Stellenhebungen durch den Finanzminister genehmigt – Umsetzung über vier Jahre nicht akzeptabel!

Der Bundesminister der Finanzen hat die vom Bundespolizeipräsidium Potsdam beantragten und vom Bundesminister des Innern mitgetragenen Stellenhebungen für die Bundespolizei genehmigt. Das ist eine überaus positive Nachricht, weil davon erstmals auch die Tarifbeschäftigten und die Verwaltungsbeamtinnen und Verwaltungsbeamten der Bundespolizei profitieren. Auch die Problematik des „Polizeiobermeisterbauches“ und der Einweisungen nach A 9 mZ wird mit diesen Stellenhebungen erstmals konsequent angepackt. „Wir sind überaus froh, dass unsere seit Jahren konsequent aufgestellten Forderungen jetzt auch von der Bundesregierung übernommen wurden. Neben unzähligen Gesprächen im politischen Raum haben wir dazu auch zweimal mit dem Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich, exakt über die jetzt umgesetzten  Forderungen gesprochen. Sowohl im Bereich unserer Tarifbeschäftigten als auch im Bereich der Verwaltungsbeamtinnen und -beamten und im mittleren Polizeidienst können damit große Gerechtigkeitslücken deutlich reduziert werden. Nachdem die Bundesregierung insgesamt jetzt diese Forderungen anerkannt hat, gehen wir davon aus, dass der Gesetzgeber auch über die Bundestagswahl hinweg diese wichtigen Forderungen akzeptiert. Damit ist das Attraktivitätsprogramm III für die Bundespolizei auf den Weg gebracht.  Allerdings ist es nicht akzeptabel, dass die Umsetzung der Maßnahmen über vier Haushaltsjahre gestreckt werden soll. Wir werden jetzt noch einmal Gespräche mit den zuständigen Haushaltspolitikern der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien führen mit dem Ziel, die anerkannten Forderungen insgesamt bereits im Jahr 2014 zu realisieren.

Gleichzeitig werden wir einfordern, dass auch die eingeforderten neuen Stellen für die Bundespolizei im weiteren Verfahren realisiert und damit die Überlastung abgebaut und weitere Entwicklungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Perspektiven auch im gehobenen und im höheren Dienst geschaffen werden“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.

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Themenbereich: Internes & Personalien | Drucken

48 Kommentare
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  1. Wieviel POM sollen demnach zu PHM werden egal ob gleich oder im Zeitraum von 4 Jahren?

  2. “ Auch die Problematik des “Polizeiobermeisterbauches” und der Einweisungen nach A 9 mZ wird mit diesen Stellenhebungen erstmals konsequent angepackt.“

    Konsequent angepackt sollte und wollte man dieses Problem schon in diesem Jahr mit insgesamt ca. 500 Beförderungen in diesem Bereich, Stichwort: 2.700 Beförderungen im Jahr 2013!!!
    Nur – was ist bei den Beförderungen real passiert? Viele POM`s haben mal wieder feststellen müssen, dass zwischen Ankündigung und Durchführung ein riesen Loch klafft.
    Oder wie ist es sonst zu erklären, dass die Quoten der Beförderungen von A8 zu A9 unter denen des letzten Jahres liegen und die angestrebten „500“ nicht ansatzweise erreicht wurden?
    Es war mal eine schöne Ankündigung, aber mit Transparenz, warum diese dann nur mehr als dürftig ausfielen, hat das wenig zu tuen! Schade, mal wieder eine Chance vertan!

  3. Nein, es ist keine Chance vertan worden, sondern es sind erstmals klare Lösungswege angegangen worden. Das heißt, die Planstellenobergrenzen werden zugunsten unserer Polizeiobermeisterinnen und-meister verbessert und die Planstellen nach A 9 dazu eingestellt. Dadurch erhöhen sich auch die Planstellen und die folgenden Einweisungen nach A9 mZ. Auch das wird haushaltsmäßig unterlegt. Das ist ebenso wichtig wie die erstmalige, deutliche Verbesserung der Beförderungssituation unserer Verwaltungsbeamtinnen und – beamten und die Bereitstellung weiterer und besserer Eingruppierungsmöglichkeiten für unsere Tarifbeschäftigten. Ich freue mich für alle Kolleginnen und Kollegen die dadurch endlich eine bessere Bezahlung erreichen. Wir werden uns jetzt intensiv dafür einsetzen, dass diese Entwicklung nicht über vier Jahre gestreckt sondern schneller insgesamt umgesetzt wird.

    Josef Scheuring

  4. Ich glaube, keiner hat das mit den Stellenhebungen richtig verstanden.

    Es geht nicht um Beförderungen, sondern um ein Wahlkampfversprechen. Es wird gebeten, nur das Wesentliche zur Kenntnis zu nehmen (Stellenanhebung). Alles andere ist beiläufig.

    Ich empfehle, das Prinzip umzukehren, erst die Einlösung des Versprechens abzuwarten und dann erst das Kreuz an der richtigen Stelle zu setzen.

  5. Wenn der Gesetzgeber zustimmt, ist das wirklich ein guter und richtiger Schritt hin zu mehr Entwicklungsmöglichkeiten.
    Was mich jetzt mal interessieren würde: welche Planstellen sollen denn tatsächlich gehoben werden? Ich spreche natürlich als Verwaltungsmann erstmal von den Planstellen im gehobenen und mittleren Verwaltungsdienst. Ein paar zusätzliche A 11er oder A 8er Planstellen werden sicher nicht den großen Effekt hervorrufen, oder sehe ich das falsch?
    Gibt es eine Übersicht über die geplanten Hebungen?

  6. Lieber Juergen, wir werden die genauen Zahlen veröffentlichen, sobald uns die genauen Haushaltszahlen aus dem Bundestag vorliegen. Insgesamt lösen die Hebungen im Verwaltungsbereich mehr als 600 Befoerderungen, durchgeschluesselt im mittleren und im gehobenen Verwaltungsdienst aus. Das ist wirklich sehr gut und ein Durchbruch in der schwierigen Situation. Auch für die Anfrage von Iche: Genaue Zahlen erst noch Vorlage der Haushaltspapiere, weil auch die Durchschluesselungen berechnet werden müssen.Nichts ist ganz einfach, dass weisst Du! Herzliche Gruesse Jupp Scheuring

  7. Zitat:“
    … Allerdings ist es nicht akzeptabel, dass die Umsetzung der Maßnahmen über vier Haushaltsjahre gestreckt werden soll. Wir werden jetzt noch einmal Gespräche mit den zuständigen Haushaltspolitikern der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien führen mit dem Ziel, die anerkannten Forderungen insgesamt bereits im Jahr 2014 zu realisieren.“

    Natürlich sind 4 Jahre viel Zeit, gerade für z.B. POM kurz vor 60. ABER,

    hier wird leider wieder die in meinen Augen falsche Einstellung von einigen Kollegen unterstützt. Es wird der kleine Finger gereicht und wir zerren wieder am ganzen Arm.

    Es wäre wunderbar, wenn dies alles schon 2014 möglich wäre, aber besser über 4 Jahre als garnicht.
    Bescheidenheit ist eine Tugend, welche sich einige Kollegen mal aneignen sollten.

    Ich sage: DANKE für diesen Erfolg.

  8. Das sind mal wieder alles Sachen die gut aussehen, mir bleiben noch gute 10 Jahre um eventuell in die Nähe von A9 zu kommen.
    Meine mir zugewiesene Planstelle ist eine A9/+Z.
    Ohne eine Änderung im Bereich der Planstellenobergrenzen, passiert da gar nichts.
    Das wiederum setzt voraus, dass der Finanzminister mehr Geld zur Verfügung stellt.
    Ob diese Zusage vor der Wahl, nach der Wahl noch Bestand hat, wage ich mal stark zu bezweifeln.
    Also, nichts ist ganz einfach, ist schon die richtige Antwort, na ja lohnt sich nicht mehr deswegen Stress zu haben, gibt wichtigeres im Leben.

    Immer munter bleiben.

  9. Der Kampf zeigt Ergebnisse.
    Das ist gut und ein Erfolg.
    Wichtig ist, dass das der Kampf nicht zu Ende ist, sondern forgeführt werden muss.

    Auf der anderen Seite wird der, der das Endamt erreichen will auch etwas dafür leisten müssen.
    Die Forderung nach Verwendungsbreite ist seit Jahren bekannt und wird in Zukunft zum Erreichen des Endamtes immer deutlicher.
    Es wird nicht mehr reichen nur eine gute und qualifizierte Arbeit zu leisten..

    Desweiteren müssen wir anerkennen, dass es Kollegen gibt, die ihren Arbeitswillen eingeschränkt haben. Ich finde es richtig, dass hier nicht mit Gewalt in das Endamt befördert wird.

    Daneben gibt es immermehr Leistungsträger, die mit Mitte Dreißig PHM sind. Das ist gut so,. Leistung kann sich nämlich lohnen.

  10. Die gesamte Arbeit der GdP hinsichtlich dieser Stellenhebungen ist unangefochten eine SUPERLEISTUNG. Keine Frage.

    Der Schwerpunkt sollte jetzt aber erst einmal auf die POM`s und PHM`s gelegt werden, die bereits älter als 50 sind, damit diese ihr Amt schnellstmöglichst ruhegehaltsfähig bekommen.

  11. Zitat aeM:
    „Auf der anderen Seite wird der, der das Endamt erreichen will auch etwas dafür leisten müssen.
    Die Forderung nach Verwendungsbreite ist seit Jahren bekannt und wird in Zukunft zum Erreichen des Endamtes immer deutlicher. Es wird nicht mehr reichen nur eine gute und qualifizierte Arbeit zu leisten..“

    Erklär mir bitte mal diesen Erguss…

  12. Ich bin immer wieder erschrocken, wie wenig bekannt ist über
    – Richtwerte
    – Vergleichsgruppe
    – Rangfolge
    – Beurteilungen
    – Noten und dessen Bedeutung

    @Chris
    vielleicht solltest du dir von deinem Erstbeurteiler erklären lassen, was du tun musst um befördert zu werden, wer in deiner Vergleichsgruppe ist und was Verwendungsbreite oder fehlenden Verwendungsbreite konkret bedeuten kann.

    @Peter Winthuis Do 14. Juni 2013 „Der Schwerpunkt sollte jetzt aber erst einmal auf die POM`s und PHM`s gelegt werden, die bereits älter als 50 sind,“

    Nein.
    Entweder das System wird geändert oder es muss der Schwerpunkt auf die Beförderungen allgemein gelegt werden und dann werden einige POM/PHM ü50 hinten runter fallen. Das ist, wenn man deren Vergleichtsgruppe anschaut, manchmal sogar gerecht und andere haben wie immer mal Glück.
    Für top Noten muss man was leisten – Punkt –
    Alter alleine reicht da nicht.

    Damit es jedoch auch für die älteren finanziell gerechter wird muss sich das System ändern!
    Noch besser als Beförderungen nach Zeit wäre ein Abschaffen von Schulterstücken und Beförderungen sondern die Einführung einer Besoldung P (Polizei), die mit den Erfahrungsjahren/ Dienstalter und Führungsfunktionen steigt.

  13. aeM

    Beurteilung erklären, was besser werden muß, Leistung muß sich lohnen usw.

    ich bin über 45 Jahre , seit 2003 PHM , KSB im Südwesten, Übernehme und leite in Vertretung die Schicht , treffe Eingriffsentscheidungen usw.

    und muß mir seit 2003 immer das Gleiche anhören: Es war wieder sehr schwer aber mehr als 7 konnte man nicht durchsetzen, zumal die 7 ja nicht mehr in der Quotirerung ist.

    Während andere jüngere, die weit nach mir PHM wurden , durchgereicht werden und nun schon wieder mit 8 oder 9 vor mir stehen.

    Also erzähl mir nichts von Leistung usw. , solange hier Listen und frühere Versprechungen egal was man leistet oder nicht, bestehen, tut sich da garnichts.

    Wenn es von der Führung nicht gewollt ist, daß man PHM Z wird, dann wird man es nicht.

    Dann werden andere so gut beurteilt, daß sie eben PHM Z werden, egal wie gut oder schlecht sie sind.

    Ich habe auch ein 9Z Stelle aber ich werde in den mir verbleibenden ca. 15 Dienstjahren niemals die Z bekommen.

    Das ist von meinen Vorgesetzten eben nicht gewollt, da Andere sympathischer sind oder mehr aufs Soziale gelegt wird.

    Gruß von der Strasse

    der Maulwurf

  14. @ Maulwurf
    Danke für die klaren und wahren Worte.

    Warum muss jemand mit einer 9, eigentlich jedes weitere Jahr die 9 bekommen?

    Das Problem ist nicht gut Kollegen hoch zusetzen, sondern der Glaube, wer einmal 9 wahr bleibt es bis zur Beförderung. Das ist aber falsch.
    Richtig ist, dass alle 2 Jahre nach einer Beurteilung sich alle wieder für den nächsten Beurteilungzeitraum beweisen müssen.
    Somit kann jemand mit einer 9 zum 01.10.2012 am 01.10.2014 auch wieder eine 8 oder 7 bekommen ohne befördert zu sein.

    Der Dienstherr hat sich dieses aber selber versaut, weil für Beförderungen z.B. Doppel9 oder mehrere Vornoten nötig sind.

    Somit drehen wir uns im Kreis!

  15. Daneben gibt es immermehr Leistungsträger, die mit Mitte Dreißig PHM sind. Das ist gut so,. Leistung kann sich nämlich lohnen.
    aeM 13. Juni 2013

    …jaja, oder die bereits mit Anfang 30 „Z“ oder A13 sind und dann für ca. 30 Jahre jede Menge Beförderungen blockieren….

    Damit wir uns nicht missverstehen: ich gönne das jedem und selbstverständlich soll „Leistung“ (wie definiert die sich eigentlich? – Bei uns eigentlich nur via Beurteilung!) auch belohnt werden.
    Nur möglichst nicht um den Preis, damit den nachfolgenden „Generationen“ (auch den sog. Leistungsträgern) die Beförderungsmöglichkeiten zu verbauen!
    Genau das geschieht jedoch momentan, indem wir und ausschliesslich auf die Beurteilung beziehen, die, da dürfte Einigkeit herrschen, nicht zwangsläufig etwas mit der „Leistung“ zu tun hat!

    Ganz davon abgesehen: Wer sagt euch eigentlich, dass der heute 50 jährige vor 20 Jahren nicht vielleicht auch etwas „spritziger“ war?
    Oder wer sagt euch, dass der heute noch „spritzige“ 30 jährige dies in 20 Jahren immer noch ist? Vielleicht ruht er sich dann auch auf seinen Lorbeeren aus?

    Also: selbst, wenn sich „Leistung“ objektiv messen liesse, wäre es grundverkehrt, sich beförderungstechnisch ausschliesslich hieran zu orientieren. Zumindest, ohne hierbei eine gewisse Angleichung der Masstäbe vorzunehmen!

    Was ich damit sagen will: Es ist höchste Zeit, ein Beförderungssystem zu etablieren, welches sich nicht ausschliesslich an dem höchst subjektiven Merkmal „Beurteilung“ orientiert. Dass das einfacher gesagt als getan ist, sollte uns allen klar sein, was uns jedoch nicht daran hindern darf, weiter danach zu suchen!

  16. @MAULWURF
    endlich mal einer der den Nagel auf den Kopf trifft. Bei uns ist es auch Cliquen Bildung. Selbst sichtbare und messbare Punkte in der Beurteilung wie körperliche Leistungsfähigkeit werden ignoriert. Was die Bpol braucht ist ein Bundespolizeibeauftragten im Parlament analog zur BW.

  17. @ Gerhard: wie immer gut dargestellt, aber: Die Beförderung ist die Anerkennung der erbrachten Leistung. es ist nicht so, dass der Dienstherr damit die Hoffnung hegt, dass das in 20 Jahren noch immer so ist.

    Ich sehe auch ein, dass eine Art Verlaufsmodell da durchaus etwas Platz schaffen könnte. Andererseits muss man fragen, warum teilweise bis auf 6/7 herunterbefördert wird/wurde. Dann gebe ich halt Wertigkeiten zurück, aber mit einer 9 werde ich befördert. im nächsten Jahr sind andere dran. Aber auch dafür ist es zu spät.

  18. Richtig albern wird es aber meiner Meinung nach wenn Kollegen 11er oder 12er Stellen bekommen , diese aber nicht antreten wollen., da sie mit Wechseldienst verbunden ist. Die Arbeit macht dann halt ein anderer ohne Anspruch auf bessere Benotung etc.
    Oder aber man bewirbt sich auf E/A und die Arbeit macht ein Pom.

  19. Wie ich oben schon sagte:

    Wir brauchen ein neues System

    Die Forderung sollte nicht ein weiteres herumdoktorn am alten System sein, sondern ein neues System
    Ein gerechtes System
    Ein System für Gehalt und Karriere

    Besoldung P
    ansteigende Besoldung mit dem Alter/ Dienstjahren / Führungsfunktionen
    Keinen Dienstgrad/Schulterstück mehr
    Führungszeichen

    Verlaufsmodell:
    erst KSB
    dann GL / GF
    dann DGL / ZF
    dann HUFhr
    dann IL
    Nach Eignung und Befähigung jeweils „Aufstiegslehrgänge“ nach der Funktion

    Sonderverwendung FFM / O-Schutz schaffen
    Regionale Einstellungen

  20. Die Beförderung ist die Anerkennung der erbrachten Leistung.
    na klar 14. Juni 2013

    …genau da bin ich etwas anderer Meinung! Abgesehen davon, dass nach GG die 3 Elemente Eignung, Leistung und Befähigung massgeblich den Zugang zu einem öffentlichen Amt sind, ist eine Beförderung keineswegs ein ganz besonderer Gnadenakt , es ist auch keine konkrete Belohnung für „Spitzenreiter“ , sondern Ausdruck des Laufbahnprinzips.

    Dies besagt vereinfacht, dass man gewissermassen klein anfängt, um dann irgendwann das Spitzenamt seiner Laufbahn zu erreichen. Ausdruck des zweifellos zu berücksichtigenden Leistungsprinzips kann hierbei durchaus sein, dass der „Leistungsstärkere“ diesen Parcour schneller absolviert, der schwächere etwas langsamer. Es könnte sogar dazu führen, dass eine „absolute Pfeife“ das Endamt ausnahmsweise garnicht erreicht.

    Es darf jedoch nicht sein, dass ein immer kleiner werdender Kreis vermeintlicher Eliten die Sahnetorte gewissermassen von innen in Rekordgeschwindigkeit ausrollt und für die Masse, also auch für den „Durchschnittsbeamten“, das Laufbahnprinzip keine Geltung mehr hat.

    Wenn man das will (das befürchte ich sogar…), dann müsste man das gesamte Besoldungssystem umkrempeln.
    Das würde dann aber auch bedeuten, dass ein berechenbarer Laufbahnverlauf völlig ausgeschlossen würde und die ohnehin bereits galloppierende Entsolidarisierung der Beschäftigten nochmals eine Beschleunigung erfahren würde.

    Das mag in der sogenannten „freien Wirtschaft“ noch zu tolerieren sein (find´ ich allerdings auch nicht…), für ein Gemeinwesen und eine öffentliche Verwaltung, die ja stets das Gemeinwohl im Auge haben sollte, ist es Gift!

  21. @ der Maulwurf (und für @ aeM zur Kenntnis)

    Hab das genauso miterlebt! Auch auf die Gefahr hin, dass man vielleicht mich anhand meiner Geschichte identifizieren könnte und eventuell das für die weitere Karriere Folgen hat (was mir aber inzwischen egal ist) möchte ich ein Beispiel gegen, wie es vielen „Leistungsträgern“ in unserer Behörde ergangen ist und bestimmt leider auch heute noch ergeht:

    Im Rahmen einer „Reform“ Dienststellenwechsel, ein 3/4 Zwangsabordnung (zunächst „open end“, dann ca. 3 1/2 Monate) zurück (sogar in meine alte DG) und ich muss feststellen, alle wurden befördert (ca. 1/2 Jahr nach meinem Wechsel). Ich dagegen wurde vom neuen DGL sofort runter gesetzt, da ich mich erst in der neuen Dienststelle bewähren müsse. Das war aber erst der Anfang der ganzen *******!
    Es folgten weitere Abordnungen, immer mit dem Spruch, man könne nur qualifizierte Beamte abordnen, die die Dienststelle „würdig vertreten“.
    In der Abordnungsdienststelle (auf Grund fehlender eigener Quoten für Abordnungskräfte) der Spruch, „ich muss erstmal die eigenen Leute fördern (was verständlich ist).
    Zurück in der eigenen Dienststelle der Spruch: „ich muss mich nach den Beurteilungen der Abordnungsdienststelle richten.“! Dazwischen auch mal ´ne Urkunde für „beispielhaftes Verhalten/Leistung (durch einen stellvertretenden Dienststellenleiter) sowie 2x Stammzellenspende (für die ich mir vom DGL den Spruch anhören musste: „da willst`De dich wohl vor´m Dienst drücken“, hab dann DA/EU genommen), wofür heutzutage in der „BPOL-Bravo“ man sogar in´nen Artikel eigens Erwähnung findet bzw. „goldbesetzte“ Kollegen einen die Hand schütteln wollen (damals hätte mir auch schon gereicht, dass mein DGL nicht so abfällig darüber gedacht hätte).
    Obwohl ich über die Jahre bei der „grünen Grenze“ primär eingesetzt war, hatte ich mir durch die Abordnungen auch „Kompetenzen für eine Verwendung am Grenzübergang“ erworben, was dazu führte, 2 Jahre lang zum GÜG umgesetzt zu werden.
    Hier bekam ich den indirekten Vorwurf meines DGL´s, das mein Kollege vom GüG und ich (während unserer mot.Streifen in den Nachtschichten) zu viele Feststellungen/Aufgriffe hatten (teilweise mehr als die ganze „grüne Grenze“). Später kam der Vorwurf (inzwischen durfte der GüG nachts keine Streife mehr stellen), ich würde mich zu sehr auf Feststellungen in Zuständigkeitsbereich Landespolizei/Zoll (BtM usw.) konzentrieren, dem gegenüber standen aber überdurchschnittliche Feststellungen im grenzpolizeilichen Bereich! lebensrettende Erste-Hilfe bei einem verunfallten Bergsteiger war auch dabei! Irgendwann, nach über 9 Jahren an der Grenze (ich hatte inzwischen einen neuen DGL und war endlich auf 6 „hoch“ beurteilt wurden, erfolgte eine Zwangsabordnung in eine Großstadt, trotz Risikoschwangerschaft meiner Lebensgefährtin (während der Geburt kam es dann auch noch zu´ner Not-OP, an den Folgen hat meine Frau heute noch zu kämpfen) und eine Tätigkeit im Prozeß-Managment-Team meiner damaligen Dienststelle. Da in dieser Großstadt die Eltern meiner Frau wohnten und ich nicht erwartete nach 10 Jahren POM zu werden, lies ich mich versetzten.
    Ich erhielt auf Grund der Tätigkeit im Prozeß-Managment-Team (und sicher, weil mein Ex-DGL vielleicht ein schlechtes Gewissen bekam oder weil ich durch die Versetzung aus der Quote raus viel) endlich ´ne beförderungsfähige Beurteilung und kurz darauf die Beförderung zum POM (und dass lieber aeM, als Leistungsträger mit Mitte 30 nicht zum PHM, sondern zum POM)!

    So lange solche beruflichen „Karrieren“ trotz erbrachter (und nachweisbarer) Leistungen möglich sind, während andere „Kollegen“ an einem vorbei befördert werden, weil „Chef sein Liebling“ oder ähnliche ******* Kompetenzen vorhanden sind, wird es in unserer Behörde immer nur bei Lippenbekenntnissen bleiben.
    Das fängt bei dem größeren Arbeitspensum an Schwerpunktdienststellen (Bahnpolizei in Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main, München usw.) oder in den Verbänden/MKÜ´s (Wochenend-Dienste usw.) an und hört bei fragwürdigen Dienstpostenbewertungen (A8/9mZ im O-Schutz, aber nur A7/9 im Verband) sowie ungerechter Verteilung der Quoten auf (an Dienststellen mit höheren Arbeitspensum müssen einfach mehr Beförderungen Richtung Endamt möglich sein)!

    Wie gesagt, ich rechne nicht mehr mit einer Beförderung zum PHM vor meinem 50´ten. Das wird an meiner Arbeitseinstellung nichts ändern. Ich werde weiter Leistung bringen! Aber ich möchte nicht mehr solche Sprüche hören/lesen: „Beförderungen richten sich nach Leistung und Befähigung!“ oder ähnlichen „Quark“! Weder hier von Träumern im Forum, noch in politischen (Wahl-) Versprechungen oder Erfolgsmeldungen irgendeiner Gewerkschaft. So was demotiviert nur! Und meine Motivation ist genau das, um was ich jeden Tag kämpfe!

  22. @kaimann,
    mir geht es genau so.
    Zuerst wird gesagt es geht bei gleicher Leistung der Reihe nach. Dann erzählt man mir bei einem Vergleich ich hätte keine Zweitverwendung. Dabei habe ich im Vergeich eine Zweit – und Drittverwendung.
    Dann kommt hinzu das ich bei der Abordnung eine Beurteilung bekommen habe mit einem super Beurteilungsbeitrag.
    Dieser wird dann als -Gefälligkeit – angesehen und abgetan.Ohne einen Personenkreis diffamieren zu wollen bei uns befördern Bahner halt Bahner. ( Schließlich haben sie uns ja übernommen ).
    Wie bereits vorher schon mal erwähnt, ich bin jederzeit bereit zum Land wechseln ! ( Auch wenn dort schlechter bezahlt wird )

  23. @ Gerhard
    Sehr oft sprichts Du mir aus der Seele, aber hier muss ich aeM zustimmen. Sagen Dir die Begriffe Erfahrungsstufen (früher Besoldungsdienstalter) etwas? Das ist meiner Meinung nach der Ausgleich, dass der 50Jährige nicht mehr so spritzig sein kann wie der 20 Jährige. Dafür erhält er dennoch mehr Geld jeden Monat.

    Dass das Laufbahnprinzip im Grunde eine Laufbahnverlaufsmodell ist, sehe ich ebenfalls kritisch. Der Grundsatz E/L/B spielt hier dennoch die entscheidende Rolle. Dass eine objektive Feststellung dieser Merkmale derzeit nicht garantiert ist, ist unstrittig. Aber darauf zu bauen, dass man im Grenzfall durch Aussitzen dennoch befördert wird, kann ich mit meiner Einstellung nicht vereinbaren. Für’s Aussitzen erhält man monatlich die Besoldung und in gewissen Abständen eine Steigerung (Erfahrungsstufen) und darüber hinaus die Gehaltserhöhungen durch die verhandelten Ergebnisse.

    Es ist stets sehr einfach, gute Noten für alle zu fordern, weil es zum Einen nicht der Realität entspricht (Gaußsche Normalverteilung) und zum Anderen obsolet wäre, da wenn jeder eine 9 bekäme, ginge es noch mehr nach Alter (Aussitzen).

    Wie Kollege Roobert geschrieben hat, dass man keinen Anspruch auf die Vornote hat, ist klar. Aber realistisch ist es dennoch nicht, dass man die Reihenfolge alle 2 Jahre ändert. Dann bekommt niemand mehr die Doppel-9 und somit wird niemand befördert. Zudem will sich kein Erst- und Zweitbeurteiler einem Widerspruchsverfahren aussetzen, wo er dann darlegen muss, wann und in welcher Form Gespräche mit dem Beamten stattgefunden habe, um mit ihm den Leistungsabfall zu besprechen und Lösungsöglichkeiten zu finden. Das sind vermeidbare Elfmeter.

    Letztlich würde auch ich dem Vorschlag von aeM etwas abgewinnen können, dass eine Besoldungsordnung P eingeführt wird, die sowohl das Prinzip Erfahrung (automatische stufenweise Steigerung), E/L/B (Beurteilungssystem) und Führungsumfang berücksichtigt. Ich möchte es sogar darum ergänzen, dass wir nicht mehr an Namen hängen, sondern an Führungsspannen. Es kann nicht sein, dass die gleiche Besoldungsstufe die Führungsleistung von 12 oder 50 Mitarbeitern abdeckt. DIes ist sachfremd und allein dem gewerkschaftlichen Versuch der Gleichmacherei geschuldet als an Nachvollziehbarkeit und Logik orientiert.

  24. Ich kenne auch PM’s die mitte Dreißig sind.
    Mal ehrlich, wer gute Arbeit leistet muss sich dennoch nicht wundern, wenn er in den Ranglisten hinten steht, wenn er sich noch nicht einmal anziehen kann.

  25. @aeM

    Was meinst Du mit – sich nicht anziehen kann?

  26. Ich kenne PMs über 40 und etliche POMs über 50 und ich muss sagen, die jeweilige Amtsbezeichnung ist mehr als gerechtfertigt.
    Sobald ein Sachverhalt anliegt, bei dem man nicht nur körperlich anwesend sein muss, kann man einen qualifizierten Kollegen zur Unterstützung beistellen bzw. die Arbeit macht gleich ein anderer.
    Und dies seit über 20 Jahren!
    D.h., viele wollen sich einfach nicht das nötige Fachwissen und Können aneignen bzw. sich weiterbilden und dienen fast ausschließlich der Einhaltung der Mindeststärke.

    Ich halte es für selbstverständlich, dass man sich z.B. als KSB in einer Flughafen-Inspektion mit BPOLG, Aufenthaltsrecht, Grenzübertrittspapieren, Lufsicherheitsgesetz, NLSP und Waffenrecht zumindest in den Basics auskennt und Neuerungen mitbekommt.
    Auch sollte jeder in der Lage sein, dass polizeiliche Bearbeitungssystem zu bedienen sowie eine ED-Behandlung und auch mal ne Befragung/Vernehmung (vielleicht sogar in englisch) durchzuführen.
    Und richtig, aeM, Mütze aufm Kopf, gebügeltes Hemd und geputzte Schuhe haben auch noch nie geschadet.

    So, und wer das in seiner Vergleichgruppe ausgeprägter drauf hat, der soll gefälligst zu seinem DGL marschieren und fragen, wann er eine beförderungsfähige Beurteilungsnote bekommt, falls dieser nicht von alleine drauf kommt.

    Und die anderen sollen sich einfach über ihren monatlichen nicht unerheblichen Gehaltsscheck freuen.

  27. @ Kaiman
    Genau das was du ansprichst und feststellst kann ich voll und ganz unterschreiben!!! So läuft es in vielen Dienststellen und man demotiviert dabei eiskalt gute Leute. Aber wie sagt Steffi im Bistro am Morgen:“ Es ist so wie es ist“!!! Und da wird sich auch nichts ändern.

  28. Früher war ich der Meinung gewesen, dass sich Leistung im täglichen Dienst auch entsprechend positiv auf die Beurteilung auszahlen muss. Aber da Menschen andere Menschen beurteilen und oftmals nicht objektive Maßstäbe bei der Beurteilung angelegt werden, revidiere ich meine frühere Meinung. Nach meinem subjektiven Empfinden wird häufig nicht nach Eignung, Leistung und Befähigung beurteilt, sondern Sympathiewerte und/oder „Linientreue“ sowie persönliches Kalkül sind hier ausschlaggebend.
    Wo Menschen andere Menschen beurteilen, liegt es in der Natur, dass Sympathiewerte gerne mal über das Können des Einzelnen gestellt werden. Daher würde ich vorschlagen, dieses Beurteilungssystem komplett zu überdenken und das Dienst- und Lebensalter sowie soziale Aspekte als Grundlage für ein neues Beurteilungssystem heranzuziehen. So weiß jede/r Kollege/in wann sie/er evtl. mit einer Beförderung rechnen kann. Sollte jemand meinen, dann „die Füße hochlegen“ zu können und sich auf den Lorbeeren auszuruhen, so kann dies durch einen entsprechenden Eintrag in die Personalakte zu einer Rückstufung führen. Ebenso können herausragende Leistungen, die aber nachvollziehbar bzw. nachprüfbar und vom Beurteiler zu begründen sind, zu einer schnelleren Beförderung führen. Dadurch wird mehr Gerechtigkeit erzielt und das ständige Ringen (mit der einhergehenden „Ellenbogenmentalität“) um Punkte hat ein Ende. Außerdem käme ein solches System auch den Beurteilern zu Gute, da sie deutlich weniger „Grabenkämpfe“ mit den Betroffenen im Rahmen der Beurteilungsgespräche austragen müssten.

    Ein soches Modell hätte den geschmeidigen Vorteil, dass auf den Einzelnen von „oben“ nicht mehr so viel Druck in Sachen Punktevergabe ausgeübt werden könnte.

  29. Leistung soll sich lohnen????
    In diesem Jahr wurden bei unserer relativ kleinen Binnengrenzpolizeiinspektion bisher ca. 700 unerlaubte Einreisen und Schleusungen festgestellt und beanzeigt. Diese Zahl beinhaltet noch keine Fahndungstreffer, Btm-Verstöße, sonstige Straftaten und OWIs. Dies stellt abermals eine Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren dar.
    Die Endsachbearbeitung der Akten (bei Straftaten nach dem AufenthG) obliegt bis zur Abgabe an die Staatsanwaltschaft den feststellenden KSB.
    Somit ist die Belastung und Leistung des einzelnen KSB sehr hoch.
    Da es sich um eine Binnengrenzinspektion handelt, erfolgen diese Aufgriffe einzig und allein durch Kontroll- und Streifentätigkeit auf der Straße.
    Nun ist es aber nicht so, dass wir hierfür mehr Personal erhalten oder durch Umstruktuierung eine Entlastung erfahren würden.
    Schielt man nun über den Tellerrand und vergleicht wie auf benachbarten (Schwerpunkt-)Inspektionen gearbeitet wird bzw. deren Aufgriffszahlen, platzen unseren PMs und sehr viel lebensälteren POMs die Hutschnüre.
    Es wird Zeit das sich etwas ändert. Leistung soll sich ja angeblich lohnen…

  30. @ T. Breuer
    Volle Zustimmung zu deinem Kommentar. Aber warum so einfach, wenn es auch komplizierter geht !

  31. Ergänzung zu Eintrag Nr. 28:

    Als wären wir nicht schon voll und ganz mit unseren eigenen Aufgaben ausgelastet, müssen wir nun noch zusätzlich KSB als Sommerverstärkungskräfte an einen großen rheinischen Flughafen abtreten.
    Jetzt fehlt nur noch, dass die Abordnungen zu dem Flughafen als kurative Maßnahme ausgelobt wird.
    Schilda läßt grüßen!!!

  32. @ Cpt. 16. Juni 2013 Nr. 25

    Was ist denn daran nicht zu verstehen? Wir sind Uniformträger und dazu gehört eben, dass man sich komplett und auch mit den dienstlichen Kleidungsstücken und auch richtigen Farben (soweit weitere Kleidung zugelassen wurde) anzieht.

    Wer seinem persönlichen Individualismus großen Raum einräumen muss (nicht nur beim Anziehen) muss sich nicht wundern, wenn er eben trotz guter Arbeit durch seinen Individualismus nicht ganz vorne in den Ranglisten steht.

    Es gibt bestimmte Spielregeln, die eben beachtet werden müssen.

    Es gibt auch bestimmtest Verhalten, was einfach nicht passt und was eben trotz guter Arbeit einen PVB ebenfalls nach hinten wirft. Darüber kann man sich bewusst werden, wenn man mal nach rechts und links gut, gut und schlecht und richtig oder falsch überdenkt.

    Auch mangelnde Sportleistungen können einen nach hinten werfen.
    So gibt es eben zig Punkte, die man im Gesamten erfüllen muss, um insgesamt in der Rangliste zu steigen.

    @ T. Breuer 17. Juni 2013 Nr. 27

    Beurteilungen sind nicht nur ein Feedback sondern auch ein Steuerungsmodel.
    Es kann sein, dass durch subjektive Aspekte die Beurteilung ungerecht werden. Es gibt sogenannte Wahrnehmungsfehler. Darüber müssen sich Beurteiler bewusst sein und Noten innerhalb der Vergleichsgruppe gerecht vergeben ohne den Aspekt der Sympathie.
    Das führt z.B. dann dazu, dass ein Alt-POM, der im realistischen Abgleich mit seiner Vergleichsgruppe keine Chance auf eine bessere Note hat. Obwohl man ihm zwischenmenschlich die Neun gönnen würde, damit er PHM wird, mehr Geld bekommt und nicht irgendwann als Obermeister in Rente geht. Bei gerechter Notenvergabe wird das aber schwer.

    In der Tat würde ein anderes System Sinn manchen.
    Beurteilung von Beförderungen entkoppeln.
    Beurteilung als echtes Feedback (mit Konsequenzen bei herausragenden Leistungen nach Unten oder Oben).

    Beförderungen im Rahmen eines Verlaufsmodells bzw. gar keine Beförderungen sondern nur noch die Besoldung P, die mit den Dienstjahren ansteigt.

  33. Ich glaube, wir machen hier einen Denkfehler:
    Beurteilungen können nicht von Beförderungen entkoppelt werden.
    Beurteilungen dienen nun mal der Feststellung der dienstlichen Leistungen (rückblickend) und der Einschätzung der Befähigung (vorausblickend). Der Irrtum fängt da an, wo die Auffassung herrscht, die Beurteilung sei eine individuelle Einschätzung, losgelöst von allen und allem. Das ist definitiv nicht der Fall: durch die Beurteilungen, die in einem ganzen System stattfinden und gerade nicht losgelöst sind, wird ein ranking gebildet, durch das die beförderungsrelevanten Gesichtspunkte Eignung, Befähigung, dienstliche Leistung im Vergleich mit den anderen Beurteilten festgestellt werden.
    Und jetzt zur Subjektivität von Beurteilungen: eine BU ist, so die Rechtsprechung, ein „Akt wertender Erkenntnis“. Das heißt zum einen, dass der Beurteiler nicht wild herumfuchteln darf, weil er seine Erkenntnisse belegen können muss und zum anderen, dass er aber sehr wohl seine Sicht einfließen lassen darf. Dadurch wird einerseits verhindert, dass Beurteilungen völlig aus dem Rahmen fallen und nicht mehr vergleichbar wären und zum anderen wird verhindert, dass eine zu starre Systematik ohne jede persönliche Einflussnahme zu höchst unerwünschten Ergebnissen führen würde.
    Klar, dass hier Missbrauchsmöglichkeiten liegen, aber das sollte doch die unrühmliche Ausnahme sein. Ich bin seit über 32 Jahren im öD, in höchst unterschiedlichen Behörden mit teils erheblich unterschiedlichen BU-Systemen. Aber die Grundprinzipien gelten letztlich überall. Und eine Beurteilung, die total daneben lag, habe ich erst ein einziges Mal bekommen und mein Widerspruch dagegen war natürlich erfolgreich. Das System funktioniert also durchaus.
    Was wäre die Alternative?
    Beförderungen nur nach Zeitablauf, also ohne jeden Leistungsanreiz? – mir wäre das zu sozialistisch, ganz ehrlich.
    Oder Leistungsbemessung nur nach Controllingdaten? – das wäre schlicht inhuman, weil es Zahlen höher als Menschen bewerten würde.
    Unser BU-System kann verbessert werden, aber bitte nicht durch ein Entkoppeln von BU und Beförderung.

  34. @BaPo m.D

    hinzuzufügen ist dem nur noch, dass die Anreise aus eigener Tasche zu erfolgen hat und ein Großteil der Leute noch um die Arbeitszeit besch…… wird. Vielen Dank auch.
    Was solls,….die vier Wochen kriegen wir auch rum. Ich habe für mich beschlossen mich nicht aufzuregen. Was ich sonst noch für mich beschlossen habe, behalte ich besser für mich. Geniesse das schöne Wetter am Niederrhein und ärger Dich nicht. Wir sehen uns im Mutterschiff oder in der verbotenen Stadt. Lieben Gruß eines FEKlers (auch mD).

  35. Theoretisch stimme ich ja jürgen p. rubeck mit seinen Ausführungen zur Beurteilung zu. Schön, wenn es immer und überall so wäre. Die Praxis sieht aber anders aus. In der Regel werden Beurteilungen nur sehr nachlässig erstellt.

    BaPo mD fragt „Leistung soll sich lohnen????“

    Was ist Leistung? Was ist Wahrheit – hat schon der Pilatus gefragt. „Leistung“ ist nicht definiert. Wie kann man jemand „leistungsgerecht“ beurteilen, wenn der Begriff „Leistung“ nicht definiert ist? Dennnoch wird das Leistungsprinzip rigide umgesetzt in der Bundespolizei. Befördert wird nur, wer „stets herausragende“ Leistungen erbringt. Nimmt man das wörtlich, ist Unfehlbarkeit das Mindeste, was man von einem solchen Mitarbeiter erwarten kann. Ein Supergirl oder Superman wäre da schon besser.

    Keine Beförderungen und noch nicht einmal Leistungsprämien sind für diejenigen vorgesehen, die täglich brav ihren Job in guter Qualität erledigen. Aber genau diese Kolleginnen und Kollegen prägen die Bundespolizei. Von deren Arbeit lebt die Bundespolizei. In den allermeisten Verwendungen gibt es überhaupt gar keine Möglichlichkeit, „herausragende“ Leistungen zu erbringen, und schon gar nicht „stets“! Anerkennung und Wertschätzung sind für diesen – überaus wichtigen – Personenkreis bei der Bundespolizei nicht vorgesehen. Ein System, das noch weniger Leistungsanreize bietet als Beförderungen nach Zeitablauf.

    Nein, Leistung in der Bundespolizei lohnt sich nicht. Es sollte zwar so sein, ist es aber nicht. Hier habe ich in meiner Zeit die selben schlechten Erfahrungen gemacht wie T. Breuer. Seinen Ausführungen stimme ich in vollem Umfang zu!

  36. Moin,
    wie wir ja nun alle Wissen, ist das Problem des „Polizeiobermeisterbauchs“ keines, was sich auf E/L/B oder die Ernährungsgewohnheiten bezieht, sondern schlicht ein demografisches Problem. Anfang und Mitte der 90er Jahre wurde alles, was bereit war, sich an eine Schwerpunktdienststelle nach FFM, MUC, PIR und FFO zu bewegen, bevorzugt befördert. Mit Masse junge Beamte sind für ihre Bereitschaft, in die Ferne zu ziehen, mit einem oder gar zwei Sternen mehr „belohnt“ worden (mMn vollkommen falsch, aber das steht hier gerade nicht zur Debatte…). Wer „zu Hause“ blieb (aus welchem Grund auch immer), hatte das Nachsehen. Gleichzeitig wurde im MD eingestellt, was nur ging, denn es herrschte großer Mangel in der neuen, nun vergrößerten Republik. Aus dem schieren Zuwachs an Beamten im MD folgten schlicht auch mehr Beförderungsmöglichkeiten. In machen Dienststellen bekam man die Sterne nachgeworfen… Ende 1996 endete dieser Sternenhagel abrupt. Doch die Begehrlichkeiten waren geweckt. So wurde danach nicht nur ausgeschöpft, was an Wertigkeiten im MD da war, sondern es wurden sogar noch Stellen aus dem GD in den MD umgeschichtet, um Beförderungen produzieren zu können. Beförderung! Beförderung!! Beförderung!!! Diese kurzfristigen „Phyrrus-Erfolge“ rächen sich heute, 20 Jahre später, gnadenlos! Und das gleich aus mehreren Gründen:
    1.)
    Der PHM (Z), der heute in Pension geht, macht teilweise keine Wertigkeit im MD frei, denn seine Wertigkeit war im GD geborgt und fließt nun dahin wieder zurück.
    2.)
    Die damals 20jährigen Beamten, die an die Schwerpunktdienststellen gingen, sind heute 40. Sie sind PHM oder haben gar die Zulage und werden auch die kommenden 20 Jahre (und mehr) diese Stellen besetzen. Sie wollen und/oder können nicht den Aufstieg machen (und haben jeder für sich einen plausiblen, nachvollziehbaren Grund dafür) und werden somit auch die kommenden 20 + X Jahre diese Planstellen besetzen.
    3.)
    Seit 1993 gibt es zusätzliche Aufstiegsverfahren. Wurden zunächst GL/GF Stellen im 16a Verfahren in den GD umgewandelt, so gibt es seit 2004 den Aufstieg für alle (sofern die Stelle aufschichtungsfähig und man/frau 40 Jahre alt ist). Wer konnte und wollte hat den Aufstieg in Angriff genommen; sehr viele haben ihn geschafft. Dadurch ist fast eine komplette Generation von Beamten, die ehemals im MD waren, verschwunden und in den GD gewechselt. Diese große Masse an Beamten fließt zwar auch in den kommenden Jahren in den Ruhestand ab, macht aber eine Stelle im GD frei, nicht im MD. Folglich keine Beförderungen zum PHM.
    4.)
    In der BPOL wurde sukzessiv der Anteil der Beamten im MD zu Gunsten der Beamten im GD verkleinert. Waren 1993 von 30.000 PVB noch 26.000 im MD, sollen es Ende 2014 nur noch 18.000 sein. Daraus folgen insgesamt weniger Beförderungsmöglichkeiten im MD. Bei den obigen Zahlen bedeutet dieses rein rechnerisch: Aus ehemals 10.400 PHM (bei 40/40/20) werden nun nur noch 7.200 PHM (bei 40/40/20). Also -3.200 Beförderungen. Nur jeder zweite Aufsteiger machte also einen Beförderungsdienstposten frei. Leistung hin – Leistung her.
    5.)
    Mit der Veränderung des Quotierungsverfahrens von 40/40/20 auf 50/50 hat man das einerseits gelindert. Auf die obigen Zahlen gesehen bedeutet das „nur noch“ ein Defizit von 1.4000 Beförderungen, da nun 9.000 PHM möglich sind anstatt 7.200. Aber gleichzeitig hat man auch den Druck erhöht. Würden nach dem alten 40/40/20 System „nur“ 7.200 POM auf eine Beförderung zum PHM warten, so sind es nach dem neuen 50/50 System ebenfalls 9.000. +1.800 POM. Was des einen Freud ist des anderen Leid…
    Fazit:
    Seit 20 Jahren schraubt man am „System“ rum. Auch wenn der Eine von neuen System profitiert hat, so haben für diesen einen mindestens zwei in die Röhre geschaut, wie man aus den vielen Äußerungen hier zu Recht schließen darf. Ich bezweifle, ob das „Reduzieren von Gerechtigkeitslücken“ geeignet ist, die Systemmängel zu beheben.

    Mit Gruß
    Kugelblitz

  37. Kann mir mal jemand sagen, was aus dem im März gebildeten Arbeitskreis , zu Umgestltung/ Umorientierung / Neuschaffung der Beurteilungs/ Kriterien gweorden ist?
    gilt jetzt schon die drei-Jahresfrist- gibt es dieses jahr ALN-dann 2014-wieder beurteilungen u.s.w
    Ist da endlich mal Klarheit angesagt?

  38. Noch eine Ergänzung zum Eintrag von jürgen p. rubeck und T. Breuer:

    Es gibt tatsächlich drei Dinge, die sich objektiv messen und beurteilen lassen, ohne das es zur „Leistungsbemessung nur nach Controllingdaten“ kommt:
    1. Schießleistungen
    2. Sportleistungen. Der Obermeister-, Hauptkommissar- und Polizeidirektorenbauch kann nicht berücksichtigt werden, sonst wäre es ja wieder kein Leistungsprinzip.
    3. Führerschein vorhanden ja oder nein. Wem durch eigene Schuld der Führerschein weggenommen wird, der sollte eine Note aus dem ganz unteren Notenbereich (2 oder 3) erhalten und nicht noch durch eine Beförderung belohnt werden.

    Derzeit wird die Note für Sportleistungen nach pi mal Daumen vergeben und für Schießleistungen gibt es gleich gar keine. Schon das zeigt, daß das Leistungsprinzip eine Farce ist. Aber Sport- und Schießleistungen in die Beurteilung aufzunehmen – ich glaube, die meisten bevorzugen dann doch lieber das von T.Breuer beschriebene System.

  39. Sachbearbeiter 18. Juni 2013

    ….hätte nicht geglaubt, dass man mit so wenigen Sätzen das ganze Drama und die Problematik in Bezug auf die „namenlose Masse“ so umfassend darstellen kann! Bravo! Zur Lektüre vor allem denen empfohlen, die zwar das „Leistungssystem“ propagieren, aber offenbar immer noch nicht erkannt haben, dass das es in der Form des „Beurteilungssystems“ diesem Anspruch niemals gerecht werden kann!

  40. lieber Sachbearbeiter,

    gestern hätte ich Dir noch zugestimmt. Aber spätestens nach Deinem letzten Post müsste ich alles zurücknehmen. Nur so als Hintergrund: Jemand, der in 7 Minuten 5km rennt oder die Kontrollübung P30 mit 4,5 schafft ist nicht automatisch ein guter Polizist, oder?
    Aber leider wird das heutzutage viel zu hoch aufgehangen.

  41. Was bei uns immer noch falsch ist, ist der Glaube, es wäre etwas wahnsinnig tolles, PHM zu werden. Das ist, oder sollte es den meisten Planstellen mD zumindest nach sein, doch eine normale, berechtigte Forderung!
    Nach meiner Meinung sollte JEDER/JEDE, der/die sich nichts Zuschulden hat kommen lassen, dieses Amt zwischen 15-25 Jahren Dienstzeit erreicht haben. Das ist genug Korridor, um die unterschiedliche Leistungsfähigkeit abzudecken. Danach geht es dann somit auch für „die Meisten“ um das „Z“. Alles andere empfinde ich als Ungerecht und für unser Berufsbild für unangemessen. Ich halte 80-90 % der Kollegen für „gut“ Durchschnittlich. Ein paar sind wirklich verdammt gut, und ein paar Wenige habe ich kennengelernt, die etwas anderes hätten machen sollen. In diesem Spektrum sollte vernünftig befördert werden!

    Zu Sachbearbeiter: ich habe einen (Einzeldienstlich) richtig guten und (bis dahin) motivierten PVB beinahe seelisch zugrunde gehen sehen, weil sein sportversessener Chef der Meinung war, er müsse einen „Versager“, der nicht einmal die 5000m-Zeit schafft, um Jahre hinaus ausbremsen.
    Und dieser Vorgang hat nicht nur ihn, sondern auch einige seiner damaligen Kollegen verärgert. Tja meine Herren „Beurteiler“ So wird Stimmung und Motivation richtig Klasse zerstört!
    Aber leider gab es auch Nutzniesser (Schlechtmacher), mögen sie in ihrer Karriere und mit ihrer Art glücklich geworden sein.

    Und zum Führerschein: Ist dauerhafter Entzug gemeint, oder 1 Monat oder 3 Monate oder 6 Monate oder noch mehr?
    Weil z.B. Alkohol im Spiel war, oder eine Abstandsmessung nach Ende einer (dienstlich notwendig verlängerten) Nachtschicht, nach der jemand versucht, etwas schneller heimzukommen, um nicht einzuschlafen. Oder ein Kollege, der bei einer Abordnung/Lehrgang etc in eine für ihn neue Stadt kommt und eine rote LZA übersieht und es bedauerlicherweise zu einem Unfall kommt? Alles schon (mehrfach) bei uns vorgekommen. Und der Schein war für eine bestimmte Zeit weg.
    Man sollte vielleicht doch etwas Vorsicht walten lassen mit angeblich so objektiven Parametern.

    Ansonsten schließe ich mich im Grossen und Ganzen Nr. 38 und 39 an!

  42. Bei Beurteilungen geht es erstens um Sympathie & Antipati, dann um Taktik (was kann ich noch machen – Quote etc. wer kann noch was werden, )
    und ganz zum Schluss kommt ELB. Cliquenbildung ist ganz normal und gibt es überall.

  43. So lange die Vorgesetzten glauben, dass bei einer Beförderung nur einer hervortritt um die Urkunde entgegen zu nehmen und nicht erkennen, dass in Wirklichkeit viele andere zurücktreten, wird sich nichts ändern.

    All die ganzen Aussagen zu den Gründen, warum die BU nicht angehoben wird, sind schon erschreckend. Aber verlangt die Aussagen doch mal schriftlich von eurem Beurteiler. Entweder ändert sich sofort etwas, oder ihr habt eine sehr schöne Klagegrundlage.
    Und warum als POM nicht klagen, wenn ich eh in den nächsten 10 Jahren nicht befördert werde.

  44. „Bei Beurteilungen geht es erstens um Sympathie & Antipati,“(oder meintest du Antipasti?)
    Also das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, die Beurteilungen sind doch nun wirklich sehr objektiv und fair bei der BPOL.
    Glaubst du das etwa wirklich? Ich hab davon auch im Kollegenkreis noch nie etwas von mitbekommen, es sind alle sehr zufrieden mit Ihren Beurteilungen….
    OK..Ironie OFF!!!
    Ich glaube das der Kollege Sachbearbeiter NICHT meinte, daß diese Leistungen zumindest bemerkenswert für die Beurteilung sind, sondern, daß DIESE LEISTUNGEN ÜBERHAUPT NUR MESSBAR wären…sehe ich genauso!!
    Aber wir, oder überhaupt jemand wird sich JEMALS darum kümmern und dies ändern können/wollen….und in der feinen Teppichetage ist doch eh immer alles wunderbar…..

  45. @ aeM 18. Juni 2013
    keine Ahnung, wie´s in Deiner Dienststelle aussieht, aber bei uns schwitzen (auf Grund der derzeit hohen Temperaturen) alle schön in ihrer vorschriftsmäßigen und dienstlich gelieferten Uniform (die natürlich regelmäßig gewaschen und gebügelt wird) gleichermaßen!
    Und dass auch, obwohl es längst geeignetere Dienstkleidung (und Ergänzungen hierzu) für den Bereich der Polizei gibt. Selbst die Kopfbedeckung wird erst nach angeordneter Mützenbefreiung abgesetzt (weil sich sonst „Kollegen“ aus dem gD und vor allem hD über dass Erscheinungsbild der Beamten gern mal aufregen, da man nach einem Arbeitstag im klimatisierten Büro kein Verständnis für der aktuellen Hitze angepasste Bekleidung entgegen bringt). Ich verstehe eine derartige Argumentierung („Was ist denn daran nicht zu verstehen? Wir sind Uniformträger und dazu gehört eben, dass man sich komplett und auch mit den dienstlichen Kleidungsstücken …..“) nicht wirklich! Und dass geht sicher nicht nur @ Cpt. 16. Juni 2013 Nr. 25 so. Natürlich sollte immer auf eine ordentliches Erscheinungsbild geachtet werden!

    @ Kugelblitz 18. Juni 2013
    Ich möchte Dir nur nochmal sagen, dass ich die Bundesrepublik aus dienstlichen Gründen mindestens einmal „kreuz & quer“ (auf der Landkarte betrachtet) gesehen hab. Also kann ich dass Argument mit „Wer `zu Hause` blieb ….“ nicht gelten lassen! Dass dieses „rumgereise“ markant für unsere Behörde ist, zeigen sarkastisch gemeinte Bezeichnungen, wie „Reise-Polizei“, „Amt für Kinderlandverschickung“ usw.!

    @Sachbearbeiter 18. Juni 2013 & @ T. Breuer & @ R 19. Juni 2013
    Euch kann (und muß) ich soweit zustimmen! Trotzdem kämpfen viele „Leistungsträger“ weiter (Tag ein, Tag aus) gegen diese ungerechte Behandlung und manch einer „verbrennt“ dabei innerlich. Das Modewort hierzu wird im „neudeutsch“ als „Burnout“ bezeichnet. Da sich solche Fälle oft in Tätigkeitsfeldern mit hoher psychischer Belastung (z.B. Bahnpolizei) eher zeigen, werden diese meistens dem PTBS zugerechnet. Burnout & PTBS sind nach meiner Laien-Meinung nicht selten paralell laufende (Berufs-)Krankheitsbilder.
    Der Dienstherr beschränkt sich z.B. nach „belastenden Ereignissen“ auf den Eintrag in einer Liste und das Angebot einer Betreuung durch den Sozialmedizinsichen Dienst o. ä., statt durch ein tragfähiges Laufbahnverlaufsmodell sowie kurative Angebote zum Erhalt der psychischen und physischen Gesundheit des Beamten beitragen.

    und an die Kollegen von der GdP und anderen Gewerkschaften:
    Schön, dass Ihr für Verbesserungen kämpft, aber lasst Bitte dieses gegenseitige „auf die Schulter geklopfe“! Ich kann´s nicht mehr hören & lesen.

    Beim angebotenen persönlichen Treffen mit Josef Scheuring werde ich ihm dass auch noch mal persönlich begründen. Zusammenfassend kann aber gesagt werden:
    Solange sich nichts wirklich grundlegendes in diesem „Verein“ ändert, weiter Beamte jahrzehntelang im Eingangsamt ihres Dienstpostens ohne Aussicht auf Beförderung und oft mit höherwertigen Tätigkeiten betraut dahinvegitieren, solange nicht nachvollziehbare Beförderungen (siehe Personalnachricht BPOLD Berlin 05/2012 mit unverhältnismäßig vielen Beförderungen vom POM zum PHM im O-Schutz im Vergleich zu anderen Dienststellen der Direktion) von Gewerkschaften und Personalräten „abgenickt“ werden, solange will nicht immer dieses „Wir haben großartiges geleistet!“ hören und lesen.

    Trotzdem werd´ ich einfach weiter gemäß meinem Diensteid mich diesem Beruf mit voller Hingabe (auch über den Durchschnitt hinaus) widmen. Persönliche Prioritäten hab ich aber bereits wo anders gesetzt (was ich schon längst hätte tun sollen)!

  46. Ich bin der Meinung, das eigentliche Problem sind nicht (nur) die Beurteilungen, obwohl ich natürlich zustimme, dass hier nicht alles richtig läuft.
    Das eigentliche Problem – und damit kommen wir wieder auf das Anfangsthema hier zurück – ist die meines Erachtens nach skandalöse Planstellenausstattung der Bundespolizei. Wenn man mal im ODP nachschaut, was für „tolle“ Dienstposten wir haben und wie die dort gar nicht mal so schlecht bewertet sind und wenn man dann sieht, was der Dienstherr alles unternimmt, um nur ja nicht die Planstellensituation der Dienstpostenbewertung anzugleichen oder wenigstens anzunähern, dann kann einem schon schlecht werden. Was nützt mir ein DP A 9 mZ wenn es dafür keine Planstelle gibt? Schlicht: nix! Was nützen mir Beförderungsdienstposten im Verwaltungsbereich, wenn durch Planstellenkürzungen (o.k., die sind vom Tisch) und Obergrenzen einfach keine Beförderungsplanstellen da sind? Nix!
    Wir müssen also warten, bis der Kollege stirbt oder ausscheidet oder sonst was passiert, bevor auch nur der Hauch einer Beförderungschance besteht. Und so kommt es, dass Leute jahrelang als Spitzenkraft beurteilt sind und trotzdem nicht befördert werden können – weil das Geld dafür nicht da ist, also die Planstelle fehlt. So gesehen könnte die Planstellenhebungsaktion wirklich etwas Luft schaffen. Aber wie in den Entscheiderkreisen gedacht wird, sieht man ja schon daran, dass diese Aktion über vier Jahre verteilt werden soll, also eine ganze Legislaturperiode! Das nährt den Verdacht, dass man es dabei bewenden lassen wird, denn der neue Bundestag kann ja während seiner ganzen Amtszeit darauf verweisen, man habe ein laufendes Hebungsprogramm, mehr ist halt leider nicht drin usw. Das Spiel kennt man doch und schließlich werden die Milliarden ja für ganz andere Dinge gebraucht…

  47. Es wäre gut, mal zu erfahren, um welche Dienstposten es geht die gehoben werden sollen?

  48. Hallo,hier nun nochmal meine frage wieviele POM/innen können/sollen den nun befördert werden für das jetzige Haushaltsjahr und für die kommenden ?