Was uns verbindet, macht uns stark!

Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP Bezirk Bundespolizei

Von Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei

Wenn ich mit diesem Kom­mentar auf das Jahr 2012 schaue, dann kann ich feststellen, dass die 21 000 Menschen, die den Bezirk Bundespolizei der Ge­werkschaft der Polizei bilden, ge­meinsam viel geschultert haben und dabei mit der Kraft der gemeinsamen Überzeugung und der gemeinsamen Werte auch erfolgreich waren.

Dies gilt sowohl für die Arbeit in der Bundespolizei, als auch in der Bundesfi­nanzpolizei und im Bundesamt für Güter­verkehr (BAG). Denn gemeinsam ist es uns im Jahr 2012 gelungen, erstmals seit Jahren wieder einen spürbaren Einkom­menszuwachs für unsere Kolleginnen und Kollegen durchzusetzen. Dafür waren wir miteinander auf den Straßen und Plätzen in Deutschland unterwegs und haben ge­meinsam – über alle Status- und Lauf­bahngruppen hinweg – diese Entwicklung erkämpft. Und als geschlossene Einheit mit dem überzeugendem Ziel, Klartext zu reden und Zukunft zu gestalten, zogen wir in die Personalratswahlen 2012.

Unsere ehrliche und nachhaltige Arbeit in den zurückliegenden Jahren wurde von den Kolleginnen und Kollegen eindrucks­voll honoriert. Wir haben bemerkenswert positive Wahlergebnisse erzielt. Diese Er­gebnisse machen uns nicht „erfolgsbesof­fen“, sondern sie sind für uns Ansporn, uns noch intensiver für die Interessen un­serer Kolleginnen und Kollegen einzuset­zen. Gemeinsam haben wir aber auch deutlich gemacht, dass wir es nicht hin­nehmen, wenn mit Menschen in unserer Organisation inakzeptabel umgegangen wird.

Das gilt für den Kollegen, dem in der „Bild am Sonntag“ auf widerliche Weise vorgeworfen wurde, er habe sich an einer Vernichtung von Beweisen im NSU-Verfahren beteiligt. Das gilt aber auch für das nicht zu akzeptierende Verfahren, mit dem der frühere Bundespolizeipräsident Matthias Seeger in den einstweiligen Ru­hestand versetzt wurde. Und es gilt für viele andere Kolleginnen und Kollegen, für die wir gestritten haben und weiter streiten. – Die Menschen in unserer Orga­nisation können sich darauf verlassen, dass sie dann, wenn sie unanständig be­handelt werden, Unterstützung durch ihre starke Organisation haben.

Gemeinsam werden wir weiter intensiv daran arbeiten, die vorhandenen Gerech­tigkeitslücken in der Bundespolizei zu schließen. Wir haben in einem intensiven Prozess den Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich, überzeugt, die beruflichen Perspektiven unserer Verwal­tungsbeamtinnen und -beamten aber auch der Polizeibeamtinnen und -beamten durch die Beseitigung der einengenden Stellenobergrenzen-Verordnung zu ver­bessern. Wir sind uns sicher, dass der Bun­desinnenminister diese Forderung mit dem Bundesminister der Finanzen verein­baren kann und auch vereinbaren wird. Wir wollen die beruflichen Perspektiven der Kolleginnen und Kollegen in der Bun­despolizei, aber auch in der Bundesfinanz­polizei und im Bundesamt für Güterver­kehr weiter verbessern. Dabei ist uns ein Attraktivitätsprogramm für unsere Kolle­ginnen und Kollegen im Tarifbereich be­sonders wichtig. Ausgehend von unserer Klartext-2010-Studie werden wir weiter für die notwendigen Verbesserungen der Arbeitsrahmenbedingungen unserer Kol­leginnen und Kollegen kämpfen. Die Überlastung unserer Kolleginnen und Kollegen in vielen Bereichen muss abge­baut, faire berufliche Entwicklungschan­cen und akzeptable Verwendungsmög­lichkeiten müssen hergestellt werden. Wir haben dazu überzeugende Vorstellungen und werden uns damit auch durchsetzen. Niemand wird uns dabei aufhalten.

Wir haben im Jahr 2012 gesucht was uns verbindet und was uns gemeinsam stark macht. Das Gemeinsame wird uns auch im Jahr 2013 verbinden und stark machen. Gut, dass wir uns auf das, was uns verbindet, verlassen können.

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  1. Kameraden des alten BGS. Wir betreiben auf Facebook eine Seite: Der alte BGS. wir würden uns freuen,wenn Angehörige und Freunde des alten BGS uns besuchen würden.
    i.A Peter.Schubert PHK i. BGS