Schleswig-Holsteiner Oliver Malchow neuer GdP-Bundesvorsitzender

Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Berlin, 13.05.2013. Oliver Malchow ist neuer Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Der Gewerkschaftsbeirat, das höchste Gremium der GdP zwischen den Kongressen, wählte den 49-jährigen Schleswig-Holsteiner am Montag in Berlin zum Nachfolger des bisherigen Bundesvorsitzenden Bernhard Witthaut.

Die Wahl war notwendig geworden, nachdem Bernhard Witthaut im April dieses Jahres zum Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Osnabrück berufen wurde und heute offiziell sein Amt innerhalb der GdP niedergelegt hat. Witthaut gehörte 19 Jahre dem geschäftsführenden Bundesvorstand der GdP an und war 2010 zum Bundesvorsitzenden der mit 173.000 Mitgliedern größten Interessenvertretung der Polizei gewählt worden.

Kriminaloberrat Oliver Malchow ist seit November 2010 Mitglied des Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstandes. Die Delegierten des 24. Ordentlichen GdP-Bundeskongresses hatten den Ostholsteiner zunächst in das Amt des Bundesschriftführers gewählt, im Januar war Malchow dann im Rahmen von Nachbesetzungen des Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstands zum stellvertretenden GdP-Bundesvorsitzenden aufgerückt. Der Leiter der Kriminalpolizeistelle Kiel ist seit Mai 1985 Mitglied der Gewerkschaft der Polizei. Seit 1997 führt Malchow zudem den Vorsitz des GdP-Landesbezirks Schleswig-Holstein.

In das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der GdP wurde der 51-jährige Polizeihauptkommissar Dietmar Schilff aus Braunschweig nachgewählt. Schilff ist zugleich Vorsitzender des GdP-Landesbezirks Niedersachsen.

 

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Themenbereich: Aus dem Bundesvorstand | Drucken

3 Kommentare
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  1. Das ist eine Überraschung!
    Das sich der kl. Bezirk S-H mit seinem Newcomer (erst Anfang des Jahres stellv. im GBV) gegen den lanjährigen stellv. Bundesvorsitzenden des großen Bezirk BPOL so in Szene setzt? Ein wenig Enttäuschung schwingt da mit. Vielleicht kann ein KOR die Forderung 2% hD besser durchsetzen? Man soll in allem das Positive sehen :-)
    Für Dietmar Schilff freut es mich sehr. Spitzenmann, der die GdP nach vorne bringt und auch uns gut vertritt.

  2. Bisher ist Oliver Malchow unbekannt.

    Die Erwartungen sind groß.

    Herzlichen Glückwunsch von der Basis an die Spitze.

  3. Glückwunsch dem neuen Vorsitzenden! Eine große Herausforderung wurde an Herrn Malchow übertragen!

    Die Bundes GdP sollte sich nun neu aufstellen und die deutsche Polizei insgesamt wieder besser auf der politischen Bühne vertreten. Insbesondere wünsche ich mir mehr mediale Präsens und eine bessere Kommunikation mit den GdP Bezirken. Es müssen alle Themen auf den Tisch. Ganz besonders sollte sich der Bundesvorstand um die Einführung einer bundeseinheitlichen Polizeibesoldung kümmern. Die Besoldung sollte sich nach der Aufgabe und der fachlichen Eignung richten. Beispiel: Operativ, Führung und Leitung unterteilt in P1 bis P15. Ein Abkoppeln von der A-B Besoldung ist zwingend erforderlich, um allen Polizeibeamten in den jeweiligen Aufgaben eine Perspektive aufzuzeigen.

    Es gibt gute Sachbearbeiter, welche aufgrund fehlender Perspektiven, in eine andere Laufbahn gezwängt werden und in vielen Fällen persönlich unzufrieden sind. Insbesondere in Bereichen der Personalführung sind solche Mitarbeiter sehr oft überfordert und versuchen durch Wechsel in Stabsfunktionen oder Auslandseinsätzen, dieser Verantwortung zu entfliehen. Siehe auch Auswertung der Mitarbeiterbefragung bei der Bundespolizei.

    Ein weiters Thema sollte die Abschaffung der Besetzung von Dienstposten durch sogenannte politische Beamte in dieser neuen Besoldungsordnung sein. Leistung, Eignung und Befähigung sind nach unserer Verfassung die Voraussetzungen für den Zugang zum öffentlichen Amt.
    Den in letzter Zeit stattfindenden Prozess, der Vergabe von Dienstposten der Führungselite an Beamte ohne die entsprechende Qualifikation ist nicht zielführend und wird möglicherweise zu einer Schwächung der Polizeistruktur führen. (Besetzung nach Gutsherrenart).