Beurteilungsrichtlinien für die Bundespolizei werden angepasst

Sven Hüber, stellvertretender Vorsitzender des GdP-Bezirk Bundespolizei

Berlin. Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat sich mit dem Bundespolizei-Hauptpersonalrat beim BMI darauf verständigt, die Beurteilungsrichtlinien für die Bundespolizei anlässlich der zum 01. Oktober 2012 anstehenden Beurteilungsrunde anzupassen.

Mit der Änderung werden unter anderem die zwingenden Vorgaben der seit 2009 geänderten Bundeslaufbahnverordnung (BLV) umgesetzt. So wird in der Bundespolizei die bisherige Quotierung nach „Notenstufen“ abgeschafft.

Zukünftig wird als Quotenvorgabe (Richtwerte) gelten

– Note 9 auf 10 Prozent (+/- 5 Prozent)

– Note 8 auf 20 Prozent (+- 5 Prozent)

– Die Note 7 ist damit zukünftig nicht mehr quotiert.

Diese Vorgaben gelten auch für zu erstellende Aktuelle Leistungsnachweise.

Festgelegt wurde, dass die Beurteilungsrichtlinien nunmehr auch für die „Beurteilungen aus besonderem Anlass“ nach der Hälfte und zum Abschluss der laufbahnrechtlichen Probezeit Anwendung finden. Durch das neue Laufbahnrecht ist eine Beurteilung zur Mitte der Probezeit und an deren Ende vorgeschrieben.

Zukünftig werden die Leistungsmerkmale

  • „Qualität und Verwertbarkeit der Arbeitsergebnisse“,
  • „Fachkenntnisse“,
  • „Zuverlässigkeit“ und
  • „Zusammenarbeit und teamorientiertes Handeln“

obligatorisch bei allen Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei als „besonders wichtiges Leistungsmerkmal“ anzugeben und die dort getroffenen Leistungseinschätzungen bei der Bildung der Gesamtnote entsprechend deutlich zu gewichten sein.

Das Bundesministerium des Innern wird zukünftig Zweitbeurteiler aller Beamtinnen und Beamten mit einem Amt der Besoldungsgruppe A 15 und höher, weil das BMI auch die personalentscheidende Stelle für Dienstpostenentscheidungen A 15/16 und die Ernennung von Beamten in ein Amt der Besoldungsgruppe A 16 ist.

Die angepassten Beurteilungsrichtlinien sollen für die anstehende Beurteilungsrunde 2012 praktische Anwendung finden.

Das Bundesministerium des Innern und der Bundespolizei-Hauptpersonalrat beim Bundesministerium des Innern vereinbarten darüber hinaus, bis zum Frühjahr 2013 gemeinsam eine grundlegend neue Beurteilungsrichtlinie für die Bundespolizei zu erarbeiten. Dafür wird eine entsprechende Arbeitsgruppe gebildet.

In dieses neue Beurteilungssystem müssen nach Meinung der GdP dann auch die in der Strohmeier-Studie „Klartext 2010“ herausgearbeiteten Erwartungen der Beamtinnen und Beamten an ein besseres Beurteilungssystem in der Bundespolizei einfließen.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

66 Kommentare
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  1. Hmmm…
    Wird jetzt alles besser?

  2. Gut, dass die Sache jetzt klargestellt ist. Quotierung nur noch bei 8 und 9 das ist ein Stück positive Weiterentwicklung. Ich bin gespannt, wie das genutzt wird?

  3. Das neue System hat bei uns schon zu heftigen Diskussionen geführt.
    Alle Kollegen/innen, welche nach viele Jahren endlich von 6 auf 7 RP gehoben wurden, ziehen lange Gesichter.
    Ebenso die Kollegen/innen, welche endlich den Schritt von 7 auf 8 RP geschafft hatten.
    Diese bangen nunmehr auf eine evtl. Abstufung um die neuen Quoten einzuhalten.
    Das hat also zu großer Unruhe geführt.
    Die meisten Kollegen/innen sehen in der neuen Quotenvorgabe mal wieder einen Nachteil für die Mitarbeiter.
    Dies liegt vermutlich daran, dass das gebrannte Kind das Feuer scheut.
    Einen wirklichen Vorteil konnte ich in dem neuen System auch nicht erkennen oder ich (wir) verstehe(n) es vielleicht einfach nicht.

    Antwort

    Hallo BaPo m.D.,

    was hier vorliegt, ist kein neues System und hat keinen wirklichen Vorteil, es ist nur eine Veränderung, keine echte Verbesserung. Es ging um die seit 2009 erforderliche Umsetzung der (Quoten-)Verschlechterungen, die die Bundesregierung – gegen die Warnungen der Gewerkschaften – damals in die Bundeslaufbahnverordnung (BLV) geschrieben hat. Die Bundesregierung meinte, dass zu viele Beamte in der eigentlich nicht erfüllbaren Spitzennote beurteilt seien und wollte dies reduzieren. Um dies schrittweise zurückzuführen, hatte man eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2011 gesetzt, die natürlich niemand zur Reduzierung der Beurteilten in Note 9 nutzte. Warum auch? Jetzt ist der 31.12.2011 lange vorbei und es musste Rechtsvollzug geschaffen werden. Dem HPR war dabei wichtig, dass die neue „Schlechterquote“ wenigstens nur auf die Noten und nicht die bisherige Notenstufe bezogen wird.
    Ob es ein sinnvolleres und akzeptierteres System geben wird, bleibt der Arbeit an wirklich neuen Richtlinien bis zum Frühjahr 2013 vorbehalten…
    Das eigentliche Problem sind ja aber auch nicht die zu wenigen Spitzennoten, sondern die zu wenigen Beförderungsmöglichkeiten, um auch außerhalb der Traumnoten befördern zu können. Das ist einer der Gründe, warum die GdP den Minister zu einer Vereinbarung auf ein „Attraktivitätsprogramm III“ für Vollzug und Verwaltung drängt.

    Gruß
    Sven Hüber

  4. Na da freuen sich ja viele das sie wieder zum Eckmann downgegradet werden…und aus dem quotierten Bereich rausfliegen…da wirds ja viele Klagen geben…

    kann jemand vieleicht mal erläutern was die +/- Prozente in den Klammern bedeuten….Bitte

    Antwort

    Hallo u181,

    das bedeutet, dass der jeweilige Richtwert für die jeweilige Note vom jeweiligen Beurteiler um jeweils 5 Prozent überschritten werden kann. Wer also 100 Beamte in der Vergleichsgruppe beurteilen muss, kann im Endergebnis maximal 15 Beamte mit der Spitzennote 9 (10 Prozent + 5 Prozent Überschreitung) und 25 Beamte in der Note 8 (20 Prozent + 5 Prozent Überschreitung) beurteilen. Theoretisch kann er den Richtwert aber auch um jeweils 5 Pozent unterschreiten, dann wären von 100 nur 5 Beamte in Note 9 und 15 in Note 8. Aber das dürfte unwahrscheinlich sein…
    Gruß
    Sven Hüber

  5. @BaPo mD: Genau diese Befürchtungen wurden bei uns schon angekündigt. Motivation sieht anders aus! Ich persönlich sehe auch nur Nachteile im System und durch zwangsweise Gewichtung von Leistungsmerkmalen, wird es nicht besser. Gerechte Beurteilungen wird es in Zukunft weiterhin nicht geben, nur ein Festlegen der Beförderungsreihenfolge.

  6. Hallo
    Was jetzt mit der neuen Quotierung erfolgt ist, ist der „Supergau“. Im Bereich 8 hat es eine Aufwertung der Quotierung von 15 auf 20 Prozent gegeben. Aber mit nur 8 wird man auch nicht befördert.
    Die Note 9 ist nun von einer Quote von 15 auf 10 Prozent reduziert worden.
    Was kann dieses bedeuten?
    Ich vermute, dass jetzt PVB mit 9 eventuell auf 8 oder niedriger gestuft werden müssen, weil sonst die Quote nicht eingehalten werden kann.
    Andere PvB die zu einer 9 anstehen, werden jetzt wohl noch weiter warten müssen, bis mal wieder eine 9 frei wird.
    Mal abwarten ob ich damit recht behalte.
    Viele Grüße an ALLE und viel Glück bei der diesjährigen Notenvergabe.

  7. Ich muß leider sagen, dass ich diese Bedenken teile. Warum? Bisher sah es doch praktisch so aus, machen wir uns da nichts vor:

    15% = 9
    35% = 7/8
    der „Rest“ in der Masse = 6

    Und was wäre eine 7 jetzt wert, wenn es nun so aussähe:

    10% = 9
    20% = 8
    der „Rest“ in der Masse = 7 ???

    Das kann doch auch nicht des Rätsel´s Lösung sein oder sehe ich das falsch? Zumal im Endeffekt bei der Entscheidung über eine Beförderung bzw. eine Stellenbesetzung der Ranglistenplatz ausschlaggebend ist.

  8. Naja,

    vielleicht denkt ihr zu negativ.

    Also zunächst mal ist die Grundnote werder 6 noch 7 sondern die 5.
    Wer sich jetzt auf eine 7 ‚hochgearbeitet‘ hat doch die sieben. Soll er sich doch freuen.

    Für die neuen Quotierungen muss man die in Beförderungen noch rausrechnen.

    Und eine Abstufung gibt es eigentlich auch nicht, neuer Zeitraum – neue Note.

    ich sehe das aber wohl ‚entspannter‘ weil mein Chef ein sehr guter Beurteiler ist, weil ich das System kenne, weil ich weiß wer vor mir steht und weil ich ehrlich sage: wenn die nicht befördert werden, blockieren die eine Note; ich wünsche denen also eine Beförderung.

    Würde ein Beurteiler jetzt siebenen en Mass heraushauen und die ganze Vergleichsgruppe mit sieben vollmachen, dann handelt er unklug.

    Und ja, gerne möchte ich morgen befördert werden.
    Ich kann aber rechnen und kann auch ehrlich sagen wie viele Jahre ich warten muss.
    Und wenn ich mich nicht bewege, dann entscheide ich mich auch gegen eine schnelle Beförderung. Eigentlich muss man nicht nur schimpfen, wenn man einiges mal ehrlich betrachtet.

    Und wenn es bei 100 Obermeistern nur einen PHM im Jahr gibt, dann ist das nicht Schuld der Beurteilung, es wird nur eine neun frei und 99 wollen die haben.

  9. @ sergant

    Du hast vollkommen Recht. Früher war die „Hürde“ von 6 zu 7. (50% über dem Strich und 50% darunter).

    Nun siehts leider anders aus. Und zwar genauso wie du es beschrieben hast. (nur noch 30 % über dem Strich und 70 % darunter).

    Wenn ich das mit den verlängerten Beurteilungszeiträumen kombiniere, rückt das Erreichen der Bestnote in weite Ferne.

    Wie wirkt sich das auf die aktuelle Beurteilung zum 01.10. aus? Werden von den 15 % der 9 Beurteilung 5 % herabgestuft?

    Das verschiebt sich doch bis nach unten!

  10. Hallo Sven Hüber,

    danke für die schnelle und schlüssige Erklärung..jedoch leider auch unbefriedigend…Dein Beispiel ist schön gerechnet, die Realität sieht doch leider deutlich anders aus….im Schnitt hat ne DG deutlich weniger Beamte als Hundert…bei uns ca 36 in allen Rängen von PM bis PHK…die kleinste Quote muss ja eine DG halten..die Nachkommastellen gehen an den IL und der nutzt sie um die feine Damen und Herren der Führungsgruppe zu fördern….somit sehe ich hier noch viel mehr Nachteile für die im 3 Schichtsystem hart „dienende“ und „völlig überflüssige“ Fussvolkmasse vom KSB bis hin zum GL….da wird die Quote fett kleiner somit weniger Möglichkeiten befördert zu werden da in der Hauptsache die guten leider immernoch benötigten Beurteilung im Innendienst verteilt werden bis das der Arzt kommt..

    schöne Motivation liebe Bundesregierung..Danke…

  11. @u181

    die kleinste Gruppe kann auch viel mehr als eine Dienstgruppe sein, nämlich die Vergleichsgruppe. Erreicht eine Vergleichgruppe in einer DG nicht die notwendige Personenanzahl, so erfolgt ein größerer Abgleich.

    die Nachkommastellen erfallen nicht auf die Führungsgruppe.

  12. Bitte die Forumsregeln beachten. Die Redaktion.

  13. Anpassung der Beruteilungsrichtlinien bei der Bundespolizei!

    Was bringt das im Großen und Ganzen?

    Schlußendlich doch nur eine Verlagerung der eigentlichen Beförderungsproblematik und eine weitere Augenwischerei. Wie hier bereits einige andere Forumsmitbenutzer gepostet haben, das Erreichen der „Spitzennoten“ rückt noch mehr in weiter Ferne.

    Eine echte Zufriedenheit kann ich persönlich daraus nicht erkennen. Und wenn ich schon wieder das Wort Quote lese, dann wird mir schlecht.

    Inzwischen werden wir in Schubladen gesteckt und unterschiedlich bewertet. In jeder Schublade werden wir nach irgendwelchen Kriterien bevorzugt behandelt, bewertet oder die ganze Zeit gesagt bekommen, dass wir weniger Wert sind als diejenigen in der darüberliegenden Schublade. Passend in unser perfektes Bild der Bundespolizei.

    Die Quote ist m. E. nicht mehr zeitgemäß, sie ist veraltet. Eine Quote setzt stets diejenigen unter Druck, die nicht berücksichtigt werden und erzeugt dadurch nicht unerhebliche Spannungen. Deshalb ist und soll es Aufgabe der GdP (und auch andere Gewerkschaftsverbände) sich die Abschaffung der Quote auf die Fahne zu schreiben, denn… eine einheitliche Qualifikation im Polizeiberuf wird es nie geben. Jeder PVB ist anders qualifiziert als der Kollege. Ein Polizeibeamter ist durch die verschiedenen Lehrgängen die er besucht oder Qualifikationen die er im laufe seiner Laufbahnkarriere erwirbt, stet im Vorteil gegenüber dem, der nicht in diesen Genuss kommt.

    Würden sich die Quotierer an den Beurteilungsprinzipien (Leistung, Eignung und Befähigung) halten, würde die Beurteilung auf die individuelle Leistung des Einzelnen erfolgen. Anstatt sich ständig über Quoten streiten zu müssen, sollten sie sich lieber Gedanken über bessere Qualifizierugsmöglichkeiten machen. Das würde auf langer Sicht zufriedenen und gesündere Mitarbeiter sondern auch eine höhere Effektivität des einzelnen mit sich führen.

  14. Sven Hüber schrieb:
    Theoretisch kann er den Richtwert aber auch um jeweils 5 Pozent unterschreiten, dann wären von 100 nur 5 Beamte in Note 9 und 15 in Note 8. Aber das dürfte unwahrscheinlich sein…
    Gruß Sven Hüber

    ———————

    Ha – es soll, nein es gibt, Erstbeurteiler geben, die der Meinung sind, dass es keine „Superpolizeibeamte“ geben kann / darf und die mit dieser Weisheit in den letzten Jahren die Vergabe von 9 nicht voll ausgeschöpft haben. Warum soll der sich nun ändern?

    Willkommen in der wahren Buscho Welt

  15. Tja, und was ändert sich jetzt? Zu einer Beförderung brauche ich 3 X hintereinander die 9. Die bekomme ich definitiv nicht, weil ich es in all den Jahren noch immer nicht gelernt habe, meinem Chef gegenüber den Mund zu halten. Warum sollte ich mich mit einer jetzt wahrscheinlicheren 7 ( denn man versuche doch einmal vor Gericht nachzuweisen, dass man noch besser als überdurchschnittlich ist) besser fühlen als mit einer 6?
    Und komme mir keiner mit einer gerechten Leistungsbewertung! Selbst mein Erstbeurteiler sagt inzwischen ganz offen, keiner seiner 9 er erbringt die Leistungen, aber die brauchen eben die Note um befördert zu werden.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass unheimlich viel Arbeitskraft auf Kosmetik verschwendet wird, die wirklichen Probleme aber nicht angegangen werden.

  16. Früher war ich immer der Meinung gewesen, dass sich Leistung im täglichen Dienst auch entsprechend positiv auf die Beurteilung auszahlen muss. Aber da Menschen andere Menschen beurteilen und oftmals nicht objektive Maßstäbe bei der Beurteilung angelegt werden, revidiere ich meine frühere Meinung. Häufig wird nach meinem subjektiven Empfinden nicht nach Eignung, Leistung und Befähigung beurteilt, sondern Sympathiewerte und/oder „Linientreue“ sowie persönliches Kalkül sind hier ausschlaggebend.
    Wo Menschen andere Menschen beurteilen, liegt es in der Natur, dass häufig nach Sympathiewerten und nicht nach dem Können des Einzelnen beurteilt wird. Daher würde ich vorschlagen, dieses Beurteilungssystem komplett zu überdenken und das Dienst- und Lebensalter sowie soziale Aspekte als Grundlage für ein neues Beurteilungssystem heranzuziehen. So weiß jede/r Kollege/in wann sie/er evtl. mit einer Beförderung rechnen kann. Sollte jemand meinen, dann „die Füße hochlegen“ zu können und sich auf den Lorbeeren auszuruhen, so kann dies durch einen entsprechenden Eintrag in die Personalakte zu einer Rückstufung führen. Ebenso können herausragende Leistungen, die aber nachvollziehbar vom Beurteiler zu begründen sind, zu einer schnelleren Beförderung führen.
    Dadurch wird mehr Gerechtigkeit im Beurteilungssystem erzielt und das ständige Ringen um Punkte hat ein Ende. Außerdem käme ein solches System auch den Beurteilern zu Gute, da sie deutlich weniger „Grabenkämpfe“ mit den Betroffenen im Rahmen der Beurteilungsgespräche austragen müssten.

  17. Die Beurteilung durch den Vorgesetzten war bislang immer subjektiv und wird es wohl auch immer bleiben.
    Wenn ich gut mit ihm kann werde ich gut beurteilt, egal wie die Quote ist. Wenn er mich nicht leiden kann bleibe ich halt immer ein „Quotenopfer“ !

  18. …die größte Gefahr ist für den Moment abgewendet: die 20% für die 7 u n d die 8!
    Insofern wird sich auch die Gefahr , dass massenweise „Zurückstufungen“ vorgenommen werden, in Grenzen halten.

    Für potenzielle Beförderungen, dass muss man immer wieder sagen, ist die Quote aber eh´wurscht! Es gibt wegen veränderter Quoten nicht eine Beförderung mehr oder weniger! Je nach Ausgestaltung der Quoten ändert sich allerdings eines: die Gefahr des Missbrauchs!
    Und die wird umso größer, je kleiner die Spitzenquote wird! Wenn wir da an den Entwurf der Beurteilungsrichtlinien denken, der eine Splittung der Spitzennote von 10% in 3% A und 7%B (Oder wie man das auch immer nennen wird, vielleicht auch A+ und A-) beinhaltet, so wird sehr schnell klar, wohin der Hase läuft: Ich kann hiermit Günstlinge wesentlich schneller an die Spitze der Beförderungslisten durchreichen als bisher! Mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass jeder, der überdurchschnittlich früh (vor allem ins Endamt seiner Laufbahn) befördert wird, ebenso überdurchschnittlich lange für Nachfolgende die Beförderungsmöglichkeiten blockiert!

    Ich kann es drehen und wenden, wie ich will: gefragt sind weniger geänderte Beurteilungs, sondern eher Beförderungsrichtlinien! Und zwar welche, bei denen nicht die Beurteilung alles und der Rest nichts zählt!
    Die jedem eine gerechte Chance auf eine Beförderung eröffnen, auch wenn man´s beim aktuellen Beurteiler mal ver******** hat!
    Weil sie eine längere Entwicklung berücksichtigen!
    Die „Leistung“ nicht nur über die Beurteilungsnote definieren!

    Solche Richtlinien sind allerdings nicht leicht zu erstellen, weil sie vor allem eines müssen: einer rechtlichen Überprüfung standhalten!

    Deshalb wird das auch noch ein hübsches Stück Arbeit werden!
    Trotzdem wurde hier ein Anfangserfolg gegenüber der ursprünglichen Absicht des BMI erreicht, die vermutlich alle bisher mühsam erstellten Rangfolgen wieder zerstört hätte.
    Das hätte wohlgemerkt nicht passieren müssen, wenn alle Beurteiler der Versuchung widerstanden hätten, geänderte Quoten zur Änderung der Rangfolgen zu missbrauchen.

    An soviel Gutes im Menschen, vor allem flächendeckend, mag ich denn da aber doch nicht glauben….

  19. Ist was an dem Gerücht dran, das die IL in der DIR SA sich alle entschlossen haben die 5% Klausel nicht anzuwenden?
    Was hätte das für Konsequenzen und geht das überhaupt?

  20. Allle die hier geschrieben haben liegen nicht daneben, denn alle Problem mal mehr oder weniger erkannt.
    Was sagt uns dieses mal wieder?
    Gehen wir mal vom PHM ohne das Z aus. Als PHM ohne Z und ohne geschieden zu sein, also ohne Abzug eines Versorgungsausgleiches für eine Ehefrau bekommst man zur Zeit etwa 2250 Pension. davon geht natürlich noch die Krankenversicherung ab.
    Als PHM Z in Pension zur Zeit etwa 2400. Wer will sich von seinem 1 Beurteiler und 2 Beurteiler weiter verarschen lassen, nach dem Motto: Haue raun, beim nächsten Mal klappt es bestimmt mit der Note 9…..?????
    Jeder sollte sehen, dass er seine Pension in einem gesunden Zustand erreicht. Da ist es doch egal ob 150 Euro mehr oder weniger…. Aber die Beurteiler können andere verarschen oder????
    Bei den älteren POM kann ich nur sagen… traurig, aber versucht irgend eine Art des Aufstieges…. dann seit ihr wenigstens schon mal A9 und POK kommt dann auch.
    Gruß…..

  21. Beurteilung total subjektiv und gibt 0,00 die tatsächlich erbrachte Leistung wieder!

    Was solls….es ist wie es halt ist…

  22. Allle die hier geschrieben haben liegen nicht daneben, denn alle haben das Problem mal mehr oder weniger erkannt.
    Was sagt uns dieses mal wieder?
    Gehen wir mal vom PHM ohne das Z aus. Als PHM ohne Z und ohne geschieden zu sein, also ohne Abzug eines Versorgungsausgleiches für eine Ehefrau bekommst man zur Zeit etwa 2250 Pension. davon geht natürlich noch die Krankenversicherung ab.
    Als PHM Z in Pension zur Zeit etwa 2400. Wer will sich von seinem 1 Beurteiler und 2 Beurteiler weiter verarschen lassen, nach dem Motto: Haue raun, beim nächsten Mal klappt es bestimmt mit der Note 9…..?????
    Jeder sollte sehen, dass er seine Pension in einem gesunden Zustand erreicht. Da ist es doch egal ob 150 Euro mehr oder weniger…. Aber die Beurteiler können andere verarschen oder????
    Bei den älteren POM kann ich nur sagen… traurig, aber versucht irgend eine Art des Aufstieges…. dann seit ihr wenigstens schon mal A9 und der POK kommt dann auch.
    Gruß…..

  23. Gerhard sagt es, das Problem liegt bei den Beförderungen.

    Es stimmt, der Beamt, der alles richtig und ordentlich macht ist 5/6. Sieben ist schon echt ein Leistungsträger.
    Für Beförderungen muss aber die neun vergeben werden (mehrmals). Ohne Quotierungen wird es noch unübersichtlicher eine Rangfolge festzulegen. Wenn ein Erstbeurteiler keine neun vergibt oder Leistunsgträger auf acht beläßt, macht er was falsch. Durch die Quoten wird niemand benachteiligt. Das Problem sind die zu geringen Beförderungszahlen und es gibt halt PVB die vor einem stehen. Erst wenn die weg sind rutscht man bei seinem Chef nach oben und erhält die entsprechenden Noten. Und manche will der Chef nicht befördern. Möglich, dass das nicht in jedem Fall am Chef liegt; sondern an einem selber und den anderen Beamten seiner Vergleichsgruppe?

  24. Lieber Kamerad Winthius,

    die Beförderungen richten sich nicht nach den Beurteilungen sondern nach den Kassenanschlägen. Wenn es zahlreiche Kassenanschläge geben würde, könnte man theoretisch auch mit 8, 7 und 6 Punkten befördert werden.

  25. Ich möchte einmal dazu zum Besten geben,wie es mal beim GSE war. Dort war der Einstiegsbeamter A7. Danach 8 und 9.
    Die Beförderung ging in der Regel nach der Reihenfolge der letzten Beförderung . Also der älteste Meister wurde in der Regel als erster befördert. Er konnte nicht von anderen überholt werden. So wurde dann auch von A 8 zu A 9 verfahren. Das wurde leider bald wieder geändert

    Gruß
    Peter

  26. Macht es doch einfach wie ich: Bewerbt Euch auf das 4-jährige Abstiegsverfahren, damit man danach überhaupt nochmal befördert werden kann!

  27. Ja, oft wurde und wird der älteste zuerst befördert. Ich finde das ungerecht. Alter / Zeit ist keine Leistung; kann aber gerne in neue Beförderungsrichtlinien mit einfließen.

    ich kenne sehr sehr gute Beamte, die mit Mitte 30 PHM geworden sind und POM mit mitte dreißig, die wohl die nächsten PHM werden und ü 40 POM die noch lange warten müssen.

    das ist im Bezug auf die Leistung fair.

    wenn in einer neuen Richtlinie zusätzlich Altersbeförderungen einfließen wäre das auch ok.

  28. Heiko Schenk 24. August 2012

    Lieber Kamerad Winthius,

    die Beförderungen richten sich nicht nach den Beurteilungen sondern nach den Kassenanschlägen. Wenn es zahlreiche Kassenanschläge geben würde, könnte man theoretisch auch mit 8, 7 und 6 Punkten befördert werden.

    Der Brüller des Jahrtausend…

    die Beförderungen richten sich nicht nur nach Kassenanschlägen…wer legt denn fest wer befördert???
    Die Beförderungsrangfolgeliste…und die erstellt sich aus den folgenden Punkten:

    1. und wichtigster Punkt: Beurteilungsnote
    2. und nur bei Notengleichheit sind die Subsidiärpunkte..die setzten sich aus Dienstzeit und Verweildauer im Statusamt zusammen
    3. ein beförderungsfähiger Dienstposten

  29. Ich lese, das viel Unwissen über Beurteilung und Beförderungen existiert.

    Es ist unklug, wenn man Kritik übt, jedoch das Wissen um die Fakten falsch/ beschränkt ist.

  30. na was soll es denn nun bringen, wenn sich offensichtlich die Beförderungssituation verschlechtert ???????

  31. Liebe Mathematiker in diesem Forum. Ich bin seit 17 Jahren POM. Mich kann man mit einer neu erfundenen Zahlenspielerei mit Quoten und Noten nicht mehr beeindrucken. So geht es bestimmt noch mehreren Kollegen.

  32. @Streik

    Das gibt es, dass man 17 Jahre, und länger, POM ist; wenn man auch erst mit Ü30 POM geworden ist, dann kann man mit 50 immer noch POM sein.
    In meiner Dienststelle sind jedoch viele, die U40 (Mitte30) sind und PHM sind (Einstellungsjahrgänge Mitte der 90er – also keine 20 Dienstjahre).
    Und ich kenne auch POM, die sind Ü50, Einstellung in den 80ern die sind POM und werden gegen die Leistungen der Anfang 30Jährigen POM bei uns nicht ankommen – da sind noch einige die vorher „dran“ sind.
    Und ich kenne auch Fälle der sogenannten sozial Beförderungen (zum POM) bzw. der „Innendienstbeförderungen“ – wovon aber auch einige Leistungsbezogen richtig waren; andere hatten andere Gründe.

    Es gibt einerseits zu wenig Geld für Beförderungen. Auf der anderen muss man auch schon was „bringen“, um sich in seiner Vergleichsgruppe „nach vorne zu stellen“.

    @Streik was machst du und was machen die anderen POM?
    Wenn alle ihre Arbeit gut machen ist das ok; wenn aber der eine noch Computer wartet, Polizeitrainer ist, Fortbildungen macht, Urkundenspezialist ist, etc dann sagt das auch was aus.

  33. aeM 24. August 2012
    Ich lese, das viel Unwissen über Beurteilung und Beförderungen existiert.
    Es ist unklug, wenn man Kritik übt, jedoch das Wissen um die Fakten falsch/ beschränkt ist.
    ———–
    Es ist auch unklug seine These ohne Erläuterungen und Aufklärungen so stehen zu lassen.

    Ich lese daraus, dass du auch keine Ahnung hast.

  34. „wenn aber der eine noch Computer wartet“

    ich will das nicht abwerten, solchen Sachen gibt es bei uns auch, aber warum wartet denn ein voll ausgebildeter PVB die Computer und nicht ein Angestellter, der PVB wäre im Streifendienst mit Sicherheit besser aufgehoben.
    Wie schon anderweitig erwähnt, sitzen bei uns im ID doppelt so viele wie es der ODP hergibt und komischerweise entseht der Eindruck, dass man dort auch noch schneller befördert wird.

  35. @ Heiko Schenk
    die Beförderungen richten sich nicht nach den Beurteilungen sondern nach den Kassenanschlägen. Wenn es zahlreiche Kassenanschläge geben würde, könnte man theoretisch auch mit 8, 7 und 6 Punkten befördert werden.

    Davon war bei mir gar nicht die Rede. Lesen und verstehen macht den POK…..
    Das die Masse der Kassenanschläge entscheidend sind ist jedem klar. Aber das ist so nicht… zur Zeit wenigstens.. Die Ära Otto Schiliy ist vorbei als Leute mit 7 und 8 im mD befördert wurden.

    Gruß Peter

  36. Und genau deswegen ist bezüglich einer Beförderung der Ranglistenplatz entscheidend und nicht die Quote! Ein sehr vereinfachtes Beispiel:

    Es gibt in einer Vergleichsgruppe 100 Beamte. In der Variante A gibt es 50 Kassenanschläge, d. h. es können 50 Beamte befördert werden; in der Variante B gibt es 30 Kassenanschläge, d. h. es können 30 Beamte befördert werden.

    In Variante A werden alle Beamte befördert, die in der „neuen Quote“ sind (30) plus die 20 „Nächstplazierten“, die logischerweise nicht mehr in der Quote sind.

    In Variante B werden alle Beamte befördert, die in der Quote sind (30).

    Und genau deswegen ist es eben sinnlos, dem „Rest“ 7 zu geben! Genau wie es immer sinnlos war, in der alten Quote fast dem ganzen „Rest“ 6 zu geben, was aber praktisch so war. Das brauch ich doch hier niemandem zu erklären! Hätte sich JEDER Beurteiler an die Buchstaben des Beurteilungserlasses gehalten, hätten wir diese Probleme nicht! Denn zumindest ich kenne KEINEN Beamten, der gemäß Definition eine 9 bekommen dürfte! Oder kennt hier einer einen Kollegn, der TÄGLICH 150% gibt? Ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren, aber so etwas ist meines Erachtens praktisch unmöglich!

    Das Problem war/ ist doch in der Realität folgendes:

    Der Erstbeurteiler einer Teileinheit A will sich an die Buchstaben des Erlasses halten. Dies freut dann die Erstbeurteiler der Teileinheiten B, C, D und E, da diese die Quoten dann überschreiten können, da ja die Gesamtquote trotzdem eingehalten wird. Was aber wäre die Folge? Die Beamten der Teileinheit A wären die Gears…. und stünden in der Beförderungsrangliste ganz hinten und andere aus anderen Teileinheiten würden befördert werden, obwohl sie eventuell leistungsmäßig schwächer sind!
    Also wird es sich der Erstbeurteiler der Teileinheit A nochmals gut überlegen so zu handeln, es sei denn, seine Beamten sind ihm egal!

    Und was ändern nun die neuen Quoten an dieser üblichen Verfahrensweise??? Eben: Nichts!

    Schwierig, ich weiß! Das ganze erinnert mich an die Quadratur des Kreises! Glaubt mir, dass ich weiß, von was ich rede! Ich bin nämlich selber seit Jahren Erstbeurteiler!

  37. Liebe GdP’ler,
    heißt das jetzt wirklich, zwischen 6 und 7 wird nicht mehr unterschieden und es könnten 70% die Note 7 erhalten? Oder gilt der grundsätzliche Beurteilungserlass weiter, der die 50% max 6 vorschreibt und nur die oberen 50% wurden neu verteilt (von 15%x9 und 35%x7/8 zu 10%x9 und 20%x8, folglich 20%x7). Bitte, auch wenn ich vielleicht der letzte bin, der es nicht verstanden hat/glauben kann.

    Und noch etwas anderes: Wer sagt denn, dass man eine 9 zum PHM braucht. Lest doch einfach mal die Beförderungsinformationen im Präsidium. Dort genügt 8/8/7 zum PHM. Scheinbar ist die Note 8 im BPOLP genauso viel wert wie die Note 9 in den BPOLD’en. Solang das unsere Personalräte abnicken, müssen wir uns über die POM-Bäuche in der Fläche nicht wundern…

    Antwort

    Lieber Kollege Marco W.,

    in der Tat ist es so, dass zwischen den Noten 6 und 7 keine „Quotengrenze“ mehr verläuft, d.h. theoretisch könnten 70 Prozent der Beurteilungen auch in der Note 7 sein. Wie das konkret aussieht, wird an den Beurteilern liegen. Der alte Erlass mit der alten 50-Prozent-Regelung wird an dieser Stelle jedoch auf jeden Fall aufgehoben.
    Der „POM-Bauch“ besteht übrigens völlig unabhängig davon, welche Punktwerte in den jeweiligen Direktionen (die bis A 13 zuständig sind) und dem BPOLP individuell zu einer Beförderung genügen. Die PersRäte haben dabei den gesetzlichen Auftrag, die Rangfolgelisten auf Richtigkeit zu prüfen. Das tun sie, das ist kein „Abnicken“, da prügelst du den Sack und meinst den Esel… Das Beförderungsmangelproblem besteht in der ungenügenden Anzahl von A 9 Planstellen im Zusammenspiel mit der unausgewogenen Altersschichtung. Das eine kann man mit 10 Mio. Euro/Jahr lösen (dafür streiten wir), das andere nicht.

    Beste Grüße
    Sven Hüber

  38. Die schon jahrelangen leidigen Debatten um Prozente und die regelmäßigen „historischen“ Veränderungen zu den Beurteilungs-und Beförderungsszenarien in unserer Firma bezwecken doch nur eines: Das Fußvolk soll ständig in Diskussionen gehalten werden in einem eigentlich vom Grunde her völlig ungerechten System, welches an sich schon in Frage zu stellen wäre, mit dem politischen Zweck „Teile und Herrsche“. Ablenkung mit Nebenkriegsschauplätzen heißt die Devise! Und die Gewerkschaften gehen dieser Taktik unserer politischen Führungsclique seit Jahren auf den Leim… Wie Peter Winthuis richtig bemerkt entscheidet letztendlich der Finanzminister. Nach der Wende hat man den „Aufbauhelfern“ das Geld hinterhergeschmissen und der kleine „Anpassungsfortgebildete“ wurde mit seinem Ostlohn/Ostarbeitszeit in teure und lange Prozesse gezwungen, weil das Präsidium der Meinung war/ist, jeder Fall sei ein Einzelfall! Ich rege mich schon lange nicht mehr über dieses „System“ auf. Dauer von „BeurtGesprächen“: ca.2 Minuten, den jährlichen Nachweis über diese Farce, die die DGl`s unnötig lange zeitlich bindet kann sich diese Firma gern behalten-ich brauche ihn nicht. Es liegt seit 1990 schon genug staatlicher, nichtstaatlicher und dienstlicher Aktenmüll bei mir zu Hause rum.
    Oberste Maxime: 1. kommt die Familie, 1. die eigene Gesundheit… alles andere danach.
    Übrigens: unsere Kanzlerin mit ihrer Einheitsfront aus CDUCSUFDPSPDGRÜNE verkauft gerade unsere Demokratie und unser Deutschland an eine EUdSSR-Diktatur und deren Banken…und KEINEN von euch kleinen Arbeiterameisen interessiert`S! Träumt weiter…

  39. Liebe GdP

    nehmt doch mal bitte Stellung zu Nr. 37!

    Wie ist es denn jetzt genau?

    Und was habt ihr dagegen getan?

  40. Auf den Punkt gebracht.
    Es ist im Moment leichter eine 7 zu bekommen und schwerer den Schritt dann auf die 8 oder 9.
    Es werden bei den jetzigen Elefantenrunden (DGL Sitzungen mit IL wo schon mal die Noten für den einzelnen Beamten festgezurrt und die Prozente verteilt werden) die im Moment laufen, mit Sicherheit nicht alle 6er automatisch 7er, da steuern die IL schon dagegen, aber es werden prozentual mehr die 7 bekommen als mit der letzten Quote.
    Es gibt defenitiv keine Quote mehr für die 7.

  41. „und KEINEN von euch kleinen Arbeiterameisen interessiert`S! Träumt weiter…“

    @dyndre53

    Ist zwar hier off topic, aber mich interessiert das schon! Deshalb habe ich mich ja auch der Klage gegen den ESM angeschlossen; Du auch???

  42. sergant: War schon unter den ersten 1000…

  43. Also, sergant hat es angedeutet, die „Quoten“ auf der einen Seite, dazu kommt noch die Beförderungsstruktur. Was hier bei dem Gemotze über Quoten, Obermeister nach 20 Dienstjahren und schlechten Noten (dabei ist die 7 eine gute Note) übersehen wird, ist der Punkt, dass die Aufgabe des „Chefs“ auch eine Personalförderung ist. Beurteilungen sind auch ein Steuerelement. Das Thema der Personalführung und -steuerung ist komplexer und langwieriger. Man kann kaum heute sagen, den „pushe“ ich, dass ganze ist ein Prozess über Jahre.

    Aus meiner Situation weiß ich, dass ich gefördert werde. Ich weiß aber auch, dass bei einigen vor mir mit der Förderung begonnen wurde. Erst wenn die Befördert sind, bzw. bestimmte Stellen innehaben werde ich „dransein“. D.h. für die die hinter mir stehen, die müssen noch lange warten ich.
    Wie viel Leistung man bringen muss hängt auch von der Vergleichsgruppe ab. Wenn der Rest aus einer Vergleichsgruppe eher ein wenig „langsam und träge ist“, dann kann es reichen, wenn man jeden Tag pünktlich und rasiert ist… wenn die Vergleichsgruppe extrem Leistungsstark ist, dann muss man schon ganz schön was bringen.
    Neben dem „IST“ besteht auch das Kriterium der Prognose, welches dann zum tragen kommt, wenn man weitere Chancen hat Mitarbeiter zu heben, zu fördern und die infrage kommenden einen gleichen Leistungsstand haben.

    Ja, die Beförderungsstruktur ist ungerecht (zumindest ist der Haushalt zu schwach)
    Ja, jedes Beurteilungssystem ist ungerecht
    Aber vergesst nicht auch ehrlich die eigene Situation zu analysieren

    Ach ja, manche Erst- und Zweitbeurteiler sind auch Flachpfeifen; aber oft ist das gar nicht so, sondern der motzendes Obermeister (als Beispiel wegen des POM-Bauches) hat selber Schuld. Ich habe das Bilder von POMs vor mir, die knapp 50 sind… gegen unsere Leistungsstraken PM ist das eine Frechheit, dass die schon Obermeister sein – heißt: bei mir wäre nicht mal POM

  44. Ich lese hier fast ausschließlich den Zusammenhang Beurteilung – Beförderung. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass die Beurteilungsnote auch für andere Dinge wie z.b. Bewerbungen oder Aufstieg wichtig ist.

  45. @ Rene

    Richtig.
    Dazu schrieb ich:“Beurteilungen sind auch ein Steuerelement.“
    ;)

  46. Leute, begreifts doch mal und ereifert euch nicht unnötig über die Quoten. Jedes Jahr sind durch den Kassenanschlag und durch Zurruhesetzungen („Ruhestandsdaten“) zahlreiche Beförderungen möglich. Da nicht alle Befördert werden können, muss eine Auswahl getroffen werden. Wer wird ausgewählt? Na, die mit der besten Beurteilungsnote. Was passiertz, wenn es keine Quotierung gibt? Logisch, dann will jeder Chef, dass seine Leute alle befördert werden, also haben wir dann alle 9 Punkte. Macht uns das zufriedener? Nein, denn es können ja nicht alle befördert werden, dafür reicht der Kassenanschlag und die Ruhestandsdaten ja nicht aus. Was machen wir dann? Dann haben wir ein Problem, denn die Chefs müssen aus allen Leuten, die alle die Besten sind und deshalb alle 9 Punkte haben, versuchen eine Rangfolge zu erstellen und einem Teil der Leute, die 9 Punkte haben, erklären, dass sie doch nicht die allerbesten sind und deshalb nicht befördert werden können. Um dieses Dilemma zu vermeiden, zwingt man die Chefs, nicht nur 9 Punkte, sondern auch 8, 7 oder gar weniger Punkte zu vergeben. Dann hat man nämlich klare Verhältnisse, nämlich die Leute in eine Reihenfolge gebracht. Etwas anderes ist, was die Chefs aus diesem System machen und wie sie sich (leider mehr oder weniger) bemühen, dem Einzelnen dabei gerecht zu werden. Deshalb. die Aufregung über die Quoten geht am Kernproblem vorbei, nämlich dass sich jeder in angemessener Zeit eine Beförderung ausrechnen kann und dass dabei Gerechtigkeit herrscht.

  47. @orbiter 27. August 2012

    …nein, es geht eben leider nicht am Kern vorbei!

    Und zwar aus dem ganz einfachen Grund, weil die Beurteilung heute (im Gegensatz zu früher) ein K.O.-Kriterium darstellt!
    Hätten wir ein Beförderungssystem, welches der Beurteilung die Rolle des Züngleins an der Waage zugestehen würde, welches es ermöglicht, einen gewissen Bonus für eine frühere Beförderung zu erreichen (oder auch umgekehrt) aber nicht alle Nachfolgenden schlicht rauskickt, dann wäre auch gegen Quoten nichts einzuwenden.

    Der Königsweg wäre natürlich: Stellenobergrenzen aufheben und ausreichend Beförderungsmöglichkeiten schaffen! Das jedoch würde bekanntlich Geld kosten, weswegen man sich schon Gedanken darüber machen muss, die wenigen Beförderungsmöglichkeiten gerecht zu verteilen! Die Quote ist hierfür jedoch eben kein probates Mittel, sondern schafft gerade eben Ungerechtigkeiten!

    Wer da nun sagt, Beförderung geht nun mal nach Eignung, Leistung und Befähigung, dem muss man entgegenhalten, dass unser derzeitiges System nicht Leistungs-, sondern Beurteilungsbasiert ist und mittels der – objektiv nicht verifizierbaren – Notenvergabe nach Gutsherrenart leider dem Be****** Tür und Tor geöffnet wird!

    Beurteilen ist ein äußerst schwieriges Unterfangen!
    Ich weiss , wovon ich schwätze, ich hab´s jahrzehntelang selbst machen müssen.
    Man muss sich höllisch am Riemen reissen, da überhaupt objektiv sein zu w o l l e n (und dabei nicht zu vergessen, dass der heute 50 jährige vielleicht vor 25 Jahren auch noch etwas schneidiger war, der heute 25 jährige im Gegenzug dazu aber auch nicht die Gewähr bietet, in 25 Jahren immer noch so schneidig zu sein… – Das nur mal an die Adresse derer, die mit dem Spruch „Alter ist kein Verdienst“ immer so schnell bei der Hand sind!)

    Gerade aus diesen Gründen aber ist es höchste Zeit, den Einfluss der Beurteilungen auf die Beförderungen zurückzuschrauben!
    Noch besser wäre es, die Beurteilungen in ihrer heutigen Form ganz abzuschaffen!

  48. Sehr geehrte Kollegen,
    anlässlich der nun bevorstehenden Beurteilungsrunde teilte unser Inspektionsleiter mit, dass es zwar für die Note 7 keine Quotierung mehr gäbe, alle Präsidenten der Direktionen hätten sich aber darauf verständigt, dass grundsätzlich die 50-Prozent-Regelung weiter eingehalten werden soll. Es gibt also scheinbar eine Absprache zwischen den Zweitbeurteilern über eine inoffizelle Quotierung im Notenfeld 7!!! Das Ganze ist problematisch, wenn sich die einen daran halten und die anderen nicht. Erfahrungen in der BPOL haben gezeigt, dass inoffizielle und nicht normiere Absprachen auf Dauer keinen Bestand haben können. Ich finde daher die Absprache der Zweitbeurteiler sehr bedenklich. Lieber Kollege Sven Hüber, wie ist die Haltung der GdP in dieser Thematik?

    Antwort

    Hallo Kollege „Kritiker“,

    ich weiß nicht, ob sich die Präsidenten der Direktionen darauf verabredet haben oder nicht. Es ergäbe jedenfalls keinen Sinn, weshalb ich es auch nicht glaube. Das Dienstrecht gäbe so eine Verabredung jedenfalls nicht her. Die einzig bindenden Richtwerte sind in der BLV und den Beurteilungsrichtlinien. Ausschließlch in diesem ihnen gesetzten Rahmen haben die Erstbeurteiler ihre „Akte wertender Erkennnis“ zu erstellen, weisungsfrei. Sollten Zweitbeurteiler sich auf solche illegale „Quote in der Quote“ einlassen und deshalb Beurteilungen absenken, würde das sofort von den Verwaltungsgerichten kassiert. Wie gesagt, ich halte das alles aus fehlender Sinnhaftigkeit für ein Gerücht und empfehle im Sinne kooperativer Führung die direkte Nachfrage beim DirLeiter.
    Im Übrigen hatte bereits die Einführung der BeurtRiLi 2002 gezeigt, dass Verabredungen zu Beurteilungen nur Makulatur sind – am Ende gab es damals ein Präsidium „5+“ und vier Präsidien „8+“, was mit irrem Aufwand korrigiert werden musste. Bestimmte Fehler werden nicht zwei mal gemacht.

    Beste Grüße
    Sven Hüber

  49. @Gerhard Megdenberg

    Vollkommen meine Meinung! Das Problem ist halt, wie man es besser bzw. gerechter machen kann!

    @Kritiker

    Ob es solche inoffizielle Absprachen gibt, weiß ich nicht! Aber das ist ja auch genau das von mir dargestellte Problem. Die jenigen, die sich daran halten würden, wären eventuell im Nachhinein die Deppen und andere, die es eben nicht täten, könnten sich ins Fäustchen lachen!

  50. Noch besser wäre es, die Beurteilungen in ihrer heutigen Form ganz abzuschaffen!

    Gerhard Medgenberg, KG Weil 27. August 2012

    JAAA !!! Dafür!

    Ein Beförderungssystem, welches Leistung und soziale Kriterien berücksichtigt. Irgendwas von Bestimmten Verweildauer und dan Beförderungen. Besonders Gute etwas früher… und die „Leistungsträger am hinteren Ende“ eben etwas später.

    Und eine Beurteilung, die einfach eine „echte Leistungsfeststellung“ darstellt. Kein Mittel zur Beförderung. So kann man dem Durchschnittsbeamten in Wahrheit sagen, dass er Durchschnitt ist und muss ihn nicht aus „sozialen Gründen“ heben; man die echten Leistungsträger echt fördern und denen, die keine Leistung bringen auch echt eine Watschen erteilen; und doch erfolgt dann auch irgendwann die zumindest sozial verdiente Anhebung/ Beförderung.

  51. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Bin fast 47 Jahre, POM, seit fast 18 Jahren im Einzeldienst, und seit 13 Jahren regelmäig eine Note 6. Keine dienstlichen Verfehlungen, kein Diszi.
    Das Einzige was ich falsch gemacht habe, mich immer wieder heimatnah abordnen zu lassen. Somit immer wieder hinten angestellt.

  52. Yes, nicht das dass Beurteilungssystem gerecht wäre und toll ist, aber wenn das BMI sagt das es nur s.o. Quotierungen geben soll und dann mal eben die Präsis der Direktionen mal eben so ne nochmalige Quotierung einfügen frage ich mich nur weiß überhaupt jemand wer mehr zusagen hat?
    Das ist höchst motivierend für so manchen Kollegen! So demotiviert man auch noch den der vielleicht ein Note besser beurteilt worden wäre nach den altem System! Ich freu mich schon auf mein 2 min. Beurteilungsgespräch!
    Ne richtige Firma wäre längst den Bach runter gegangen!
    Hier was zum schmunzeln oder zum ernst nehmen!!!
    http://www.focus.de/finanzen/karriere/tid-27015/missmanagement-das-betriebsdesaster-lebt-vom-hundertprozentigen-bekenntnis-zum-untergang_aid_803944.html

  53. Iche schreibt: „Hmmm… Wird jetzt alles besser?“ – Na selbstverständlich wird jetzt alles besser! Mit jeder Änderung der Beurteilungsrichtlinie, und davon gab es ja ziemlich viele, wurde alles besser!

    Keine Behörde setzt das Leistungsprinzip so konsequent und rigide um wie die Bundespolizei. So gibt es Beförderungen eben nur mit der Note Neun und die lautet (BeurtlgRLBGS von 2002): „übertrifft die Anforderungen durch stets besonders herausragende Leistungen“. Nimmt man das wortwörtlich, muß ein solcher Beamter immer, in jeder Minute, mit jeder Lebensäußerung eine „besonders herausragende Leistung“ erbringen. Auch beim Guten-Morgen-sagen und Drücken der Gleitzeitkarte! Er muß also absolut unfehlbar sein (denn ein Fehler ist überhaupt keine Leistung; schon gar keine herausragende) und darüber hinaus für zwei arbeiten oder aus Stroh Gold machen können.
    Zehn Prozent bei der Bundespolizei „übertreffen die Anforderungen durch stets besonders herausragende Leistungen“; weitere 20 % „übertreffen die Anforderungen durch überwiegend herausragende Leistungen. Und mit jeder Änderung der Beurteilungsrichtlinie wird der Beurteilungsmaßstab strenger; so auch diesmal. Leute, wenn Ihr wirklich so gut seid – haut ab in die freie Wirtschaft!

    Wenn die Bundespolizei wirklich so viele so tolle Mitarbeiter hätte, müßte sie ja eine eierlegende Wollmilchsau sein. Unvereinbar mit dieser Aussage ist, daß ein Großteil der Mitarbeiter mit ihrem Job total überlastet sind und gar nicht mehr klar kommt oder daß die Bundespolizei manches ungelöste Problem jahrelang, jahrzehntelang mit sich herumschleppt.

    Ich finde, daß sich die Bundespolizei in punkto Leistungsprinzip etwas vormacht. Dazu kommt, daß manche Führungskräfte die BeurtRL eher etwas lockerer handhaben; insbesondere das eine oder andere vorgeschriebene Gespräch nicht führen. (Mein Chef gehört nicht dazu – es geht auch anders!) In einer künftigen BeurtRL müßte daher geregelt sein und die Gewerkschaft muß darauf hinwirken, daß jedes nicht oder nicht zeitgerecht geführte oder dokumentierte Gespräch automatisch zum „Nicht-fähig zum Führen von Mitarbeitern“ (Note 1 bzw. Befähigungsmerkmal D) führen muß mit der Folge, daß die Gesamtnote abgesenkt wird. Womit wir automatisch wieder realistische Noten hätten.

  54. Sachbearbeiter:
    Voll ins Schwarze getroffen! Mal sehen was diese Armee von ich schätze mal 40% Überirdischen und den 40% Dauer-Enttäuschten-Überirdischen plus den 20% Abgeschalteten im echten „Krisen“-Zustand in unserer BRfD einfällt…!

  55. Ich führe dauernd Gespräche. Im weiteren Sinne sind das auch PFG. Aber ich dokumentier nicht jedes Gespräch. Anders sehe ich das aber nicht bei Note1 oder D sondern als sehr gut und wichtig.

  56. Da hat der Sachbearbeiter aber meine Gedanken schön in Worte gefasst.

    Wenn ich die regelmäßigen Beurteilungs/ALN Possen so mitbekomme, ist mir oft mein Kaffee näher als mein Revier.
    Wer die Allmacht der DGL´s, bei der selbstherrlichen Vergabe der Noten nach Nasenfaktor nicht angeht, wird nie eine Verbesserung der Berufszufriedenheit und der Motivation erreichen.
    Ich will nicht aufgezeigt bekommen das ich der Beste bin, dafür wäre ich viel zu bescheiden, ständ mir auch vielleicht gar nicht zu, außerdem steht es ganz gut um mein dienstliches Befinden und Besoldungsstufe.

    Aber wenn ich sehe wie gerade jüngere, motivierte Kolleginnen und Kollegen schon nach wenigen Jahren sich resigniert zurücklehnen weil sie keinen Synergieeffekt zwischen Leistung und (Be)Förderung erfahren bin ich sehr betrübt.
    Noch nicht einmal ein motivierendes Wort wie „das hast Du gut gemacht“, entweicht diesen Göttern weil sie so besoffen sind von ihrer eigenen Unfehlbarkeit.
    Kämpft mal dafür das mehr Transparenz und klare Parameter für die Erstellung der Beurteilung geschaffen werden die dem Nasenfaktor entgegenwirken, die objektiv sind und nicht subjektiv.
    Dann bleibt die alljährliche Desillusionierung und Motivationsbremse auch mal aus.

  57. Noch nicht einmal ein motivierendes Wort wie “das hast Du gut gemacht”, entweicht diesen Göttern
    Schottersheriff 30. August 2012

    Dein eigener Frust? Weil du mit 47 POM bist? Wie gesagt, einige meiner guten Mitarbeiter sind Mitte30 und PHM und einige POM stehen mit Mitte30 voll auf der Schwungscheibe Richtung PHM; wenn das nun seine fünf neuner dauert, dann liegt das nicht an uns.. und wir bekommen da den „Frust“ auch nicht serviert. Und was jeder weiß: erst wenn der der am längsten wartet endlich befördert ist wird die nächste neun frei. Zum Glück hatten wir gerade eine Beförderung – heißt der nächste rutscht hoch (so das mit den neuen Quote machbar ist… ich denke aber, dass das passen wird)

    Es geht also.

    Das LOB für gute Leistung gibt es regelmäßig.
    Das gehört doch zur Führung.
    Genauso wie die Korrektur bzw. Kritik.
    Ich habe einige Mitarbeiter, die schätze ich sehr (menschlich, fachlich); da ist man echt froh, dass man die hat. Mit denen verbringt man gerne seine Zeit, die sind eine „Bank“ wenn es um „etwas geht“ – da kann man sich voll drauf verlassen. Das wissen die auch. Und die wissen auch, welche Erwartungshaltungen man an sie hat und sie bekommen auch gesagt, wenn etwas nicht so läuft wie gewünscht.

    Und manche sind in ihrem Leistungsvermögen oder Leistungsbereitschaft eben nicht so ausgeprägt. Ein Lob muss man sich auch verdienen!
    Aber manchmal reicht es auch, wenn man einfach seinen Job genauso macht wie es erwartet wird (trotz äußerer Schwierigkeiten) – dann wird das durch ein Lob gewürdigt.

    Wenn eine Führungskraft das nicht macht, dann führt er falsch!

  58. Die Beurteilungsrichtlinien werden also mal wieder angepasst.

    Was ändert sich für mich?

    Im September 1999 wurde ich mit 31 Jahren zum POM befördert, mit anschließender Notenabsenkung auf die 6.
    Regelbeurteilung für den Zeitraum 01.10.2002-30.09.2004, Anhebung auf die 7.
    Regelbeurteilung für den Zeitraum 01.10.2004-30.09.2006, Anhebung auf die 8.
    Regelbeurteilung für den Zeitraum 01.10.2006-30.09.2008, Bestätigung der 8.
    Regelbeurteilung für den Zeitraum 01.10.2008-30.09.2010, Bestätigung der 8.

    AL für den Zeitraum 01.10.2010-30.09.2011, Anhebung auf die 9.

    Was wird mich in diesem Jahr erwarten, wenn nicht eine genügende Anzahl Kollegen in den verdienten Ruhestand verabschiedet wird ?
    Bleibt es bei der 9 oder wird meine Note zur Quotenerfüllung abgesenkt?
    Aber das ist ja eigentlich auch egal. Der Haken ist die Bundesobergrenzenverordnung. Da muß dringend etwas gemacht werden.
    Ich kenne gleichaltrige und ältere Kollegen, die so wie ich als POM gleichgute Arbeit verrichten, aber mit der Note 6 keine Chance auf gar nichts haben .

  59. zu KSB von der Waterkant:

    Ich gehe mal davon aus, dass du mit 9,8,8 nächstes Jahr zum PHM befördert wirst.
    Aber ich entnehme deinem Schreiben eine gewisse Unzufriedenheit. Du wirst dann mit 44 oder vielleicht 45 Jahren PHM. Solltest du nicht den Aufstieg wagen, kommt dann bis zur Pensionierung nichts mehr, über 16, 17 Jahre nichts mehr.
    Wärest du mit 35 Lebensjahren schon PHM geworden, wie groß wäre dann deine Unzufriedenheit, wenn du die nächsten25 Jahre keine Beförderung mehr vor dir hättest ?
    Zum Nachdenken !

  60. Ich bin nun über zwanzig Jahre im Dienst. Ich bin 40 Jahre alt und immer noch POM. Große Hoffnungen mache ich mir keine mehr.

  61. Moin grimma,
    selbstverstendlich bin ich unzufrieden aber noch mehr bin ich besorgt über die Perspektiven der Kollegen wie in den unteren beiden Zeilen beschrieben.

    Die Auflistung sollte verdeutlichen wie Eng der Spielraum für Beförderungen ist.

    Kannst du dir denken, wie es in den Köpfen der Kollegen wieder raucht, rauscht und bebt beim Thema Beurteilungswesen und Quote?

    Wie gesagt ich bin unzufrieden, weil eine Obergrenzenverordnung keine Rücksicht auf die Veränderung in der Demographie nimmt.
    Ich fühle mich um den „verdienten Lohn“ „betrogen“. Und nein, meine Unzufriedenheit wäre bei einer früheren Ernennung zum PHM nicht größer gewesen, denn meine Stelle gibt max. das Z her und nicht A10 oder A11.

  62. KSB der waterkant

    Sei froh, daß Dein DGL die Noten kontinuierlich anhebt, damit der PHM irgendwann rausspringt.

    Bei uns im Südwesten ist das nicht so. Leider!

    Hier wird auch nicht nach Leistung benotet, sondern nach der Nase, Versprechungen und alten Seilschaften.

    Seit 10 Jahren wird mir immer wieder gesagt, mehr als 6 ist nicht drin und wenn ich nicht den Aufstieg mache, kann im mittleren Dienst nichts mehr für mich gemacht werden, trotz der Aussagen, man sei froh , daß man mich hat um als Verantwortlicher die Schichten zu übernehmen und die Maßnahmen zu treffen usw.usw., wenn der GL/GLV nicht da sind.

    (will man für mich nichts mehr machen !!!!)

    Gleichzeitig bekommt man aber mit, daß Kollegen aus anderen DGèn ,die nach mir befördert wurden in der Note schon wieder vor mir stehen.

    Wie Du siehst, meint es Dein DGL gut mit Dir!, meiner mit mir nicht.

    Deshalb habe ich auch aufgegeben , weil ich diese ständigen Lügen inden PFGèn nicht mehr hören kann und auch nicht mehr will.

    Gruß von der Strasse

    der Maulwurf

  63. Sehr interessante Kommentare sind hier zu lesen. Aber denen, die die gegen die neuen Quotierungen „motzen“ muss man genauso recht geben, wie denen, die solche Quotierungen allgemein für erforderlich halten. Das eigentliche Problem ist aber ein fehlendes Laufbahnverlaufsmodel (Anfangen als PM, regelmäßige Beförderungsabstände, die sich nach Leistung verkleinern oder eben vergrößern <– hier würde dann die Beurteilung greifen, und ein Endamt, dass bei A11 oder höher liegt, je nachdem, ob man einen Aufstieg außerhalb des normalen Laufbahnverlaufs gemacht hat)!
    Aber die realität sieht viel anderes aus!
    Dazu hab ich mich bereits hier an anderer Stelle ausgelassen: Kommentar 17: http://www.gdpbundespolizei.de/2012/05/bundespolizei-wissenschaftler-empfehlen-innenausschuss-des-bundestages-dringende-masnahmen-zur-belastungssenkung/
    Die Rechtschreibefehler da bitte ich zu entschuldigen (da es mitten in der Nacht war und unser kleine Revierbesatzung mal kurz verschnaufen konnte, bevor der Irrsinn weiter ging)!

  64. An der 50 % Quote bei den Noten 7 und besser muss wohl doch etwas dran sein…
    Zumindest auf den Berliner Flughäfen wird die Note 7 weiter quotiert…(laut aktuellem Schreiben vom DGL zur Beurteilung)

    Irgendetwas oder irgendwer hält sich wohl nicht an die Vorgaben… oder stehen die Präsidenten über den Dingen…
    Ich würde euch bitten mal nachzuhaken.

  65. @Der GRAUE
    Richtig, zumindest die Direktion Berlin quotiert die Note 7 weiterhin und kommuniziert dies auch schriftlich.

    Im Allgemeinen finde ich Quotierung auch angebracht, da die Erstbeurteiler sehr selten den Mut aufbringen, ihre Unterstellten tatsächlich nach der erbrachten Leistung zu beurteilen.
    Inzwischen hat doch fast jeder Beamte der Bundespolizei mindestens die Note 6, erbringt also überdurchschnittliche Leistungen.
    Einfach nur lächerlich.
    Mit der Quotierung kann sich der Erstbeurteiler hinter der Quote verstecken und leider, leider, leider den Beamten nicht besser als 6 beurteilen (obwohl er eher die Note 4 als die Note 7 verdient hat).
    (Derjenige, welcher befördert werden soll, bekommt schon die entsprechende Note.)
    Man vermeidet den Konflikt, das ist menschlich, aber führungsschwach.

    Was passiert, wenn die sehr gute Note 7 nicht mehr quotiert wird?
    Genau, fast jeder Beamte der Bundespolizei hat dann mindestens die Note 7 und erbringt herausragende Leistungen!

  66. Die Realität sieht leider ganz anders aus!
    Die Dienststellen, zumindest im Direktionsbereich München, haben sich untereinander abgesprochen die Note 7 nun eigenständig zu quotieren! Das weiß ich daher, weil mein DGL mir versicherte das er mir die Note 7 in der Beurteilung geben wollte, die Inspektionsführung sich jedoch dagegen aussprach weil sie nach wie vor eine Quotierung der 7 beibehalten will. Weiterhin sagte mir mein DGL das dies mit der Direktion München abgesprochen sei!
    Ich finde dies eine bodenlose Frechheit! Hier sieht man doch eindeutig wie wenig unserer Führung ihre Mitarbeiter wert sind. Nachzufragen wäre dieser Umstand mal bei der BPOLI Waldmünchen!