GdP solidarisch mit den Streikenden an den Flughäfen!

Bernardo Peters-Velasquez_pixelio.de

Bild: Bernardo Peters-Velasquez_pixelio.de

Berlin/Hilden. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, zeigt sich solidarisch mit den aktuellen Streikaktionen der privaten Sicherheitskräfte an deutschen Flughäfen. „Die Flugpassagiere zahlen jetzt den Wartepreis dafür, dass die Bundesregierung eine Mitschuld an den teilweise widerlichen Arbeitsbedingungen der Sicherheitskräfte an den Flughäfen trägt“, so Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirk Bundespolizei. „Wir haben volles Verständnis für die ver.di-Streikaktionen. Eigentlich müssten die Streikenden nach Berlin vor das Bundesinnenministerium ziehen – denn dort befindet sich der Ausgangspunkt des Problems.“

Nach GdP-Angaben wird seit Jahren die Passagier- und Gepäckkontrolle des Bundes schrittweise privatisiert. Der Bund baue eigenes Sicherheitspersonal ab und verkaufe sogenannte „Kontrollstunden“ an private Unternehmen. „Um Geld zu sparen, werden seit einiger Zeit nur noch bröckchenweise Kontrollstunden den Unternehmen bezahlt, verkleckert auf den ganzen Tag. So kann aber kein Mensch einen Beruf ausüben und erst recht nicht davon leben“.

Direkte Folgen der Vorgaben des Bundesinnenministers seien inakzeptabel anwachsende befristete Beschäftigungsverhältnisse und eine hire-and-fire-Mentalität in einem extrem sicherheitssensiblen Aufgabenbereich. „Das kann nicht hingenommen werden. Der Bundesinnenminister ist in der Pflicht, zum einen für Sicherheit und zum anderen für ordentliche Rahmenbedingungen und Beschäftigungsverhältnisse zu sorgen. Denn auch die privaten Sicherheitsleute arbeiten letzlich für sein Ministerium. Die Sicherheit der Passagiere ist keine ausquetschbare Sparzitrone und die Passagiere zahlen ihre Luftsicherheitsgebühr nicht für sklavenähnliche Beschäftigungsverhältnisse“, so Scheuring.

pdf Artikel zum ausdrucken

Share

Themenbereich: Über den Tellerrand | Drucken

4 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Der ver.di – Warnstreik war ein Nadelstich! Ziel die privaten Sicherheitsunternehmen, aber auch die Bundespolizei, welche diese perversen Arbeitszeiten fordert zu Treffen! Alle Menschen müssen mit einer Arbeit ihren Lebensunterhalt bewerkstelligen können!

    Matthias Böckenhauer, ver.di Hamburg

  2. ver.di Hamburg dankt der GdP Bundespolizei für die Solidarität, aber auch Teile der Bundespolizei sind für die „sklavenähnlichen Beschäftigungsverhältnisse“ verantwortlich! Von der Bundespolizei werden die Rahmenbedingungen für jeden Flughafen diktiert!

    Matthias Böckenhauer, ver.di, Hamburg

  3. Sehr geehrter Herr Böckenhauer,

    mit „Teile der Bundespolizei“ kann ich nicht’s anfangen. Nennen Sie bitte „Roß und Reiter“ und beschreiben sie, was man sich unter „sklavenähnlichen Beschäftigungsverhältnissen“ (diktierte Rahmenbedingungen) Fällen vorstellen muss!

  4. Sehr geehrter Herr Böckenhauer,

    aber hallo lieber Kollege, dass ist ja eine Aussage!

    Also das interessiert mich aber auch, wo unsere Beschäftigten und „sklavenähnlichen Beschäftigungen“ leiden!
    Da will ich aber auch Roß und Reiter wissen! Aber schnellstens!