Bundespolizei beabsichtigt 1.000 Neueinstellungen im Jahr 2013

P1030704Wie die Gewerkschaft der Polizei am Rande einer Veranstaltung am 07. Feburar 2013 an der Bundespolizeiakademie Lübeck erfahren hat, beabsichtigt die Bundespolizei bereits im Jahr 2013 die Zahl von Neueinstellungen zur Ausbildung für den Polizeivollzugsdienst von derzeit geplanten 800 auf jetzt 1.000 zu erhöhen. Dazu sollen 800 Kolleginnen und Kollegen im mittleren Dienst und 200 Kolleginnen und Kollegen für den gehobenen Dienst eingestellt werden.

“ Wir halten diese Zahl für dringend erforderlich, um die heutige Stärke der Bundespolizei auch über das Jahr 2015 hinaus zu erhalten. Für das, in den bestehenden Kernaufgaben stark aufwachsende Aufgabenspektrum und für bereits übernommene, neue Aufgaben der Bundespolizei ist mit der erhöhten Einstellung noch keinerlei Personalvorsorge getroffen. Das gilt auch für die bereits eingerichteten, aber nicht mit Planstellen und Personal unterlegten Dienstposten der Bundespolizei. Es liegt jetzt in der politischen Verantwortung des Bundesministers des Innern und der Bundesregierung die Bundespolizei nachhaltig mit dem notwendigen Personal auszustatten und damit den notwendigen Herausforderungen im Bereich der Inneren Sicherheit gerecht zu werden.

Die Anzahl der Einstellungen für den gehobenen Polizeidienst der Bundespolizei muß dabei so ausgerichtet werden, dass die, sich derzeit in der Bundespolizei befindlichen, und über die Zulassungsvorausetzungen für das Studium verfügenden Kolleginnen und Kollegen nicht benachteiligt werden“,  so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.

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61 Kommentare
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  1. Ich fände es besser wenn es nur noch eine Aufstiegsauausbildung geben würde. Eine Führungposition nach der Ausbildung auf Grundlage eines Abitur s zu vergeben halte ich für falsch. Dieser Beruf verlangt Erfahrung. Ist aber nur meine persönliche Meinung !

  2. Das klingt ja alles sehr gut. Und ist auch notwendig, für die Personalplanung der nächsten Jahre.
    Allerdings scheinen mir woanders die Probleme zu liegen.
    Bei dem sich immer mehr entspannenden Arbeitsmarkt dürfte es schwer werden,
    so viele Bewerber zu bekommen. Und da sind wir dann wieder beim alt bekannten Thema Attraktivität.
    1978, als ich eingestellt wurde, gab es auch aufgrund der sog. geburtenstarken Jahrgänge nicht soviele Jobs.
    Naturgemäß waren das die Zeiten, in denen man sich mehr dem Beamtentum zugewandt hat.
    Ich denke, das ist derzeit nicht mehr so. Die Konkurrenzfähigkeit fehlt.
    Das geht los bei der Bezahlstruktur, Verwendung quer durch die Republik, Karrierechancen(?), hohes Risiko für Leib und Leben, wenig Rückhalt in der Politik, kaum Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das Schlimmst: keine Besserung in Sicht. Wenn hier nicht für unsere Organisation die Weichen gestellt werden sehe ich schwarz für die Zukunft der Bundespolizei.

  3. Erst einmal eine gute Nachricht.

    Aber nicht nur die Masse macht es, sondern auch die Strategie wo geworben und eingestellt wird. Die Menschen brauchen von Anfang an eine Planungssicherheit. Daher gilt es die Zahlen nun mit den Direktionen am Bedarf zu orientieren.

    Das katastrophale Missmanagement der Einstellungspolitk der letzten Jahre muss ein Ende haben.

    Kolleginnen und Kollegen aus ihren sozialen Umfeldern herauszureißen und über hundert von Kilometern entfernt von der Heimat einzusetzen verstößt gegen alle Vernunft. Genau so unverständlich sind die zahlreichen Abordnungen quer durch die Bundespolizei, die eine Folge dieses Missmanagement sind.

    Ich bin gespannt, wie sich die Bundespolizei jetzt aufstellt. In meinen Bereichen der BPOLD Koblenz wird bisher keine regionale Werbung durchgeführt, obwohl ein deutlicher Bedarf vorhanden ist. Zumindest ist mir nichts bekannt.Stattdessen wird im Umfeld von Kaiserslautern für den Flughafen Frankfurt geworben. Meine Kollegen haben mir mitgeteilt, dass sie dieses nicht verstehen können. Ehrlich gesagt, ich kann es auch nicht.

    Wettbewerbsfähigkeit bedeutet mehr denn je, Familie und Beruf zusammenzubringen. Ich bin der Meinung, dass dieses gelingen kann.

    Roland Voss

  4. Ich kann Roland Voss nur beipflichten.

  5. Sind das die 1000 PVB die auf die Strasse kommen ?

  6. Ich kann hier Roland nur zustimmen.

    Wir brauchen endlich eine Einstellungspolitik die sich an dem Bedarf der Dienststellen orientiert. Hierbei sind aber auch die Bundespolizeiabteilung zu berücksichtigten.

    Die Bundespolizei muss den potenziellen Bewerbern vor der Bewerbung sagen wohin die Reise im Berufsleben Bundespolizist gehen soll.
    Aus meiner Sicht wäre hier folgendes denkbar:

    Die einzelnen Direktionen stellen ihren Bedarf an Einstellungen für die nächsten Jahre fest. Daraufhin werden für diese Direktionen gezielt geworben. Den geeigneten Bewerber wird dann verbindlich mitgeteilt, dass sie 2 1/2 Jahre in einen AFZ ausgebildet werden. Nach der Ausbildung kommen die Absolventen in die, der jeweiligen Direktion, naheliegenden Abteilungen für die Dauer von beispielsweise drei bis vier Jahren.
    Danach erfolgt die Versetzung zur Jeweiligen Direktion in die dortigen Schwerpunktbereiche. Von dort aus können sich die Kolleginnen und Kollegen dann auf freie Stellen in den anderen Inspektionen bewerben.

    Aus meiner Sicht wäre dies eine praktikable Lösung.

    Wenn nicht bleibt es dabei, dass junge Menschen im Norden und Nordosten des Landes geworben werden und nach Ausbildung im Süden und Südwesten verwendet werden.

  7. Wie viele der 1000 neuen Kollegen werden die Ausbildung überhaupt bis zur Laufbahnprüfung durchlaufen? Wie viele Kollege werden bereits nach kurzer Zeit (aus bekannten Gründen, die ich nicht näher erörtern möchte) die BPOL wieder verlassen? Von meiner Einstellung sind klägliche drei (3) PVB übrig geblieben.

  8. Solange die Neueinstellungen entgegen anders lautender „Versprechen“ irgendwo in der Republik vebraten werden, kann ich die Bundespolizei nicht als „Arbeitgeber“ empfehlen.

    Aus den Gesprächen mit Praktikanten bei uns weiß ich, dass zur Einstellung nicht selten Versprechen gemacht worden sind, die gar nicht eingehalten werden konnten.

  9. Erst mal eine gute Nachricht, das ist richtig. Da werde ich wohl in meinen letzten 3 Jahren noch Praktikanten haben.
    Alle anderen werden wohl von den 1000 Einstellungen nach den 3 Ausbildungsjahren nur 500 sehen. Die anderen werden wie immer in der Peripherie vom Präsidium, Direktionen und anderen nicht strukturmäßigen und lieber nicht näher bezeichneten Funktionen nie wieder gesehen werden. Dazu kommt, daß in dem Zeitfenster mehr in Pension gehen wie Einstellungen kommen.
    Aber das ist der Politik egal, da wir ja nun noch mehr Europa bezahlen. Da wird das Geld noch weniger.
    Und außerdem, wie der Bezirksvorstand schreibt, ist das ja erstmal eine Absicht.
    Das Innenministerium hatte schon Absichten die man hier nicht alle einschreiben kann, dafür ist der Blogg zu klein.

  10. Wie schon angemerkt sollten die Einstellungen dort erfolgen wo das Personal fehlt und man sollte den Azubis auch dann gleich sagen wo seine Stelle nach der Ausbildung ist. Der größte Teil soll dann die Löcher auf den Airports schließen.
    Es macht wenig Sinn jemanden aus den Norden einzustellen und ihn nach der Ausbildung nach FFM zu versetzen.

  11. Es wäre schon sinnvoll die Einstellungszahlen zu erhöhen, aber dann bitte um das Doppelte. Jedesmal wenn ein Lehrgang fertig wird bekommt die Dienstgruppe „den Tropfen auf den heissen Stein“ (mal 1 oder 2 neue), die möchten aber nicht bleiben und bewerben sich bei jeder Gelegenheit irgenwohin (hauptsache weg).
    Wen wunderts… wenn bei Werbung heimatnah versprochen wurde und sich die Kollegen nach Absolvierung des Laufbahnlehrgangs 1000 km von der Heimat entfernt wiederfinden.
    Dann soll man halt bedarfsorientiert im Ballungsraum einstellen……….schön und gut………… netter Versuch.
    Hier im Raum München lebt ein frischer KSB (und da ist es fast egal ob Meister oder Kommissar) am Existenzminimum mit seinem Einsteigergehalt. Da bezahlt die Konkurrenz wesentlich besser.
    Vielleicht sollte man bei Interessenten bei der Bewerbung gleich eine Broschüre mit an die Hand geben: Wie beantrage ich eine Hartz IV Zulage? – um halbwegs über die ersten Jahre zu kommen…
    Wer sich in den Ballungsraum begibt oder zwangsversetzt wird und mit dem Gedanken spielt sich hier eine Existenz aufzubauen (Familie, ev. Wohneigentum) kann sich hier als junger Mensch gleich davon verabschieden.
    Wenn hier im Ballungsraum junge Leute angeworben werden sollen, dann muss man schon mit Geld locken und nicht mit „Bei uns kannst Du Hubschrauberpilot werden“.
    Eine Ballungsraumzulage muss her oder die Konkurrenz gewinnt immer wieder im demographischen Wandel.

  12. Ausbildung in der Bundespolizei gehört reformiert

    Das System der Ausbildung und der Fortbildung in der Bundespolizei hat sich nicht bewährt.

    Warum?

    Lübeck als zentraler Standort – Lehre, Bildung und Forschung – ist für viele wegen seiner geografischen Lage völlig unattraktiv. Hochqualifizierte und intelligente Kollegen haben ein sehr bescheidenes Interesse ihren Lebensmittelpunkt nach Lübeck zu verlegen.

    Auch die AFZ ´en sind nicht unbedingt das, was man unter „Familienfreundlich“ versteht.

    Daher sollte die Bundespolizei überlegen, die Aus- und Fortbildung gründlich zu reformieren und mit den Bundesländern Kooperationen eingehen.

    Warum sollten wir nicht gegenseitig voneinander profitieren?

    Einstellung und Ausbildung wären somit in allen Regionen der Republik möglich.

    Direktor

  13. 1.000 sind zwar zuwenig (@gdp immer den Finger drauf lassen!!!)
    aber 1.000 sind ein Anfang.

    Wenn man jetzt schon regional eintellt – also schon für Direktionen, dann bleibt der Verband zwar leer… aber vielleicht werden FFM, MUC und S bald mal voll… dann nochmal eine Großeinstellung für BER und dann ab Einstellungsraten 2015 (also fertig 2017) können ja mal die Verbände befüllt werden.

    Dauert.
    Ist unbefriedigend.
    Aber die KSB im Einzeldienst wissen, dass ab 2017 dann die Verbände wieder Großlagen machen und der KSA-Tausch beendet wird.

  14. @ Direktor

    Wo die Ausbildung stattfindet, finde ich vollkommen uninteressant, viel wichtiger ist dann eine heimatnahe Anschlussverwendung, die dann garantiert werden sollte.

  15. Liebe Kollegen, Hallo Roland.

    Lieber Roland, Du hast schon recht. Nur frage ich mich, warum ich immer nur von Verwendungen der Dienstanfänger nach Beendigung der Laufbahnlehrgänge lese. Aber Beamte, welche seit Jahrzehnten Dienste in Schwerpunktdienststellen verrichten, werden werden erwähnt, noch berückichtigt und schauen wie ich immer in die Röhre. Es kann doch nicht sein, dass man trotz super Beurteilungen, jahrelangen Engagements und stetigen Loyalismus zur Behörde ständig zusehen muss, wie junge Kollegen aus den Laufbahnlehrgängen vor den eigenen Augen auf lukrative heimatnahe Dienstposten gesetzt werden. Man selbst hat weder die Möglichkeit sich darauf zu bewerben, geschweige dessen bekommt man es in der Regel gar nicht mit, dass es diese überhaupt gibt. Wenn ich dann noch erfahre, dass z.B beim Revier Mainz junge Polizeimeister ihren Dienst versehen, und diese sogar gegen den Willen dorthin mussten und noch teilweise mehrere Hunderte Kilometer nach Hause haben, dann kann ich jeden Unmut verstehen und bin sogar selbst einfach nur sauer.
    Es kann doch nicht sein, dass man sich, wenn man sich wie z.B ich im Jahre 2000 freiwillig entschieden hat zum Flughafen Frankfurt /Main zu wechseln, nie eine Chance hat, sich zu verändern. Die Bundespolizeiführung, das Leitbild will vermitteln, dass wir teamoriert sind, das Leistungsprinzip (Eignung, Befähigung bla bla…) wird immer betont. Man engagiert sich, aber kann sich trotz guter Beurteilungen nicht auf diese Stellen bewerben? Gelinde ausgedrückt wird so leider das Leistungsprinzip, jeglicher Gleichheitsgrundsatz sowie fairer Zugang zu Dienstposten mit den Füßen getreten. Und was noch schlimmer ist, und das scheint wohl kaum die Bundespolizeiführung und Leitung der GdP zu erkennen, schwindet so bei den letzten motivierten, engagierten und erfahrenen Beamten das “ Vertrauen“ in die Behörde , aber auch in die GdP.

    Wie kann es sein, dass eine Behörde, welche sich ständig nach außen so modern und professionell darstellt, es nach 20 Jahren immer noch nicht geschafft, ein vernünftiges, transparentes und faires Verwendungskonzept zu erschaffen? In vielen wissenschaftlichen Berichten geht zweifelsfrei hervor, dass zufriedene Mitarbeiter das A und O sind. Die Bundespolizei kann stolz sein auf die in den letzten Jahren erbrachten Erfolge. Ich darf aber auch erwähnen, dass diese maßgeblich durch engagierte Mitarbeiter erbracht wurden. Und gerade daher ist es an der Zeit, dass auch die Behörde aktiv einmal etwas für seine Beamten tut , handelt und nicht immer nur Visionen äußert. Ein Personalverwendungskonzept ist hier unabdingbar. Bei vielen Landespolizeien ist die Berufszufriedenheit ein elementarer Pfeiler. Bei uns ? Manchmal habe ich den Eindruck, als ob das wirklich keinen von der Führung interessiert.

    Und wie Roland bereits erwähnt hat, ist logischerweise die regionale Werbung für die BPOLDen genauso notwendig. Man kennt den Bedarf, man weiß, wo noch etwas zu besetzen ist. Aber gerade dann muss ab sofort ein fairer Zugang geregelt werden. Sicherlich kann man auch junge PM direkt nach dem Laufbahnlehrgang in Bahndienststellen Dienst verrichten lassen. Der Altersdurchschnitt ist ja gerade hier sehr hoch. Aber man muss im Gegenzug auch Beamten in Schwerpunktdienstellen die Möglichkeit geben, sich ebenfalls zu verändern und vor allem sich zu bewerben. Die Stellen gehören jederzeit ausgeschrieben, damit sich jeder fair und unter Leistungsgrundsätzen aber auch aufgrund sozialer Gründe z. B Familie etc. auf diese Posten bewerben kann. Passiert das weiterhin nicht, geht fortan ungebremst viel Vertrauen verloren. Und ich muss ehrlich gestehen, dass es mir auch zunehmend schwer fällt, mich mit so einer ungerechten Unternehmenskultur zu identifizieren. Wenn “ Leistung“ nicht mehr zählt, dann frage ich mich, warum wir noch Beurteilungen verfassen. Ferner hat man keine Chance sich aktiv mit einzubringen und das macht einfach nur sauer. Man sieht nur noch, wie andere Kollegen zum Teil gegen den Willen vor den eigenen Augen auf lukrative Dienstposten gesetzt werden und man selbst hat null Chance zu agieren.

    Konzepte gibt es eigentlich genug. Sicherlich kann man nicht die der Landespolizeien auf die Bundespolizei übertragen, da die Dichte bei der Landespolizei im ländlichen Bereich erheblicher höher und die Kernaufgaben bzw. der Personalbedarf bei der Bundespolizei eher in den Ballungsräumen anzusiedeln ist. Wenn man als junger Beamter vom Norden zum Flughafen Frankfurt versetzt wird, hat man derzeit wenige transparente Zukunftsaussichten. Führt man jedoch Verwendungskorridore von 10-15 Jahren bei Schwerpunktdienststellen ein, erfasst gleichzeit den Bedarf, die Abgänge bei anderen BPOLDen, kann man doch wohl durch ein Mix von Beurteilung, sozialer Komponenten, Bezug zur Heimat etc eine Rangliste wie bei den Ländern erstellen. Ausschlaggebend ist doch, dass der Eindruck entsteht, dass man überhaupt eine Chance hat, sich wieder dienstlich zu verändern. Innerhalb der Bundespolizei besteht da ein erheblicher Handlungsbedarf. Vor allem muss das Gefühl bei den Kollegen entstehen, dass sich Leistung wirklich lohnt und das man nach vielen Jahren “ Rackerns“ auch einmal Anspruch auf Veränderung und auf eine faire gerechte Behandlung hat. Der Mensch ist das wichtigste Gut in der Behörde. Werden wir diesem Anspruch doch endlich gerecht und reden nicht nur !

    Ich muss leider gestehen, dass ich bei diesem Punkt unzufrieden mit der GdP bin. Ihr setzt Euch maßgeblich für die Planungssicherheit der jungen Kollegen nach Beendigung der Laufbahnlehrgängen ein. Aber für Beamte, wie auch ich, welche seit nahezu 20 Jahren Dienst in der Behörde und 12 Jahre bei einer Schwerpunktdienststelle verrichtem, leider ungenügend.

    Gebt endlich allen Kollegen die Möglichkeit sich auf heimatnahe Dienststellen zu bewerben und ermöglicht dies nicht nur jungen Dienstanfängern. Sonst geht sehr viel Vertrauen verloren.

    Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz verloren und verbleibe mit kollegialen Grüßen.

  16. @Hauke
    @Guido Kuhn

    Grunsätzlich könnte ich eure ÜBerlegungen teilen, würde die Realität uns nicht eines besseren belehren.

    Leider gibt es seit vielen vielen Jahren die Vorschläge, wie sie @Guido dargestellt hat und wie sie auch von @Hauke ja wohl gemeint sind. Die GdP hat vernüftige Konzepte vorgestellt. Doch alle wurden von den Behörden konterkariert und somit eiern wir weiter rum – leider. Daher gehören neue Überlegungen auf den Markt die zielführend sind und dauerhaft Beurf und Familie mit einander verbinden.

    Daher @Hauke, kann es meiner Ansicht nach nicht egal sein, wo die Ausbildung stattfindet. Denn auch die Kollegen, die in der Ausbildung sind haben Familien und Wohnorte. Sie müssen nicht in Kasernen neu „erzogen“ weden.

    Wenn wir einen wettbewerbsfähigen Beruf anbieten, müssen wir uns ganz elementar umstellen.

    Leider ist die Bundespolizeiführung nicht dazu bereit. Ich erkenn zumindest keine Ansätze hierzu.

    Direktor

  17. Leider wird in der BPOL seitens vieler Kollegen viel zu viel – und das unberechtigt – gejammert! Oft hört man aus dem Kollegenkreis, die BPOL sei kein attraktiver Arbeitgeber für junge Leute! ABER: Das stimmt nicht! Mehrere tausend Interessentinnen und Interessenten bewerben sich JÄHRLICH bei der BPOL, weil sie die vielfältigen Berufsmöglichkeiten und auch die gute Bezahlung zu schätzen wissen! Insbesondere dann, wenn sie schon mal in der angeblich sooo viel attraktiveren freien Wirtschaft gearbeitet haben! Schon verwunderlich, dass – oft insgeheim – Kollegen ihren Kindern eine Bewerbung bei der BPOL empfehlen! …ich frag mich dann „warum?“, wenn doch angeblich alles sooo schlecht ist!

  18. @flughafenmann,
    neu einestellte Kollegen (md ) gehören nicht in den einzeldienst. dort sind keine planstellen a7 da. sie gehören zunächst in den verband.

  19. „Mehrere tausend Interessentinnen und Interessenten bewerben sich JÄHRLICH bei der BPOL, weil sie die vielfältigen Berufsmöglichkeiten und auch die gute Bezahlung zu schätzen wissen!“
    Oder weil beim EB und in der Ausbildung was anderes als die Realität suggeriert wird.

    Mir hat man gesagt das ich in den Verband komme und das im Norden, also recht heimatnah (Uelzen oder Ratzeburg).
    Wo bin ich gelandet? München Flughafen.
    Und so ging es aus meinem Jahrgang jedem, was dazu führt das inzwischen leider einer nach dem anderen aufhört.
    Aus meinem Ausbildungszug inzwischen 7 von denen die die Ausbildung bestanden haben und das nach nichtmal 2 Jahren…

  20. @Der Einstellungsberater

    Ich sehe hier den Schreibtischtäter, Mo-Fr in der warmen Bude (unterstelle ich jetzt einfach mal). Was machend denn die Kollegen draußen, die „JAMMERN“. Es sind die, die zu zweit (weniger geht ja noch nicht) am Wochenende (wenn die Schreibtischtäter zu Hause sitzen) gegen Gruppen von 10 und mehr besoffenen Partygängern angehen müssen, zu ZWEIT weil nicht genügend Beamte zur Verfügung stehen.

    Ja klar sind 1000 nur der Anfang, und ja es bewerben sich viel für den Beruf des Polizisten, aber wieviele kommen denn durch, und wieviele werden von den Einstellungsberatern nicht richtig beraten. Es wenn es ihnen klar wird was sie wo machen sollen, werden sie wach.

    Es gibt eine Führsorgepflicht des Dienstherren (oder vielleicht nur Arbeitgeber??) gegenüber den eingesetzten Beamten, warum werden denn die Dienstellen mit UNTERSOLL (ich meine nicht die Flughäfen) nicht aufgefüllt?? Es ist kein Geld da. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, in den nächsten 3 Jahren geht viel Personal in den wohlverdienten Ruhestand, diese Kollegen nehmen aber auch ein unheimliches Wissen mit, das unwiederbringlich verloren ist (vor allem im Bahnbereich).
    Es ist richtig, der Beruf ist attraktiv, wenn ich das Leben auch bezahlen kann, hier Flughafennähe. Wenn ich in der Nähe von einem AFZ (was meist am Ars.. der Welt liegt) wohne, kann ich mir das Leben leisten, somit brauche ich dann auch nicht zu JAMMERN, ab die, die am Monatsende nix mehr haben und die Eltern anpumpen müssen, für die ist dieser Beruf nicht attraktiv.

    @Der Einstellungsberater mache doch mal wieder Dienst für 2 Monate auf einem Bahnhof in der Fußball und Urlaubszeit, wenn alles auf einander trifft, und dann schreibe danach noch einmal, ob diese Kollegen JAMMERN.

    Schönen Sonntag noch.

  21. https://magazin.spiegel.de/reader/index_SP.html#j=2013&h=7&a=90931267

    Der Spiegel schreibt es…. zu viele Aufgaben, zu wenig Personal – die Reform hat nicht gewirkt.

    Eine Lösung muss her – eine richtige.
    Die Aufgaben müssen zukunftsgerichtet hinterfragt fragen.
    Was bringt die Aufgabe Bahn in der Fläche?
    Was bringt es Polizeibeamte an den Flughäfen zu verheizen?
    Was bringt es den Ländern, wenn die eine Bereitschaftspolizei haben?
    Muss der Objektschutz durch voll ausgebildete Polizisten gefahren werden?

    Entweder, wir müssen uns reformieren oder wir brauchen unmengen an mehr Personal!

    Die Kernaufgabe Grenze ist eine Schleierfahndungsaufgabe.
    Der Fehler war, dass dort Personal reduziert wurde.
    Langsam wurde (hoffentlich) erkannt, dass Personal notwendig ist.
    Ausbauen der Grenzfahndungsdienststellen.

    Spezielle Zweige der „Flughafenpolizei“. Einstellen und ausbilden nur für Flughafendienst.

  22. Warum macht man das nicht so wie der Gedanke schon mal war.Ausbildung-Verband bis 27jahre-danach evtl.MKÜ bis Mitte 30-dann eine Verwendung im Einzeldienst (aber ohne AO und mit Planungssicherheit).So hätte jeder was davon.

  23. Nachdem bei uns der Rest( 60) der Kollegen einen Freifahrtsschein nach FFM jetzt erhalten haben ,sagen sich deren Nachwuchs und deren Bekannte hier in der Region (Nordost):“ Bundespolizei – nein Danke!!!“ Denn die haben ja schon Vater oder Mutter verar……!!!! Man vergisst in dieser Behörde immer was soziale Bindung dem Menschen bedeutet. Und wenn schon gut qualifiziert dann lieber LaPo!! Viele Kollegen der Landespolizei MV sagen uns das sie SAUFROH sind nicht in unserem Haufen zu dienen,denn was jetzt mit dem Rest der „ungeregelten“ Kollegen gemacht wird grenzt an Leibeigentum!!! Tja, das sehen natürlich auch junge Menschen in unserer Region und somit ist BPOL kein attraktiver Arbeitgeber hier zur Zeit. Zumal jede Abteilung nach der Ausbildung nahestens in Berlin oder SH wäre. Also auch weit weg. Ich rate auch meinem Sohn und Freunden selber sich nicht bei der BPOL zu bewerben.Denn die Jungs sind heimatverbunden und top in der Schule. Also alle Wege offen.
    Zumal er und Freunde mit wachem Auge unsere augenblickliche Situation beobachten.
    Für mich ist die BPOL zur Zeit kein Arbeitgeber mit Zukunft!

  24. @Der Einstellungsberater
    „Schon verwunderlich, dass – oft insgeheim – Kollegen ihren Kindern eine Bewerbung bei der BPOL empfehlen! …ich frag mich dann “warum?”, wenn doch angeblich alles sooo schlecht ist!“
    Ich rate jedem ab, der mich fragt, sich bei der Bundespolizei zu bewerben. Ein Rat an alle Interessierten Schüler: Passt in der Schule auf, macht einen guten Abschluss und lernt was anständiges. Wenn unbedingt Polizei dann Landespolizei. Ist zwar auch nicht alles Gold was glänzt aber zu 99% Heimatnähe und die Attraktivität ist auch besser, da es dort keine 50jährige Obermeister gibt.

  25. @direktor
    Aber so ist es nun mal im Leben. Man kann nicht alles vor der Haustür haben. Und ich denke, 2 bzw.3 Jahre von Zuhause weg, schadet auch nicht. Außerdem kann man nicht überall nun neue AFZ`s aufbauen. Dieses würde Unsummen von Geld verschwenden und vor allem aber Personal, welches jetzt schon überall fehlt.

    Da hier immer wieder gerne mit der freien Wirtschaft verglichen wird, da kann man auch nicht in jeder Stadt das studieren was man will, sondern muss dann auch mal Mutters Rockzipfel verlassen und später nach dem Studium kann man wieder in seine geliebte Heimat zurück.

  26. @roland voss
    habe ich was überlesen oder wo ist deine gute nachricht?

    @der einstellungsberater:
    ich vermute mal, dein nickname ist programm. du must dieses unrealistische bild zeichnen. du kannst ja nicht anders.
    sollte es irgendwann einmal gelingen, das interesse der politik ernsthaft auf die belange unserer behörde zu lenken, wird sie auch mehr für die umsetzung dieser berechtigten forderungen tun -und nicht nur neue uniformjacken kaufen. diese forderung nach attraktivitätssteigerung gilt im übrigen auch für die bundeswehr (königshaus-bericht). allerdings erfordert eine erfolgreiche überzeugungsarbeit nicht nur fähige manager in der bundespolizei sondern auch fähige politiker -und nicht zuletzt die bereitstellung der notwendigen haushaltsmittel.
    zurück zu meinem eingangsatz: nach fast 36 dienstjahren erkenne ich mich in den beiträgen von kollege „2-Stern-Grün-1-Stern-Weiß“ und den anderen beiträgen eher wieder -als in deinem.

    gruß

  27. Alle Verbände sind tatsächlich leer.
    Verbände beinhalten die Aufgaben für junge Menschen und bietet die Planstellen.

    MkÜ soll der Übergang zwischen Verband und Einzeldienst sein

    Vielleicht sollte man das Verlaufsmodell wieder nutzen.

    .
    MKÜen und Verbände können, wenn Verlaufsmodelle wieder greifen, genutzt werden um mit Übersoll heimtnahe Verwendungen zu ermöglichen.

    Schwerpunktdienstellen kann man speiziell mit Sondereinstellungen auffüllen. Z.b. Sonderlehrgänge / Einstellungen von BW.verkürzt auf ein Jahr; für FFM.. Ohne Option sich wegzubewerben. Einstellung direkt als PHM. Ausbildung ein Jahr reicht auch. Wozu sollen ehmalige Soldaten noch Formalausbildung und so lernen. Waffen können die auch, da reicht eine Anpassung.

  28. @Andre

    Ich kann deinen Unmut verstehen und auch deinen Ärger und Frust. Deine Vorstellungen von einer perspektivischen Planung sind nicht realitätsfremd, sondern eigentlich normal.

    Warum hat sich nicht so viel für die Menschen am Flughafen geändert? Wer sind die Manager und was sind ihre Vorschläge? Wer sind die Verantwortlichen?

    Die GdP weist seit vielen Jahren auf die Probleme hin und hat konstruktive Vorschläge gemacht. Sie müssten nur umgesetzt werden. Offensichtlich fehlt den Verantwortlichen hierzu der Mut. Man müsst ja eingestehen, dass man über viele Jahre ein völlig falsches – bzw. gar kein Personalkonzept – hatte.

    Leider hat es bisher keiner der Präsidenten – und vor allem nicht am Flughafen FFM – verstanden, die seit vielen Jahren bestehenden Probleme einer Lösung zu zuführen. Die GdP und ihre aktiven Kolleginnen und Kollegen haben machbare und praktikable Vorschläge auf den Tisch gelegt. Sie könnten schon längst greifen.

    Seit Jahren das gleiche Trauspielt am Flughafen. Das können wir alle nicht mehr nachvollziehen. Deine Darstellung ist daher richtig und ich bin gespannt, ob einer der in der Bundespolizei Verantwortung tragenden sich mit dir in Verbindung setzt und eine Möglichkeit der beruflichen Perspektiven aufzeigt.

    Dein Präsident, lieber Andre, der nun in eine andere Direktion wechselt hat auch eine AG zur Evaluierung der Reform geleitet. Er und seine AG haben mit keinem Wort die Menschen erwähnt, die diese Bundespolizei so erfolgreich machen. Es hat den Anschein, als gehe es ihnen nur um die Arbeit und den Auftrag, um noch mehr Leistung, um noch mehr Kennzahlen … Aber mit keinem Wort habe ich Vorschläge gelesen, die sich um die Menschen drehen. Vielleicht habe ich mich nur verlesen, gerne nehme ich anderslautende Hinweise entgegen. Aber meiner Meinung nach bleibt es eine ganz ganz ganz schwierige, aber dennoch lösbare Sache.

    Ich kann dich nur ermutigen, weiter mit der GdP dieses dicke Brett zu bohren. Es ist ein verdammt dickes Brett, aber wir geben gemeinsam die Hoffnung nicht auf.

    Die Erfolge der Bunddespolizei und deren positive Veränderung der letzten Jahre sind immer mit der GdP verbunden gewesen. Dort setzen wir auch weiter an. Das unterscheidet uns, lieber Andre, für uns – die GdP und ihre Personalräte steht der Mensch wirklich im Mittelpunkt.

    Ich grüße dich mit einem herzliche Glück Auf!

    Roland Voss

  29. @Der Einstellungsberater 9. Februar 2013
    Ich kenne keinen aus dem Kollegenkreis oder aber aus dem privaten Bereich der es empfehlen würde eine Bewerbung zur BuPo zu schicken!
    War es nicht erst letztes Jahr so das die Bewerbungsfrist verlängert wurde um genug Bewerber für den md zu bekommen?
    Um auch nur annähernd Attraktiv zu wirken bedarf es aber anderer Vorraussetzungen, als da wären
    – Heimatnahe Verwendung
    -gute Beförderungsmöglichkeiten nicht nur im Präsidium oder wo auch immer für den KSB und das nicht nur bis A9 oder A9/z
    -eine wirklich gute Bezahlung die es verdient gut zu nennen
    -eine wirkliche Vereinbarkeit von Famillie und Beruf auch Beamte ohne Kinder haben eine Famillie
    und ich könnte noch mehr aufzählen!

  30. @qwer
    Guter Beitrag. Leider hält sich keiner dran. EinPmIN gehört nicht in den Einzeldienst. Ein PmIn ist A 7. Die Planstellen im Einzeldienst fangen bei A 8 an, oder es müsste folglich eine Beförderungsschwemme für PmIn im Einzeldienst geben.

  31. Der Einstellungsberater 9. Februar 2013

    Leider wird in der BPOL seitens vieler Kollegen viel zu viel – und das unberechtigt – gejammert! Oft hört man aus dem Kollegenkreis, die BPOL sei kein attraktiver Arbeitgeber für junge Leute! ABER: Das stimmt nicht! Mehrere tausend Interessentinnen und Interessenten bewerben sich JÄHRLICH bei der BPOL, weil sie die vielfältigen Berufsmöglichkeiten und auch die gute Bezahlung zu schätzen wissen! Insbesondere dann, wenn sie schon mal in der angeblich sooo viel attraktiveren freien Wirtschaft gearbeitet haben! Schon verwunderlich, dass – oft insgeheim – Kollegen ihren Kindern eine Bewerbung bei der BPOL empfehlen! …ich frag mich dann “warum?”, wenn doch angeblich alles sooo schlecht ist!

    ———————–
    Was genau erzählen denn die EB den Polizeianwärtern? Sehr viele Anwärter aus dem Norden erzählen, dass ihnen eine heimatnahe Verwendung „versprochen“ wurde. Ich hier (im Norden) kann immer nur schmunzeln, da völlig realitätsfremd. Und genau das sage ich den Anwärtern auch.

    Es wird somit nicht gejammert, sondern man antwortet den Anwärtern ehrlich! auf deren Fragen.

    Oder wie viele neue PVB hat die Direktion BBS und H 2010, 2011 und 2012 abbekommen?

  32. So wie Roland sehe ich es auch. Die GDP hat etwas vorzuzeigen. Zum Beispiel das ATTP. Ohne dieses gäbe es heute viele Beförderungen nicht. Ich habe noch nie gehört, dass sich ein Dienststellenleiter für Beförderungen oder einen erleichterten Aufstieg eingestzt hat. Nur die GDP macht so etwas.

  33. Es ist sicherlich nicht alles schlecht und auch nicht alles gut. Es gibt auch viel zu kritisieiren. Im Sinne eines Verbesserungsprozesse sicherlich notwendig.

    Mich stört aber, dass konstruktive Kritik nicht ernst genommen wird. Es ist schwer vorstellbar, dass sich schnell etwas ändert, da konstuktive und ehrlicher Kritik immer mit Majestätsbeleidigung verwechselt wird.

    Zur Evaluierung kann ich jedoch sagen, dass die Geheiminskrämerei und „Nichteinbindung“ der Basis tief blicken lässt. Geras so stelle ich mir eine transparente Bundespolizei und eine kooperative Führung nicht vor. Die
    Führungslehre zumindest sagt etwas anderes aus.

    Grüße aus Potsdam

  34. Die ganze Energie die jeder darin investiert sich Gedanken darüber zu machen was die Kollegen mit den silbernen oder goldenen Sternen denken und warum sie dieses tun ,zeigt eindeutig das viele nicht ausgelastet sind.
    Jemand hat mal gesagt,das man sich über Dinge aufregen soll, die man ändern kann.alles andere ist Energieverschwendung.
    Wenn sich jemand für die BPOL bewirbt, wird er wohl kaum so naiv sein und hoffen auf einer Dienststelle 10 min von zu Hause aus hinzukommen.
    Wird sind die Bundespolizei. Beim Wort Bund sollte ein gebildeter Mitteleuropäer wissen was das bedeutet.
    Das ein A7 nicht auf eine 8/) Stelle kann, zeugt mal wieder von gefährlichem Halbwissen.
    Die BPOL ist eine Behörde. In einer Behörde dieser Größe etwas zu ändern , geht nicht von heute auf morgen.
    Die Bezahlstruktur ist besser wie sämtliche Länderpolizein im Osten. Unsere Ausstattung ist auch nicht die schlimmste.
    Das Problem ist, das eine Mentalität in unserer Behörde einzug gehalten hat,die seines gleichen sucht.
    Wem es nicht gefällt der kann gerne gehen. Das interessiert weder jemanden noch ändert sich dann etwas.
    Es wurden mit dem VAV und dem 2 Jährigen Aufstieg möglichkeiten geschaffen sich zu verändern. Aber wie es sich gehört werden zig Gründe aufgelistet warum das nicht geht.
    Wem das zuviel ist 2 Jahre oder 6 Monate sich zu bewegen,der soll bitte aufhören die Behörde zu kritisieren dass er seinen Bauerhof nicht sehen kann.

  35. SPIEGEL ONLINE vom 10.02.13

    Die Neuorganisation der Bundespolizei bleibt ohne Wirkung, da es in den vielen neuen Aufgabenbereichen an Personal mangelt

    http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/neuorganisation-der-bundespolizei-bleibt-ohne-wirkung-a-882163.html

    EVALUATION – SPIEGEL ONLINE weis mehr als die Beschäftigten.
    Danke Bundespolizei !
    Danke für die Transparenz!

    Unglaublich

  36. Der „Einstellungsberater“ will hier eh nur provozieren, ansonsten schlaf schön weiter. ;)

    Auch ich konnte erst neulich meine Nichte erfolgreich von einer Bewerbung bei der BPOL abhalten! Und glaubt´s mir, genau dieser ganze Blödsinn vom „Einstellungsberater“ wurde ihr versprochen, unglaublich…

  37. @aeM
    „Schwerpunktdienstellen kann man speiziell mit Sondereinstellungen auffüllen. Z.b. Sonderlehrgänge / Einstellungen von BW.verkürzt auf ein Jahr; für FFM.. Ohne Option sich wegzubewerben. Einstellung direkt als PHM. Ausbildung ein Jahr reicht auch. Wozu sollen ehmalige Soldaten noch Formalausbildung und so lernen. Waffen können die auch, da reicht eine Anpassung.“

    Was für ein komischer Vorschlag. Und alle die ihr Dienstjubiläum als Obermeister gefeiert, deine Meinung nach selbst schuld daran sind, und die normale Ausbildung durchlaufen haben, sind die Gelackmeierten.
    Sagt jedem die Wahrheit, dass es für die Meisten keine heimatnahe Verwendung geben wird. Das die Beförderungssituation schlecht ist, auch wenn unser IM „nur von 9 POM spricht“ die mit diesem Amt in Pension gegangen sind, die Zahl sich aber in Zukunft noch erhöhen wird und auch sonst wenig Rücksicht auf Familienvereinbarkeit und Beruf genommen wird. Erst dann soll sich jeder Schüler entscheiden.

  38. MeineMeinung 10. Februar 2013

    ………….Oder wie viele neue PVB hat die Direktion BBS und H 2010, 2011 und 2012 abbekommen?
    —————-
    Ich habe da das Gerücht gehört dass wir 2013 auch wieder NICHTS abbekommen werden.
    Seit Jahren höre ich immer nur „Überhänge“ abbauen.
    Und jetzt noch die wie ich meine überflüssigen Versetzungen der Kollegen aus dem Nordosten nach Sonstwohin. Hat mal einer nachgezählt wieviele Kollegen unserer Direktion im laufe des Jahres nach Hause in den wohlverdienten Ruhestand gehen und entsprechend Plansstellen freiwerden.
    Also was soll das ?

    Und dann muß man hier noch das Loblied des Einstellungsberaters lesen :(

    Ich bleibe dabei. Jeder Interessierte für den Polizeiberuf wird von mir die Empfehlung bekommen es doch lieber bei den Landespolizeien zu versuchen. Dort ist der Wirkungskreis erheblich kleiner und die Heimatnähe ist dort auch eher wahrscheinlich.

    Vieleicht erinnert sich noch jemand an die Einstellungen anläßlich des 11/9. Die beiden Züge, für uns ausgebildet und dann ab nach Rosenheim, mit teilweiser Abordnung nach Lörrach. Dort habe ich einige dieser Kollegen dann wiedergtroffen.
    Das war nur ein Beispiel Herr Kollege Einstellungsberater.

  39. Also in Zeiten massenhafter Praktikantenverträge und Zeitarbeitsverhältnisse ist eine sichere Vollzeitbeschäftigung bei der BPOL nicht das Schlechteste, allerdings sollte ein regioneler Bezug gegeben sein.
    Nochmal zur Überschrift “ Die BPOL beabsichtigt……“. Das ist noch lange nicht Fakt.
    Zur Zeit werden händeringend Unterbringungsmöglichkeiten für die 200 zusätzlichen Einstellungen gesucht, wofür in erster Linie die Abteilungen gefragt wurden. Aber da wir ja nur noch Mieter sind, ist auf die Schnelle nur noch wenig möglich etwas zu organisieren. Also ich sehe da noch ein grßes Fragezeichen

  40. Hallo liebe Leute,

    ich fing 1994 beim BGS in Schwarzenbek an. Die Ausbildungszeit war einer der intensivsten Erfahrungen meines Lebens. Diese Zeit möchte ich nicht missen. Aber schon unmittelbar nach Ende des Laufbahnlehrgans kam das böse Erwachen. Ich landete, auf eigenen Wunsch, in einer EHu in Blumberg. Diese Zeit war gekennzeichnet von einer permanenten Unterforderung und einer latenten Angst vor irgendwelchen Abordnungen. Nicht die ABordnung an sich war das Problem, sondern das wie. Ich erhielt auf einem Sonntag!nachmittag den Anruf, dass ich mich Dienstags in Ludwigsdorf melden solle. Zu diesem Zeitpunkt war ich zwei Monate in dieser EHu und habe ganze zwei!!!! Einsätze absolviert. Nach drei Monaten kam ich zurück und durfte weitere drei oder vier Einsätze fahren, bevor ich zum Schloß Bellevue gehen musste. Das muss man sich vorstellen, ich war ein junger Polizeimeister und voller Motivation. Diese lief komplett ins Leere. Es wurde nicht besser. In den laufenden Jahren stieg die Anzahl der Abordnungen, insbesondere in den O-Schutz weiter an. Im gleichen Maße wuchs die Frustration. Wie gesagt, da war ich 20,21,22 Jahre alt. In dieser Zeit wuchs der Entschluß in mir zu einem anderen Bundesland zu wechseln. Heimatnähe spielte da schon keine Rolle mehr. Ich wollte nur noch weg. Von Bayern bis SH gingen die Bewerbungen. Geklappt hats in meiner Heimatstadt Berlin. Nun gut, manch einer wird jetzt sagen, so ein Trottel, landet doch glatt im Pleiteland. Tja, das ist wahrlich nicht so schön, dass ich ein paar Kröten weniger bekomme. Aber der Punkt ist der, ich kann, selbst wenn ich die berühmten goldenen Löffel klaue, maximal 30 km weit versetzt werden. Ich erlebe jeden Tag das komplette polizeiliche Spektrum und muss keine ANgst haben, dass ich bis zum Sankt Nimmerleinstag Vorfeldstreife fahre oder die Kiesel am Schloß Bellevue zähle.Nebenbei bin ich seit meinem Wechsel 2001 als PM bis zum PK gekommen. So ganz ohne Lehrgang. Ich bin Mitte dreißig und wenn ich noch vom Wickeltisch falle gehe ich als PHK in Pension. Auch ohne Lehrgang. Naja, Gruppenführerlehrgang hab ich vor Ewigkeiten mal gemacht. Ich rate auch jedem jungen Menschen, der mich fragt. dass er lieber zu irgendeinem Land gehen sollte. Die Bundespolizei ist am Ende. Der Bund sollte vielleicht noch ein paar BPA en vorhalten, den O-Schutz durch Angestellte ( Bsp. Land Berlin ) sicherstellen und Basta. Den Rest ans jeweilige Land. Kostenfragen lassen sich lösen.

  41. Goethe hat hier eine interessante Karriere beim BGS beschrieben. Mich wundert, daß er überhaupt zur LaPo versetzt wurde. Die Frage ist, warum es die Organisation hatte so weit kommen lassen, schließlich gibt es in der Tat nicht wenige interessante Verwendungsmöglichkeiten.
    Soweit man in Berlin vom PM bis zum PHK ohne Lehrgang durcbefördert werden kann, stellt sich die Frage, wozu es Laufbahngruppen überhaupt noch gibt.

    Schotterhans schreibt, eine Behörde dieser Größe könne sich nicht von heute auf morgen ändern. Das ist wohl wahr. Ich glaube auch, daß die ständige Vergrößerung der Behörde ein Irrweg ist. Als wenn die Bundespolizei mit dem BKA fusionieren soll und dann auch noch die Bundesfinanzpolizei übernehmen soll, wird alles noch schwerfälliger.
    Goehte schreibt, die Bundespolizei sei am Ende. Ich meine, wenn eine Behörde nicht mehr in die Zeit paßt, muß man über die Auflösung und die Umverteilung der Aufgaben nachdenken. Auch ich kann mir vorstellen, einige Aufgaben an die Länder abzugeben, z.B. in Bundesauftragsverwaltung. Dann wäre auch die Kostenfrage gelöst und der Bund hätte immer noch Einfluß.

  42. Zu Goethe
    Klarer geht es nicht. Was ist dagegen einzuwenden am Flughafen ältere Kollegen einzusetzen. Ich denke dass ich auch im Alter versuchen werde zum Flughafen zu kommen.

  43. @Sachbearbeiter

    Anfang 2001 war die Tür einen Spalt weit auf und ich hab mich durchgezwängt. Im Übrigen noch weitere Kollegen. Und wozu die Laufbahngruppen? Keine Ahnung. Abschaffen…

  44. 1000 Neueinstellungen sind fast schon zu wenig, wenn man bedenkt wie viele Kollegen in den Ruhestand gehen und wie wenig Personal auf den Dienststellen vorhanden ist.
    Auch unsere Dienststelle überaltert langsam. Es würden dringend ein paar junge Kollegen und Kolleginnen gebraucht.

  45. @Sachbearbeiter,
    die BPOL hat schon die BAB sowie die Wasserschutzpolizei an die Länder in Auftragsverwaltung abgegeben. Somit fehlen für die PVB schon jetzt heimatnahe Arbeitsplätze. Das Problem ist, dass wir alle Älter werden. Dieses Problem kannte der alte BGS nicht, da wir unterschreiben mußten ( Ich zumindest ) dass ich später zum Land wechsel ( Unterschrieben auf dem Laufbahnlehrgang ), wenn ich keine Verbleibstelle habe. Wie gesagt, wenn die BPOL ihre Aufgaben wieder selbst wahrnimmt wären viele Probleme gelöst. Man hätte eine Fahndungs / Verkehswegepolizei.

  46. @r 12
    Wir haben doch jetzt schon zu wenig Beamte für die vielen verschiedenen Aufgaben und Fremdverwendungen. Wie sollen wir da auch noch BAB und Wasserschutzpolizei bedienen ?
    Wir wollen immer alles machen, aber nichts richtig.

  47. Hallo,

    wenn ich lese, dass sich junge Leute für die BPol interessieren und auch später beginnen, dann habe ich gemischte Gefühle. Einerseits denke ich an meine Zeit und die Ausbildung, die schlechteste war sie nicht. Aber danach kam ich in eine Abteilung und wurde abgeordnet, Einsätze und -entmündigt-, was eigene Entscheidungen betraf.

    Dann durfte ich erfahren, was im damaligen BGS „Reform“ bedeutet. Ich musste innerhalb eines Monats zum Flughafen. Dort hingezogen und mich fast jeden Tag gefragt: „Soll das alles sein, für den Rest meines beruflichen Lebens? Weit weg von meinen Wurzeln, keine Aussicht auf Perspektiven?“ Wenn ich all die Kollegen sehe, die täglich in der Box sitzen oder im Terminal Streife laufen, dann klingen mir die Worte des Einstellungsberater in meinen Ohren, habe die Werbungszeitschriften vor den Augen – in der Realität war nichts zu spüren von Abenteuer und Verwendungsmöglichkeiten. Gut, für einige bestehen Möglichkeiten, das will ich gar nicht bestreiten, aber es wird eben suggeriert, für die meisten.

    Ich habe mich dann bewegt, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Studium war die einzige Möglichkeit dort raus. Nach drei Jahren konnte ich dem „Hafen“ „Winke Winke“ sagen – für immer. Das war das Beste am absolvierten Studium. Ich will nicht verhehlen, dass ich im gD mehr Möglichkeiten hatte. Nach einer Spezialverwendung ging ich ins AFZ, bekam Verantwortung und machte den Job gern. Außerdem war ich daheim, jeden Tag. Ich habe „meinen“ Anwärtern immer gesagt, was sie erwartet, wie es „draußen“ ist. Und oftmals bekam ich den Eindruck, man glaubte es nicht. Warum auch, es war wie bei mir: „Mich trifft es schon nach der Ausbildung nicht! Andere werden abgeordnet, oder versetzt…“

    Leider war alles nur auf Aborordnungsbasis. Eine Perspektive auf eine dauerhafte heimatnahe Verwendung hatte ich nicht. Deshalb habe ich alles auf eine Karte gesetzt und in ein anderes Bundesland getauscht, zur LaPo. Ich war noch weiter weg von daheim, musste mich „Zurückernennen“ lassen, privatversichern… Meine Verwendungen in der BPol zählten nichts. Es ging raus auf die Straße. Neulernen war angesagt.

    Nicht mal ein Jahr später habe ich das Bundesland wieder gewechselt. Heute, knapp 2,5 Jahre später bin ich auf einer kleinen Dienststelle und zu Hause. Ich mache abwechslungsreiche Polizeiarbeit, ich habe zufriedene Kollegen und ich weiß, hier muss ich nicht mehr weg, wenn ich nicht möchte. Klar, es ist nicht alles perfekt. Aber wenn ich eines gelernt habe, wenn manche Kollegen schimpfen oder meckern, dann werde ich oftmals ruhig und denke an viele Kollegen von der BPol, was diese für Probleme und Sorgen haben, dann werden andere Dinge relativ klein.

    Ich bereue nichts und bin froh, es gewagt zu haben. Natürlich hätte ich auch verlieren können.
    Was ich damit sagen will, die BPol bietet nur etwas für Beamte, die sich bewegen wollen. Der Rest wird bewegt, auch gegen den Willen. Schlimm finde ich, dass viele Einstellungsberater nicht alles sagen, dass sie lügen, will ich gar nicht mal unterstellen. Illusionen sollten nicht geweckt werden, die dann wie Seifenblasen platzen.
    Persönlich rate ich jedem ab, schon gar nicht in den mD. Das geht nicht gegen die Leute, sondern allein gegen die Perspektiven.

    Alles ist meine persönliche Meinung, niemand soll sich angegriffen fühlen. Ich finde es ok, wenn Leute in der BPol ihre Erfüllung gefunden haben.

    Ich lese oft hier, habe noch Kontakt zu Kollegen und hoffe, dass sich in dieser Behörde irgendwann mal was ändert.

    Gruß…

  48. Summa Summarum:

    Viel zu wenig PVB und Viel zu Viel Aufgaben!

    Richtig?

    So sagt es die Evaluation.

    Schlimm!

    Warum?

    Die Kleinene werden ausgebeutet !

    Die Großen kommen damit klar – werden befürdet und und und …

    Wir KSB haben die Schnauze voll !

    Punkt aus und Ende !

    Mein Tipp: Auflösen!

  49. Für alle die es bis jetzt immernoch nicht wissen….. Die Planstellen beim Verband sind nittlerweile 7/9 Stellen und es laufen auch bei uns schon PVB als PHM rum.
    Vielseitiger sind wir allemal und auch qualitativ höherwertiger als so mancher ( Flughafen“polizist“) glaubt.
    Die Zeiten des Abwertens von Verbands PVB sind schon lange vorbei Ihr Träumer.
    Man ist das hier eine Lästerstube

  50. Tja eine Einstellung im mittleren Dienst kann man in dieser Behörde wirklich nicht empfehlen.
    Da muß ich mich Lucky anschließen. Es geht nicht um die Leute sondern um die nicht vorhandenen Perspektiven !

  51. Polizeiarbeit muß auch für den Steuerzahler bezahlbar bleiben, deshalb halte ich die drei geteilte Laufbahn auch für gut.
    Das man aber Leute direkt im gd Dienst als Führungskräfte einstellt und als Grundlage dafür das Abitur nimmt halte ich für falsch. Was mich persönlich stört ist das voran kommen nach dem derzeitigen Beurteilungssystem, was alleine auf sympathie und antpathie beruht. ( auch wenn es gesetzleskonform ist ) Mich persönlich erinnert das immer an den Transplantationsskandal.Besser fände ich es Beförderungen durch regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen zu binden.

  52. Sicher erzählen die Einstellungsberater den potenziellen „Neuen“ was von heimatnaher Verwendung. Geht aber nur in den seltensten Fällen bei der BPOL. Die erzählen es halt, sägen nicht am eigenen Stuhlbein, sonst bräuchten wir bald nur noch die Berater in Ballungsräumen. Alles andere ist uninteressant.
    Wie würde es aussehen, wenn ein faires Personalverwendungskonzept entstehen würde. Die Länderpolizeien schicken ihre Leute für eine mittelfristige Zeit in die Ballungsräume und kommen dann auch wieder dort weg….wer möchte bleibt.
    Ich habe es nach 8 Jahren an einer Schwerpunktstelle geschafft weg zu kommen zu Gunsten einer heimatnahen Verwendung. Leider wurde die zu übertragende Stelle im Zuge der Reform gestrichen, weil vollzugsfremde Aufgabe und ich konnte mich nur über etwas mehr als 5 Jahre in Heimatnähe freuen (lediglich abgeordnet).
    Danach ging es wieder zurück und der erste Kontakt war dort mit Uniformierten im Innendienst, die einem den Spindschlüssel aushändigen Personalbögen erstellen usw., also halt Vollzugsaufgaben. Das ist doch u. a. bei der BPOL ein Riesenproblem, dass es zuviel PVB gibt, die keine Polizeiarbeit leisten. Aber wir leisten es uns halt. Für mich ist das ganze ziemlich frustrierend und das Wohl des Beamten anscheinend egal.

  53. Mir macht es schon sauspass.
    Ich hatte die Möglichkeit zum Land zu wechseln und habe es zum Glück nicht getan.
    Ich bin zwar umgezogen, aber aus meinem Heimatdorf sind viele weggezogen; nicht nur innerhalb von Deutschland.
    Glaubt ihr wirklich, dass andere Arbeitgeber nur Bonbons verteilen?
    Ich kenne Menschen, die wurden nicht nach Sozialpunkten befragt, sondern da wurde gesagt: nächste Stelle Ausland oder du wirst nichts mehr. Da interessieren in vielen Bereichen private Belange gar nichts. Jedes Wochenende frei aber drei Tage die Woche nicht zu Hause. Und Landespolizei ist teilweise richtig schlimm.

    Mir geht es saugut.
    Unsere Behörde macht nur einen riesen Fehler mit dem Verheizen von jungen Leuten. Gezielt für Schwerpunkte einstellen und gut ist.

  54. @ aeM
    Besser einer als keiner. Ich finds sauschön, dass Du Dich so wohlfühlst. Dann hast Du wohl Dein Plätzchen gefunden. Vielleicht hattest Du Glück, bist außerordentlich befähigt odet hast einfach nur die schmerzhafteren Ellenbogen. Woher Du Deine Weisheiten bezüglich der Landespolizei nimmst würde mich auch mal interessieren. Also 90% der Kollegen vom Bund mit denen ich gelegentlich noch spreche würden umgehend zum Land wechseln. Nur um der Katastrophe Bundespolizei zu entgehen. Vielleicht waren es auch 91% . Grobe Schätzung. Deine Aussage, dass Du zum Land hättest wechseln können finde ich auch spannend. Ich weiß ja nicht in welcher Besoldungsgruppe Du rumdümpelst, aber Headhunter sind mir noch nicht untergekommen. Ausser vielleicht wenn es um die Stelle eines Polizeipräsidenten geht. Um zum Kern dieser Diskussion zurückzukehren, die Bundespolizei ist unattraktiv geworden wenn es um dss Berufsbild des Polizisten geht. Es ist richtig, dass die Bundespolizei sehr interessante Tatigkeitsfelder bietet, die die Landespolizei nicht oder nur sehr begrenzt bieten kann. Aber bei einer Mammutbehörde wie die BPol nun mal ist, sind diese Tstigkeiten nur einer sehr begrenzten Anzahl von Kollegen zugänglich. Die große Masse lebt mit Zukunftsängsten. Und das nur wegen einer verfehlen Personalpolitik.

  55. Moinsens!

    @Goethe
    Sehr schön beschrieben. Ich als Bundespolizist habe noch Kontakt zu Kollegen, die ebenfalls den Absprung zur Landespolizei geschafft haben. Keiner dieser Kollegen wünscht sich zur Bundespolizei zurück und das trotz teilweise schlechterer Bezahlung aufgrund niedrigerer „Landesbesoldung“.
    Bewerber für den Polizeiberuf in der Organisation Bundespolizei gibt es genug, dass ist sicherlich richtig. Fraglich ist nur, welcher Prozentsatz dieser Bewerber charakterlich und „leistungstechnisch“ in das Berufsbild des Bundespolizisten passt und welche teils abstrusen Vorstellung der Berufsrealität in der Bundespolizei vorherschen.
    Nehmt mal im Rahmen eines EAV für Berufsanfänger als Beisitzer o.Ä. in den prüfenden Auswahlkommissionen teil, dann relativiert sich schon die große Zahl der Bewerber.

    Auch im Bereich der Länderpolizeien liegt sicherlich etliches im Argen, dass wird keiner ernsthaft bestreiten.
    Ich wage aber zu bezweifeln, dass dortige Reformen mit dem Beginn einer neuerlichen Reform enden. Überdies bedeutet das für die Mehrzahl der Beamten sicherlich auch nicht, dass Umzüge über mehrere hundert Kilometer in Erwartung stehen.
    Vorgenannter Umstand scheint mir aber eines der gewichtigsten Argumente der meisten Kollegen zu sein, die mit der Gesamtsituation in der Bundespolizei unzufrieden sind (verharmlost ausgedrückt).

    Bonbons werden heutzutage wohl wirklich die wenigsten Arbeitgeber zu verteilen haben. Allerdings kann ich die ewigen Vergleiche mit der freien Wirtschaft wirklich nicht mehr hören. Vergleichen wir doch bitte nicht Äpfel mit Birnen, sondern etwas, was sich wirklich vergleichen läßt. In diesem Fall kommen für mich dann wirklich nur Polizeibehörden in Betracht.
    So lange aber die Bundespolizei in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht stattfindet und die Bevölkerung sich folglich auch nicht für „Ihre“ Bundespolizei einsetzen wird, bleibt also alles wie es ist.
    Da wird die örtliche Polizeidienststelle doch ganz anders wahrgenommen und erfährt auch die entsprechende Wertschätzung/Unterstützung der Bevölkerung.
    In meinem dienstlichen Microkosmos heisst es nämlich vielfach nur noch: „Ach, Euch gibts auch noch? Lange nicht gesehen!“
    In unserer Flächeninspektion, die nicht Schwerpunktdienststelle ist, ist eine präventivpolizeiliche Aufgabenerfüllung speziell im § 3 BPOLG mit dem vorhandenen Personal nämlich schlicht unmöglich.

    Daher erwarte ich im Rahmen der nächsten Reform auch eine Gesetzesänderung im § 3 BPOLG, der sich dann so darstellen müsste:
    „Die Bundespolizei hat – IM BEREICH DER SCHWERPUNKTDIENSTSTELLEN – die Aufgabe, auf dem Gebiet der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren, die……“

    Munter bleiben!

    Gruß

    AB

  56. @Torsten
    Richtig,wir haben zu viele PVB die im Büro sitzen.Leitstelle,Sachbearbeiter PT,IT,Personalrat,Trainer,Lehrer IT,Auswerter etc.
    Hinzu kommen die reichlich Angestellten die die gleiche Arbeit machen.Und das in einer Inspektion wo die KSB weg müssen.

  57. Nicht alles kann auch von einem Tarifangestellten oder Verwaltungsbeamter erledigt werden. Aber es gibt doch einige Posten, wo wir Polizeiressourcen verschwenden.

  58. @AB
    Daher erwarte ich im Rahmen der nächsten Reform auch eine Gesetzesänderung im § 3 BPOLG, der sich dann so darstellen müsste:
    “Die Bundespolizei hat – IM BEREICH DER SCHWERPUNKTDIENSTSTELLEN – die Aufgabe, auf dem Gebiet der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren, die……”

    Ich glaube nicht, dass es zu so einer Gesetzesänderung kommt. Ich bin eher der Meinung, dass es nach dem Prinzip „Sekt oder Selters“ kommt. Und da sind wir schon wieder beim Thema Personal. Wenn es der „BGS“ ernst meint, dann kommt das Personal, oder die Aufgabe nach § 3 BPOLG wird komplett abgegeben. Wie gesagt, das mache ich und das mache ich nicht, wird es wohl nicht geben.

  59. Oft liest man in den Beiträgen, die Einstellungsberater würden den jungen Bewerbern nicht die Wahrheit bzgl. ihrer weiteren Verwendung sagen. Das stimmt nicht! Die Aufklärung darüber, was bundesweite Verwendung bedeutet, erfolgt – jedenfalls bei mir – NICHT nur im Nebensatz. Aber das scheint den jungen Interessenten – zumindest anfangs – „egal“ zu sein; Hauptsache es klappt mit dem Traumberuf. Und diese persönliche Entscheidung eines jeden kann man den Einstellungsberatern nicht anlasten. Im Übrigen könnte ich selbst auch sagen, mein EB hätte mich damals belogen, da ich jetzt nicht heimatnah verwendet werde. Aber mit Sicherheit hat er vor 10 Jahren auch nicht die Entwicklung der BPOL vorhersagen können! Und auch heute haben die EB immer noch keine „Kristallkugel“. Zugleich ist es mir natürlich verständlich, dass eine Verwendung 700km von zu Hause entfernt, mit Sicherheit nicht für Begeisterung sorgt!

  60. Guten Tag Zusammen.
    Ich habe das Thema hier rege verfolgt. Zu vielen Dingen kann ich natürlich als Nichtangehöriger der BPOL nichts sagen.
    Jedoch erkenne ich viele parallelen zur Bundeswehr. Ich selbst bin seit 11 Jahren Soldat im Infanterie Bereich.3 Jahre davon als
    Diensthundführer. Ich denke ich habe bereits eine sehr gute Ausbildung erhalten.
    Die Dienstzeit endet nun und ich würde gerne zur Pol bzw BPol wechseln. Jedoch sind die Anforderungen in den Einstellungstest
    für einen 31 jährigen Soldaten der seit 15 Jahren aus der Schule ist nicht zu schaffen. Neue Rechtschreibreform etc. An einem lächerlichen Diktat
    scheitert es bei vielen. Es gibt so viele willige und top ausgebildete Soldaten die es so nicht schaffen zur Pol oder BPol zu kommen.
    Ich kann das einfach nicht nachvollziehen das man so qualifiziertes Personal einfach verheizt.
    90% der Soldaten ist der Einsatzort dazu noch egal da sie die Kinderlandverschickung bereits kennen.
    Vielleicht sollte die Pol u BPOL dort mal was ändern.

  61. Grüßt euch =) Ich konnte aus den vorangegangen Erfahrungsberichten und Meinungen viele interessante Informationen entnehmen. Ich beschäftige mich zur Zeit mit dem Gedanken zur Bundepolizei zu gehen, beworben habe ich mich schon und mein Einstellungsberater hat mir natürlich auch versprochen, dass ich heimatnah eingesetzt werde. Jetzt kommt meine sehr allgemeingehaltene Frage: Soll ich wirklich in den mittlerenn Dienst der Bundespolizei als sportlicher, kreativer, selbstbewusster, relativ geblideter(Fachabi), junger Mann eintreten oder ratet ihr mir, als erfahrene Bundespolizisten, eher davon ab?