Bei Luftsicherheitskontrollen das Maß nicht verlieren

Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei

Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei

Nach den erneuten Warnungen der Bundespolizei an ihr Flughafenpersonal, zunächst vor Waffen, die mit 3-D-Druckern hergestellt wurden, nun vor neuartigen in Unterhosen eingenähten Sprengsätzen, schaltet sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, in die Debatte ein und fordert einen überlegteren Umgang mit dem Thema Luftsicherheit.

Ein schlüssiges und gesellschaftlich akzeptiertes Luftsicherheitskonzept basiere nach Auffassung der GdP Bundespolizei auf der Zielgenauigkeit und Angemessenheit der Kontrollen. “Von der überwiegenden Mehrheit der Fluggäste geht objektiv keinerlei Gefahr für die Luftsicherheit aus. Diese Tatsache muss viel stärker auch in die Luftsicherheitskontrollen einbezogen werden. Nicht die ständig weiter verstärkten Kontrollen und die Überwachung aller Passagiere, sondern effektive und zielgenaue Kontrollen gegenüber den wenigen potentiellen Gefährdern bringt das entscheidende Mehr an Sicherheit”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der GdP Bundespolizei.

Darüber hinaus sei es nach Ansicht der Gewerkschaft inakzeptabel, dass regelmäßig interne Sicherheitshinweise der Bundespolizei den Medien zugespielt würden. „Dieses Verhalten ist schlicht unverantwortlich. Hier werden Menschen unnötig verunsichert.”, so Scheuring weiter.

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Themenbereich: Luftsicherheit & grenzpolizeiliche Aufgaben | Drucken

1 Kommentar
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  1. Hier hat die GdP recht! Es ist inakzeptabel das Sicherheitshinweise an die Medien gelangen, aber die Politik hat die Luftsicherheit zu einer Billiglohnbranche gemacht. Wie viele Mitarbeiter haben die privaten in den vergangenen Jahren, seit 1994 verbraten? Wo beginnt die Sicherheit? Doch wohl beim Personal, oder.
    Aber ein Bericht aus der 27.Kw, welcher in der Zeitung „Die Welt“ zu lesen war, hier ging es um eine 3-D-Druck Waffe, hat mich nicht erstaunt: Diese Waffe landete nach allen Kontrollen in der Knesset, dem Parlament von Israel! Die Tatsache, das ich in der MRKA meines Flughafens, den Menschen nicht mehr sehe, welcher sein Gepäckstück am Schalter abgibt, das ist schon eine Sicherheitslücke. Früher hatte ich den Passagier im Auge, konnte mir die Person ansehen und konnte dann schlüssige Erkenntnisse zum Kofferinhalt und der Person herstellen. Geht heute nicht mehr, ich habe noch nicht eimal einen Namen, geschweige von Nationalität und Altersangaben. Zielgenaue Kontrolle , so geht es nicht!