Witthaut: Aggressive Autofahrer können nur mit mehr Polizeikontrollen gebändigt werden

Bild: Arno_Bachert_pixelio.de

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GdP zum Verkehrsgerichtstag in Goslar:

Berlin. Nur eine verstärkte Präsenz der Polizei auf Deutschlands Straßen und eine Erhöhung der Kontrolldichte könne nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) dafür sorgen, dass die zunehmende Aggressivität im Straßenverkehr nicht weiter ausgelebt werde.

GdP-Chef Bernhard Witthaut: „Je weniger Polizei im öffentlichen Raum und auf den Straßen sichtbar ist, umso geringer wird das Risiko, bei der Verletzung von Regeln erwischt zu werden. Das führt dazu, dass Regeln überhaupt nicht mehr beachtet und Gesetze übertreten werden. Die Leidtragenden sind wir alle.“ Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt, dass sich der am Mittwoch in Goslar beginnende 51. Deutsche Verkehrsgerichtstag den „Aggressionen im Straßenverkehr“ als zentralem Thema widme.

Witthaut: „Höhere Strafen und schärfere Gesetze bringen nichts. Die Experten sind sich bereits jetzt einig: Wir haben kein Gesetzesdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit.“ Der GdP-Vorsitzende plädierte an die Länder, kein Personal bei der Polizei mehr abzubauen, sondern es im Gegenteil zu verstärken.

Auch die Automobilclubs, so Witthaut, machten sich für mehr Kontrollen stark. Die aggressiven Fahrer müssten angehalten und direkt mit ihrem Verhalten konfrontiert werden. Witthaut: „Wenn Verkehrsexperten ein Drittel der Unfälle mit Todesopfern auf aggressive Fahrweisen zurückführen, ist es Zeit, endlich zu handeln.“

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Themenbereich: Aus dem Bundesvorstand | Drucken

6 Kommentare
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  1. Aber leider nicht unser Part und deshalb nicht ganz so wichtig hier in diesem Bereich. Oder wisst Ihr mehr?

  2. …Aggressive Autofahrer können nur mit mehr Polizeikontrollen gebändigt werden“. Na da liegen wir ja mit unserm operativen Personalschwund und den allgemein üblich gewordenen Polizeireformen auf Länderebene (mit ihren immer gleichen Ergebnissen) ja genau richtig.
    Aber vielleicht gibt es ja eine Idee 21 wie man das Autofahrerproblem von Berlin aus „zentral“ regeln kann – ohne, die ohnehin schon „zu vielen Beamten“ noch weiter aufzustocken und die damit verbundenen „emensen Kosten“ für die Steuerzahler ausufern zu lassen.
    Das Geld ist auch weit besser in neue Projekte der öffentlichen Hand angelegt….

  3. hallo,

    warum nicht mit eingebunden werden???wir fahren ja mit autos in unserem bereich und da steht polizei drauf….und wenn es in unserem bereich absolut ruhig ist,warum nicht für verkehrssicherheit sorgen….

    jetzt kommen bestimmt wieder die kritiker der zuständigkeiten,kann doch alles gelöst werden….

    nur eine befürchtung ist ja da,wenn wir es dürften,dann würden einige nur diesen part machen und die eigene originäre aufgabe evtl vernachlässigen…
    aber ein versuch wäre es doch mal wert

  4. @keycount:

    „jetzt kommen bestimmt wieder die kritiker der zuständigkeiten,kann doch alles gelöst werden….“

    wird es aber nicht! dafür sorgen schon die länder in der imk. bei einschlägigen owi´s haben wir nicht mal ein anhalterecht. toll für den anderen verkehrsteilnehmer, welcher mit ansieht wie die bupo das alles untätig zur kenntnis nimmt. war alles schon mal da. dafür wurden schon buschisten angeklagt. auch wenn herr witthaut recht hat. nur eben nicht nicht mit der bundespolizei.

    gruß

  5. genauso ist es,die länder wollen das nicht,um gottes willen…ja,dann sollen die doch endlich bei uns das wort polizei entfernen,zumindest von den autos……ist jaecht peinlich,wenn man etwas sieht was nicht in ordnung ist,und wir bekommen einen roten kopf tun so,als ob wir nichts gesehen haben…

    da schütteln die anderen autofahrer nur den kopf…peinlich peinlich….

  6. Tja, wir haben halt das Brot, die Buttter aber die Wurst fehlt halt;-)
    Jeder IM der Länder ist doch froh und stolz über seine „eigene“ Polizei. Da kann doch nicht der Grenzschutz kommen und ihm die Arbeit weg nehmen. Können wirklich froh sein, dass wir gnädigerweise die Luftsicherheit in einigen Ländern übernehmen durften. Jetzt reicht´s aber auch.

    MfG