Fanausschreitungen: Urteile mit Signalwirkung!

Zu 150 Tagessätzen zu je 50,- Euro verurteilte das Amtsgericht Essen einen Anhänger des Wuppertaler SV. Damit setzte das Gericht für „Schubsen und „Stinkefinger“ zeigen“ gegen Polizeibeamte mit einer Geldstrafe von insgesamt 7.500,- Euro ein deutliches Zeichen. Am 17. März 2012 kam es während der Regionalligabegegnung Rot Weiß Essen gegen Wuppertaler SV im Stadion zu Ausschreitungen im Gästeblock. Das Amtsgericht Essen hat nun gegen die ersten Angeklagten Recht gesprochen und zum Teil empfindliche Strafen verhängt:

  • 15 Tagessätze zu je 30 Euro (450,- €) für das gezielte Treten in Richtung Kopf ohne zu treffen sowie Spucken.
  • 150 Tagessätze zu je 30 Euro (4.500,- €) für das Werfen einer Fahnenstange.

Es bleibt zu hoffen, dass die „Fußballstörer“ diese empfindlichen Strafen als ein deutliches Signal begreifen.

Quelle: NRW direkt 38/2013 der BPOLD STA

 

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Themenbereich: Gewaltbereitschaft | Drucken

3 Kommentare
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  1. ohne jetzt die Zeiten schönreden zu wollen, aber zu früherer Zei (vor´89) saß der STA gleich mit im Stadion. Da sind einige gleich von dort aus eingefahren. Heute würde man es sich bestimmt zweimal überlegen, seinen Job auf´s Spiel zu setzen, wenn man Montag früh nicht zur Arbeit erscheint.
    Nur mal so zum diskutieren.

  2. Im Zentrum des Ruhrgebiets ist die Welt halt noch in Ordnung! In Berlin bekommt man nicht selten Post, dass derartige Verfahren wegen „fehlendem öffentlichen Interesse“ eingestellt werden.
    Alles Weitere kann jeder in „Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter“ von Kirsten Heisig nachlesen. Leider gab und gibt es zu wenige Richter und Staatsanwälte, wie diese Frau.

  3. @Kaimann

    Wie unser Rechtsstaat mit Frau Heisigs zweifelhaftem Ableben umgegangen ist, war ein Warnhinweis an alle in öffentlichen Ämtern, die Zivilcourage zeigen.