Bewerbung zur Telearbeit für alle Beschäftigten der Bundespolizei möglich

Nach zähem Ringen ist es nun den GdP-Frauen und -Männern der Bundespolizei, die sich als Gleichstellungsbeauftragte oder in Personalvertretungen gemeinsam engagieren, gelungen, der Telearbeit in der Bundespolizei ein neues Gesicht zu geben.

Die Bundespolizei macht also Fortschritte bei der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben. Das neue Konzept zur „alternierenden Telearbeit“ wurde in Zusammenarbeit der Bundespolizeibehörden mit den Interessenvertretungen des Bundespolizeipräsidiums erstellt.

Nun können sich bald alle Bundespolizeibeschäftigten um einen alternierenden Telearbeitsplatz bewerben! Auch Polizistinnen und Polizisten!

„Der bisherige Entscheidungsvorbehalt des BMI und der ausdrückliche Ausschluss von Polizistinnen und Polizisten wird damit aufgehoben“, so Waltraud March, Gleichstellungsbeauftragte beim Bundespolizeipräsidium. Das Bundesgleichstellungsgesetz wird endlich richtig angewendet. Polizistinnen und Polizisten sind eben auch Menschen mit Familienpflichten!

Die Leitung der Bundespolizei kann nun Flagge zeigen, ob es nicht nur gilt, sich schöne „Zertifizierungsurkunden“ in die Dienststellen zu hängen, oder ob sich Familie und Beruf nicht auch bei der Bundespolizei tatsächlich vereinbaren lassen!

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

26 Kommentare
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  1. Schade, dass uns die Länderpolizeien solche guten Möglichkeiten immer vormachen müssen. Da hätte die Bundespolizei schon lange mitmachen können.

  2. Also, das halte ich für ein Gerücht, denn nicht alle GleiB sind GDP Mitglied und es ist nicht nur der GDP zu verdanken. Das es ein Fortschritt ist, ist unbestritten aber bitte nicht Personifizieren, das finde ich sehr schade. Es könnte ein falscher Eindruck entstehen.

  3. Ich kann „gesa“ nur beipflichten:
    Ich sag nur: Schuster bleib bei Deinen Leisten!
    Es ist ein Fortschritt, ohne Frage, aber:
    Mann(Frau) sollte sich nicht mit fremden Federn schmücken!

  4. Welche PVB/innen sollen denn bei uns Telearbeit verrichten? Also auf meiner Dienstelle fällt mir nichts dazu ein!
    Wenn es möglich ist dann ja nur im Innendienst Direktion oder im Präsidium!
    Also toller Erfolg, der KSB der die arbeit macht hat wieder nichts davon!
    Erst im Büro sitzen da ists ja warm und dann schon garnicht mehr zur Arbeit erscheinen! Ich sehe jetzt schon die grinsenden Gesichter derer die von zu Hause aus Ihre Arbeit verrichten können!
    Das nennt sich vereinbarkeit von Famillie und Beruf!
    Leute tut mal was für den KSB!
    Senkt die Wochenarbeitszeit bevor sowas (Telearbeitsplatz) dabei rauskommt! man man man

  5. Liebe Gesa, liebe(r) traurig!
    Im Bezirkspersonalrat und Hauptpersonalrat der Bundespolizei ist mir niemand außer GdP-KollegInnen bekannt, der sich für diese Thematik eingesetzt haben! Wenn ihr da anderer Meinung seid, könnt ihr mir diejenigen ja mal benennen! Gern auch mit einer persönlichen Info unter 0172/8300964!
    Glück auf,
    Martin

  6. Gut , dann will ich mich mal dafür bewerben. Wird ja auch Zeit…..wollte ich schon seit längerer Zeit machen. Nee, Spass beiseite.
    Welche PVB sollen dafür denn in Frage kommen. Die im Innendienst, Stabsbereich doch nur. Aber dadurch sieht man auch nicht mehr soviel Uniformierte, die gar keine direkte und Polizeiarbeit im eigentlichen Sinne leisten.
    Übrigens ist das Zertifkat Beruf und Familie ein Schlag ins Gesicht für alle die verbraten werden, zwangsversetzt wurden, keinerlei Perspektive auf eine Alternative haben usw., speziell an der größten Polizeidienststelle in unserem Land. An der mittlerweile soviele Beamten rumstolpern, um mitunter auch einfach nur den Forderungen der großen Konzerne Fraport und Lufthansa gerecht zu werden. Lakaien des Lobbyismus….

  7. Hallo Martin,
    ich habe mich auf den ersten Satz bezogen, da steht ,, nach zähen Ringen ist es nun den GDP Frauen und Männern der BPol, die sich als Gleichstellungsbeauftragte und Personalvertretungen gemeinsam engagieren gelungen ……“ Wo und wann hat diese Zusammenarbeit denn statt gefunden, wenn ich diese Frage stellen darf?
    Dieser Satz lässt vermuten, das alle Gleib in der GDP sind und dem ist nicht so und man würde es den anderen GleiB der Bundespolizei absprechen, sich dafür eingesetzt zu haben und das ist Falsch! Ich bin eben einfach nur verwundert und denke das es Klargestellt werden darf. Ich gebe auch @ traurig recht “ Mann / Frau “ sollte sich nicht mit fremden Federn schmücken.
    Auch @ Iche muss ich recht geben, es ist ein kleiner Erfolg aber wir sollten uns um die Kolleginnen und Kollegen von der Basis kümmern, denn die werden nie in diesen Genuss kommen, Telearbeit machen zu dürfen. Auch das ist zu beachten, wenn man es öffentlich macht.

  8. Zu 5.)
    Hallo Martin, im Intranet sieht man nur noch Berichte über Mutter u. Kind Zimmer , Audit Familie u. Beruf Zuhausearbeitsplatz. Schade das ihr euch damit brüsten müßt, kümmert euch um die wahren Probleme, die nicht nur ein Bruchteil der Beschäftigten betreffen, wie Wochenarbeitszeit., Beförderungen ( wieso kann man keine Altersgrenze einführen? PHM mit 50, PHMZ mit 55. Gabs doch schon mal (PHM mit 53.). Was ist mit DUZ, da hört man auch nichts mehr.
    Eine Frage noch, bekommen diejenigen die dann zuhause arbeiten auch noch die Polizei- und Schichtzulage (Ironie)!!

  9. Die Gleichstellungsbeauftragten und die Personalvertretungen sind mehrheitlich und zwar deutlich, von GdP Frauen und Männern besetzt. Dieser großen Gemeinschaft ist hier ein weiterer kleiner Erfolg in der gemeinsamen Arbeit gelungen. Es lohnt sich, wenn alle Interessenvertretzungen an einem Strang ziehen, auch wenn diese sich im Einzelnen voneinander unterscheiden.

  10. Ja, es stimmt, die Mehrheit der KSB/innen kann keine Telearbeit machen! Aber, wenn eine/r ein akutes persönliches oder soziales Problem hat (Pflege der Eltern, Kinder oder erkrankter Familienangehöriger), kann die zeitweise Beschäftigung in Form der alternierenden Telearbeit diesen Beschäftigten helfen, Krisen zu überstehen. Bisher konnten davon nur Beschäftigte im Tarifbereich und VerwaltungsbeamtInnen Gebrauch machen. Nun gilt dies auch für den Vollzugsbereich. Das ist doch toll, -wird jedoch keine Massenbewegung werden können.
    „Alternierende Telearbeit“ ist in der BPOL an strege Vorgaben gebunden. Vereinfacht dargestellt, du musst eine soziales Problem haben und du musst mindestens 20 % deiner Wochenarbeitszeit in der Dienststelle tätig sein und es muss eine Tätigkeit gefunden werden, die dafür geeignet ist. Es ist also von Einzelfalllösungen auszugehen! Jeder von uns kann Morgen schon eine solcher „Einzelfall“ sein!

  11. @Waltraud
    Wie akut soll es den sein?
    Ich stelle mir mal vor ein plötzliches Ereigniss tritt ein! Antrage stellen und in ca 2-3 Monaten wenn für mich eine passende Aufgabe gefunden werden sollte hab ich nen Telearbeitzplatz? Nun in 3 Monaten existiert mein plötzlich eingetretenes Problem schon nicht mehr vielleicht!
    Nee, es sollten wirklich die wichtigen Sachen angegangen werden anstatt diese Nebenkriegsschauplätze beackert werden!
    Aber nun haben wir ja Gott sei dank dieses hier und wenn was wichtiges mal angesprochen wird dann sagt der Dienstherr Wieso Ihr habt doch schon ein zb. Eltern Kindzimmer oder Telearbeitsplatz was wollt Ihr denn noch! Das kostet doch schon alles Geld!Und dann wollt Ihr noch mehr?
    Das alles bräuchten wir doch garnicht wenn diese 41 Stundenwoche nicht da wäre! Bei der 38,5 h-woche habe ich nie ein über sowas meckern gehört er sei ausgebrannt oder kann sich um die Famillie nicht kümmern!

  12. vielen Dank, Waltraud, für die Klarstellung!
    Natürlich kann Telearbeit kein Regelfall werden, aber es kann nunmehr auch niemand mehr ausgegrenzt werden, nur weil er oder sie KSB/in ist! Wer wie ich in Einzelfällen die Taschenspielertricks mitbekommen hat, mit denen letztendlich auch in wirklichen Notfällen argumentiert(?) wurde, um die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes erfolgreich zu verhindern, wird diesen „kleinen Schritt“ jedoch in der Tat als sehr wesentlich ansehen.
    Das andere ist allerdings das auch für mich etwas flaue Gefühl, welches sich häufig einstellt, wenn in zu kurzen Abständen -vermeintliche- Erfolgsmeldungen verbreitet werden….- Im Laufe von Jahrzehnten gewachsene Skepsis ewacht dann umgehend und man fragt sich, welches Problem denn im Gegenzug dazu gerade nicht so an die grosse Glocke soll…?

  13. @ iche
    „Das alles bräuchten wir doch garnicht wenn diese 41 Stundenwoche nicht da wäre! Bei der 38,5 h-woche habe ich nie ein über sowas meckern gehört er sei ausgebrannt oder kann sich um die Famillie nicht kümmern!“

    Ich sage mal, dass bräuchten wir alles nicht, wenn nicht immer alle wegen jedem kleinen Sch… meckern würden. Ich lese so oft hier, ist daoch allles Mist und geht den Bach runter. Dazu sage ich nur: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Also packt eure „Nörglersachen“ und geht endlich.

    Wer sich jeden Morgen sagt: Scheiß Job, aber du gehst hin. Der ist selber schuld, wenn sich nichts ändert, weil er sich nicht ändert.

  14. Ich kann da „iche“ nur zustimmen.

    Wir haben wirklich andere Probleme, um einigen jetzt auch noch einen Telearbeitsplatz zu ermöglichen. Die einen leisten ihren Schichtdienst zu teils unmöglichen Zeiten ( nachts, am Wochenende ) ab, während die anderen, unter Beibehaltung der Polizeizulage, ihre Arbeit dann von zu Hause machen und dabei noch enorme Fahrtkosten einsparen, die bei dem ein oder anderen bis zu 400 Euro monatlich ausmachen können. Weiterhin noch den erheblichen Zeitbedarf, den die normalen Dienstleister erbringen müssen. Wie will man denn das ausgleichen ? Und der Streifenbeamte, soll der nun zuhause „streifen“ ? Abgesehen von den hohen Kosten für die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes. Ich finde, man hätte eher was für die tun sollen, die erheblichen Belastungen, in Form von langen Anfahrtswegen ( Ballungsraumzulage ) oder Nacht- Wochenenddienst (DUZ) ausgesetzt sind.

  15. Nicht das mich hier einer falsch versteht ich mache meine Arbeit trotz der sich immer verschlechterten Arbeitsbedingungen als KSB gerne! Ich finde nur das man versucht Dinge zu verbessern die dem KSB im Wechselschichtdienst aber auch garnichts bringen!

  16. Ich denke auch, dass es wichtigere Projekte in unserer Organisation gibt.
    Letztlich wird ein verschwindend kleiner Teil der Beschäftigten davon Gebrauch machen können. Wenn ich mich als Beispiel sehe: ich habe mich entschlossen, solange dies möglich ist, meine Mutter zu Hause zu pflegen. Da ich als KSB im Schichtdienst aber nicht immer kann, übernimmt hin und wieder ein Pflegedienst die Arbeit. Dies kostet Geld, über das meine Mutter nicht verfügt. Kurzum, so wie es ist so ist es halt.

    Wenn ich nun auf die Idee käme, einen Telearbeitsplatz zu beantragen, würde ich ja nur noch 20% der Arbeitszeit der Dienstgruppe zur Verfügung stehen. Also wieder Einer, der auf der Straße fehlt.

    Und welche Tätigkeit könnte ich denn im Sinne der Organisation übernehmen? Eventuell noch einer in der Artus-Service –Gruppe? Oder noch einer der mit „controlled“? Oder noch ein Auswerter mehr? Oder noch ein Vertreter vom Vertreter des Vertreters? Oder den ohnehin schon planstellenmäßig überdimensionierten Ermittlungsdienst unterstützen?

    Auch wenn der Grundgedanke nichts Schlechtes will – dies wird insgesamt unsere personellen Probleme noch verschärfen.

    Allerdings habe ich mittlerweile den Eindruck, dass auch seitens der Gewerkschaften die Problematik der Fremdverwendungen ignoriert wird. Man hört kaum oder liest kaum etwas darüber. Warum ist der Umgang mit dieser unseligen Personalpolitik so halbherzig?

    Natürlich ist es gut, mehr Personal zu gewinnen. Aber wir müssen zunächst unsere Hausaufgaben im Haus erledigen. Das heißt, jeder arbeitet auf seinem Dienstposten. Wenn in einem Bereich mehr Leute gebraucht werden, muss man eben dafür Dienstposten schaffen.
    Abbau der Auslandsverwendungen. Schon gar nicht in Diktaturen wie SA.
    Abordnungen zu sogenannten Schwerpunktdienststellen (wo man dann nur mit größter Mühe mal einen Platz im Sozialraum bekommt) sollten ganz wegfallen und dafür müssen die Präsidenten eben deutlich und unmissverständlich mehr Personal fordern und natürlich auch bekommen.

    – Statt Attraktivitätsprogramme (die nicht immer welche sind) – macht einfach unsere Arbeit wieder attraktiver.
    – 38, 5 Stunden Woche
    – ein auch in der Bezahlstruktur ein wettbewerbsfähiger Arbeitsplatz der ein Mindestmaß an Heimatnähe garantiert
    – endlich eine Vergütung für Schichtdienst, die den Namen Vergütung auch verdient
    – Lebensarbeitszeit für Schichtdienstler und Einsatzkräfte runter und für den Innendienst rauf
    – Fremdverwendungen nur noch in begrenzter Form für vorübergehend dienstuntaugliche Kollegen.

    Mir ist auch bewusst, dass nicht alles, was über viele Jahre versaubeutelt wurde in kurzer Zeit wieder repariert werden kann. Aber wenn wir es nicht bald angehen, sehe ich schwarz.

  17. also leut, wat soll das? hier ist ein möglichkeit geschaffen worden, jemanden aus einer notlage zu helfen. und ihr beharkt hier euch gegenseitig?

    das hat unser lieber dienstherr gut hinbekommen!

    @grimma: schichtdienst findet auch in der freien marktwirtschaft am wochenende und nachts statt. du hast recht eine richtig angepasste vergütung für den schichtdienst wäre mal angebracht.

    @alt pok: auch du hast recht, dass das mit der personalpolitik mal angepackt werden müsste. ich glaube die präsidenten fordern ihr personal, aber durch unsere „erweiterten“ aufgabenzuweisung im ausland, die funktionsausschreibungen zu den bold`en und bpolp werden uns immer mehr leute von der strasse gezogen.
    aber arbeitet der kollege in deinem sog. „innendienst“ weniger als du? ich glaube es hat jeder von uns sein päckchen zu tragen aber auch noch zeit, sich mal nen kaffee zu gönnen. wenn ich sehe, was die im innendienst an arbeit haben (zugegeben für z.T. unsinnige controlling / managementberichte), ich glaube nicht wirklich, dass du mit ihnen tauschen möchtest.

    irgendeiner hat was geschrieben „überdimmensionierter ermd“. jeden tag wat rum meckern, keine ahnung davon haben was andere zu tun haben, aber hauptsache der ermd ist schuld. och, mir gehts ja so schlecht.
    da gebe ich gerd mannes recht. hört endlich auf zu nörgeln.

    nur eines werden wir nicht mehr bekommen: die 38,5h stundenwoche. also mal dankbar sein, dass was erreicht wurde. und über eure gdp vetrauensleute mal konstuktive vorschläge an die kreisgruppen bringen. und dann die themen angehen, die wirklich auf den nägel brennen

  18. @Dirk Steinert,

    die BPOL / BMI muss das Rad erst neu erfinden, bevor es den Karren ziehen kann!

  19. Ich muss mich jedesmal ärgern, wenn ich sehe, das es Kollegen in unserer Organisation gibt, die immer die neuen Errungenschaften schlecht reden. Dies sind aber die Kollegen, dennen man nichts recht machen kann, wollen immer nur fordern aber selber dafür nichts tun.
    Auf der einen Seite wird sich beschwerd, dass für die Vereinbarkeit Familie und Beruf nichts getan wird, und auf der anderen Seite, wenn ein entsprechender Erfolg eingefahren wurde, wird alles schlecht geredet.
    Ich kann mir nur vorstellen, dass es sich hierbei um jüngere Kollegen/Kolleginnen handelt.
    Diese sind eventuell später mal selber froh, wenn sie dieses Angebot in Anspruch nehmen dürfen, weil sich das eine oder andere familiäre Problem in ihrem Privatleben eingeschlichen hat.
    Ich selbst habe einige solche Probleme hinter mir und wäre froh gewesen, wenn es diese Möglichkeit eines Telearbeitsplatzes damals schon gegeben hätte.
    Man sollte nicht immer nur das Negative sehen und neidisch auf die schauen, die diese Möglichkeit eines Telearbeitsplatzes in Anspruch nehmen.
    All diejenigen die sich über diese Errungenschaft beschweren, sollten sich mit dem Kollegen oder der Kollegin unterhalten, die einen solchen Telearbeitsplatz beanspruchen. Sind dann die Gründe hierfür bekannt, wird man sehen, dass es doch besser ist täglich seinen „gewohnten“ Arbeitsplatz einzunehemen.
    Kollegen und Kolleginnen, denkt bitte einmal daran, es könnte auch euch treffen und edann seid ihr froh diese Möglichkeit zu nutzten.
    Nicht immer kritisieren, sondern auch das positive sehen.

  20. @ÖPR
    aber arbeitet der kollege in deinem sog. “innendienst” weniger als du?

    Ehrlich gesagt das weiß ich nicht.
    Aber den Verwaltungsbeamten mutet man zu bis (derzeit) 65 Jahre zu arbeiten. In der freien Wirtschaft ist es mittlerweile akzeptiert, dass man am Schreibtisch bis 65 arbeitet.

    Fakt ist aber, dass ein Polizist im Aussendient irgendwann eben nicht mehr so kann, wie es sein sollte. Ausserdem, was willst Du denn mit dem 64 jährigen, der eine Fanbegleitung quer durch die Republik macht???
    Ich will keine Neiddebatte, aber wir sollten die Kirche mal schön im Dorf lassen. Es gibt leider keine Verwendung im Alter so ab 54 oder 55 in unserer Bundespolizei. Lieber setzt mann 30-jährige in den Innendienst oder in Leitstellen und die alten Säcke auf die Strasse. Ich habe immer das Bild vor mir: der alt gewordenen Polizist versuch mit seinem Rollator den Straftäter zu verfolgen…. Merkst Du was?

  21. Der BGS war nie dazu ausgelegt ältere Mitarbeiter zu haben. Die Kollegen sind regelmäßig mit 25 – 27 Jahren zum Land gewechselt. Das ist nun mal jetzt ein schmerzhafter Lernprozeß.

  22. Alt-POK und ÖPR

    ich sage hier etwas aus Erfahrung. Unsere Behördenführer haben sich schlichtweg keine Gedanken gemacht (oder keine Konsequenzen aus Gedanken gezogen), was passiert, wenn die Leute älter werden oder erkranken. Und gerade ein Alt-POK sollte bemerkt haben, dass auch in seiner Umgebung Kollegen im Durchschnitt mit 35 Jahren noch belastbarer sind als mit 45. Und ab 50 wird es für die Meisten von uns noch einmal problematischer, im Schichtalltag zu funktionieren.

    Dann kommt es enorm auf die Dienststelle an, ob man zum Beispiel irgendwo in einer Box sitzt und Ausweise kontolliert, oder sich irgendwo in einem Bahnhof früh um 4 h mit Besoffenen, Schlägern, Krawallmachern etc herumschlagen muss. ich habe alles mitgemacht,deshalb möchte ich auch hier keine direkte Wertung abgeben, wie anstrengend so ne Nachtschicht sein kann, oder eben auch nicht.

    Hier pauschal pro und contra Schichtdienst oder Tagdienst zu werden, ist kleinkarriert und kurzsichtig.

    Und wer guten Kontakt zu Kollegen der Landespolizeien hat, wird wissen, dass dieses Problem (ich sage: oftmals Neid) mit Tagdienstlern nicht annähernd so gibt, wie bei uns.

    und die LaPo hält sich ihre erkrankten Kollegen, die einigermaßen Dienst machen können, wesentlich länger, als die BuPo (und dass ist normalerweise auch im Tagdienst)

    Und ich finde es abartig, wenn Kollegen, die 25/30 oder noch mehr (Schicht)-Dienstjahre auf dem Buckel haben, nach Erkrankung nach Köln geschickt werden, wenn sie in Ihrer Inspektion/Einheit noch vernünftig eingesetzt werden können. Und gerade hier, merkt man, wenn man sich umhört, dass es absolut noch keine einheitliche Regelungen gibt (und zuerst einmal erwarte ich diese im Sinne des PvB) und „Hop oder Top“ in hohem Maß vom Sympathiewert zwischen Erkranktem und Einheitsführer abhängen.

    Ich finde es auch schade, dass hier für eine „Ausnahmeregelung“ der modernen Art sofort wieder Neider auftauchen.
    Vielleicht müsst ihr dies irgendwann auch in Anspruch nehmen und seit dann froh, dass es das gibt.

    Zum DuZ: ja, der müsste sogar spürbar erhöht werden.

    Zur Lebenarbeitszeit als PvB: Oftmals ist die Erkrankung eines Kollegen gerade wegen des Berufs eingetreten, bzw. wesentlich früher aufgetreten, wie normal. Es kann doch nicht sein, dass hier jemand fordert, dass PVB im Tagdienst (welche ja auch meistens lange Jahre des Schichtdienstes hinter sich haben) zur „Bestrafung der Erkrankung“ auch noch länger arbeiten sollen. Ehrlich, ich schreibe hier lieber nicht, was ich von Kollegen (meist noch jung und gesund-es gibt natürlich auch Ausnahmen) halte, die sich so verhalten.

    Und da ich recht bald in den Tagdienst musste, kann ich mehr als ein Lied davon singen, wie ungerecht Kollegen sein können. Aber ich habe auch erlebt, wie kleinlaut manche aufgrund eines Schicksalschlages in Form von Krankheit oder familiärer Natur geworden sind, als sie plötzlich selbst keinen Schichtdienst mehr machen konnten/durften.
    Und alle, durchweg ALLE, haben gesagt, dass sie „vorher“ nicht gedacht hätten, wie anstrengend es auch im Tagdienst ist.

    Für die Zukunft ist die Entscheidung für Telearbeitsplätze ein ganz kleines Mosaickteil, was getan werden muss, um diese Behörde nicht nur für 20 – 40jährige interssant zu machen.

  23. @philosoph: danke! du hast es geschrieben was ich nicht ausdrücken konnte.

    ich wollte keinen angreifen, wenn ich das getan habe entschuldige ich mich dafür.

    aber ein wenig mal über den eigenen tellerrand schauen, würde oftmals helfen. sicher kann man keinen 64-jährigen mehr zur begleitung der fussballfans mehr schicken. und jemanden der aus krankheit bedingt in den tagdienst gewechselt ist dafür zu bestrafen, dass er länger arbeiten muss ist auch kein weg. ich glaube da sind wir uns alle einig.

    wie gesagt, wir sollten hier das thema der telearbeit als chance sehen, jemanden zu helfen und nicht gleich los meckern. Deshalb finde ich den Schluss satz von philosoph gut.

    „Für die Zukunft ist die Entscheidung für Telearbeitsplätze ein ganz kleines Mosaickteil, was getan werden muss, um diese Behörde nicht nur für 20 – 40jährige interssant zu machen.“

  24. ÖPR + Philosoph

    Am Schluss sind wir auf der Wellenlänge. Du schreibst ja selbst …ein GANK KLEINES Mosaiksteinchen…

    Allerdings finde ich es schade, dass man immer bewusst falsch interpretiert wird.

    Wenn jemand im Innendienst beschäftigt ist, besteht wesentlich leichter die Möglichkeit länger zu arbeiten.

    Wie ist es denn mit Leuten, die auf den ungeliebten Verwaltungslehrgang aufgrund von PDU gehen mussten und fortan

    als Verwaltungsbeamte gearbeitet hatten. Pensionsgrenze? Jaja Richtig. 65 Jahre. Eigenartig. Hat hier schon mal

    jemand von Bestrafung gesprochen?

    Da ja nun wieder einmal (Philosoph) mir erklärt, wie umfangreich und auch schwierig die Arbeit im Innendienst ist, frage

    ich mich, warum genau dort (auch) Leute mit irgendwelchen Erkrankungen oder Leiden landen. Es ist also doch eine

    schonendere Arbeitsweise. Neulich hat mir übrigens mein Physiotherapeut gesagt, dass ich durch Wechselschichtdienst

    gute Chancen habe, einmal eine Herzerkrankung zu bekommen. Naja Bluthochdruck habe ich ja schon. Schau mer

    mal. Anscheinend haben wir ja eine heile Welt, in der ein alter PVB auf der Strasse sich nicht über eine vermeintlich

    verfehlte Personalpolitik beschweren darf. Erst Recht nicht, wenn es gegen heilige Kühe geht.

  25. Wie kann der „Jupp vom Trupp“ bzw. KSB die Telearbeit verrichten?
    Erscheint eine Person an der GKS und zeigt sein Reisedokument an der Kamera vor und nach dessen Prfüfung wird dann die Ein-/Ausreise gewährt?

    Wie soll das bitte gehen?

  26. Alt-POK

    ich habe dich nicht bewußt falsch interpretiert!

    Ich erkläre nochmal. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand von Anfang an die Verwaltungsschiene absolviert, oder ein PvB, der irgendwann nach vielen Dienstjahren als Polizist aus PDU-Gründen nach Köln geschickt wird und erst dann Verwaltungsbeamter wird, oder sogar Polizist bleiben kann und in seiner Dienststelle entsprechend eingesetzt wird.

    Man kann doch nicht jemanden 30 oder 35 Jahre Polizeidienst machen lassen, mit allen Folgen des Schichtdienstes, Gefahr im Einsatz, wesentlich höheren Anforderungen in sportlicher Hinsicht (Selbstverteidigung) und dann, wenn er gesundheitliche Probleme bekommt sagen, er könne sich jetzt seine Polizistenjahre pensionstechnisch ans Bein schmieren und dürfe seinen Arbeitseifer noch mal um 5 Jahre verlängern. Das wäre nicht richtig und dann würde ich jedem jungen Kollegen raten, halblang zu machen, um ja keine gesundheitlichen Probleme zu bekommen. Und der Polizeiberuf birgt genug Gefahren schon aus dem Berufsalltag heraus.

    Übrigens stand die letzte Woche ein Artikel in den Tageszeitungen, dass immer mehr Menschen frühzeitig in Rente/Pension gehen würden. Das hat natürlich oftmals, ich behaupte sogar meistens, gesundheitliche Gründe. Und das trifft auch oft genug unserer Verwaltungskollegen und -Kolleginnen.

    Dass die angeblich so heile Schreibtischwelt auch enorm ungesund sein kann und langfristig u.a. voll auf die Wirbel geht ist doch mittlerweile hinreichend bekannt. Dazu kommt besonders in unserer Behörde noch dazu, dass wir extrem viele Pendler haben, die täglich gute 3 Stunden noch zusätzlich im Auto oder im Zug sitzen.

    Ich habe übrigens noch von keinem LaPo-Kollegen gehört, der von dem bedauerlichen Gerichtsurteil aus dem Jahre 2005 (das mit entweder voll polizeidienstfähig oder PDU) in seiner Dienststelle überhaupt jemals etwas gehört hat.
    Man informiere mich hier bitte, wenn bekannt ist, dass auch nur ein einziger Landesinnenminister dieses Gerichtsurteil für seine Landespolizisten aufgegriffen hätte, um langgediente PvB „loszuwerden“!

    Die von dir angesprochene verfehlte Personalpolitik ist auch meine Meinung, nur sollen jetzt Leute büssen, die lange Jahre den Kopf hingehalten haben. Denn meiner Meinung nach sind nicht die erkrankten Kollegen schuld daran, sondern jegliche Ignorierung der Überalterung, die sich natürlich in den letzten 10 Jahren enorm zugespitzt hat.