Erfolgreicher Workshop junger GdP-Frauen

Hilden. Anfang September fand der erste Workshop mit jungen Frauen der GdP-Bundespolizei statt. Aus allen Direktionsgruppen waren junge Teilnehmerinnen geladen, über ihre Wahrnehmung unserer Gewerkschaft zu diskutieren. Dabei war besonders wichtig, dass die Kolleginnen noch nicht – oder noch nicht lange in gewerkschaftlichen Funktionen sind – um möglichst frei die Sicht junger GdP-Frauen zu schildern.

Bei angeregten Diskussionen wurden schnell die Problemfelder in der Bundespolizei deutlich: Mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen und ein unfaires Beurteilungssystem, gerade wenn es um die Kolleginnen in Teilzeit geht. Von einer sinnvollen Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Arbeitsalltag vieler junger Frauen (und Männer) noch meilenweit entfernt. Auch in Hinblick auf unsere gewerkschaftliche Arbeit wurden von den Frauen viele konstruktive Vorschläge vorgebracht. So wünschten sich die Frauen auch mehr weibliche Vertreter auf Personalrats- und Gewerkschaftsebene.

Die Tagung wurde vom geschäftsführenden Bezirksvorstand initiiert und in enger Kooperation mit der Frauengruppe des Bezirks durchgeführt. Die anwesenden Vorstandsmitglieder Josef Scheuring und Jürgen Stark, sowie die Vertreterinnen der Frauengruppe, Felizitas Miklis und Carmen Kastner, zeigten sich begeistert von der Offenheit und dem Gestaltungswillen der jungen Kolleginnen.

Die vielen Anregungen der jungen Frauen zu unserer gewerkschaftlichen Arbeit und den Problemfeldern in der Bundespolizei wurden im Anschluss allen zuständigen Gremien und Bereichen der GdP Bundespolizei zur Verfügung gestellt, die sich nun um die Umsetzung der Vorschläge kümmern werden. Besonders erfreuliches Ergebnis der Tagung war, dass sich alle Teilnehmerinnen vorstellen konnten, sich in Zukunft auch aktiv in die Gewerkschafts- oder Personalratsarbeit einzubringen. Dabei wollen wir sie gerne voll unterstützen!

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Themenbereich: Frauengruppe | Drucken

1 Kommentar
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  1. Zum Thema Beförderung/Beurteilungen

    auf meiner Dienststelle werden zur Zeit sehr wenige Beförderungen ausgesprochen und zu meinem Entsätzen sind es immer wieder Männer die Befördert werden.Desweiteren werden meist gD befördert als Beamtin/Beamte im mD. Wo ist hier die Gleichstellung zwischen Mann und Frau zwischen gD und mD? Hinzu kommt, das nicht nur Frauen sondern auch Männer im mD lange auf ihre Beförderung warten müssen wegen der Beurteilungnsnote die sich auf Jahre nicht geändert hat, obwohl man die gleiche Arbeit macht wie jeder andere. WARUM IST DAS SO?

    Wie sieht meine Perspektive den aus? Ich bin Mutter von drei Kindern, stehe seit kurzem wieder voll im Berufsleben
    (Vollzeit), mache meine Arbeit wie jeder andere auch. Bin offen für neue Aufgaben und fahre sogar Sondereinsätze mit. Weiterhin kann ich wegen der Erziehung meiner Kinder ( 12, 9 und 1 Jahr) keine Fortbildung bzw. LG ( da die mal über eine Woche gehen) fahren um mich weiter zubilden.

    Wo steh ich in der Beförderungsliste? Ganz unten, denn ich bin ja nur eine dreifach Mutter im Vollzeitjob beruflich wie privat. Wie heist es immer: Frauen die im Erziehungsurlaub sind, werden nicht benachteiligt,werden gleich gestellt wie jeder andere auch. ABER IST DIES AUCH SO? NEIN davon merke ich nichts.

    Da steh ich nun und warte und warte und warte weiter auf meine Beförderung.