In den Revieren müssen weiterhin Dienstposten ausgewiesen werden

Die Frage, ob die Ausweisung von Dienstposten in den Bundespolizeirevieren aufgegeben werden kann, um einen noch flexibleren Personaleinsatz zu erreichen, war ein zentraler Diskussionspunkt bei der Vorstellung des Berichtes zur Evaluierung der Neuorganisation der Bundespolizei im Innenausschuss des Deutschen Bundestages. Der Bericht wurde gestern vom Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich, vorgestellt.

Die Gewerkschaft der Polizei hatte schon in ihrer Stellungnahme zu den Evaluierungsberichten selbst sowie in einer ganzen Reihe von Gesprächen mit Innenpolitikern sehr deutlich gemacht, dass diese Maßnahme den permanenten Druck auf die Beschäftigten weiter erhöhen und damit die schon bestehende Überlastung der Kolleginnen und Kollegen noch befördern würde. Der Bundespolizeihauptpersonalrat hatte die Notwendigkeit der Beibehaltung der Dienstposten in seiner Stellungnahme ebenfalls sehr deutlich gemacht. Nachdem diese Position im Bericht für den Innenausschuss nicht übernommen wurde, hat sich der Bundespolizeihauptpersonalrat noch einmal direkt an die Mitglieder des Innenausschusses des Deutschen Bundestages gewandt. Die Frage wurde gestern auch erneut mit dem Abteilungsleiter Bundespolizei, Franz-Josef Hammerl, erörtert. Hammerl machte deutlich, dass in der Sache noch nichts entschieden sei. Das Bundespolizeipräsidium Potsdam wird bis Ende Mai 2013 zu den Bewertungen im Bericht zur Neuorganisation Position beziehen.

Der Bezirkspersonalrat wird dabei auch diese Frage mit dem Bundespolizeipräsidium erörtern. Der Hauptpersonalrat wird dann im Juni 2013 ein Gespräch mit dem Bundesinnenminister führen. Sollte die Frage bis dahin nicht geklärt sein, wird dies fraglos ein Themenschwerpunkt dieses Gespräches sein. Auch wir, die GdP, werden dazu noch einmal des Gespräch mit dem Bundesinnenminister suchen und uns weiter mit den Innenpolitikern der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien austauschen. Wenn notwendig, werden wir die Frage wegen ihrer gravierenden Auswirkungen und ihrer bundesweiten Bedeutung auch in den Bundestagswahlkampf einbringen.

Der Hauptpersonalrat und die GdP haben sich im Rahmen der Neuorganisation intensiv für die Einrichtung von Dienstposten in den Revieren eingesetzt. Diese wurde letztlich einvernehmlich mit dem Bundesministerium des Innern beschlossen und es gibt daher keinen Grund, diese Position jetzt zum Nachteil der Beschäftigten aufzugeben.

“Die Berichte zur Evaluierung der Neuorganisation der Bundespolizei und ihre Bewertung enthalten eine ganze Reihe wichtiger Feststellungen. Das gilt u. a. für die sogenannte “Dienstpostenschere”, das dargestellte Personalfehl, als auch die Forderung nach neuen Planstellen. Es ist jetzt immens wichtig, diese Forderungen zur Zukunftssicherung der Bundespolizei in den Mittelpunkt aller politischen Diskussionen und Überlegungen zu stellen und nicht schon wieder einen neuen und am Ende unfruchtbaren “Nebenkampfplatz”, wie jetzt bei den Revieren, aufzumachen. Wir fordern die Verantwortlichen im Bundesministerium des Innern und im Bundespolizeipräsidium auf, die Diskussion um die Bundespolizeireviere schnell zu beenden und sich auf die Haushaltsforderungen 2014, sowohl zu den notwendigen Strukturverbesserungen, als auch zur Schaffung neuer Planstellen, zu konzentrieren. Bei diesem Ziel haben sie unsere volle Unterstützung”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, in Berlin.

Das Bundesministerium des Innern hat auch zugesagt, die falschen Feststellungen zur Teilnahme der Personalvertretung an den Arbeitsgruppen zur Evaluierung der Neuorganisation auf den Intranetseiten zu berichtigen.

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47 Kommentare
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  1. mit den Anderen wird´s wahrscheinlich auch nicht besser, aber diese Truppe (CDU) wähle ich nicht mehr.

  2. Unverschämt vom BMI !

    Sollte dieses so kommen, dann könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass die Krankenquote rapide ansteigen wird.

  3. Als ob die Dienstpostenzuweisung in den Revieren das eigentliche Problem der absolut versemmelten Reform wäre – absolut lächerlich. Das Hauptproblem liegt doch darin, dass zwischen ODP und Wirklichkeit eine riesige Lücke klafft. Wieviele besetzen denn Funktionen, für die sie überhaupt keinen Dienstposten haben? Und wieviele Funktionen wurden erfunden, für die es überhaupt keine Beschreibung gibt? Verschiebung von Personal kennt dabei in der Regel nur eine Richtung – von unten nach oben. Führungsgruppen und Stäbe blähen sich immer mehr auf. Hier liegt der entscheidende Punkt, an dem das BMI mal den Hebel ansetzen müsste.

  4. Es werden noch mehr Gemeinheiten auf uns zukommen. Bei der Post ( Postbank ) ist es bereits so, dass die Beamten ( nicht alle ) täglich verschiedene Filialen im Umkreis von 20 -70 km mit ihrem Privat-PKW anfahren ,wenn es die Personalsituation erfordert. Diese Beamten bekommen zur Zeit noch Km-Geld. Dies soll aber gekürzt werden. Der Verschleiß am eigenen Auto wird natürlich nicht berücksichtigt. Man sieht; alles ist möglich.

  5. Die Bundespolizei würde gar keinen flexibleren Personaleinsatz brauchen, wenn man ihr einige tausend Beamte mehr zugestehen würde, um die stetig steigenden Ansprüche erfüllen zu können.

    Weil das aber viel Geld kostet, welches man lieber großzügig unseren südeuropäischen Nachbarn zukommen lässt, darf der gemeine Buschist in Zukunft lieber von Pontius nach Pilatus reisen.

    Diese Behörde weiß wie man seine Mitarbeiter krank macht (Winke, winke „Gesundheitsmanagement“) und die Belegschaft noch weiter gegen sich aufbringt. Immerhin etwas was sie kann….

  6. Das ist ja mal wieder typisch von diesen Ahnungslosen im BMI / Präsidium oder in der Direktion.
    Meier Müller schulze kennen sich nicht im Revier A B oder C aus, sollen aber vielleicht dort dienst machen. Wenn dann ein Einsatz kommt…. na ja, dann muss gesagt werden, wie komme ich dahin??? Muss ich da mein privates Navi oder das Navi meines Handys nutzen???
    Ich würde es nicht tun… Aus Trotz. Denn man muss sich nicht alles gefallen lassen.
    Dann soll die Leitstelle über Diensthandy den Weg beschreiben. Karten sind auch nicht immer optimal. Und wenn, dann dauert es aber ganz schön bis man am Einsatzort ankommt.

    Es hat doch einen Grund, warum feste Dienstposten auf den Revieren sind. Man muss sich ja in seinem Bereich auskennen. Wo ist die Jugendschutzstelle, die Diakonie, die JVA das PP und vieles mehr. Oder soll immer die Frage kommen: Wo ist die JVA , wo ist das PP, oder wo ist…………………

    Na ja es wird immer schlimmer in dieser Bundespolizei.

  7. Das Problem der Dienstpostenzuweisung zu den Revieren ist momentan zweifellos vordringlich und der „dickste Brocken“, den der Bericht des BMI an den Innenausschuss für uns bereit hält.

    Trotzdem sollten wir nicht aus den Augen verlieren, was da sonst noch so an Wohltaten für uns vorgesehen sein könnte, denn der BMI gedenkt ja , „den Handlungsempfehlungen“ weitgehend zu folgen!
    Ich bin der festen Überzeugung, dass wir momentan nur die Spitze des Eisberges sehen. Ich sage nur : Revierstreichliste….

    Vom Gegenteil könnte man uns vielleicht überzeugen, wenn man den Beschäftigten die Langversion der Evaluierungsberichte zur Verfügung stellen würde, ich vermute allerdings, dass wir uns dann in unseren Befürchtungen wohl eher bestätigt sähen.
    Daran wird aber wohl ohnehin nicht zu denken sein, wenn wir die letzten 6 1/2 „Reformzeit“- Jahre mal Revue passieren lassen: Im geheimen ausgebrütet, den Beschäftigten überfallartig übergestülpt, wiederum im Geheimen „evaluiert“, das Ergebnis geheimgehalten und öffentlich verkündet: „alles prima!“

    Es handelt sich hier um eine Vorgehensweise, die man gemeinhin eher einer Bananenrepublik zuschreiben würde als einem demokratischen Rechtsstaat.
    (in besagten Bananenrepubliken hätte eine solche Vorgehensweise, auch den Führungskräften gegenüber, allerdings durchaus einen Putsch auslösen können…)

    Vergessen sollten wir auch nicht, dass die Zuweisung der Dienstposten zu den Revieren bereits einen Minimalkonsens darstellte. (Der Begriff Konsens kommt mir in diesem Zusammenhang aus den o.a. Gründen allerdings nur schwer aus der Tastatur…). Einer der gröbsten Fehler des Reform“konzeptes“ war bekanntlich die Zerstörung der Dienststelleninfrastrukturen , die mit der Reform II bereits ihren Anfang nahm.
    Das Prinzip der Infrastrukturlosen „Einsatzabschnitte“, welches bereits in eben jener Reform geflopt hatte, wurde im Rahmen der „Reform III“ „perfektioniert“, zum System erhoben und ist ebenso erwartungsgemäß ebenfalls in die Hose gegangen!
    Schattenstrukturen waren vorprogrammiert und haben letztendlich neben vielen anderen Auslösern dazu geführt, dass nicht 1000 Beamte mehr, sondern eher 2000 weniger auf der Strasse sind….

    Insofern sollte man es also auch nicht durchgehen lassen, dass hier irgendjemand von einer „geglückter Reform“ oder auch nur einem „richtigen Weg“ redet, sondern nicht müde werden, darauf hinzuweisen, dass das gesamte Projekt geradezu grandios gescheitert ist!
    Retten wird uns das nicht, dazu steckt die Karre viel zu tief im Dreck. – Vielleicht kann man aber die Verantwortlichen daran hindern, sie völlig zu versenken!

    Der kommende Bundestagswahlkampf bietet sich hier in der Tat an: Dazu kann auch jeder einzelne und jede Kreisgruppe beitragen, besonders dort, wo es um die Verteilung von Direktmandaten geht und man die Kandidaten sehr wohl öffentlich danach befragen kann, wie sie es denn mit der Bundespolizeireform halten…. ;-)

  8. Man kann nach solchen Plänen die Entscheider im BMi nicht einmal mehr ansatzweise ernst nehmen.
    Schon heute werden die Reviere sträflich vernachlässigt. Personell und materiell. Wenn eine Lage allzu disloziiert entstanden ist, heißt es nur lapidar, „ruft doch die LaPo an“. Damit disqualifiziert sich unsere Organisation einmal mehr.

    Es wird nur noch seitens BMI und Präsidium mit Arbeitsgruppen, Management, Tortenmalerei und anderen Hirngespinnsten gearbeitet.

    Haben die schon gemerkt, dass man damit noch keinen einzigen Beamten auf der Strasse hat?

  9. Was ist hier eigentlich los bei der BPOL ??? Überall wird vieles schlechter, nur noch meckernde Kollegen, der Unmut klingt aus allen Ecken. Niemand von unseren Führungskräften, ob in den Direktionen, dem Präsidium und erst recht nicht im BMI will merken, dass die gesamte Berufsgruppe der Bundespolizei nicht mehr bereit ist, das auszubaden, was sich über viele Jahrzehnte fehlentwickelt hat. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen werden krank, kündigen oder sehen das Berufsbild des Polizisten ( Bundespolizisten ) mittlerweile mit anderen Augen. Wie soll die Bundespolizei mit der freien Wirtschaft auf Augenhöhe bleiben können, wenn man sich diese desaströse Entwicklung der Behörde so anschaut. Da denkt man, dass eine Reform Veränderungen in die Zukunft gerichtet bringt, aber nein, die wahren Probleme, die viele Kolleginnen und Kollegen jeden Tag aushalten müssen werden verkannt oder wissentlich auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen.
    Überall fehlt Personal, ob in den Verbänden, den Grenzdienststellen oder den Flughäfen. Am Flughafen rennt die BPOL auch noch der Privatwirtschaft hinterher, kein Wunder dass das Personal fehlt. Aber scheinbar blenden die Kollegen im Präsidium oder im BMI alles aus was an der Basis tagtäglich geschieht. Hinzu kommt, das immer mehr Personalverschiebungen ( Abordnungen, Unterstützungseinsätze etc. ), immer mehr Prestigeobjekte ( Flughafen FRA; BRB ) aber auch Fremdverwendungen in Afghanistan oder oder oder geleistet werden sollen. Gerne leisten wir unsere Arbeit ordentlich und loyal, aber wenn man so mit seinen Beamten umgeht, darf niemand auf Dauer ernsthaft erwarten, dass das ohne Verlust ausgeht. Ob an der Motivation oder auch bei der Qualität der Arbeit.
    Leider erwarte ich für die Zukunft, dass man die Kolleginnen und Kollegen der Basis weiter nicht als Menschen mit Sorgen, Nöten und Problemen sieht, sondern nur als Bundesbeamte, welche einen Eid geleistet haben !!!

  10. Ich bin 86 beim Bgs angefangen, mit der Maßgabe nach 6 Jahren zum Land zu wechseln. Ich warte heute noch. Sie ändern die Spielregeln wie sie wollen.

  11. Die Unzufriedenheit wächst weiter.

    Die Probleme sind bei allem Willen nicht in den Griff zu bekommen.

    Auch die nächsten Jahre wird der Frust vorherschen.

    Vorschlag:

    1.) Die gesamte Bereitschaftspolizei zu den Ländern abgeben.
    2.) Die Ausbildung nur noch in den Ländern mit einem „Zusatzmodul“ BUND
    3.) Bundesweite Stellenausschreibungen
    4.) Die dann noch übrige Bundespolizei (GSE und Spezialeinheiten wie Flieger und GSG 9) mit dem BKA zu einer Bundespolizei zusammenfassen.

  12. Herr Minsiter:

    Die hohen Ziele der Bundespolizeireform wureden nicht erreicht !

  13. Jetzt wo es feststeht, dass die Reform ihre Ziele weit verfehlt hat, wäre es nur Recht und Billig, wenn die Kolleginnen und Kollegen auf der Straße die Unfähigkeit der Politik nicht austragen müssen.

    Daher lasst die Finger von den Revieren und den Zuordnungen der Dienstposten auf die Reviere.

  14. Wo sind wir hingekommen.

    Sie wollen uns ein Gesundheitsmanagement verkaufen und „saufen“ Wein.

    Sie wollen Beruf und Familie „endlich“ miteinander verbinden und trampeln wie ein Elefant durch den Porzelanladen.

    Immer wenn man denkt, dass es nicht weiter nach unten geht, geht es weiter nach unten …

    Traurig aber wahr.

  15. Liebe GdP,

    so langsam wird mir erst einmal bewusst, um was es überhaupt geht. Auch meine Kollegen begreifen nun erst um was es geht.

    Wer von uns an der Basis hat die Zeit sich inhaltlich mit dem Bericht der Evaluierung auseinander zu setzen? Niemand.

    Meine Bitte: Bringt es ganz deutlich auf den Punkt, damit wir es auch verstehen.

    Das was ich bisher mitbekommen habe, kann mit einem „Harakiri“ verglichen werden.

  16. Ich musste zur Kenntnis nehmen, dass es Kollegen gibt, die wegen diesem Wirrwar und der falschen Versprechen bei der Einstellung, in unserem Haufen gekündigt haben!!! Junge und motivierte Beamte. Gekündigt und zum Land gewechselt, da man sich diesen Schwachsinn sowie Indietaschegelüge nicht mehr antun wollte. Die Länder sagen natürlich Danke zu solchen Beamten. Die BPOL bildet aus -wir übernehmen! Wer noch klar sieht wechselt, wenn er kann, zum Land- egal ob Heilfürsorge oder nicht. Familie und gesicherter Standort sind mehr wert. Die BPOL ist ein Auslaufmodell im wahrsten Sinne des Wortes! Schönes Wochenende bzw. ruhigen Dienst.

  17. Das Licht von vorn im Tunnel, ist nicht immer das Ende des Tunnels! Es könnte auch ein Zug sein!

  18. Ich sage nur Eins; Zahltag ist am Wahltag.

  19. Die Länder sollten sich für Wechsel willige öffnen. Ich arbeite dort gerne auch für weniger Geld. Wer will soll bleiben. Dann können sie ihre Büros auffüllen. Vielleicht fällt irgendwann mal jemanden auf, dass Polizeiarbeit draussen statt findet. Wenn man sieht das der Leiter der Ermittlungsdienste SB 15 A13 ist, und Beschaffung A15 / A16 weiss man doch wo die Schwerpunkte liegen. PS Wie viel Pvb beschäftigen sich bei uns eigentlich mit Evl ?

  20. @ R

    Ich bin sofort mit dabei zum Land zu wechseln. Sch… aufs Geld. Dort BIN ich dann aber auch Polizist.

  21. Wer mal eine Umfrage Wert, wer noch wechseln würde. Ich kenne auch dass Problem der Revier nicht Besetzung. Ich stell mir das immer so vor, die Führung der Polizei erkennt, dass z. Beispiel die Polizei Köln mehr Tgb. Nr. als Düsseldorf hat. Also schliesse ich in Düsseldorf alle Wachen und alle fahren nach Köln.Sie könnten einiges von uns lernen:-)

  22. Wie man an der Masse der Meinungen hier sieht, ist die Motivation und der Glaube an eine funktionierende BPOL längst verloren. Traurige Realität, aber es ist die Realität meine Herren Entscheider im BPOLP und BMI.
    Wo sind wir hingekommen, dass überall in Deutschland der Frust der Kolleginnen und Kollegen sooooo groß ist.
    Wenn überall gekündigt wird, die Krankenstände steigen, der Frust so tief sitzt, dann muss doch dieser Rauch eines immer größer werdenden Brandes so langsam auch in die Büros des BPOLP und des BMI ziehen.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass wir ALLE zusammen, noch mehr auf die Missstände und Ängste jedes Einzelnen, mit den Personalvertretungen Richtung BPOLP, BMI agieren müssen. Allein die Beamteneigenschaft gibt uns Sicherheit, aber Arbeit muss ja bekanntlich auch Spaß machen und unter diesen Umständen sehe ich da so meine Zweifel.
    Vorhin hat ein Kollege vorgeschlagen, dass wir auch einen Beauftragten für die BPOL brauchen, angelehnt an den Wehrbeauftragten der BW. Ich halte das für eine sehr sehr sehr anstrebenswerte Idee die es lohnt auf die Agenda der GDP zu nehmen.
    Genauso ist die Idee, Bundestagsabgeordnete aus den Wahlkreisen mit den tagtäglichen Problemen der Beamten/TB`e der BPOL zu konfrontieren. Einladungen zu Diskussionen mit diesen.

  23. @ Ostler

    Dann reiche bitte deine Kündigung ein. Die Länder übernehmen nach persönlichen Gesprächen auch schon mal einen Kollegen, ohne die 1-Jahresfrist. Und wenn Du einen Tauschpartner hast geht es noch schneller. Viel Spaß bei noch schlechteren Beförderungschancen und Kosten für die private Krankenversicherung.

    P.S. Richtiger Polizist kannst Du auch hier sein, mußt nur deine Aufgabe ernst nehmen.

  24. ….Treffen am 22. April 2013 im Bundespolizeipräsidium zwischen dem Bundesinnenminister, Dr. Friedrich, und seinen obersten Führungskräften bei der Bundespolizei….

    Unter anderem wurden die derzeitige bundespolizeiliche Aufgabenwahrnehmung, die Notwendigkeit zur Flexibilisierung, terroristischer Gefahrenlagen im Bereich kritischer Infrastruktur, die Zunahme illegaler Migration sowie die erforderliche Erhöhung der Krisenfestigkeit der Bundespolizei besprochen.

    Quelle: BPOLP, StSt ÖA

    ………………………………………………………………………..

  25. @ Präsidianer

    Geld ist nicht alles. Dienstgrad ebenfalls nur zweitrangig. Ach und übrigens…Ich nehme meine Aufgabe sehr Ernst. Nur lässt mich mein Dienstherr leider nicht arbeiten. Sonst dürfte ich Auto fahren. Da ich es nicht einsehe, die Tankrechnungen für meine Streifenfahrten selber zu bezahlen, muss ich wohl damit leben.

    Übrigens haben einige Bundesländer noch die freie Heilfürsorge. Und die bezahlt z.B. in Sachsen mehr als unsrere.

  26. …Notwendigkeit zur Flexibilisierung… Also wenn das auch besprochen wurde, dann wird es ja bald öffentlich gemacht werden, was der Dienstherr damit meint…

    Die Aussage könnte so lauten: „In Anbetracht des Personalfehls ist es erforderlich, das der Dienstposten der PVB einer Direktion zugeschrieben wird. Wo und wann der PVB dann Dienst verrichtet, obliegt der Direktionsleitung…“

    Na mal sehen. Es kann nur schlimmer werden.

  27. @ prasidianer
    Organisierst du die Versetzungen ? Ich habe mich schon so oft beworben. Am land lag es nicht.

  28. @Ostler, was hält dich bei unserer Firma ? Ich kann es nicht mehr hören. Mache es so wie andere Kollegen vor dir. Suche dir einen Tauschpartner oder kündige und fange bei der Landespolizei deiner Wahl an. Diese Vergleiche stören, weil sie im Detailvergeich nicht stimmen. Du bestimmst deinen Weg, also los @ Ostler !!!

  29. @ So_nicht

    Welche Vergleiche meinst Du?

  30. @ So_nicht

    @OstlerWelche Vergleiche meinst Du?

    Das würde mich auch interessieren?

  31. Bleibt mal locker, ich kann von mir Behaupten, dass ich alles – ja aber auch alles – für eine Versetzung zum Land NRW gemacht habe. Es wurde immer von der Bpol abgelehnt. Einige sind über die Polizei Deutscher Bundestag zum Land noch gekommen. Viele sind nur noch bei der bpol aus sozialer Verantwortung gegen über ihren Familien. Ja als ich eingestellt wurde war ich 16 .Mir wurde versprochen nach 6 Jahren zum Land zu kommen.

  32. Jaja, dann wechselt halt zum Land. Wenn das nur so einfach wäre. Ich kann mich einigen Kommentaren hier nur anschließen. Ich versuche ebenfalls seit einigen Jahren zur Landespolizei zu wechseln, auch mit Tauschpartnern. Das doofe dabei ist aber, dass diese Tauschgesuche jedesmal seitens der Bundespolizei abgelehnt werden. Traurig aber wahr. Warum will man bei der Bundespolizei einfach nicht einsehen, dass es Kollegen gibt, die mit unserem, doch sehr begrenzten Aufgabenbereich nicht zurecht kommen? Warum verwehrt man ihnen einen Wechsel? Und diese Kommentare mit “ Dann kündigt halt „, was soll das? Ich hab ebenfalls Familie, da kann man nicht einfach mal kündigen. Ausserdem hab ich mir diesen Beruf nicht rausgesucht, um dann wieder aufzuhören. Was ist mit dem Grundrecht auf freie Arbeitsplatzwahl?

  33. Sie haben Angst davon niemanden mehr zu haben den Sie führen könnten. Auch in diesem Punkt können die Länder einiges von uns lernen. Abi 3 Jahre Lübeck = Führungskraft ohne einen Tag Polizeidienst gemacht zu haben.

  34. Das Grundrecht auf freie Arbeitsplatzwahl steht natürlich jedem zu!

    Und genau aus diesem Grunde steht es jedem frei sofort zu kündigen. Die BPOL kann Dich nicht daran hindern!

    Was hier betrieben wird, ist einzig und allein das „sich selber belügen“! Ich kenne Kollegen, die haben trotz Familie gekündigt und einen ganz neuen Beruf erlernt. Dafür muss man nur ein bißchen planen!

    1-2 Jahre jeden Monat sparen, Nebenjob anfangen und auch mal richtig etwas geben und malochen!

    Dann nach 2 Jahren mit dem ersparten Geld kündigen und die Zeit bis zum neuen Job überbrücken.

    Euer Problem ist doch in Wirklichkeit, dass ihr einen Einstellungstest bei der LaPo nicht mehr schaffen würdet und lieber jahrzehnte lang über die BPOL meckert, als endlich mal euer Leben selber in die Hand zu nehmen.

    Ich möchte natürlich niemanden persönlich angreifen, aber dieses Gejammere …

    Bekannter von mir:
    Im mD angefangen, gekündigt, Lehre in der freien Wirtschaft nebenbei Abi, gekündigt, Einstellung BPOL im gD, jetzt DP A11 – 13 mit Frau und Kind seit der mD-Zeit. Ach ja inklusive Verwendungen in Nord und Süddeutschland.
    Es geht, wenn man nur wirklich will.

  35. Es geht, wenn man nur wirklich will.
    Präsidianer 26. April 2013

    …schon richtig, aber die „jeder ist seines Glückes Schmied-Doktrin“ hat natürlich auch individuelle Grenzen und ist darüber hinaus ein perfektes Totschlag-Argument für jegliche Art von Kritik, pardon: „Jammern“.
    In letzter Konsequenz würde das auch bedeuten, dass Gewerkschaften , zumindest für den Beamtenbereich,überflüssig wären, weil sich ja schliesslich jeder mit den Zuständen arrangieren kann. Das jedoch kann ja wohl niemand ernsthaft glauben, oder? Dann hätten wir auch bei den „Standesorganisationen“ bleiben können…

    Um auf die Aussage von R. zurückzukommen: Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, wurde den Einstellungsjahrgängen in den 90ern nicht nur versprochen, dass sie nach 6 Jahren zum Land wechseln können, sondern es musste sogar jeder unterschreiben, dass er nach 6 Jahren gegen seinen Willen zum Land versetzt werden kann!

  36. Wenn doch alles so EINFACH ist, warum lässt man dann die angeblich „faulen“ Beamten nicht EINFACH zur Landespolizei wechseln? Positiver Nebeneffekt, man hätte den „faulen“ nur Geld kostenden Beamten los.

    Zumindest könnte man seitens der Bundespolizei den Kollegen entgegenkommen und nicht darauf bestehen, dass ein möglicher Tauschpartner genau auf die eigene Stelle muss. Es gibt Direktionen, deren Grenzen decken sich mit denen des Bundeslandes und für so einen „internen“ Tausch Bund/Land findet man keinen Tauschpartner. Warum nur?

    Wenn man ausgebildeter PVB ist, kann man sich nicht nochmal für eine Ausbildung bei der Landespolizei bewerben. Zumindest nicht in der gleichen Laufbahn.

  37. @prasidianer
    ich meckere nicht und ich belüge mich nicht, nachdem ich mich zum lfv beworben habe wurde mir seitens der bpol vorgehalten wie ich mich ohne den Dienstweg einzuhalten bewerben könnte !

  38. Vielen Kollegen wäre wahrscheinlich auch schon damit geholfen, wenn die Bundespolizei nicht immer darauf bestehen würde, dass der Tauschpartner die eigene Stelle besetzen muss. Es gibt Direktionsbereiche, die decken sich mit den Grenzen des Bundeslandes und für solch einen „internen“ Tausch Bund-Land, ist es so gut wie unmöglich, einen Tauschpartner zu finden.

  39. Ich wurde am 10.1990 eingestellt und musste nichts unterschreiben.

    Kritik und Jammern unterscheiden sich grundsätzlich darin, dass Kritik meistens auch eine Lösung vorsieht.

    Wie gesagt“
    Jeder Stein, der einem in den Weg gelegt wird, kann man für den Bau einer Straße nutzen!“
    (oder so ähnlich;-))

  40. in all den jahren -oder besser jahrzehnten- ist viel über die drängenden probleme in dieser behörde geschrieben wodren. gebetsmühlenartig. immer wieder. dennoch ist die berufszufriedenheit beständig im sinkflug. auch die erfolge der gdp konnten diese entwicklung allenfalls abbremsen -aber nicht stoppen.
    solange sich der dienstherr, in persona des derzeitigen innenministers friedrich, nicht w i r k l i c h für diese bundespolizei interessiert, wird sich leider auch nichts ändern. solange wird der patient bundespolizei kränkeln und dahin wurschteln. auf kosten der beschäftigen, aer auch auf kosten des steuerzahlers. das präsidenten noch nie so wenig freiraum hatten, interessiert weder den bmi, noch den gesetzgeber oder das kabinett . es gibt wichtigeres wie die bundespolizei…

  41. Zuerst: Ich bin auch kein Freund dieser Reform und kann mich mit vielen Dingen nicht anfreunden. Auch stört mich, dass wir ständig Personal in die Schwerpunktgebiete abordnen müssen, nur weil Personalfehlplanungen auf hoher Ebene passiert sind und nun auf dem Rücken der KOllegen ausgetragen werden. Aber das Gejammere einiger Kollegen geht mir echt auch auf den Sack! Wir reden hier über Personalverschiebungen revierübergreifend. Dass das in einer Flächeninspektion wie Rosenheim nicht so einfach möglich ist, ist mir klar. Sicherheit möchte jeder MItarbeiter. Fakt ist aber auch, und das weiß ich aus meiner täglichen Arbeit, dass das Gejammere bereits dort beginnt, wo man die Dienstgruppe aus sachlich nachvollziehbaren Gründen wechseln soll. Hier werden Personalvertretungen bewegt, Gleichstellungen, Pfarrer und am besten noch den Papst, nur um das zu verhindern. Da fängt doch das Geheule schon an. Das Geheule geht weiter, wenn ein Flughafenmitarbeiter den Bahnhof oder umgekehrt innerhalb der Schicht unterstützen soll. Und da hat sich noch nicht mal sein dienstlicher Wohnsitz geändert!
    Dass sich das Inspektionsleiter auf Dauer nicht gefallen lassen können, ist doch wohl klar, wenn sie keine Instrumente haben, um das Personal an den Schwerpunkten einer Inspektion einsetzen können. Und das ist Einsatzlehre, 1. Dienstjahr! Also sollten sich einige mal selber kritisch hinterfragen, ob sie nicht ein kleines bißchen zu dieser Notwendigkeit beigetragen haben, wenn man jeden Tag aufs neue betteln muss, dass ein Mitarbeiter seinen Dienst auch mal woanders verrichten zu muss!

  42. lieber dienstgruppenleiter,
    schön bei dem zitierten „gejammer“ kann ich noch mitgehen – aber der rest ist nicht zu ende gedacht . deine zitierte einsatzlehre ist auch mit revierzuweisungen in vollem umfang gewährleistet! auch heute kann bei schwerpunkten das personal dort eingesetzt werden, wo es benötigt wird – – – nur mit den anfangs -und endzeiten im revier! du hast vollkommen richtig erkannt, dass es in einer flächeninspektion umso schwieriger ist – aber der unterschied besteht NUR in der abrechnung der stunden. und es ist sehr wohl ein unterschied, ob eine kollegin/ kollege 3 stunden in seiner freizeit pendelt oder aus dienstlicher notwendigkeit in der DIENSTZEIT! es geht in der summen nur ums sparen und nichts anderes! wenn hochbezahlte manager (nichts anderes sind leider unsere staatssekretäre/ direktoren/ abteilungsleiter usw mehr) personal über jahre falsch berechnen, falsch planen und am personal sparen – gehören sie wie in der wirtschaft entlassen und dürfen mit ihren ideen nicht noch mehr schaden anrichten! nur mal zum nachdenken: „probleme können nicht mit den selben menschen gelößt werden, die sie verursacht haben!“ albert einstein

  43. @ete 28. Juni 2013

    …sehr richtig! Es ist ja nun nicht so, dass zu Beginn der „Reform“ nicht vor dem praxisfremden Zuschnitt der Inspektionen gewarnt worden wäre!

    Jetzt haben wir den Salat! In der derzeitigen Organisationsform ist die Behörde schlicht nicht mehr lebens- und arbeitsfähig, und nun sollen wiederum die Mitarbeiter die Zeche zahlen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Denn wie du sehr richtig feststellst, geht es bei ausnahmlos allen „Reformbestrebungen der letzten Jahre ausschlisslich um (allerdings höchst unrealistische) Einsparungsbestrebungen.

    Wenn die Führung der Behörde sich diesen Schuh anzieht, ist das zwar verwerflich, entspricht aber durchaus ihrem Rollenverständnis. Da kommen dann wiederum wir als Gewerkschaft ins Spiel: Der Gegendruck war zu gering, das Ding ist in die Hose gegangen! Dass man nicht bereit ist, das zuzugeben, zeigt der unsägliche „Evaluierungebericht“ mit eben diesen Schlussfolgerungen wie Aufgabe der Revierzuweisung der Dienstposten.

    Auch das wird diese unsägliche Reform nicht rausreissen!

    ******* kann man nicht polieren!

  44. Gibt es dahingehend Neues zu berichten?

    Antwort

    Bisher noch nicht, aber nach meinen Informationen in Kürze.

    GdP – Gut, dass es sie gibt!
    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

  45. Hallo Sven,

    danke für die Info.

    Da bin ich ja mal gespannt.

  46. Trotz der Zusage des BMI, dass die Stellen auf den Revieren ausgewiesen sein müssen, läuft dieses nicht so richtig an.
    Bei der BPOLI AC gibt es z.B. zwei Reviere ( Bahnhof & Nord ).
    Nur der geringe „Altbestand“ der Kollegen besitzt noch eine Stellenzuweisung zu einem Revier.
    Der überwiegende Teil der Kollegen besitzt lediglich eine Stelle als KSB bzw. als GL bei der BPOLI Aachen.
    Mit welchen Namen die Revierlisten gefüllt sind entzieht sich meiner Kenntnis.

    Vielleicht sollte hier einmal die GdP der Stellenbesetzungsliste auf den Zahn fühlen.

  47. Lieber BaPO m.D.,

    das tun wir!
    Die Situation in NRW, insbesondere Aachen haben wir gestern im Gespräch mit MdB Brandt dargestellt.

    Herzliche Grüße,
    Arnd Krummen