Digitale Kriminalität bedroht zunehmend die innere Sicherheit

Bild: Gerd Altmann_pixelio.deBerlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert Wirtschaftsunternehmen und staatliche Betriebe auf, jede Form von bekanntgewordener Cyberkriminalität zur Anzeige zu bringen. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Der Staat darf seinen Strafverfolgungsanspruch in keinem Deliktsbereich aufgeben und sein Gewaltmonopol nicht gefährden.“ Mit Sorge bewertet die GdP die im Bereich der deutschen Wirtschaft erkennbare Tendenz, Angriffe gegen EDV-Anlagen lediglich durch private Sicherheitsunternehmen verfolgen zu lassen.

Im Vorfeld des 16. Europäischen Polizeikongresses, der am kommenden Dienstag, 19. Februar 2013 in Berlin beginnt und unter dem Thema „Schutz und Sicherheit im digitalen Raum“ steht, sagte Witthaut: „Insbesondere der Bereich der Strafverfolgung muss auch in Zukunft nicht nur in der Verantwortung der Ermittlungsbehörden liegen, sondern diese Verantwortung muss durch entsprechende Ermittlungsverfahren, die aufgrund von Anzeigen aus dem Bereich der Wirtschaft geführt werden, verdeutlicht werden.“

Nur wenn es gelänge, Wirtschaftsunternehmen von der Notwendigkeit von Strafanzeigen nach entsprechenden Cyberattacken zu überzeugen, könne insbesondere das Dunkelfeld aufgeklärt werden. Witthaut begrüßte, dass die Verbreiter des sogenannten Lösegeld-Trojaners, auch BKA-Trojaner genannt, mit Unterstützung eines privaten IT-Sicherheitsunternehmens in Spanien gefasst werden konnten.

Witthaut: „Die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen ist zu begrüßen, jedoch darf die Polizei nicht allein darauf angewiesen bleiben.“ Witthaut forderte, die Polizei mit Technik, Ausbildung und personeller Ausstattung auf die Herausforderungen durch kriminelle Machenschaften im Netz besser aufzustellen. Witthaut: „Die Gefahren für die innere und äußere Sicherheit und für die Volkswirtschaft wachsen bedrohlich. Die Polizei darf der technologischen Entwicklung nicht hinterherhinken.“

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Themenbereich: Aus dem Bundesvorstand | Drucken

1 Kommentar
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  1. http://www.wiwo.de/politik/europa/euro-krise-eurozone-vor-dem-grossen-knall/v_detail_tab_comments/7793856.html?pageNumber=2&commentSort=chrono

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/23/aktenzeichen-12657212-eu-will-alle-buerger-bei-terrorverdacht-bespitzeln/

    http://de.ibtimes.com/articles/26246/20130215/frank-sch-ffler-der-fish-stinkt-vom-kopf-her-die-krise-erreicht-die-mitte-europas.htm

    Ich empfehle immer die Kommentare-um einen echten Eindruck zu bekommen.

    Daher werden bald die echten Probleme kommen, mit denen die Polizisten hierzulande konfrontiert sein werden. Es hilft nicht, auch nicht einer Gewerkschaftsvertretung, den Kopf in den Sand zu stecken und NICHTS zu tun! Es ist höchste Zeit, in den Sicherheitsfirmen wie der BUPOL endlich mal eine Debatte dahingehend anzustrengen, wie wir uns bei den kommenden Bürgerunruhen und dem Chaos nach dem Welt-und EURO-Finanzcrash verhalten sollen und werden! Sind wir dementsprechend ausgerüstet? Sind wir mental vorbereitet? Ich glaube, die Masse der Bediensteten ist es nicht! Warum nicht?! Wer hat Interesse daran, daß es so ist? Sollen das die Besatzungsmächte tun-polizeiliche Aufgaben im Inland des „Vereinigten Wirtschaftsgebietes gem. Art.133 GG“ wahrnehmen? Die rechtlichen Grundlagen hätten diese-alles nachzulesen in frei zugänglichen Quellen!
    Wir sind jetzt schon nicht in der Lage unsere (teils sinnlosen) Aufgaben zu erfüllen! Ich mache mir große Sorgen-auch ich habe eine Familie.