Aufstieg vor Einstieg

Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei

Josef Scheuring

Die Wirkungen des Attraktivitätsprogramms II für die Bundespolizei laufen zum Jahr 2014 aus. In zehn Jahren wurden der Anteil gehobener Dienst für die Bundespolizei auf 40 % erhöht und insgesamt 25.000 zusätzliche Beförderungen, vornehmlich im mittleren Polizeidienst, aber auch 700 zusätzliche Beförderungen nach A 12, sowie 200 zusätzliche Beförderungen nach A 13 durchgeführt.

Die tiefen Wirkungen des Attraktivitätsprogramms werden erst dann deutlich werden, wenn dieses Programm nicht mehr wirkt. So werden im Jahr 2015, dem ersten Jahr nach dem Attraktivitätsprogramm II lediglich 350 Planstellen für den gehobenen Dienst verfügbar sein. Zweihundert dieser Stellen sind bereits jetzt für die Kolleginnen und Kollegen vorgesehen, die im Jahr 2012 zur Ausbildung für den gehobenen Dienst eingestellt wurden. Damit sind nach Berechnung des Bundespolizeipräsidiums Potsdam lediglich ca. 150 Stellen für Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden. Eine solch geringe Anzahl an Aufstiegsmöglichkeiten hat es seit Ende der achtziger Jahre nicht mehr gegeben. In der Folge hat die Bundespolizei auch entschieden, dass Bewerber für den Aufstieg in den gehobenen Dienst trotz bestandenen Eignungsauswahlverfahrens nicht zugelassen werden.

Ohne ein weiteres Attraktivitätsprogramm, das auf die Tarifbeschäftigten, die VerwaltungsbeamtInnen und den höheren Polizeidienst ausgeweitet werden muss, wird sich die Bundespolizei in eine massive Perspektivlosigkeit hineinmanövrieren: Die heute schon schlechten Entwicklungsmöglichkeiten gerade für die unteren Einkommensgruppen werden sich noch weiter verschlechtern. Die Bundespolizei wird dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Deshalb ist es dringend geboten:

a.) die einengenden Planstellenobergrenzen im mittleren Dienst gerade auch von A 8 nach A 9 nach oben zu öffnen,

b.) den Anteil gehobener Dienst in einem weiteren Schritt auf 50 % zu erhöhen,

c.) erstmals ein Attraktivitätsprogramm für den Tarifbereich zu entwickeln,

d.) die Planstellenobergrenzen für Bundesoberbehörden für den Gesamtbereich der Verwaltung der Bundespolizei wirksam zu machen und

e.) den Anteil höherer Dienst auf 2 % zu erhöhen.

„Das Bundespolizeipräsidium Potsdam hat offensichtlich die Problematik der Sache ein Stück weit erkannt und erstmals weitergehende, eigene Haushaltsforderungen für den Bundeshaushalt 2014 für den Personalbereich entwickelt. Das ist ein guter und wichtiger Weg. Das notwendige Attraktivitätsprogramm III kann damit auf den Weg gebracht werden. Im Übrigen ist es, auch aus den Erfahrungen mit den Nichtzulassungen zum Aufstieg in diesem Jahr, notwendig, dass erst die Summe der geeigneten Aufstiegsbeamten in der Bundespolizei für den jeweiligen Jahrgang festgestellt wird, bevor dann entschieden wird, wie viele Einsteiger für den gehobenen Dienst in die Bundespolizei eingestellt werden. Es ist nicht akzeptabel und stellt eine deutliche Benachteiligung der sich in der Bundespolizei befindenden und für die Aufstiegsausbildung geeigneten Kolleginnen und Kollegen dar, wenn ihnen die Aufstiegsausbildung dadurch verweigert wird, dass zukünftig für den gleichen Arbeitsplatz jemand von außen in die Bundespolizei eingestellt wird. Einer solchen Praxis können die beteiligten Personalvertretungen schon aus Gründen des Benachteiligungsgebots nicht zustimmen. Man kann aber auch in einer Organisation wie der Bundespolizei, die derzeit bis zu 60 % ihrer Bewerber mit Abitur einstellt, nicht hinnehmen, dass gleichzeitig die bisherigen Aufstiegsmöglichkeiten radikal reduziert und damit entscheidende berufliche Entwicklungsmöglichkeiten verbaut werden“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, in Berlin.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

28 Kommentare
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  1. Verzeihung, aber was nützt der ganze Krimskrams mit allen möglichen Aufstiegsverfahren und gehobenen oder gar geöffneten Planstellenobergrenzen, wenn auf Jahre hinaus nicht befördert werden kann, da es nicht mehr DP-Unterlegungen gibt und sich alles staut? Außerdem: Wenn ich bei der BPOL halt mal als KSB eingestellt werde und dann als echter „Gehobener“ kaum Aussichten auf einen zeitnahen Führungsdienstposten habe – „Studium“ hin oder her…..wußte ich das vorher. So viele „Häuptlingsstellen“ (40%) gibt’s halt nicht.

    Gruß
    Rodeh

  2. @Rodeh
    Wenn bei der großen Anzahl der in den Ruhestand versetzter Kollegen nur quasi 150 Beförderungsmöglichkeiten (also auch für dich z.B. vom PK zum POK) bestehen, bekomme wir ähnliche Zustände wie bei der LaPo Niedersachsen mit ca. 10 Jahre Wartezeit auf den POK unabhängig guter Leistungen!
    Auch im Vergleich zu anderen Länderpolizeien war die Bundespolizei Dank der GdP und der von ihr entworfenen Attraktivitätsprogrammen I und II gut aufgestellt. Darum gilt es nun zu kämpfen, dass diese gute Arbeit und Entwicklungsmöglichkeiten fortgeführt und für Verwaltungsbeamte sowie für den Tarifbereich übernommen werden.
    Das ist ein riesen Baustein, den wir gemeinsam fordern müssen, durchsetzen werden und von dem wir gemeinsam profitieren werden.
    Denn die Möglichkeiten auf Förderung, Entwicklung und Perspektive ist Grundlage für engagierte und motivierte Mitarbeiter. Es dient auch der sozialen Absicherung, denn neben guten Tarifabschlüssen sind Beförderungsmöglichkeiten die Grundlage für persönliche und familienplanerische Entwicklungsmöglichkeiten und letztendlich auch die Absicherung im Alter. Es geht also um sehr viel und dieses können wir nur gemeinsam und geschlossen erreichen.

  3. Was wird eigentlich für den bzw. gegen den POM-Bauch gemacht ?
    Der mittlere Dienst hat in dieser Organisation fast überhaupt keine Perspektiven mehr !
    Wann werden endlich die freien Dienstposten ausgeschrieben ? Der Schritt 3 ist doch schon lange abgeschlossen.

  4. Lieber Josef Scheuring,

    einige die ich kenne und ich selbst, würden ja gerne vom mD in den gD aufsteigen, ABER aufgrund des Dienstgrades und Alters, können viele nur den „Ausbildungsaufstieg“ absolvieren. Dazu kommt noch, dass ich und einige Kollegen aus Süddeutschland kommen, d. h. lange Anfahrtswege nach Brühl und Lübeck.

    Nun, entweder lässt man über zwei Jahre seine Familie im Stich und wird nach A9 befördert (nach dem Aufstieg) oder man entscheidet sich für die Familie und Kinder und stellt sich mit A8 in die ca. 8000 POM-Warteschleife ohne Aussicht auf Beförderung.

    Was ist besser???

    Wer eine bessere Bezahlung für die Kolleginnen und Kollegen möchte, der sollte endlich die Planstellenobergrenzenverordnung abschaffen und mehr Beförderungsmöglichkeiten nach A9 und A9z schaffen.

    Gerade zum Thema „bessere Bezahlung“ im Zusammenhang mit der Änderung der Erschwerniszulagenverordnung muss man ein totales Versagen auf der politischen Ebene feststellen. Seit Herbst/Winter 2011 hat sich inhaltlich kaum etwas geändert.

    Es hätte endlich einen etwas besseren Ausgleich für Schichtdienstleistende bedeutet und das Ergebnis ist bis heute 0!

    Lieber Josef, liebe GdP, es wäre schön, wenn man hier auch nochmal nachhaken könnte!

    Danke!

  5. @ Marco

    Soweit ich das richtig gelesen habe, handelt es sich oben im Text nicht um Beförderungsmöglichkeiten,

    sondern um Aufstiegsmöglichkeiten, vom mD in den gD.Und der Unterschied ist schon erheblich,
    lasse mich aber gerne verbessern.

  6. Was regt ihr euch alle auf. :-)

    Ich bin 45 Jahre alt und POM.

    Wer will mir noch eine Perspektive geben??????

    Um es vorweg zu nehmen. Ich hatte mich für ein gesundes Familienleben entschieden.

    Eigentlich möchte ich nur mein Endamt im mD. erreichen . PHM Z.

    Aber was solls, aus Gnaden ein POM sein. Ich will nicht meckern.

    ( Ich hoffe man liest die Ironie heraus )

  7. vorausschicken möchte ich , dass dies keine Kritik an den bisherigen und auch zukünftigen Attraktivitätsprogrammen sein soll!
    Weil nach meiner festen Überzeugung die GdP-Bundespolizei, was berufliche Fortentwicklung anbetrifft, durchaus die Vorreiterrolle, auch innerhalb der GdP, einnimmt!
    Was es bedeutet, wenn man die Entwicklung verpennt, kann man sehr deutlich an den Entwicklungen in einigen Länderpolizeien ablesen, die sich von der allgemmeinen Einkommensentwicklung, und auch der innerhalb der Polizeien, haben abkoppeln lassen!
    Hier hat die GdP-Bundespolizei gewiss nicht gepennt! (Und das sage ich ganz bewusst als jemand, der damals zu den glühendsten Gegnern einer Ausgliederung aus den Landesbezirken gehörte; – da lag ich falsch! -Wir sind heute gewerkschaftlich erheblich weiter als einige, wenn nicht gar die meisten Landesbezirke!)

    Ich glaube allerdings trotzdem nicht, dass wir auf Dauer mit einem weiteren Attraktivitätsprogramm, III, IV usw. aus der Krise finden werden, da wir damit nicht an die Wurzeln der Unzufriedenheit gehen: Diese liegen, zumindest teilweise, eben nicht nur in den Einkommensverhältnissen begründet, sondern eher in dem richtungslosen Gemischtwarenladen Bundespolizei , der wir zumindest seit den letzten beiden Reformen sind….Wenn wir uns wieder wohler fühlen wollen, so müssen wir zunächst mal wissen, wo´s langgeht!
    Ist ja nett, dass das BPOLP jetzt endlich mal die Finger aus dem ***** bekommt und eigene Haushaltsforderungen stellen will!
    Uns ist aber schon klar, dass über diese eine neue Bundesregierung befinden wird?
    Dranbleiben ist o.k. , aber bitte nicht glauben, dass das schon die halbe Miete ist!

    Es solte auch nicht dazu führen, dass wir uns mit dem durch die Reform III angerichteten Chaos arrangieren, sondern so lange nicht aufhören, dieses zu hinterfragen, bis zumindest ansatzweise mal eine Spur von Einsicht erkennbar wird! (Aus den Kurzberichten zur Evaluierung war diese jedenfalls bislang ebenso nicht , auch nicht ansatzweise, herauszulesen!)

    Garnicht auszudenken, was man gemeinsam auf die Beine stellen könnte, wenn zum vernünftigen gewerkschaftlichen Ansatz eine vernünftige dienstliche Schiene und vor allem eine nicht völlig unvernünftige politische Schiene hinzukäme!

  8. hallo,
    ich bin bald 51 jahre alt und noch immer pom……bin im 2 jährigen aufstiegstverfahren,aber musste einmal nachschreiben…ich muss mir das antun,da ich keine andere möglichkeit habe a 9 zu werden……sollte ich es nicht schaffen und durchfallen,dann ist pom mein endamt……

    was ist denn mit den pom..egal welchen alters…..so wie ich das sehe,denkt an uns keiner……nein,als phm konnte man den 1/2 jährigen machen,super..und der pom,der älter oder genauso alt ist…nur den langen weg,und für manche halt nur den schwierigen praxisaufsteig…

    denkt bitte an die pom

    gruß

  9. Wenn schon Bpol & lapo unterschiedliche Besoldungen haben sollte auch freier Wettbewerb um Mitarbeiter herrschen.

  10. Gut geschrieben Gerhard, recht hast du!
    Die GdP-Bundespolizei hat gewerkschaftlich wirklich schon viel erreicht. Aber unsere Krise ist tatsächlich der Richtungslosigkeit der BPOL geschuldet. Reformen die schlichtweg versagen und das fehlende Eingeständis, der Verantwortlichen. Hauptsache es läuft irgendwie. Was soll die Richtung sein, bleibt die große Frage?

    Aber warum werden GL-Posten bis A11, DGL-Posten bis A13 freigegeben, die IL sind hD A13/14 und beim KSB u. PVB in der Gruppe bleibt alles beim Alten. Nur weil der mD bei A9 endet? Dort ist immer noch die Masse der Leute und holt die Kastanien aus dem Feuer.

  11. Es ist wirklich eine Schande, dass es in der Bundespolizei noch Kollegen mit 45, 50 oder noch älter gibt die immer noch POM sind. Da hat die Führung und die Politik total versagt.
    Andererseit laufen teileweise PHM herum die schon unter 30 befördert wurden. Wie kann das sein ?

  12. @Marco (2.)

    Dein Optimismus in allen Ehren, aber „durchsetzen“ werden wir gar nichts. Wir können hoffen ein paar Krümel mehr zu erhalten, dann ist der Michel für’s nächste Jahr ruhig gestellt. Das sagt mir meine 30-jährige Diensterfahrung und ich glaube die meisten wissen auch, dass das halt mal so läuft wie auf ’nem türkischen Teppichbasar. Und weil es in dem Bereich von Potsdam bis ins BMI so viele Zwischenhändler gibt, kann man froh sein, wenn überhaupt etwas hängen bleibt. Außerdem: Ich glaube, bei der Anzahl der Baustellen die wir bei uns haben, ist es bei uns wie in den Verkehrsministerien. Die Führung hat vollkommen den Überblick verloren. Aber im Vergleich zur freien Wirtschaft dürfen wir echt nicht meckern. Wird mir zumindest oft so gesagt.

    Gruß
    Rodeh

  13. @keycount
    Respekt!! Das du dir dass noch an tust.

  14. @noch ein POM

    „Andererseits laufen teileweise PHM herum die schon unter 30 befördert wurden. Wie kann das sein ?“

    Das Problem der „jungen“ PHM und PHMz ist, dass diese bis zu ihrer Pension die Quote in der Bundesobergrenzenverordnung blockieren.

    Zur Zeit ist es so, dass gem. Bundesobergrenzenverordnung nur 50% A9 und A9z sein dürfen, d. h. wenn nun ein ca. 30 Jähriger A9 wird und somit zu diesen 50% gehört, dann kann erst eine Kolleginn oder ein Kollege auf diese Stelle rücken, wenn dieser aus dem Dienst ausscheidet.

    Die Obergrenzenverordnung funktioniert nur, wenn man „ältere“ Beamte auf A9 und A9z befördert und diese dann kürzer auf diese Stellen sitzen bis zu ihrem Ruhestand. So könnten immer wieder Beamte nachrücken und jeder hätte sein Endamt. Dieses System funktioniert nur dann nicht mehr, wenn junge Kollegen befördert werden und dies Stelle gegenüber einem Lebensälteren über Jahre blockieren.

    Was wollen wir???
    Ein Beförderungssystem, welches sich nach dem Alter richtet???
    Oder ein System, welches sich nach der Leistung richtet???

    Zur Zeit machen wir von jedem ein bisschen aber nichts mit einem klarer Ziel und einer klaren Ausrichtung, darum haben wir ca. 10000 PVBs in A7A8 in einer Endloswarteschleife ohne Perspektive.

    Für mich persönlich ist es total absurd, wenn DGLs mittlerweile nach A13 befördert werden und die KSB in A7 oder noch mehr in A8 „verhungern“. Ich gönne jedem seine Beförderung, aber wie mit den Kolleginnen und Kollegen in A7/A8 umgegangen wird ist nicht in Ordnung.

    Und das Beispiel von @keycount ist doch WAHNSINN!!!
    Liebe GdP, das alles ist doch respektlos! Kolleginnen und Kollegen, die 20, 25 Jahre als POM bei der BPOL rumlaufen und dann noch einen zwei jährigen Praxisaufstieg machen müssen um mit A9 in den Ruhestand zu gehen.

    Weder ist so ein System wirtschaftlich noch ist es menschlich.

  15. @ A.
    Ja, da muß ich dir absolut recht geben.

  16. hallo,

    auch einmal durchgefallen bei den abschlussklausuren…..gesamtpunktzahl hat gereicht,aber die sperrfächer entfalten ihre wirrkung…..

    ich muss für mich sagen,ich kann mir einfach all das nicht merken und auswendig lernen….und das gutachterliche schreiben geht mir auch nicht so gut von der hand……
    möchte aber dazu sagen,ich bin einer,der noch motiviert in den dienst geht…….habe mich spezialisiert auf ausländerrecht,in allen bereichen,bin dort in meiner inspektion der multiplikator…….
    das darf ich alles machen…ach ja…diensthundlehrwart bin ich auch gewesen,bevor das studium anfing…..

    hat mir alles nichts gebracht,überhaupt nichts…im gegenteil….mit einem hund,dessen beurteiler jemand ist,der im büro sitzt und mit hunden nichts zu tun hat…….und jeder dgl sorgt für seine eigenen leuten….

    dann geht es ja in die praktika,sitze seit über einem jahr in einem praktika auf meiner dienststelle,auf meinem dienstposten…….1 jahr pause und dann ab zum klausuren schreiben…hat man ja auch zeit zum üben in den früh,spät und nachtschichten auf einer schwerpunktdienststelle mit viel fußballreiseverkehr und den ganzen kv an den we vor burger king……

    und man weiß dann noch nicht mal,ob man es auch richtig lernt……und alle bzw viele kollegen phm gehen auf den 1/2 jährigen und haben mich in der zeit alle überholt….wahnsinn…..

    will nicht jammern,aber es fängt an sich bei mir enttäuschung breit zu machen udn meine motivation wird langsam weniger….
    das zu meinen erfahrungen in einem ganz kurz dargestellten zeitraffer…..

    gruß an alle

  17. Das der Kollege noch mit 51 den Aufstieg macht findige ich gut. Es ist nur absolute Geldverschwendung. Der Kollege fehlt zwei Jahre auf der Dienststelle. Er hat reichlich Erfahrung in seinem Beruf die er an jüngere weiter geben kann. Ich persönliche nur meine Meinung glaube jetzt nicht daran, dass die bpol ihn jetzt durchstarten läst und das das jetzt der beginn einer Karriere ist. Aber wer weiß das schon .

  18. Meiner Meinung nach ist das gesamte Alimentationsprinzip im Beamtenrecht überholt. Die Einreihung des Beamten in eine Besoldungsgruppe erfolgt eher nach sach- und leistungsfremden Gründen: zunächst einmal ob Haushaltsmittel vorhanden sind, wie viele Konkurenten um eine Beförderungsmöglichkeit da sind und nicht zuletzt nach der Beurteilungsnote. Diese halte ich für leistungsfremd, weil Beurteilungen oft sehr nachlässig erstellt werden.

    Deshalb sollte nach der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit bezahlt werden; welche Schwierigkeiten die Tätigkeit bereitet, wie viele Fachkenntnisse dazu notwendig sind usw. Ein klagbarer Anspruch unabhängig von den vorhandenen Haushaltsmitteln sollte festgeschrieben werden. Meiner Meinung sollte ausschließlich die tatsächliche Ausübung einer höherwertigen Tätigkeit zu einer höheren Besoldungsgruppe führen und nichts anderes. Darauf sollte auch ein einklagbarer Anspruch bestehen. Damit würden die Beamten für ihre geleistete Arbeit bezahlt und nicht für ihre Anwesenheit alimentiert.

  19. Mein DGL sagte zu mir er kann mir keine bessere Beurteilungsnote geben da die Quoten nach oben hin ausgereizt sind! Da fragte ich(38 Jahre POM) zu Ihm egal was ich mache Du kannst mir keine bessere geben? Nein bestätigte er mir es alle die älter sind wie Du haben eine bessere Note! Ich sagte das kann ich verstehen! Aber da es ja soviele sind die auch POM sind weiß ich wann ich dran bin mir ca 50 -52Jahren! Soviel zum Tghema motivation in der BPOL!

  20. Zu 14.) Vor allem schafft es Frust wenn man selbst auf eine Beförd. im mD 20 Jahre warten muß und dann mit ansehen muß wie im gD Koll. von A9 -A12 in 4 Jahren durchgeschossen werden. Frust–Krank!!!!!

  21. Willkommen in meiner Welt @ iche :(

  22. das Thema wurde schon oft diskutiert, aberw arum braucht man noch Aufstiegsverfahren, wenn man hinterher das Selbe macht wie vorher. Hat der Standesdünkel in unserer Firma so eine Lobby?
    Wie schon einige vor mir geschrieben, habe ich mich auch für familie entschieden, weil ich keine Ambitionen habe von einer Ecke der Republik in die Nächste zu kutschieren.

  23. @ arzt

    Wo gibt es denn sowas noch???

  24. @Iche

    da kann ich mich anschließen. Ich bin 41 Jahre alt ( 22 Dienstjahre ) und seit 2005 POM.
    Man sieht wie permanet der gD durchbefördert wird zu A 11 oder sogar A 12.
    Einen Aufstieg möchte ich aus privaten und familiären Gründen nicht machen um nachher sowieso auf der selben Stelle wie vorher meinen Dienst zu verrichten. Und wieder umziehen möchte ich auch nicht.
    Irgendwann möchte doch jeder mal ein Zuhause und Nachbarn und Freunde haben.
    Also she ich auch keine Perspektiven als mindestens noch 10 Jahre POM zu bleiben oder sogar als POM in den Ruhestand zu gehen.
    Das ist doch mittlerweile alles ein Alptraum in der Bundespolizei geworden.

  25. …und wieder mal lese ich aus den zahlreichen Kommentaren stets den Wunsch nach einer gerechten Bewertung/Bezahlung des jeweiligen Tätigkeitfeldes. Eigentlich schon äußerst verwunderlich, warum die Gewerkschaften nicht darum bemüht sind eine vielleicht „revolutionäre“ neue Besoldungsstruktur zu schaffen, in der es eine einheitliche Bezahlung gibt für ein und dieselbe Tätigkeit! Genau das schafft doch die große Unzufriedenheit mit Blick auf den/die Kollegen, die bei gleicher Arbeit bis zu ca. 400€ monatlich mehr/weniger in der Tasche haben. Umgerechnet auf`s Jahr sind es schon 4800€ und bei dem jetzigen Beförderungsstau in 5 Jahren 24.000 und in 10 Jahren 48.000 Euronen. Hierbei handelt es sich um Summen, wo der Spaß langsam aber sicher aufhört und der Kollegenkreis der „Verlierer“ soll auch noch mehr bringen, damit sie irgendwann befördert werden. Absurdistan lässt grüßen!!!
    Die Gewerkschaften / Personalräte bei den diversen Konzernen (z.B. Autoindustrie) würden im Dreieck springen bei solchen Verhältnissen der Bezahlung der Mitarbeiter. Aber schade, wir haben ja kein Streikrecht!
    Das versteht schon „Klein-Erna“ in der Grundschule, wenn sie für eine Mathearbeit ein Befriedigend bekommt und ihr Tischnachbar mit gleicher Punktzahl ein Sehr Gut, dass da was gewaltig schief läuft.
    „…aber Erna, nicht aufregen und Frust schieben, irgendwann lässt die Quote eine bessere Note zu, gell?…“

  26. Ich habe noch eine paar Tage bis zur 40 und bin POM. (Noch oder schon, wer weiß das schon?) Das allein wäre nicht das Problem. Wenn man allerdings zum neunten Mal in Folge eine 6 bekommt, dann kann man bei dieser Kontinuität auch 100 Dienstjahre Leistung bringen, man bleibt, die jetzigen Bedingungen vorausgesetzt, POM bis zum Tag des jüngsten Gerichts.

    Das Problem der persönlichen Unzufriedenheit des Einzelnen wäre aus meiner Sicht sicher nicht so groß, wenn (Quote mal außen vor) für gleiche zu beurteilende Leistung der gleiche Maßstab angesetzt werden würde. Da aber jeder Erstbeurteiler für sich selbst festlegen kann, was für ihn 9er, 8er usw. sind, wird nie eine Beurteilungsgerichtigkeit zu erreichen sein. So gibt es halt Leute, die mit 32 Jahren PHMmZ sind, und andere, die 3 Monate vor der Pension zum PHM befördert oder als POM entlassen werden. Und Leistungsbeurteilung hin oder her, so gut kann keiner sein, dass er für die gleiche Arbeit geschätzte 120.000 € brutto im Arbeitsleben mehr verdient.

    Wie auch andere hier habe ich daher, teils freiwillig teils der privaten Situation geschuldet, meine Proritäten anders gesetzt und meine Erwartungen hinsichtlich des beruflichen Fortkommens in der Bundespolizei auf Null zurückgeschraubt, und mache meine Arbeit so, dass ich mich selbst im Spiegel anschauen kann. Da ich als Alleinverdiener nicht vorhabe zu kündigen, würde alles Andere nur krank machen.

    Eine Aufstiegsausbildung käme für mich nur in Frage, wenn meine persönliche Situation dies in Zukunft einmal zulässt. Ich sehe dies, wie andere hier, derzeit als die einzige Möglichkeit, A9er zu werden. Ich weiß nur nicht, ob ich mich in den entsprechenden Gesprächen soweit beherschen könnte, dass die mich dann noch wollen.

    Dem Kollegen, der mit 51 noch den zweijährigen Aufstieg macht, sage ich „Hut ab“ und wünsche ihm viel Glück.

    PS: Danke an meine GdP, doch ich glaube in Bezug auf eine „Karriere“ in der BPOL könnt auch ihr mir nicht helfen ;-)

  27. Hallo zusammen,

    was passiert eigentlich mit denen, die 2014 das 40igste lebensjahr beendet haben (also 40 werden) und sämtliche Vorraussetzungen erfüllt haben!? Können die noch „mitmischen“!?

  28. Eckpunkte:
    POM 30 Dienstjahre, 48 Lebensjahre
    Leistungniveau, oberer Bereich

    zum POM im Jahr 1996 „befördert“

    seitdem: Stillstand in Sachen Beförderung

    Versprechungen, Absichten, Aussichten in Sachen Beförderung: massig vorhanden
    Erfolge in Sachen Beförderung: keine.

    Das alles ist so wie es ist.

    Aber gleichzeitig ist dies für 50 Proz. der Beschäftigten nicht so.

    Die anderen 50 Prozent „rauschen“ durch teilweise bis A11.
    „Handaufleger“ oder VAV`ler.

    Respekt.

    gleiches Geld für gleiche Arbeit
    Gleichbehandlung
    gleiche Entwicklungsmöglichkeiten
    usw. usw. usw.

    Ich gönne jedem sein Vorwärtskommen!
    Es sollte aber auch jedem ermöglicht werden.

    …und bitte keine Diskussion über die Möglichkeit des
    Aufstiegs mit „voller“ Ämterreichweite.
    Nicht jeder will führen.

    …wie geht`s weiter???

    …es ist dringend geboten:

    a.) die einengenden Planstellenobergrenzen im mittleren Dienst gerade auch von A 8 nach A 9 nach oben zu öffnen,

    b.) den Anteil gehobener Dienst in einem weiteren Schritt auf 50 % zu erhöhen,

    c.) erstmals ein Attraktivitätsprogramm für den Tarifbereich zu entwickeln,

    d.) die Planstellenobergrenzen für Bundesoberbehörden für den Gesamtbereich der Verwaltung der Bundespolizei wirksam zu machen und

    e.) den Anteil höherer Dienst auf 2 % zu erhöhen.

    Dann gibts noch den Vorschlag der DPOLG auch nicht schlecht: Laufbahnverlaufsmodell.

    Vorschläge gibts genug, es gibt viel zu tun……