Bundespolizei und Bahn streiten über Videoaufzeichnungen

Bild: Alipictures_pixelio.de

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Berlin/Hilden, den 16.12.2012: Obwohl auf dem Bonner Hauptbahnhof Videoanlagen installiert waren und offensichtlich auch während des versuchten Bombenanschlages liefen, wurden die Videobilder nicht aufgezeichnet. Der Hauptbahnhof Bonn soll zu den Bahnhöfen gehören, für die es kein Aufzeichungsabkommen zwischen der Bahn AG und der Bundespolizei gibt. Das berichten die Medien an diesem Wochenende. „Wir fordern seit Jahren, dass die Bundespolizei selbst die Videoanlagen an den deutschen Bahnhöfen betreibt und damit auch die Entscheidungskompetenz darüber hat, wo Videoanlagen installiert und dann natürlich auch die Bilder entsprechend aufgezeichnet werden. Diese Entscheidung war spätestens nach den versuchten Terroranschlägen auf die Bahn im Juli 2006 zwingend geboten. Darüber hinaus stellt sich natürlich auch die Frage, wie gerade auch der Bonner Hauptbahnhof mit seiner politischen Relevanz nicht als ein Bahnhof, in dem aufgrund der Sicherheitslage Videoaufzeichnungen gespeichert werden, eingeschätzt wurde. Wir halten es für notwendig, zu überprüfen, welche Konsequenzen tatsächlich aus den versuchten Anschlägen im Jahr 2006 gezogen wurden. Und zwar sowohl im Bereich des Einsatzes von Personal als auch beim Einsatz von Technik“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei.

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32 Kommentare
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  1. Es ist mehr als traurig, dass nach 2006 nichts, aber auch gar nichts unternommen wurde.
    Ganz im Gegenteil, das Personal wurde immer weniger, die Reviere wurde immer mehr im Bereich des Personals ausgedünnt.
    Das hatte zur folge, dass bisweilen Reviere nicht oder wenn überhaupt nur mit 2 Mann besetzt wurden.

    Was hat sich im Bereich der Kameras getan ?

    Wie sehen die BOS-Arbeitsplätze in den 3S Zentralen aus ?

    Wo ist in den Revieren ein durchgängiges Streifenbild noch gegeben ?

    Die Fragen kann sich jeder selber beantworten.

    Anstatt sich jetzt in der Presse ( Bahn und BPOL ) gegenseitig mit Dreck zu bewerfen, sollte man endlich die Arschbacken zusammenkneifen und statt dem typischen Blabla endlich mal Maßnahmen treffen ( vernünftige technische Überwachung, wieder Besetzung der Reviere nach ODP im Regeldienst unter Zuweisung von mehr Personal usw )
    Die Fläche hat lange genug hinter den Flughäfen zurück gesteckt.

    Kann die BPOL das nicht leisten, dann muss die Aufgabe, mal ganz provokant, mit Personal, sprich den „Fachleuten“ an das Land abgegeben werden. Die werden sicherlich nicht Hurra schreien. Aber alle male besser als das Rumgemurkse und Rumgeeiere.

    Anschläge, werden sich nie verhindern lassen. Was man jedoch kann, ist es den Burschen so schwer wie möglich zu machen und das geht nur mit einer vernünftigen Prävention. Die hat man nämlich vor lauter Fahnderei, Kennzahlen, Controlling und Dienstvereinbarungen, sowie Spritdeputate ganz vergessen.
    Alles andere zu diesem Thema hat die Klartext-Studie schon aufgedeckt und behandelt. Klartext, was war noch mal Klartext ?!?

    In diesem Sinne
    ein POM von der Straße

  2. @ micha

    Recht haste!!!

    Die vielen vielen Beamten, die im Zuge der laufenden Reform „auf die Straße“ sollten, sind auf allen Flughäfen dieser Republik herzlich willkommen! Ich sage nur: Auch diese Kollegen haben für eine bundesweite Verwendung unterschrieben!!!

    @ Führung

    Lasst endlich das Ausbluten der Verbände sein oder besser noch: Alle Züge der Verbände in MKÜ`n umwandeln und an einsatzrelevante Standorte verlegen!!!

    Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!!!

    MfG Realist

  3. Unser 1er Bahnhof war bis zum Umbau unserer Wache im Jahr 1999 komplett videoüberwacht! Seit dem sind alle Kameras verschwunden….und die KSB auf der Straße!

  4. Jetzt muß ich aber auch mal zu Wort kommen.

    Arbeite am schönen Hauptstadtbahnhof (ja er soll schon fertig sein).

    In Sachen Videoanlage:

    Die 3-S- Zentrale hat hier die Oberhand über die Anlage. Viele Kameras werden nicht polizeitaktisch sondern eher bahnintern positioniert. Nichs desto trotz.
    Wir leben im Jahr 2012! Die Qualität dieser Kameras scheint noch aus dem Jahr 2000 zu stammen, da jedes veraltete Mobiltelefon eine bessere Auflösung hat.
    Auch hier sind nicht alle Brennpunkte videoüberwacht.

    Ich bin der Meinung mal vor 2 bis 3 Jahren einen internen Artikel gelesen zu haben, in dem noch 800.000 Euro für die Anschaffung von Videomaterial vorgesehen war.
    Wurde dieses Geld genutzt?

    Und ich gehe davon aus, dass nicht nur in Berlin ein Problem (!) mit Videoanlagen bzw. dessen Anzahl und Qualität besteht.

    Wie fahren Einsätze wegen Terrorlagen, wir trainieren für Terrorlagen und ….. leider ….. haben wir wie im jüngsten Beispiel Terroranschläge durch Islamisten und/oder Salafisten.
    Gott sei Dank ist dieser FEHL geschlagen.

    Wer geht gegen den Terror vor?
    Die Staatsorgane oder die DB AG?!

    Wollen wir weiter abwarten, weiter „sinnlos“ schreiben und meckern?
    Nein!
    Das BMI muss jetzt mal langsam anfangen zu handeln!

    Deshalb muß auch einmal auf den Tisch „geschlagen“ werden.

    Datenschützer sollten mal den Mund halten ….. und nicht stets kontra – Haltung einnehmen.

    Ein Bürger, der kein schlechtes Gewissen hat, dem stören auch keine Kameras.
    Bahnhöfe und Flughäfen sind öffentliche Plätze.
    Die Privatsphäre wird hier nicht beeinträchtigt!

    Ich wünsche Euch und Euren Familien friedliche, gesunde und frohe Weihnachten!

  5. Ist es wirklich so einfach?
    Der eine sagt die Bundespolizei ist schuld, der andere sagt die Bahn ist schuld, die einen Politiker schreien nach Gesetzesverschärfung, die anderen nach Umsetzung der bereits vorhandenen Regelungen.
    Was ist denn Fakt? Kann das denn heute irgendjemand verlässlich beantworten?
    Ist es nicht so, dass die Finanzen die Sicherheit des Staates Regieren und aus diesem Grund bisher keine vernünftige Konzeption zur Videoüberwachung an Brennpunkten vorhanden sind.
    Es ist bisher noch nicht zu einem Anschlag mit Toten gekommen, weil wir unendlich viel Glück hatten und nicht weil überall Kameras aufgestellt wurden.
    Kameras verhindern keinen Anschlag, sondern helfen ggf. nur die Täter schneller zu identifizieren.
    Abschreckung durch Kameras hat bisher noch nirgendwo funktioniert.
    Die Freihait unserer Bürger und unsere Selbstbestimmung ist durch das Grundgesetz garantiert.
    Einen Überwachungsstaat hatten wir schon auf deutschem Boden.
    Wenn hier tatsächlich Vorsorge getroffen werden soll, Anschläge zu verhindern oder zu erschweren, dann sollten die Sicherheitskräfte, Polizeien und die Dienste mit mehr Personal ausgestattet werden. Diese dann auch angemessen auszurüsten und zu bezahlen, wäre eine Notwendigkeit.
    Solange unsere „Mächtigen“ sich darüber streiten, ob wir überhaupt im Focus von Anschlägen stehen und nicht begreifen, dass wir durch unsere „Großmannssucht“ in jedem Krieg mitspielen zu müssen um unsere Weltmachtfantasien zu befriedigen bereits zum Ziel für Estremisten wurden, solange wird keine Änderung eintreten.

    Schauen „Wir“ mal wie lange diesmal die Betroffenheit andauert bis eine neu Sau durchs Dorf getrieben wird.
    Nachhaltigkeit ist etwas anderes.
    Ich wünsche mir das unsere Gewerkschaft dieses Thema nicht vergisst und weiter in der jetzt offen Wunde bohrt, bis die Politiker, Manager und Fachleute feststellen, das ohne Veränderung keine Sicheheit herzustellen ist.

    Bis dahin, einen guten Rutsch!

  6. Für die Aufzeichnungen (Videos) in den Bahnhöfen ist die Bundespolizei zuständig. Es ist doch alles geklärt im Bundespolizeigesetz. Aufbewahrungs u. Löschungsfristen (48 Std. / 30 Tage) sind eindeutig.
    Aufgezeichnet wird jedoch in den Drei S – Zentralen der Deutschen Bahn A.G. Was passiert denn mit den Aufnahmen ? Es
    besteht u. gilt nach meinen Erkenntnissen immer noch ein BMI Erlass wonach die Drei S Zentralen der DB A.G. durch PVB der Bundespolizei zu besetzen sind. Geschieht dies auch ? Es wird doch bestimmt darüber statistische Erhebungen geben.
    Oder wird die Sache wieder „Rund“ gemacht?
    Videoüberwachung ist ein Teil Prävention und gehört in die Hand der Bundespolizei dies sollte auch im ODP zum Ausdruck kommen.

  7. Hallo Juppy.

    Nett gemeint dein Eintrag.
    Komm uns aber doch bitte lieber nicht mit dem ODP.

    Wenn es sturr nach dem ODP gehen würde, wären alle unsere Sorgen wie weggefegt.
    Kaum Personalengpässe, einen attraktiven Arbeitspaltz,hohe Streifendichte und ein wenig mehr Berufszufriedenheit.
    Stramm nach dem ODP wären alle Reviere besetzt, die Hauptwachen handlungsfähig und es wäre noch Platz seine angehäufte Mehrarbeit auch mal an, für die PVB attraktiven Tagen zu verringern.
    Das würde zum Stressabbau und zur deutlichen Verringerung der Krankentage innerhal einer I.führen.

    Der ODP ist bei der BuPo derzeit doch nur eine, wie mir scheint, unverbindliche Empfehlung für den IL.
    Im dienstlichen Alltag dient er nur als Fundament für ein großes Luftschloß.

    Wenn ich unseren ODP mit der Realtität vergleiche wird mir flau.

    Das unseren hochbesoldeten „Manager“ nicht auch flau wird wundert mich.

    Wie rechtsverbindlich ist eigentlich ein ODP?
    Kann uns das mal einer erklären?

  8. 3-S-Zentralen werden von der DB betrieben und mit Personal besetzt. Der BOS-Arbeitsplatz soll nach Erlass ständig von einem PVB der BPOL besetzt werden. In der Regel geht das natürlich auch – wenn ich dafür eine, womöglich sogar die einzige Streife, auflöse. Man sollte sich erst einmal entscheiden: Streifen im Bahnhof oder zusätzlich zum vorhandenen Bahnpersonal auf der 3-S-Zentrale den BOS-Arbeitsplatz besetzen. Alternativ dazu beides nicht vernachlässigen und mehr Personal heranschaffen :-)

  9. Hier mal etwas für die Rubrik „Über den Tellerrand“:

    http://staseve.wordpress.com/2012/12/18/geheime-anhorung-im-bundestag-medikamentose-zwangsbehandlung/

    Sollen Polizisten demnächst auch derartige Maßnahmen unterstützend begleiten-ohne ihr Wissen?

  10. Hallo,
    mal eine simple Frage. Es gibt doch überall Kollegen/-innen die vom Außendienst, Nachtdienst usw. befreit sind. Diese werden also nicht als Streife verwendet und wo auch immer eingesetzt.

    Setzt doch diese auf den BOS-Arbeitsplatz ? oder im Wechsel mal die Mitarbeiter/-innen des Innendienstes. Wenn jeder mal was macht, und bitte seid mal etwas flexibel, dann würde das Allen helfen.

    Und erzählt mit nicht, ihr habt soviel zutun, dass eine Schicht nicht mal drin liegen würde.

    Bei gutem und gesunden Willen………..

    ehemaliger

  11. @ehemaliger
    „Es gibt doch überall Kollegen/-innen die vom Außendienst, Nachtdienst usw. befreit sind. Diese werden also nicht als Streife verwendet und wo auch immer eingesetzt.“

    Guter Vorschlag – geht aber nicht!

    Davon gibt es zu viele! Und die BOS Räume sind zu klein. ;-))

  12. @ ehemaliger:
    In welcher Traumwelt lebst du eigentlich ???
    Beispiel immer wieder kehrende Weihnacht:
    Wie jedes Jahr werden freiwillige Tauschpartner für die Schichten zu
    Heilig Abend gesucht.
    Komischerweise ist im Outlook-Verteiler der Unterstützungs/Tauschgesuchs-Anfrage
    nur der operative Basisdienst, welcher schon auf der letzten Felge läuft, bedacht.
    Die Herren aus der Teppichetage und Handycapbeamte sind fein raus, bzw. werden erst gar nicht angefragt.
    So viel zum Thema flexibilität.
    Auch über diese Bonner Lage wird Gras wachsen und der Bundespolizeiliche-Spar-Alltag einkehren.
    Trotzdem Kopf hoch, frohes Fest & einen guten Rutsch ins neue Jahr der Visionen,
    Lebbe geht weider,
    Gruß von der Basis

  13. Beim stöbern im Internet bin ich auf folgendes gestoßen: Ich finde, eine sehr interessante Berichterstattung zum Thema Videoüberwachung

    http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/politik_wirtschaft/sicherheit_innenminister_videoueberwachung100.html

    Gruß von der Bahn

  14. @ ehemaliger

    Vielleicht noch ein ernstes Wort zu Deinem Beitrag. Nachdem ich mich neulich geoutet habe und eingeräumt habe 53 Jahre alt zu sein, schrieb hier einer dass er Respekt habe vor einem alten Sack im Aussendienst.
    Leider ist es halt so, dass wenn man alle über 50 jährigen aus dem Aussendienst nehmen würde, was angesichts der immer schwieriger werdenden Aufgaben auch vernünftig wäre, nur noch 1-2 Streifen bei guter Besetzung pro DG hätte.

    Und ich gebe dem BASISDIENST am heiligen Abend recht. Die Teppichetage ist wie immer aussen vor. Dazu kommt, dass die Leute in der Teppichetage immer jünger werden und die Deppen auf der Strasse immer älter. Alle sehen es und keiner tut was. Ich bin 53, bin ausbefördert (A10) und habe nie ein Diszi gehabt, hatte 10 Auslandseinsätze und eigentlich ausser GSG9 und Hubschrauberflug als Pilot nahezu alles gemacht.
    Da ärgert einen schon der mitleidige Blick eines 28-jährigen PK der mit seiner Ausgehuniform in der Teppichetage sitzt und mir alten Deppen erklärt, wie das Leben geht.

    Tja, so ist es eben. Und alles mit Wissen und Wollen unseres Dienstherren, der ohnehin keine schlechten Nachrichten hören will.

    Frohes Fest

  15. @Schutzmann

    Immer wieder werden Funktionen im Tagdienst ausgeschrieben und immer wieder muss man feststellen, dass junge Kollegen den Zuschlag erhalten. Nicht selten stellt sich im Nachgang heraus, dass die lebensälteren Kollegen sich NICHT beworben haben. Zum einen wollen sie keine „neue“ Tätigkeit (in unmittelbarer Nähe zum Vorgesetzten) übernehmen, zum anderen wollen sie keinesfalls finanzielle „Einbußen“ (wie bspw. Schichtzulage, DUZ etc.) oder Einschränkungen in der Freizeit (immerhin hat man im Tagdienst in der Regel keine so flexible Dienstgestaltung) hinnehmen.

    Im Übrigen erlaube ich mir anzumerken, dass nicht nur im Außendienst die Aufgaben „schwieriger“ werden. Auch im Innendienst (hierzu zähle ich auch den Ermittlungsbeamten etc.) werden die Anforderungen an die Sachbearbeitung immer komplexer.

    Gleichwohl möchte ich betonen, dass die lebensälteren Kollegen das Rückgrat der Organisation darstellen. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn sie ihre Erfahrungen sowohl im Innen- als auch im Außendienst einbringen könnten und würden. Von wem – wenn nicht von den lebensälteren Kollegen – sollen die im Außendienst eingesetzten jungen Laufbahnabsolventen lernen? Während die jungen Kollegen den Umgang mit dem Menschen lernen, bekommen die lebensälteren beigebracht, wie man mit moderner Videotechnik umgeht!

  16. @Jungebliebener

    In Einzelfällen magst Du Recht habe. Ich denke aber dass Altersturheit, was den Aufgabenwechsel betrifft, ein Phänomen in höherem Alter ist.
    Den finnaziellen Anreis hattest Du angesprochen. Das kann nicht Dein Ernst sein. Wechselschichtdienst ist extrem gesundheitsschädlich. In einem „guten“ Monat komme ich so auf etwa 150 €. Allerdings sind da schon so einige Sonntage und Nächte dabei. Und das vor Steuer. Bei dieser Berechnung lässt das Milchmädchen grüßen.
    Auch bei der neuen Vergütung – wann tritt die eigentlich in Kraft?? – sehe ich nun keine Reichtümer auf uns zukommen.

    Ausschreibungen, wie Du schreibst, die gibt es doch kaum. Doch wohl eher Fremdverwendungen. In unserer Inspektion sind sehr viele Leute mit einem KSB Dienstposten gD ausgestattet und arbeiten entweder im Innewndienst oder in der Befehlstelle.
    Die fehlen auf der Straße. Du kannst mir nicht weismachen, dass eine Verwendung im Aussendienst besser für Ältere als für Jüngere geeignet ist. Aber in unserer Organisation läuft es so.

    Was den Umgang mit Menschen betrifft, wie sollen die den lernen. Im Büro? Im Tagesdienst bei der Auswertung?
    Und mit der „modernen“ Videotechnik kommen wir schon klar. Da frage ich mich ernsthaft, wo Du lebst?

  17. @Schutzmann
    Hab auch weiterhin RESPEKT vor Dir! Mit bald 41 Jahren gehöre ich aber auch nicht mehr zu den „jungen Hüpfern auf der Straße“! Aber wieso bist´De mit A10 ausbefördert? Es soll doch in aufschichtungsfähigen Dienstposten eine Beförderung bis A11gD möglich sein. Deinen Kommentaren, vor allem die Antworten auf Kommentare von @Jungebliebener, ist eigentlich nix hinzu zu fügen.
    In unser Inspektion wird z. Z. der Tagesdienst auf Aktualität der „Gründe für eine Verwendung im Tagesdienst“ überprüft, was zur Folge hat, dass nach meinem Kenntnisstand bereits ein Beamter zurück in den Schichtdienst wechseln musste! Fakt bleibt aber, dass die von ihm im geleistete Arbeit nun auf die anderen Kollegen im Tagesdienst verteilt werden muss.
    Das Grundproblem ist und bleibt eine unzureichende personelle Hinterlegung in allen Strukturbereichen unseres „Vereins“ (Behörde kann man das per Definition nicht nennen)! Das gilt für den Streifendienst, die Verwaltung, den Ermittlungsdienst sowie den Innendienst, egal ob bezogen auf Beamte oder Angestellte!!! Ein gescheites Personalverwendungskonzept ist somit bei gleiszeitiger Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes unmöglich! Mittlerweile muss sich mein DGL „stärkemäßig weit aus dem Fenster hängen“, wenn einer von uns „Streifenhörnchen“ mal Frei braucht (Mehrzeit haben die meisten genug)!

    @micha
    Auch Deinem Kommentar ist nix hinzu zufügen!

    @Realist
    Verbände und MKÜ´s haben fast die gleichen, aber bei genauer Betrachtung, in Teilen leicht unterschiedliche Aufgabenbereiche! Das zeigt auch die Strukturelle Anbindung an die einzelnen Direktionen bzgl. MKÜ´s und der EHu´s an die Direktion Bereitschaftspolizei! Egal, ob EHu oder MKÜ, die Kollegen kommen selten wirklich aus den Stiefeln, gerade weil sie uns „Einzeldienstler“ immer wieder unterstützen, wofür ich persönlich sehr dankbar bin. So manche (auf Grund Personalstärke) brenzlige Situation wurde durch ihre Anwesenheit bereinigt oder sogar verhindert. Aber auch bei diesen Teilbereichen unseres „Vereins“ ist die Personaldecke an der „Kotzgrenze“! Übereinstimmend erzählen uns die Kollegen verschiedener Einsatzabteilungen, dass Einsatzhundertschaften meist nur aus einem verstärkten EZug bestehen und „eingesetzte“ EHu´s stärkemäßig oft kaum mehr als 2 Einsatzzüge + Führungstrupp darstellen
    Zusammengefasst, gibt´s ein Haufen Handlungsfelder für Politik, Gewerkschaften/Personalvertretungen und Führung auf BMI-/BPOL-Ebene!

  18. Zunächst einmal zu der Idee, dass alle Züge der Bereitschaftspolizei zu den MKÜ’en kommen: wie denkst du werden dann künftig Großeinsätze geführt? Welche MKÜ’en stellen das Personal für Großeinsatzlagen? Schließlich haben die Direktionen ja eigene Lagen und werden nicht, auch wenn objektiv prioritär, die Kräfte für andere Bereiche freigeben. Zumal sich schon jetzt keine Dienststelle um die Nachbar- oder gar Zielinspektion kümmern, sondern nur die eigene Lage im Kopf haben. Und damit sind wir beim Thema:

    ES GIBT VIEL ZU TUN FÜR 2013

    – Kommunikation
    Wir müssen mit einander reden (und niemals übereinander). Wenn wir miteinander reden heißt das: Ausbau des Digitalfunks; Mannausstattung, damit brauchen die Fahrzeuge dann eigentlich kein Funk höchstens eine Ladestation, Leit- und Befehlsstellenausstattung und wenn wir dabei sind

    – Video
    Vorweg: die gesetzlichen Regelungen sind ausreichend
    Wir müssen mehr sehen. BOS Arbeitsplätze müssen tatsächlich besetzt werden (ODP anpassen – wäre das nicht etwas für eingeschränkt einsetzbare Beamte?)
    Ich lese immer, dass mehr Videoüberwachung nicht abschreckt. Das mag so sein. Aber dann müssen wir (und die Gewerkschaft) in der Kommunikation nach außen einmal die Fakten darstellen:
    Es geht gar nicht um Gesetzesänderungen.
    Es geht um tatsächliche Anwendungen.
    Es geht um Streitigkeiten zwischen Bahn und Polizei.
    Es geht um Personal.
    Es geht um tatsächliche Ausstattung und veraltete Kameratechnik.

    Video schreckt nicht ab?
    Video kann aber bei der Aufklärung helfen.
    Video kann aber viele Orte gleichzeitig begutachten und wenn sich eine Gefahr anbahnt eine Streife hin senden.
    Prävention ist nicht nur Abschreckung – sondern das Erkennen von polizeilichen Lagen.

    Die Antworten in den Medien auf die Aussage des IM zeigen, dass die echten Probleme in der Politik (Opposition) nicht angekommen sind.

    Ich will keinen orwellschen Überwachungsstaat aber eine Unterstützung der Sicherheit durch Videotechnik macht schon erheblichen Sinn.

  19. @aeM
    Ich gebe Dir in alle Punkten recht!

    Problem sind die Fehlplanungen der letzten Jahrzehnte! Diese „Suppe“ müssen wir nun auslöffeln! Einige von uns zahlen dies eben auch mit ihrer Gesundheit und einer verminderten Lebenserwartung (was den Dienstherren freuen dürfte, da weniger Aufwendung für Pensionen)!
    Was die „echten Probleme“ angeht: ich glaub, dass dies auch bei dem einen oder anderen Mitglied der Personalvertretungen wirklich noch nicht „angekommen“ ist!
    Dies zeigen die „erkämpften“ Ergebnisse von diversen Tarifverhandlungen (incl. Umsetzung bei den Beamten)! Manches kommt einem mehr wie „verschlimmbessern“ vor, aber das hat ja bei unserem „Verein“ Tradition!
    Warum soll’s bei den Gewerkschaften/Personalvertretungen anders sein?!
    Ich vermisse hier vor allem einen Aufschrei, wenn mal wieder die Beamten als „Buh-Männer (und -Frauen) der Nation“ hingestellt werden, wenn wo „Kürzungen“ anstehen. Das die Beamten schon seit Jahren einen nicht unerheblichen Beitrag zur Haushaltskonsulidierung leisten, wird entweder verschwiegen oder klein geredet.Auch hier wären die Personalvertretungen gefragt.

  20. @Kaiman

    Dein Respekt ehrt. Ausbefördert bin ich deswegen, weil mein Dienstposten KSB ist, und der ist mit A(9/10gD) unterlegt.
    Eigentlich hatte ich schon das Z und vom Geld her war der Lehrgang (eingeschr. Aufstieg) überflüssig.
    Aber – der Lehrgang bedetet auch vier Monate keinen Wochenenddienst, keine Nachtschicht und da ich oft nach Hause gefahren bin war es auch gut für die Familie.

    Im Grunde müssten die Dienstposten – zumindest teilweise – bis nach A11 unterlegt werden. Wie zum Beispiel bei der LaPo Bayern. Dort übrigens ohne Lehrgang. Ich glaube das wird nicht kommen. Griechenland, BoniBanker, Fitschens und Konsorten schlucken einfach zu viel.

    Jammern möchte ich auch nicht, wenn ich sehe wieviele POM´s im hohen Alter noch da draussen rumtapsen. Da muss man erst mal da was machen.

    Allerdings – Attraktivität sieht anders aus.

    Nun denn, allen hier im Forum eine ruhige dienstfreie Weihnacht.

  21. @ Schutzmann

    Ja alle mit A11 unterlegen. Das wäre super.

    Warum eigentlich nicht gleich alle mit A 13 unterlegen? Dann wäre in 10 Jahren die Forderung nach einer Unterlegung mit A 15 wahrscheinlich nicht so schwer!!!

    Warum müssen eigentlich alle Häuptlinge sein?
    Wer ist denn wirklich wegen seines Gehaltes mit der Arbeit unzufrieden?
    Es stören vielmehr andere Faktoren:
    – keine berechenbaren Vorgesetzten,
    – keine Verantwortung,
    – keine Vereinbarkeit von Beruf und Familie
    – keine sozialverträglichen Arbeitszeiten (Schichtdienst) usw.

    Frohe Weihnachten und guten Rutsch ins nächste Jahr.

  22. Lieber Gerd.

    Alle mit 11 unterlegen? Habe ich nicht gefordert. Ich bin nur gefragt worden, warum bei A10 schluss ist.
    Manchmal hilft richtig lesen, oder eine Brille.

  23. @Schutzmann
    Man sollte unterschiedliche Aspekte, die nichts miteinander zu tun haben, nicht wahllos miteinander mischen.

    Dass der Wechselschichtdienst nicht gesundheitsförderlich ist, steht außer Frage. Dass allerdings 150 EUR (monatlich) keinen finanziellen Anreiz mehr darstellen sollen, finde ich – in Anbetracht der Tatsache, dass es in Ballungsräumen Kollegen gibt, die einen Zweitjob nachgehen müssen, um ihre Miete zahlen zu können etc. – ziemlich daneben.

    Die angesprochenen Funktionsausschreibungen im Tagdienst gibt es regelmäßig. Und regelmäßig bewerben sich fast ausschließlich junge, flexible Beamte. Junge Beamte, die mit den Polizeilichen IT-Verfahren im Allgemeinen, aber auch mit dem Computer – und der Tastatur im Besonderen –umgehen können. Beamte, die Erfahrungen mit „Sozialen Netzwerken“ haben und sich auch trauen neue IT-Systeme, wie sie in den Einsatzleitstellen genutzt werden, anzuwenden.

    Die anderen Punkte, die Du versuchst mir in den Mund zu legen, werde ich nicht kommentieren.

  24. Lieber Gerd,

    war dir VOR deiner Einstellung nicht bewusst, dass Polizist sein Mo-Do 08:00-16:00 Uhr und Fr 08:00-13:00 Uhr nicht funktionieren wird?
    Die Arbeitszeiten von Polizisten sind rund um die Uhr 24/7 und mit Schwerpunkt Fr. abends, Sa und Sa abends. Das weiß man eigentlich. Tagesdienstzeiten und Frühdienste brauchen (außer im Bereich der Reiserouten) am wenigsten Personal. Jeder Hauptbahnhof kann Mittwoch von 08:00 – 13:00 mit kaum Personal überbrücken. Da können wir alle frei machen, einkaufen, Behördengänge, etc. Aber Samstagabend wird man und Maus gebraucht.

    Ich selber habe a) Verantwortung und b) berechenbare Vorgesetzte (ich kann sogar meinen Präsidenten vorausberechnen: er will dass ich zu bestimmten Schwerpunkteinsatzzeiten zur Verfügung stehe, er erwartet bestimmte Ziele – die ich auch erbringen muss – seiner Dienststellen und wenn es mal echt dringend ist, dann habe ich mit Sicherheit frei – selbst wenn die Welt untergeht und der Mond brennt – das garantiert er mir; ach und von 4 Wochenenden soll ich schon an dreien arbeiten.

    Ich finde, mal ganz offen, was unsere Behörde für Familien leistet ist eine ganze Menge!! Natürlich kann und muss die Behörde noch mehr machen! Aber wir haben schon einen guten und SOZIALEN Arbeitgeber! Eins kann und wird er nicht ändern: nicht jeder der Familie hat, kann aus dem Schichtdienst und aus den Schwerpunkteinsatzzeiten herausgenommen werden. Ein bisschen muss man aber auch selber „organisieren“ und planen.
    Wenn du meinst, dass ich Weltfremd rede, dann frag mal Alleinerziehenden, was dort alles möglich gemacht wurde, frag mal Teilzeitkräfte wie deren Arbeitszeiten sich organisieren lassen, wie viel Geld die verdienen. Guck mal wie die Wiedereingliederung funktioniert, wenn die „Erziehungsaufgabe“ nach 12-16 Jahren beendet wird. Und dann schau dir mal die Eltern in der freien Wirtschaft an. Aber nur, weil du nicht jeden Samstag mit deinem Spross auf dem Bolzplatz sein kannst ist die Behörde nicht gleich ungerecht.

  25. Grober Patzer:

    „Mann und Maus“ nicht „man und Maus“

    Diverse Tipp- und Zeichensetzfehler lasse ich mal unkommentiert.

  26. @Jungebliebener
    Dass allerdings 150 EUR (monatlich) keinen finanziellen Anreiz mehr darstellen sollen…

    Keine Ballungsraumzulage ist sehr schlimm und wird seit Jahren gefordert. Hat aber mit den Schicht und Nachtzuschlägen nichts zu tun.

    „Man sollte unterschiedliche Aspekte, die nichts miteinander zu tun haben, nicht wahllos miteinander mischen.“

    EBEN.

    Ausserdem wurde und wird gefordert:

    DUZ erhöhen. Da waren sogar 5 € im Gespräch.

    Lebensarbeitszeit reduzieren.

    Förderung von Kuren und Rehas.

    Und und und.

    Die unmaßgebliche Meinung von Gewerkschaften und Verbänden..

    Also entweder ziehen sich alle die Hosen mit der Beisszange an, oder Du hast tatsächlich recht.

    Von den Neidern im Innendienst, denen jeden Monat Unsummen an Gehalt verloren gehen, ganz zu schweigen.

    Auch wir können uns auf unserer Inspektion vor Anträgen zur Versetzung in den Aussendienst kaum retten.

    Spass beiseite. Ob Du es glaubst oder nicht. Es kommt der Tag, wenn sich an der Einstellungspolitik und der Attraktivität unserer Organisation nichts ändert, dass der Altersschnitt im Innendienst passt und im Aussendienst die ersten Rolatoren auftauchen werden. Aber wir Alten scheiden ja auch mal aus. Und dann können alle mit einer Computertastatur umgehen.

  27. Taschentuch?

    So schlecht ist unsere Behörde gar nicht
    oder anders
    Die Anforderung an Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft sind teilweise um einiges härter als bei uns im Bezug auf flexibil.

  28. Dieses Jammern auf hohem Niveau kann ich nicht mehr hören.
    Ich, über 32 Jahre bei dieser Behörde ( Bahn, BGS, BPOL ) habe einige Höhen und Tiefen mitgemacht. Über 2,5-jahrzehnte Schichtdienst an einem der größten Bahnhöfen in Mitteldeutschland geleistet. Da gab es noch kein Bahnschutz und wie die anderen privaten Sicherheitsdienste heißen. Ich kann behaupten, dass ich weiß von was ich rede.
    Vor 10 Jahren wurde gefragt wer Dienst auf dem Amt verrichten möchte. Tagdienst, Wochenende frei u.s.w..
    Es hat sich keiner gemeldet. Selbst die damaligen älteren Kollegen nicht. Begründung: Da habe ich ja weniger Freizeit, bekomme weniger Geld, habe weniger Urlaubstage…….
    Ich habe den Dienstposten bekomme, weil ich mich ohne wenn und aber beworben habe. Ich sch….. auf die Wechseldienstzulagen jeglicher Form. Die Gesundheit und meine Familie ist mir wichtiger, denn dies ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Die Reform hat mir natürlich meinen Dienstposten genommen. Es wurden aber PVB im Ermittlungsdienst benötigt. Ich selber konnte mich aber erst nach dem 2. oder 3. Schritt bewerben ( weiß nicht mehr so genau ). Der Dienstposten war noch frei und ich habe ihn bekommen. Wer denkt, das der Ermittlungsdienst ein Zuckerschlecken ist, der sollte zur Bäckerei gehen, denn da kann er Zucker schlecken.
    Wer wissen möchte was beim Ermittlungsdienst so gemacht wird, mit wem man sich so „rumschlagen“ muss u.s.w., kann ja mal bei seiner Inpektion nachfragen, ob er mal dort reinschnuppern kann.
    Wenn ich etwas zu sagen hätte, müsste sowieso jeder mal dort Dienst machen, damit er sieht was Verbesserungswürdig ist, was von dem einen oder anderen Kollegen so auf Papier gebracht wird. Aus meiner jahrelangen Erfahrung weiß ich, dass der Zeitdruck und die Massen von Aufgaben auf der einen oder anderen Dienststelle dazu führen, dass diese „Unregelmäßigkeiten“ seitens der Kollegen im EA passieren. Man spricht drüber und es wird besser.

    Zu dem Thema “ Vereinbarkeit Familie und Beruf “ kann ich auch etwas erzählen.
    Ich bin seit gut 4 Jahren Alleinerziehender Familienvater. Unterstützung seitens meiner alten Dienststelle ( Übergangzeit Amt/ErmD ) hatte ich keine Unterstützung erfahren, im Gegenteil. Ich musste sehr sehr viele Federn lassen, warum, weil ich keine Frau bin.
    Ich kann jetzt behaupten, dass ich meinen Dienst, meine Aufgaben mit Freude und Begeisterung leiste.

    Was ich also noch sagen möchte, so manchmal ist der eine oder andere Kollege selbst schuld, wenn ihm seine Arbeit keinen Spaß macht. Diesen sollten mal selbst überlegen warum es so ist und nicht nur fordern sondern selbst etwas tun.

    Mir ist schon bekannt, dass ich jetzt dem einen oder anderen auf die Füße getreten bin, dass wollte ich aber auch, damit diese wach werden und nicht nur meckern.

    Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allem Gesundheit

  29. rhfm63 27. Dezember 2012 : Was ich also noch sagen möchte, so manchmal ist der eine oder andere Kollege selbst schuld, wenn ihm seine Arbeit keinen Spaß macht.

    Stimmt:
    Jeder ist für sein Glück verantwortlich. Entweder in dieser Behörde oder bei einem anderen Arbeitgeber. Wenn ich jedoch höre, was Freunde in der freien Wirtschaft „leisten“ müssen, da sehe ich, dass das um einiges mehr fordert, als bei uns und 3 Tage die Woche nicht in der Stadt, in der man lebt ist auch nicht einfach für die Familie oder kurzfristige oder länger „Abordnungen“ in andere Betriebszentralen (sogar ins Ausland); gut deren Gehalt liegt über meinem… sie könnten sich für mehr Heimat und mehr freies Wochenende entscheiden – dann läge deren Gehalt unter meinem. Diese Entscheidung hat aber auch jeder Buschist. Der „alt POM“, der jetzt mault, weil er er immernoch POM ist, hat sich auch mal entschieden – nämlich an einer Dienststelle zu bleiben, nicht Schießausbilder zu werden, nicht die DG zu wechseln als dort bedarf war, keine Spezialisierung anzustreben. Der junge PHM hat sich auch entschieden; der ist Polizeitrainer geworden, macht die Fortbildung, war auf Lehrgängen, war FSB; eine Abordnung (zum AFZ in Heimatnähe) kann auch eine „Bremse“ sein. Das sind bewusste Entscheidungen. Ach, und der KSB, dessen Wort „Gewicht“ hat – der wirkliche Schutzmann, der seinen Job kann, der der wirklich gut ist, der ist auch PHM. Da sollten einige Alt-POM mal ehrlich sein und nicht nur meckern.

    Stimmt auch nicht:
    Die Behörde hat auch ihren Beitrag zu leisten. Man sollte endlich mal über „Sozial-Beförderungen“ reden. Laufbahnverwendungsmodel. Jeder(!) auch der schlechteste Beamte muss irgendwann (vor der Rente) in das Endamt gebracht sein. Die Leistungsträger früher, dann eine Altersbeförderung, und der „Böse-Beamte“ einen Tick später. Das ist gerecht unter dem Aspekt der Leistungsanerkennung und unter dem Aspekt, der (sozialen-) Förderung aller Mitarbeiter.
    Der ODP ist überarbeitungswürdig. Es fehlt Personal an allen Ecken. Die Selbstverwaltung nimmt Überhand; die eigentliche Aufgabe rückt immer mehr in den Hintergrund.
    Es fehlt ein Konzept, um ältere Beamte aus dem Schichtdienst zu nehmen. Ja, Schichtdienst ist gesundheitsschädigend. Selber Schuld – wir haben uns dafür beworben. Wir wussten das bei der Einstellung. Nur bin ich damals davon ausgegangen, dass es dann (wenn ich alt bin) die Möglichkeit gibt aus dem Schichtdienst heraus zu kommen. Diese Möglichkeit muss geschaffen werden. Überdenkung des Pensionseinstrittalters mit Gegenrechnung des Schichtdienstes. Je länger Schichtdienst, desto früher in Pension; je weniger Schichtdienst desto später (bis zu 67 wie in der normalen Wirtschaft). Das wäre gerecht; die einen „bluten“ bei der Arbeit (Schichtdienst), die anderen Bluten bei der Arbeitszeit (Tagesdienstler) – so wird jedem die gleiche Last auferlegt und die Gesundheit gleichermaßen geschont bei gleichem Produkt für den Arbeitgeber.

    Oder man sollte mal über Bedarfsorientierte Schichtpläne nachdenken. Wo sich jeder (unter gewissen Rahmenbedingungen) für seine Dienste eintragen kann. Stichwort: Mitgestaltung!

  30. war das Thema nicht ein anderes ?!?
    Vom Hölzken zum Stöckchen……

    Guten Rutsch!

  31. Moinsens!

    @aeM:

    Zitat: „Taschentuch?“
    Lieber aeM, diese „Aussage“ ist ja mal ganz über!
    Paßt auch nicht wirklich in die Art, wie wir miteinander umgehen wollen, oder?

    Überdies kann ich deinem Post vom 27.12. in vielen Punkten nicht zustimmen. So ist z.B. die Beurteilungs- und Beförderungsrealität in der Bundespolizei offensichtlich noch nicht bei Dir angekommen.
    Ich kenne zumindest zwei POM mit über 20/25 Dienstjahren, die seit Jahren gute Arbeit leisten und so gut wie kein Nebenamt auslassen.
    Da ist der PHM noch lange nicht in Sicht.
    Diesen Kollegen gegenüber sind Deine Aussagen ein Schlag in die F…..!

    Trotzdem guten Rutsch!!

    Grüße

    AB

  32. Michl

    Du hast recht Thema war ein anderes ! Läuft aber immer auf die selben Probleme hinaus ! Vieleicht merkt es doch mal einer an den Schaltstellen – ein wenig Zeit wäre noch ! Ansonsten regelt es der Krankenstand und die Ruhestandsdaten zusammen von alleine .
    Wenns was wir nicht hoffen eine Anschlagslage schon vorher macht.