Kommentar des Monats: Attraktivitätsprogramm III „Attraktivität für alle“

Jörg Radek, stellv. Vorsitzender der Gewerkschaft der PolizeiVon Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei

Die Menschen in der Bundespolizei leisten sehr gute Arbeit. Der Weg der bisherigen Attraktivitätsprogramme würdigt diese Leistung. Er ist jedoch noch nicht zu Ende … – In der Bundespolizei gibt es nämlich Gerechtigkeitslücken. Für eine Gemeinschaft, die einen gemeinsamen gesetzlichen Auftrag erfüllt, ein unerträglicher Zustand. Die Polizeiobermeister sowie die Verwaltungsfachangestellten stehen unter anderem als Gruppen dafür, dass es in der Bundespolizei Strukturen im Bezahlungssystem von Beamten und Tarifbeschäftigen gibt, die ungerecht sind.

Hier liegt die Ursache für Unzufriedenheit und Abwanderung. Aber die Bundespolizei braucht diese Menschen. Zur Wettbewerbsfähigkeit brauchen wir eine Attraktivität in der gesamten Bundespolizei: für jeden Einzelnen und an jeder Dienststelle. Eine bundesweite Organisation muss an ihren „Handicaps“ arbeiten. Dies gilt für die Bundespolizei, die Bundesfinanzpolizei und für die BAG gleicher maßen. Bei Letzteren müssen wir den noch weiten Weg über die Aufgaben und Ausbildung gehen. Doch wir gehen ihn.

Umfassenderer Anspruch …

Attraktivität für alle Menschen bedeutet: ganzheitlich, nachhaltig und auf der Höhe der Zeit, die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsgestaltung zu verbessern. In diesem Umfang ist auch eine bessere Anerkennung der Arbeitsleistung durch Bezahlung und Aufstiegschancen eingeschlossen. – Die Menschen brauchen diese Bestätigung.

Ein Attraktivitätsprogramm III konzentriert sich nicht nur auf Aufschichtungsverfahren. Die arbeitgeberseitige Anerkennung und Wertschätzung darf und kann sich nicht nur auf verbesserte Karriereoptionen beschränken.

Der Nachwuchs braucht bessere Chancen beim Einstieg in den Beruf. Diese Chancen dürfen sich in der Stellenstruktur, der Bewertung und den Aufstiegsverfahren für die Bereiche des Polizeivollzuges und der Polizeiverwaltung wiederfinden. Auch die Nachwuchswerbung muss stärker als bisher regionalisiert werden. Ein internes Kolleg-System kann einstellungshemmende Defizite bei der Bildung beseitigen.

Grundgedanken sind bekannt …

Kernpunkt ist die Verbesserung im Berufsverlauf. Ein gerechtes Beförderungsfortkommen lässt sich durch verbesserte Planstellenstrukturen, Abschaffung der Bundesobergrenzen, Anhebung von Eingangsämtern und durch ausbildungs- und berufsbegleitende Aufstiegsverfahren für alle realisieren.

Wir wollen die Bundespolizei durch Honorierung von Fortbildung über Qualifizierungsstufen zu einer „Regelaufstiegspolizei“ entwickeln.

Das Verfahren dazu soll familienfreundlich und wohnortnah organisiert werden. – Die Ansprüche an die Qualität der Arbeit sind in den letzten Jahren in allen Bereichen gestiegen. Insbesondere für die Tarifbeschäftigten muss hier eine Qualifizierungsoffensive ansetzen. Eine Personalentwicklung „Tarif“ ist nur möglich, wenn die Mitarbeiter durch Fortbildungsmaßnahmen in die Lage versetzt werden, den veränderten Anforderungen zu entsprechen. Eigene Initiativen sind durch den Arbeitgeber zu fördern und die Mitarbeiter entsprechend ihrer Qualifikation Tätigkeiten zu übertragen. Hierbei ist auch durch gezielte Werbung und Förderung der Wechsel von Tarifbeschäftigten in die Verwaltungsbeamtenlaufbahn eine Verbesserung der Attraktivität zu erreichen.

Doch „der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein“. – Eine gelungene Verbindung aus beruflichem Einsatz mit den Vorstellungen zur Gestaltung eines erfüllten Privatlebens rückt bei den Menschen immer mehr in den Vordergrund.

Die familiäre Fürsorge für die Kinder, aber auch für die pflegebedürftigen Angehörigen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Attraktive Arbeitsbedingungen ermöglichen den Freiraum für Familie, Freunde, ehrenamtliches Engagement, Hobbys, Entspannung und Erholung. Die Menschen brauchen beides: Familie und Beruf!

Wir wollen bessere Lebenschancen in den unterschiedlichen Lebensphasen. Dazu gehören: Kaufkraftausgleich für die Ballungsräume, Versetzungsschutz, Arbeitszeitmodelle, Lebensarbeitszeitkonten oder Teilzeitmöglichkeiten. Die Folgen einer „Rund-um-die-Uhr“-Organisation könnten durch Lebensarbeitszeitmodelle oder Teilzeitmodelle aufgefangen und gemildert werden, die das Erschwernis und das Alter berücksichtigen. Die Menschen müssen gegen die Folgen von unregelmäßigen Arbeitszeiten und Einsatzdiensten durch altersgerechte Gesundheitsvorsorge gestärkt werden.

Die Arbeit der Bundespolizei ist die Summe hervorragender Einzelbeiträge. – So umfassend gestaltet sich auch die Attraktivität für alle.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

25 Kommentare
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  1. Des Pudels Kern:

    „Gleiches Geld für gleiche Arbeit!“

    …und schon ist ein nicht unerheblicher Unzufriedenheitsfaktor beseitigt.

    So lange es noch eine Zwei- und Dreiklassengesellschaft innerhalb der jeweiligen Laufbahnen gibt, mit Gewinnern und dementsprechend auch Verlierern kehrt keine Ruhe ein.
    Wer in „jungen Jahren“ die Karriereleiter hoch geschossen ist und mit 30 o. 35 Lenzen seinen PHM`Z erhalten hat ist zunächst zu beglückwünschen. …aber, dann sitzt dieser „junge PVB“ zusammen mit 40- und 50zig-jährigen POM`s zusammen in einer DG und ausgerechnet die älteren sollen sich die Hacken Wund laufen, damit sie in die nächste Besoldungsstufe gelangen. …und der Jüngere beschwert sich auch noch ausbefördert zu sein und von daher ihm jegliche Motivation fehle mehr zu tuen als die älteren Kollegen. Leider Realität und keine Satire in unserer Inspektion!

  2. Sehr schöner Kommentar!
    Wenn nur 50 %, der hier vorgestellten Problembehandlungen, umgesetzt würden und dazu noch dienststellenbezogenen Rahmenbedingungen wie technische Arbeeitsplatzausrüstung, persönlich zugewiesene Ausstattung usw. verbessert würden, wäre diese Organisation auf dem richtigen und zukunftsorientierten Weg.

  3. Sei dem „Jungzler“doch gegönnt das sich sein Einsatz mal gelohnt hat.
    Dieses propagierte ELB findet ja tatsächlich noch manchmal statt.
    Sollte man das kritisieren?
    Ich denke nicht.

    Hat der jüngere PHM etwas richtig gemacht oder der lebensältere POM was falsch?
    Die Antwort wird wohl in der Mitte liegen.
    Im m.D. wird der Maßstab für berufliches Weiterkommen sowieso eher etwas abstrakt angelegt.
    „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ klingt schön, ist aber eine Illusion.

    Ich gönne jedem der sich aktiv einbringt, das dies auch belohnt wird.
    So würde man es sich wünschen.
    Das wären klar verlässliche Parameter.
    ELB ist aber in der dienstlichen Realtität oft ein zermürbender Kampf welches sich nicht unbedingt ausszahlen muss.
    Vor allem wenn eine Quote vorgibt wer gut und wer schlecht ist.
    Wenn man das aber ändern möchte braucht es kein neues Attraktivitätsprogramm.
    Eine gründliche Reform unseres Beurteilungssystems sollte der Anfang sein.
    Solange der „Nasenfaktor“ bei der Beurteilung dominiert, wird nie Ruhe ins Haifischbecken kommen.

    Die ganze Thematik ist einen riesige Baustelle.

    Mit den Attraktivitätsprogrammen hat man auf dieser „Baustelle“ mit dem Dachstuhl angefangen während das Fundament noch nicht mal in Angriff genommen wurde.
    So gibt das kein stabiles Gebäude in dem man sich wohlfühlen kann.
    Löblich das sich die Architekten der Gewerkschaften wenigstens der Sache aktiv annehmen und das auch mit Weitblick und Sinn für eine ausgeglichene Statik.

  4. @ Jörg,
    ein sehr schöner Kommentar des Monats und absolut berechtigte Forderungen. Während sich das BPOLP selber als Bundesoberbehörde in den Olymp gehoben hat und im gleichen Zuge 40% der B-Besoldung angehoben hat, wurde im Rahmen der Neuorganisation der Verwaltungsbereich zusammengekürzt und die Beschäftigten im Tarifbereich mussten z.T. Runtergruppierungen hinnehmen, um überhaupt heimatnah verwandt zu werden.
    Eure Forderungen werden sich sehr wahrscheinlich mit der Regierung und Führung kaum umsetzen lassen, also warten wir auf den Sommer :-)

  5. @Marco,
    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Besonders ist das in BPOL-eigenen Küchen zu spüren. Ein grosser Teil der Stellen für Küchenhilfskräfte wurde mit KW-Vermerk versehen. Der Rest sind die Dummen, die immer mehr Arbeit
    mit immer weniger Leuten schaffen soll. Und wofür: damit einige B-Stellen eingerichtet bzw. angehoben werden konnten!
    Im September ist Wahl, bedenkt das alles bei Eurer Stimmvergabe……..

  6. War es nicht schon immer beim BGS / BPOL so, dass alles was nichts mit direkter Polizeiarbeit zu tun hat, besser bezahlt worden ist ??? ( Furier / WT ABC / KFZ etc ) .

    Bei uns ist die BPOL so attraktiv, dass Ihnen sogar der hd weggelaufen ist.

  7. Attraktivitätsprogramm?? Ich war beim ersten Lehrgang des GSPO dabei und habe bestanden. Der Lehrgang in NZ war ein Qual. Im Nachhinein frage ich mich, wozu das Ganze. Ein Lehrgang mit Prüfung, der Kapazitäten an den Schulen und Trennungsgeld kostet, der Beamte muss auch noch während der Zeit ersetzt werden. Und nach bestandenem Feststellungsgespräch macht er dieselbe Arbeit wie vorher. Da ein entsprechender Dienstposten vorhanden sein muss, um überhaupt zugelassen zu werden, ändert sich für den Beamten bis auf die Amtsbezeichnung nichts. Was ist daran bitte attraktiv?

  8. Ich bin überzeugt davon, dass bei der BPOL soviel PVB vollzugsfremde Aufgaben wahrnehmen, wie bei keiner anderen Polizei in Deutschland. Mag sein, dass dies immer noch aus unseren ehemaligen Wurzeln des BGS hervor geht.
    Aber durchaus wären bei einer Übertragung dieser Aufgaben an TVöD oder VB, die 1000 PVB mehr auf der Straße (oder Fliesen, beim Flughafen)!

  9. @ Marco
    Du hast Recht, gerade in unseren Küchen ist es besonders eng. Der BPR konnte auf Initiative der Gesamtpersonalräte Akademie und Bundesbereitschaftspolizei eine aktuell geplante Streichung von kw-Dienstposten zunächst verhindern. Ziel ist es, den Personalbedarf der Küchen erneut zu berechnen. Wir sind der Auffassung, dass sich seit der Erstellung der Küchenkonzeption vor fast 10 Jahren sowohl die Verpflegungszahlen als auch die Belastungen durch Einsatzunterstützung deutlich erhöht haben.
    Deshalb wollen wir auch in den kommenden Wochen dahingehend verhandeln, temporäre Lösungen zur Linderung der aktuellen besonderen Personalnot zu erreichen.

  10. Worin liegt eigentlich das Problem, wenn zum 01.03. alle den Dienstposten bekommen, dessen Aufgabe sie gerade wahrnehmen?

  11. @ Weisheiten…

    m. E. liegt das Problem darin, dass Jahren verstreichen bis -hierzu- eine Anderung eintreten wird. Nichts, aber auch garnichts hat sich bei BMI, sprich BGS, BPOL, von Heute auf Morgen geändert!

  12. @Weisheiten

    Was ist denn das für ein Gerücht, dass zum 01.03. alle den Dienstposten bekommen dessen Aufgabe sie gerade wahrnehmen ?
    Woher kommt das ? Weisst du da was genaueres ?

  13. @Weisheiten

    Worin liegt eigentlich das Problem, wenn zum 01.03. alle den Dienstposten bekommen, dessen Aufgabe sie gerade wahrnehmen?

    Wie soll denn das gehen. Zwei Drittel der Jobs gibt es ja gar nicht in der wirklichen Welt! LOL

  14. Wie ist eigentlich der aktuelle Stand der Reform ? Wer kann da mal Auskunft geben ? Wann werden die letzten offenen Stellen ausgeschrieben und wer kann sich dann darauf bewerben ?

  15. @noch ein POM,

    genau hier triffst du den Nagel auf dem Kopf!

    Keiner weiß darüber Bescheid und niemand kann dir da mal schnell Auskunft geben… oder meinst du allen Ernstes dass dort „oben“ die Rechte weiß was die Linke tut?

  16. Die Umsetzung der Maßnahmen nach Ziffer III.6 der Dienstvereinbarung zur Neuorganisatiion sind planerisch abgeschlossen. Gegenwärtig wird eine Liste vakanter Dienstposten erstellt. Die Kategorisierung der Dienststellen wird nicht mehr angewendet. Die Liste mit den Vakanzen wird dem BPolP zur Bewertung von Ausschreibungsprioritäten zugeleitet. Problematisch ist dabei die nachwievor vorhandene Schere zwischen Dienstposten und Planstelle/ Menschen . Es soll ein einheitlicher Ausschreibungstermin für alle BPOLD´n festgelegt werden.

  17. Was mir rätselhaft erscheint:
    Wir haben so viele Dienststellen innerhalb der BPOL und Monat für Monat gehen Kollegen in den Ruhestand. Aber wo werden diese DP wieder ausgeschrieben, was kommt an im Intranet unter Stellenausschreibungen? Nix! Die heimatnahen Inspektionen in meinem Fall, haben noch nie eine Stelle ausgeschrieben. Was passiert hier? Werden die vererbt?
    Gruß Torsten

  18. @Jörg Radek

    Danke für die Auskunft Jörg.
    Wie ist es zu verstehen, dass die Kategorisierung der Dienststellen nicht mehr angewendet wird ?
    Heisst das, dass es keine 100, 82,5 und 75 Prozentdienststellen mehr gibt ?
    Gruß noch ein POM

  19. Es wird nur über Beamten gesprochen, im Tarifbereich sind Einsparungen in „Millionenhöhe“ durchgeführt worden!
    Kürzungen…Kürzungen…., der Innendienst von BPOL’in ist mit Beamten „vollgesogen“, Bereiche die keine Polizeiausbildung brauchen, könnten vom TB abgearbeitet werden! Nein vorhandenen Stellen werden „runtergruppiert“!!
    Bereiche wie Liegenschaft wurden beim ODP nicht berücksichtigt, wo bleibt der Handwerker für eine Flächeninspektion?
    In der Realität ist die Problemlösung im Liegenschaftsbereich über Direktion und BImA nur schwerlich zu lösen!!
    Es wäre eine Kosteneinsparung mit der Gestellung eines Handwerkers für die Inspektionen zu erzielen!! Man müsste mal mit der Basis sprechen und sich nicht von „Verkappten“ politischen Beamten die Narrenkappe aufsetzen zu lassen!
    Was ist mit der Entgeltordnung? Vergleicht mal den Tarif Bund mit dem Tarif Ländern!!
    Geht die Sachen an, zeigt mal, dass Ihr auch für den Tarif da seid!

  20. Ja bei der jetzigen Bundespolizei hat sich schon was getan damals wo sie noch Bundesgrenzschutz hieß mußte man 10 – 12 Jahre auf den Obermeister hinarbeiten, heute bekommt man ihn nach ca. 6 Jahren Arbeit also haben wir doch nur den PM Bauch zum POM Bauch gemacht.
    Was bringt den ein Attraktivitätsprogramm ( Aufstieg/ aktuell) wenn man gesagt bekommt sie haben das EAV bestanden dürfen aber aufgrund fehlender Lehrgangsstellen nicht antreten hoffen sie mal auf nächstes Jahr wenn da nicht Leute dabei sind die besser waren. Da fehlt mir die Attraktivität und auch die gute alte Verlässlichkeit des Wortes, soll man jetzt 4 Jahre nur im ersten Halbjahr Urlaub machen, weil es vielleicht passieren kann das man auf den Aufstieg geht, die Familie wird es einem danken.
    Ich denke bei allem was passiert ist in der Vergangenheit hat sich einiges gebessert aber im Punkt Personalplanung hat die Bundespolizei mal sauber versagt und das trotz der ganzen Reformen oder gerade wegen dieser??

  21. @18 Ja, dass ist richtig.

  22. radek 8. Februar 2013
    @18 Ja, dass ist richtig.

    ….das ist zwar richtig , Jörg, es bleibt aber die Frage, was das nützt, wenn nun dann die Ausschreibungen priorisiert, kategorisiert oder sonswas …iert werden! Denn die Planstellen-/Dienstpostenschere hat sich ja noch nicht geschlossen! Es wird also darauf hinauslaufen, dass nach einer neu zu erstellenden Priorisierung lediglich ein begrenztes Kontingent der Dienstposten ausgeschrieben werden kann, nämlich bis zur Auffüllung des derzeitigen Planstellenbestandes. Bleibt natürlich die Frage, wie diese Priorisierung aussehen wird…? Mich persönlich sollte es sehr wundern, wenn diese massgeblich von der bisherigen Kategorisierung abweichen sollte…

  23. @19
    Ich kann den Frust verstehen. Zur Klarstellung für dich und alle anderen Kollegen , ob Marco, BPOLKOCH, Torsten oder eben für dich Kaiser Franz, wir als GdP Bezirk Bundespolizei aber auch die Grosse GdP Bund haben alles daran gesetzt um zu verhindern, dass der Arbeitgeber mit uns Tarifbeschäftigten eben nicht machen kann was er will.
    Aktiv haben wir, die Tarifbeschäftigten aber auch die Vollzugs- und Verwaltungsbeamten, uns eingebracht bei der Erarbeitung einer neuen Entgeltordnung die kurz vor ihrer Inkrafttretung steht. Hier bitte ich um Nachsicht, dass wir noch keine Details nennen werden um die bevorstehenden Tarifverhandlungen nicht zu gefährden. Wenn auch hier die Länder von betroffen sind, so solltet ihr wissen, dass auch wir als Bezirk Bundespolizei unseren Beitrag mit einbringen werden.
    Als Vorsitzender der Tarifkommission der GdP – Bezirk Bundespolizei war ich in der Ausarbeitung dieser neuen EGO beteiligt. Und wie gesagt wir stehen kurz vor dem Abschluss. Am 7.03. oder 08.03.2013 wird die EGO von beiden Seiten unterschrieben. Dann gilt es für die Arbeitgeberseite zu handeln und für uns als Gerwerkschafter/Personalratsvertreter ein wachsames Auge auf die Umsetzung der neuen EGO zu halten. Ein Vergleich mit dem TV-L kann man nicht ziehen, weil die Kolleginnen und Kollegen andere geartete Vorraussetzungen haben. Ich greife dabei u.a. die Problematik der Bundespolizeiorchester gegenüber ihren Länderkollegen als Bsp. auf, auf das ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht näher eingehen werde. Auch die Problematik der Küche hat ja Heinz Selzner (nebenbeigesagt ein PVB) hier beantwortet. Und ich bin dankbar dafür, das es auch gerade unsere Kolleginnen und Kollegen, ob aus dem Vollzug oder dem VB-Bereich sind, die uns Tarifbeschäftigte hier in dieser und anderen Angelegenheiten unterstützen. Der Vorsitzende des BHPR hat in vielen Gesprächen die TB nicht aus dem Auge verloren.
    Ich bitte dich also lieber Kaiser Franz in Punkto EGO noch um Geduld. Solltest du keine Geduld mehr haben, dann ruf mich einfach an.

  24. Wer sich einbildet, dass vor der Wahl noch was passiert…….
    Spätestens nach der Wahl, werden wieder neue Köpfe die alten Probleme unter den großen Teppich kehren und fertig.

  25. Gibt es eigentlich einen Termin wann die freien Stellen für alle ausgeschrieben werden ?