit da oben denkt?

  9. Was die BPOL unter Controlling versteht bzw. daraus macht, hat mit der eigentlichen Sache rein gar nichts am Hut!!!
    Hauptsache es klingt modern, was wir da veranstalten. Es ist nichts weiter, als eine oder mehrere Statistik (en) zu erheben.
    (Nennen sich die Beschäftigten beim Satistischen Landesamt etwa alle Controller?)
    Die Auswertung beläuft sich ausschließlich auf Quantität. 90% der Beschäftigten in unserer Behörde lassen sich dadurch auch noch kirre (verrückt) machen, in dem Glauben an … ja, an was eigentlich? Von einer qualitativ hochwertigen, rechtlich sicheren Erfüllung der Kernaufgaben ist man derzeit meilenweit entfernt! Die Zahl als solches ist wichtig und nichts anderes! Dieser Irrsinn wird auch noch durch alle Ebenen in der BPOL umgesetzt…selbst durch Leute, die es eigentlich auch für Blödsinn halten. Aber da ist die große Angst vor dem Vorgesetzten, der einen schwer den Kof waschen könnte…
    [b]So entsteht Streß…….[/b]
    [i]Zum einen sind es jene, die gegen ihre eigentliche Überzeugung diesen Quatsch mitmachen und sich im stillen Kämmerchen über ihre beiden ichs aufregen.
    Zum anderen jene, welche alles mitmachen, um gut dazustehen und eventuell noch selbst von der Sache ansich überzeugt sind. Sie legen sich Quartal für Quartal die Messlatte höher, wird erheblich durch unsere Statisker geschürt, ohne nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass alles endlich ist. Wie der Hamster im gleichnamigen Rad, er läuft sich tod![/i]
    [b]……. der krank macht!!![/b]

  10. Wenn man die Controllingzahlen z.B. für die Bereitschaftspolizei ernsthaft auswerten würde, so müsste man zuerst alle THUen und BFHUen abschaffen, da diese die schlechtesten Werte (Einsatzzahlen) haben.
    Aber bei unserer Behörde werden nur Zahlen erhoben und die falschen Schlüsse gezogen.
    Ich habe mal einen Controller gefragt, wieviele Straftaten wir verhindert haben (Prävention), leider konnte er es mir nicht sagen, wieviele es waren und das, obwohl Prävention unsere Hauptaufgabe ist.
    Wenn man unsere Hauptaufgabe nicht mit Zahlen messen kann, dann läuft wohl bei uns im Controllingsektor einiges falsch, denke ich.

  11. Jeder hat einen Chef! Wertschätzung und respektvoller Umgang machen stark – euch und uns!!
    Eine gute Initiative der GdP!

  12. @Mitreder

    Prävention / Polizeiliche Kriminalprävention wird eh nur „geduldet“, da es keine vorzeigbaren Zahlen liefern kann.

    MMn ein falscher Ansatz und so auch nicht richtig, da man den täglichen Einsatz der Kollegen sehr wohl messen kann!

  13. Lieber Kollege Mitreder, ich nehme es Dir nicht übel wenn Du die Abschaffung aller THUEN und BFHuen vorschlägst. Bedauerlich finde ich nur den Umstand, dass Du mit falschen Informationen hier hausieren gehst, was unsere Einsatzauslastung angehst. Gerne spreche ich auch mit Dir mal persönlich darüber. Du erreichst mich in der Funktion Hundertschaftsführer der BFHu Hünfeld telefonisch oder per E-Mail.
    Danke für Dein Interesse.

  14. Der Kollege Mitredner gibt wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, wie man eine Statistik falsch interpretieren kann, wenn man die Hintergründe nicht kennt. Aus eigener Anschauung sehe ich, wie unsere BFHu fast jedes Wochenende durch die ganze Republik rödelt und sich mit dem schlimmsten und gewalttätigsten Pack rumschlagen muß.
    Das ist der typische Zahlenfetischischmus ohne jede Differenzierung, der uns da hin geführt hat, wohin wir mittlerweile gesunken sind.

  15. Hallo Kollegen Einheitsführer bfhu und Wolfgang Riesner:

    Kollege Mitreder hat doch gar nicht vorgeschlagen, diese genannten Einheiten abzuschaffen, er wollte doch nur das Beispiel geben, dass diese Einheiten abzuschaffen wären, wenn man genau nach den Statistikzahlen (Aufgriffszahlen) das Personal berechnen würde, da diese Einheiten zum größten Teil Präventionsarbeit leisten, also wichtige Polizeiarbeit, die aber bei unserer Fahndungspolizei nun mal nicht richtig bewertet wird. Hier zählen doch nur, wieviele „unerlaubt“ Eingereiste gefangen, oder wieviele Mikrogramm Marihuana festgestellt worden sind.

  16. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, lass uns gemeinsam den Versuch unternehmen wieder zum Thema zurück zu kehren. Die Qualität der Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst ist mittlerweile erheblich unter Druck geraten. Während in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer die Vorstellung prägend ist, die öffentlichen Arbeitgeber seien im Vergleich besonders gute Arbeitgeber, so zeichnen die Ergebnisse der „KLARTEXT 2010“ -Studie ein anderes Bild. Es ist erstaunlich, dass unser Arbeitgeber im Vergleich zu großen Unternehmen kaum Prävention betreiben. Obwohl es besonders im Bereich der Buundespolizei im Hinblick auf die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig wäre,ist unser Arbeitgeber keineswegs als „Musterarbeitgeber“. Jörg Radek

  17. Ich lach micht tot !
    Das neue Modewort “Gesundheitsprävention” und alle springen auf den Zug drauf.
    Vor Jahren hat niemand darüber gesprochen und jeder hat am Sport teilgenommen, bei uns auch 1 x die Woche ca 2 Std. die Verwaltungsbeamten.
    Seit geraumer Zeit ist dies jedoch untersagt bzw. man muss sich “ausloggen” und den Sport in seine Freizeit verlegen !
    Wenn es aber darum geht “Gesundheitswochen” mit Personal zu füllen oder Sportabzeichenwettbewerbe zu gewinnen, da dürfen auf einmal wieder die VB mitmachen – sie werden sogar sanft gezwungen mitzumachen und es wird an das “Gemeinschaftsgefühl” appelliert.
    Entweder “Gemeinschaft” von Jan – Dez , oder überhaupt nicht.
    Jedenfalls nicht mit mir !

  18. Um auch mein Kommentar dazu abzugeben, kann ich mich nur meinen Vorrednern anshcliessen.

    Dieser Schnellschuss geht eindeutig nach hinten los. Gesundheitsprävention links, Arbeitsgemeinschaften, rechts, täglicher Apfel vorne, betrieblicher Sport hinten!
    Eine nicht zu schulternde Last, die wieder einmal an das „Fußvolk“ übertrage worden ist und das nur, um die sogenannten Krankheitszahlen zu minimieren.

    Ja glauben die tatsächlich dass man damit was erreichen kann?
    Wir haben inzwischen eine pathogene BPOL geschaffen, für die es keine Medikation mehr gibt. Sie ist virulent und die Zahl der Ausfälle wird nicht sinken.

    Da ist es doch einfacher den Leuten glauben lassen zu wollen, man tue etwas für sie. Wer bitte glaubt noch daran?

    Ein trauriges Spiel, das zu lasten des PVB geht während sich die Großkopfeten mit den Statistiken schmücken.
    Wisst ihr was, die könnt ihr euch mit einem 12″ Nagel ins Lokus hängen!!!

  19. Wenn ich diese „Rumeierei“ sehe wird mir schlecht !
    Jetzt wird ernsthaft geprüft ob und in welcher Form die Verwaltungsbeamten an einer sogenannten Gesundheitswoche teilnehmen dürfen.
    Die einzelnen Vorträge / Sportarten werden auf ihren präventiven Charakter abgecheckt und dann wird entschieden, ob die VB vielleicht Rad fahren dürfen oder doch nur mit „Murmeln“ spielen dürfen.
    Dieser „Verein“ ist doch nicht mehr normal.
    Es gab mal einen Erlass, der im Rahmen einer dieser Reformen anscheinend „einkassiert“ worden ist.
    Schade, da war alles eindeutig geregelt.
    (BMI – P II 2 – 630 807 – 0/1 vom 13.12.1983; MBlBGS Nr. 1/84 S. 7)

  20. Controlling, Zahlen hascherei, unsinnige Vorgänge vom PVB.

    So lange der DGL`er sagt das die Zahl der Feststellungen ( STRAF, FAHND; OWI`S) für die Beurteilung maßgebend ist, hört das nie auf.
    Aber wir haben ja alle mal in der Ausbildung gelernt, Prävension vor Represion.
    Und wie war das mit dem Spruch der alten Grenzer? “ Mit Lärm und Licht halten wir die Grenze dicht.“
    Aber eine verhinderte Straftat durch gezeigte Präsens ist nix zählbares.

  21. @Faulibaer
    Lieber Kollege,
    ich denke Du hast ein „anderes“ Problem !

    Dein
    „Konrad Duden“

  22. Tolle Geschichte die ich da lese . Gesundheistfürsorge genaus so ein gerede wie Leidbild und was es noch so gegeben hat.

    Ich bin ja nun mal im Rahmen des Dienst Krank geworden . Das behaupte ich ; mein Problem ist es ich kann es nicht beweisen kann , dass ich mich mit TBC auf der Dienststelle angesteckt habe…

    Somit wurde das Verfahren eingestellt . Argumetation war auch von Seiten der Verwaltung wir haben ja ein Merkblatt herausgegeben . Stimmt das Merkblatt gibt es “ Nur wurde es 2 Jahre nach meiner Erkrankung erstellt .

    Somit ist das nicht als Dienstunfall anerkannt. Was ich auch damit sagen will , wenn Du/Ihr im Job Stress habt und mit der Familie usw. das ganze Programm triff Euch dann geht auch das Imunsystem in die Knie . Dann hast du Kontakt mit Personen aus Dritt Ländern , Du weiß nicht ob diese Person gesund ist er “ Hustet “ Dich an und dann wirst du Krank .
    Mir hat die Richterin gesagt: “ Hast du Dir bestimmt im Bahnhof geholt , beim Brötchen holen. “

    Ja Du kannst es nicht beweisen , hier ist das Problem.. und über Chefs und Führung braucht man nicht zu reden, nach 40 Dienstjahren wirst du mit Postzustellungsurkunde in den Ruhestand versetzt. Da der Inspektionsleiter eigene Vorstellungen hatte wie zu verfahren ist .

    Zum Dank wird mir jetzt noch die Pension gekürzt . Ich kann mich noch gut an ein Motto erinnern „Deine Arbeit ist mehr Wert “

    Ich kann nur jedem Kollegen raten geht zum Arzt wenn ihr nicht mehr könnt, lasst Euch nicht hinhalten dein Arbeitgeber tritt dich mit Füssen.