GdP-Verhandlungen zum besseren Ausgleich von Schicht- und Einsatzdienst erfolgreich in der Schlussphase

Seit Januar 2011 verhandeln die GdP und der DGB mit dem Bundesinnenministerium (BMI) über neue Wege zum besseren Ausgleich von Schicht- und Einsatzdienst. Jetzt geht es in den Endspurt – mit guten Verhandlungsergebnissen der GdP!

Durch eine Änderung in der Erschwerniszulagen- und der Erholungsurlaubsverordnung sowie der Arbeitszeitverordnung soll zukünftig für einen besseren „belastungsadäquaten Ausgleich“ gesorgt und „eine Anspruchssteigerung durch jede zusätzliche Belastung“ als neue Richtschnur festgelegt werden. Die GdP konnte dabei in mehreren Verhandlungsrunden  in den jetzigen Verordnungsentwurf wichtige Veränderungen hineinverhandeln und Vorschläge durchsetzen. Damit wurden zugleich eine Reihe wichtiger gewerkschaftlicher Beschlüsse der Mitglieder erfüllt.

Auf Gewerkschaftseite muss hier auch einmal auf das sehr konstruktive und an den Bedürfnissen der Polizistinnen und Polizisten orientierte Vorgehen der Dienstrechtsabteilung des BMI hervorgehoben werden, das eine sehr sachliche Debatte im Partnerschaftsprinzip ermöglichte.

Der Vorsitzende des GdP-Bezirks Bundespolizei, Josef Scheuring, dazu: „Der bessere Ausgleich des enormen Belastungsgrades unserer Kolleginnen und Kollegen ist ein ganz klarer Auftrag aus den Ergebnissen der KLARTEXT-Befragung und der Strohmeier-Studie. Das schließt einen besseren finanziellen Ausgleich und auch eine Einbeziehung aller in unregelmäßigen Dienstzeiten eingesetzten Beamtinnen und Beamten mit ein.“

Gegenwärtig wird der neue, abermals verbesserte Entwurf der „Verordnung zur Änderung von Vorschriften für Dienst zu wechselnden Zeiten“ nochmals mit den Bundesressorts, aber auch mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) abgestimmt. Am 14. August 2012 wird deshalb eine erneute Verhandlungsrunde DGB – BMI stattfinden, in der der stellvertretende GdP-Bezirksvorsitzende Sven Hüber als Mitglied der Bundesbeamtenkommission des DGB die Interessen der Bundespolizistinnen und –polizisten, aber auch der Kollegen der Bundesfinanzpolizei des Zolls vertreten wird. Es bleibt abzuwarten, inwieweit in den Verhandlungen noch weitere Verbesserungen erreicht oder von der Bundesregierung noch Veränderungen am nunmehrigen Verordnungsentwurf vorgenommen werden.

Im Herbst soll der Verordnungsentwurf dann das Bundeskabinett passieren und – geplant – zum 01. Januar 2013 in Kraft treten.

Mit der neuen Regelung werden nicht nur Wechselschicht- oder Schichtdienstleistende besser gestellt werden, sondern auch alle Beamtinnen und Beamten die in anderen Arbeitszeitformen des Einsatzdienstes herangezogen werden. Damit werden zukünftig auch die Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei, der Mobilen Einheiten und anderer Einsatzbereiche berücksichtigt.
Die bisherige Kürzung der Erschwerniszulage auf 75 Prozent für Empfänger der Polizeizulage soll nach dem nunmehrigen Entwurf aufgegeben werden – dafür hatte sich die GdP ganz besonders stark gemacht, genauso wie für die Einbeziehung der Polizeianwärterinnen und -anwärter.

 

Zusammengefasst beabsichtigt die Bundesregierung in dem Verordnungsentwurf nunmehr folgende Regelungen:

 

  • Künftig soll ein Beamter oder Soldat, der mindestens viermal im Kalendermonat zu je zwei Diensten, deren Anfangszeiten mindestens sieben Stunden auseinander liegen, herangezogen wird und der mindestens fünf Stunden im Kalendermonat zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr Dienst leistet, eine monatliche Zulage erhalten. Die Zulage soll sich aus einem Grundbetrag in Höhe von 2,40 Euro pro zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr geleisteter Stunde, ggf. einem Erhöhungsbetrag in Höhe von 1,00 Euro für jede Stunde zwischen 00.00 Uhr und 06.00 Uhr sowie ggf. – im Falle des dreimaligen Dienstbeginns an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag – einem Zusatzbetrag in Höhe von 20,00 Euro, sollte der Betroffene im Kalendermonat mindestens dreimal zu Diensten herangezogen werden, die an einem solchen Tag beginnen, zusammen-setzen. Der Grundbetrag soll monatlich den Betrag von 108,00 Euro nicht überschreiten. Die Zulage ist für Dienste über volle Stunden hinaus anteilig zu gewähren.

 

  • Leistet ein Beamter oder ein Soldat in einem Monat mehr als 45 Nachtstunden und überschreitet damit den Maximalbetrag von 108,00 Euro, sollen diese Stunden – max. jedoch 135 – in den nächsten Kalendermonat übertragen werden.
    Im Falle einer vorübergehenden Dienstunfähigkeit soll die Zulage für Dienst zu wechselnden Zeiten weitergewährt werden. Als Bemessungsgrundlage sei der Durchschnitt der Zulage der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die vorübergehende Dienstunfähigkeit eingetreten ist, heranzuziehen.

 

  • Auch mehr Zusatzurlaub für Schicht- und Einsatzdienst leistende Polizeibeamte ist vorgesehen:
    Einem Beamten, der mindestens viermal im Kalendermonat zu je zwei Diensten herangezogenen wird, deren Anfangszeiten mindestens sieben Stunden auseinander liegen und der im Kalendermonat mindestens 35 Stunden zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr leistet, soll monatlich ein halber Tag Zusatzurlaub gutgeschrieben werden, wobei nur volle Tage gewährt werden sollen. Genügen die geleisteten Nachtstunden nicht für die Gutschrift eines halben Zusatzurlaubstages oder wurden in einem Monat mehr als 35 Nachtstunden geleistet, so sollen diese max. 35 Stunden in den nächsten Kalendermonat übertragen werden. Bei mehr als 600 geleisteten Nachtstunden in einem Urlaubsjahr sowie geleisteten Nachtstunden, die nicht durch die Gewährung eines Zusatzurlaubstages abgegolten wurden, sollen maximal 100 Stunden in das Folgejahr übertragen werden können.

 

  • Beschäftigten ab dem 60. Lebensjahr soll ein zusätzlicher Arbeitstag als Zusatzurlaub gewährt werden soll.

Der DGB und die GdP haben dazu eine erneute, kritische Stellungnahme erarbeitet, die sie am 14. August 2012 in den Verhandlungen vertreten werden.

Besonders kritisch wird dabei die vorgesehene Änderung in der Arbeitszeitverordnung gesehen. Nach den jetzigen Vorstellungen sollen Ruhepausen dann auf die Arbeitszeit angerechnet werden, wenn die Beamtin oder der Beamte im Vormonat die Zulagenvoraussetzungen erfüllt und dabei mindestens 35 Nachtstunden geleistet hat. Aus Gewerkschaftssicht ist dies vollkommen unpraktikabel, weil z.B. Beamte, die im Vormonat an einem Lehrgang teilnahmen, nunmehr im Folgemonat die Pausen herausarbeiten sollen – ein Unding! Auch das Thema Kürzung der Wochenarbeitszeit und Einführung von garantiert freien Sonntagen wie bei den Arbeitnehmern muss aus Gewerkschaftssicht verhandelt werden.

Der Verhandlungsmarathon ist noch nicht zu Ende und enthält noch einige Unwägbarkeiten. Die die Verhandlungen führenden GdP-Vertreter sind aber optimistisch, hier am Ende mit einem guten Ergebnis für tausende Schicht- und Einsatzdienst leistende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sowie Verwaltungs- und Zollbeamten herauszukommen.

Wir werden über den Fortgang der Verhandlungen hier berichten.

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41 Kommentare
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  1. Wer um Himmels Willen soll dies verstehen ?

  2. Vorteile bringt es nur für diejenigen, die nicht in einem vollen Schichtplan arbeiten, also weniger Schichtichtdienst machen.
    Bis jetzt bekamen wir schon ab dem 50. Lebensjahr bei genügender Schichtanzahl ein Zusatzurlaubstag.Jetzt erst ab 60.
    Eine deutliche Verbesserung für den Polizeibeamten im „normalen“ Schichtdienst kann ich kaum erkennen. Vielleicht etwas mehr Geld.

    Wie weit können die Stunden denn geschoben werden ??
    Nur einen Monat oder immer wieder bei erreichter Stundenzahl ??

    Ich denke da kann aber noch nachverhandelt werden. Sind bei der Verhandlung auch Leute aus dem Schichtdienst mit dabei ????

  3. Antwort an „hajo“

    Lieber Kollege „Hajo“,
    Vorteile ergeben sich sowohl für diejenigen, die im klassischen Wechselschichtdienst arbeiten ( hier vor allem finanziell) als auch für die wachsende Zahl all derjenigen, die in anderen Arbeitszeitmodellen eingesetzt werden, aber ebenfalls enorme Nachtdienststunden leisten, Arbeitszeitrythmuswechsel hinnehmen müssen und bisher meist leer ausgingen (sie erhalten ebenfalls mehr Geld und endlich auch 2 Tage mehr Zusatzurlaub). Lass uns für eine endgültige Bewertung das Ende der Verhandlungen abwarten.

    Beste Grüße
    Sven Hüber

  4. Nachdem ich jetzt den ganzen Absatz mehrfach gelesen habe und hoffentlich dem elenden Bürokratismus das Notwendige entlocken konnte muss ich feststellen, dass es zukünftig keinen DUZ sondern nur noch eine sich aus der geleisteten Arbeit zu errechnende Zulage geben wird.
    Folglich fällt dem interessierten Aussenstehenden auf, dass die bis dato gezahlte Wechselschichtzulage in Höhe von 76,70 Euro dem neuen System geopfert wird.
    Das geht m.E. und bespw. mit einem komplett leeren Zulagenbeutel für einen vierwöchigen Monatsurlaub einher.

    Leider sind die Informationen nicht vollständig – sollten sie es dennoch sein kann ich keine monäre Verbesserung erkennen.

    Nachdem ich einfach mal meinen März 2012 nach den o.a. Kriterien errechnet habe komme ich mit dem neuen Betrag nicht an die reguläre Auszahlung für diesen Monat ran.

    Es wird alles besser in diesem Verein – für mich in knapp 11 Jahren.

  5. Antwort an „Gendarme de France“

    Lieber „Gendarme de France“,
    bitte rechne noch mal – und zwar mit DuZ. Denn diese fällt nicht weg, wie du vermutest. Die DuZ wird wie bisher weiter gezahlt, die bisheige Wechselschichtzulage umgewandelt. Nach unseren Vergleichsberechnungen wird sich bei allen bisherigen Beziehern der Wechselschichtzulage eine deutliche finanzielle Verbesserung einstellen und darüber hinaus auch bei der BePo, den MKÜ,… Für die Bundespolizei wären das ca. 14 Mio. Euro Mehrkosten.
    Beste Grüße
    Sven Hüber

  6. Noch komplizierter gehts wohl nicht? Heißt das, dass ich zukünftig maximal 108 Euro für DUZ im Monat kriegen kann, oder interpretiere ich das falsch?

  7. Antwort an „Sidewinder“

    Lieber Kollege „Sidewinder“,
    du interpretierst das, wie du bereits selbst vermutest, falsch: die DuZ ist von dieser Regelung nicht betroffen, sondern wird wie bisher weiter gezahlt. Hier geht es um die Änderung der bisherigen Schicht- bzw. Wechselschichtzulage. Diese soll in der bisheigen Form wegfallen und durch die neue Zulage abgelöst werden.
    Beste Grüße
    Sven Hüber

  8. Hallo Sven,

    dann wird der Sockelbetrag monatlich variieren was bedeutet, dass in persönlich bedingten schwachen Arbeitsmonaten die bisherige Pauschale in Höhe von 76,70 Euro nicht erreicht wird.
    Ob dieser Verlust danach durch stärkere Monate aufgewogen wird wage ich zu bezweifeln.

    Der Artikel ist nicht klar definiert – das wird massive Unruhe produzieren. Eine Klarstellung mit eventueller Beispielrechnung wäre m.E.
    vorteilhaft.

    Grüsse

  9. @hueber
    Bedanke mich für die schnelle Klarstellung.

  10. Sven,

    also bleiben die bisherigen Stundenbeträge der DuZ-Berechnung unbehelligt?

    Dann reflektiert die Erhöhung nur auf die neue Berechnung der Wechselschichtzulage?

    Grüsse

    Antwort

    Ja, so ist es.
    Die Zulage soll nicht mehr pauschaliert gezahlt, sondern nach der persönlichen Nachtstundenbelastung berechnet werden. Unter Einschluss de Rhythmuswechsel- und Wohenendbelastung. Zudem soll die bisherige Kürzung für Bezieher der Polizeizulage nicht mehr greifen. Hohe Nachtdienstbelastung = hohe Zulage, wenig Nachtdienstbelastung = weniger Zulage. Die Berechnungen werden mann-/fraubezogen monatlich erfolgen. Das kann zu monatlichen Schwankungen führen, aber in der Jahressumme zu nicht unbedeutenden höheren Einnahmen. Leider ist Beamtenrecht immer kompliziert, das haben wir uns nicht aussuchen können…Nach Abschluss der Vehandlungen werden wir das Endergebnis bewerten. Wir wollten unsere Mitglieder bis dahin über den Fortgang informieren, damit ihr wisst, worüber wir uns für die Basis streiten.
    Beste Grüße
    Sven Hüber

  11. Hallo Sven.

    Noch eine Frage. Das liest sich gut, aber ich vermisse was ganz wichtiges……bzw lese nirgend wo etwas von folgender Möglichkeit.

    “ Wir zur Zeit verhandelt oder überlegt, oder ist angedacht, PVB eher die Möglichkeit einzuräumen, ohne Pensionsabzüge in den Ruhestand zu gehen.

    Z.B Pro 10 Jahre durchgehender „Wechselschichtdienst“, 1 Jahr eher in den Ruhestand. Das soll nicht bedeuten, wer 30 Jahre durchgehenden Wechseldienst, ohne Unterbrechung ( zwischenzeitlich andere Stelle im Tagesdienst ), kann dann 3 Jahre eher , also mit 59 Jahren, in Pension gehen. Wer so viele Jahre durchgehenden Wechseldienst geleistet hat, sollte ohne Abzüge im Ruhegehalt seine Pension ab 60 genießen dürfen. Das ist alle mal wichtiger als Geld…..

    Gruß aus Dortmund
    Peter Winthuis

    Antwort an Peter Winthuis

    Lieber Peter,
    die Verlängerung der Lebensarbeitszeit für Bundespolizistinnen und Bundespolizisten auf 62 Jahre ( und der Verwaltungsbeamten auf 67 Jahre) ist ein direktes Produkt der damaligen politischen Debatte zur Einführung der Rente mit 67, geschaffen von Schwarz-Rot: man wollte Beamte unterschiedslos genauso (schlecht) behandeln wie Arbeitnehmer. Dass dabei die Maßstäbe für Polizei und Feuerwehr total verrutschten, nahmen die Große-Koalition-Politiker billigend in Kauf; einige heute nicht mehr aktive Spitzenpolitiker haben uns damals direkt angelogen und anderes versprochen, als sie dann beschlossen. Wir haben freilich weiter das von dir beschriebene Gewerkschaftsziel.
    Das bedeutet nach meiner (!) Einschätzung: es wird keine Insellösung für die Bundespolizei bei der Altersgrenze geben, da gelingt nur etwas, wenn sich in der Rentenfrage überhaupt Bewegung einstellt. Das wird mit Sicherheit ein Wahlkampfthema für 2013, wie du schon an den Debatten in der SPD zu diesem Thema siehst. Für die schwarze Seite hat sich die Kanzlerin ja auch schon (negativ) geäußert. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften haben eine klare Position zur Abschaffung der Rente und Pension mit 67 bzw. 62 für Polizei und Feuerwehr. Die politische Schlachtordnung scheint also aufgereiht, jetzt wird der Wähler entscheiden. Wenn überhaupt, so wird sich also vor 2014 da nichts bewegen und wir auch keinen Gesprächs- und Verhandlungspartner finden.

    Grüße nach Dortmund
    Sven Hüber

  12. Also verstehe ich das so!
    Arbeite ich mehr als 45 Stunden zwischen 20:00Uhr und 06:00 Uhr in einem Monat bekomme ich als Wechselschichtdienstler ein Pauschale von 108 Euro, mehr geht also nicht!
    Arbeite ich zb 50 Stunden werden automatisch 5 Stunden in den nächsten Monat übertragen sprich ich bräuchte im nächsten Monat nur 40 Nachtstunden arbeiten um wieder die 108 Euro zu erreichen!. Vertstehe ich das richtig?
    Wenn ich 135 Nachtdienststunden zu viel habe werden Sie in den nächsten Monat übertragen.
    Das heisst ich braücht zb 2 Monate nicht Nachts arbeiten aber bekomme trotzdem die 108 Euro! Verstehe ich das richtig?
    Zu dieser Pauschale kommen den die Duz-stunden(wie sie bisher gelten 1Euro noch was und 2 Euro noch was )hinzu.
    Verstehe ich das auch richtig?

  13. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    danke für die Bemühungen die Situation für den Schichtdienst zu verbessern. Leider empfinde ich diesen angedachten Verordnungsentwurf als zu kompliziert, wohl wissend, dass Verhandlungen auf dieser Ebene eine gewisse Komplexität und Schwierigkeit mit sich bringen. Die Regelung zum Thema DUZ waren zwar kein Gegenstand des Arbeitskreises, obwohl m.E. hier der Hebel anzusetzen wäre. Eine signifikante Erhöhung der DUZ-Gelder in der Zeit von 20:00 bis 06:00 Uhr und die Anhebung der Zusatzurlaubstage (hier bereits angedacht) wäre der schlichtere und transparentere Weg, um die Situation zu verbessern. Profiteure wären dann alle Mitarbeiter aller Bundesbehörden, welche ihren Dienst zu solchen Nachtzeiten leisten. Die Wechselschichtzulage könnte somit auch in den DUZ-Topf aufgehen, des Weiteren die bereits errechneten 14 Mio. (allein BPOL), sodass jeder nachtdienstleistende Mitarbeiter eine spürbare monetäre Entschädigung erhält.

    Mit kollegialem Gruß
    Zelle

  14. also ich versteh das so

    schichtzulage ab 45h geleistete nachtarbeit/monat 108,- euro
    Duz zw. 20-6 uhr, 2,40 euro/h z.b. 70h 168,- euro
    3maliger dienstbeginn an samstag/sontag/feiertag im monat 20,- euro

    nachtstunden könne teilweise rübergenommen werden für schichtzulage
    für 35nachtstunden/monat halber ZU Tag mehr im jahr. macht im jahr 6 tage. erreiche ich auf grund meines dienstplanes locker. auf 4-6 tage komme ich jetzt schon meist im jahr. heißt das ich bekomm mehr ZU tage für nachtarbeit? also max 12 tage ?
    100 nachtstunden über 600h im jahr können für folgejahr übertragen werden

  15. Ich bin mal ganz ehrlich. Wenn ich hier das alles so lese, was die Politik oder auch gewerkschaft so vor hat, dann erinnert es mich immer an TMS. TMS bietet ja auch jedem Kollegen, bei Lehrgängen oder auch sonstigen Ausgaben, diese dort einzureichen.

    Das Problem daran ist nur, dass TMS so kompliziert ist, das es keiner versteht.

    Und so sehe ich die neueste Erkenntnis über DuZ und ko auch.

    Man muss nur alles kopliziert und undurchsichtig machen, damit keiner etwas versteht.

    Warum wird bei der Bundespolizei immer alles so kompliziert erarbeitet und transperiert.

  16. Hallo…

    ich sehe hier für die Kollegen im Schichtdienst z.b. in unserer Inspektion eine deutliche finanzielle Verbesserung.
    Beispiel:

    45 Nachtschichtstunden = 108 Euro
    3 x an Wochenende / Sonn- und Feiertagen im Dienst gewesen = 20 Euro zusätzlich
    4 x im Monat durch die Nachtschichten Dienst in der Zeit zw. 00.00-06.00 Uhr = 24 Euro zusätzlich

    Das macht dann 152 Euro “ neue Schichtzulage “ ( Brutto ) Super ! :-)))

    Danke liebe GdP

    Hier wurde eine deutliche Verbesserung erreicht. Aber es müsste dringend im Rahmen der Arbeitszeit noch etwas getan werden. Die Stundenzahl von bis zu 41 Stunden ist zu hoch. Hier wäre der Vorstoß … wie z.b. in Bayern nächstes Jahr … richtig. Eine Absenkung auf 39 Stunden für alle Beamten.

    MfG

    Sindbad

  17. @ Sindbad

    45 Nachtschichtstunden = 108 Euro
    3 x an Wochenende / Sonn- und Feiertagen im Dienst gewesen = 20 Euro zusätzlich
    4 x im Monat durch die Nachtschichten Dienst in der Zeit zw. 00.00-06.00 Uhr = 24 Euro zusätzlich

    Das macht dann 152 Euro ” neue Schichtzulage ” ( Brutto ) Super ! :-)))

    Rechnerisch richtig aber so wie ich es oben gelesen habe, ist bei 108 Euro Schluss.

  18. Hallo Kolleginnen und Kollegen,

    anderes Thema:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/innenminister-friedrich-wirft-chef-der-bundespolizei-raus-a-846955.html

    Was ist da nur los???

    3 Mann aus dem BMI sollen uns führen!

  19. Alles ganz super, gilt dies auch für die BUK?
    Auch diese leisten Schichtarbeit, analog wie die Beamten.
    MfG der Niederbayer

  20. Bei diesem „WIRWAR“ von Voraussetzungen macht das Ergebnis keinen Spaß mehr!

    Man bracht ja schon jetzt „Kommentare“ und „Rechtsmeinungen“ zur Erklärung dieser Sätze!!!

    Geht es nicht einfacher?

    YES

  21. @ Sindbad

    Rechnerisch hast du alles richtig zusammengezählt aber so wie ich es verstanden habe, ist bei 108 Euro Schluss.

  22. Warum diese Deckelung bei 108 EUR?
    Wann kommt dieser Erhöhungsbetrag zum Tragen?

    Beispiele:
    1) Unterstellen wir zunächst 5 Nachtschichten a 9 Stunden; 21.00 bis 06.00 Uhr
    45 Nachtstunden: 45 x 2,40 = 108 EUR

    2) Jetzt sind es nur 4 Nachschichten
    36 Nachtstunden: 36 x 2,40 = 86,40 EUR Kommt jetzt der Erhöhungsbetrag zum Tragen??? ->
    4 mal von 00.00 bis 06.00 Uhr = 24 Stunden x 1 EUR = 24 EUR
    Gesamt: 110,40 EUR, gedeckelt 108 EUR

    3) Jetzt sind es nur noch 3 Nachtschichten, zusätzlich 3 mal Wochenende
    27 Nachstsunden: 27 x 2,40 = 64,80 EUR Erhöhungsbetrag??? ->
    3 mal von 00.00 bis 06.00 Uhr = 18 Stunden x 1 EUR = 18 EUR
    3 mal Wochenende: 20 EUR
    Gesamt: 102,80 EUR
    Durch Spätschichten kommen noch 3 Stunden von 20 bis 21 Uhr dazu: 3 x 2,40 = 7,20 EUR
    Jetzt gesamt: 110 EUR, gedeckelt = 108 EUR

    Kann es richtig sein, dass derjenige, der die meisten Nachtstunden erbringt und somit aus meiner Sicht die höchste Belastung hat, theoretisch (aus finanzieller Sicht) am schlechtesten dasteht? Das ergibt sich daraus, dass er durch die 45 Nachtstunden die maximalen 108 EUR erreicht; Kollege 2) jedoch durch die zusätzlichen 1-EUR-Stunden auch die 108 EUR erreicht (vorausgesetzt, dass die 1-EUR-Stunden so wie gerechnet zu verstehen sind).

    Was ist mit demjenigen, der 45 Nachtstunden und auch noch die mindestens 3 mal Wochenende leistet?
    Ihm fallen vermutlich die 1-EUR-Stunden und auch die 20 EUR Wochende finanziell weg.
    Erst wenn er mehr als 45 Nachstunden leistet kann er diese (Stunden) in den nächsten Monat übertragen.

    Zitate:
    „… ggf. einem Erhöhungsbetrag in Höhe von 1,00 Euro für jede Stunde zwischen 00.00 Uhr und 06.00 Uhr“
    also nur ggf

    „… sowie ggf. – im Falle des dreimaligen Dienstbeginns an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag – einem Zusatzbetrag in Höhe von 20,00 Euro“
    auch nur ggf

    „Leistet ein Beamter oder ein Soldat in einem Monat mehr als 45 Nachtstunden und überschreitet damit den Maximalbetrag von 108,00 Euro…“
    Man kann rechnerisch die 108 EUR auch schon mit weniger als 45 Nachstunden überschreiten, hat dann aber keine Stunden zum Übertragen (Beispiel 2) und 3); sind ja nur 36 bzw 30 Nachtstunden.
    Leiste ich mehr als 45 Nachstunden kann ich zwar die Stunden übertragen, habe allerdings Pech, weil mir finanziell vermutlich die 1-EUR-Stunden und ggf. 20 EUR Wochenendzulage wegfallen.

    Belehrt mich eines Besseren, wenn ich falsch liege.

  23. Schichtzulage gut und schön…

    Zählen diesesmal die Stunden ab 20:00 Uhr für die Zulage oder werden die Nachtstunden wieder „je nach Schicht“ ausgelegt (Flughafen München: Alle Stunden nach 20 Uhr die in einer Spätschicht liegen zählen nicht für die Wechselschichtzulage)??? Sonst sieht es für die Schichtler am Flughafen München finster aus.

    Wann werden den mal die DUZ-Sätze angepasst ???
    Mal ehrlich, wir müssen jeden SCH…. aus der „Freien Wirtschaft“ übernehmen, auch wenn für Behörden eigentlich nicht anwendbar, nur wenn der Dienstherr zahlen müsste passiert nichts… Die Sätze sind im Vergleich mit der Freien Wirtschaft ein Witz…

    Ich weiss wovon ich rede, ich habe jahrelang dort Schicht gearbeitet…

    Vielleicht lassen sich mit einer Anpassung mehrere Fliegen mit einer Klappe (Flucht in den Tagdienst, sonstige Ausfälle…) schlagen :-)

    Und übrigens habe ich nichts gegen Tagdienstler, bevor dies hier so ausgelegt wird. Ich würde auch nicht überlegen wenn ich die Chance bekäme…

  24. Um hier nochmal bisschen Klarheit zu schaffen…. Es wurde doch klar unterschieden zwischen GRUNDBETRAG und ERHÖHUNGSBETRAG. Der Grundbetrag setzt sich aus den Nachtschichtstunden zusammen, pro Nachtschichtstunde 2,40 €. Diese GRUNDBETRAG kann die 108 € nicht überschreiten. Die ERHÖHUNGSBETRÄGE (1 € pro Stunde zwischen 00:00 und 06:00 Uhr, 20 € für drei Dienste am WE) wird darüber hinaus gezahlt.

    Dies ist nur eine (Wechsel-)Schichtzulage, DUZ wird natürlich zusätzlich gezahlt.

    Natürlich, es gäbe auch am DUZ einiges zu machen. Aber ich für meinen Teil profitiere sehr gut von dieser neuen Regelung, welche meiner Meinung nach auch, sofern man einmal durchgestiegen ist, nicht so kompliziert ist wie es anfangs scheint.

    Und alle finanziellen Sachen sind enorm schwer durchzudrücken, daher mein großen Lob an die Verhandlungsführer! DANKE!

    @ POMK:
    Wieso sollte im Beispiel 1 kein Erhöhungsbetrag gezahlt werden?

  25. @Flughafenmann

    Das frage ich mich auch, wann an den DUZ-Beträgen etwas verändert wird. Da waren doch mal 5 EURO pro Stunde im Gespräch?
    Besonders die DUZ Vergütung am Sonnabend spottet ja jeder Beschreibung.

    Wie es sein kann hier am Beispiel der IG Matall:
    http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/tarifinfo-zuschlaege-896.htm

  26. @PMOK
    So wie ich es verstanden habe, geht es nur um die Schichtzulage, die jetzt bei 75 € (?) lag.
    Also ein Gewinn von 33 Euro. DuZ und ähnliches bleibt ja (leider) wie es war.

  27. Ja, das habe ich auch so verstanden.
    Es könnte aber trotzdem auch die DUZ-Zahlung verbessert werden.

  28. @Neugierig
    Wenn es so sein sollte, dass sowohl der Erhöhungsbeitrag als auch die 20 EURO für die Wochenenden immer noch zusätzlich gezahlt werden, dann wäre es sehr wünschenswert.
    Allerdings lese ich das nicht so heraus.

    Warum?
    1) Bei 108 EURO ist grundsätzlich Schluss
    2) Sowohl bei den Stunden von 00.00 bis 06.00 Uhr als auch beim Wochenendzuschlag steht jeweils das Wort „ggf“ davor.
    Warum ggf. und nicht grundsätzlich?

    Ich habe das „ggf“ in meinen Beispielen so interprätiert, dass bei demjenigen, der die 108 EURO allein durch die 45 Nachtstunden erreicht (Beispiel1), es nicht zu weiteren Anrechnungen kommt.
    In den Beispielen 2) und 3) kann man auch auf die 108 EURO kommen, da hier ggf. das „ggf“ zur Anwendung kommt. Somit kämen mehr Kollegen in den Genuss der vollen Zulage, benachteiligt aber irgendwie die Kollegen die regelmäßigen Schichtdienst leisten.

    Wie gesagt reine Interprätation der o.g. bisherigen Regelungen meinerseits.

    Sollte es anders sein – um so besser.

  29. @POMK

    Ok, stimmt, so kann man es auch interpretieren.

    Hier herrscht Klärungsbedarf durch die GDP!

  30. Beschäftigten ab dem 60. Lebensjahr soll ein zusätzlicher Arbeitstag als Zusatzurlaub gewährt werden.

    Das ist ist die Meldung schlechthin!!!!
    Tränen der Rührung und des Glücks liefen über meine Wangen.
    So oder so ähnlich fühlt sich ein Bettler, der feststellen muss, dass ihm die Passanten den ganzen Tag Unterlegscheiben in den Hut geworfen haben……

  31. @ Mittfünfziger

    Manche Leute müssen halt an an allen Dingen rumnörgeln.
    Wenn Dir der zusätzliche Tag nicht passt, kannst Du ihn ja auch verfallen lassen.

    Ich werde ihn, wenn es in wenigen Jahren so weit ist, geniessen.

  32. Ich kann den Mittfünfziger aber verstehen.
    Das hat mit nörgeln nichts zu tun. Für die letzten 2 Jahre dieser Tag – na ja.
    Aber vielleicht müssen wir ja auch noch bis 67 ran …

  33. Ich lese immer „…geleistet hat“ im Zusammenhang mit
    Nacht und Wochenenddiesnten.

    Was ist eigentlich bei Urlaub.
    Da hat es doch die jetzige Schichtzulage weitergegeben.

    Wenn man das nun „nicht mehr leistet“ gibt es nichts.

    Oder wie lest Ihr das?

  34. @sidewinder:

    Mittfünfziger verliert ja mit der neuen Regelung einen Tag, also darf er jammern bzw. nörgeln, denn bisher bekam er den Tag ja schon ab 50. Oder gibts ab 60 noch mal einen Tag mehr?

  35. Wenn ich richtig rechne, geht es hier nicht um den fünften ZU-Tag, den wir über 50jährige erhalten, sondern um einen sechsten ZU-Tag.
    Wir verlieren also nicht einen Tag, sondern gewinnen einen zuätzlich.

    Falls ich da einen Rechen- oder Verständnisfehler mache, bitte ich um Aufklärung.

  36. Kann uns vielleicht jemand noch eimal die oben angeführten Entwurfsunkte erläutern?

  37. Liebe GdP, gibt es zu diesem Thema einen neuen Sachstand?

    Danke!

  38. Gibt es schon was neues?

  39. Liebe Gewerkschaft,

    im Herbst spllte die Änderungen „durchgewunken“ werden und ab den 01.01.2013 greifen.

    Der neue ePlan ist darauf schon ausgelegt, nur leider höhre ich nichts mehr von diesem Thema.

    Über eine Mitteilung wäre ich sehr dankbar.

  40. Zum 01.01.2013 wird es nun nicht mehr eingeführt, gibt wohl Unstimmigkeiten zwecks Pausenregelung im Wechselschichtdienst!

  41. Hallo, Ich habe gehört(Buschfunk) das der Ausgleich von Schicht- und Einsatzdienst wohl doch noch in diesem Jahr beginnen wird/kann? Habt Ihr auch sowas gehört oder weiß jemand darüber etwas und wenn ja wie sieht es denn nun aus,haben die sich nun auf was geeinigt?
    Oh man so viele fragen in einem Satz!