GdP: Mit Führungskräftewechsel sind die Probleme der Bundespolizei nicht gelöst

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht in der nach Presseberichten aus Koalitionskreisen beabsichtigten Ablösung der kompletten Führungsmannschaft der Bundespolizei durch Bundesinnenminister Friedrich keine durchgreifende Änderung der extremen Probleme der 40.000-Mitarbeiter-Behörde des Bundes.

„Die in der Öffentlichkeit kolportierten Ablösungsgründe sind unzutreffend und der Stil der scheibchenweisen, öffentlichen persönlichen Rufbeschmutzung eines Spitzenpolizisten wie Matthias Seeger mit falschen Verdächtigungen vollkommen inakzeptabel. Das ist einer Polizei nicht würdig“, erklärte der Vorsitzende des Bezirk Bundespolizei der GdP, Josef Scheuring. „Natürlich müssen Spitzenkräfte immer damit rechnen, aus politischen oder Vertrauensgründen ihren Hut zu nehmen, wenn die gesetzten Erwartungen nicht erfüllt werden. Aber nicht auf so niederträchtige Art über Monate. Das wollen wir weder für Seeger noch für einen Nachfolger. Seegers Haltung in der politischen Debatte zu den unsinnigen Vorschlägen der Werthebach-Kommission war polizeifachlich und auch sicherheitspolitisch nachvollziehbar. Da liegt kein Ablösungsgrund“, so der GdP-Vorsitzende.

Aus Sicht der GdP werden die enormen Probleme der Bundespolizei mit dem Personalwechsel nicht gelöst. „Es gab unzweifelhaft Spannungen innerhalb der Führung und zum Bundesinnenministerium. Das mag zu der Ablösung führen, ist aber nicht Ursache der Probleme der Bundespolizei“, so Scheuring.

Zwei wissenschaftliche Studien der Hochschule Magdeburg-Stendal („Beerlage-Studie“) und der Technischen Universität Chemnitz („Strohmeier-Studie“) haben den erodierten inneren Zustand der Bundespolizei beschrieben, dringende Abhilfe angemahnt und Problemlösungen vorgeschlagen  – ohne das die politisch Verantwortlichen im Bundesinnenministerium, im Innen- und Haushaltsausschuss des Bundestages jedoch die notwendigen Umsteuerungen bisher vorgenommen hätten.

Vor allem die wachsende Kluft zwischen immer neuen polizeilichen Aufgaben der Bundespolizei im In- und Ausland (zuletzt die Übertragung der Frachtkontrolle) bei immer weniger verfügbarem Personal und Geld bei gleichzeitig schlechteren Berufsperspektiven führte zu einer extremen Überlastungssituation und massivem Frust.
Die Zufriedenheit der Mitarbeiter, so wurde wissenschaftlich festgestellt, ist wegen der permanenten Überlastung, aber auch der zunehmend schlechter werdenden persönlichen und technischen Ausstattung und der unbefriedigenden Arbeitsbedingungen in vielen Dienstbereichen auf einem historischen Tiefpunkt. „Die Innen- und Finanzpolitiker haben der Bundespolizei nicht die Rahmenbedingungen geschaffen, damit sie die immer neuen Aufgaben auch tatsächlich schultern kann“, so Scheuring. „Kommen dann noch menschliche Schwierigkeiten und falsche Ideen zur Arbeitsorganisation und Steuerung dazu, ist der Siedepunkt schnell erreicht.“

Auch die jetzt im Juli 2012 abgeschlossene dritte Reform der Bundespolizei mit der Einführung eines zentralen Bundespolizeipräsidiums als Steuerungsbehörde konnte dem politisch verantworteten defizitären Zustand nicht abhelfen und hat ihn durch Überreglementierung und Bürokratiemehrung teilweise noch verschärft. Dies hat bereits der Innenausschuss des Deutschen Bundestages schon im Juli 2010 festgestellt.

„Die Probleme der Bundespolizei wurden durch das Führungsteam im Bundespolizeipräsidium nicht gesetzt. Das persönlich unzureichende Klima aber hat auch nicht zu einer Entspannung der Situation beigetragen“, so die GdP. Seit 2008 wurden in diesem schlechten Bedingungsgefüge in kürzester Zeit allein drei Vizepräsidenten der Bundespolizei verschlissen, so der heutige Abteilungsleiter Bundespolizei im Bundesinnenministerium Franz-Josef Hammerl, sein heutiger Vertreter, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Ralf Göbel, und nun der frühere Ministerialbeamte Michael Frehse.

„Ein Führungskräftewechsel ergibt nur einen Sinn, wenn endlich gleichzeitig auch die politischen Rahmenbedingungen für die Bundespolizei, vor allem bei Personal und Finanzen, mit geändert und deutlich verbessert werden“, so GdP-Vorsitzender Scheuring. „Sonst werden wir in kürzester Zeit wieder an der gleichen Stelle stehen.“

Welt-Online: Bundespolizei: Opposition und Gewerkschaften gehen auf Friedrich los

Welt-online: Polizeigewerkschaft kritisiert Personalwechsel bei Bundespolizei

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118 Kommentare
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  1. Die Sicherheitsbehörden in Deutschland befinden sich in einer schwierigen Situation.

    Ein Zeichen von mangelnder aber dringend notwendigen politischen Rückendeckung und Wertschätzung.

  2. Denkt bitte auch an die Kienbaum-Studie!

  3. Schade ist es um den Präsi schon, aber da kann man wohl nur abwarten. Vielleicht tut es der Behörde ja gut, dass mal „frischer Wind“ reinkommt. Man kennt es ja von sich selbst, das leidige Thema Betriebsblindheit.

    Allein mir fehlt der Glaube …

    Oder ist nach der Reform = vor der Reform? Nachtigall ick hör dir trapsen!

  4. Die Frage ist hier noch, welche Gründe letztendlich tatsächlich massgeblich waren für diesen Schlag?
    Lächerlich ist das Argument der mangelnden Loyalität! Was die Äußerung zur Fusion mit dem BKA anbetrifft, so kam diese von Seeger erst zu einem Zeitpunkt, an dem sich Ziercke schon erheblich weiter aus dem Fenster gehängt hatte! Ganz im Gegenteil hätte das „entschiedene Nein“ Seegers schon erheblich früher kommen müssen!
    Hätte er das nicht letztendlich doch getan, hätte er im übrigen bei der eigenen Belegschaft restlos verspielt gehabt!

    Lächerlich auch der Vorwurf der Kontakte nach Weissrussland. Wahrscheinlicher ist, dass man schlicht ein Bauernopfer gebraucht hat. (Weil der Laden aber schon bis zur Achse im Dreck steckt, mussten es jetzt dann doch deren drei sein…) Ein Bauernopfer dafür, dass der Laden BuPo mit der Reform III lehrbuchmässig an die Wand gefahren wurde und nun einmal niemand in der Lage ist , aus ******(Eigenzensur) Gold zu machen!

    Es sei hier aber daran erinnert, dass die Urheber der „Reform“ aus der Politik kamen, die nun aber nicht die Konsequenzen auf sich nehmen will!
    Nein, nicht Friedrich, auch nicht De Maiziere waren die Initiatoren (wenngleich ebenfalls im besten Sinne „verantwortlich“), denn die haben lediglich das Erbe W. Schäubles angetreten, dessen „Mitarbeiter“ August Hanning die Reform nach dem Muster der ebenfalls geflopten Reformen bei BND und BfV ersonnen hatte …

    Die Bundespolizei ist am Ende und könnte nur nach einer ehrlichen, schonungslosen Bestandsaufnahme gemeinsam wieder auf Kurs gebracht werden. Zunächst müsste die Politik überhaupt hierzu bereit sein, dann wäre die o.a. Gemeinsamkeit zwingend erforderlich: also das, was man in Sonntagreden so gerne von sich gibt: Gemeinsam mit den Mitarbeitern, nicht gegen sie!
    Ich gebrauche bewusst nicht das Wort Reform, aber seien wir ehrlich: so tief, wie wir in der Grütze stecken, werden wir ohne grundsätzliche Paradigmenwechsel nicht auskommen! Anfangen sollten wir damit, uns bewusst zu werden, dass wir nicht dazu da sind, uns zu führen, zu evaluieren oder zu benchmarken, sondern einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen haben!(Sofern man uns diesen weiterhin erteilen will…)

    Dazu würde seitens der Führung viel Mut gehören, müsste man doch notgedrungen zugeben, sich bislang mit zu vielen nebensächlichen oder gar völlig überflüssigen Dingen beschäftigt zu haben!

    Ob ich daran glaube? – eher nicht! – Bedauerlich ist auf jeden Fall, dass das Bauernopfer in diesem Fall Matthias Seeger heisst! – das hätte er nicht verdient gehabt! Insbesondere nicht auf solch eine fiese und hinterhältige Art!

    Ansonsten kann man Jupps Ausführungen nur beipflichten! Danke dafür Jupp! – Du drückst damit aus, was wohl die überwiegende Mehrheit von uns denkt! Insbesondere deinem Schlußsatz gibt es nichts mehr hinzuzufügen!

  5. „Ein Führungskräftewechsel ergibt nur einen Sinn, wenn endlich gleichzeitig auch die politischen Rahmenbedingungen für die Bundespolizei, vor allem bei Personal und Finanzen, mit geändert und deutlich verbessert werden“, so GdP-Vorsitzender Scheuring. „Sonst werden wir in kürzester Zeit wieder an der gleichen Stelle stehen.“

    Dann bitte nicht die Kienbaum-Studie vergessen!

    Des Weiteren sollte man dann auch mal den Entwurf der Werthebachkommission zu Ende lesen und nicht bei der vorgeschlagenen Fusion von BKA/BPol das Papier zur Seite legen! Hier waren meiner Meinung nach gute Ansätze dabei unsere Behörde in der Fläche arbeitsfähig zu machen!

  6. Eigentlich hatte ich im Zeitraum der olympischen Spiele bei den politischen Entscheidungen in Deutschland an so etwas wie das „neue Meldegesetz“ bei der Fußball EM gedacht. Und nun das?
    Tja was soll ich sagen – es hat sich abgezeichnet und das Leben geht weiter. Wem wundert es, dass in diesen Positionen mehr wie Sachkompetenz zählt?

    Auf – zu neuen Taten, kann ich da nur sagen.

    Mike

  7. Menschlich mag ich Präsident Matthias Seeger nichts nachsagen, kann ich auch gar nicht…
    Außer, dass er in gewisser Hinsicht als oberster Bundespolizist manchmal vielleicht etwas zu menschlich ist…
    Ich kann aber auch über unseren Bundesinnenminister menschlich nichts negatives sagen, einmal habe ich ihn persönlich kennengelernt und finde ihn menschlich sehr gut.
    Zu den beiden Vizepräsidenten, nun ja, sie waren halt da.

    Unstrittig ist, wenn eine Trennung, dann soll diese zumindest mit Anstand erfolgen, das hat jeder verdient.
    Und das bisherige Verfahren war hierfür bestimmt nicht das beste Beispiel.
    Nun gut, ist so!

    Was ich aber nicht verstehe ist die Ansicht von Jupp, dass mit der Ablösung des Führungstrio keine Probleme gelöst werden.

    Was die meisten Beschäftigten tagtäglich selber feststellen;
    und was die GdP – so wie es Aufgabe einer Gewerkschaft ist – auch immer wieder öffentlich anmerkt,
    wie sie sogar im vorstehenden Artikel schreibt,
    nämlich, dass wir „enorme“, gar „extreme“ Probleme in der 40.000 Mitarbeiter zählenden Bundespolizei haben,
    das soll nicht mit ein Wechsel der Verantwortlichen gelöst werden können?

    Ja wie denn dann, frage ich mich?

    Herrn Präsident Seeger und auch seinen beiden VP unterstellt, sie haben sich mit den besten Absichten und mit all ihrer Kraft der Bundespolizei gewidmet und sich 24 Stunden am Tag 7 Tage die Woche dafür eingesetzt…
    Festzustellen ist und das auch zurecht immer wieder durch die GdP plakatiert, es hat nicht gereicht die Probleme der Bundespolizei zu lösen und uns für die Zukunft besser aufzustellen. PUNKT

    Also kann nur die Konsequenz sein, dass jemand anderes als Präsident der Bundespolizei versuchen muss es besser zu machen. Oder sollen wir jetzt noch Jahre weiter wursteln?
    Ich glaube, das ist auch nicht die Lösung.

    Ich sage deshalb aus Überzeugung:

    DANKE Herr Seeger!
    und
    Viel Glück Herr Roman!

  8. Eines habe ich ja noch vergessen. Der bzw. die Nachfolger haben ein tolles Erbe anzutreten. Wer, wenn nicht diese Nachfolger sind Nutznießer der „Schlammschlacht“ der vergangenen Monate. Das schafft ein ganz besonderes Vertauensverhältnis.

    Mike

  9. Was IM Friedrich hier veranstaltet ist ein unerhörter Vorgang.
    Präsident Seeger hat sich für seine Behörde und Mitarbeiter als integerer Beamter Respekt und Anerkennung verdient.
    Damit reiht sich Friedrich in die Reihe der unfähigen IM ein (Schäuble, De Maiziere, Seiters usw.).
    So ein Mann müsste sofort seinen Hut nehmen. Schämen Sie sich Herr Friedrich. Aber wahrscheinlich sind diesem Herrn willfährige in den A… kriechende Mitarbeiter lieber.
    Glauben Sie nur nicht, dass dies Ihnen die Mitarbeiter bei der nächsten Bundestagswahl vergessen.
    Herr Seeger, ich spreche Ihnen Mut und Zuversicht zu. Sie können beruhigt morgens noch in den Spiegel schauen.

  10. …über die Gründe für den Wechsel kann man streiten. Wahrscheinlich sind die angegebenen auch nur die halbe Wahrheit, wenn überhaupt.
    Wir wissen ja aus den eigenen Erfahrungen wie man sich Wechsel in Führungspositionen vorstellen muss und welche Gründe meist wirklich dazu führen.
    Nimmt man aber den allgemeinen Zustand der BPOL nach 4 Jahren Reform und speziell die Berufszufriedenheit der MA, die Personalausstattung und die Arbeitsbedingungen, kann man sagen, es musste auch „oben“ mal etwas passieren.
    Man vergleicht sich ja in unserer Behörde gerne mit der Wirtschaft, dass ist zwar zweibeinig hinkend aber wenn es denn so sein soll, ist für diesen schlechten „Firmen“-Zustand wohl eindeutig auch die „Firmenleitung“ mit verantwortlich.
    Das sich irgend etwas jetzt zum Besseren ändert, ist wieder einmal -HOFFNUNG- und die stirbt bekanntlich ja immer zu…
    Also warten wir wie immer mal ab, was durch das transparente Behördengefüge nach unten sickert.

  11. Oh man….ist das so lächerlich!man muss sich echt schämen für unseren laden….unglaublich!

  12. Obs nun besser wird….

  13. …das gesamte führungstrio auszuwechseln war falsch und zeigt nur eines: unser innenministerium setzt sich nicht mit den problemen der bundespolizei auseinander. diese maßnahme war so überflüssig wie ein kropf und zeugt von hilflosigkeit. präsident seeger hat einen guten job gemacht. wenn hier jemand versagt hat, dann das bundesinnenministerium. das zeigen im übrigen sehr eindrucksvoll die jüngsten skandale. hier besteht handlungsbedarf für eine kabinettsumbildung. der souverän wird´s halt dann 2013 richten müssen!!!

    gruß

  14. Ich finde die Ablösung von P Seeger sehr bedauerlich. Sicherlich, politische Beamte können jederzeit vom zuständigen Minister von ihren Aufgaben entbunden werden. Aber dazu sollten doch 1. gewichtige Gründe 2. die notwendige Transparenz und 3. ein angemessenes Miteinander bestehen.

  15. •Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.

  16. Nun ja!

    Ich denke in diesen Zeiten muss der höchste Polizist auch Verantwortung und Fürsorge für seine Mitarbeiter an der Basis übernehmen.
    D.h. er kann nicht über „große Probleme“ der Mitarbeiter und Dienststellen einfach hinweggehen – und sind wir doch ehrlich, gerade in diesem Forum wurden doch sehr oft zu Recht Mißstände angeprangert! Und – es wurden immer mehr davon aufgezeigt – die Unzufriedenheit breitete sich aus und dagegen wurde NICHTS unternommen! Ich denke hier z.B. an das POM-Problem!

    Ich an der Basis merke seit Jahren nur eine Verschlechterung der Stimmung und zunehmenden Druck von oben!

    Ich verlange von unserem obersten Polizisten (und dafür wird er sehr gut bezahlt), dass er Maßnahmen ergreift, die diese Probleme spürbar lösen und somit eine Berufszufriedenheit hergestellt wird, die durch Leistung des Einzelnen zurückgegeben wird!

    Entschuldigung – dafür ist er da!

    Dieses „spüren“ auf Besserung von oft „unzumutbaren“ Problemen und Mißständen fehlt – und vor allem auf unterster Ebene (mD)!

    YES

  17. Ja, dass ist hat schon ein gewissen Geschmack. Aber es heisst auch, Montag sollen die Betroffenen es offiziell erfahren. Könnte ja bedeuten, dass sie es wohl schon vorher wussten. Ob die Art und Weise es so in die Öffentlichkeit zu tragen die Richtige ist, dass bezweifle ich jedoch stark. Egal wer, also auch die höchsten Würdenträger der BuPol, haben einen fairen und respektvollen Umgang verdient. Dieser ist m.E. falsch.
    Es gilt aber auch nach vorn zuschauen und nicht vorher zu urteilen.

  18. Lieber zukünftiger Präsident des Bundespolizeipräsidiums!

    Sie wollen lange dieses Amt ausüben und keine Angst vor einer vorzeitigen Entlassung haben? Ganz einfach:

    1) treten Sie keine vom BMI genehmigten Dienstreisen in fragwürdige Staaten an.
    .
    2) Reißen Sie die Verfehlungen aller Mitarbeiter an sich und leiten Sie persönlich die D-Verfahren ein.

    3) Erzählen Sie dem Haushaltsausschuss des Bundestages nicht die Wahrheit.

    4) Haben Sie bitte keine eigene Meinung, sondern sprechen Sie Ihrem Minister nach und verkaufen dies als fachlich notwendig.

  19. Hatte jemand von den 3 Nachfolgern schon mal eine Uniform und Stiefel an? Kopf hoch 2013 ist Wahl und dann kommt der Otto wieder!!!!

  20. Viele politischen Entscheidungen sind weit von einer sachlich begründeten Erklärung entfernt. Diese hier und besonders die Art und Weise sind an Schäbigkeit kaum mehr zu überbieten.
    Der Nachfolger ist Ministerialbeamter. Dessen Ziel wird sein, das Haus BMI sauber zu halten. Das bedeutet, alle vermeidlichen oder unvermeidlichen Fehler der Polizeibasis in Zukunft dürfen unter keinen Umständen zu Rückschlüssen auf das Ministerium führen.
    Der Polizeiberuf verlangt aber, den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz in kürzester Zeit zu prüfen und schnell zu handeln. Es wird eine Fehlerkultur entstehen, die keine Fehler mehr erlaubt. Danach werden wieder fleißige Mitarbeiter ausgetauscht.
    Was soll das also? Ist es in Zukunft nur noch wichtig, dass die Politik sauber gehalten wird.
    Das Ministerium hat sich in den letzten Jahren mit seiner Ausrichtung nicht mit Ruhm bekleckert. Nur das BVerfG konnte da noch einiges wieder gerade richten. Jetzt sitzen die Verursacher auch an den unmittelbaren Kontrollhebeln der Polizei. Also geht es hier nicht um die Sache, eine saubere Polizeiarbeit zu leisten. Es geht nur noch darum, Macht und Kontrolle auszuüben um die politische Führung zu schützen. So ein kurzlebiger Unsinn.
    Gut, man soll nicht voreilige Schlüsse ziehen. Ich wünsche den Nachfolgern ein gutes Händchen und beneide sie nicht um ihre Aufgabe. Im nächsten Moment sind sie diejenigen, die Verantwortung für ihre Mitarbeiter/innen tragen müssen. Im BMI dankt ihnen das niemand.

  21. Wer ist denn für den neuen Wind bei der Bundespolizei seit März 2008 (Beginn dieser Superreform) verantwortlich? Seit Potsdam und Seeger das Ruder übernommen haben, sind wir mehr eine Überwachungs- als eine Polizeibehörde! Seeger hat den Kontakt zur Basis schon lange verloren. Die Arbeitsbelastung wurde gerne schön geredet. Beerlage- und Klartextstudue wurden arrogant als nicht repräsentativ bezeichnet. Bei der gesamten Behörde ist echt der Wurm drin. Die vorgeschobenen Argumente mit den Saunabesuchen kann man sich sparen. In Wahrheit ist die gesamte Bundespolizeireform absolut versemmelt worden. Erklärtes Reformziel: Mehr Personal auf die Straße! Stattdessen Schattenstrukturen und Aufblähen von Wasserköpfen! Vorratsdatenspeicherung mit Controlling! Es werden nur Daten gesammel und tatsächlich wird aus diesen Daten kein Nutzen gezogen. Seeger ist hier für vieles verantwortlich. Die richtige Begründung müsste lauten: Austausch der Führungspitze, weil bei der Umsetzung der Reform versagt wurde. Ich bin mal auf die Evaluierung der Bundespolizeireform im Herbst gespannt, dann wird sich der wahre Grund der Entlassung offenbaren! Hoffentlich erkennt die neue Crew endlich die echten Probleme!

  22. „…..4) Haben Sie bitte keine eigene Meinung, sondern sprechen Sie Ihrem Minister nach und verkaufen dies als fachlich notwendig.“
    @Jacques 28. Juli 2012 ,

    …siehe hierzu auch die Rede des StS Frtitsche anläslich der letzten Führungskräftetagung:

    http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Reden/DE/2012/06/stf_fuehrungskraefte.html

    insbesondere die Passage im letzten Viertel:

    …)

    „…..Ich erwarte von Ihnen, dass Sie wesentliche Informationen richtig weitergeben und erklären und dass Sie Entscheidungen des BMI und des Präsidiums gegenüber den Mitarbeitern wie eigene umsetzen und vertreten.

    Es ist nicht richtig, Entscheidungen nach unten zu kritisieren und damit nicht nur deren Umsetzung in Frage zu stellen, sondern ebenso auch diejenigen, die sie getroffen haben. So haben die Benzindiskussionen des letzten Jahres der Bundespolizei in der Öffentlichkeit mehr geschadet als genutzt. Das war sicherlich vermeidbar. ……“

    jaja, aber wenige Sätze vorher (und auch nachher) den „mutigen Vorgesetzten“ beschwören…
    Daran hat der Laden doch zunehmend gekrankt, dass jeder Blödsinn ungefiltert nach unten weitergereicht wurde und als alleinseligmachende Wahrheit „verkauft“ wurde! Dass die persönliche Glaubwürdigkeit der Vorgesetzten dabei zunehmend flöten ging, hat doch niemanden wirklich interessiert!

    Zu diesem Spiel gehören allerdings auch immer mindestens zwei:
    Der, der das „erwartet“ und der, der dieses Spiel auch mitmacht! Hier rechtzeitig die Bremse reinzuhauen , erfordert zwar wirklich Mut, ist aber nicht wirklich illegal, sondern im Gegenteil bekanntlich sogar ausdrückliche Pflicht eines jeden Beamten!

    Das heisst dann Remonstration und wird wohl auch heute noch so gelehrt;

    steht ausserdem auch im Gesetz….

  23. Toll, die Bundespolizei bekommt einen Terrorismusexperten als neuen Präsidenten. Vieleicht sogar einen, der Experte für Staatsterrorismus ist. Was wir nicht brauchen, wird uns geschenkt…..

  24. Seeger sagte einmal zu mir.“ Ich bin ein politischer Beamter und muss jederzeit mit einem Rausschmiss rechnen“. Und das sagte er mir 2010.
    jeder muss sich nun sein eigenes Bild und Meinung über Mattes machen.
    Er wird auf jeden Fall butter weich auf seine Pension landen.

    Seine Rente ist ihm nun sicher.

  25. In unserer Behörde gibt es massive Probleme die ein jedem von uns mehr als bekannt sind.
    Frustration, schlechte Ausstattung, keine Berufsperspektive, ignorierte Studien, … ich könnt noch unzählige
    Dinge aufschreiben…
    Ich bin der Meinung das es richtig ist die Führung auszutauschen.
    Sie tragen die Verantwortung das der Laden läuft und haben es über Jahre nicht geschafft dies zu bewältigen.
    Dafür werden sie bezahlt und haben versagt.
    Ich finde Herr Friedrich hätte sogar noch weiter gehen sollen, nach dem Motto: wenn schon Veränderung dann Richtig!
    An Herr Friedrich seiner Stelle wären bei mir sogar alle Führungskräfte in den Leitungsrbenen gegangen, wie Abteilungsleiter etc.
    Ich hoffe nun darauf das frischer Wind in unsere Behörde mit aller Konsequenz kommt und vor rapiden Personalentscheidungen
    in den Führungsebenen keinen Halt gemacht wird.
    Nur dann wird sich die Behörde verändern !

  26. Als Dr. Schäuble das Innenresort übernahm und die „Reform 3“ entschied ging es mit der Bundespolizei begab.

    Auch De Maiziere hat der Bundespolizei keine positiven Akzente verliehen.

    Ich bringe es mal auf den Punkt: Politisch hat die CDU / CSU hat die Bundespolizei an die Wand gefahren.

    Die jetzige Ablösungsorgie bedeutet nach Außen – und das ist außerordentlich bedauerlich – dass einige Bauernopfer präsentiert werden sollen. Den neuen hilft es leider nicht. Die Probleme der Bundespolizei bleiben die Gleichen.

    Der Schaden ist eingetreten.

    Das ist Fakt!

  27. Ganz schlechter Stil. Ein Trost bleibt jedoch, 2013 ist der Spuk vorbei……

  28. Ich finde es beschämend, wie mit Präsident Seeger umgegangen wird.
    Die Medien schreiben: Am Montag soll P Seeger informiert werden, dass er seinen Platz räumen muß.
    Welche eine Farce! Ich wußte gar nicht,dass P Seeger kein Fernseher und Radio besitzt!!!!!!
    Einfach nur noch lächerlich!
    Und jetzt sollen Beamte aus dem BMI die Bundespolizei leiten! Na prima, erfahrene Ministerialbeamte leiten eine Bundespolizei mit mehr als 40.000 Beschäftigten! Hatten die jemals eine Uniform an? Wissen die, wie Polizeiarbeit geleistet wird?
    Lieber Herr Seeger, viele Kollegen und Kolleginnen der BPOL werden Sie vermissen! Sie waren und sind gradlinig, aber das ist heute nicht mehr gewollt! Sie müssen bezahlen, was das BMI vermurkst hat!
    Ich danke Ihnen für alles, was Sie bisher für die BPOL getan haben! Danke!!!! Alles Gute!

  29. Tja, eben konnte man die Förderung eines FDP Politikers im Videotext lesen, der weitere Reformschritte bei der Bundespolizei fordert. Hier geht es nur um Politik und Machtinteressen innerhalb der Regierungsparteien! Man muss wohl noch einige Parteifreunde unterbringen.
    Bei diesem Verfahren muss sich keiner mehr wundern, dass der Umgang zwischen Menschen und die Wertnahme dieser auch auf Inspektionsebene nicht statt findet, man hat eben Niemanden an denen man sich orientieren kann.

    Und mit dem Leitbild muss mir keiner mehr kommen :), sollte unser Präsident noch schne aus dem Intranet entfernen lassen

    Moin Moin Herr Seeger, alles Gute, blicken sie nicht zurück und bleiben Sie gesund nur das ist wichtig!

    Ich habe nur noch 14 Jahre in diesem Staatsbetrieb!

  30. Da kann man mal sehen, wohin uns der Zentralismus gebracht hat. Die Verantwortung für diese prekäre Lage liegt nicht bei uns Bundespolizisten! Vielmehr hat die Politik uns einen Abklatsch des allen älteren Kolleginnen und Kollegen ja noch bekannten Zentralismus aus einem ganz anderen Deutschland übergeholfen; jetzt muß man sich über die Folgen nicht wundern! Dann aber einen so integeren Polizisten, der im Übrigen nie vergessen hat, wo er hergekommen ist, auf dem Altar der“politischen Unverträglichkeit“ zu opfern, scneidet tief ins Fleisch unserer inzwischen überbürokratisierten und völlig zerrissenen Organisation! Die nun fällige Melodie kennen wir ja schon: Die nächste Reform muß her! Ich fürchte nur, dass nach all den gescheiterten Versuchen neuerlich wieder nur Strategen am Werk sein werden, die bar jeglicher tieferer Kenntnisse über uns und die Bundespolizei urteilen werden und das dann wieder „Reform“ nennen! Armes Deutschland, arme Kolleginnen und Kollegen, die ihren Dienst nach wie vor mit guter Motivation, aber inzwischen intabilen „Knochen“ versehen!

  31. Auszug von der Süddeutschen Zeitung vom 29.07.:

    „Das ZDF berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Amtsführung und ein gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen der Leitung der Bundespolizei und dem Ministerium Gründe für die Ablösung seien.Es gebe große Unzufriedenheit darüber, dass die Bundespolizei immer wieder mit Interna in die Öffentlichkeit geraten sei. Präsident Seeger solle am Montag offiziell informiert werden.“

    So so, die „Regierungskreise“ kritisieren, dass immer wieder Internas der Bundespolizei an die Öffentlichkeit gelangen.
    Der Präsident der BP Seeger wird Montag über seine Entlassung offiziell informiert.

    Vielleicht sollte man in dem sog. „Regierungskreis“ auch mal die undichte Stelle ablösen. Die Beweggründe über die vorgesehene Ablösung möchte ich nicht weiter beurteilen, aber es ist ja wohl eine bodenlose Frechheit, wenn das Führungstrio aus den Medien erfährt, dass sie am morgigen Montag entlassen werden. Das hat niemand verdient.

  32. Der “ Rausschmiss “ der obersten Bundespolizisten ist mehr als ein unwürdiges Schauspiel und hat auch den Anschein einer ganz billigen Schmierenkomödie.

    Herr Friedrich hat nicht einmal den „Ar…“ in der Hose, die wahren Gründe für diese Entlassung zu benennen.

    Dieser Rauswurf passt aber auch in das Bild der derzeitigen Regierung – man denke an den Rauswurf von Röttgen

    Dazu kommen im Fall Seeger dann noch irgendwelche diffusen Unterstellungen von angeblichen Kontakten nach Weissrussland.

    Als Nichtpolizeibeamter stelle ich mir aber abschließend an dieser Stelle die Frage, ob und wie zukünftig
    ein “ Haushälter “ operative oder taktische Maßnahmen dieser großen Polizeibehörde anordnen, geschweige denn leiten kann, oder soll ab sofort Sicherheit nach Lage des Haushalts produziert werden.

    Kurze Frage am Rand : Weiß zufällig jemand, welche Parteibücher die neuen obersten Bundespolizisten haben ?

  33. Jetzt ist ein weiterer Schritt in Richtung der Auflösung bzw. Umstrukturierung vollzogen worden. Weitere Widerstände gegen eine Fusion sollten jetzt nicht mehr zu erwarten sein. Warum klammern sich die Gewerkschaften an eine Eigenständigkeit der Bundespolizei?
    Ist es unter diesen Umständen unter rationalen Gesichtspunkten überhaupt noch sinnvoll sich für diese Organisation aufzureiben? Das man in der Bundespolizei die Führungskräfte von der Gruppenleiterebene bis nach oben verschliessen hat, ist doch bekannt! Mit inhaltslosen und haarsträubenden Ideen sollten die Mitarbeiter von irgendwelchen neuerungen, den obere Stellen irgendwo gelesen haben, überzeugt werden. Ein Grossteil aller Führungskräfte sind wie die Lemminge gelaufen, und jetzt werden diese sich wieder wenden. Aber was soll’s? Am besten man macht seinen Dienst, geht nach Hause, schaltet ab und erholt sich. 41h /Woche!!! wenn kein Personal da ist, dann hat die Dienststelle eben Pech gehabt. das Leben ist nicht zum Arbeiten da.

    Schönes Wochenende! Und einen schönen und erholsamen Ruhestand Herr Seeger! man muss auch loslassen können!

  34. Wer ist für die Bundespolizei verantwortlich ?

    Der Minister und die hohen Damen und Herren im BMI !

    Von dort wird die Verantwortung nur verschoben aber schon lange nicht mehr wargenommen. In der Bundespolizei herrscht organisierte Unverantwortlichkeit!

    Im BMI sollten Köpfe rollen und der Minster soll endlich Personal und Geld für die Bundespolizei zur Verfügung stellen.

    2013 ist Wahljahr.

    Aus polizeilicher Sicht kann ich die CDU / CSU nicht wiederwählen. Sie hat zuviel Vertrauen zerstört. Neustes Beispiel ist der Umgang mit der eigenen Führung – SKANDALÖS Herr Minister!

  35. Die Art und Weise wie mit der Führungsspitze der Bundespolizei umgegangen wird spiegelt doch
    vermutlich die Einstellung der Politik gegenüber der ganzen Behörde wieder.

    Es werden keine klaren und für alle nachvollziehbaen Gründe genannt.

    zerüttetes Vertrauensverhältnis, Internas kamen an die Öffentlichkeit(welche??) und Weissrusslandgate
    (was geschah in der Sauna??)

    Als Nachfolger werden ausschließlich Kräfte aus dem Bundesinnenministerium gehandelt.

    Was ist mit den Führungskräften der Bundespolizei? Alle unfähig? Wenn schon vom Bundesinnenminister
    „erkannt“ wird, dass die Behörde Bundespolizei einer neuen Führung bedarf, wäre dann nicht ein MitarbeiterIn hD der
    Bundespolizei dem neuen Externen zu wünschen gewesen?

    Dafür soll ein Fachmann für Haushalt kommen, vielleicht der richtige Weg, dann hört das Verprassen sämtlicher Haushaltsmittel auf allen Ebenen auf und wir haben wieder genug Gelder für Kraftstoff und IT-Technik ha ha!

  36. Vielleicht sollte Herr Bundesinenminister Friedrich an die Sache mal etwas anders herangehen und selbst die Konsequenzen ziehen. Erst das Bundesamt für Verfassungsschutz und der BND und jetzt wird die Bundespolizei enthauptet. Es kann doch wohl nicht sein, dass es immer die anderen sind, die Schuld haben. Wo bleibt ihre Verantwortung Herr Minister? Sie und die Politik haben die Rahmenbedingungen für die Reformen vorgegeben. aber eben auch an der Realität vorbei völlig und unzureichend. Machen sie nicht eine Organisation, die seit mehr als 60 Jahren als ein Garant für die freiheitlich demokratische Grundordnung in Deutschland gilt, zum Sündenbock. Das haben sie allein den Mitarbeitern und der Führung der Bundespolizei zu verdanken, dass der Laden trotzdem läuft, obwohl sie immer wieder von der Politik im Stich gelassen wurden. Ihr Stil, solche Entscheidungen samstags über die Medien bekannt zu geben, sollte man weder den Betroffenen noch der Organisation Bundespolizei so zumuten, noch entspricht dies den von „uns“ geforderten Führungsgrundsätzen. Durch dieses Verhalten wird nachträglich das Vertrauen in die Politik und in das Bundesinnenministerium beschädigt.

  37. Beobachtet man diese Abläufe und bewertet nun die Reaktionen, drängt sich die Frage auf wem nützt diese beabsichtigte Massnahme ? Richtig, ist dass es offensichtlich Spannungen zwischen dem BMI und dem BPolPrä gibt. Doch stellt man diese Probleme ins Verhältnis zu den Schwierigkeiten mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz, sind deren Probleme weiter aus größer. Friedrich wird nun gelobt, weil er sich führungsstark gezeigt. Den politischen Nutzen hat also der Minister.
    Doch es richtig, dass damit noch die grundlegenden Probleme der Bundespolizei nicht gelöst sind.

  38. Was ist aus bloß aus Deutschland geworden und der Umgang für die Ablösung ist allerunterste Schublade, schön das wir die öffentlichen Medien haben, von wegen fairer, respektvoller Umgang mit den Beschäftigten. Die Neurorg die vom BMI initiiert worden, ist gescheitert, das Bauernopfer wurde gefunden und jetzt kommt die nächste Reform aus der Schublade. Wie kann man eine Polizeibehörde mit einem Ministerialen besetzen? Sicher sind auch noch einige vor den Wahlen 2013 unterzubringen. Wer zuckt oder beim BMI dagegenhält, wird eben ausgetauscht, dann haben wir ja an der Basis gar nichts mehr zu erwarten und wem kann man noch glauben?? So langssam verliere ich den Glauben und mir braucch keiner was etrzählen. Viel Glück an alle Bauernopfer.

  39. Wer ist eigentlich in Berlin im BMI verantwortlich?

    Franz-Josef Hammerl ist seit 2012 Leiter der Ab­tei­lung Bundes­polizei im Bundes­ministerium des Innern (BMI).

    Sein Vertreter ist Ralf Göbel (CDU).

    Beide sind völlig ideenlos und ohne Weiterentwicklungsvorschläge für die Bundespolizei.

    Keine Fachaufsicht, keine klaren Reglungen für die Bundespolizei, keine wirksamen Schlussfolgerungen aus den beiden Studien Klartext und Beerlage.

    Hier sollte man anfangen zu kehren!

  40. Ich dachte zunächst, armer Herr Seeger.

    Jetzt habe ich durch die Medien erfahren, dass die abgesagte Geiselbefreiung auf Kappe des Präsidenten ging – ich dachte, dass hätte der Minister verbockt. Tschuldigung Herr Minister. Warum wurden nicht sofort Konsequenzen gegen Herrn Seeger gezogen? Es kann nicht angehen, dass Menschen als Geiseln gehalten werden und der Minister den Einsatz frei gibt und aus politischen Gründen Herr Seeger die Freigabe verweigert. Wir sind Polizei! Unsere Aufgabe ist das Retten und Schützen von Menschenleben. Alles andere – speziell Politik – hat hinten anzustehen!

    Wenn der stell. auch noch als unantastbar gilt, da seine Ehefrau eine leitenden Funktion im BMI hat, dann hat das G’schmäckle.

    Ich denke der Innenminister hat die richtige Entscheidung getroffen.
    Und jetzt ist es Aufgabe des IM sich mit seinem neuen Führungsstab und der Gewerkschaft zu beraten und die Bundespolizei für die Zukunft neu aufzustellen.

    Ich habe keine Angst vor einer Reform!
    Ich denke, dass die letzte so verbockt war, dass eine neue Reform notwendig ist.
    ABER bitte vernünftig! Dann tragen das auch die Mitarbeiter!

  41. Meiner Meinung nach, weiß die Politik nicht so recht was sie mit der Bundespolizei noch anfangen soll. Ein Blick in die Historie ist erhellend. Alles lief in „geordneten“ Bahnen mit dem BGS bis zur Wende 1989.
    Die wichtigste Aufgabe brach weg.
    Ok, schnell die Bahnpolizei übernehmen, dann läufts wieder rund. 1995 Schengen! Westgrenze brach weg Umstruktuierung. Bis 2005 waren alle Grenzen Geschichte. Neue Umstrukturierung (Versuch)
    Die Übernahmen von Kollegen der Bundeswehr, Bahn, Zoll nicht zu vergessen.
    Welche Aufgaben hat denn die BUPO noch, die nicht von anderen Sicherheitsbehörden eh gemacht werden?
    Nur noch Flughäfen (Grenze) und Verbände bleiben über. Zumal die EU in unserem wichtigsten Geschäft Ausländer-/Grenzrecht mittlerweile das Sagen hat.
    Aber sollen das 40000 Beamte erledigen? Wir verwalten uns ja nur noch selber.
    Die Politiker müssen einen unbedingt notwendigen Cut mit der BUPO machen.
    Sie steckt jedoch in der Zwickmühle: Nach 2 halbherzigen Reformen sind die MA bis in die hohen Führungsetagen müde geworden.
    Jetzt muss man diesen MA einen noch tieferen Einschnitt in die Struktur zumuten. Nur wie soll das gelingen.
    Der erste Schritt mit der hier disskutierten Maßnahme ist nach Ansicht des BMI getan.
    Das sich jedoch noch was vor der Bundestagswahl in unserer Behörde tun, glaube ich nicht ernsthaft.
    Aber wie ich meinen Dienstherren kenne, wird doch mal wieder ein Schnellschuss kommen, der sich „Umstruktuierung der Sicherheitsbehörden“ nennen wird.

    Eine spekulative und vielleicht auch provokante These:
    Was ist, wenn die EU auseinanderbricht und wir wieder Aussengrenzen bekommen. Dann wird die BUPO wieder gebraucht! Bis dahin laufen wir im Bereitschaft Modus.

    Gruß und schönen Sonntag noch

  42. @aeM

    Zitat:
    „Ich dachte zunächst, armer Herr Seeger. Jetzt habe ich durch die Medien erfahren, dass die abgesagte Geiselbefreiung auf Kappe des Präsidenten ging.“

    Wir können froh sein, dass der Präsident den Mut hatte, diese Entscheidung zu treffen. Ansonsten hätten wir wahrscheinlich viele tote Kollegen haben können. So ist es mir persönlich lieber.

  43. Die STAVANGER- Geschichte ist nicht so gelaufen, wie in den Medien geschrieben wurde! Hier beginnt das Desaster mit dem BMI!
    Warum haben wir den dritten IM? Warum ist die größte Polizeibehörde in Deutschland so in der Krise? Warum schweigt Frau Merkel alles aus…

  44. Wie man mit seinen Mitarbeitern „richtig“ umgeht, hat ja der ursächlich Schuldige an der Misere unserer Behörde, ein gewisser Herr Dr. Sch…, vor geraumer Zeit vor einem Millionenpublikum „lehrbuchmäßig“ vorgemacht!

    Das Erschreckende ist doch, dass wir (hier insbesondere die Bupo, aber auch Deutschland als Ganzes) von solchen Dilletanten immer mehr an den Rand des Ruins getrieben werden und keiner von denen die Konsequenzen zieht und Verantwortung übernimmt, sondern ein paar Untergebene über die Klinge springen läßt und fröhlich weiter wurschtelt! Wie war das z. B. noch mit dem Meldegesetz, um nur ein ganz kleines Beispiel zu nennen? Da haben ja Ministerialmitarbeiter eine „super Arbeit“ geleistet! Dass ich nicht lache, was für Stümper!

    Von den großen Problemen wie der sog. Euro-Krise, der Energiewende, … will ich gar nicht anfangen! Das würde hier den Rahmen sprengen!

    Der Zustand unserer BPOL zeigt doch exemplarisch, dass hier irgendwas völlig in die falsche Richtung läuft! Armes Deutschland, kann ich da nur sagen! Leider muß ich mich hier immer wiederholen!

  45. In einigen Punkten gebe ich dem einen oder anderen Verfasser recht. Doch muss man sich auch ernsthaft die Frage stellen, was an „postivem“ innerhalb der letzten 4 Jahre seit Beginn der Reform III an der Basis wirklich angekommen ist.
    M.E. sehr wenig. Die Reform ist gescheitert, wir sind schlechter aufgestellt als jemals zuvor. Und die Bundespolizei hat ihre Glaubwürdigkeit bei unseren benachbarten Sicherheitsbehörden -vor allem bei den Länderpolizeien- verloren.
    Die Zentralisierung, der Rückzug aus der Fläche, zusätzliche und teilweise kurzfristige neue Aufgaben (Afghanistan, Somalia und dergleichen) ohne dafür dementsprechende Stellen auszuweisen, führten doch zu weiteren Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den täglichen Dienst auf den Stammdienststellen verrichten mussten. Das führte unweigerlich zu weiteren Spannungen, Überlastungen. Und obwohl diese Probleme allen Verantwortichen, zusätzlich durch diverse, belegbare Studien bekannt waren, wurde augenscheinlich nichts unternommen um der Gesamtsituation Abhilfe zu verschaffen.

    Wir haben uns in den zurückliegenden 4 Jahren selbst- u. überverwaltet. Es wurden neue Bereiche und Referate geschaffen und immer mehr Personal dafür gebunden. Doch das Personal musste auch irgendwo herkommen. Also einfach von der Basis abziehen damit der große Apparat am Laufen gehalten werden konnte.
    Ich möchte im Einzelnen nicht näher auf die unnötigen, bürokratischen Abläufe eingehen, aber was zu viel ist, ist halt zu viel.
    Und alle vergessen scheinbar, dass der gesamte Wasserkopf nur von den gelieferten Zahlen der Basis leben kann.

    Als die Verantwortlichen offensichtlich erkannt haben, wie es personell an den Dienststellen aussieht, griff man wie ein Taschenspieler in die Trickkiste und reduzierte das Personal auf den Stammdienststelllen durch eine Neueinteilung bzw. Reduzierung auf 100 %, 82% und 75 % ihres bisherigen Personnals.
    Unerklärlicherweise gingen dann plötzlich die Aufgríffszahlen zurück.

    Weiterhin möchte ich hier auch einmal die Gelegenheit nutzten und auf die völlig unsinnige Aufstellung von mittlerweile nahezu 170 Rahmdendienstanweisungen hinzuweisen. Welcher Mensch soll sich all diese Anweisungen noch merken können. Und ich bin fest der Meinung, dass ein normaler und durchschnittlicher PVB in der Bundespolizei ein ganz normaler Mensch ist.

    Es würde mich brennend intererssieren, ob die Länderpolizeien für ihre Bereiche ebenfalls solche Anzahlen von Rahmendienstanweisungen vorzuweisen haben???

    Abschließend steht für mich fest, dass es längst an der Zeit ist und war diesen Vorgehensweisen Einhalt zu gebieten und die hierfür Verantwortlichen zur Rechnung zu ziehen. Die Art und Weise mag natürlich etwas schäbig sein.
    Nach der Beendinung des Schritt 4 zur Reform III hoffe ich persönlich ab dem 01.08.2012 auf einen „Neuanfang“ zum Wohle der Bundespolizei. Den ein Großteil der zurückliegenden 4 Jahre waren verlorene Jahre.

  46. @Michael Boos 29. Juli 2012

    du bringst es auf den Punkt.

    Eine Lösung wäre eine komplette Strukturreform der inneren Sicherheit.

    Für die Bundespolizei und Zoll heißt dass Doppelungen vermeiden und Abgabe der Aufgabe Bahn an die Länder.
    Dadurch kann die Folge nur sein, dass das gesamte Konzept der inneren Sicherheit neu geordnet wird – oder der Bund hat ca. 20.000 Beamte zu viel.

    Vielleicht muss sich der Bund auf „Länderübergreifend“ und das Land auf örtlich fixieren.
    Um die Flughäfen nicht den Ländern auf das Auge zu drücken, könnte eine Flughafen Polizei geschaffen werden oder die Kostenübernahme des Bundes für Flughafen und Schleierfahndung und die Aufgaben dem Land zu weisen.
    Bei Schaffung eine BundesPolizeiRahmenGesetzes.

    Diese Reform ist nur mit Grundgesetzänderungen möglich.

  47. Herzlichen Glückwunsch BMI! Dafür, dass ihr es geschafft habt, bei den Bundespolizisten auch noch den letzten Funken Respekt gegenüber dem BMI kaputt zu machen – habt ihr schnell hinbekommen! Erst Rufmord und dann verdientes Personal auf eine nur noch widerliche Art und Weise schassen!
    Der Grundsatz aus der Natur scheint auch beim Raubtier Mensch zu stimmen: Ein angeschossenes Tier ist gefährlicher, als ein gesundes!

    Das angeschossene Raubtier Friedrich, der noch immer keine politische Verantwortung für die Vertuschungsaktion/en beim BfV iZm. der Aktenvernichtung zum NSU übernehmen will, beißt jetzt wie wild um sich!
    Schlimm genug, dass das BfV eine Woche nach dem Bekanntwerden der rechtsextremen Terrorzelle NSU auf eigene Kappe Akten geschreddert und den eigenen Behördenleiter belogen hat – was an sich schon unglaublich ist – nein, das BMI schafft es, da noch einen drauf zu setzen! Indem es Wochen später dem BfV weitere Schredderaktionen anordnet!!! Das wirft doch ein ganz anderes Licht auf die erste Schredderaktion… Das war Ende 2011/Anfang 2012 – die politische Verantwortung dafür trägt Herr Friedrich und darüber hinaus sein Sicherheitsstaatssektretär Fritsche (der war BfV Vize von 1996-2005; der NSU hat sich ab 1998 bis zur Entdeckung im Nov. 2011 in den Untergrund abgesetzt)!
    Sowas wird dem Bundestagsuntersuchungsausschuss zum NSU aus dem BMI vorgelegt und es wird alles mit Routine und überlasteten Schreddergeräten erklärt. Und nachdem alles vernichtet wurde, heisst es auf einmal, dass die vernichteten Daten nix mit dem NSU zu tun hatten – sowas soll man ernsthaft glauben? Darüber regt sich komischerweise kaum einer auf. Für mich ist das ein vorsätzliches Vernichten von potenziellen Beweismitteln (evtl. §§ 258, 274 StGB einschlägig??)! Es wird Zeit, dass sich der Staatsanwalt mit dem Saustall im BMI beschäftigt.

    Anscheinend kann man in Deutschland vollkommen ungestraft einen Bundestagsuntersuchungsausschuss anlügen, aber wehe man passt nicht (mehr) ins Konzept – schwups bist du weg! Vorher den Menschen hinter dem Amt fertigmachen und dann rausschmeissen. Aber so, dass der Dreck an dem Geschassten hängen bleibt.

    BKA P Ziercke hat in der Vergangenheit insbesondere beim Thema „Werthebachkommission“ von Anfang an und noch viel deutlicher als das BMI es Seeger jetzt vorwirft, Stellung dagegen bezogen und klare Kante pro BKA gezeigt. Von mangelnder Loyalität gegenüber dem BMI war da komischerweise nie die Rede.

    Die Gründe, die man zur Ablösung Seegers jetzt in den Medien lesen kann, sind doch überwiegend alte Geschichten oder irgendein vorgeschobener Mist, der leicht zu überprüfen ist. Weißrussland, das ist ja lachhaft! Zumal das BMI mit Sicherheit vor diesen Kontakten eine Genehmigung an Herrn Seeger erteilt hat!
    Die Probleme der BPOL sind allgemein bekannt. Zu wenig Personal und Geld, dafür immer mehr Aufgaben – das führt dazu, dass man eine zu kleine und darüber hinaus noch löchrige Decke hat, mit der der P uns alle zudecken soll. Sowas kann natürlich nicht klappen. Besonders, wenn man die weiteren Rahmenbedingungen und Sachzwänge denen Herr Seeger unterliegt mit berücksichtigt. Von daher gebührt ihm in allerhöchstem Maß Respekt dafür, dass er den Mut hatte, entgegen der Angaben aus dem BMI, dem Haushaltsausschuss die Wahrheit über die Zahlen zu sagen! Sicherheit zu produzieren kostet nun mal Geld. Auch wenn ganz bestimmt noch immer genug Geld für Unsinn verplempert wird…
    Ausgerechnet einem P Seeger mangelnde Loyalität vorzuwerfen, ist eine Frechheit. Er ist in den letzten Jahren immer wieder in die Dienststellen vor Ort gereist, um sich ein Bild von den Sorgen und Nöten zu machen und hat immer die Notwendigkeit dieser Reform versucht transparent zu machen. Und vom BMI darf er sich öffentlich angreifen und seinen Ruf beschmutzen lassen, ohne dass sein Dienstherr ihm gegenüber loyal ist! Wenn das BMI sowas nur als Einbahnstraße in Richtung BMI versteht, kann ich keinen Respekt mehr vor denen haben.
    Was waren das doch im letzten Sommer für schöne Bilder von der 60-Jahr Feier… Was wurde da alles gelobhudelt, der Minister hat sich da angeschlossen! Und nicht ganz ein Jahr später ist das, was P Seeger macht, auf einmal alles falsch? Wenn man glaubt, dass Interna aus der BPOL an die Presse gegangen sind, verkennt man, dass vertrauliche Infos aus dem BKA und dem BfV regelmäßig an die Medien gelangen. Soll das auch alles aus diesen Häusern weitergegeben werden? Wo läuft denn alles zusammen? Wo sind die Medien wohl häufiger – im BMI oder in den einzelnen Behörden? Ich tippe mal auf BMI…

    Jetzt, wo man dem Innenminister wider Willen anderweitig politisch angreift, meint der Führungsstärke beweisen zu müssen, indem er den bei den Mitarbeitern hoch geschätzten Präsidenten Seeger abservieren will. Gerade bei der BPOL, die immer loyal zum BMI stand.
    Herr Friedrich könnte an Format gewinnen, wenn er selbst die politische Verantwortung für den Schredderskandal im NSU-Terror übernimmt und seinerseits sein Amt zur Verfügung stellt. Fritsche kann er dabei gleich mitnehmen. Hammerl sollte er auch mitnehmen, das wäre für einen Neuanfang besser.

    Traurig, dass Offenheit, Ehrlichkeit und Klartext, auch wenn´s mal wehtut – könnte man auch beamtenrechtl. Pflicht zur Remonstration nennen, offenbar nicht mehr gewollt sind!
    Gewollt sind Abnicker, Ja-sager und Personen, die keine Kritik üben und alles, was von oben kommt vorbehaltlos durchpeitschen. Wenn das die Kriterien sind, kann man auch 3 Pappkameraden anstelle einer neuen Führung da installieren, die kosten nix und machen, was gewollt ist! Das ist keine Führungsstärke des Ministers, sondern Führungsschwäche!

    Hoffentlich besorgt der NSU Untersuchungsausschuss den Abgang dieses politisch unsensiblen Ministers und des Staatssekretärs – falls nicht, muss das der Wähler im nächsten Jahr erledigen!

  48. Nach dem Motto „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ ist hier der BMI mit der Führungsspitze umgegangen. Es wird anscheinend blinder Gehorsam erwartet. (…editiert…) Ja, so hätte man es gerne gesehen. Traurig!

    Es kommt mir so vor, dass dieses „Führungsprinzip“ sich immer mehr bei der BPOL durchsetzt. Man kann das auch auf die kleinen Dienststellen übertragen. Die wenigsten Führungskräfte in Spitzenpositionen wollen etwas von Problemen hören und schon gar keine Kritik. Und da einige (oder auch viele) unterstellte Führungskräfte das wissen und Konsequenzen fürchten, werden Probleme gar nicht angesprochen. Stattdessen werden diese Probleme totgeschwiegen oder Zahlen frisiert. Ich sehen das ja auch bei meiner Dienststelle. Immer schön dem Vorgesetzten und insbesondere dem BPOLP melden, dass alles in bester Ordnung ist. Naja, wem kann man’s verdenken, wenn nicht einmal der Präsident bei einem so wichtigen Thema wie der Reform seine Meinung kundtun darf. Und Seeger war soweit mir bekannt ist, ja kein Revoluzzer.

    Am besten es wird wieder der alte Bundesgrenzschutz eingeführt, mit seinem militärischem Drill. Befehl erhalten, Befehl ausgeführt. Punkt! Welch‘ eine moderne Polizei wir doch sind!

  49. Die Hilflosigkeit des Innenministers im Bereich der Inneren Sicherheit ist bezeichnend und setzt sich fort.

    BMI Friedrich hat schlechte Berater. Nirgendwo ist erkennbar, wohin BMI Friedrich und die „BMI-Führung“ die Bundespolizei hinführt.

    Diejenigen, die für den „schlechten Zustand der Bundespolizei“ im Bundesinnenministerium verantwortlich sind, bleiben weiterhin für den „inneren Zustand“ in der Bundespolizei verschont.

    Die falschen müssen leider gehen.

    Die nächste Reform steht den fast 40.000 Beschäftigten vor der Tür.

    rv

  50. ich habe aufgrund der Berichterstattung der letzten Wochen nur auf solch eine Personalmaßnahme gewartet. Es wird mit aller Gewalt versucht die nicht CDU/CSU nahen Behördenleiter systematisch auszutauschen. Schlimm ist hier nur die Art und Weise. Teilweise schon etwas defamierend und unverschämt. Nicht das ich alle Entscheidungen von Herrn Seeger für gut empfinde, aber das gehört sich einfach nicht. Hier wird mit aller Gewalt versucht die Reform bzw. der Zusammenschluss von BKA/BPOL zu durchzuboxen. Jetzt bekommen wir noch mehr Bürokraten aus dem BMI vor die Nase gesetzt, welche sich in keinster Form mit der BPOL identifizieren. Traurig, was aus aus dieser Behörde gemacht wird.
    Herrn Seeger kann man nur Danke sagen und hoffen, dass er sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzt.

  51. @Südwestler

    Wer wollte denn die Reform III in ihrer jetzigen Form? Das war doch nicht Herr Seeger! Das war genau derjenige, der uns jetzt die Kohle wegnehmen will und sie dafür (VERTRAGSWIDRIG!!!) Pleitestaaten und Pleitebanken, die ja so systemrelevant sind, hinterherschmeißt!

    Es ist unfaßbar! Wer soll solchen Leten noch loyal gegenüber sein, zumal die Loyalität mit JA-Sagen oder auch Ar…kriechen verwechseln?

  52. Ich verstehe nicht, dass alle so überrascht sind. Dieser Führungstil ist mittlerweile seit wenigstens 10 Jahren in der Bundespolizei Standard. Welcher mD oder gDler darf denn noch auf Karriere hoffen, wenn er seine Arbeit zwar macht, aber im Zweifelsfall seinem Chef nicht in den A…. kriecht.
    Im Zweifel wurden diese Kräfte bei der reform III einfach auf andere Posten gesetzt.
    Vergesst bitte auch nicht die Entlassung der gesamten Führungsspitze des BPOLP Süd vor einigen Jahren. Letzlich genauso stillos und damit nichts Neues

  53. Zwei Dinge aus Sicht eines PvB hD; P Seeger war und ist stets verlässlich, sowohl gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Bundespolizei, egal welche Position oder Status derjenige hat. Festzustellen ist vielmehr, dass es insbesondere dem BMI nicht gelunen ist, die (Führungs)Mannschaft der Bundespolizei zu gewinnen, das setzt aber voraus, dass man auch führen kann. Führen lernst man allerdings nicht auf Universitäten oder Parteitagen, Politiker ist der einzige Beruf, für den man keine Ausbildung braucht.

    Ob durch den jetzt offensichtlichen Personalwechsel alles besser wird, wird sich noch zu zeigen haben, sicher ist, es wird alles anders.

    Insbesondere Herrn Seeger wünsche ich stabile Gesundheit und einen würdevolleren Ruhestand als jetzt diesen unwürdigen Abschied.

  54. Ein, wie ich finde, sehr guter Kommentar von Susanne Höll bei süddeutsche.de:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/hans-peter-friedrich-und-die-bundespolizei-fahrlaessige-gleichgueltigkeit-der-politik-1.1425759

  55. Recht hat er:
    “ … Der SPD-Innenpolitiker Michael Hartmann sagt dem Tagesspiegel, Seeger sei „zerrieben worden zwischen einer seit Jahren gedemütigten Truppe und dem Ministerium, das blinde Gefolgschaft erwartete“. Es brauche endlich einen Minister, der „mal wieder Wertschätzung“ für die Bundespolizei aufbringe. Stattdessen beschreibt er Friedrich als „hilflos“. …“
    Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/bundespolizei-chef-entlassen-kritik-an-friedrichs-fuehrungsstil-waechst/6935768.html

  56. „Somebody, that i used to know“ singt gotye und beschreibt damit, was in Kürze für Matthias Seeger gilt: „Jemand, den wir mal gekannt haben!“

    Sein Amt hat er mit dem Beginn der Reform III angetreten. Einem komplexen Katalog von Stellenabbau und –Verschiebung im Zuge der Europäischen Einigung und Osterweiterung. Diese Erweiterung der EU kam zum 01.01.2005, wurde folgerichtig von der Regierung Schröder/Fischer unterschieben. Dass in den EU-Beiträgen nicht nur der Beitritt zur Währungsunion, sondern auch zum Schengener Abkommen zwingend vorgesehen ist sollte jeder wissen, der sich auch nur ein Funken für Politik interessiert. So sollte auch jeder in der Lage sein sich auszurechnen, dass die Grenze zu Polen und der Tschechischen Republik eines Tages fällt und eine weitere Personalverschiebung von den Ostgrenzen weg erforderlich macht. Das dieses den Kollegen vor Ort, die dort Haus, Hof, Familie etc. haben und evtl. nur noch einige wenige Jahre bis zur Pensionierung hin sind, nicht gefällt ist verständlich. Das man sicher das Eine oder Andere im Detail hätte besser oder anders machen können, sei mal dahingestellt…

    In einer solch komplexen Personal- und Stellenmaßnahme kann man nicht einfach mal in X eine Anzahl von Y neuer Stellen oder Z neuer Aufgaben schaffen. Es ist nur richtig, erst Mal das Eine zum Abschluss zu bringen und dann erst das Nächste anzufangen. Macht man doch etwas dazwischen, so sind zusätzliche Klagen von Mitarbeitern gewiss, wie man der Geschichte der Reformen durchaus entnehmen kann…

    Im Übrigen: Die Reform II hat 1998 begonnen und war 2005 im Wesentlichen abgeschlossen, hat also 7 Jahre gedauert. Die Reform III dauerte von 2008 bis 2012, also nur vier Jahre. Das ist – wenn man von einigen inhaltlichen Fehlern und vor genannten sozialen Aspekten absieht – durchaus ein Erfolg.

    Nun, wo die Reform abgeschlossen ist und die einzelnen Dienststellen endlich wieder befugt sind, ihre personelle Bewirtschaftung selbst nach ihren Bedürfnissen gestalten zu dürfen und der oberste Bundespolizist endlich die Schublade hätte öffnen und – ohne eine Klagewelle zu provozieren – seine in vier Jahren gereiften Konzepte hätte auspacken und die Bundespolizei fortentwickeln können, wird er geschasst.

    Das man dabei nicht von einer sauberen Enthauptung sprechen kann, bei der man einen sauberen Schnitt macht, sondern eher einer blutrünstigen Hinrichtung mit Brandmarken, Verstümmeln und Vierteilen, steht außer Frage. Medial wird dieser hässliche Schandfleck sicher von vielen strahlenden Medaillen der XXX. Olympischen Spiele überstrahlt…

    Wenn man sich die Gründe anschaut, so kann man deutlich erkennen, dass sie vorgeschobener Natur sind. Es soll Saunabesuche mit Weißrussen gegeben haben… Also bitte. Es ist durchaus bekannt, dass Saunabesuche von russischen Geschäftsleuten und Politikern gerne genutzt werden, um sich zu beraten oder gar Entscheidungen zu treffen. Wenn es also solche gegeben hat, dann nennt man so etwas interkulturelle Kompetenz Herr Minister. Kompetenz, die viele Bundespolizisten tagein tagaus im Ausland an den Tag legen und die dort auch zwingend erwartet wird. Kompetenz, die sie bei der Personalführung und dem Umgang mit ihrem Personal vermissen lassen Herr Minister.

    Es kommt als einziger Grund als persönliche Differenzen in Frage. Und weil sie nicht in der Lage sind, ihre persönlichen Differenzen in einem Streitgespräch hinter verschlossenen Türen beizulegen, darf der deutsche Steuerzahler für ihre Machtdemonstration und ihr Imponiergehabe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch noch eine ganze Stange Geld berappen… Weltklasse Herr Minister…

    Aber: Wenn sich der Herr Minister schon zu öffentlicher Kakophonie hinreißen lässt, können wir davon ausgehen, dass sich das Personalkarussell schon längst ausgedreht hat. Was passiert ist also so sicher, wie dem 31.07. der 01.08. folgt…
    Mit Gruß
    Kugelblitz

    P.S.
    Hallo Herr Romann,
    bitte erwarten Sie von uns nach diesem Terror keinen herzlichen Empfang. Aber sie als Experte haben dafür sicherlich vollstes Verständnis…

  57. @ Die Fußnote

    Danke für den wirklich guten link zur Sz ! Gut geschrieben von Susanne Höll.

    Nun erfährt die Bundespolizei DIE Öffentlichkeit, die sich hier viele schon seit langem wünschen. Leider zu einem hohen Preis.

    Man braucht nur „Bundespolizei“ oder „Matthias Seeger“ zu googeln und erfährt seitens der Presse die entsprechenden Empörungsberichte.

    Nicht jedes Printmedium (allen voran das Hetzblatt Nummer 1) hat die Hetze gegen Seeger als Faktum dargestellt. Verantwortungsvolle Journalisten schreiben auch entsprechend verantwortungsvoll.

    Friedrich hätte noch bis zur Wahl im nächsten Jahr einfach das machen sollen was er bisher als BMI getan hat, nämlich einfach die Klappe halten.

    Nach der Wahl ist er doch selber nur noch als Wandportrait im BMI vertreten. Schwarz-Gelb wird dann aufgrund der mangelnden Akzeptanz der FDP in der Wählerschaft aller Voraussicht nach eh keine Chance mehr haben. Dann wird die „Traumehe“ wieder geschieden.

    Dieser Vorgang zeigt mal wieder dass Politik ein schmutziges Geschäft ist.

    Hier noch ein weiterer Link:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundespolizei-es-rollen-einfach-koepfe-11836104.html

    Zitat aus der Faz:
    „“Während Bundestagsabgeordnete von Union und FDP die neue Personalentscheidung befürworteten, kam von der SPD ungewöhnlich heftige Kritik an der Entlassung Seegers. „Es rollen einfach Köpfe“, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann. Für den Kahlschlag bei der Bundespolizei fehle es an jeglicher Begründung. Friedrich habe auch nicht „die seit langem dringend erforderliche Aufgabenkritik der Bundespolizei vorgenommen“. Während die für den „schlechten Zustand der Bundespolizei“ im Innenministerium Verantwortlichen verschont blieben, würden diejenigen, die auf Defizite hinwiesen, „einfach geschasst“. Hartmann fügte an: „Die Hilflosigkeit des Innenministers bei der inneren Sicherheit setzt sich jetzt fort.“

    Michael Hartmann gab heute in der Tagesschau bereits ein entsprechendes Interview.
    Man sollte zu diesem Thema „Seeger“ und „innerer Zustand“ in der Bundespolizei auch im Bundestag mindestens in Form einer aktuellen Stunde debattieren. Dann müßte sich auch der amtierende, ewig nichts sagende BMI zur Sache äußern und dieses schäbige Vorgehen erklären.

    Die TAZ bezeichnet den „Neuen“, Dieter Romann übrigens als „einen bulligen und mitunter auch aufbrausenden Beamten aus dem Bundesinnenministerium.“

    Genau so einen brauchen wir jetzt. Jemanden der seine jungen Räte und Oberräte in die richtige Spur schreit.

    Herr Seeger, ich wünsche Ihnen und uns allen, dass dieses unsägliche Unterfangen noch in letzter Minute gestoppt wird.
    Die Empörung in der Presse ist jedenfalls sehr deutlich. Auch in den entsprechenden Foren zu den Pressemitteilungen machen die dortigen Kommentatoren ihren Unmut über den Umgang mit Seeger deutlich.

    Man nimmt uns einen Praktiker, der in all seinen bisherigen Führungspositionen bei der Mehrheit der Mitarbeiter beliebt und respektiert war, und weist uns einen offensichtlichen Schreihals und einen Haushälter zu.

    Auch hier im GdP Forum kam Seeger nicht imer gut weg. Teilweise unter der Gürtellinie liegende Äußerungen waren hier vertreten.

    Nun freue ich mich aber um so mehr, dass so viele Polizisten hier ihren Präsidenten in Schutz nehmen. Das zeugt von Feingefühl, wenn es wirklich unverschämt und ehrlos zugeht und „einer von uns“ so schäbig von einigen charakterlosen Gestalten durch den Dreck gezogen wird.

    Auch Herr Seeger hat es verdient, dass „Klartext“ gesprochen wird.

    Mein Gott, wann kommen wir endlich wieder zur Ruhe ? Jetzt geht der ganze Scheiss (ich habe keinen Bock mehr auf freundliches editieren, denn ich meine Scheiss und nicht Mist) mit den Zukunftsängsten zigtausender Mitarbeiter wegen einer erneuten Reform wieder von vorne los……………

    @ PvB hD 29. Juli 2012

    Führen lernt man aber auch nicht unbedingt in Lübeck. Das ist in erster Linie eine Frage von Erziehung und Charakter.
    Wollte ich nur mal anmerken. Ansonsten volle Zustimmung !!!

  58. @Gast (47.):
    perfekter beitrag und volle zustimmung. du hast meine grundlegenden gedanken in beitrag 13. genauso ausformuliert wie ich dachte. habe mir aber dazu nicht die zeit genommen. danke dafür!

    gruß

  59. Danke Herr Seeger für ihren Dienst. Ihnen weiterhin alles Gute….

    Aber: SO, genau SO ist der Umgang mit den Mitarbeitern in dieser Behörde. Hinten rum und mit wenig bis keinem Anstand. Einwände werden überhört und ignoriert. Studien? Was sind Studien? Wir verordnen gute Laune und Frohsinn bei der Bundespolizei. Ja, wir ordnen es einfach an. Das ging schon beim BGS gut.
    Wir kennen es kaum anders. Die Wurzel des Übels scheint hierbei nicht unbedingt in der Führungsebene der Bundespolizei zu liegen.
    Aber: Die BGS Zeiten mit fast blindem Gehorsam sind lange vorbei. Wir haben mitdenkende Mitarbeiter und eine gute gewerkschaftliche Vertretung. S o einfach macht man uns nichts mehr vor!!

    Sammelt schon mal Spritgutscheine für die Dienstfahrzeuge. Jetzt könnte es sein das jemand die Sparvorhaben gutheisst und sie umsetzt. Ohne Rücksicht auf Verluste.

    Angst? Nein Angst habe ich nicht. Bald sind Wahlen.

    Und auf die erste Seite bei einen grossen sozialen Netzwerk warte ich auch schon:
    SEEGER FOR PRESIDENT! oder so ähnlich

  60. Ps:

    Auch dieses sollte man hier im GdP Forum einmal erwähnen:

    Die DPolG empört sich ebenso über den Umgang mit Matthias Seeger. An dieser Stelle sollten alle bisherigen und aktuellen Unterschiede zwischen den Polizeigewerkschaften einmal außen vor gelassen werden.

    http://www.dpolg-bundespolizei.de/waktuell/032af5a09e101c201.html

  61. Also man(n) weiß ja bald nicht mehr, welche Partei man wählen soll!
    Herr Seeger, genießen Sie den Ruhestand!

    Bezüglich der hier und da auftauchenden Reformgerüchte/ forderungen…

    Sollte es eine Zeitnahe Neurefornmierung geben, …also wie soll ich das sagen… gehen bestimmt 5000 Beamte/ Angestellte zum Arzt.

    Nicht fair dem Dienstherrn/ BMI gegenüber?

    Jeep, die Sache mit dem in den Wald hineinrufen und so….
    Ich habe keine Kraft/ Nerv und Lust mehr!!!

  62. @regierungseigentum: auch volle Zustimmung, in Lübeck werden allenfalls theoretische Grundlagen gelegt, aber alles andere erwirbt man(n) sich durch Persönlichkeit und Kompetenz auch und gerade in vielen Einsätzen, das alles hat(e) Seeger!!

  63. Einmal kurz inne halten und keine Wuttexte schreiben……..Gucken wir uns doch mal die „neuen“ Führungskräfte an…..
    Zum einen kommt ein Terrorrismusexperte als oberster Bundespolizist ans Ruder,dieser wird sicherlich alles daran setzen eine Straffung und Neuordnung der Sicherheitsbehörden in Deutschland voranzutreiben…..FUSION…..mehr braucht man nicht sagen.
    Als zweiter Mann in der Spitze kommt dann der ehemalige INSPEKTEUR der BePo der Länder,der mit Sicherheit in seinem Bereich schon vieles vorbereiten und vorallem überzeugen konnte. Auch hier sind viele Fusionen möglich….. :-)
    Und als dritter im Bunde kommt der Herr über die Finanzen,der wichtigste überhaupt,hat er doch in der Vergangenheit die Gelder verwaltet die den Ländern vom Bund zur Verfügung gestellt wurden um Ihre Sicherheitsarchitektur am Laufen zu halten.
    Berlin hat schon eine erste Warnung vom IM bekommen, der Vertrag wird zwar erfüllt,ist aber für die Zukunft nicht mehr bedingungslos.
    Will sagen,der BPOL und auch den Ländern wird ein Menü serviert was gefr. werden muß,ob man will oder nicht.
    Vieleicht waren die drei Entlassenen gegen zu vieles,jetzt sind auf jedenfall die Karten neu gemischt worden und das BMI hält alle Trümpfe in der Hand. Die Spielfiguren jedenfalls wurden in Stellung gebracht.

  64. Off Topic

    @ Ostblut

    Hallo Chris ! Hoffe es geht Dir gut. Melde Dich mal !!

    LG Olli

  65. meine meinung, tage des verrates!

    und die neue zeit wird heranbrechen, da werden alle mitarbeiter unsere organisation nicht nur gänsehaut bekommen…

    herr seeger, ich als ma spreche für sie ein stilles gebet und hoffe auf eine gerechte lösung.

  66. Der nächste Chef sollte gleich mit weisser Uniform und Phantasieorden ausgestattet werden !Wenn Bananenrepublik, dann richtig !!!

  67. KfS? Leit(d)bild?? Ja, so in etwa habe ich mir Umgang mit MA immer vorgestellt…

    Verantwortung? Diejenigen, die die Misere verantwortlich herbeigeführt haben tun so, als ob sie das nichts angeht. Kein eigentliches Problem ist gelöst oder irgendwie der Lösung nahe. Natürlich hat im BMI niemand auch nur ansatzweise damit zu tun. Völlig absurd der Gedanke…

    Jedem sollte klar sein, die Reform 4 naht. Und damit neue Zumutungen. Schließlich ist nach der Reform vor der Reform. Das vor Reformabschluß in hiesigen drei Bundesländern nicht mal 50% der Führungskräfte das tun, was sie eigentlich tun sollten, spielt keine Rolle. Das war ein Erfolg sagt man. Jetzt geht es darum, aus einer im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten doch erfolgreichen, skandallosen und trotz aller Widrigkeiten anerkannten Polizeitruppe schlicht Hilfsarbeiter zu machen. Oder Opfer der Befindlichkeiten zwischen Bund und Ländern. Je nach Ausgang der Wahl 2013.

    Was hier passiert ist eine Frechheit sondersgleichen. Ich wünsche Hernn Seeger alles Gute, Gesundheit und vor allem Gelassenheit. Er hat getan, was im Rahmen seiner Möglichkeiten zu tun war.

  68. Ich finde es einfach unfair, dass hier schon vor Dienstantritt Feindbilder aufgebaut und Verschwörungstheorien verbreitet werden. Vermutlich von Leuten, die keinen der „Neuen“ überhaupt kennen.
    Ich kenne sowohl Dr. Romann als auch Jürgen Schubert seit längerem. Beide haben ein hohes Fachwissen und was sie nicht wissen, eignen sie sich mit Sicherheit in kurzer Zeit an. Da beide nicht dazu neigen, in eingefahrenen Bahnen zu denken meine ich, dass es es gut ist, mal Leute die nicht aus der BPOL kommen solche Positionen besetzen zu lassen. Frischer Wind schadet nicht.

  69. Natürlich wird durch den Wechsel der Führungsspitze des BPOLP kein Problem gelöst!

    (1) gibt es im BMI immer noch eine Abteilung B, die „ministerielle“ Aufgaben wahrnimmt und die dortige Führungsspitze wird nicht abgelöst. Obwohl sie die heutige Situation der BPOL nicht verhindern konnte. Eine solche Doppelspitze kann nicht funktionieren.

    (2) Sind alle genannten Probleme systembedingt. Alle Probleme entstanden durch das System Bundespolizei. Deshalb schleppen wir die Probleme oft jahrzehntelang mit uns herum. So lange die Bundespolizei existiert, werden auch ihre Probleme existieren. Daran kann auch eine neue Führungsspitze im BPOL nichts ändern.

    Die Vorschläge der Werthebach-Kommission waren doch nicht so schlecht, wie oft behauptet wird.

  70. Anzeige der SZ.
    „Die Stimmung unter den 40.000 Beamten ist ebenso miserabel wie das Ansehen der Behörde in den Augen mancher vergleichsweise privilegierter Kollegen des Bundeskriminalamts oder der Länderpolizeien.“

    Man kann sich in unserer Behörde sowohl im In- als auch im Ausland den A…. aufreissen für unseren Staat und man kommt immer wieder zum gleichen Ergebnis: keine Lobby, egal ob bei Politik oder Gesellschaft.
    Seit Jahren wird seitens der Politik völlig planlos nach neuen Aufgaben für die BuPo gesucht, ohne sich Gedanken über Personal bzw. Ausstattung zu machen. Vielleicht wäre der Gedanke, Landes- und Bundespolizei zu einer Polizei zu vereinen, nicht der Schlechteste.

  71. Guter Kommentar von rp online (so sieht man uns inzwischen):

    http://nachrichten.rp-online.de/politik/der-polizeichef-und-der-minister-1.2928909

    … und Schuld hat nur der Minister (und seine Staatssekretäre) …

  72. Jetzt geht es an´s eingemachte … !

    Die Spatzen pfeifen es von den Dächern.

    Die Mängelliste:

    Eine neue Reform soll glatt ziehen, was bisher nicht funktionierte.

    Die regionalen Präsidien haben sich nicht bewährt.

    Es fehlen mehrere 1000 Beamte auf der Straße.

    Die Ballungsgebiete sind schonungslos unterbesetzt.

    An der gesamten Westgrenze fehlen hunderte Beamte.

    Der demographische Wandel sorgt für noch größere Lücken, dass sogar schon voll ausgebildete junge Beamte lieber kündigen, als beispielsweise in Frankfurt/Main zu bleiben.

    Schlechte Bezahlung.

    Bescheidene Ausrüstung.

    Noch schlechtere Dienststellen (Liegenschaften).

    Vielen Dank Herr Minister (Schäuble, De Maiziere und Friedrich). Ihr habt den Karren in den Dreck gefahren, nicht unsere Polizeiführung in Potsdam.

  73. Traurig ! Jetzt hat man gelernte Polizeibeamte die den Mut hatten Nein zu sagen abgesetzt und gegen linientreue Vasallen aus der Politik ersetzt.

  74. Der jetzt auch nach Außen getragene und vor allem laufbahnunabhängige Umgang mit Mitarbeitern der Bundespolizei ist nicht aktzeptabel. Wer hier für was und vor allem wie zur Verantwortung gezogen werden soll (oder zu ziehen ist), ist eigentlich egal. Vielmehr wird dem geneigten Bürger unweigerlich vor Augen geführt, dass der seit Jahren beklagte Werteverfall in unserer Republik auch vor Sicherheitsbehörden nicht halt macht.

    Die Reputation einer bis dato nach Außen doch recht erfolgreich scheinenden Polizei geht hiermit nicht nur innenpolitisch den Bach runter. Schade…

  75. Ab jetzt kommen nur noch ferngesteuerte Roboter aus dem BMI. Schade, das Herr Seeger gehen muß !

  76. @ first

    Wer pfeift das denn so?

    Ich meine, bei dieser Behörde ist alles möglich. Aber eins ist fakt. Noch so ne Reform halten die meisten Kollegen nicht aus.

    Welche regionalen Präsidien meinst Du?

  77. Zum Teil sehr emotional aufgeladene Beiträge, die ich hier im Forum lese. Kann ich nachvollziehen, denn unser Behördenleiter Herr Seeger ist (war) nach meiner Meinung immer ein guter Präsident gewesen und hatte stets ein offenes Ohr für die Probleme seiner Mitarbeiter/innen.
    Wir können uns drehen und winden wie wir wollen, aber die Bundespolizei war schon zu BGS-Zeiten ein Spielball der politischen Entscheidungsträger gewesen, sie ist es heute noch und in Zukunft wird es auch nicht besser aussehen. Daran werden wir sicherlich nichts ändern können. Und in ein paar Wochen redet niemand mehr von der unwürdigen Art und Weise, wie man mit der Führungsriege der Bundespolizei umgegangen ist. So sind die Menschen in unserer schnelllebigen Zeit nun mal.

    Wir sollten nicht gleich den Stab über das neue Führungstrio brechen, denn jeder hat eine Chance verdient. Wer von uns hätte es für möglich gehalten, dass der ehemalige Grünen-Politiker und jetzt SPD-Abgeordnete Otto Schily unser sicherlich bester BMI war. Ich jedenfalls nicht und ich war doch sehr positiv überrascht! Also warten wir die kommenden Monate ab und bewerten die Sache dann aufs Neue!!!

  78. Vorweg: Es fällt mir schwer angesichts dessen, was da am Wochenende abgelaufen ist, sachlich zu bleiben!

    Das Primat der Politik bestimmt, wann ein politischer Beamter entlassen wird.
    Das Primat der Politik bestimmt auch, in welcher Weise das stattfindet. Im vorliegenden Fall, hat sich für meine Begriffe deutlich herausgestellt, dass die Leitung des BMI in der gezeigten Vorgehensweise nicht professionell reagiert hat.

    Am Freitag wird der „Rausschmiss“ der Führungsriege der Bundespolizei – wie es die Presse berichtet – „aus Kreisen der Regierungsparteien“ in die Öffentlichkeit gebracht. Da die Entscheidung beim Innenminister persönlich liegt, gibt es also zwischen BMI und CDU/CSU und FDP ein Informationsleck. Darin liegt der gleiche Vorwurf, der in der Presse der Leitung des Bundespolizeipräsidiums durch das BMI gemacht wird und über den der Herr Staatssekretär Fritsche auf der Führungskräftetagung der Bundespolizei ausdrücklich Ausführungen (lt Redemanuskript) vorgetragen hat.

    Der Herr Minister schweigt und lässt mitteilen, dass er am Montag Herrn Seeger am Montag entlassen und die beiden Vertreter ablösen wird.
    Ich kann angesichts des menschlichen Schadens für die Betroffenen, des eingetretenen Gesichtsverlustes und der Art des Umganges mit den Menschen, um die es sich nebenbei auch handelt, nur hoffen, dass der Minister Friedrich einige Sachverhalte in der Öffentlichkeit klar stellt. Denn die in der Presse dargestellten Gründe sind ja mehr als an den Haaren herbeigezogen.
    Und genau das muss der Minister – wenn er schon die Entlassung ausspricht – deutlich machen, sonst ist der eingetretene Schaden und damit eine innere Verunsicherung in der Bundespolizei, nicht mehr umzukehren.

    Lässt er weiterhin zu, dass Spekulationen, angefangen bei Hansa Stavanger, Kontakte zu Weissrussland, Saunabesuche (eine im übrigen ganz schmutzige Aktion, weil damit ein bestimmter Zweck erreicht werden soll, oder sind Saunabesuche etwa verwerflich?) oder Haushaltsmittelauseinandersetzungen als Gründe im Raume stehen, so beteiligt sich der Minister persönlich an der Demontage eines in der Bundespolizei anerkannten Menschen, denn Herr Seeger stellt den Kopf der Organisation dar.
    Schweigt der Minster weiterhin, wie bereits vor Wochen, als die ersten Gerüchte in der Bild standen, dann ist er auch in den Kreis derer einzurechnen, die das Ansehen derjenigen beschädigen, die aus einer verkorksten (politisch durch Herrn Minister Schäuble verantworteten) Neuorganisation angesichts der zur Verfügung gestellten Mittel versucht haben, das Beste zu machen.

    Der Herr Minster müsste dann auch erklären, wie denn die Bundespolizei aus den Schwierigkeiten in denen sie steckt wieder auf Kurs gebracht werden soll? Ohne Finanzmittel sehe ich da schwarz, denn das ist genau der Zwist, der seit Monaten das Verhältnis des BMI zur Bundespolizei geprägt hat.

    Auf das Konzept, welches der Minister den Bundespolizisten, Verwaltungsbeamten und Tarifbeschäftigten, vortragen muss, darf man gespannt sein.
    Mit dem Austausch von Menschen ist noch längst nicht alles wieder in Ordnung!

  79. Das Medienecho ist groß und der Innenminister steht sehr in der Kritik. Hier die gesammelten Kommentare von Zeitungen und Onlinediensten:
    http://www.gdp-bpolak.de/gdp-mit-fuhrungskraftewechsel-sind-die-probleme-der-bundespolizei-nicht-gelost/2012/07/28/#Presse

  80. Zur Erinnerung: Der künftige P ist der Sohn vom alten Romann. Der alte Romann war in den 70er Jahren Direktor der Grenzschutzdirektion (damals noch mit nachgeordnetem Bereich = GSE). Wenn sich Sohnemann vom Papa bisschen was abgeguckt hat, kann es vielleicht noch was werden…..

    Lieber Herr Seeger,
    Ruhestand ist was Tolles!!! Sie werden nichts vermissen…..

  81. Kollegen, es geht wie immer nicht um Gerechtigkeit.

    Loyalität wird nicht verlangt sondern Kadavergehorsam, selbstständiges denken, logische Lösungsansätze und fachlich begründete Entscheidungen werden ausradiert und durch politische Entscheidungen ersetzt. Hat der Minister richtig Glück das für ihn nicht die allgemeinen Beamtenpflichten gelten. (BBG) „ Sein Verhalten innerhalb und außerhalb des Dienstes muss der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die sein Beruf erfordert“.
    Wer soll ihm nach der Nummer noch Vertrauen schenken und Achtung vor ihm haben?

    Was hat denn der Durchschnittsbeamte von einem Dienstherren zu erwarten der sogar seine Spitzenbeamten in die Wüste schickt. Nun, nach dem Lehrbeispiel mit Rötgen kann man das ja bei uns auch mal ausprobieren. Der Wind der uns entgegen bläst wird zunehmend eisiger. Die Gefühlskälte, die politische Arroganz lässt bei den Verantwortlichen nicht den Gedanken zu, dass sie sich eigentlich auf dem Glatteis befinden. Doch einen Trost haben wir noch. Auch er kann seine letzten Monate zählen, oder glaubt ihr der bleibt nach der Wahl Innenminister???

  82. Das, was man als BMI selber verlangt und einfordert

    http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Reden/DE/2012/06/stf_fuehrungskraefte.html

    kann man selbst (BMI) nicht mal annähernd einhalten.

    Schade.

  83. Also ich freue mich auf die Bundestagswahl 2013!

    Dann haben auch wir als Mitarbeiter die Gelegenheit, die ganz obere Chefetage abzulösen!

  84. Matthias Seeger geht in die Offensive und wehrt sich gegen die unsäglichen Vorwürfe:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ex-chef-der-bundespolizei-seeger-nennt-entlassung-wuerdelos-a-847208.html

  85. SOFORT die Reform beenden!
    Und die Grenzen wieder zur Kontrolle nutzen!

    Alles andere ist Wischiwaschi…

    Die Reform hat alles kaputt gemacht-Klartext 2010 und nun
    2 Jahre danach hat sich NICHTS geändert!

  86. Die Art und Weise ist unglaublich und die wahren Gründe werden wir auch nie erfahren.
    Wie bereits geschrieben, war Herr Präsident Seeger für einige vielleicht zu menschlich.
    Das der Karren im Dreck steckt steht außer Frage und liegt weder in Verantwortung der Politik oder des Präsidenten/ VP allein.
    Hier sind auch die Herren Direktionskönige in erster Linie zu nennen, die sich vor laut Machtverlustangst gegen alles wehrten, was an Vorschlägen aus Potsdam kam. Denn nicht nur die Vertrauensbasis zwischen Herrn Präsident Seeger und den
    VP’s, sowie zwischen der BPOL Spitze zum Ministerium, als auch zwischen der BPOL Spitze zu den Direktionskönigen schien wohl nicht „Super“ zu sein.
    So wie hier in den letzten Monaten der Ruf beschützt wurde, kommt es mir wie ein Kaisersturz durch Könige und Fürsten vor.
    Ich hoffe, dass es Aufwärts geht, der Blick den Problem unserer Behörde gilt und Grabenkämpfe eingestellt werden.
    Ich persönlich wünsche Ihnen Herr Präsident Segler alles Gute.

    PS: Woher der Wind weht sieht man daran, wer gehen musste und wer im BMI weiter beschäftigt wird.

  87. Hab mir gerade den Link vom Kommentar Nr. 71 von Fakt durchgelesen. Aus welchen Topf im BMI wurde denn dieser Artikel bezahlt?
    Wir bekommen wieder Weihnachtsgeld?! Freu mich dann schon auf Dezember. :-)
    Besoldungsanhebung im mittleren Dienst? Bekommen wir nicht alle die Besoldungsanhebung?!
    Kampf gegen den Obermeisterbauch? Brauch ich jetzt nach 10 Jahren POM keine 20 Jahre mehr bis zum PHM?

    Alles im allem ist es eine reisen Sauerei wie unser Präsident abgesetzt wurde.
    Ich wünsche ihnen einen geruhsamen Ruhestand Herr Seeger!

  88. Da können wir sehen welchen Stellenwert besser Unwert die Bundespolizei im BMI hat. Die Versager von BfV und BKA, die bei der NSU-Affäre nicht in der Lage waren 1 und 1 zusammenzuzählen, scheiden formvollendet aus ihren Ämtern. Unsere Chefs jagt mann wie reudige Köter vom Hof. Die, die sich nichts zu Schulden kommen lassen haben.
    Jetzt kriegen wir einen Tourismusexperten, einen Geldmenschen und einen LaPo-isten aus Berlin, wo Mann mit der Bundespolizei nicht besonders gut kann. Die grüßen nicht mal wenn sie an uns vorbeifahren.

    Der Skandal hat aber auch einen positiven Effekt. Endlich werden wir in der Öffentlichkeit wahrgenommen, endlich wird über unsere Probleme geredet. Endlich finden wir auch in der Wahrnehmung der Verantwortlichen statt.

    Von gleich auf heute wird sich nichts ändern, wenn wir aber in der öffentlichen Wahrnehmung weiter präsent bleiben, dann wird sich etwas ändern.

  89. Wie ungeschickt das BMI wirklich ist, sieht man daran das sie solche Schlagzeilen fabrizieren in dem Moment wo das Sommerloch über Deutschland herrscht. Die Presse freut es im Besonderen und wird die Sache herrlich ausschlachten.
    Aber nicht zum Vorteil für dieses Ministerium-ganz im Gegenteil Da hat sich jemand selber schön ins Knie geschossen. Oder glaubt einer das zur Zeiten der EM 2012 die BuPo so gross in den Schlagzeilen gewesen wären? Keine 2 Tage.
    Tja, schade Herr Minister. Erfährt doch jetzt die ganze Republik wie ihr Stil ist. Bravo.

  90. Ich hatte mal viel Hoffnung in unseren neuen Innenminister. Aber bis zum heutigen Tage hat er sich nicht um die Bundespolizei und deren Probleme gekümmert.
    Nun wird unser Präsident und seine Stellvertreter ohne Angabe von Gründen entlassen. Das mag ja rechtlich in Ordnung sein. Aber die Art und Weise der Entlassung ist eine Frechheit seines Gleichen. Sowas gab es noch nie!
    Ich hoffe Herr Seeger läßt sich das nicht gefallen und zieht alle möglichen Register. Ich bin bitter entäuscht über diese Aktion des Innneministers. Transparenz gibt es bei ihm anscheinend nicht. Der Neue wird es sehr schwer haben. Ich freue mich auf die Wahlen im nächsten Jahr ^^

  91. …wichtig ist nicht was herr friedrich von den leistungen unseres ex-präsidenten herrn seeger hält, sondern was die beschäftigten unserer behörde und sehr, sehr viele wähler und bürger nicht nur in dieser republik von ihm halten!!!
    nächstes jahr aber werden genau diese bürger die leistungen des herrn friedrich bewerten…, dann könnte es sein, daß -im gegensatz zu unserem ex-präsidenten- ihm wirklich niemand nachtrauert.

    gruß

  92. Für wie dumm hält denn das BMI die Öffentlichkeit eigentlich? Wer ist denn sonst daran schuld, dass das so in der Presse lanciert wurde? Es ist unfaßbar!
    Zu den drei neuen „Oberen“ kann ich nichts sagen, die kenne ich nicht! Vorschußloorbeeren wird es aber von mir da keine geben! Die müssen sich zumindest meine Loyalität erst erarbeiten! Meine Loyalität gegenüber dem BMI jedoch ist auf NULL gesunken, woran sich auch bis zu seinem Abgang 2013 nichts ändern wird!

    Diesem Herrn empfehle ich übrigens zusammen mit seinem Vor-Vorgänger einmal den Besuch eines Führungslehreseminars!

  93. Durch jede hier geäußerte Meinung fühlt sich der Innenminister bestätigt:
    Ein Behördenleiter, der einen solchen Rückhalt und Zuspruch von seinen Mitarbeitern erfährt,
    muss zwangsläufig näher die Hand am Puls seiner Mitarbeiter haben, als auf der 110%igen Loyalitätsspur gegenüber seinem Minister zu kleben.
    Ein Chef muss gefürchtet sein, unnahbar.

    Präsident Seeger musste letztlich gehen, weil er Loyalität nicht nur als Einbahnstraße verstand und zu jedem politischen Seufzer des um Wählerstimmen stramm stand und „Ja und Amen“ sagte, stellte der bei seinem Mitarbeitern beliebte Präsident ein stetes unberechenbares Ärgernis für den Minister dar.

    Ob es um Haushaltsverhandlungen beim Etat der BPOL ging oder die populistisch geforderte Zusammenlegung von BPOL und BKA, – Herr Seeger war nicht bereit, wider besseres Wissen die innere Sicherheit auf dem Markt der kurzfristigen Schlagzeile des Boulevards zu opfern.

    Selbstredend, dass dies einem Minister nicht gefallen kann, der von einem Fettnäpfchen ins andere tappt (Islamäußerungen, Behördenschlampereien im Zusammenhang mit der NSU-Affäre, etc.).
    Aber hier hat der Minister überzogen. Es geht ihm keinesfalls um die innere Sicherheit, sondern ausschließlich um sein Ansehen beim Wähler.
    Dieser Minister stellt eine Gefahr für die innere Sicherheit dar.

  94. Es soll inzwischen etliche Kollegen gebendie mit einer Unterschriftenaktion den Rücktritt des BMI fordern wollen.

    Hat hierüber jemand Kenntnis und wie kann man eine solche Aktion ggf. unterstützen ohne sich dienstrechtlich in „Schwierigkeite“ zu bringen?

  95. Wenn doch die Politik so sehr die Geschicke der Sicherheitsbehörden lenkt, dann sollte doch Herr Friedrich ganz im Sinne der Politik sich der Vertrauensfrage bei den Mitarbeitern seiner Sicherheitsbehör den stellen.
    Anhand der Kommentare hier ist doch zu erkennen, dass Herr Friedrich das Vertrauen gänzlich verloren hat.
    Ich denke, dass das jetzt das größte Problem der BPOL ist, wir vertrauen unserem Minister nicht mehr.
    Und hier ist der Mut der Gewerkschafter gefragt, dieses auch öffentlich kund zu tun. Auch und insbesondere in den öffentlichen Medien.
    Ohne Vertrauen kann es nicht besser werden.

  96. Leider bewahrheitet es sich wieder einmal – Geschichte wiederholt sich!
    Auch vor über 60 Jahren wurde die Polizei gleichgeschaltet. Jegliche kritischen Köpfe
    ausgetauscht und durch Parteisoldaten ausgetauscht.
    Jetzt ist es scheinbar wieder einmal soweit…Quo Vadis Deutschland

  97. So wie es seit Monaten im Geschäftsbereich des BMI scheppert, sollte sich auch die Bundeskanzlerin Gedanken machen, ob der durch sie eingesetzte Minister überhaupt (noch) der Richtige auf dem Sessel ist! Nur weil es um Parteiproporz innerhalb der Koalition geht, sitzt der als Chef im BMI! Eignung, Leistung und Befähigung – sowas kann ich bei dem Mann, so leid es mir tut, nicht erkennen!

    Aber eine weitere Kabinettsumbildung kann sich Frau Merkel angesichts ihrer bisherigen Pleiten, Pech und Pannenregierung (z.B. Guttenberg, Jung, Röttgen, Koalitionspartner FDP in der Bedeutungslosigkeit, Eurokrise ohne Ende…) leider nicht leisten – gleich sind ja wieder Wahlen, die man unbedingt gewinnen will!
    Von daher gilt ein Jahr vor der Wahl: Ruhe bewahren, Ekel überwinden und Business as usal, das bei Frau Merkel meistens heißt „Augen zu und durch“ und „Aussitzen“ – blöd nur, dass grade Sommerloch ist und sich die Medien gradezu dankbar auf das Thema stürzen! Der Spiegel und Welt online haben schon mal losgeledert – wie schön!
    Wie schrieb „delta88″ (Nr. 89) so treffend:“Da hat sich jemand selber schön ins Knie geschossen. …Tja, schade Herr Minister. Erfährt doch jetzt die ganze Republik wie ihr Stil ist. Bravo.“

    Trotz einem beschämend unwürdigen Rausschmiss durch den Minister hat Herr Seeger die Größe, seine durchweg berechtigte Kritik noch in einer angemessenen Form kundzutun. Sollte das BMI diesbezüglich noch nachtreten und ihm ein Disziplinarverfahren anhängen (denen traue ich mittlerweile alles zu!), sollten die mal ins Gesetz gucken. Herr Seeger hat das Recht darauf, zu erfahren was man ihm vorwirft, und zwar die Wahrheit und nicht irgendwelchen vorgeschobenen und leicht zu durchschauenden Blödsinn! Und auch für Herrn Seeger gilt das Grundrecht auf Meinungsfreiheit, dass nur mal als Erinnerung für die Herren aus dem BMI!

    Lieber Herr Seeger, ich wünsche Ihnen von Herzen Alles, Alles Gute und Vielen Dank für alles!

  98. Hallo liebe Mitstreiterinnen und Streiter,

    ihr sprecht die nächste Bundestagswahl an und gebt eurer negativ Votum gegen diese amtierende Regierung ab.
    Alles schön und gut, aber wen oder was wollt Ihr denn wählen?
    Als Alternative bleibt nur SPD / Grüne.
    Alles andere ist politisch unmöglich ( weil politisch so gewollt )( ( das nennt man dann Demokratie )
    Sind die denn besser ?
    Ich sage nur den Spruch “ Was interessiert mich, was ich vor der Wahl gesagt habe“… bla , bla, bla…

    Zu Herrn Seeger möchte ich sagen, dass ich es sehr „unwürdig“ finde, wie Herr Seeger seines Amtes enthoben wurde.
    Dass hat Herr Seeger nicht verdient !!!!

    Ich kenne ihn persönlich, durch dienstliche Belange und er war immer menschlich.
    Es war ihm egal, ob ein Polizeimeister oder Obermeister, Polizeihautkommissar etc. mit ihm gesprochen haben, er hat immer ein offenes Ohr gehabt, für alle.
    Man mag ihm vielleicht anprangern in den letzten 2 Jahren nach Veröffentlichung der Studie nicht tätig geworden zu sein, aber vielleicht wurde er ja auch nicht unterstütz in dem Vorhaben?

    Ich könnte genügend andere Köpfe nennen und zwar in den mittleren /unteren Führungsebenen deren Köpfe rollen müssten.
    Würden diese ( ausschließlich auf Karriere ausgerichteten ) Köpfe endlich weg sein und durch
    ( menschliche, sachliche, gerechte ) Führungskräfte ersetzt, würde auch wieder Ruhe und Ordnung in die „Truppe“ einkehren ( oder soll ich der Belegschaft, wie in einem Betrieb sagen ?)

    Und zur Nachhilfe für „einige“ der…… “ uneingeschränkten Führungskräfte“:

    Vergleich in Auszügen: “ privat Wirtschaft contra Beamtentum “

    -ein Betrieb, ist ein auf Gewinn ausgelegtes Unternehmen.
    – die Mitarbeiter des Unternehmens werden nach ihrer tatsächlichen Arbeitserbringung bezahlt. Das heißt, ein Arbeiter wird in eine entsprechende Lohngruppe eingruppiert. So bzw. in Lohngruppe 03
    ( die Lohngruppe steigert sich von unten nach oben ) und muss der Mitarbeiter nun auf Grund von zB. Krankheit die Arbeit in Lohngruppe 04 tätigen, so bekommt er ab dem ersten Tag auch das entsprechende höhere Geld bezahlt.

    Wie sieht es denn bei den Beamten aus?
    Nun…….
    Ein Polizeimeister hat eine 8/9 mD Z Stelle .
    Er hat kein Anspruch auf Beförderung, erst einmal egal wie klug und wie viele Aufgriffe er hat.
    Es liegt im Ermessen des Erst / Zweit Beurteilers die Arbeit des Polizeimeisters zu bewerten.
    Natürlich sollten ( müssen ) Erst und Zweitbeurteiler gerecht und sachlich bewerten. Ja ja……..
    Aber ist das denn immer so ?

    In einem privat Betrieb wird wirklich nach erbrachter Arbeitserbringung bezahlt.
    ( Anmerkung: In der heutigen Zeit, wird auch dieses nicht mehr beachtet und Ausbeutung betrieben )

    Aber genau dass, unterscheidet uns ( Beamtentum ) von der ( Privatwirtschaft )!
    Der Ansporn in der privat Wirtschaft ist das „mehr“ Geld bekommen für die erbrachte Arbeit.
    Bei uns heißt es, Pustekuchen…….nix mehr Geld.

    Aber so ist das nun mal im System bei dem Beamtentum.
    Also, was tun?
    Na …..?
    Eben anders motivieren!
    Es gibt so viele Dinge die man als Führungskraft ( egal ob oberste/ mittlere/ unterste ) tun kann, um dem Mitarbeiter wenigstens eine kleine Anerkennung ab und zu, zukommen zu lassen.

    Fazit: Der Spruch: „der Fisch fängt am Kopf an zu stinken“ ist mit Sicherheit ein in bestimmten Fällen, wahrer Spruch.
    Aber oftmals ist der ganze Fisch verdorben und ungenießbar .

    Möge sich jeder die Wahrheit daraus ziehen .

  99. @First

    Ich wüßte nicht, gegen welche beamtenrechtliche Bestimmung damit verstoßen sollte, das Gegenteil ist wohl eher der Fall, wenn man einmal hier schaut:

    http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__60.html

    Unser Dienstherr hingegen verstößt permanent dagegen:

    http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__78.html

  100. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    dem Kommentar der GdP und den vielen weiteren Kommentaren ist inhaltlich uneingeschränkt zuzustimmen. Diesen „Abgang“ hat Herr Präsident Seeger als Mensch, Kollege und eben asl Präsident nicht verdient! Gleichwohl man/ich auch einräumen muss, dass ich die wahren Hintergründe nicht umfassend kenne und so auch nicht umfassend beurteilen kann, ob diese Entscheidung richtig oder falsch war! DIE ART UND WEISE ist allerdings „unter aller Kanone“!
    Ich erinnere mich allerdings auch an die vielen Diskussionen hier im Forum, wo die Kritik, ja doch echt starke Kritik, gegen das BPOLP gerichtet war. ….und das auch,….berechtigter Weise!!! Sei es der Bericht des Präsidenten Seeger zur Umsetzung/ERFOLG der Neuorganisation (….ein Schlag ins Gesicht für jeden MA!) oder das Auftreten des vize Fr. bei den BPOLIèn (….unter aller Kanone),
    WAS HAT DIE GdP UND WIR UNS DEM MUND FUSSELIG GEREDET, UM Unzulänglichkeiten aus der NeuOrg BPOL zu korrigieren, MdB`s angeschrieben etc,…, pol. Konsequnzen für das Debakel gefordert und so weiter…..

    nun ist ein politische Konsequenz eingetreten!!!!!
    Zwischenzeitlich mag das „ehem. Präsidium“ begriffen haben, dass es nur mit den Mitarbeitern geht und nicht gegen, aber diese Einsicht war ein harter kampf, insbesondere der GdP!

    Auch wenn ich in Ungnade falle, ich heisse NICHT die ART und WEISE gut, aber ich begrüße eine erfolgte Konsequenz für die Probleme innerhalb unserer, ehemals funktionierenden, Organisation!

    Ich befürchte allerdings, dass die Neue Führung noch weiter weg ist von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der BPOL bzw, dieses absichtlich gewollt ist?????

  101. Herr Minister Friedrich: Für diese Schlagzeilen haben Sie der Bundespolizei einen Bärendienst erwiesen.

    Dimpfelmoser in Berlin: http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-zur-bundespolizei-dimpfelmoser-in-berlin,1472602,16754070.html

    Ex-Bundespolizei-Chef Seeger wirft Friedrich Kalkül vor: http://www.focus.de/politik/deutschland/fuehrungsposten-mit-eigenen-leuten-besetzen-ex-bundespolizei-chef-seeger-wirft-friedrich-kalkuel-vor_aid_790580.html

    Erklären Sie den Rauswurf, Herr Minister! Bild Zeitung: http://www.bild.de/news/standards/bild-kommentar/erklaeren-sie-den-rauswurf-herr-minister-25408488.bild.html

    Stolpert der Innenminister 
über diese Entlassung? http://www.bild.de/politik/inland/hans-peter-friedrich/stolpert-innenminsiter-ueber-diese-entlassung-25408388.bild.html

    SPD: Kanzlerin soll im Bundespolizei-Streit einschreiten: http://www.bild.de/news/aktuell/news/spd-kanzlerin-soll-im-bundespolizeistreit-25414918.bild.html

  102. Meine (Verschwörungs-)Theorie:

    Es wird eine neue „Heimatschutzbehörde“ nach US-Vorbild kommen; BKA/BPOL werden fusionieren; Der Verfassungsschutz wird aufgelöst und in BKA/BPOL Verbund mit einfliessen –> Die Grundsgesetzliche Trennungspflicht von Polizei / Geheimdienst somit ausgehebelt; BND mit MAD verbleiben als Nachrichtendienste; Begründung: Seeger war bisher gegen Fusion BKA/BPOL; BPOL unterstützt technisch schon lange die Dienste;
    Des Weiteren:
    Polizeien der Länder geben Ihre Bereitschaftspolizeien an die BPOL ab –> EINE Bundesbereitschaftspolizei für die gesamte Bundesrepublik; Die Landespolizeien bekommen für die BEPOs die Bahnhöfe samt Personal übergehäuft, aber der Grenzschutz (Grenze/Flughafen) bleibt bei BPOL. –> Begründung: der neue Vize als ehem. Inspekteur der Bereitschaftspolizeien koordiniert dies; und zahlen tut eh schon der Bund;
    Dann:
    Der Herr Romann als Terrorexperte BMI lenkt die BPOL so in den „Antiterrorpolizeiheimatschutzibehördenzeugs“, weil ja nur noch die Terrorgefahr gesehen wird. Hansa Starvanger beste Beispiel und die von Romann gelenkte Durchsuchungaktion.

    Hört sich komisch an? Wir werden uns in 5 Jahren wieder hier treffen.
    mfg, (Ichwilldochnurpolizistsein)

  103. Ich habe bereits an anderer Stelle moniert, dass in den letzten Jahren, bis zurück zu Otto Schily
    kein Minister mehr Entscheidentes gemacht hat.
    Und das hat sich mit Friedrich nur fortgesetzt.
    Bei allem Verständnis für das Wehklagen wegen der unwürdigen Entlassung des Präsidenten,
    auch er hat sich in den letzten 2, 3 Jahren kaum Reformwillen gezeigt.

    Letztlich ist es aber egal. Ich glaube nicht, dass sich durch neue Köpfe, auch nach der Bundestagswahl Dinge ändern.

  104. „Der Friederich, der Friederich, das war ein arger Wüterich! Und höre nur wie bös‘ er war…den Seeger feuert er sogar!“
    (Quelle: Rhein-Zeitung von heute)

  105. Nun soll einer sagen es nichts passiert in der BuPO! Es ist was passiert und zwar gibt es jetzt für den md Schulterstücke mit 5 Sternen! Das ist doch enorm wichtig vorallem für den md, damit wir sehen können was WIR nie erreichen werden!
    Hier zeigt sich der unbändige Reformwille der Bundespolizei!
    Ehrlich mir ist es egal ob der jenige oder der jenige Präsident ist! Nur die Art und Weise wie mit Menschen in der Bundespolizei umgegangen wird,hier im Fall von Seeger und den Stellv`s, kotzt mich an! Wenn mit denen sogar so umgesprungen wird dann weiß ich warum wir so behandelt werden!
    Und mit dem neuen Präsident wird es nicht lange dauern dann gibt es schon recht bald wieder eine großartige Reform um uns noch effizienter schlanker ressourcen-schonened zu machen auf die wir dann so richtig stolz sein können und mit erhobenen Hauptes durch die Republick gehen können!
    Nicht desto trotz sollten wir abwarten,was bleibt uns auch übrig, was den nun der neue Präsident mit uns machen wird!
    Es heisst ja neue Besen kehren gut!

  106. @Alles hat zwei Seiten:

    Warum werden hier TB der „Freien Wirtschaft“ mit PVB verglichen? Hat da jemand vergessen, dass es auch noch Mitarbeiter in unserer Organisation gibt, auf die das noch viel mehr zutreffen könnte als auf den „Polizeimeister“? Wir leisten uns den Luxus, die Arbeitskraft einer nicht unerheblichen Zahl von Tarifbeschäftigte mit einer „E 3“ auszubeuten! Und jetzt kommt mir nicht mit der „historisch gewachsenen“ Ungleichbehandlung zwischen Vollzug und Verwaltung! Auch dieser Spruch stinkt zum Himmel und keiner der Betroffenen kann den mehr hören! Zumal auch der Polizeimeister von den Tarifverhandlungen der TB finanziell profitiert. Jeder muss sehen, dass er den Monat über die Runden kommt. Das bedeutet aber nicht, dass wir vergessen dürfen, dass nicht der Polizist finanziell im „einfachen Dienst“ angesiedelt ist. Hier wären mal nachhaltig Solidarität und Empörung gefragt.

  107. Als Fachlehrer darf ich an der Ausbildung zukünftiger Polizeibeamter der BPOL mitwirken. Sogar von Studierenden in der gehobenen Laufbahn. Zum Glück aber bleibt mir das Fach Führungslehre erspart. Auch wenn die sogenannte Einsatzlehre im Rahmen der sogenannten Polizeiführungswissenschaften auch immer mal wieder mit Führung zu tun hat. Jedenfalls war mir immer so.
    Oft gehts auch um Öffentlichkeitsarbeit und um Arbeit mit der Presse im Einsatz. Da wollen dann selbst Gruppenleiter Pressesammelstellen einrichten. Ob die derzeitige Öffentlichkeitsarbeit des BMI allerdings Lehrsätze für das Studium zukünftiger Polizeiführer hervorbringen wird, kann wohl (hoffentlich) verneint werden.
    Auf jedenfall brauch ich die Grundsätze der Führungslehre und das kooperative Führungssystem altuell nicht am aktuellen Beispiel irgendwem erläutern. Die Anwendung dessen als erstgenanntem Führungsgrundsatz in der PDV 100 wird schon noch klappen.
    Sollte ich jemals darüber nachgegrübelt haben, den gD in Richtung hD zu verlassen: Oh Herr, welch Glück dass ich mir das erspart habe. Bei der obersten Führung…
    Das BPOLP hat bestimmt auch Murks gemacht. Der mit den 5 Sterne Schulterstücken ist am Ende sicherlich harmlos und daher aber sicherlich nicht so groß, dass die BPOLP-Spitze einen solchen Rauswurf verdient. Oder doch?
    Werd ich nun in der verbleibenden 14 Dienstjahren noch eine oder zwei oder gar drei Reformen erleben? Wir werden sehen.

  108. Dem eigenen Rauswurf zuvor gekommen??

    Wie schon häufig dargestellt, war und ist das kein Umgang mit Mitarbeitern. Sicher auf der politischen Ebene gehts einfach mal härter zu.
    Fakt ist allerdings, dass es seit IM Schäuble mit der Bundespolizei massiv bergab ging. Nicht fachlich, aber Maßnahmen zur Mitarbeiterzufriedenheit sind Mangelware.
    Meine Theorie zu diesem Thema ist allerdings rein politisch motiviert. Herr IM Friedrich ist CSU – Politiker. Alle Bundespolizisten in Bayern kennen und wissen das Verhältnis zwischen der LaPO und der BUPO. Nicht umsonst ist Bayern das einzige Bundesland, welches keine SiKo mit der BUPO hat und will. Solche Dinge sollten von einem Minister angegangen werden. Scheint als ob hier Landesinteressen überwiegen. Und ich müsste mich schwer täuschen, wenn vor dem Rauswurf von unserem Präsidenten kein Gespräch mit IM Hermann und/oder MP Seehofer statt gefunden hat. Ich kann an diesem Rauswurf zum jetzigen Zeitpunkt keinen einzigen positiven Aspekt für die Bundespolizei erkennen. Ich wünsche der neuen Führung trotzdem ein glückliches Händchen und geht mit uns nicht so um

  109. Bei uns hat mal vor Jahren ein POR in einem Zahlen, Daten, Fakten -Vortrag gesagt: Meine Herren, Sie haben ein Recht auf gute Führung!!!!!!!!!! Wir warten und warten…..

  110. Interessant auch diese Meldung von heute:

    http://www.badische-zeitung.de/kreis-loerrach/hier-wurden-personen-bestraft–62124745.html

    Auszug:
    „Die Präsidenten der Bundespolizeidirektionen haben sich bereits Anfang Juni bei Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gegen eine mögliche Entlassung ihres Präsidenten Matthias Seeger gewehrt. Man sei nicht bereit, auf bloße und in die Öffentlichkeit getragene Unterstellungen und Behauptungen hin dem Präsidenten das Vertrauen zu entziehen, heißt es in einem gemeinsamen Brief vom 8. Juni an Innenminister Friedrich, der dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) vorliegt.
    Darin werfen sie zudem dem Innenministerium vor, Gerüchte gegen Seeger mutwillig zu streuen, um ihn zu diskreditieren. Die „Berichterstattung“ und die daraus folgende öffentliche Bewertung des Führungsverhaltens von Präsident Seeger seien „unerträglich“, heißt es in dem Brief weiter. Die Berichte über den anstehenden Rausschmiss würden die gesamte Organisation in „Misskredit“ bringen. ….“
    Damit bekommt die ganze Sache noch ein „Geschmäckle“ mehr! Vielleicht doch ein Zeichen dafür, dass in unserer Organisation nach Vorstellung des Ministers eher blinder Gehorsam gefragt sein sollte, als kritisches Hinterfragen! Damit bekommt die Aktion als Warnschuss für die Direktinspräsis doch gleich noch eine andere Dimesion!

    http://www.extremnews.com/nachrichten/vermischtes/5c041405fd626ba

    In diesem Zusammenhang übrigens ausgesprochene Anerkennung für die Direktionsleiter! – Hätte ich denen in dieser Form garnicht zugetraut!

    Die Vorgänge bekommen so langsam das Zeug zum echten Skandal!

  111. Verzweifelte Erklärungsversuche:

    http://www.n-tv.de/politik/Friedrich-bricht-sein-Schweigen-article6858701.html

  112. @ sergant – N-TV Link

    „Seeger sei auch deshalb in Misskredit geraten, weil im vergangenen Jahr Sparzwänge dafür verantwortlich gemacht habe, dass Streifenwagen nicht mehr ausreichend betankt werden könnten.“

    Na da wird doch wohl das Sparen ein Ende haben. Der neue Vizepräsident Dr. Franz Palm hatte das Haushaltsreferat in der Zentralabteilung des Bundesministerium des Innern geleitet.
    ;-))

  113. Nach der Antrittsrede von Herrn Romann, oder war es schon die erste Befehlsausgabe, weiß ich endlich wieder, was ich unter Loyalität zu verstehen habe: Schnauze halten und gehorchen! Wie vor dreißig Jahren. Also, vorwärts in die Vergangenheit. Her mit den alten Svhulterstücken ….

  114. Na, das war ja mal eine tolle Antrittsrede unseres neuen Präsidenten!
    Alle Achtung! Vor allen Dingen nachstehende Formulierungen:
    „Die höchste Form der Loyalität gegenüber Vorgesetzten und vorgesetzten Behörden ist die gegenteilige Beratung oder die Remonstration – allerdings nur auf dem Dienstweg!

    Flucht in die Öffentlichkeit ist nicht nur ein Dienstvergehen und gegebenenfalls strafrechtsrelevant.

    Flucht in die Öffentlichkeit führt vor allem dazu, dass das amtsinterne Ringen um die beste Sachentscheidung abrupt endet. Wenn wir innerhalb unserer Behördenstruktur nicht mehr frei denken, frei reden und offen diskutieren können, uns nicht mal mehr schreiben können, ohne dass es am nächsten Tag in der Zeitung steht, endet jede vernünftige und sachgerechte Kommunikation. Der Sachverstand und die Talente von 40.000 Mitarbeitern bleiben dann auf der Strecke!

    Wieso werden noch nicht abschließend zwischen BMI und Präsidium diskutierte Haushaltsfragen in der Süddeutschen zur Bestseller-Lektüre für BMF und Bundesrechnungshof?

    Wieso balgen sich Bundespolizei und Bundeskriminalamt in der Bild am Sonntag, wenn ein einfaches Gespräch zwischen beiden Behörden jeden Zweifel an der Lauterkeit des jeweils anderen sofort beseitigt hätte?

    Wenn Fans von Dortmund und Schalke sich gegenseitig die Fahnen „klauen“, um damit im jeweiligen Stadion des anderen zu posieren, stört uns das nicht weiter. Wenn aber das öffentliche Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland Schaden nimmt und in einem Krisengebiet mehrere Jahre später dort eingesetzte andere Beamte durch aktuelle Veröffentlichungen im Spiegel zusätzlich gefährdet werden, sind Grenzen deutlich überschritten.

    Wir schaden uns selbst und wir gefährden Kameraden: durch Flucht in die Öffentlichkeit!“

    Na, das sagt doch alles!
    Kein Wort des Dankes an Präsident a.d. Seeger! Nichts!
    Jetzt heißt es nur noch: Mund halten! Nicht aufmucken! Feind hört mit!
    Alles im eigenen Saft braten!

  115. http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article108451003/Abschied-bei-Bratwurst-und-Bier.html

  116. @gute Nacht Bundespolizei

    Die Mitarbeiter des Präsidiums lernen sehr schnell:

    „Die Mitarbeiter in Potsdam gaben sich gegenüber der MAZ vorsichtig und zugeknöpft. Dass ihr neuer Chef heute von Innenminister Friedrich ernannt wurde, wussten sie. Was Romann aber sagte und wie er sich die zukünftige Arbeit vorstellt, wollte keiner der Bundespolizisten sagen. Auch zur angeblich miesen Stimmung in der Behörde hörte man nichts. Die Stimmung sei super, man verstehe sich gut und arbeite auch gut zusammen, hieß es.“

    so die Märkische Allgemeine Zeitung
    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12369694/492531/Friedrich-schweigt-weiter-eisern-und-bekommt-Rueckendeckung-von.html

    Na wenn die Stimmung super ist,….

    was wollen wir mehr.
    Muss mal kurz ins Bad. Bekomme Brechreiz.

    …..
    Loyalität kann man nicht verordnen. Man muss sie sich verdienen. Beamtengesetz hin oder her.

    Mal sehen wie lange es dieses Forum in seiner öffentlichen Form noch gibt,……

    Loyalität:

    „Loyalität (ˌlo̯jaliˈtɛːt, von franz.: Treue) bezeichnet die innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft. Loyalität bedeutet, die Werte (und Ideologie) des Anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt. Loyalität zeigt sich sowohl im Verhalten gegenüber demjenigen, dem man loyal verbunden ist, als auch Dritten gegenüber.“

    Problematisch wird Loyalität, wenn sie gefordert wird. Unterschiedliche Forderungen führen zu Loyalitätskonflikten, beispielsweise wenn ein Arbeitnehmer sich dem Dienstherrn gegenüber loyal verhalten soll, obwohl er bestimmte Werte oder Ziele nicht teilt. Besonders häufig sind solche Konflikte anzutreffen in Tendenzbetrieben (Kirche, Staat, Rüstung).“

    „Das führt oft zu Gewissenskonflikten und zu Unterdrückung eigener Werte und Ziele. Die Treue zu sich selbst ist dann infrage gestellt.“

    So jedenfalls im Wikipedia.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Loyalit%C3%A4t

    Herr Romann:

    Nochmal nur für Sie:

    Loyalitätseinforderung führt zur Unterdrückung der eigenen Werte und Ziele, zur Aufgabe der eigenen Individualität und Meinung.

    Sie scheinen den Begriff Loyalität neu definieren, bzw. abwerten zu wollen. Benutzen Sie doch besser Begriffe wie

    „Demut“, „Unterwürfigkeit“, „Untertänigkeit“, oder „Königsgehorsam“

    Auch zur „Drohung“ des Neuen mit strafrechtlichen oder disziplinarrechtlichen Schritten hat das Bundesverfassungsgericht schon vor Jahren eindeutig Stellung bezogen und die beamtenrechtlichen Verpflichtungen und die Meinungsfreiheit entsprechend gegenübergestellt:

    http://www.michaelbertling.de/disziplinarrecht/dienstvergehen/bverfg2041780.htm

  117. Solange es für die Mehrzahl der Ichwilldochnurpolizistsein PVB ( Zitat: Theoretiker) keine Persektive mehr gibt, sondern nur für alle nichtoperativen Führungskräfte, wird die Bedeutung der BPOL für die Binnen-Sicherheitsarchitektur Deutschlands weiter abnehmen und die innerbehördliche Sinnlos-Bürokratie ausufern, und mit Mütze und Schulterstücke lassen sich weder MC’s, NSU oder Mongols beeindrucken. Rahmenanweisungen, Zielvorgaben, Kontrollzahlen und Quoten-Beurteilungen sind Vorrangig kontraproduktiv. All das gab es auch in der DDR, genützt hat es alles bekanntlich nichts, ( Auch da gab es übrigends das Leistungs-/ Prämienprinzip)

  118. Mensch, da hat er schnell gehandelt, der Herr Innenminister. Dieser Weitblick.
    Wenn er und die anderen „Verantwortlichen“ jetzt ebenso schnell handeln und uns den versprochenen 2. Einsatzanzug wiederbeschaffen haben wir ihn ja morgen, oder? Er kann ja mal vorbeikommen und nach 3 Tagen Einsatz bei dem Wetter an der Uniform riechen. Was habe ich doch für Probleme……..
    Glück auf, Kollegen