Herzlichen Glückwunsch zum Weltcup-Erfolg, Claudia Pechstein!

Berlin/Hilden. Die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, ist stolz auf Polizeihauptmeisterin Claudia Pechstein, die sich Platz zwei im Langstrecken-Gesamtweltcup über 3.000/5.000 Meter der Eisschnellläuferinnen gesichert hat.

„Dieses herausragende Ergebnis als beste Deutsche ist möglich geworden, weil sich unsere Kollegin stets mit größtmöglichem Einsatz im Wettkampf und im Training präsentiert“, gratulierte der Vorsitzende Josef Scheuring in Berlin zu dem tollen Erfolg der prominenten Bundespolizistin. „Wer für Deutschland startet, muss sich im Wettkampf und auch im Training für den Erfolg bis zum Letzten schinden wollen. Und das tut Claudia Pechstein mit ganzem Herzen!“, so der Gewerkschafter auch mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft.

„Die geraubte Ehre von Claudia Pechstein wird so erfreulicher Weise öffentlich, dienstlich und auch sportlich Schritt für Schritt wieder hergestellt“, ergänzte Scheuring.

Die GdP hat in diesem Zusammenhang das inzwischen völlig unumstrittene Urteil der nationalen und internationalen medizinischen Sachverständigen, dass die zur damaligen Sperre herangezogenen Blutwertschwankungen der Bundespolizistin eindeutig nicht – wie seinerzeit unterstellt – auf Doping, sondern auf eine familiär vererbte Anomalie zurückzuführen sind, mit Freude zur Kenntnis genommen.

Genauso haben die Polizeigewerkschafter sehr gewissenhaft und mit Genugtuung verfolgt, dass Claudia Pechstein in einem rechtsstaatlich einwandfreien und nach den Maßstäben der Strafprozessordnung geführten disziplinaren Untersuchungsverfahren des Bundesinnenministeriums bereits vom Doping-Verdacht freigesprochen wurde und mittlerweile dienstrechtlich eine gute, tragfähige Lösung mit dem Dienstherrn gefunden wurde, um weiter für Deutschland starten und sportliche Erfolge erzielen zu können.

„Vor diesem Hintergrund kann es nicht von Schaden sein, wenn ein ordentliches deutsches Gericht nicht nach den selbstgesetzten Maßstäben der Vereinswelt, sondern nach den Prinzipien des deutschen Rechtsstaates die ganze Angelegenheit um die damaligen Dopingverdächtigungen noch einmal von Grund auf untersucht“, zeigte Scheuring auch Verständnis für Pechsteins Schadenersatzklage vor dem Münchner Landgericht.

„Deutsche Polizeisportler müssen grundsätzlich das Recht haben, in ihren Angelegenheiten einen deutschen Richter anzurufen. Es ist befremdlich, wenn man Spitzensport treibenden Polizisten, die schon von Berufs wegen für den Rechtsstaat eintreten, die Anrufung rechtsstaatlicher Gerichte in unserem Land verweigert und ihnen nur die Unterwerfung unter interne Vereinsgerichte im Ausland zubilligen will. Der Gang von Polizeihauptmeisterin Pechstein vor das Münchner Landgericht ist unter diesem Blickwinkel  sehr nachvollziehbar“, so der GdP-Vorsitzende Scheuring. „Es zeichnet unser demokratisches Gemeinwesen aus, dass Claudia Pechstein jetzt vor einem deutschen Gericht um die Wiederherstellung ihrer Ehre und die Einhaltung des Rechts kämpfen kann.“

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Themenbereich: Internes & Personalien | Drucken

1 Kommentar
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  1. da hat wirklich jemand gekämpft.ich habe alles verfolgt was da so getrieben wurde…….da wurde damals im vorfeld schon unsere sportlerin vorverurteilt obwohl noch nichts nachweisbar war.und jetzt?jetzt ist wieder alles gut.
    respekt vor frau pechstein die alles ertragen mußte.ich hätte nicht in ihre haut stecken wollen.alle hatten sich von ihr abgewannt.die namen nenne ich heute hier nicht.
    das dazu mit vorverurteilung.vielleicht hat ja die bundespolizei dazu gelernt.