Ballungsraumproblematik – Wir erwarten politische Verantwortung

München

Frank Hofmann, Hubert Steiger, Angelika Graf, Jürgen Vanselow und Josef Scheuring

Mit einem Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten Frank Hofmann und Angelika Graf (beide SPD) begann die Gesprächsrunde mit Politikern anlässlich der GdP-Ballungsrauminitiative in München.

Aufgrund der dramatisch zunehmenden Belastungen unserer Beschäftigten in Ballungsräumen hatte die Direktionsgruppe München gemeinsam mit dem Bezirksvorstand am Beispiel München eine Offensive gestartet, um die Politik endlich in die Pflicht zu nehmen.

Die Gesprächsrunde wurde dabei in der Bundespolizeiinspektion München am Hauptbahnhof München vom Präsidenten der Bundespolizeidirektion München, Hubert Steiger, und dem Leiter der Bundespolizeiinspektion München, Jürgen Vanselow, begrüßt.

Jürgen Vanselow machte mit beeindruckenden Zahlen und einer Vielzahl von Einsatzlagen das besondere Engagement und die damit verbundenen Belastungen der 200 für diese Aufgabe verfügbaren Bundespolizistinnen und -polizisten in München deutlich. Täglich benutzen allein im Großraum München eine Million Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel im Zuständigkeitbereich der Bundespolizei. Gleichzeitig machte Vanselow aber auch die besonderen Belastungen des extrem teueren Lebensraumes München für die Beschäftigen der Bundespolizei deutlich.

Josef Scheuring erläuterte in dem Gespräch, welchen immensen finanziellen Belastungen die Beschäftigten in Ballungsräumen wie München ausgesetzt seien. Vor allem für Tarifbeschäftigte und die unteren Einkommensgruppen im Beamtenbereich reiche das Gehalt bei den hohen Lebenshaltungskosten  nicht mehr zum Leben. Eine hohe Frustration und das Abwandern von Fachkräften seien die Folgen.

„Seit Jahren wird über den notwendigen Ausgleich für die besonderen Belastungen unserer Kolleginnen und Kollegen gerade auch in München geredet, passiert ist aber nichts. Selbst die Realisierung des seit Jahren geplanten Wohnheimes in München wurde bis heute nicht umgesetzt. Die Bundespolizei könne die besonderen Ballungsraumprobleme in München in anderen Ballungsräumen nicht allein lösen, sondern brauche dabei das Handeln und die Verantwortung der Politik. Der Deutsche Bundestag trage als Gesetzgeber die Verantwortung für die Situation der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei. Wir erwarten, dass die Bundesregierung mit dem verantwortlichen Bundesminister des Innern und der Deutsche Bundestag jetzt endlich handeln und die Kolleginnen und Kollegen in München nicht weiter allein lassen“, so Scheuring. Neben einer akzeptablen Wohnungsfürsorge fordert die Gewerkschaft der Polizei dabei auch die Zahlung einer monatlichen Zulage die geeignet ist, einen akzeptabelen Lebensstandart für alle Beschäftigten der Bundespolizei in München zu sichern.

Die beiden Bundestagsabgeordneten sagte  in dem Gespräch zu, dass die SPD die GdP in den zentralen Fragen unterstützen wolle und die Forderungen aufnehmen würde. Dies gelte insbesondere für die Forderung nach mehr Personal für die Bundespolizei und hier vor allem die Ballungsräume, sowie für die Forderung nach einer Zulage, um die dramatisch hohen Lebenshaltungskosten in München und anderen Ballungsräumen ausgleichen zu können.

München_2„Ich habe größten Respekt vor der Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei hier in München in einem ganz schwierigen Umfeld leisten. Diese Arbeit hat volle Unterstützung verdient“, so Frank Hofmann, der stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestages.

Die GdP hatte Ende März alle regionalen KandidatInnen, die zur diesjährigen Landtagswahl in Bayern oder der Bundestagswahl antreten und die Parteien angehören, die in den Parlamenten vertreten sind, schriftlich auf die Probleme in München aufmerksam gemacht und um Gesprächstermine gebeten. Parallel dazu wurden auch der Bundesinnenminister, der Ministerpräsident und der Innenminister des Freistaates Bayern sowie der Münchner Oberbürgermeister kontaktiert und zum Dialog aufgefordert. Weitere Gespräche, u. a. auch mit Bundestagsabgeordneten der Regierungsparteien CDU/CSU und FDP, sind bereits vereinbart.

Bis zu den Wahlen im Herbst soll die Zeit intensiv genutzt werden, um alle verantwortlichen politischen Kräfte für die Ziele der GdP zu gewinnen.

 

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Themenbereich: Dienst in Ballungsräumen | Drucken

43 Kommentare
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  1. Ver.di hat es gezeigt: Mit Mut und reichlich streikbereiten Mitgliedern etwas für die Menschen in den Ballungsräumen zu erreichen! Siehe FKD in Hamburg! Gut: Die Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei dürfen nicht streiken und die „paar Hansels“ aus dem Tarifbereich bringen unseren Chef nicht aus der Ruhe. Wir Gewerkschaftler haben uns selber aus dem Rennen gekickt, wir hätten früher und gemeinsamer gegen die Privatisierungen des öffentlichen Dienstes angehen müssen! Nun haben wir die Sch… und finden den Weg nicht mehr zurück! Die da oben wollen es gar nicht, dass wir als „kleine Leute“ mehr bekommen. Dort oben wissen sie ihr Geld zu mehren – die kleinen Steuerzahler drücken, 400 €-Jobs und das war es! Wir müssen die Gewerkschaften stärken, das geht aber nur über gute Betriebs- und Personalräte, aber dort ist meist auch schon der Wurm drin! Ich sehe keine Möglichkeit in einem Ballungsraum mehr Geld zu bekommen, es ist eine tolle Forderung, aber umsetzen im ÖD: Mit welchen Mitteln? Ich trage jede Fahne für ein solches Unternehmen, aber wir müssen am Boden der Tatsachen bleiben.

  2. Lieber Matthias,
    und ich sage Dir, wir schaffen das.
    Es ist nicht nur ein Gebot des Anstandes und der Gerechtigkeit, dass gerade die Kolleginnen und Kollegen, die in teueren Ballungsräumen arbeiten dafür so bezahlt werden, dass sie ihr Leben noch akzeptabel leben können. Die vorhandenen, einseitigen Belastungen auszugleichen, ist notwendig und uneingeschränkt richtig. Und deshalb werden wir uns auch gemeinsam durchsetzen. Voraussetzung dafür ist aber, dass wir ganz uneingeschränkt an uns und unsere gemeinsame Kraft glauben und nicht schon vom Anfang an zweifeln und denen, die mit der Angst und dem Zweifel der betroffenen Menschen ihre Spiele treiben, auch noch den Weg bereiten. Unsere gewerkschaftlichen „Urväter“ haben es unter dramatisch schlechternen Rahmenbedingungen geschafft, Anstand und Gerechtigkeit für die arbeitenden Menschen herzustellen. Das allein kann uns schon den Mut geben, die Ungerechtigkeiten unserer Zeit konsequent anzugehen. Lasse uns das gemeinsam tun. Wir kämpfen für eine wirklich richtige und gute Sache.
    Herzliche Grüße und noch ein schönes Restwochenende
    Jupp Scheuring

  3. Lieber Jupp, liebe richtig aktiven Mitglieder der GdP, meine besten DGB – Kolleginnen und Kollegen! Natürlich schaffen wir als Gewerkschaftler alles, wir sind viele und wir sind auch mächtig Kräftig in unserem Deutschland!
    Andere europäische Staaten haben ihren öffentlichen Dienst nicht verkauft, wenn dort heute der ÖD auf die Strasse geht, dann steht mal ein ganzes Land still! Schaue immer gern auf unsere französischen Freunde, dort hat die Gewerkschaft noch richtige Macht! Jupp, Du kennst mich aus meiner gewerkschaftlichen Arbeit. Ich bin eine Person, welche nie klein gibt, welche noch kämpft, wenn die Gegenseite meint gewonnen zu haben. So ist auch mein Kampf gegen das Leistungsentgelt nach dem TVöD (LOB) mein Grund von der GdP zu ver.di zu wechseln gewesen. Ja, es zieht sich alles, auch ver.di ist nicht die Mutter aller Gewerkschaften, bin aber meinem DGB treu geblieben, nun schon 33 Jahre! Lasse mich die LOB- Geschichte durchkämpfen, wie immer diese Sache auch ausgehen mag. Kämpfen muss ich allein, es geht viel Zeit, auch Freizeit in diese Aktion, aber wenn ich obsiege, geht es für alle FKD-Tarifbeschäftigten am Flughafen Hamburg, bestimmt gerechter und genauer zu!
    Jupp, nach dem Kampf, könnte ich mir sogar vorstellen wieder in die GdP zurück zu kommen. Aber das sind noch Geister! Wir müssen unsere DGB- Gewerkschaften mit Mitgliedern füllen, wir dürfen als Gewerkschaft für keine Partei agieren. Wir als DGB müssen wieder mehr macht bekommen. LG Matthias

  4. Lieber Matthias, unser gemeinsames Ziel, unser gemeinsamer Einsatz für unsere Kolleginnen und Kollegen verbindet uns. Ohne den gewerkschaftlichen Einsatz von Menschen wie Dir und vielen anderen Gewerkschaftlern wäre vieles in unserer Gesellschaft anders, aber nichts wäre besser. Geben ist seliger als nehmen. Das steht schon in der Bibel. Im christlichen Sinn ist gewerkschaftliche Arbeit ein Höchstmaß an Nächstenliebe. Ich habe größten Respekt vor allen Menschen, die sich dazu einbringen. Das gilt ganz uneingeschränkt auch für Dich, Matthias. Wer sich mit solcher Überzeugung einbringt, ist niemals schwach! Herzliche Grüße Jupp

  5. Lieber Josef Scheuring,

    vielen Dank für Deinen ganzen Einsatz und auch der anderen GdP – Beteiligten!

    Es ist nunmal finanziell gesehen ein großer Unterschied, wo man in Deutschland seinen Dienst verrichtet. Gerade in München (auch Hamburg usw.) und in der Umgebung vom Flughafen München sind die Preise für Wohnraum etc. extrem hoch.

    Man könnte gleich „zwei Fliegen“ mit einer Klappe schlagen und die Kolleginnen und Kollegen mit zusätzlichen Beförderung unterstützen.

    Für den mD sollte jeder PVB mind. A9 sein um die finanziellen Mehrkosten nur „ein bisschen“ auszugleichen.

    Und man würde den Kolleginnen und Kollegen eine Chance schaffen durch ihr höheres Amt irgendwann heimatnah eine Stelle zu erhalten. (ähnlich wie Programm „München“ in Bayern)

    Und man hätte den Obermeisterbauch auch ein bisschen bekämpft! Es gab doch früher auch schon ähnlich Programm, warum nicht wieder mal eines auflegen!?

    Vielen Dank, Josef und bleibt am Ball!

  6. Die Problematik wurde doch für den Flughafen Frankfurt sehr gut gelöst.(eigener Topf sehr schnelle Beförderungen). Leider ist es doch so , dass bei der Bpol, das Straftatenaufkommen gar keine Rolle bespielt.
    Die Ermittlungsdienste in den Flächen haben alle die gleiche P Zahl. Ob dort viele zu tun ist oder nicht interessiert niemand. Die Pks spielt bei der Berechnung keine Rolle.
    Als damals die Bapo Aufgaben übernommen wurden, wurden 6000 Stellen verteilt. Wie gross das aufkommen war / ist interessiert nicht. Ein -sorry – Dorf Revier hat die gleiche P Zahl wie z.Bsp. Duisburg -als Großstadt Revier.
    Könnte man ja mal statistisch auswerten. (Würde ich aber nicht tun ) Da sich nach der Auswertung doch nichts ändert.

  7. Lieber Jupp, Du hast mich verstanden. Respekt von unserer Gegenseite bekommen wir nur, wenn wir in Massen auftreten und es lauthals Schreien: Unsere Rechte friedlich, aber geräuschvoll und für die Medien akzeptabel umsetzen können. Dafür sollte der DGB stehen, aber was ist mit unserer Dachorganisation los? Es ist ein mit der Politik klüngelnder Papiertiger, welcher einen kranken und fetten Kopf hat. Alle Mitgliedsgewerkschaften haben ein Ballungsraumproblem, alle haben irgendwie ihre Obermeister und Oberkommissar – Bäuche, die mögen in den anderen Gewerkschaften andere Namen haben. Das so genannte europäische Jobwunderland Deutschland besteht aus 400 € – Arbeitsplätzen und „Sozialaufstockern“! Hallo: Wer mit seiner täglichen Arbeit seine Familie nicht mehr durchbringt und Geld vom maroden Staat bekommen muss, der mag in der Schule nicht gut aufgepasst haben, aber mit acht Stunden Arbeitsleistung sollen die Menschen leben können, dazu haben sie ein Recht!
    Leben können: Nun sind wir wieder in den Ballungsräumen unserer Republik! Es ist eine Schande, das sich das BMI für die LuSi-Kontrollen immer die günstigste Firma sucht. Eine Tätigkeit, welche in der öffentlichen Hand liegt, wird immer wieder neu für „Billig“ ausgeschrieben. Der Tarifabschluss von Ver.di für die privaten FKD´ler der DSW in Hamburg war und ist richtig, aber ich sehe schon eine neue billige Firma am Start. Welche Firma ist nach Hamburg zum Streikbrechen gekommen, welche Firma ist mit Lufthansa und dem Handschlag der Geschäftsführung der Flughafen GmbH nach Frankfurt verabschiedet worden? Schaut mal in zwei Jahren, welche neue Gelddruckmaschine durch das BMI gefördert wird. Ich könnte so weitermachen, aber alles Erzählen bringt nichts, wir müssen mehr werden. Wir sollen uns wehren gegen dieses Unrecht! Wir leben in einer aktiven Demokratie, wir können wenn wir wollen einiges zum Guten umsetzen.

  8. Der „Frankfurter Topf“ war jetzt nicht unbedingt ein Beispiel dafür, wie man´s machen sollte…

    Die Problematik ist immer die, dass solche Aktionen bislang „selbst finanziert“ waren.
    D.h. man packt an einer Stelle was drauf, und die entsprechenden Beförderungsmöglichkeiten gehen der Allgemeinheit verloren. – Ähnlicher Effekt wie die „De Luxe“ – Stellenobergrenzen beim BPOLP.

    Man wird sich also vorsehen müssen, im Falle des Wiederauflebens solcher Modelle nicht eine Mogelpackung serviert zu bekommen, die letztendlich lediglich eine Umverteilung bedeuten würde.

    Die Notwendigkeit der Kompensation für die Kolleginnen und Kollegen in den Ballungsräume steht ausser Frage! Aber bitte „on top“ ! – Nicht durch Wegnahme an anderer Stelle. Da wären wir dann aber wieder beim altbekannten grundsätzlichen Problem: Das kostet Geld….
    Das wird man nicht freiwillig lockermachen und keine Idee ist so falsch, dass man sie nicht diskutieren könnte, trotzdem sollte man sich bei der Bundespolizei allmählich mal darüber im Klaren werden, dass die Zeiten vorbei sind, in denen man die Verhältnisse durch schlichtes Umverteilen verbessern konnte!

    Das gilt für die Bezahlung wie für die Verteilung von Personal! Wir sollten uns daher auch nicht in Wichtige, wenige Wichtige und Unwichtige spalten lassen! Dass das allerdings ein probates Mittel ist, um das zarte Pflänzchen Solidarität immer wieder plattzuwalzen, wussten schon die alten Römer:
    Divide et impera! – Teile und herrsche!

  9. Die Lösung ist doch relativ einfach:

    – regionale Einstellung
    – Ballungsraumzulage

    Es finden sich nicht genug Bewerber?

    Die Lösung ist doch relativ einfach:
    z.B. FFM
    – Sonderausbildung und Verwendung Flughafen
    – Direkt als A9 beginnen

  10. @R: Du spricht mehrere wichtige Punkte an die gerne vergessen werden. Mit der Übertragung weiterer Aufgaben wurden kurzfristig tausende Kollegen glücklich gemacht, denn sie konnten praktisch vor der Haustür einen Arbeitsplatz finden und ausfüllen. Damit war deren „Reisezeit“ in die Abteilungen vorbei. Erinnere mich an viele Begegnungen mit „Ex-Flügelmännern“ auf den Bahn- und Flughäfen (Bremen, Hamburg, Berlin). Die wurden mit der heimatnahen Verwendung glücklich gemacht.
    @Matthias Böckenhauer
    Du scheinst auch die europäische Landschaft der Gewerkschaften zu kennen. Ich kann dir hier nur beistehen. Als ich mich noch mit diesen Themen auf privatem Gebiet stark beschäftigte war der Tenor immer, dass die Gewerkschaften der anderen EU-Länder „extrem“ scharfe Kritik, insbesondere in persönlichen Gesprächen, an der zurückhaltenden Art und Weise der deutschen Gewerkschaften geübt haben. Eine Ausführung der Gründe und insbesondere der jeweiligen Länderinteressen würde hier zu weit führen. (Wir Beamte bekommen auch die Personalräte die wir verdienen.)

    Eine Ballungsraumzulage hatten wir bereits, daran könnten sich ältere Beamte erinnern, und diese Zulage wurde aus rechtlichen Gründen kassiert. Auch wenn ich, insbesondere im Wahljahr, Chancen für eine Wiedereinführung (natürlich braucht das Kind einen anderen Namen) sehe, halte ich das Thema für reine Außendarstellung der hier handelnden Personen. Auch sehe ich bereits die Klage (Welle) von Kollegen die eine Ungleichbehandlung erkennen würden. (Bin gespannt wie der EUGH wegen der Altersdiskriminierung entscheiden wird und bin dort guter Dinge.)
    Anstatt hier ein weiteres Spielzeug in den großen Sandkasten zu werfen (da verlieren die „Kleinen“ ja langsam den Überblick) wünscht sich die große Basis unserer Kollegen doch eher eine Verbesserung der Rahmenrichtlinien+Führungsverhalten(kompetenz), dazu das Stichwort der Krankenrate (länger als 1 Monat im Krankenstand fällt aus der Statistik ja raus).
    Warum überprüft die GDP nicht die rechtliche Substanz der Erschwerniszulagenverordnung (Grundlage für den DUZ) im Verhältnis zu den im TVöD dargelgten Entgelten für solche Dienstzeiten. Wären für einen POM ca. 300,-€/netto im Monat mehr sein! Dort wäre ein Musterprozess der GDP schon seit Jahren angesagt! Warum passiert das nicht? Warum empfindet der Personenkreis in der B-Besoldung die bestehenden Regelungen sehr gut…?
    Der Kollege Radek hatte vor einigen Monaten mal den Leitartikel „Wenn Arbeit Krank macht“ (oder so ungefähr) in unsere Mitgliederzeitschrfit gesetzt. Insbesondere diese Ausführungen sollten wir nicht vergessen….
    Trotz Allem gibt es wohl keine Alternative zur GDP und ich wünsche unseren Vertretern viel Erfolg und Kraft bei den ganzen Projekten.

  11. @ oahnung ja das mit der heimatnahen Verwendung war schon gut. Wie es umgesetzt wurde 6000 Planstellen durch die Anzahl der Bahnhöfe zu teilen also ich weiss nicht. Hat das was mit Polizeiarbeit zu tun ? Kriminalsschwerpunkte erkennen , analysieren und umsetzen war glaube ich nicht so gefragt. War es bei der Umsetzung – Inspektionsmodell- gefragt, oder war es um den hd Dienst unter zu bringen und zu fördern.
    Wie gesagt solange es Inspektionen gibt, die genau so viel Straftaten / Aufkommen haben wie ein Revier in einer Großstadt, und der Odp nicht geändert wird solange ändert sich nichts. Ich glaube bevor man den Odp ändert ( da kommen natürlich auch Eitelkeiten und persönliche Befindlichkeit zu Tage ) eher an die Neufassung der Bibel. Aber ehrlich sollten wir uns darüber Gedanken machen, hat sich schon jemals jemand für unsere Meinung interessiert und es dann auch umgesetzt.

  12. Die Ballungsraumzulage wäre toll und eine Entlastung.

    Da ich aber den Einfallsreichtum, den Aktionismus und die Hintertriebenheit einiger Kollegen kenne, wird die Ballungsraumzulage durch diese Kollegen schneller „aufgezehrt“ sein, bevor auch nur ein wirklich betroffener Kollege etwas bekommt.
    Diese „Kollegen“ haben den ganzen Tag zeit zu meckern und sich zu überlegen wie sie an mehr Kohle kommen. Natürlich würden diese niemals nach München ziehen, aber den DP in München beanspruchen und sich dann abordnen lassen.

    So funktioniert BPOL, es wird der kleine Finger gegeben und einzelne reißen den ganzen Arm ab.

  13. Weis hier jemand überhaupt wie teuer das Leben an der Schweizer Grenze ist? Da kann man locker mit den Kosten in den „Ballungsräumen“ mithalten, wenn nicht sogar übertreffen.

    Also so einfach wird das mit der Abgrenzung was „Ballungsraum“ oder was eben nicht „Ballungsraum“ ist.

  14. Die Weinigsten wohnen in den Ballungsräumen.

    Die Meisten pendeln rein und sollen dafür auch noch ne Zulage .-(

    Werbung in der Region und Einstellung mit dem klaren Ziel im jeweiligen Ballungsgebiet Dienst zu leisten.

    Die Bezahlung gehört ohnehin ab A9 aufwärts !!!

    Der Bund müsste im Vergleich zu seinen Länderkollegen eine Besoldungsstufe höher besoldet werden. Alleine schon wegen der hohen Flexibillität.

  15. Unser DuZ ist doch echt von einer anderen Welt. Am 1. Mai Dienst geschoben und ins Gespräch mit einem Konzernmitarbeiter gekommen, also unsere 3,11€ zu annähernd 20€ / Std., da will von denen kaum einer frei machen an solchen Tagen. Er sagte nur, wir sind ja bemitleidenswert.
    Andere Sache: Die Kollegen in den Abteilungen sind berechtigt, an der Gemeinschaftsverpflegung teilzunehmen (Mittagessen derzeit: 2,87€). Der Kollege im Einzeldienst bekommt im Bereich seiner Dienststelle bei weitem nicht so ein preiswertes Angebot. Warum nicht diesen Mitarbeitern Zulagen gewähren. Es sollte unterschieden werden, wo der Dienst geleistet wird. Die Besoldung ist regionabhängig mehr oder weniger wert.

  16. Die SPD ist in dieser Frage genau der richtige Ansprechparter!

    Von 1873 bis 1972 wurden regionale Unterschiede in den Lebenshaltungskosten bei der Bemessung der Bezüge berücksichtigt und zwar in Form des Ortszuschlages, der in verschiedene Ortsklassen und die wiederum nach Familienstand und Kinderzahl differenziert waren. Damit sollte für Beamte in preiswerten und teuren Dienstorten annähernd der gleiche Lebensstandart gewährleistet werden. Soll heißen: war alles schon mal dagewesen, hieß damals bloß anders.
    Aber dann beschloß die SPD in Bonn, daß überall in Deutschland gleiche Lebensverhältnisse herrschen und danach gab es bundesweit nur noch einen einheitlichen Ortszuschlag, der 20 Jahre später in Familienzuschlag umbenannt wurde.

    Ich glaube nicht, daß die zwei Hinterbänkler der SPD nun der Korrektur der seinerzeitigen historischen Fehlentscheidung ihrer Partei in die Wege leiten. Zumal die derzeitige Besoldungsregelung verfassungsgemäß ist und das Bayrische OVG bestätigte diese Praxis ausdrücklich, weil die höheren Lebenshaltungskosten in den Ballungsräumen durch eine höhere Lebenshaltungsqualität ausgeglichen würden.

    Es stellt sich wiederum die Frage, ob die seit Kaisers Zeiten unveränderten besoldungsrechtlichen Prinzipien – insbesondere das Alimentationsprinzip und Festsetzung der Besoldung – noch zeitgemäß sind oder ob es nicht sinnvoller wäre, unser Einkommen in Tarifverträgen auszuhandeln und gegebenenfalls auch mit Streiks zu erkämpfen.

  17. @ 16
    Ja zu allen Verbesserungen an unserem Gehalt!

    Nein zu Tarifverträgen und dem Streikrecht.

    Das Prinzip unser Alimentation finde ich richtig. Meine Kumpels in der freien Wirtschaft bekommen ihr Geld erst zum Ende des Monats bzw. zum 15. nach getaner Arbeit. UNd wenn die Firma bis zum Monatsende Pleite ist, gibt’s kein Geld. Wir bekommen unser Gehalt im Voraus.

    Wie soll denn so eine Tarifverhandlung aussehen? Wir streiken und keiner kommt zum Dienst? Das Signal wäre vielleicht gut für uns, aber unser Ansehen in der Bevölkerung wäre ganzlich dahin.

    Wir sind die, die man ruft, wenn man sie braucht, ansonsten haben wir ruhig zu sein.
    Wie bereits in einem anderen Forum richtig festgestellt: Solange nichts passiert, ändert sich nichts!

    Aber auch wir sollten, selbstkritisch, uns mehr mit dem Beamtentum auseinandersetzen! Neben unseren Rechten haben wir auch Pflichten (übrigens genau wie in der freien Wirtschaft)!
    Aber mit einem erheblichen Unterschied, in freien Wirtschaft wirst du einmal angemahnt und dann entlassen oder aus Rationalisierungsgründen gleich entlassen. Bei uns gibt’s nur eine Dizi; die Entlassung doch nur bei richtig heftigen Verpfehlungen bzw. Kraft gesetz.

  18. Um die Diskussion mit Zahlen zu unterfüttern, wäre es gut, wenn irgendjemand, z.B. aus dem Münchner Bereich, die durchschnittlichen Mietkosten der Bundesmiet- und Bundesdarlehenswohnungen (z.B. Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen) der letzten zehn Jahre auflistet.
    Als Alt-Münchener, der immer noch Kontakt zu Bewohnern der Bundeswohnungen hat, weiß ich um die exorbitanten Mietentwicklungen, die der BmF den Bundesbediensteten zumutet.
    Hier ist es also der BUND selbst, der seine eigenen Mitarbeiter zur Kasse bittet.
    Aber hierzu eine schöne Grafik, bunte Tortenstücke und Linien, dürften im Gespräch mit den Verantwortlichen sicher eine Hilfe sein.

  19. Ich sage nur, die in den letzten Wochen per Gesetzgeber gedeckelte Steigerung der explosionsartig gestiegenen Mietpreise und der in manchen Gegenden Deutschlands nicht mehr vorhandene, bezahlbare Wohnraum. Hier trifft es also auch uns. Besonders die unteren Besoldungsgruppen bei uns Beamten oder bei den TBè . Die von uns erwartete Flexibilität und der stetige Kompromiss zw. Beruf & Familie macht gerade eines deutlich… wir ALLE brauchen die Ballungsraumzulage !!!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir brauchen jetzt die Hartnäckigkeit und das Durchhaltevermögen, endlich diese Problematik mit den Verantwortlichen der Politik zu lösen. Ballungsraumzulage heißt aber nicht nur, dass die Kollegen in Fra, Berlin und München diese erhalten sollen, sondern auch den Kollegen bsp. an der Schweizer Grenze.
    In der letzten Woche war in einer Talkshow im ZDF dieses Thema diskutiert worden. So hat als Vertreter der Politik Hessens Ministerpräsident einen Satz geäußert, den ich noch ganz gut im Ohr habe. Er sagte, dass in Frankfurt am Main dieses Problem des mangels an bezahlbaren Wohnraum ebenfalls vorhanden ist, aber… durch die bessere Bezahlstruktur der freien Wirtschaft, die Mietpreise in Frankfurt bezahlbar seien. Ich bin BesGr. A8 und bezahle im Nahbereich der Dienststelle für meine 35 m2 Wohnung 400 EURO. zw. Das sind 18 % meines Gehaltes und das dafür, dass ich irgendwo schlafen kann. Bitte kommt jetzt keiner, dass solche Kollegen wie ich umziehen sollen, und dann ja nur noch eine Miete oder so hätten. Es gibt Menschen, die Familie, Haus und Freunde haben.
    Was mich immer tierisch ärgert, dass solche Sätze meistens von Beamten kommen, die mind der BesGr. A12 kommen.
    Das das vermeintliche Problem bei der Umsetzung der Ballungsraumzulage stets und ständig thematisiert wird, sich aber dahingehend nichts ändert zeigt, dass man auf Teufel komm raus spart, koste es was es wolle.

  20. Egal ob München oder Horka,

    die Preise in den üblichen Läden (Penny, Aldi, Lidl etc.) sind doch alle gleich.
    Den wirklichen Preisunterschied gibt es doch nur bei Wohnungen und Grundstückspreisen.
    Ich kann auch in einer Kleinstadt (ca. 60.000 Einwohner) Preise zwischen 7 – 16 € pro qm Miete bezahlen, oder pro qm Grundstück zwischen 35 – 220 €.

    Damit wäre die Frage zu klären, was ist Ballungsraum?

  21. Nach nach den Angaben von Smiley (Nr.20) ist es an der Grenze zur Schweiz ja eindeutig Ballungsraum. Teilweise liegen die Preise über den genannten Höchst-Werten.

    Und möglicherweise ist das nicht nur an der Schweizer Grenze so. Daher muss man eigentlich weg vom Begriff „Ballungsraum“ und einen zutreffenderen/konkreteren Begriff (für hohe Miet- und Grundstückspreise inkl. hoher Nebenkosten) finden. Wer im Grenzgebiet zur Schweiz aus deutschem Gebiet mal schön essen geht, weis was hochpreisig ist, und ohne das hier ein Ballungsgebiet wäre.

  22. @Smiley
    „Den wirklichen Preisunterschied gibt es doch nur bei Wohnungen und Grundstückspreisen.“

    Stimmt so nicht ganz, es gibt auch Preisunterschiede beim Einkaufen! Ebenso muss man für die anderen Bedürfnisse des täglichen Lebens mehr bezahlen…Waschanlage, Kino, usw.! Ist im Ballungsraum alles teurer!

    Natürlich ist der Wohnraum das Schlimmste! Gerade in München und im Raum Freising/Flughafen München muss man tief in die Tasche greifen.

    Gerade die unteren Einkommensgruppen im Verwaltungsdienst und PVD haben mit diesen hohen Preisen zu kämpfen. Wenn man schon im unteren Einkommensbereich etwas tun möchte, dann befördert die Leute nach A9 und A9z, dann hätte man zumindest etwas mehr in der Tasche.

    Eine Ballungsraumzulage müsste man wieder extra einführen und man könnte diese wieder schnell abschaffen! Eine Beförderung kann man keinem mehr nehmen und man hätte dieses unsägliche Theman POM-Bauch auch etwas vom Tisch.

  23. @ smiley: In der Gegend um Frankfurt/M. zahlt man ohne Probleme bis 850 € und mehr. Ein Kollege aus München schrieb vor kurzem, dass bei ihm der qm 1100 € kostet.

    Pauschal den Ballungsraum festlegen wird meiner Meinung nach sehr schwer. Was ist, wenn ich im ersten Ort außerhalb des Zuschlagbereiches wohne? Da kostet der qm vermutlich zwar 14 Euro weniger, das Problem besteht aber weiterhin.

    Es bleibt also spannend.

  24. Fakt ist doch einfach das wir unterbezahlt sind!!!!
    die Polizei sollte mindestens bei A9 anfangen, fertig!!!
    und DuZ und Schichtzulage müssen auch erhöht werden, ist ja lächerlich zum Vergleich in der freien Wirtschaft!!!

    ich kenne ein Beispiel, ein guter Freund ist vor einigen Jahren nach München gezogen.
    er verdiente hier 4000 Euro brutto, in München bekommt er für den gleichen Job 6800 Euro brutto, so ist das!!!

    Gruss vom schönsten Bundesland der Welt

  25. noch zur Aussage, warum die Polizei bei A9 anfangen sollte.
    geht doch mal ins Rathaus und schaut euch um. Die sitzen da den ganzen Tag rum und verdienen für das wenige arbeiten mehr als die Polizei.
    bei uns im Rathaus ist kein Beamter unter A10, die meisten sind A11 und A12, Wahnsinn…..

  26. @ blabla 25

    Die besseren Besoldungsstufen reduzieren sich aber um die fehlende Polizeizulage, die Wechselschichtzulage und den DUZ!

    Auch wenn es sich dort um Beamte handelt, bitte auf das „Kleingedruckte“ achten.

    Ich wohne übrigens im Norden, mitten in Nds.

  27. @blabla

    „bei uns im Rathaus ist kein Beamter unter A10, die meisten sind A11 und A12, Wahnsinn…..

    Diese Mitarbeiter haben auch alle Abitur und haben studiert!! Bei der BPOL haben wir zum Teil Hauptschüler mit Berufsausbildung.

  28. @Lalala
    „Bei der BPOL haben wir zum Teil Hauptschüler mit Berufsausbildung.“
    Und ist das was schlechtes? Diese Leute wissen zumindest was arbeiten heißt.

  29. An Smiley, Nr. 26:
    Klar reduziert sich das Gehalt im Rathaus um Polizeizulage, DUZ, usw. Die Kollegen arbeiten von Mo-Fr, 07:00 – 16:00 Uhr (oder so ähnlich), kein Wochenenddienst, kein Nachtdienst, keine Entscheidung muß in Bruchteilen von Sekunden getroffen werden, kein Dienst an Ostern, Weihnachten, Jahreswechsel. Und noch was aus meiner persönlichen Sicht: nach 22 Jahren Schicht- bzw. Wechseldienst durfte ich aufgrund einer Auslandsverwendung erstmals ein Jahr Tagesdienst leisten: es war für mich eine wahre Wohltat! Ich wußte gar nicht mehr was guter Schlaf für einen Körper bedeutet. In diesem Jahr habe ich so gut geschlafen wie die letzten 22 Jahre nicht mehr. Ich war jeden Tag hellwach, topfit und bestens gelaunt. Schichtdienst ist Raubbau an unserem Körper, den wir irgendwann zu zahlen haben. Und deshalb sollte sich die Polizei nicht unter Wert verkaufen!

  30. An 16.Sachbearbeiter: Bin ich dafür! würde auch eher zu unserem Firmen-Charakter passen. AGBs für die BuPO-Warum eigentlich, GdP?

  31. @lalala

    Warum und wofür muss ein Kollege im Streifendienst eigentlich Abitur haben?

    Abitur deutet zwar auf etwas mehr IQ hin und zeigt eine gewisse Form der Lernbereitschaft, aber
    die Hauptschüler mit Berufsausbildung lernen von Anfang an eine bessere Wertevorstellung, da sie meistens nicht so mit Geld überschüttet werden, wie unsere Anwärter. + die Erfahrung der Unterordnung und körperlichen Arbeit, wirken sich doch meistens besser für uns aus, als irgend ein Abi mit 3,…!

    Bin auch vom mD in den gD gewechselt, am meisten habe ich aber auf dem ehemaligen Gf-Lehrgang gelernt.

  32. Ich lese mit Begeisterung die Beiträge!
    Es geht in erster Linie nur um den Beamtenbereich!
    Vergessen werden mal wieder die Tarifbeschäftigten! Wie immer!
    Haben die werten Kollegen und Kolleginnen mal überlegt, was bei einer Tarifbeschäftigten mit Entgeldgruppe 5 netto rauskommt?
    Ob die Tarifbeschäftigte in München oder Frankfurt arbeitet – für die ist es ganz, ganz hart!

  33. Es geht schon wieder los!!!
    Diesmal habt ihr euch in selbsbeweihräucherung pro Hauptschüler gegen die Abiturienten aufgestellt. Ihr behauptet, dass Hauptschüler wenigsten wüssten was Arbeit sei und Wertevorstellung haben.

    Was aber sagt ihr dazu:
    – ein Abitur erfordert hart Arbeit
    – Hauptschule kann man mit Faulheit erfolgreich abschießen
    – Handys, Jacken und Sportschuhe werden an Hauptschulen abgezogen

    Das was ich hier sage ist natürlich Unsinn – ich will euch nur den Spiegel vor halten!!!!!

  34. Ballungsraumzulage, was für eine schöne Umschreibung für einen Wohnungszuschuss. Wie wäre es denn für die Kollegen/innen, die Tag für Tag einen enormen Zeitaufwand bis zum Erreichen der Dienststelle auf sich nehmen oder auf sich nehmen müssen, mit einer Entfernungsraumzulage zur Verbesserung der Lebensqualität? Ich selbst lebe auf dem Land und bin jeden Tag zwischen 12 und 13 Stunden von zuhause weg. Dass ist bei dem stressigen Job nicht schön und ich sehe darin einen nicht unerheblichen Verlust an Lebensqualität, den ich aber als „Landratte“ bereit bin in Kauf zu nehmen. Ich denke mal, dass dies auch nicht gerade gesundheitsförderlich ist, aber wen interessiert es? Wer sich dafür entscheidet, direkt in der Stadt zu leben und damit kurze Wege zur Dienststelle hat, der muss zwangsläufig auch tiefer in die Tasche greifen, was die Wohnungsmieten anbelangt. Wer es sich nicht leisten kann oder will, dem steht es offen, in bezahlbare ländliche Gegenden zu ziehen. Aber dafür muss man dann längere Anreisezeiten, die übrigens auch viel Geld kosten und einen nervigen Zeitaufwand bedeuten, in Kauf nehmen.

  35. @GdP

    Gibt es eigentlich Überlegungen mit anderen Gewerkschaften sich diesbezüglich zusammen zusetzen und eine gemeinsame Zielrichtung festzulegen und einheitlich einzufordern?

    Z.B. für die Beamten und Verwaltungsangestellten bei Bund und Ländern.

  36. @aem du musst aber schon zu geben Abi +3 Jahre Lübeck und dann direkt Führungskraft , das kann nur die Bpol. Schade dass die Länder unser System nicht über nehmen, sondern Berufserfahrung verlangen.
    Wenn neue Kollegen zu uns kommen wunder ich mich wie es der oder die eine schafft in Lübeck durch den Sportteil zu kommen. Die neuen Kollegen /Kolleginnen Md sind alle topfit und trainiert.

  37. Ich habe immer gesagt, dass ich mir ein anderes System wünsche. Erst laufen lernen, dann führen!

    Neben der Einführung einer Besoldung P würde ein Verlaufsmodell (gD)
    Ausbildung – PVB / KSB – GF / GL Lehrgang – Verwendung als GL / GF – ZF / DGL Lehrgang / Verwendung – Aufstieg in den hD möglich

    Seiteneinsteiger in hD = nein!

  38. Politische Verantwortung??????????????????????????
    Ihr fordert was nie und nimmer eintreten wird!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Oder wer steht für den Abzug aus der Fläche gerade, den Abzug von der Grenze , die desolate Personalpolitik, für die lächerlichste Reform……Werrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

  39. Hallo,

    wollte Euch mal das „Grundproblem“ für unsere Probleme dazu aufzeigen:

    Beamter, 35 Jahre, A9:

    Kürzung des Weihnachtsgeldes: € 1700,–

    Streichung des Urlaubsgeldes: € 255,–

    Streckung der Dienstaltersstufen: € 1380,–

    Verlängerung der Wochenarbeitszeit: € 1894,–

    Nullrunden: € 552,–

    Dies entspricht einem jährlichen Einkommensverlust von insgesamt: € 5781,–

    Das sind fast 20% Einkommensverlust pro Jahr!

    oder ein Beamter, 47 Jahre, A11:

    Kürzung des Weihnachtsgeldes: € 2220,–

    Streichung des Urlaubsgeldes: € 255,–

    Streckung der Dienstaltersstufen: € 1800,–

    Verlängerung der Wochenarbeitszeit: € 2470,–

    Nullrunden: € 760,–

    Dies entspricht einem jährlichen Einkommensverlust von insgesamt: € 7505,–

    Das sind fast 20% Einkommensverlust pro Jahr!

    Ich möchte weiterhin nur mal dran erinnern, dass wir Bundesbeamte in den letzten 25 Jahren im Durchschnitt 1-1,5% niedrigere Erhöhungen unserer Bezüge hatten, als die Tarifabschlüsse der Wirtschaft. Wir hinken also zwischen 25% und 37,5% bei den Löhnen hinterher.

    Dies bedeutet dann rein mathematisch, aufgrund der Lohnkürzungen und geringeren Anpassungen, einen jährlichen Unterschiedsbetrag zur freien Wirtschaft von :

    45 % bis 57,5 % pro Jahr

  40. @ Freidenker
    Dabei darf aber nicht vergessen werden, wie unsere Pension ausfällt und die eines Arbeiters in der freien Wirtschaft!
    Wenn wir unseren „Lebensdienst“ geleistet haben, stehen wir gut dar.
    Z.B.
    Jahrgang 1973
    Eingestellt 1990
    Enddienstgrad A8 POM
    Pension ca. 1780,- € (Ruhegehalt mit 63)

    Berechnungen möglich unter http://www.vdata.de/vdata-rechner/av_beamte.jsp

  41. Sicher ist die Pension höher als die Rente im Vergleich zu…?
    Mit wem kann man uns in der freien Wirtschaft eigentlich vergleichen?
    Ich arbeite aber über 40 Jahre und habe vielleicht 15 Jahre was von der Pension wenn ich Glück habe.
    Das könnte man mal gegenrechnen…
    500 € über 40 Jahre weniger oder 500€ 15 Jahre mehr.

  42. @J. S
    Dein Vergleich hinkt ganz gewaltig, da die private Versicherung mit ca. 450 Euro zu Buche schlägt und die Versteuerung!
    Verbleiben ca. 1200 Euro.

    Eine Witwe erhält dann von diesem Betrag nur noch ca.60%
    Verbleiben ca. 800 Euro

    Und das für 45 Jahre Wechseldienst, Staatsdienst ohne Rechte mit ganz vielen Pflichten.

    Lächerlich.

    Nie wieder Öffentlicher Dienst

  43. @HONK

    Natürlich sind von dem Beispiel noch diese Ausgaben abzuziehen! Das nennt man klassisch „Versorgungslücke“.

    In der freien Wirtschaft (Rente und nicht Ruhegehalt/Pension) soll es gerüchteweise auch dies Abzüge geben.
    Nenne mir doch mal bitte einen Beruf den Du mit Haupt- oder Realschule erreichen kannst, und bei dem es 1700,- EUR Rente gibt!

    In der freien Wirtschaft sieht es so aus:
    „Die Höchstrente, das heißt die höchste denkbar zu erreichende Rente, ergibt sich implizit aus dem gesetzlich festgeschriebenen Maximalwert der jährlich zu erwerbenden Entgeltpunkte und der maximal möglichen Einzahlungsdauer.
    Derzeit liegt die Höchstrente bei 2200,- Euro brutto.(kommen also noch Abzüge von ab)“
    Dies verlangt aber den privaten Höchstbeitrag im Monat von ca. 1000,- EUR!!!