Nationales Waffenregister sorgt für mehr Sicherheit

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die Einrichtung eines nationalen Waffenregisters. GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut: „Damit ist eine alte Forderung der GdP erfüllt worden. Es hat lange gedauert, aber die technische Umsetzung war auch eine Herausforderung.“

Es sei wichtig für Polizeibeamtinnen und –beamten, so Witthaut, rasch überprüfen zu können, ob an einem Einsatzort, zum Beispiel einer Familienauseinandersetzung, eine Waffe im Haus ist. Witthaut: „Natürlich wissen wir auch dann nur, ob es sich um einen legalen Waffenbesitz handelt. Aber auch das kann überlebenswichtig sein.“

Die Notwendigkeit, die Erlaubnis zum privaten Waffenbesitz in jedem Einzelfall sorgfältig und eingehend zu überprüfen und die sichere, gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrung mit unangemeldeten Stichproben zu kontrollieren, bleibe bestehen, so Witthaut.

Größere Sorgen bereiteten der Polizei allerdings illegale Waffen, die in einem größer gewordenen Kriminalitätsraum durch Wegfall der Grenzen und der Grenzkontrollen einfacher zu beschaffen seien. Witthaut: “Es ist notwendig, das Waffenrecht und seine Kontrolle europaweit auf ein einheitlich hohes europäisches Niveau zu stellen.“

pdf Artikel zum ausdrucken

Share

Themenbereich: Aus dem Bundesvorstand, Gewaltbereitschaft | Drucken

1 Kommentar
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Ich musste gestern doch ein wenig schmunzeln, als unser BMI voller Stolz die Einrichtung des nationalen Waffenregisters pressewirksam vorstellte. Grundsätzlich bin ich dabei, dass eine solche Datei nunmehr eingeführt wurde. Aber hier dem unwissenden Bürger mehr Sicherheit zu suggerieren geht meines Erachtens am eigentlichen Problem völlig vorbei. Denn gläsern ist ja nur der legale Waffenbesitzer geworden und bekanntlich geht von diesem Personenkreis wenig bis gar keine Gefahr für die Allgemeinheit aus. Die Besitzer von illegalen Waffen wird dies sicherlich nicht interessieren.