Mehr Aufgaben trotz Personaldefizit!

Um die Sicherheit der Luftfracht zu verbessern, hat die Bundesregierung entschieden, diese Aufgabe auf die Bundespolizei zu übertragen. Diese Aufgabenübertragung wurde seitens der GEWERKSCHAFT DER POLIZEI, Bezirk Bundespolizei, abgelehnt.

Es fehlt an Personal und an Dienstposten. Seit 2009 wurde die Personalstärke der Bundespolizei um 400 Stellen verringert. Die Aufgabe „Luftfrachtkontrolle“ kann die Bundespolizei schon aus personellen Gründen nicht leisten. Nun haben wir einen realen Aufgabenaufwuchs ohne notwendigen Personalaufwuchs. Für die Organisationsentwicklung galt bisher: Der Aufgabenübertragung folgt eine Organisationsanpassung. Sie bildet die Grundlage für die Personalgewinnung. Aktuell wird diese Schrittfolge jedoch nicht eingehalten. Fragen zu den Fachkonzepten oder zu einem Organisationsplan sind noch unbeantwortet, gleichwohl wurden die Funktionen ausgeschrieben. Im Kern betroffen sind nun die Dienststellen vor Ort. Die Aufgaben in den Dienststellen mehren sich. Aber nicht das Personal. Die Aufgabenübertragung folgt dem Organisationsrecht des Dienstherrn. Doch nun in der konkreten Umsetzung des politischen Willens wird in die Arbeitsabläufe eingegriffen. Bei dem nun folgenden personalwirtschaftlichen Chaos sind die Befürworter der Aufgaben abgetaucht. „Unsere Aufgabe vor Ort ist es zum einen, sicher zu stellen, dass die Interessen der Bewerberinnen und Bewerber  gewahrt bleiben und zum anderen, die Überlastung in den Dienststellen auszugleichen.“ so der Bezirks-Vize Jörg Radek.

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28 Kommentare
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  1. Müssen denn nun noch mehr zu den Flughäfen?Ich hoffe das nicht wieder abegordnet wird.Die Flughäfen fressen Personal was überhaupt nicht geht.Am besten wäre die würden wir abgeben.

  2. @ qwer

    die flughafendienststellen müssen nur ihr personal effektiver einsetzen. ich weiss worüber ich sprech… hab es in münchen mehrfach erlebt….

  3. Päckchen anschauen, wie toll. Und so polizeilich.

  4. @qwer

    Und an wen sollen die Flughäfen „abgegeben“ werden? An „private Dienstleister“ etwa oder die LaPo? Und dann? Solche Aussagen sind sehr zielführend…

  5. Immer mehr Aufgaben mit immer weniger Personal ? Herr Dr. Roman und Herr Friedrich wie soll das gehen ?

  6. Moin, ich bin dafür, jeder macht auf seinem Dienstposten Dienst und dann lasst die Bundespolizei gegen die Wandfahren. Vielleicht merken die Politiker dann, das das Personal nicht ausreicht. Die Schattendienststellen müssen weg. Die Nebenfunktionen gehören mit Stellen besetzt. Es kann nicht sein, das Leitstellen mit Personal aus den Dienstschichten besetzt sind und diese nur in einer Nebenfunktion den Dienst machen. Es fehlt also noch viel mehr Personal (es sei denn, die GdP hat diese schon mit eingerechnet).
    Es wird wie bei der Bahn, nur auf Verschleiß gefahren und wir dürfen drunter leiden.

    Ruhigen Dienst und kommt Gesund nach Hause.

  7. Danke Jörg,

    super Beitrag und ein ganz wichtiges zentrales Thema. Wir sollen ständig neue Bereiche und Aufgaben bei stetiger Mitarbeiterreduzierung erfüllen. Keine Reform oder Organisationsveränderung hatte bisher Personal freigesetzt oder zu einer Verbesserung/ Entlastung geführt. Deswegen super, die klare Position der GdP ein „STOPP“ zu setzen.

  8. also bei uns in der Inspektion ist das so, dass im ID doppelt so viele Leute beschäftigt sins, wie es der ODP ausweist, im ERMD sind es gut das Anderthalbfache und im Streifendienst ca. 70% vom ODP. Ständige Abordnungen, natürlich nur Leute vom Streifendienst, sind die Regel. Mir graust schon vor dem, was jetzt mit der Luftfrachtkontrolle wieder auf uns zurollt.

  9. @ Mr. X

    Na was soll da schon auf uns zurollen. Ein kleines „REFÖRMCHEN“. Das ist doch die Dauerlösung für alle Probleme der Bundespolizei…

  10. Auf unserer Dienststelle ist es so, dass etwa die Hälfte der Ermittlungsbeamten nur auf dem Papier existieren. Auch sie werden alle fremdverwendet für Stäbe, Ausbildung oder Verbindungsbüros.
    Die andere Hälfte die es tatsächlich gibt muß die gesamte Arbeit bewältigen.
    Das kann es ja nun auch nicht sein !

  11. @Ermittler XY Ungelöst
    Bei uns sind die Hälfte der eingesetzten Ermittler eigentlich KSB.

    Es ist, wie es Mr. X beschreibt.

    Der Innendienst ist aufgeblasen und Unsereins muss halt schauen wo er bleibt. Wie Du Deine Arbeit machst und Deine Vorgaben erfüllen sollst, juckt keine alte S**.

    Ich denke, die werden nun die Abordnungen noch verstärken, obwohl man schon jetzt in den Aufenthaltsräumen keinen Sitzplatz mehr bekommt.

    Alle machen mit, und keiner sagt etwas schlechtes, schon gar nicht nach „oben“. Und nach der Antrittsrede unseres neuen Präsis werden noch weniger Leute aus dem hD ihre Meinung nach oben vertreten.

    Gott, was sind wir für ein verlogener Verein geworden.

  12. @sergant
    Du verrichtest bestimmt deinen Dienst auf einen Flughafen.

  13. Zum Stichwort „die BPOL an die Wand fahren“ :
    Die Wand ist schon in Sicht, und dass auch ohne die geplante Aufgabenübertragung.
    Der Krankenstand wird bei der zu erwartenden Belastung noch weiter steigen, bis auch die letzten verbleibenden Kollegen an der Basis
    unter der nicht mehr zu bewältigen Anforderungen einknicken müssen.
    Die Politik gibt leider weiter Gas statt langsam auf die Bremse zu treten.
    Hoffentlich sitze ich dann schon nicht mehr mit im Wagen :-(

  14. Das wir nicht genug Personal haben, um alle Dienststellen mit der nötigen Personalstärke zu besetzen ist normal.
    Was die Lage erst wirklich verschärft, und für die „Leute an der Front“ zum eskalieren bringt ist der Umstand, dass Sachgebiete und Innendienste sich ihr fehlendes Personal ranbeschaffen.. aus dem operativen Bereich. Das dieses Personal auf dem Papier noch in den Dienstgruppen geführt wird vertuscht das Ganze und niemand der sich die „reinen Zahlen“ anschaut kann ein „grobes Personalfehl“ erkennen.
    Was der Sache die Krone aufsetzt, ist das „heile Welt spielen“, wenn dann mal ne Delegation vorbeischaut.. da wird alles so dargestellt als ob Alles toll läuft und niemand kann irgendwelche Probleme erkennen.

  15. Hätten sich vor Jahren nicht einige vom gD und vom hD absolut negativ über die GUK, jetzige BUK geäußert und Mal einen Arsch in der Hose gezeigt wäre das Personalfehl nicht so stark. Aber man sorg lieber dafür das über 1000 BUK völlig unterfordert, ohne Lehrgänge oder richtige Fortbildung Dienst in der EZ oder anderweitig machen. Dienst, den vor einigen Jahren noch ein POM oder gar ein PHM machte. Für alles in der Welt hat Deutschland Geld, für 1000 BUK an der Ostgrenze nicht mal 50-80 € mtl mehr.
    Der Ostler

  16. @ Faulibaer:

    wie lange hast du am Flughafen gedient??? So wie Du dich anhörst würd ich sagen: Zwangsverstärker, der alle 1,5 Jahre 3 Monate nach MUC muss, ich für nichts interesiert und einfach nur abgammelt…

    Will hier auch kinen Streit vom Zaun brechen, aber:

    Bin seit 16 Jahren am Airport und ich denke ich weiß wovon ich rede….Natürlich sind die Flächeninspektionen nur schwach besetzt und von er Personalstärke würden sie auch viel mehr Personal benötigen um irgendwo ihre Aufgaben vernünftig zu bewältigen…

    Jedoch muss man den Flughäfen einnräumen, die vielzahl an Beamtn wird gebraucht..aus folgendem Grund:

    Es gibt mehrere Richtlinien, Verordnungen und Gesetze aus denen gewisse Stärken sowie das einzusetzende Personal hervorgeht:

    – Rahmenplan Luftsicherheit: regelt die Anzahl an Posten und Streifen die gestellt werden müssen!!!

    – SGK: regelt die Kontrollstandarts bei der Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs, daraus leitet sich auch die Anzahl der PVBs ab die in den jeweiligen Boxen dienen dürfen

    und wenn man jetzt nen blöden Spruch ablassen würde würde man sagen, die Bahn fährt wie sie will, die Airlines sind aber an Flugzeiten gebunden…

    nur würd ich sowas nie sagen…

  17. aber wie sähe denn eine Lösung aus? Um festzustellen das überall Personal fehlt, muss man kein Hellseher sein.
    Die Flughäfen haben nunmal Gestzte und Verordnungen die Internationla bindend sind. Und ein Anschlag auf die Flugsicherheit wäre schlimmer ( Medialer) als auf die Bahn, so hart das auch klingen mag aber das sind die Fakten.
    Und die BPOL hat keine Lobby, nirgendwo. wer was anderes behauptet der träumt vor sich hin. Jeder der es aus dem WS Dienst in den TD geschafft hat mein vollstes Verständnis.
    Unsere Gewerkschaft fordert seit jahrzenten ein Personalverwendungskonzept. So lange dieses nicht existiert und die Dienststellen nicht melden was IST und nicht SOLL ist, solange ändert sich garnichts.
    Man kann nur versuchen gesund zu bleiben, die Familie und Freunde zusammenzuhalten und seine Job so gut wie möglich zu machen.
    Denn eins ist klar, besser wird es nicht werden. Wer sich die wirtschaftliche Lage in Europa anschaut oder die Lage in syrien und und und, da interessiert sich keiner dafür was bei uns los ist.
    Es wird noch schlimmer kommen.Die fetten Jahre sind vorbei. Je eher man sich das bewußt macht und aufhört zu träumen,desto eher realisiert man was wirklich los ist.
    Die Gdp kämpft und setzt sich ein. Aber wenn die Politik und die Entscheidungsträger nicht wollen,passiert nichts.
    Und auch die nächste Wahl wird nix ändern. Was sind den 40.000 Wähler plus Familien. Nichts!!!!!!!

  18. Das gegenseitige Vorhalten der eigenen Wichtigkeit ist in der Tat etwas, was zusehends sauer aufstößt!
    Sicherlich ist jeder wichtig und leistet an seinem Platz wichtige Aufgaben. Ebenso klingt die Aufforderung vernünftig, sich doch einfach um seine Arbeit zu kümmern und weniger zu jammern. – Würden die allermeisten auch sicher gerne, leider jedoch ist die Welt nicht schwarzweiss, und wenn, dann hat sie mindestens 256 Graustufen…

    Ausgehend von der These, dass wir zunächst mal dazu da sind, einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und weniger dazu, uns zu verwalten, zu führen oder zu steuern (dieses sind bekanntlich Mittel zum Zweck, aber ebenso sicher heiligt der Zweck nicht die Mittel…), so müssen wir doch feststellen, dass diese Bereiche mittlerweile, im Verhältnis zum eigentlichen operativen Dienst, überrepräsentiert sind.

    Dies ist schon im ODP zu erkennen, aber insbesondere sei hier auf die vielen Schattenpositionen verwiesen, die zudem die Tendenz haben, sich permanent zu vermehren! (Insbesondere in einer zentralistisch gesteuerten Organisation wie der unseren). Das Personal hierfür kommt aber aus dem operativen Dienst ;woher auch sonst? – und im übrigen krankt unser derzeitiges System auch daran, dass zumindest in der Fläche ein Tagesdienstposten auch für Lebensältere kaum „legal“ zu erlangen ist. Im Gegenzug dazu werden die Aufgaben aber nicht zurückgefahren, sondern man frönt zunehmend der Wahnvorstellung, das sei alles nur eine Frage der Organisation und man müsse lediglich die „Effizienz“ erhöhen… (eigentlich nur ein Synonym für Arbeitsverdichtung)

    Diese Verdichtung erzeugt jedoch die uns allen bekannteÜberlastungssituation die sich verstärkt in entsprechenden Krankheiten niederschlägt….

    Nun wissen wir spätestens seit der Beerlage-Studie, dass eines der Symptome der herrschenden Zustände das verstärkte Auftreten von Zynismus darstellt, die Studie spricht sogar von der Gefahr einer regelrechten „Zynismusepidemie“, die in der Tat alles andere als konstruktiv ist, wenn wir die Probleme bereinigen wollen!

    Es handelt sich hierbei aber eben nicht um die Ursache, sondern um die Auswirkung der Misswirtschaft in unserer Organisation! Deshalb greift denn auch der Ratschlag „positiver denken!“ erheblich zu kurz und bewirkt ungefähr so viel, wie wenn ich meinem Hund befehle: „hör auf zu stinken!“

    Wer aber, wenn nicht die Gewerkschaft, weist denn überhaupt darauf hin, dass es stinkt?

  19. @sergant
    Du verrichtest bestimmt deinen Dienst auf einen Flughafen.

    Richtig und nicht am kleinsten in Deutschland! :D Und nun nochmals meine Frage: Wer soll bzw. will denn Deiner Meinung nach die Aufgaben übernehmen, die dort zur Zeit von ca. 2.000 Bundespolizisten wahrgenommen werden???

  20. @ TeD-DUS
    Lieber Kollege, auch ich möchte hier keine Debatte vom Zaun brechen ab die Fakten sehen doch leider etwas anders aus. Ich bin Angehöriger einer sog. „Geberinspektion“, wir haben permanent ca. 20 % unserer KSB zum FH abgeordnet und ich war selbst 6 Mon. am FH eingesetzt.
    Situation FH:
    Von den KollegInnen der „Geberinspektionen“ wird Solidarität in einer gemeinsamen Aufgabestellung eingefordert, welche die betroffenen Dst. am FH sich gegenseitig nicht gewähren. Jeder der einmal Dienst am FH verrichtet hat und sich einigermaßen mit den Dingen beschäftigt, der erkennt sofort, dass das Verhältnis der Kollegen dort mit „vergifteter Atmosphäre“ noch wohlwollend umschrieben ist, von Solodarität bis hin zur gegenseitigen Unterstützung ganz zu schweigen. Personalprobleme entstehen vornehmlich zu den PEAK-Zeiten und da könnte etwas mehr Solitarität innerhalb der FH-Dienststellen so manchen Koll. der „Geberinspektionen“ entbehrlich machen, ohnen gegen internationales oder nationales Recht zu verstoßen. Ebenfalls mangelnde Solitarität praktizieren die vielen vermeintlichen Führungskräfte einer FH-DG. Dass es nicht Aufgabe eines DGL / sDGL ist in der Kontrollbox zu sitzen, leuchtet ja noch ein. Dass aber in jeder DG noch 4-5 GL glauben ihre Daseinsberichtigung bestehe ausschließlich aus Führung und Dienstaufsicht, während die Planung der Streifen, Sicherer oder Kontrollbox für Ein- und Ausreise, Qualitätssicherung etc. zusätzlich durch Beamte mD verrichtet wird, ist weder gerechtfertigt noch nachvollziehbar. Gem. dem Motto „learning by touing“ sollte es doch auch einem jungen Berufseinsteiger gD zumutbar sein, erste Erfahrungen in der Kontrollbox zu sammeln. Das sind leider keine aus der Luft gegriffenen Behauptungen, sondern in 6 Monaten AO-Zeit selbst erlebte Tatsachen, die übrigens von betroffenen KollegInnen nach jedem Abordnungsquartal bestätigt werden. Soviel zu dem viel strapazierten Begriff der Solidarität, die zwar gefordert, aber selbst nicht gelebt wird.
    Situation Grenze:
    Wir erleben hier gerade die zweite Welle eines massiven Anstieges der RG-Kriminalität mit der auch ein Anstieg der Eigentumskriminalität einhergeht; Ende nicht absehbar. Bitte keine Argumente, dass die BPOL für RG gar nicht zuständig wäre, das greift nicht mehr. Dass wir immer mehr zur „Abgabepolizei“ mutiern sind hausgemachte Probleme, möglicherweise auch aufgrund unserer Personalsituation; dafür werden wir von Teilen der LaPo gerne als „Möchtegernpolizei“ belächelt. Den Menschen in unserer Region fehlt dafür jegliches Verständnis.
    Fakt ist, die „Geberinspetionen“ stoßen mit ihrem Personal ebenfalls an Grenzen, obgleich unter diesen Solidarität tägtäglich gelebt wird, denn anders wäre die Aufgabe gar nicht zu bewältigen. Bei uns stehen die GL mit ihren nachgeordneten Beamten in der Kontrollstelle, weil sie gebraucht werden und dort arbeiten.
    Fazit: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es eben noch lange nicht das Selbe. Das Wort „Solidargemeinschaft“ sollte man in diesem Zusammenhang jedenfalls nicht mehr strapazieren, denn wir werden hier doch nur gegeneinander ausgespielt und die hohlen Phrasen die getroschen werden, mag keiner mehr hören. Ich erkenne hier jedenfalls nicht den unbedingten Willen die Arbeit am FH so zu optimieren, dass die Aufgaben mit dem vorhanden Personal bewältigt werden können; sollten darüber hinaus dann tatsächlich VU erforderlich werden, kann man mit Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz auch wieder an die Solidargemeinschaft der „Geberinspektionen“appelieren.

  21. @ Ted DUS
    ich war innerhalb von 3 jahren ein jahr in münchen… und immer freiwillig und ja in MUC.
    und ja ich fühle mich von dir nun persönlich angegriffen.
    ich hab früher auch an einem GÜg in der box gesessen und das nicht selten die ganze schicht…bzw zweite spur weil der verkehr die erforderte. und du kannst jeden fragen der AO in münchen war… alle sagten das sie mehr rumsaßen als das sie eingesetzt waren.

    aber wenn ich von einer dienstzeit von tgl. 10-11h über 5h im aufenthaltsraum sitz und man mir keine aufgabe zuteilen kann, weil einfach zu fiele beamte im dienst sind…

    dann stimmt da was nicht mit der personaleinteilung.

    und die bahn fährt auch nicht wie sie will, sie ist auch an zeiten gebunden.

  22. Ich denke, dass alle ein wenig Recht haben:

    – das Personal an den Flughafen kann in der Tat effektiver eingesetzt werden.
    Jedoch hat der Flughafen aufgrund internationaler Bestimmungen bestimmte Auflagen zu erfüllen.
    Personalreformen an Flughäfen könnten aber in der Tat mehr Personal für die Aufgaben frei schaufeln.

    – Bahn hat zu wenig Personal
    – Verbände übrigens auch!
    – ich meine, dass See auch zu wenig hat

    – Am Beispiel ErmD hat sich schön etwas gezeigt. Einer schreibt, dass der ErmD nur zur Hälfte real besetzt ist, einer schreibt, dass die Hälfte des ErmD von KSB besetzt ist.
    Hier greifen mehrere Probleme in einander
    – Stabsarbeit, Leitstellen, Führungsgruppen benötigen Personal. Dahingehend muss dringend der ODP angepasst werden, denn das Personal ist tatsächlich dort – ansonsten würde die Dienststelle nicht funktionieren. Jedoch geht das zu Lasten der KSB, d.h. die Dienststelle funktioniert zwar – es gibt nur kaum KSB.
    – Abordnungen, Ausland, Aufstieg fressen real Personal für das es keinen Ersatz gibt. Hier muss der ODP dringend den Dienststellenleitern Handlungsoptionen (Schattendienstposten) geben. Ein papiermäßiger Auffüllungsgrad von 150% kann bedeuten, dass eine Dienststelle real gerade so arbeitsfähig ist. Macht das dem Minister und dem Haushaltsplan deutlich. Ändert den ODP und stellt mindestens 3000 jungen Menschen im mD ein!

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  24. Hallo,

    wenn die Politik der Meinung ist, dass die Bundespolizei künftig auch auf dem Bereich der Luftfracht Sicherheit zu produzieren hat, dann ist das so.

    Um diese Dienstleitung auch anbieten zu können, bedarf es entsprechender technischer, materieller und vor allem personeller Ausstattung. Dabei darf nicht vergessen werden, dass dieses auch eine Tätigkeit ist, die Rund um die Uhr an jedem Tag des Kalenders anfällt und entsprechend Personalintensiv ist.

    Wer auf einem internationalen Großflughafen solch Aufgaben übernehmen will bedarf neben eines Leiters und entsprechender Koordinatoren, die die Kontrolleure zu den unterschiedlichen Luftfrachtunternehmen schicken auch das Personal, das die Kontrollen vornimmt. Das sind sicherlich 30 – 50 Beamte. Und da das Ganze im Schichtdienst rund um die Uhr an jedem Kalendertag gemacht wird, benötigt man schon 5 Dienstgruppen und Schwups – hat man eine neue Inspektion geschaffen. Leiter und Innendienstpersonal kommen hinzu. Wenn die Sicherheit in der Luftfracht auch Ermittlungen bei entsprechenden Diebstählen beinhaltet, kommen Ermittlungs- und Fahndungsbeamte hinzu. Logistik und Materialverwaltung und so weiter…

    Die Vergangenheit hat uns eindrucksvoll gezeigt, dass die Funktionsausschreibungen an den Großflughäfen mit Masse aus dem Bestand der dort vorhandenen Beamten kommt (wer will schon nach MUC, BER, DUS oder FRA). Die Dienstgruppenleiter rekrutieren sich aus vorhandenen Leitern, Koordinatoren und Gruppenleiter auch. Auch die Ermittlungs- und Innendienstbeamten stammen aus den existenten Dienstgruppen. Dort muss die Arbeit auch gemacht werden und es wird von unten nachgerückt. So dekliniert sich das von oben nach unten durch alle Hierarchien und am Ende fehlen 400 – 500 KSB in der Kontrolllinie…

    Die logische Konsequenz ist – wie Jörg richtig schreibt – die personelle Aufstockung der betroffenen Dienststellen und damit der Bundespolizei insgesamt oder wahlweise die Abschmelzung an anderer Stelle, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Das Fehlen eines Konzeptes in jedweder Form ist ein Armutszeugnis für die Entscheidungsträger im BMI. Das muss schleunigst her.

    Und ja: Die Sicherheit der Luftfracht wird auf den Flughäfen gewährleistet. Das bedeutet, dass diese Dienststellen mehr Personal bekommen und dieses irgendwo herkommen muss. Und wenn es aus dem eigenen Saft der betroffenen Flughafendienststelle kommt und keine Neueinstellungen vorgesehen sind, dann muss dort aufgefüllt werden, wo das Personal fehlt: Bei den KSB! Das bedeutet Abordnung aus den „Geberdienststellen“ zu den geliebten Flughafendienststellen in MUC, BER, DUS und FRA…

    Bleibt zu hoffen, dass Herr Dr. Friedrich und Herr Dr. Rohmann schon beim Herrn Dr. Schäuble gewesen sind und für den Patienten Bundespolizei eine Personalinfusion beantrag haben. Ansonsten ist bei allen nichtflughafendienststellen ein Aderlass fällig. Und wo das hinführt, wissen wir ja auch schon aus Erfahrung…

    Mit Gruß
    Kugelblitz

  25. Als Diskussion.

    Ist es zwingend erforderlich das unsere Leitstellen durch PVB besetzt sind, sprich nur durch PVB, über einen Beamten der quasi entscheidet und ggf. Polizeiliche Maßnahmen koordiniert brauchen wir nicht zu sprechen. ABER den Rest können meiner Meinung nach auch Angestellte/Verwaltungsbeamte machen.
    Doofes Beispiel aber analog der Dispachter der Amerikanischen Notrufzentralen 911 oder auch europäischer Varianten.

    Meiner Meinung nach gehören Polizisten auf die Straße und nichts anderes.

    Dies gilt auch für andere Bereiche. ZumVerwalten von Material jedweder Art braucht man keine Polizeiausbildung, geschweige den eine Polizeizulage.

  26. @Faulibaer :

    ich wollte Dich nicht persöhnlich angreifen…das steht mir echt fern..

    Bin wie der Nickname sagt aus DUS, dort haben wir keine AOs mehr aus sogenannten „Geberinspektion“ (wer hat sich das Wort einfallen lassen).. Wir haben keine Zeit um 4 – 5 Std im Aufenthaltraum zu sitzen, teilweise ist er sogar über Stunden verweißt…bei uns werden junge PKs als KSBs eingesetzt und machen alles genauso ie wir mD KSBs…die GL planen eigenständig die Pläne…gibt nur vereinzelte die sich nen Planer halten…

    Man sollte nicht pauschal auf alle FHs schimpfen…

  27. @Kaisen:
    Leitstelle=>BdL!?; PeP?!; PDV 100?! etc… Definition Leitstelle?
    Ich bitte Dich Deine These zu überdenken! Spätestens beim Studium der PDV 100 wird Dir klar werden, dass Leitstellenmitarbeiter ausgebildete Polizeibeamte sein müssen. Natürlich kann unsere Software bei der BdL unterstützen. Das ist technisch möglich sofern die Datenbank entsprechend gefüttert und die technische Peripherie der FEM soweit vorhanden ist.
    Aber die Entscheidung/Entschluß trifft letztendlich der Disponent unter Vorbehalt des zuständigen PF in der AAO.
    Bitte unbedingt die Rahmenkonzeption des BPOLP und die Rahmendienstanweisungen der BPOLD’n lesen.

    „Dispatcher“ sind nicht nur Telefonposten und Vermittlung mit INPOL-Berechtigung.

    Mit kollegialen Grüßen
    reAlist

  28. Man sollte wirklich allen Beamten egal wo sie eingesetzt sind ( ErmD, Stab, Verbindungsbüro etc etc ) und dort länger als drei Jahren ( viele sind auch noch länger umgesetzt ) ihren Dienstverrichten die Stelle im ODP schaffen, denn offensichtlich werden sie dort auch tatsächlich gebraucht.
    Und dann müssen die KSB Stellen endlich mit neuen jungen Kollegen und Kolleginnen besetzt werden.
    Nur so kann man den Dienstbetrieb sinnvoll aufrecht erhalten und das Arbeitsklima verbessern.
    Vielleicht kehrt dann auch mal wieder Ruhe und Normalität ein.