Mehr Personal und mehr Videoüberwachung erforderlich

Bild: Templermeister_pixelio.de

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Die vermehrten Aufsprengungen von Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn und die damit verbundenen Gefahren für die Bahnreisenden sind das Ergebnis des permanenten Rückzugs des Personals der Deutschen Bahn und auch der Bundespolizei aus den kleinen und mittleren Bahnhöfen in Deutschland. Gleichzeitig fehlt es auch an einer sicherheitsorientierten Videoüberwachung und entsprechenden Videoaufzeichnungen in diesem Bereich. Damit sind dort Räume entstanden, in denen es ohne relevantes Entdeckungsrisiko möglich ist,  Eigentums- und Gewaltdelikte zu begehen und damit auch die Benutzer der Bahn zu verunsichern und zu gefährden. Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring in Berlin fest.

„Wir haben im Zuge der Neuorganisation der Bundespolizei diesen Rückzug aus „der Fläche“ auch bei zwei Anhörungen im Deutschen Bundestag kritisiert. Die Politik hat allerdings daraus keine Schlüsse gezogen. So verfügt auch die Bundespolizei heute nicht mehr über das notwendige Personal, um diese Aufgaben vernünftig polizeilich abzudecken. Gleichzeitig ist aber auch im Bereich der Bekämpfung der illegalen Migration, in den Aufgaben der  Bundesbereitschaftspolizei und durch den massiven Ausbau der deutschen Verkehrsflughäfen mehr Bundespolizeipersonal notwendig. Wir halten es für erforderlich, dass sich der Bundesminister des Innern, der mit der Erhöhung der Einstellungszahlen für die Ausbildung von Bundespolizistinnen und -polizisten in diesem Jahr einen ersten Schritt getan hat, noch vor der Bundestagswahl zur problematischen Personalsituation der Bundespolizei äußert und die notwendigen Konsequenzen auf den Weg bringt“, so Scheuring.

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

1 Kommentar
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  1. …und wieder öffentlichkeitswirksame vorfälle im aufgabenbereich dieser bundespolizei!
    leider ist zu befürchen, daß die bundespolizei nur kurz im focus der öffentlichkeit steht und allenfalls oberflächliche, kosmetische maßnahmen folgen, um kurzfristig die gemüter zu beruhigen.
    eine überalterte, in den flächen ausgedünnte, bundespolizei wird dem bürger künftig keinen ausreichenden schutz mehr vor ähnlichen polizeigefahren bieten können. nicht selten können die eigenen aufgaben bereits jetzt nur unter mithilfe der landespolizeien angegangen werden. solange dies funktioniert, wird dem bürger auch polizeiliche hilfe zu teil. leider bleibt ihm dann diese problematik verborgen. jedenfalls solange die landespolizeien helfen und für die bundespolizei (den bürger) einspringen.
    was der bürger nicht braucht, ist eine bundespolizei die nach verkorksten, überflüssigen reformen, in folge unfähigkeit und desinteresse verantwortlicher politiker nicht mehr in der lage ist, ihre gesetzlichen aufgaben für den bürger in ausreichendem maße zu gewährleisten.
    beiträge für eine ernsthafte erfolgversprechende strategie, um die kernprobleme der bundespolizei zu lösen, wurden zu hauf u.a.durch gewerkschaften publiziert. die probleme der beschäftigen sind eine seite. die andere seite ist eine unzureichende sicherheitspolitik, mitverursacht durch eine vernachlässigte polizeibehörde, die dem sicherheitsbedürfnis des bürgers nicht mehr in ausreichendem nachkomen kann. ich bin überzeut, daß der bürger bereit ist, in seine sicherheit zu investieren!
    die verantwortung darüber tragen die politiker. leider werden sie dieser verantwortung nicht gerecht. denn es feht am willen.

    gruß