GdP entwickelt Perspektiven für den Tarif

Verteilung der Tarifbeschäftigten der BPOL auf die Entgeltgruppen

Die Eingruppierungen im Tarifbereich der Bundespolizei sind derzeit weit entfernt von einer leistungsgerechten Bezahlung. Anders als in anderen Behörden, wird in der Bundespolizei die Leistung von Tarifbeschäftigten sehr gering geschätzt. In der letzten Zeit hat sich eine Abwärts-spirale bei den Eingruppierungen gebildet: Stellen von KollegenInnen, die in Rente gehen, werden nur in der Grundeingruppierung nachbesetzt.

· Über 81% der Tarifkräfte werden mit EG 5 oder schlechter bewertet!

· Statistisch gesehen, erfährt eine Tarifkraft eine Höhergruppierung nur alle 100 Jahre!

*** Bei einem Großteil der Stellen des vergleichsweise einfachen Dienstes fallen Tätigkeiten an, die mindestens der EG 5 zuzuordnen sind (z.B. Tätigkeiten als Fachkraft, Fachangestellte/r oder Assistenzkraft). Dennoch werden unsere KollegInnen vielfach nur mit EG 3 vergütet!
*** Bei zahlreichen Stellen des vergleichsweise mittleren Dienstes sind Tätigkeiten vorhanden, die mindestens der EG 9 zuzuordnen sind (z.B. Tätigkeiten als Leiter, Lehrkraft oder Meister). Dennoch werden unsere KollegInnen vielfach nur mit EG 5 vergütet!

Zahlreiche gut ausgebildete und motivierte KollegenInnen haben uns bereits verlassen oder werden es tun, wenn sich auch zukünftig keine Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Die Bundes-polizei braucht die Kraft und den Willen, an dieser äußerst unbefriedigenden Situation etwas zu ändern – sei es mit vorhandenen Möglichkeiten oder zusätzlichen Mitteln.

Wir, die GdP, entwickeln Perspektiven für unsere KollegInnen im Tarifbereich, mit dem Ziel, die immensen Gerechtigkeitslücken, insbesondere im Bereich der EG 3 und EG 5, konsequent mit kurz- und mittelfristigen Entwicklungslinien abzubauen. Eine zukunftsfähige Bundespolizei muss endlich auch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten für Tarifbeschäftigten schaffen.

Wir kämpfen für unsere Kolleginnen und Kollegen!

Hier den Flyer zum Thema downloaden

 

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

8 Kommentare
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  1. Überfällig!
    Es ist mehr als gut, wenn sich die GdP hier für die Angestellten einsetzt. Als BUK habe ich jedoch mehr als Zweifel, ob sich dies in die Realität umsetzen lässt. Wer, wie wir seit 19 Jahren nichts anderes hört als: geht nicht, gibt der Haushalt nicht her, ihr seid einfach eine Minderheit und für euch kann man nichts machen, seid doch froh das ihr Arbeit habt, was wollt ihr denn noch alles und so weiter und so weiter.
    Prognose: Für die BUK wird sich nichts ändern, weil die Verantwortlichen uns weder wahrnehmen noch wahrnehmen wollen. Wir sind ein lästiges Übel, das ignoriert wird.

    Der ostler

  2. Das Fehlen von weiteren Meinungen hier zeigt in aller Deutlichkeit, wie die Angestellten ihre Chancen sehen.

    Besser konnte man es nicht beschreiben.
    Zitat: Da das Thema hier bald aus dem “Sichtfeld” auf die zweite Seite verschwindet, noch schnell ein Nachtrag, dass man anscheinend auch hier keine Antwort erwarten kann, so wie bei den anderen Stellen eigentlich auch schon, wo man nachgefragt hat. Schade eigentlich, aber anscheinend ist die betroffene Gruppe zu klein, um sich dafür dann einzusetzen oder zumindest mal zu äußern.
    Quelle:
    OnlineSpam 2. November 2012

    Die Worten „aber anscheinend ist die betroffene Gruppe zu klein, um sich dafür dann einzusetzen oder zumindest mal zu äußern“ treffen den Nagel genau auf den Kopf.

    der Ostler

  3. Interessant zu wissen wäre es auch, ob eine Verlängerung der Möglichkeiten eines Bewährungsaufstieges gem. ³8, Abs. 3 TVÜ-Bund weiter verfolgt wird. (TVÜ-VKA wurde verlängert). Nach altem Recht würde bei mir die Voraussetzung ab dem 01.11.2012 greifen, so dass ich – mal wieder – hinten runterfalle. Sollte in diesem Fall keine Einigung gefunden werden,
    empfinde ich es als Ungleichbehandlung gegenüber den Kollegen, die genau wie ich ihre Aufgaben erfüllen, aber das Glück hatten, neun Monate vorher eingestellt zu werden. Bitte sprecht diese Thematik nochmal an. Vielen Dank

  4. Den BUK wird oft als Antwort gegeben; ihr seid eine wichtige Stütze für die PVB.
    Davon merkt man jedoch nichts, wir sind nur als Stütze wichtig, wenn es darum geht, das genügend Personal in der EZ vorhanden ist oder wenn die Dienstgruppe zu wenige Beamte in Dienst hat. Oder wenn Urlaub ansteht oder Feiertage, dann sind wir wichtig. Ansonsten sind wir so was von unwichtig.
    Wir sind nur ein Notnagel, auf dem man gerne zurückgreift, ihn jedoch nicht aus dieser Notlagensituation herausholen will.

    Notnagel

  5. @kobega
    Die z.Z. ausgesetztem Bewährungsaufstiege werden im Rahmen der Verhandlungen zur Entgeltordnung zwischen Arbeitgebern und Tarifvertragsparteien verhandelt. Unsere Position ist ganz klar die Umsetzung der Bewährungsaufstiege!
    Bis zum Abschluß der Entgeltordnung gibt es zur Minderung von Verlusten auf Seiten der Beschäftigten durch entgangene Zeit-, Tätigkeits- und Bewährungsaufstiege die Pauschalzahlung. Diese Zulage steht allen nach der Anlage 1a zum BAT eingruppierten Beschäftigten zu, die in der Zeit vom 1. Oktober 2005 bis zum 31. Dezember 2010 eingestellt wurden und die am 31. Dezember 2010 in den Entgeltgruppen 2 bis 8 eingruppiert waren sowie übergeleiteten Beschäftigten, denen im selben Zeitraum eine andere Tätigkeit im o.a. Bereich übertragen wurde (sogen. Wechsler). Außerdem steht sie auf Antrag Beschäftigten zu, die in der Zeit vom 1. Januar bis 1. Juli 2011 eingestellt wurden und die nach einem Tätigkeitsmerkmal eingruppiert sind, das (nach altem Recht) einen Aufstieg nach längstens einem Jahr vorsieht.
    Die Pauschalzahlung kann als Eingeständnis betrachtet werden, dass die Beschäftigten real Einbußen haben, solange die Entgeltordnung nicht geregelt ist.

  6. @ Heiko Dammann

    „Diese Zulage steht allen nach der Anlage 1a zum BAT eingruppierten Beschäftigten zu, die in der Zeit vom 1. Oktober 2005 bis zum 31. Dezember 2010 eingestellt wurden und die am 31. Dezember 2010 in den Entgeltgruppen 2 bis 8 eingruppiert“.

    Und was ist mit den Mitarbeitern, die vor diesem Zeitpunkt eingestellt wurden (z. B. 2003)? Fallen diese komplett hinten runter? Auf diese Frage konnte mir bislang niemand eine konkrete Antwort geben.
    kogeba

  7. @ kobega
    Vor dem 1. Okt. 2005 begonne Bewährungsaufstiege werden auf Antrag vollzogen, wenn die Bewährungszeit nach dem 31. Dez. 2009 aber bis 29. Feb. 2012 erfüllt wird auch dann wenn am 1.Okt 2005 die Hälte der Bewährungszeit noch nicht zurück gelegt wurde. Das Thema ist jedoch sehr speziell und vor allem sehr kompliziert… Wir wollen auf jeden Fall in den Verhandlungen zur Entgeltodnung erreichen, dass alle denen ein Bewährungsaufstieg zusteht diesen auch bekommen und niemand hinten runter fällt!
    Es ist vielleicht besser, wenn wir mal telefonieren: 0151/12503360

  8. Als Guk eingestellt, unter dem normalen Alter eingestuft!
    Danach 10 jahre Beschäftigung als FKD !
    Angestelltenlehrgang 1 absolviert, und dieses wird nicht anerkannt geschweige honoriert !
    Noch knapp 9 Jahre berufstätig, keinen Angleichung der Renten, noch keine Angleichung Sonderzahlung !
    Letzte Stufe in der Entgeltgruppe 5 erreicht, das ist das Ende !
    Nur in der Hoffnung leben, ist sehr mühsam und nicht förderlich !
    Man sollte sich doch nicht nur darüber freuen Arbeit zu haben im öffentlichen Dienst, sie sollte auch honoriert werden!
    Dafür sollte es sich lohnen zu kämpfen !