Gleitende Arbeitszeit für Einsatzeinheiten der Bereitschaftspolizei

Frank Martini, GdP-Direktionsgruppe BBPOL

Frank Martini, GdP-Direktionsgruppe BBPOL

Flexibilisierung der Arbeitszeit ist immer wieder ein Kernthema, wenn es um mehr Mitarbeiterzufriedenheit in der Bundespolizei geht. Bislang war jedoch ein großer Teil der Kolleginnen und Kollegen normativ ausgeschlossen von den Möglichkeiten, die z.B. die gleitende Arbeitszeit bietet.
Nunmehr hat der Präsident der Bundespolizei, Dr. Romann, per Erlass vom 11.02.2013 die Möglichkeit eröffnet, für alle Einsatzeinheiten der Bundesbereitschaftspolizei einen Arbeitszeitkorridor zu Beginn und Ende der täglichen Regelarbeitszeit einzurichten.

Was bereits seit langem für einen Teil der Angehörigen der BBPOL zum gewohnten Alltag gehört, ist nach einer zweijährigen Pilotphase in der BPOLABT Hünfeld nun auch als Gleitzeit in begrenztem Umfang für die Einsatzkräfte möglich. Hierdurch wird gerade denjenigen, die stets sehr flexibel und ohne lange Vorlaufzeiten ihr Privatleben mit den beruflichen Anforderungen in Einklang bringen müssen, entgegen gekommen. An einsatzfreien Arbeitstagen können die Kolleginnen und Kollegen hierdurch ohne größeren Verwaltungsaufwand z.B. besser regionale Verkehrsmittel nutzen und Fahrgemeinschaften mit den „Gleitzeitlern“ bilden.

In der regelmäßigen Evaluierung des „Hünfelder Modells“ wurde eindeutig festgestellt, dass es keinerlei Nachteile für den Dienstbetrieb gibt. Anfängliche Vorbehalte von Führungskräften bezüglich der Einsatz- und Handlungsfähigkeit der operativen Einheiten konnten zweifelsfrei widerlegt werden.

Nach den Maßgaben des Erlasses kann diese Arbeitszeitregelung nun auf alle anderen Bundespolizeiabteilungen ausgeweitet werden, wenn die Mitarbeiter dies wünschen.

Die seit vielen Jahren initiierten Bemühungen um etwas mehr Berufszufriedenheit für die Einsatzeinheiten konnten nicht zuletzt durch das stetige Wirken der GdP Direktionsgruppe BBPOL, dem Gesamtpersonalrat und den intensiven Gesprächen unserer GdP-Fraktion im Bezirks- und Hauptpersonalrat mit der Leitungsebene zu einem gemeinsamen Erfolg gebracht werden. Ein klarer Beweis für eine nachhaltige und erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit in einer starken Gewerkschaft der Polizei!

Frank Martini, GdP-Direktionsgruppe BBPOL

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand, Über den Tellerrand | Drucken

14 Kommentare
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  1. Das ist doch mal ein toller Erfolg bzw. eine positive Entscheidung die auch die richtigen Kollegen aus der Arbeits- Einsatzebene erricht hat ! Weiter so !

  2. Und wieder ein Schritt in die richtige Richtung!
    Dank allen GdP-Kolleginnen und Kollegen, die sich hierfür eingesetzt haben, besonders auch an die GleiB’s Christa und Sandra!

  3. Lieber Frank, danke für Euere Durchsetzungskraft und für die Nachhaltigkeit. Ich weiß, wie lange Du mit Deiner Mannschaft an dieser Sache gearbeitet hast. Herzlichen Dank an die Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei und unsere Hünfelder Kämpferinnen und Kämpfer. Jupp Scheuring

  4. Respekt! Respekt! Respekt!

    Das kann so viel Stress von einem nehmen, wenn man nicht immer jede Sekunde auf die Uhr schauen muss, ob man minutiös erscheint. Man kann auch (und das hat mir sehr geholfen, ich habe schon einige Zeit diesen Riesenvorteil geniessen können) familiär in einigen persönlichen Situationen deutlich besser agieren.

    Ein klasse Entschluß, der längst überfällig war. Eine der besten Neuerungen für die Kollegen der Bundesbereitschaftspolizei seit Langem!!

  5. Totaler Unsinn.

    Wenn wir eine echte Bereitschaftspolizei wären und echten Tagesdienst hätten.
    Durch Statistiken (Tortenmalerei) sind wir im Einsatz, frei oder Fortbildung und das ist alles prozentual geregelt.
    Und wenn jemand früher gehen will, trägt er Dienstfrei ein. Beim Gleitzeitmodell geht es um eine halbe Stunde. In der Praxis können wir eine halbe, eine, zwei – soviele Stunden wir wollen früher gehen.

    Das Problem was kommt ist, wie bucht man die Zeiten, wo noch Gleitzeitmodell ist? (Pflicht-) Fortbildung geht ja nicht.

    Gleitzeitmodell mag für alle Sachbearbeiter, Stab sinnvoll sein. Für Einsatzzüge nicht. Da reicht ein guter Zugführer

  6. Da bin ich ja gespannt wie die Dienstpläne im Regeldienst geschrieben werden sollen, wenn nie ganz klar ist wer überhaupt wann da ist….ich bin gespannt

  7. Vielleicht sollten neben der „Herausragenden“ Leistung um dieses Ergebnis zu erzielen, auch die „Rahmenbedingungen“ benannt werden, welche die Gleitzeit regeln.

    Wenn der Dienstplan gemeinsame Fortbildungen oder sonstiges vorsehen, wobei alle Kollegen da sein sollen/müssen, hat es sich ausgegleitet.

  8. @aeM und Formelkraft

    Jetzt ist seit langem einmal etwas positives eingeführt worden und ihr habt immer noch was zu motzen.

  9. @POM

    Ich seh das für Einsatzzüge überhaupt nicht vorteilhaft.
    Für Stäbe ist das ok.

    Wir sind eine geschlossene Einheit, das ist unsere Stärke.
    Danach richten wir auch unsere Fortbildung aus.
    Und wenn einer bei uns fruher gehen möchte ist das noch nie ein Problem gewesen.
    Und wenn einer mit der Bahn/Bus anreist, Kinder noch abgeben muss oder was auch immer, war das auch noch nie ein Problem. Wir haben echt andere Probleme. Rechne doch mal aus, wieviel POM man zum PHM machen könnte anstatt den Quatsch für die Verbände einzuführen. (alleine das Ausbuchen um 17.00 bedeutet irre Verwaltungsaufwand, weil wir nämlich im Einsatz länger arbeiten. Das sind wieder zwei PVB pro Hunderschaft, die mit administrativen Aufgaben beschäftigt werden – also zwei weniger auf der Straße.

    So sehe ich das.

  10. @ noch ein POM

    ich weiß ja nicht was Du unter motzen verstehst, wenn man kritisch anmerkt „gespannt zu sein“.
    Aus Sicht einer Zugführung heißt es, neben dem wohl bald einzuführenden e-plan, für jeden Beamten viertelstündlich den Dienstplan zu erstellen.
    In Hünfeld hat es ja wohl funktioniert. Und nun bin ich gespannt ob es sich bspw. auf andere Abteilungen übertragen lässt.
    Für einen Tagesdienstler und natürlich für alle Kollegen die sonstige Verpflichtungen haben ist die Möglichkeit positiv. Über den zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die zu „schreibenden“ Kollegen bin ich …..gespannt ;-)

  11. Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    das Thema wird ja durchaus kontrovers diskutiert. Und alles, was gegen die Möglichkeit einer eingeschränkten Gleitzeit vorgebracht wird, ist betrachtenswert.
    Wenn man feststellt, dass man ohne eine solche Regelung klar kommt, weil man nur einen guten Zugführer braucht, um ausreichend flexibel mit seiner Arbeitszeit auszukommen, dann ist das vollkommen korrekt – solange eben der Zugführer, Hundertschaftsführer oder Abteilungsführer das mitmacht. Wenn aber nicht, dann ist eben nichts mit flexibel.
    Wir wollen erreichen, das in den Dienststellen, wo es seitens der Mitarbeiter/innen gewünscht ist, das Modell eingeführt wird. Denn dann obliegt es ausschließlich der Selbstbestimmung der Mitarbeiter/innen, tagesaktuell zu entscheiden, wie man seine Arbeitszeit im vorgegebenen Rahmen gestaltet. Man ist dann gerade nicht auf das Wohlwollen der Vorgesetzten angewiesen.
    Wenn es denn dann noch im Einzelfall unabdingbar wichtig ist, die Arbeitszeit für alle gleich festzulegen, wird dies möglich sein. Der Dienst muss dann auch laufen. Das sehen wir nicht anders. Aber im Normalfall gibt es da schon Möglichkeiten, den Dienst trotz geringfügig unterschiedlicher Tagesarbeitszeiten sinnvoll zu gestalten. Das wurde zwei Jahre lang getestet und für gut befunden.
    Der GPR hat in dieser Woche mit dem Präsidenten der Bundesbereitschaftspolizei vereinbart, dass den Beschäftigten der Abteilungen die Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung dargestellt wird. Dann soll vor Ort mit den Beschäftigten entschieden werden, ob man neue Arbeitszeitvereinbarungen trifft.
    Unser Ziel war und ist, selbstbestimmte Spielräume zu ermöglichen
    Heinz Selzner
    Vorsitzender der GdP Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei

  12. Es ist doch ganz einfach:

    Wem es nützt der nutzt es, und alle anderen (insbesondere die Motzer) halten den Mund.

    Warum immer alles gleich zerreden, wenn man garnicht betroffen ist.

    Auch bei uns wird der Dienst bereits seit 2008 so flexibel gehandhabt, dass alle zufrieden sind. Und die eigentlich einer Bereitschaftspolizei übliche Leidensfähigkeit und Gehorsam, will doch eh keiner mehr haben. Schade das wir verweichlichen.

  13. Also:

    es geht um 15 Minuten.

    fünfzehn Minuten…. 1 und 5

    … eine viertelstunde…

    ich möchte nicht wissen, was alleine die technische Umrüstung kostet…

    DER GRÖßTE QUATSCH SEIT LANGEM

    mal ehrlich, was machen den die E-Züge in den letzten und ersten fünfzehn Minuten? Der Tag startet mit Allgemeinem und Endet mit Sport und duschen.. was bitte bringt da eine Viertelstunde???

  14. Nachdem ich nun nachlesen konnte über welche Gleitzeit wir hier reden kann ich auch nur feststellen, dass wir innerhalb unseres Bereiches schon so verfahren. Auch wir haben genügend Mütter und Väter und auch der Elektriker kommt mal zu Hause vorbei.
    Das wird angesagt und dann kommt man halt mal ein wenig später oder geht ein wenig früher. Und wenn das auch mal ne Stunde ist dann ist es auch ok….
    Traurig das man sowas wieder verbindlich regeln muss……aber etwas zu regeln ist ja unsere große Stärke in der Behörde ;-)