Kritik am inneren Zustand der Bundespolizei in den Medien angekommen!

Bild: RainerSturm_pixelio.de

Seit langem weist die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, auf die Überlastungen unserer Kolleginnen und Kollegen im Dienstalltag hin. Deutlich dargestellt wurde der innere Zustand der Bundespolizei noch einmal durch die sehr umfangreiche Befragung der Bundespolizei-Beschäftigten in der „Klartext 2010“ Studie, die duch die Technische Universität Chemnitz von Prof. Dr. Gerd Strohmeier durchgeführt wurde. Die Universität hat dem Bundesinnenministerium und dem Bundestagsinnenausschuss dringende Handlungsempfehlungen gegeben. Die Ereignisse der letzten Tage haben die Hinweise der GdP auf die Überlastung unserer Kolleginnen und Kollegen wieder in die Medien und die politische Diskussion gebracht. Nachfolgend ein Querschnitt aus den Medien:

Kommentar aus der Süddeutschen Zeitung vom 30.07.2012: Der Unsicherheitsminister:  Sie riskieren ihr Leben für wenig Geld und Anerkennung

Süddeutsche: Polizei: Innenminister wechselt Spitze der Bundespolizei aus

Kommentar bei den Tagesthemen: Rainald Becker zum Umbau der Bundespolizei

Berliner Zeitung: Friedrich feuert Bundespolizei-Chefs ; Dimpfelmoser in Berlin

Audio Kommentar des DLF

Behörden Spiegel: Austausch an der Spitze der Bundespolizei

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

27 Kommentare
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  1. Endlich kann ich da nur sagen!
    Ich hätte mir nur einen anderen Anlass gewünscht.

    Jetzt müssen wir aber auch im Gespräch bleiben und nicht nur der Lückenfüller für das Sommerloch sein.

  2. Solange diese Regierung an der Macht ist,wird sich am Zustand der Bundespolizei nichts ändern.
    Ob dieses politisch überhaupt gewollt ist,wage ich zu bezweifeln . Ansonsten,müssten auch die Länder ein Stück ihrer Polizeihoheit zu Gunsten des Bundes abgeben.

  3. Die GdP macht die Probleme in der Bundespolizei deutlich. Dass hebt sie deutlich von denen ab, die jetzt sagen, alles wäre gut und erfolgreich. Nichts ist gut und erfolgreich!

  4. Liebe GdP,

    in der hier genannten Berichterstattung wurde alles über den Zustand der Bundespolizei gesagt.

    Es ist für mich und sicher auch für viele Kolleginnen und Kollegen wie ein Befreiungsschlag!

    8.000 POMs sind 8.000 zu viel!!!

    Bleibt dran liebe GdP!

  5. Nicht zu fassen,

    unsere Führung wurde komplett zum Teufel gejagt und jeder fragt sich nach dem „warum und wieso“ und schon wieder fühlt sich einer berufen den Wehgesang des POM – Bauches anzustimmen. Geht`s eigentlich noch?

  6. Liebe Frau Anna Scheifele, den „Wehgesang des POM – Bauches“ kann man gar nicht oft genug anstimmen….. (: Hu,Hu,Hu, Hu

  7. Ich frage mich was eigentlich vor 10 Jahren so gelaufen ist?
    Haben wir wirklich so viele ernsthafte Probleme oder sind vielleicht einige davon in der Banalität des Nörgelns in Verbindung mit der Kommunikationsoption dieser Foren begründet?
    Ich bin seit 1993 dabei und höre von immer den gleichen Leuten die gleichen Kommentare. Dann hat endlich in den Sack und euer, ach son besch. Berufsleben hat ein Ende.
    Natürlich waren auch Veränderungen nötig und Kritik der Gewerkschaften erfolgreich, aber was brauche wir denn wirklich?

    Eigentlich haben wir doch eine gute und vernünftige Grundausstattung! Sind es nicht die individuellen Bequemlichkeiten die vieles schlechter machen als es ist?
    Ich beziehe mich hierbei natürlich nicht auf die Faktoren wie Arbeitszeiten, Belastung durch Schichtdienst usw.

    Mit dem was wir vom Dienstherrn bekommen, sollen wir unsere Aufgaben erfüllen. Wenn das nicht reicht werden die Aufgaben eben nicht erfüllt. Habt doch endlich mal den Mut auch mal ein schlechtes Ergebnis abzuliefern. Was soll schon passieren? Schlechte Beurteilung? Lächerlich wird doch eh über Quote geregelt. Weniger Geld? Bestimmt nicht.
    Aber ihr macht euch dafür nicht selber kaputt. D.h. weniger Stress, kein Müll der mit nach Hause genommen wird. Schöneres Leben.

    P.S. Zur Aufgabenerfüllung:
    Wie wärs wenn jeder eine Woche lang genau nur das macht wofür er da ist, und alle Energie und Tatkraft dafür verwendet, welche er sonst für Nörgelei verbraucht.

  8. Dieser Leitartikel zum unsäglichen Rauswurf von Matthias Seeger und dem inneren Zustand in der Bundespolizei verdient es in voller Länge hier zitiert zu werden, damit er im GdP Forum lange erhalten bleibt und nicht in den Wirren des www und aufgrund der Schnellebigkeit der Pressemeldungen verloren geht.

    Vielen Dank an Christian Bommarius, dass Sie in der Frankfurter Rundschau so toll Klartext schreiben !!!

    Hier der Artikel in voller Länge:

    Zitat:

    „Alois Dimpfelmoser lebe hoch! Vor 50 Jahren, am 1. August 1962 hat der Wachtmeister zusammen mit dem wilden Räuber Hotzenplotz in der Schreibstube des Kinderbuchautors Otfried Preußler das Licht der Welt erblickt, in der er sich bis heute – denn noch immer werden die Geschichten von Kindern geliebt und gelesen – als Staatstölpel herumtreibt. Es gibt natürlich auch Kasperl, Seppel, die Großmutter, den Zauberer Petrosilius Zwackelmann und Hotzenplotz, aber die komischste Figur von allen ist der Wachtmeister Dimpfelmoser.

    Wie gravitätisch und entschlossen er daherkommt, wie streng er bei Bedarf mit strenger Bestrafung droht und wie herrlich peinlich, wenn ihn Hotzenplotz mal wieder übertölpelt, bis auf die Unterwäsche entkleidet, in einen Feuerwehrschlauch wickelt und die Festnahme des Räubers schließlich nur dank der Hilfe Kasperls und Seppels gelingt. In Preußlers Kosmos ist die Figur Dimpfelmosers unentbehrlich. Denn sie ist wunderbar komisch. Was macht sie dazu? Ihre offenkundige Entbehrlichkeit.

    Der Alois Dimpfelmoser der Erwachsenenwelt lebt in Berlin und heißt Hans-Peter Friedrich (CSU). Er ist nicht Wachtmeister von Beruf, sondern Bundesinnenminister. Damit enden im wesentlichen bereits die Unterschiede.

    Manche Kritiker beklagen, Friedrich sei ein Scharfmacher. Das ist falsch. Selbst wenn er es gern wäre, wüsste er nicht wie. Andere Kritiker halten ihn für islamophob. Auch das ist falsch. Denn offensichtlich beschränkt sich seine Kenntnis des Islam im besten Fall auf die Lehrbücher Karl Mays und dessen Propheten Kara Ben Nemsi.

    Friedrich ist dem Amt nicht gewachsen

    Hans-Peter Friedrich ist weder ein Scharfmacher noch ein Hasser des Islam, er ist schlicht den Aufgaben eines Bundesinnenministers nicht gewachsen. So schnell wie er stand noch keiner seiner Vorgänger vor dem Publikum in Unterwäsche da.

    So präsentiert er sich nicht erst seit gestern, doch seit gestern ist es nicht mehr zu übersehen. Seit Monaten sickerten aus dem Bundesinnenministerium Indiskretionen über die vermeintlich unzulängliche Amtsführung des Chefs der Bundespolizei, Matthias Seeger, und seiner Stellvertreter. Seit Monaten wurde an ihren Stühlen Tag und Nacht gesägt, so laut, dass die Journalisten schon Ohrenstöpsel hätten tragen müssen, um nichts davon zu hören.

    Mit keinem Wort hat der Minister seine Untergebenen vor dem versuchten Rufmord im eigenen Haus in Schutz genommen, vielmehr hat er gestern selbst zum Dolch gegriffen und sich der unerwünschten Polizeichefs entledigt. Warum? Gründe wurden nicht genannt, aber aus den sogenannten Koalitionskreisen hieß es, der Bundesinnenminister sei verärgert über an die Öffentlichkeit gelangte Interna aus der Bundespolizei. Chapeau!

    Die Bundespolizei ist ein Gemischtwaren-Laden

    Das Problem der 41.000 Angehörigen der Bundespolizei war und ist nicht die Arbeit ihrer Chefs, sondern die Untätigkeit der Politik, die seit Jahren ein schlüssiges Konzept verweigert. Das Problem ist der planlose Umbau der Bundespolizei in einen Sicherheits-Gemischtwaren-Laden, in dem alles Mögliche geführt wird: Aufgaben der Bahnpolizei, Schutz des Luftverkehrs, Aufgaben auf See, Schutz von Verfassungsorganen, Unterstützung der Polizeien der Bundesländer, des Bundeskriminalamts, des Bundesamtes für Verfassungsschutz etc. Die Bundespolizisten teilen das Schicksal von Schizophrenen. Sie haben nicht nur eine Identität, sondern viele. Also keine.

    Friedrich liefert der Bundespolizei kein Konzept, er schickt nur Personal aus seinem Haus, das für Ruhe sorgt. Genauer gesagt, ist dies das Konzept des Bundesinnenministers, sogar sein Lieblingskonzept. Das Versagen des Bundesamtes für Verfassungsschutz bei der Aufklärung der NSU-Morde hatte verschiedene Ursachen, eine von ihnen war, dass die Verfassungsschützer Rassismus in der Gesellschaft für so real und gefährlich halten wie eine Spukgestalt in der Geisterbahn.

    Da muss etwas geschehen, und es geschieht auch was: Der Chef des Amtes geht in den Ruhestand, der Minister schickt als Nachfolger einen Ministerialbeamten seines Hauses, der Staatsinteresse und Menschenwürde nicht auseinanderhalten kann. Der Mann soll im Bundesamt für Verfassungsschutz dem Rechtsstaat eine Chance geben? Nein, er soll – siehe oben – nur im Bundesamt für Ruhe sorgen.

    Das Vertuschen läuft ziemlich gut

    Natürlich läuft bei der Aufklärung der NSU-Mordserie nicht alles schlecht im Innenministerium und im Bundesamt für Verfassungsschutz unter der Führung Friedrichs: Mit dem Verschleiern und Vertuschen sind beide Behörden exzellent vorangekommen.
    Wie gesagt, Wachtmeister Alois Dimpfelmoser und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich haben manches gemein. Aber nur Alois Dimpfelmoser ist unentbehrlich.“

    Quelle:
    http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-zur-bundespolizei-dimpfelmoser-in-berlin,1472602,16754070.html

  9. @ anna scheifele

    Vielleicht wurde sie ja (u.a.) auch zum Teufel gejagt, weil sie sich einen Sch… um den POM-Bauch gekümmert haben. Und das haben sie wirklich nicht, in nicht einer einzigen ihrer jährlichen Haushaltsforderungen und auch nicht bei den Auftritten im Haushaltsausschuss. Genausowenig wie sie sich um eine bessere Dienstpostenbewertung gekümmert haben, im Gegenteil: Friedrich hat gegen ihr Votum die Dienstposten z.b. der BePo angehoben. Sie haben auch nichts dagegen getan, dass die paar Verwaltungsbeamtenbeförderung im Präsidium verschwanden und die Basis fast leer ausging. Dafür haben sie mit aller Macht Krieg gegen familienfreudliche Schichtpläne und die diese verteidigenden Personalräte geführt, bis das BMI und die Gerichte eingriffen. Sie haben den unsinnigen Vorschlag zur Verschlechterung des Aufstiegsalters in der BPolLV erfunden und dem BMI offeriert, sie haben die Abschaffung des 2. Einsatzanzuges erfunden, den das BMI dann korrigierte, sie haben mangels Überblick die Anwärter verunsichert mit der falschen Botschaft, sie könnten nicht angestellt werden, wenn der Minister keine neuen Planstellen beschaffe, was dann gar nicht stimmte. Sie haben auch im x-ten Anlauf keinen sinnvollen Vorschlag für ein Personalentwicklungskonzept hinbekommen, wollten aber durchsetzen, dass eine einzige Auslandsverwendung bei Beurteilung und Beförderung doppelt und dreifach zum Vorteil gereicht. Sie sind durch die Ost-Grenzinspektionen gereist und haben den gerade in der Reform gesetzten Leuten zu deren Verunsicherung erklärt, sie wollten den „Faktor 3“ abschaffen und die Leute könnten schon mal packen, obwohl Friedrich das genaue Gegenteil erklärt hatte. Sie haben wochenlang taktierend zur Werthebach-Kommission geschwiegen, hoffend, das BKA zu übervorteilen und damit das Klima zum BKA fast vergiftet. Sie haben ein dümmliches und teures System des „Qualitätsmanagements“ etabliert, dass Hunderte Polizeibeamte vom operativen Dienst abzieht, damit sie die Anzeigen ihrer Kollegen auf Rechtschreibung prüfen, irres Geld kostet und definitiv nichts für den Rechtsstaat bewirkt. Sie verantworten die Mit Abstand langsamsten PC-Leitungen des Universums, die einen in der Schicht regelrecht verrückt machen können – angeblich fehlt es für diese Kernaufgabe an Geld, und sie versenken gleichzeitig 2,5 Mio. in ein Eitelkeitsprojekt eines Abteilungsleiters – ohne BMI-Kenntnis. Sie lassen nach der Patras-Pleite heimlich alle E-MailPostfächer flöhen, ohne dass die Mitarbeiter davon etwas erfahren. Die Basis stöhnt unter Schrottautos – die abgelöste Führung beschafft lieber 85 neue Hubschrauber. Sie tragen die Verantwortung dafür, dass jahrelang nichts lief, um in Dortmund, Heimerzheim, Passau,… die Unterbringung zu verbessern. Und sie haben ein unerträgliches Klima zwischen dem Vize und den DirLeitern, aber auch ein Klima des Belauens teilweis in Potsdam selbst zu verantworten. Die Liste ließe sich fortsetzen. Nobody is perfect.
    Das rechtfertigt natürlich nicht, sie wie Hunde vom Hof zu jagen, das war die charakterlose Rache einiger Ministraler und ist widerlich und unentschuldbar. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass ein Teil unserer Probleme auf ihre Schwächen zurückgehen. Ein „Weiter so!“ wäre auch nicht gegangen, dann hätten wir uns nämlich bald alle fragen müssen „Geht’s eigentlich noch?“.

  10. Dimpfelmosers musste ja versagen, hat nie den Aufstieg gemacht, wahrscheinlich nicht mal ETR Trainer, keine Artus vorgänge angelegt, also war auch keine Auswertung im Q-management oder Controlling möglich – als Allein-KSB hat er vermutlich sogar die Höchstquote erfüllt ( ständig die 9) = kein Motivationsanreiz , war ständig nur auf der Strasse
    – er gehörte längst in den Ruhestand versetzt

    (Achtung kann Spuren von Sarkasmus enthalten)

  11. @ Kurt

    Volle Zustimmung

  12. Bravo Kurt!

    Endlich sagt einer mal direkt, wer die wirklichen Pfeifen sind und wo diese sitzen und Ihr Unheil ausbreiten.

    Danke Kurt für Deine ehrlichen Worte.

  13. @ Kurt
    Vollste Zustimmung! Das waren Gründe für die längst überfällige Ablösung. Menschlich schlecht gelaufen, in der Sache absolut richtig!

  14. @ Kurt
    Chapeau !

  15. @kurt
    Sehr gute Insider-Informationen. Diese waren dem größten Teil der Kollegenschaft sicher nicht bekannt.
    Was bedeutet eigentlich „Sie lassen nach der Patras-Pleite heimlich alle E-MailPostfächer flöhen, ohne dass die Mitarbeiter davon etwas erfahren“ konkret ?

  16. @Kurt

    gut gesagt

  17. In dieser schnellen Zeit ist es gut kurz innezuhalten. In diesem Augenblick in dem die neue Führung in Potsdam eingeführt wird. Die abgelösten Vize- Präsidenten bereits in die Origamme des BMI eingefügt wurden.
    An Anfang Juni wurden erste Ablösunggerüchte öffentlich. Damals kein Dementi des Ministers. Erst im Februar 2012 hatten Seegers interne Gegner der Zeitung BILD am Sonntag im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die Neonazi-Terroristen der NSU eine erfundene Geschichte über angebliche Datenvernichtung durch die Bundespolizei “verkauft” und dafür internen E-Mail-Verkehr aus Polizeiservern gestohlen. Die Geschichte stellte sich als frei erfunden heraus, die BILD am Sonntag musste Gegendarstellungen veröffentlichen. Haften blieb der unzutreffende und bösartige Eindruck, dass Präsident Seeger gegen das BKA operieren würde. Keine öffentliche Reputation für den Präsidenten der Bundespolizei.
    Seit 2008 wurden in diesem schlechten Bedingungsgefüge in kürzester Zeit allein drei Vizepräsidenten der Bundespolizei verschlissen, so der heutige Abteilungsleiter Bundespolizei im Bundesinnenministerium Franz-Josef Hammerl, sein heutiger Vertreter, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Ralf Göbel, und nun der frühere Ministerialbeamte Dr. Michael Frehse.
    Von Bundesinnenminister Dr. Friedrich erwartete die Gewerkschaft der Polizei, dass er solchem illoyalen Verhalten endlich Einhalt gebietet. Jupp Scheuring im Juni : “Es ist eine Frage der Binnenhygiene, solchen ‘Brutusfallen’ nicht auf den Leim zu gehen. Illoyalität darf nicht zum Erfolg führen“.
    Durch ein Indiskretion wurde nun der Personalwechsel am Wochenende öffentlich. Es wurde kritisiert, dass Internes aus dem Bundespolizeipräsidium häufig öffentlich wurde. Eine Kritik, die auch offensichtlich auch für das Ministerium selber zu trifft.
    Ein Ministerium, dass an der Gestaltung des von Gesetzen mitwirkt. Zum Beispiel am Meldegesetz. Unter Mitwirkung der Ministrialbürokratie wurde Anfang Juli das Gesetz neugefasst. Bei dieser „Formulierungshilfe“ wurde die politische Intention der Bundesregierung konterkariert. Der Zusammenhang zwischen dem Führungswechsel bei Bundespolizei und dem Sachthema ist schnell hergestellt. Wer berät in diesen Fällen den Minister ? Wem nützt der Personalwechsel politisch ? Für wen wurde Mathias Seeger „ersatzweise“ in den vorläufigen Ruhestand versetzt ? Es ist zu einfach nur auf den schlechten Stil ab zu stellen. Oder darauf zu setzen, dass auch im Sommerloch und während der Olympischen Spiele, die Menschen sich schnell einem anderen Thema zu wenden werden.
    Die Presseberichterstattung hat bewiesen, siehe „Berliner Zeitung“, nicht nur Bundespolizisten und Gewerkschafter lesen dies Forum.
    Also bleibt dran ! Ihr seid schon viele – werdet mehr!

  18. Viel Freude beim abendlichen knabbern Frau Scheiferle !

    Bravo und Respekt werter Kurt

    Gendarme de France

  19. Merkel gibt Innenminister Friedrich Rückendeckung
    dpa

    BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem unter Druck geratenen Innenminister Hans-Peter Friedrich ihre Unterstützung versichert. Die Bundeskanzlerin habe vollstes Vertrauen in den Innenminister, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin. Friedrich hatte die gesamte Spitze der Bundespolizei ohne Angabe von Gründen entlassen und war dafür heftig kritisiert worden.

    …..ich lasse das mal unkommentiert……..

  20. Na, wenn die Bundeskanzlerin „vollstes Vertrauen“ hat, dann wird´s doch langsam gefährlich, oder?
    Hatte sie nicht auch „vollstes Vertrauen“ in Karl-Theodor zu G. und Norbert R. aus NRW???
    Vielleicht so: das „vollste Vertrauen“ der Bundeskanzlerin ist wie Arsen – man kann es nur einmal genießen (zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Abteilungsführer oder Inspektionsleiter).

    …das muss die Hitze sein…

  21. @Kurt

    …sehr anschauliche und vor allem aus meiner Sicht zutreffende Zustandsbeschreibung, Kurt! (ebenso wie an anderer Stelle der Hinweis auf die völlig aus dem Ruder gelaufenen „Auffüllungsgrade“ der Stäbe im Gegensatz zur operativen Basis.)

    Auch richtig, dass hiergegen zu wenig (bis garnichts!) unternommen wurde. Die Frage wird nur sein, ob durch das Austauschen des Führungstriumvirats an diesen Zuständen geändert wird?
    Ich befürchte nein!

    Es sei denn, dass jetzt ganz zügig ein grundsätzliches Umdenken erfolgt und dieses ebenso zügig bis in die letzten Verästelungen kommuniziert und dann vor allem auch verinnerlicht wird!
    Das aber wird das eigentliche Problem darstellen, da ein zentralistisch geführtes System solche Auswüchse ständig aufs neue gebären wird. Und da wären wir dann auch schon wieder beim Thema: ohne entsprechende Vorgaben aus der Politik wird dies ein Romann ebensowenig gebacken bekommen wie ein Seeger!

    Die Politik jedoch war es bekanntlich, die uns diese unsägliche, noch vor dem Start zum Scheitern verurteilte Organisationsform verordnet hat!
    Deshalb hilft es uns auch nichts, wenn der Minister himself nun auch noch den Hut nehmen müsste, was ich persönlich garnicht für soo ausgeschlossen halte…
    Auch das wäre nur der Austausch eines Kopfes, der nicht 6 Jahre Misswirtschaft (seit Verkündigung der „Reform“) ungeschehen machen könnte.
    Um hieran etwas zu ändern, müsste vermutlich eine erneute Reform her. Daran aber würde die Bundespolizei mit ziemlicher Sicherheit endgültig zerbrechen!

    Eine Chance hat der „Neue“ eigentlich nur, wenn er sehr schnell den bestehenden Kurs sehr eindeutig ändert.

    Wenn er das will…

    und wenn die Politik ihn lässt…

    Nach der veröffentlichten Antrittsrede hält sich meine Hoffnung diesbezüglich in Grenzen.
    Sollte mich freuen, wenn ich hier falsch läge; –
    Die Riesensauerei der Abservierung der bisherigen Führung bleibt aber trotzdem als schwere Hypothek bestehen!

  22. Frau „Anna Scheifele“ geht´s bei Ihnen eigentlich noch???

    Das ist mit ein wesentlicher Grund, warum die Stimmung so MIES ist!!! Ja, ja, ich sage nur „die drei Affen“…
    IHRE Aussage ist „unfassbar“…

  23. Aber wie soll es nun weitergehen. Geld wird die BPOL wohl kaum einfordern können, um u.a. die Performanceprobleme von Citix schnell beheben zu können. Diese Baustelle wird wohl leider bestehen bleiben.

    Was man aber schnell umsetzten könnte wäre die Dienstpostenklarheit herstellen. Jeder PVBin nimmt ab dem 01.09.12 (einen Monat zum Finden sollte jeder erhalten) seinen Dienst dort auf, wo sich auch der DP befindet. Aber dann bricht unser Laden definitiv zusammen, da man in den letzten 4 Jahren so viele (notwendige?) Schattendienstposten aufgebaut hat, ohne die ein BPOLP, eine BPOLD, eine BPOLI den täglichen Dienst gar nichtbewältigen könnte. Oder etwa doch? Wer weiß das schon. Ob wir es jemals erfahren werden?

  24. @Anna Scheifele
    Nun man kann es auch anders sagen!
    Ich POM ohne Aussicht auf eine Beförderung zum PHM, mir ist das scheißegal wer Präsident ist in der BuPo!
    Ob es solch einen Rausschmiss bedarf den der Herr Seeger bekommen hat steht auf einem anderen Blatt!
    Ich finde es eher suboptimal! Aber wer fragt schon mich! Oder andersrum wer hat mich je gefragt was getan werden müsse um es ein wenig besser zu machen in der BuPo!
    Und wie über mir geschrieben wurde es ist ein wesentlicher Grund warum die Stimmung so mies ist in der BuPo! Ich geh arbeiten für dieses Land für Geld und nicht für Schulterklopfen!

  25. @ Kurt :

    Bravo Kurt, du sprichst uns aus allen aus der Seele!!!

    Bitte eine Kopie an alle deutschen Medien…dann würden diese nicht mehr rätseln müssen warum die Spitze gehen musste.
    Ich hoffe auch darauf, daß die neue Spitze noch die ihr nachgeordneten Bereiche aufräumt…

    Gruss Freidenker

  26. Also wenn ich so die Antrittsrede lese wird mir auch nicht besser…nichts von Verbesserungen für die Kollegen oder Schaffung von Perspektiven…vielmehr soll man froh sein das der Staat uns alimentiert und das man bundesweit einsetzbar ist wird auch gleich nochmal mit angesprochen. Damit das auch jeder versteht wird gleich der entsprechende Paragraf aus dem GG mit eingeschoben. Die Neuorganisation war richtig….sagt er. Find ich nicht. Und das ja nichts nach außen dringt von eventuellen Missständen an die Presse! Wo leben wir denn! Die Presse hat das Recht und die Pflicht unzensiert zu berichten.
    Wovor hat man denn Angst? Sind doch eine demokratische Polizei….wir zumindest so propagiert. Ich bin mal gespannt, glaub besser wirds nicht.

  27. @Kurt: Richtig!
    Herr S. war mir persönlich bekannt & sympatisch.
    Ob viele zweifelhafte Entscheidungen letztendlich tatsächlich von der ehemaligen Führung getroffen wurden, bleibt unbeantwortet.
    Verantwortlich sind sie in jedem Fall.
    Ob sich in Zukunft, nach der Antrittsrede des neuen BPOLP, etwas zum positiven ändert, bleibt abzuwarten.
    Ich fürchte jedoch, liest man zwischen den Zeilen, eher nicht.
    Ich hoffe, ich werde positiv überrascht werden!