GdP im Gespräch mit der Führung der Bundespolizei

gespraech_potstam1Zu einem Gespräch mit dem Bundespolizeipräsidenten Dr. Dieter Romann sowie den Vizepräsidenten Dr. Franz Palm und Jürgen Schubert traf sich der geschäftsführende Vorstand der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, in Potsdam.

Josef Scheuring stellte dabei fest, dass sich die Gewerkschaft der Polizei in den letzten Jahrzehnten massiv dazu eingebracht hat, dass sich der Bundesgrenzschutz alter Art zu einer Bundespolizei in Deutschland weiterentwickelt hat. „Dieser Weg muss konsequent fortgeführt werden. Dafür ist es erforderlich, dass die noch bestehenden Gerechtigkeitslücken in der Bezahlungsstruktur im Polizeibereich, aber auch im Verwaltungsbereich und bei den Tarifbeschäftigten, konsequent angegangen und ausgeglichen werden. Gleichzeitig muss der Bundespolizei zusätzliches Personal zur Verfügung gestellt werden, um die heute schon bestehenden und weiter aufwachsenden Aufgaben der Bundespolizei sachgerecht ausüben und die bestehenden permanenten Überlastungen der Beschäftigten abbauen zu können. Zudem müssen die Gesundheitsvorsorge verbessert, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit konkreten Maßnahmen gefördert und faire und belastbare Laufbahnverlaufsstrukturen entwickelt werden, die nicht einseitig zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen gehen,“ so Scheuring.

Dr. Romann sagte dazu, das sich auch das Bundespolizeipräsidium bemühe, anhand von entsprechenden Vorschlägen zu Verbesserungen, auch für den Haushalt 2014, sowohl für den Polizeibereich, als auch für den Verwaltungsbereich und den Tarifbereich zu kommen. Gemessen an der aktuellen und im Weiteren absehbaren Sicherheitslage, sowie im Hinblick auf die zum Teil verlorengegangene Flexibilität und Elastizität bei der Bundespolizei, die letzten Reformen und Aufgabenzuwächse, sei für das Bundespolizeipräsidium auch ein Mehrbedarf an Personal mehr als wünschenswert. Auch dazu sei man derzeit mit dem Bundesministerium des Innern im Gespräch.

Sven Hüber machte dann deutlich, dass es „Führung durch Exceltabellen“ in der Bundespolizei nicht geben dürfe. „Rechtsstaatlich sensible, polizeiliche Eingriffsmaßnahmen dürfen in keinem Fall in einer solchen Weise angewiesen werden“, so Hüber. Dr. Romann bemerkte, er setze auf die Eigenverantwortung der eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten und ihrer Führungsverantwortlichen vor Ort und deshalb gäbe es bei ihm in polizeilichen Eingriffsmaßnahmen „keine Führung durch Exceltabellen“.

Die Gesprächspartner handelten in dem zweistündigen Gespräch eine ganze Reihe weiterer Punkte aus der Arbeitswelt der Bundespolizei ab und stellten dabei deutliche Übereinstimmung bei der Einschätzung der Situation und bei möglichen Lösungsansätzen fest. Beide Seiten waren sich darin einig, dass es sinnvoll und zielführend ist, dort wo man die gleichen Ziele verfolgt, auch die Kräfte zu bündeln und die Lösungen gemeinsam anzugehen. „Wir konnten uns in der Bundespolizei immer dann positiv weiterentwickeln, wenn alle verantwortlichen Bereiche, von den Beschäftigten und ihrer Vertretung, über die Führung der Bundespolizei, bis hin zu den politisch Verantwortlichen, sich gemeinsam in die gleiche Richtung entwickelt haben. Wenn dies im Jahr 2013 in guter Weise gelingt, wird dieses Jahr ein gutes Jahr für die Bundespolizei“, so Scheuring.

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52 Kommentare
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  1. Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken!

  2. „Dr. Romann bemerkte, er setze auf die Eigenverantwortung der eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten und ihrer Führungsverantwortlichen vor Ort und deshalb gäbe es bei ihm in polizeilichen Eingriffsmaßnahmen “keine Führung durch Exceltabellen”.“

    Klingt ja so ganz gut. Aber solange man aus den Direktionen nur „gute Meldungen“ nach oben versendet, werden bestimmte Probleme nicht angepackt. Getreu dem Motto, „es läuft doch.“ Oder ist es ein Zufall, dass zum die Beispiel die Abordnungen zu den großen Flughäfen ungebremst weitergehen. Da werden die Geberinspektionen geschwächt, und ob das billiger ist, als endlich einmal Dienstpostenzu schaffen, möchte ich ernsthaft anzweifeln. Reisekosten, Trennungsgeld und Übernachtungskosten für mind. 3 Monate. Da lässt das Milchmädchen grüßen.

    Aber wie gesagt – wenn alles „ok“ gemeldet wird – dann ändert sich auch nichts. Oder wissen die gant oben doch was???

  3. Moinsens!

    Natürlich wird nicht durch Exceltabellen geführt!!
    Da flattert er mal wieder, der Zitronenfalter…….

    Diese Exceltabellen werden eingerichtet, dann sind sie mit Leben zu füllen und werden anschließend durch unsere Torten-/und Säulendiagramm-„Bäcker“ ausgewertet.
    Diese Auswertung wird dann gerne genommen, um Teileinheiten/Kollegen zu sagen, ob sie fleißig waren oder eben nicht.
    Das dabei natürlich auch gerne Äußerungen in Bezug auf Beförderungen fallen oder die zukünftige Ausstattung der Dienststelle mit Personal thematisiert wird, ist natürlich rein zufällig und wird den Beamten an der Basis sicherlich „kalt“ lassen.

    Die Eigenverantwortung des Beamten vor Ort soll dann also wieder richten, was andere vers……..n und der oberste „Bundespolizist“ durchaus selber prüfen und die weitere Verfahrensweise anordnen könnte.

    Na da sieht man also schon mal, wo die Reise hingehen wird.

    Da fällt es mir schwer, an ein gutes Jahr für die Beschäftigten der Bundespolizei zu glauben.

    Gruß

    AB

  4. „Dr. Romann sagte dazu, das sich auch das Bundespolizeipräsidium bemühe,…“
    Der Satz sagt ALLES!
    Glück-Auf

  5. …dieser Beitrag hat mich zugegebenermassen etwas ratlos zurückgelassen….
    Was bedeutet das nun? Dass wir hoffen dass sich nunmehr alles zum Guten hin wendet? – Oder eher, dass man die Zeit bis zur Bundestagswahl möglichst unbeschadet übersteht?

    Ich erinnere daran, dass Dr. Romann sich nunmehr seit fast einem halben Jahr im Amt befindet und bislang nichts von den angeblich bestehenden Absichten zur künftigen Ausrichtung der Bundespolizei nach „unten“ gedrungen ist!
    (Abgesehen von den höchst vagen Aussagen in einem Mitarbeiterbrief bzw. von dem, was aus einer Führungskräftetagung durchgesickert ist)
    Zur Gesamtproblematik gilt allerdings ohnehin auch die bereits hier geführte Diskussion:

    http://www.gdpbundespolizei.de/2013/01/klare-strategie-und-klare-ziele-fur-2013/

    Insofern ist schon klar, dass er vermutlich auch nicht so kann, wie er gerne möchte.
    Wir „da unten“ würden allerdings auch mal ganz gerne raus aus dem Schwebezustand!

    Ausrichtung: Fehlanzeige!

    Aussagen zur Evaluierung der Reform: Fehlanzeige!

    Die in den letzten Jahren angehäuften Probleme bestehen ungebremst fort:

    Die Überzentralisierung

    Die Gesundheitsgefährdung primär aufgrund Überforderung sowie falschen Führungsverhaltens

    Der durch unsinnige Controllingmassnahmen aufgebaute Druck, um nur einige wenige Beispiele zu nennen!

    Es wird nicht nach Excell-Tabellen geführt?
    Dann müsste man allerdings allmählich mal dazu übergehen, jenen auf die Finger zu hauen, die von diesem liebgewonnenen Spielzeug nach wie vor nicht lassen wollen! („ZDF“…)
    Es geht hier auch keineswegs nur um Aufgriffs- oder Kontrollzahlen! Es geht z. B. auch um die kontraprodujtive Einengung des individuellen Entscheidungsspielraumes! Vielleicht nicht mittels Excell, ( womit werden eigentlich Prozessbeschreibungen erstellt?….)

    Die Entmündigung der Basis bzw. auch des einzelnen Beamten schreitet ungebremst fort und drückt sich in immer komplexeren und ausführlicheren Prozessen aus, deren fehlerfreie Bewältigung immer schwerer, um nicht zu sagen: unmöglich wird!

    Jeder hangelt sich mit der Angst auf das nächste „Audit“ durchs Leben und beschäftigt sich danach wochenlang mit den Auswirkungen vorprogrammierten retrograden Fehlerduche!
    Mittlerweile werden dienststelleninterne „Voraudits“ betrieben, um das eigentliche Audit besser bestehen zu können, in den Inspektionen wird eine eigene Auditierungsebene aufgebaut usw….

    Leute, wer soll das denn alles noch bewältigen? – Der eine PVB, der laut ODP für ÖA/C vorgesehen ist? – Herzlich willkommen in der Realität!

    Insofern wäre es nett gewesen, wenn er sich nicht nur dazu geäussert hätte, was es bei ihm nicht gibt, bzw. was er so nicht vorgegeben hat, sondern eben auch mitgeteilt hätte, wie er mit denen umzugehen gedenkt, die nicht in der Lage sind, das Hamsterrad anzuhalten!
    Wollen wir uns wirklich mit nichts als vagen Andeutungen und Versprechungen zufrieden geben?

    Jüngstes Beispiel: der inhaltlich sehr gute Entwurf für für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement des BPR. Schaut euch mal an, was davon im Entwurf des BPOLP übrig geblieben ist….
    Ich kann daher AB nur Recht geben:
    Ich möchte auch sehr stark bezweifeln, dass da Jahr 2013 unter diesen Voraussetzungen ein sehr gutes für die BPOL wird!

  6. Nun ja, dass mit der Aussage “keine Führung durch Exceltabellen” hört sich erstmal gut an.

    Aber wurde denn bisher mit Exceltabellen geführt? Und, falls die Aussage stimmt, welche Auswirkungen hat das dann konkret für die bisherige Praxis? Und wissen die Direktionen und die Controlling Stellen das auch?

    Wie viele sind denn mit dem jetzigen Controlling und den daraus resultierenden Umfang an Erfassungen, Statistiken etc. zufrieden? Sind dass nur hohe Führungskräfte und Controller? Und sind auch die Beschäftigten, die zum großen Teil ja die Statistiken führen müssen bzw. enorme Meldeverpflichtungen Richtung Controlling haben, mit dem jetzigen Controlling System zufrieden?

    Wie viele Beschäftigte, außer den Controllern, sind denn tatsächlich wirklich Tag für Tag/Monat für Monat durch Meldeverpflichtungen, Erfassungen für Controlling beschäftigt?

    Bleibt da noch viel Zeit für die eigentliche Arbeit? Oder ist alles und jeder dem Controlling untergeordnet?

    Menschen sollten durch Menschen und nicht durch Zahlen geführt werden., dies ist zumindest meine Meinung.

    Auch wenn die Zahlen für viele Dinge (Auswertung etc.) nützlich sind (das darf man einfach nicht leugnen), kann man den Eindruck gewinnen das die Zahlen jedoch über allem zu stehen und scheinen ein Klima des Misstrauens innerhalb unserer Behörde zu führen.

    Möglicherweise wurde Controlling zu schnell eingeführt, bzw. dem Controlling zu viel vertraut und zugetraut. Möglicherweise fühlen sich die Beschäftigten hier von Controlling auch nicht angesprochen. Dann wäre es auch möglicher Fehler in der Transparenz.
    Die Einführung war damals sicher eine sehr mutige Entscheidung, was allerdings nicht unbedingt bedeuten muss, das die Einführung richtig war.
    Allerdings sollte man doch erwarten können, dass wenn man feststellt, das man mit Controlling möglicherweise die Beschäftigten nicht erreicht, das man Controlling entweder zurückfährt oder notfalls auch abschafft.

    Den Spruch „Früher war alles besser“ finde ich selber nicht besonderst gut oder originell, da er auch mit keinem Lösungsansatz verbunden ist. Aber beim Thema Controlling könnte der Satz doch einfach nur mal so stehen bleiben, oder? Mal schauen wie viele Beschäftigte das auch so sehen.

  7. mr.barnes 10. Januar 2013

    …in der Tat! – Wie sagt man so schön: Stillstand ist Rückschritt! In unserem Falle stimmt das nicht so ganz, denn wir benötigen dringend, aufs Controlling bezogen, einen wirklichen Rückschritt, da bereits der derzeitige Zustand unerträglich ist! Wir müssten also das Wortspiel etwas abwandeln und sagen: in diesem speziellen Fall wäre der Rückschritt ein Fortschritt!

  8. Ich finde den Artikel gut! Ich finde eure Arbeit und die Aktion gut!
    Es gibt immer eine Führung und wenn man mitgestalten und verändern will, muss man mit ihr in den Dialog treten. Man darf dann auch nicht gleich Wunder erwarten. So viel Neues hat die Führung auch noch nicht, denn z.B. im Intranet gilt immer noch die „Vision“ mit Text und Bild von M. Seeger: http://intranet.polizei.bund.de/DE/Zentral/Content/02__Fuehrung/01__VisionStrategie/visionStrategie__node.html__nnn=true
    (auf der Seite BPOLP, Führung/ Vision und Strategie)
    Ihr habt richtig darauf hingewiesen, wir haben ein Führungsproblem. Im Vergleich zur Führung bei den Länderpolizeien, ist unsere Führung vor Ort weitaus weniger präsent. Zumeist endet die Hauptlast beim DGL und darunter. Wir haben uns mit den Seiteneinsteigern im hD überhaupt keinen Gefallen getan! Zumeist haben sie die BPOL nicht verstanden, sie konnten ihr Wissen/ Studium bei uns nicht gut implementieren und zum Fortschritt beitragen. Also was haben sie gemacht um sich selber besser darzustellen? Sie haben uns ihre Herkunft/ Fachrichtung/ Wissen (Jura, BWL, Pädagogik od. Bundeswehr) als „neue Steuerungselemente und sonstige unnötige Statistik/ Listenführung“ als ganz wichtige Sache aufgezwungen. Damit werden die Probleme jetzt von 3 Seiten mehr beleuchtet, von 4 Leuten mehr in Tabellen eingetragen, von 5 Leuten mehr analysiert und 6 Leuten mehr diskutiert/ bewertet………, aber leider von keiner Person gelöst!

  9. Wir haben momentan eine Führung in der BPol?
    Wenn das nicht ab und an irgendwo stehen würde, wäre das wahr. den wenigsten aufgefallen.

  10. @Ex-PMA

    wenn mir das jemand so ins Gesicht sagen würde, dann würde das ganz schön „donnern!!“. Dein Frust über Politik gegenüber der Führung / deiner Führung so auszudrücken ist eine Unverschämtheit!

    (damit will ich nicht sagen, dass es nicht genug gibt, woran wir alle(!) Politik, Innenminister, Herr Dr. Romann, die GDP bis hin zum KSB arbeiten müssen)

  11. @aeM
    Du unterstellst hier gerade jemanden Politikverdrossenheit und Unverschämtheit gegenüber unserer “ Führung“.
    Also ich kann EX-PMA nur beistimmen.
    Die einzige Unverschämtheit was ich feststellen kann, ist nur die, das man die Meinung anderer nicht respektiert, sondern versucht gleich zu nichte zu machen!!!
    Außerdem weiß ich nicht wo du tätig bist, aber ich kann dir sagen das im Moment bei der GDP und bei den KSB, also an der Basis, wesentlich bessere und solidere Arbeit geleistet wird, als im Hohen Haus in Potsdam!!!!!

  12. @aeM

    Dann lass mal donnern. Es ist nun mal naturgemäß so, dass nach oben die Pyramide spitzer wird. Ubd wenn da ein defekter Stein dabei ist fällt es umsomehr auf. Und wenn man seinem Chef mangelhafte Kompetenz vorwirft ist das gut und richtig . Natürlich im richtigen Ton. Nur so lassen sich die defekten Steine austauschen. Du siehst das natürlich anders. Da kannst du ganze Unwetter loslassen. Auch ich bin In Führungsverantwortung und finde es absolut richtig, wenn ich mal Feuer von meinen Leuten bwkomme Wir verstehen uns als Team. Und jeder kann und soll sagen dürfen was er will. Schließlich wird unser Grundgesetz dieses Jahr 64 Jahre alt.

  13. @aem:

    Ach, ist das wirklich so weit hergeholt?

    Haben wir wirklich eine Führung, die diese Bezeichnung auch verdient?
    Ist es nicht vielmehr so, dass zunehmend der Eindruck entsteht, dass sich Führung darin erschöpft, einen einmal politisch gefassten Beschluss auf Gedeih und Verderb durchzudrücken?
    Auch wenn es längst offensichtlich ist, dass man gründlich daneben liegt?
    Und so auch dass letzte Bisschen Glaubwürdigkeit bei seinen Mitarbeitern verspielt?

    Wo sind die Führungskräfte, die für ihre Überzeugung und die Sache einstehen?
    Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat denn heutztage beispielsweise ein IL noch?
    Auch mal Fünfe gerade sein zu lassen?
    Zum Wohle der Sache und der Beschäftigten?

    Lebt er nicht vielmehr in der ständigen Angst, dafür beim nächsten „Audit“ oder im nächsten Managementbereicht eins auf den Sack zu kriegen?
    Weil er sich in einer mittleweile gläsernen Organisation permanent überwacht fühlen darf!
    Da geht es ihm mittlerweile genauso wie jedem KSB auch!
    Wenn wir also von dieser zentralisierten Überwachungskultur auf allen Ebenen nicht schleunigst wegkommen, werden wir auch die geradezu erschreckende Abwesenheit von Führung im positiven Sinn weiterhin konstatieren können.

    Es bleibt aber eben , weil Führung kein Selbstzweck ist (es zumindest nicht sein sollte, manchmal zweifle ich auch da…), die Gefahr, dass diese Probleme nicht intern verbleiben, sondern auch nach aussen durchaus Wirkung entfalten, wie uns die Rassismusvorwürfe der letzten Wochen gezeigt haben!
    Diese Vorwürfe haben mehr mit der Führungsproblematik zu tun, als das auf den ersten Blick den Anschein haben mag!
    siehe z.B. auch hier:
    http://kg-weil-am-rhein.gdpbundespolizei.de/wp-content/uploads/2013/01/130108-Rassismusvorwürfe.pdf

  14. Ich empfinde diesen Artikel als sehr ausdruckslos, man will machen , aber was denn nun!? Belastbare Vorstellungen etc. hat man schon lange nicht gehört und mit Problemen werden die Leute meist allein gelassen, irgendwie lösen sich die Probleme mal mehr oder weniger schlecht. Der Beitrag vom Gerhard Megdenberg trifft mal wieder genau den Punkt.

  15. @Gerhard Medgenberg

    ich hätte mir gewünscht, dass du im Bereich Führung etwas mehr differenzierst.

  16. aeM 12. Januar 2013
    ich hätte mir gewünscht, dass du im Bereich Führung etwas mehr differenzierst.

    …ja, natürlich! Könnte man! Da hast Du wohl Recht!Ist zugegeben etwas provokativ.
    Es ging mir allerdings auch nicht in erster Linie darum, einzelnen Führungskräften ans Bein zu pinkeln (Obwohl ich mir bei dem einen oder anderen schon ein wenig mehr Arsch in der Hose wünschen würde und auch vorstellen könnte…), sondern vielmehr um die Zwänge, die vom derzeitigen System f ü r die Führungskräfte ausgehen! Natürlich wird es da näher an der Basis schon etwas einfacher, sich einigermassen vernünftig zu verhalten, ich sehe allerdings momentan auch da die Tendenz, dass sich bereits auf der DGL- oder sogar Gruppenleiterebene das ZDF-Management-Prozess-Hamsterrad unablässig und immer schneller dreht!

    Deswegen wäre ja auch eine klare Ansage von „oben“ so immens wichtig!

  17. Hallo Gerhard Megdenberg,
    Dein Kommentar ist schon der richtige. Steck mal nicht zurück, ich glaube es stehen jede Menge Mitarbeiter ganz auf Deiner Seite.

  18. Ich denke, dass man mit den Vorwürfen gegen „die Führung“ ganz vorsichtig sein sollte.

    1. Die Führung der Mitarbeiter. Die Führung vor Ort. Die Personal- / Menschenführung. Ich denke, dass dort eine gute Arbeit geleistet wird.

    2. Die Führung von Einsatzlagen.

    3. Die politische Führung der Organisation. Hier denke ich, richtet sich die Kritik gegen und das sollte auch so deutlich gemacht werden. Wenn er einzelne Schreiber / Meckerkopf das nicht kann/ will, dann ok / geschenkt. Von der GDP und den „Offiziellen“ erwarte ich diese Trennung. Ich will nicht in den Kritiktopf der Organisationsprobleme geworfen werden! Ich will, wenn erforderlich eine Kritik a) an der Organisationspolitik und wenn es notwendig ist b) dann an Führungsverhalten. Punkt b. sollte dann auch differenziert werden.

  19. Vielleicht sollte die GdP eine Umfrage (per Email) zum Thema Controlling machen.

    Ganz einfache Fragen:

    Sind Sie mit Controlling zufrieden ? Ja / Nein

    oder

    Sollte Controlling abgeschafft werden ? Ja / Nein

    oder

    Wie finden Sie Controlling ? Sehr Gut / Gut / Keine Angaben / Nicht Gut / Schlecht / Sehr Schlecht

    oder

    Belastet Sie Controlling ? Stark / Geht so / Nicht stark

    etc.

    Das sollte doch nicht zu aufwendig sein, oder? Von mir aus kann das die GdP auch nur bei Ihren Mitgliedern durchführen.

    Die Umfrage dann natürlich anoymisiert auswerten und man hätte vielleicht ein klareres Bild.

    Hauptsache es greift überhaupt jemand jetzt das Thema mal richtig auf, unternimmt was und überprüft auch mal, ob denn das auch so stimmt, was der Präsident gesagt hat. Nicht, dass es in den Direktionen anders läuft.

    Also ich sehe jetzt die Gewerkschaften in weiterer Verantwortung (zum Wohle der Beschäftigten) und warte auf ein weiteres Vorgehen/Taten.

    Allerdings befürchte ich, dass die GdP nach diesem Bericht und den darin getätigten Aussagen („Keine Führung durch Excel Tabellen“) keine Taten oder Konsequenzen folgen lässt. Möglicherweise verschwindet dieses Thema in der Versenkung.

  20. Ich arbeite seit ca. 5 Jahren im Stab, bin also ein waschechter Sesselpupser und kenne die Behörde seit 1996, als wir noch BGS hießen und tatsächlich stolz „wir vom BGS sagten“.
    Damit bin ich weiß Gott nicht so lange dabei wie viele andere, kann aber dennoch was vergleichen aufgrund 8-9 Jahren Einzeldienst und eben der Sachbearbeitertätigkeit in einer Direktion.

    Was hier abläuft ist, gelinde gesagt, einfach nur krank und hat mich bereits krank werden lassen, konkret Burnout. BEM ist momentan auf Eis / abgeschlossen / latent, und schon beginnt manches von vorne, weshalb ich bereits wieder erste Reißleinen ziehe.
    Gesorgt hat dafür ein giftiger Mix aus absoluter totalitärer „Führung“, Maulkörben, Restriktionen, Schubladendenken der Leitung (den mag ich, wird gefördert, den mag ich nicht, kann noch so tolle Leistung zeigen und wird dennoch nicht mal langsam besser beurteilt), Ellenbogenmentalität mehr als eines Kollegen, Rückratlosigkeit etlicher Führungskräfte und eines anderen Punktes.
    Dieser letzte Punkt ist für mich tatsächlich noch schwerwiegender als die Zuvorgenannten, schlimmer als die eben miserable Leitung, die jeden Mitarbeiter bevorzugt behandelt, der nicht nur ins Loch kriecht, sondern sich auch umdreht und selbiges verteidigt.
    Ich rede vom Controling.
    Ich erlebe täglich aufs Neue, dass sich alle Ängste und Sorgen der Leitung nur darum drehen wie man hier besser dastehen könnte, dort etwas in der Statistik optimieren könnte und hoffentlich in jener Grafik besser dasteht als alle anderen.
    Es ist so unendlich zermürbend und unbefriedigend, wenn man für diese Sch… nicht geboren ist und all die Hirnfürze dann umsetzen muss, von denen man schon beim Schreiben weiß dass sie nur für weitere und weitere und weitere Erschwernis für all die Kollegen draußen auf der Straße sorgen, die eigentlich wichtigeres zu tun hätten, nämlich einfach in Ruhe zu arbeiten.

    Meine Gote, die Kollegen sollen einfach das tun, was sie vor Ort für richtig erachten, dafür sind sie Polizisten, sie haben Erfahrung, sie haben Instinkt, Bauchgefühl, nennt es wie ihr wollt.
    Aber diese sinnnfreien Meldewesen, Statistiken, Handouts, Visionen, Workshops, Fachbesprechungen, Audits und Prozesse, KEIN Mensch braucht das!
    Es hängt mir zum Hals raus!

    Das Schlimme ist aber: es kommen immer welche nach, die dieses Sytem unterstützen. Es ändert sich REIN GAR NICHTS in den Köpfen, Stichwort Klartext-Studie, alles wird schön geredet, schlechte Umfragen belächelt, dieses Forum als Schund mit Bild.de-Niveau bezeichnet.
    Ich habe meinen Mund aufgemacht, oh ja, entsprechend mittlerweile eine schlechtere Beurteilung, mir doch wurst, Karriere möchte ich in DIESER Behörde nicht mehr machen.
    Wieder raus auf die Straße wäre eigentlich die erste Wahl für mich, nur leider machen mir im Schichtdienst massive Schlafstörungen einen Strich durch die Rechnung, und meine Gesundheit ist mir dann doch wichtiger als alles andere.

    Die neue Leitung in Potsdam mag ja vielleicht tatsächlich einiges anders sehen und würde gerne ein Umdenken erzielen, aber aus meiner bisherigen Erfahrung heraus scheitert dies an zu vielen Führungskräften genau in dem Umfeld in dem ich mich als Sachbearbeiter bewege, die einen Teufel tun und die Dinge ändern wollten.
    Wichtiger ist hier, dass man die nächste Besprechung plant um wieder neue Ideen zu erarbeiten, auf dass man hier und dort noch besser und noch toller dastehe….

    Gruß an die, die noch sinnvoll arbeiten.

    PS: ich bin gespannt, ob dieser Beitrag eingestellt wird oder dafür zu böse und direkt ist.
    Es würde ich zumindest freuen, eben um auch einmal den ehrlichen Blickwinkel aus der Teppichetage zu beschreiben, über die hier so oft geredet und manchmal auch geschimpft wird.

    Anm. der Redaktion: Bitte die Forumsregeln beachten!

  21. Moinsens!

    @aeM:

    Sehr interessant!!
    Der, der in einem anderen Fred den sogenannten Alt-POM undifferenziert selbst die Schuld an ihrem „POM-Dasein“ gibt, der möchte jetzt den bereich der „Führung“ differenziert betrachtet sehen.
    Gehört zwar nicht in diese Thema, läßt aus meiner Sicht aber auch schon tief blicken.

    Ja, ich sehe es auch so wie Gerhard, wir haben ein Führungsproblem!

    Dir, lieber Gerhard, ein wiederholtes DANKE für Deine klaren Worte.

    Schönes Restwochenende!

    Gruß

    AB

  22. Flat1795 13. Januar 2013

    …Respekt, sag´ ich da nur! Vorsichtshalber habe ich allerdings deinen Beitrag gleich mal kopiert und abgespeichert, da ich deine Befürchtung durchaus teile…
    Du sagst, absolut schonungslos, was Sache ist!
    Ich höre solches auch von „Stäblern“ nicht zum ersten mal, aber halt fast nur hinter vorgehaltener Hand.

    Es wäre vermutlich garnicht so schwer: Es müssten nur noch einige mehr aus dem Busch kommen, vielleicht sogar der eine oder andere unter Klarnamen, zumindest so viele, dass man es einfach nicht mehr wegdiskutieren kann bzw. zur Kenntnis nehmen m u s s , völlig wurscht, ob dieses Jahr Bundestagswahl ist oder nicht!
    Und bitte nicht vergessen: es sind nicht diejenigen, die jetzt aufbegehren, die den Laden in den letzten Jahren an die Wand gefahren haben! Warum aber z.B. der „Spiegel“ zwar offenbar die Bundespolizei auf der Latte hat, jedoch die Gründe für die Misere scheinbar selbst auf dem Silbertablett präsentiert verschmäht, erschliesst sich mir nicht!

    Denn über eines müssen wir uns im klaren sein: Veränderungen wird es nur geben, wenn der öffentliche Druck so stark wird, dass man sich „oben“ zum Handeln (nicht zum Ankündigen!) gezwungen sieht!

  23. Flat1795 13.Januar 2013
    Von mir auch allergrößten Respekt für Deinen hervorragenden Beitrag, welchen ich voll und ganz nur bestätigen kann.
    Ich habe vor gut zwei Jahren einen Zeitungsbericht („Im Netzwerk der Polizei“) über die Zustände bei der hessischen Landespolizei gelesen, in welchem das Führungsverhalten des Präsidenten und seiner nächsten Mitarbeiter dargestellt wurde.Man unterschied zwischen A-Kader Beamten (der von Dir beschriebene Kriecher-Typ), B-Kader Beamten ( welche schon einmal eine andere Meinung vertreten hatten) und C-Kader Beamten (welche eine andere Meinung hatten und diese auch gegenüber der Führung weiterhin vertraten). Beim C-Kader war dann EDEKA. Ich dachte mir damals, hey, das ist ja wie bei UNS(BPOL), weil ich aus eigener leidvoller Erfahrung ( 2004 wollte der Abt.Fhr. Rosenheim die Geehmigung zum Auslesen der Festplatte meines privaten (!!) Notebooks, weil ein anonymer Brief beim BMI aufgetaucht war. Ich versagte im Gegensatz zu anderen Beamten meine Zustimmung und war schon verdächtig! Das Verfahren wurde dann eingestellt,nachdem verschiedene Verwaltungsgerichte das Auslesen schon dienstl. Festplatten als rechtswidrig festgestellt hatten und u.a.auf den Richtervorbehalt verwiesen hatten, was man als Polizeidirektor natürlich als unbeachtlich ansieht.) Jedenfalls hat man mir 2004 die Teilnahme an der Eignungsprüfung für den 2jährigen Praxisaufstieg versagt, obwohl ich schon 2002 die Beurteilungsnote 8 als POM hatte. Nun werde ich 51j., habe mittlerweile 30 Dienstjahre hinter mir und bin immer noch POM ohne Aussicht auf Beförderung.
    Im Gegensatz zu anderen kann ich mich aber noch im Spiegel betrachten und werde auch weiterhin meine Meinung sagen, ob es den Vorgesetzten passt oder nicht.

  24. Flat 1795

    Respekt für Deine Worte! Und recht hast Du! Ich hoffe, das liest mal einer aus der Führungsetage. Ich hätte mal einen einfachen Vorschlag für eine alternative Arbeitszeitgestaltung der angesprochenen Kollegen:

    1. Morgenbesprechung mit dem Thema „was können wir für unsere Kollegen auf der Straße tun?“
    2. danach Umsetzung der Ergebnisse bis zum Dienstschluss!

    Geht übrigens schon bei einer Inspektionsleitung los!

    Grüsse vom Fahnder

  25. Liebe Redaktion,
    mir liegt der Beitrag Nr. 20 schon sehr am Herzen. Und hierzu kann ich eure Anmerkung überhaupt nicht verstehen. Flat1795 spricht weit über der mehrheit aller Beschäftigten von Herzen. Er ist offen und schonungslos. Und NUR MIT DIESEN VOKABELN kann man sich, zur der von meiner Bundespolizei GDP Gott sei Dank angestossenden Problematiken, äußern. Ich kann nichts Verwerfliches darin finden. Keiner ist diffamiert oder beleidigt worden. Es sei denn ihr hättet zensiert. Das wäre aber auch nicht die feine englische Art.
    @ Gerhard: Wie bist Du denn drauf. Du glaubst doch nicht das etwa…………….. Klarnamen? in Verbindung mit einem so offenen Beitrag wie Flat1795. Das kommt einen Todesurteil zugleich. Da bin ich mir ganz ganz sicher. Und wenn doch, dann werfe Du die Kiste doch mal an. Eine Pensionskürzung kannst de nicht mehr bekommen. Höchstens vorzeitiger Ruhestand. Denke deine Beitragsjahre sind voll.

    Grüße vom größten deutschwn Flughafen.

  26. @1795
    Dein Beitrag ist gut und es ist besser du schreibst es mal raus, als das Du es weiter bei angeschlagener Gesundheit in dich „reinfrist“! Eine offene Gesellschaft, demokratische Polizei und Leitbild orientierte Führung muss dass ertragen….. und ernst nehmen. Danke und Respekt für deine Arbeit.

  27. Christian Hein 14. Januar 2013
    Dochdoch, das glaube ich….. Gut, es kann ja ein ganzklein wenig moderater sein als Flat 1795 ;-) Wenngleich ich der Meinung bin, dass er in der Tat niemanden in persona beleidigt hat und einem ganzen Haufen Leute einfach aus der Seele spricht! Und etwas deutlichere Worte sollten auch gestattet sein! Klartext: wenn etwas ****** ist, sollte man das auch so bezeichnen! Die Erfahrung lehrt, dass man es sonst nicht ernst nimmt!
    Jemand ohne gewerkschaftliches Mandat sollte aber in der Tat etwas vorsichtiger sein mit dem Klarnamen. Um was es mir geht, ist aber vornehmlich, dem Protest gegen die teilweise geradezu absurden Zustände einen Namen zu geben! Ruhig moderat, aber deutlich!- So, wie auch Du es machst! Das macht es für die „oben“ nämlich erheblich schwieriger, das abzubügeln!

  28. Hiermit vollste Zustimmung @1795 und @Marco

  29. hallo Flat1795
    super Beitrag…. der Laden wird immer schlimmer!!!!!

    die Polizei braucht keine Controlling, wir sind kein produzierendes Unternehmen aus der Wirtschaft.
    Meine Frau muss es wissen, sie arbeitet in einem grossen Unternehmen als Leiterin Controlling.
    Wenn ich ihr von unserem Laden erzähle, muss sie immer lachen…..

  30. Flat 1795

    Meinen Respekt.Genauso ist es.Toller Beitrag

  31. @ xxxx

    So habt ihr aber immer etwas zu lachen!

  32. Hallo, finde den Beitrag Nr. 20 sehr gut. Endlich mal einer der selbst im Büro sitzt und mal den Mut hat sich zu äußern. Weiter so.
    Ich selbst hatte im Jahr 2012 einen Herzinfarkt. Es ist alles noch einmal soweit gut gegangen. Habe 3 Stents bekommen und eine Anschlußreha. Jetzt fange ich im nächsten Monat wieder an zu Arbeiten. Ich muß dazu sagen, daß ich Schichtarbeiter bis zum Infarkt war. Ich fange also im Februar mit dem Hamburger Model an zu Arbeiten. Darf aus Ärztlicher Sicht keinen Schichtdienst mehr leisten . Sondern nur noch Früh-und Spätschicht. Stehe aber wie vorher wieder auf der Strasse und versehe meinen Dienst. Toll was. Der Dienstherr hat keinerlei Alternativen für uns. Im Gegenteil immer mehr jüngere un Tagesmuttis ziehen in die Büros.

  33. @ Haescher:

    Ich weiss ja nicht wie alt Du bist, aber das wäre für mich der Grund spätestens im März den nächsten Herzinfarkt zu bekomnmen.

    Eine absolute Frechheit ist das. Vielleicht darfst Du dann mit drei Stents ne Fanbegleitung machen?????

  34. Also die Probleme liegen doch ganz woanders. Man hat sich seit der Widervereinigung keinen Kopf gemacht, was aus unserer Behörde wird.
    Um nicht 25.000 Arbeitslose Beamte zu haben, hat man 1994 Aufgaben zurückgeholt. 1998 hat man dan die Organisatorischen und längst überfällige Reform begonnen. Das diese nichts werden konnte, da nur halbherzig und nicht ausgereift durchdacht, steht auf einem anderen Blatt.
    Ab 1998 unter „Otto“ wurde dann vieles besser. Personel wie materiell, jedoch wurde wieder versäumt sich für die Zukunft aufzustellen.
    Beispiel Personal weg von der Westgrenze und dann Kommando zurück.
    2005 dann der überfällige Schritt zur Umbenennung. Doch auch diesmal wurden die Probleme nicht angegangen obwohl durch die GdP schon ewig gefordert. ich sage nur Personalverwendungskonzept.
    Sei 2008 ist unsere Behörde „außer Rand und Band“. Es wird in Potsdam ein gigantischer Verwaltungsapparat aufgebaut,der seines gleichen sucht.
    Es kann auch nicht sein,dass die Behörde keinen Überblick hat, wieviel Personal sie eigentlich haben. Da muss unsere GDP kommen und schwupps 1000 unbesetzte Dienstposten.
    Einem jungen Beamten wird suggeriert,dass Karriere nur in Potsdam zu machen ist. Man versucht mit dem VAV verzweifelt Zufriedenheit herzustellen,aber der Zug ist längst abgefahren. Die kollegen gehen mittlerweile als POM in die Pension. Nach dem man 40 Jahre seines Lebens, seine Gesundheit und auch große private Opfer gebracht hat und das dann der dank ist, brauch sich keiner mehr Gedanken über die Motivation machen.
    Es halten ganz wenige das „Schiff“ BPOL über Wasser. Diese arbeiten bzw. bringen sich oft bis zur geistige oder körperlichen Erschöpfung ein und bekommen nicht mal nen feuchten Händedruck.
    Nach fast 62 Jahren des bestehens des BGS/BPOL , noch immer kein vernünftiges personalverwendungskonzept zu haben spricht Bände.
    Mann sollte meiner Meinung nach, das arbeiten in P unattraktiv machen. Ein Beamter im Schichtdienst egal ob KSB GL DGL sollte in Punkto Beförderungen und sonstige vergünstigungen immer vor P kommen.
    Das wird aber ein Wunschtraum bleiben und so wird eines Tages nach dem auch der letzte „Verrückte“ sich aufgerieben hat und krankheitsbedingt oder doch das Pensions Alter erreicht hat das Schiff BPOL sinken….

  35. Werde in diesem Jahr 55, bereite mich also schon langsam auf den Abgang aus dieser Behörde vor. Na Fanbegleitung brauch ich zum Glück nicht mehr machen. Bin seit 2009 beim Objektschutz. War aber lange Zeit ( 1992/2009 ) bei der Bahnpolizei. Also Arbeit ist nichts fremdes für mich.

  36. Mann sollte meiner Meinung nach, das arbeiten in P unattraktiv machen. Ein Beamter im Schichtdienst egal ob KSB GL DGL sollte in Punkto Beförderungen und sonstige vergünstigungen immer vor P kommen.
    Schotterhans 16. Januar 2013

    …nun ja, das wird in der tat ein Wunschtraum bleiben, denn bekanntlich hat sich Das BPOLP als Oberbehörde die „DeLuxe-Stellenobergrenzen“ gegönnt, die es nicht nur ermöglichen, dort schneller befördert zu werden, sondern darüber hinaus auch noch die Beförderungsmöglichkeiten aus der Fläche „absaugen“.
    Da die Beförderungen bei der Oberbehörde aus dem gleichen Topf erfolgen wie in der Fläche, ist für die dann naturgemäß noch weniger übrig bleibt als früher!
    Das entspricht, wohlgemorken, durchaus der geltenden Rechtslage, es ist aber trotzdem ziemlich schäbig, dass niemand diesen durchaus vorhersehbaren Effekt rechtzeitig in die Gesetzgebung eingebracht hat!
    Das BPOLP wurde besoldungsmäßig eben anderen Bundesoberbehörden gleichgestellt. Ohne freilich zu bedenken, dass die anderen Bundesoberbehörden in aller Regel keinen eigenen Verwaltungsunterbau besitzen, der wie in unserem Falle dann die 2-Klassen-Gesellschaft zementiert!
    Und die unteren „finanzieren“ damit gewissermassen den Luxus der „oberen“… Andererseits: warum sollte es bei uns anders sein als im wirklichen Leben…..?

  37. Hallo,
    schaut doch mal bei den Länderpolizeien nach ob dort jemand als POM in Pension gegangen ist!!
    Und warum muß bei unserer Behörde immer wieder alles neu erfunden werden?
    Passt die Laufbahnen den Ländern an und alles wird gut.
    Dann würden dieses “ Attraktivitätsprogramm“ was meiner Meinung nach diesen Namen nicht verdient, und eine Menge an Personal bindet, ob jetzt auf der einen Seite als Lehrer oder auf der anderen Seite als Teilnehmer, überflüssig werden. Es würde dadurch auch jede Menge an Geld eingespart werden können, und die die nicht den Luxus genießen dürfen auf das Aufstiegsverfahren gehen zu dürfen, bräuchten dann nicht deren die gehen dürfen ihre Arbeit mit zu machen. Was natürlich auch widerum bedeuten würde die AFZ´s könnten sich wieder mehr um Aus und Fortbildung kümmern.
    Aber solange, auch von Gewerkschaftlicher Seite her, nicht genügend Druck auf die Verantwortlichen aufgebaut wird,
    und ein ATTP dem nächsten folgt, wird die Zahl derer die als POM in Pension gehen größer werden.
    Es wird ja schließlich auch durch seitens der Direktionen vehement bestritten das wir ein POM Problem haben.
    Mir stellt sich immer wieder die Frage, “ wo und in welcher Welt leben diese Herrschaften“?
    Zeigt ihnen die Realität wie sie wirklich ist, und malt um Himmelswillen nichts schön!!!

  38. Also wenn ich ehrlich bin, wird hier immer in etwa das Selbe geschrieben. Mich eingeschlossen. Die Probleme sind immer dieselben.
    Das bedeutet auch, dass gar nichts passiert. Für unsere Helden in Berlin und Potsdam sind wir hier auf der Liste doch nur eine Art Freekshow,
    über die herzlich gelacht wird.
    Ich habe die Schnauze voll. Gestrichen. Was ist denn in den letzten Jahren geschehen?. Schäuble? Hat sich an einer sinnlosen Reform verhoben.
    Setzen sechs. De Maizière hat nichts gemacht. Gar nichts. Friedrich, muss ständig erklären was in der Vergangenheit,
    für die er nichts kann, falsch gelaufen ist. (Stichwort NSU) Aber für unsere Behörde? Nichts.
    Und die Präsidenten? Dasselbe! Kopf einziehen und wegducken! Und bis zu den Wahlen werden wieder kostbare Zeit verschwendet und Personal weitrer
    verprellt.
    Personalmangel, Klartext, Krankheitsrate, Rassismussdebatte, Unattraktivität teure Abordnungen statt vernünftige Personalpolitik und keine Lösungen in Sicht. Alle tun so, als wäre alles in Butter.

    Ich werde mich in Zukunft hier wohl nicht mehr äussern. Das kostet nur Nerven und prallt an den Adressaten ab.

  39. Zum Beitrag Nr. 18.: Die Herrschaften aus Potsdam und dem BMI wollen das doch garnicht. Die Angleichung der Laufbahnen an das Ländermodell ( siehe Berlin und andere Bundesländer ). Denn wie kann denn das sein , wenn plötzlich ein großer Teil der Leute welche heute noch einfache Nummern im mD waren jetzt als PK oder POK Dienst tuen. Welch Skandal.

  40. Nein, da soll man erst 6 Monate auf Schule gehen. Und beweisen das man eventuell ein guter Offizier wird und ist. Danach geht man dann wieder auf seine Dienststelle und macht das gleiche, was man von dem Aufstieg gemacht hat. So soll es eigentlich in der Realität aussehen. Aber in wirklichkeit, verschwinden einige von diesen Aufsteigern auch schon in den Büros und fehlen dort wo sie eigentlich gebraucht werden.

  41. Bei allem berechtigtem Gemecker zum „POM-Bauch“ müssen wir uns aber eingestehen, dass derjenige, der jetzt als POM in Pension geht garantiert nicht als PM (vor ca, 40 Jahren) beim BGS angefangen hat!
    Die Kollegen, die so wie ich, zur Wendezeit (um 1990) eingestellt wurden haben noch knapp 20 Jahre vor sich. Ich kann und will nicht glauben, dass diese Kollegen als POM in Pension gehen müssen!

  42. “ Schwarzkräfte “ sind in einigen Bereichen wirklich erforderlich. Keine BPOLI in der Fläche hat Planstellen für z.Bsp Leitstellenbeamte.
    Entweder man ist konsequent und schafft diese ab und läßt die tatsächliche Leittselle in der Direktion alles machen oder man schafft dafür auch die Vorraussetzungen.

    Was ich aber wirklich schlimm finde ist, wenn sich Kollegen auf Gruppenleiter / SB er Positionen bewerben, die Stelle dann ziehen diese aber nie antreten.
    ( z.Bsp. Gruppenleiter hat keine Lust auf Nachtdienst etc… )

    Die Kollegen die die Arbeit tatsächlich machen, haben aber keinen Rechtsanspruch auf bessere Bewertung / frühere Beförderungen.

    Das Personalkonzept kann bei uns nie funktionieren, da sich keiner dran hält. Im Einzeldienst fangen die Planstellen ab A 8 an. Das bedeutet das der Kollege im mD zunächst im Verband arbeitet und anschließend in den Einzeldienst geht. Jetzt kommen aber junge PM / PM ìn in den Einzeldienst und die älteren Kollegen in den Verbänden haben langfristig keine Chance mehr.

    Hier sehe ich aber auch die Gewerkschaften in der Pflicht dafür zu sorgen wenn diese Kollegen schon Stellen im Einzeldienst sind dafür zu sorgen, dass sie spätestens nach einem Jahr nach A8 befördert werden. Eine Dienstanfänger wird nicht klagen….

  43. Hallo Weisheiten, da gebe ich Dir Recht. Die meisten aus dieser Zeit sin im gD und sogar im hD. Ganz wenige sind im mD. Ich selbst bin auch eine Wendeeinstellung. 1. Einstellung 91. Es gab aber auch Fälle, da sind Kollegen als POM mit Ostgehalt in Pension gegangen. Ich selbst kenne solch einen Fall.

  44. @R

    …“” Schwarzkräfte ” sind in einigen Bereichen wirklich erforderlich. Keine BPOLI in der Fläche hat Planstellen für z.Bsp Leitstellenbeamte.
    Entweder man ist konsequent und schafft diese ab und läßt die tatsächliche Leittselle in der Direktion alles machen oder man schafft dafür auch die Vorraussetzungen.

    Was ich aber wirklich schlimm finde ist, wenn sich Kollegen auf Gruppenleiter / SB er Positionen bewerben, die Stelle dann ziehen diese aber nie antreten.
    ( z.Bsp. Gruppenleiter hat keine Lust auf Nachtdienst etc… )

    Die Kollegen die die Arbeit tatsächlich machen, haben aber keinen Rechtsanspruch auf bessere Bewertung / frühere Beförderungen.

    Das Personalkonzept kann bei uns nie funktionieren, da sich keiner dran hält.“…

    Das ist eine Bull´s Eye – Beschreibung der derzeitigen Verhältnisse!

  45. Klare Ziele und Strategie , funktioniert DOCH bei der BPOL ! In einer Inspektion in NRW ist die stellv. DIenststellenleiterin zur Polizei NRW gewechselt.
    Respekt ! Das nenne ich definitiv Klare Ziele & Strategie !!!
    Leider wird das der Masse der Kollegen verwehrt.

  46. Klare Ziele und Strategie , funktioniert DOCH bei der BPOL ! In einer Inspektion in NRW ist die stellv. DIenststellenleiterin zur Polizei NRW gewechselt.
    Respekt ! Das nenne ich definitiv Klare Ziele & Strategie !!!
    Leider wird das der Masse der Kollegen verwehrt.

    Frau K.-S.?
    Ja, in diesen Bereichen ist alles möglich. Oder es wird eben möglich gemacht. Siehe PP in Berlin.
    Mich fragt keiner mehr, ob ich zur LaPo möchte. Würde ich mir sogar mit 49 Jahren noch antun.
    Glück auf, Kollegen

  47. Also manchmal scheint mir, dass hier alles so schlimm ist, und die Leistungsträger von den so bösartigen Vorgesetzten immer klein gehalten werden. Ich bin seit über 30 Jahren bei diesem Verein. Vom Wachtmeister bis Hauptkommissar (A 11 ) hat es immer Höhen und Tiefen gegeben. Wer, wie ich, das Glück hatte, frühzeitig zu einer Schwerpunktdienststelle zu wechseln, musste dort arbeiten und wurde auch dafür belohnt. (Frankfurter Topf). Natürlich war der Fahrweg und die Zeit zum Dienst eine Belastung. Andere Kollegen von mir haben den Schwerpunkt in der Abteilung gesucht und haben sich letztendlich nicht bewegt. Hier wurde halt mehr Wert auf die Nähe zur Heimat und zur Familie gelegt, was für diese Personen absolut in Ordnung war/ist.
    Bisher habe ich die hier so häufig unterstellte Bösartigkeit bzw. absolute Planlosigkeit von Vorgesetzten nicht festgestellt. Ich hatte wohl immer das Glück, menschliche Vorgesetzte zu haben. Es gibt selbstverständlich einige „Vorgesetzte“ die nicht die gewünschte Leistung bzw. die gewünschte Entscheidung bringen. Diese sind aber auch nur Menschen und in jeder Ebene sind Bessere oder Schlechtere vorhanden. Wenn sich jeder auf seiner Ebene selbst bewertet, findet er rechts und links neben sich immer Kollegen, die besser oder schlechter in der Leistung an dem jeweiligen Verwendungsort sind. Nur weil man verschiedene Hintergründe nicht hat, kann man oft Entscheidungen nicht verstehen.
    Ich bin froh, dass in den verschiedenen Gremien der GdP der Sachverstand vorhanden ist und weniger die emotionalen Regungen das Wort bestimmen.

  48. @ mr. barnes

    Gerne beantworte ich die einfachen Fragen:

    Sind sie mit Controlling zufrieden? ja
    Sollte Controlling abgeschafft werden? nein
    Wie finden Sie Controlling? sehr gut
    Belastet Sie Controlling? nein

    Grüße

  49. @ Controller

    Gerne werde ich mich als Demokrat der Mehrheit beugen und Controlling demütig annehmen so wie es ist.

    Aber bis sich da irgendwelche Mehrheitsverhältnisse abbilden, warte ich mal lieber eine/die Umfrage hierzu ab. Denn möglicherweise handelt es sich bei Ihrer Antwort um eine Einzel- oder zumindest um eine Mindermeinung (genauso verhält es sich natürlich mit meiner eigenen Meinung).

    Falls dann eine Mehrheit bei einer eventuellen Umfrage (und da setze ich große Hoffnung auf eine Initiative des hiesigen Kreisgruppenvorsitzenden) sich gegen Controlling entscheidet, dass dies ebenso akzeptiert und Controlling reduziert bzw. abgeschafft wird.

    Und ich beantworte hier gerne auch meine eigenen Fragen:
    Sind sie mit Controlling zufrieden? nein
    Sollte Controlling abgeschafft werden? ja
    Wie finden Sie Controlling? sehr schlecht
    Belastet Sie Controlling? sehr (extrem)

    Und ich hoffe natürlich, selbst wenn ich in der Mindermeinung wäre, dass das Nachfragen zur Akzeptanz, Transparenz und Sinnhaftigkeit von Controlling noch erlaubt ist. Oder ist dies ein Tabu.

    Zumindest scheint sich niemand dem Thema so richtig anzunehmen bzw. annehmen wollen/trauen.

  50. @ Controller
    Werter Kollege, ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber Du solltest Dich einmal mit dem Berufsbild eines Controllers vetraut machen. Wir leben nicht mehr im Jahr 1990 und das Anforderungsprofil an einen Controller beinhaltet mindestens ein BWL-Studium mit Bachelor- oder Masterabschluss.
    Die Arbeit eines geprüften Controllers umfasst die Bereiche Kostenrechnung und Kostenmanagement, Unternehmensplanung (inklusive Budgetierung), Jahresabschlussanalyse, Berichtswesen sowie Informationsmanagement, betriebswirtschaftliche Beratung sowie Führungsaufgaben & Moderation.
    Wer von den „selbstgeschnitzten“ Controllern unserer Organisation erfüllt diese Anforderung? wer soll deren Ergebnisse ernst nehmen?
    Es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Foren, dass sich die Probleme der BPOL aus den nicht deffinierten Kernaufgaben ergeben und jeder denkt unsere Organisation wäre die berühmte „eierlegende Wollmilchsau“, deren Zucht aber leider noch nicht gelungen ist.
    Das Controlling in der BPOL halte ich für reine Erbsenzählerei ohne jeglichen Mehrwert, weil hier permanent Äpfel mit Birnen verglichen werden.
    Das Ergebnis der Taschenspielertricks (Controlling?) mündet schlussendlich im sogenannten Pippi Langstrumpf-Modell (… jeder macht die Welt, wie sie ihm gefällt). Sorry Kollegen, das Ganze nehme ich schon lange nicht mehr ernst.

  51. @ feuer frei,

    werter Kollege du hat alles richtig gemacht und es gut getroffen. Leider ist dies in vielen Inspektionen nicht so. Ich war selber an einem groß Flughafen und fand die Arbeit interessant.
    Die Tätigkeit einer Flächeninspektion ist aber eher mit der der Schutzpolizei zu vergleichen.
    Werte mal die PKS eines Flughafens aus und vergleiche diese mit einer Flächeninspektion in NRW. Irgendwann wird bestimmt mal ein Controller was merken…. ( aber auch nichts ändern)
    Warum veröffentlichen den die Flughäfen nicht mal ein Lagebild mit den täglich angezeigten und bearbeiteten Straftaten ? In der Fläche wird das täglich gemacht.
    Bei Personalfehl kommen auch keine Zwangsabordnungen in die Fläche , es wird auf 12 Stunden Schichten umgestellt.
    Du hast für dich aber alles richtig gemacht !

  52. @ Controller

    Wenn man nur die Richtigen fragt, bekommt man auch die richtigen Antworten!