GdP setzt auf mobile Verkehrskontrollen

Bild: Arno Bachert, Pixelio.de

Witthaut: Illegale Radarwarnung muss strafbar bleiben

Berlin. Statt einer frühherbstlichen Nebeldiskussion um die schon heute nicht strafbare Nutzung von Navigationssystemen mit Warnfunktion vor Starenkästen fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Verkehrssicherheit dadurch zu erhöhen, mit mehr polizeilicher Präsenz Verkehrskontrollen mit Sofortbelehrung durchzuführen. Der GdP-Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut: „Die Erfahrung zeigt, dass eindringliche Worte eines Polizisten unmittelbar nach einem Verkehrsdelikt eine starke Wirkung haben.“
Nicht verhandelbar, so Witthaut, sei das Verbot illegaler elektronischer Geräte, die den Raser vor Radarstrahlen an einem polizeilichen Messpunkt warnen.
Das mittlerweile inflationäre Melden von Geschwindigkeitskontrollen über das Radio schade, so Witthaut, indes der Wirksamkeit polizeilicher Verkehrsüberwachung. „Zu Gunsten der Quote wird notorischen Bleifüßen die Hemmschwelle weggefunkt. “ Zudem werde dem Hörer der Eindruck vermittelt, als könne er der Polizei ein Schnippchen schlagen. Der GdP-Vorsitzende: „Verkehrsüberwachung ist kein lustiges Gesellschaftsspiel, bei dem Raser versuchen, die Polizei auszutricksen.“

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Themenbereich: Aus dem Bundesvorstand | Drucken

3 Kommentare
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  1. ………polizeilicher Präsenz Verkehrskontrollen mit Sofortbelehrung
    Die seh ich i.d.R. nicht, ich sehe positionierte Radarkontrollen, die lediglich deutsche Fahrer /Halter durch Zevis Abfragen feststellten und diese per “ Massenbrief“ anschreiben ,um die Haushaltskasse zu verbessern. Am liebsten noch auf BAB Abschnitten, die herunter geregelt werden und kurz vor Aufhebung positioniert man die Radar Kontrolle.
    Und das dient dann der Verkehrssicherheit , …….

  2. Radarkontrollen sollen dort stattfinden wo auch tatsächliche Unfallschwerpunkte sind und nicht nur das meisste Geld zu scheffeln ist. Dann sollte an diesen Unfallschwerpunkten auch eindeutig auf die Radarkontrolle hin gewiesen werden dann werden auch Unfälle verhindert.

  3. Das sind genau die „richtigen“ Kommentare zu so einem Thema aus unserem illustren Kollegenkreis :-((

    Wenn sich alle an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten würden, bräuchte es auch keine Kontrollen.
    Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor einen der häufigsten Unfallursachen!
    Wer ein Bußgeld wegen Geschwindigkeitsüberschreitung zu berappen hat, tut dies absolut freiwillig – wer wird schon zum zu schnell fahren gezwungen?
    Meine Meinung!