Aufstieg vor Einstieg

Jörg Radek

Jörg Radek

Von Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei

In der Bundespolizei steht ein personeller Umbruch bevor. Das Attraktivitätsprogramm II läuft zum Jahr 2014 aus. Die Ruhestandsdaten der nächsten Jahre schaffen Personallücken. Das Ministerium verschließt sich bisher jedem Sachargument.

Dies wurde schon bei der Beratung des Entwurfs einer Verordnung über die Laufbahnen der Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten in der Bundespolizei im Mai 2011 sehr deutlich. Die Neuordnung der Aufstiegsverfahren verschlechtert die Laufbahnentwicklung und damit die Karrierechancen in der Bundespolizei erheblich. Unsere gewerkschaftlichen Argumente zur perspektivischen Weiterentwicklung wurden ignoriert! Zwei Jahre später folgte die „Demographie Strategie“ der Bundesregierung. Dazu stellte das Ministerium im Mai 2013 für den Bereich des öffentlichen Dienstes fest: „Es ist allgemein anerkannt, dass die Leistungskraft des öffentlichen Dienstes nur erhalten bleibt, wenn es gelingt, die Fachkräftebasis einerseits mit Nachwuchskräften und andererseits durch Qualifizierung des vorhandenen Personals zu sichern“. Weiter heißt es: „Die Basis der Fachkräftesicherung wird sich nicht allein mit Neueinstellungen sichern lassen: Vergleichsweise längere Beschäftigungsverhältnisse und damit weniger Fluktuation im öffentlichen Dienst, Stellenbegrenzungen oder Stellenabbau und die Verknappung des Fachkräfteangebots führen dazu, dass die Verwaltungen stärker darauf angewiesen sind, in den eigenen Reihen stetig für Wissensnachschub zu sorgen. Ein strategisches Leitziel lautet daher, die Potenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter individuell während des gesamten Berufslebens zu fördern.“ Es ist ein lohnendes Ziel. – Doch wo sind die Treffer?

Im Jahr 2015, dem ersten Jahr nach dem Attraktivitätsprogramm II, werden lediglich 350 Planstellen für den gehobenen Dienst verfügbar sein. 200 dieser Stellen sind bereits jetzt für diejenigen vorgesehen, die im Jahr 2012 zur Ausbildung eingestellt wurden. Damit sind nach Berechnung des Bundespolizei-präsidiums lediglich ca. 150 Stellen für Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden. Eine solch geringe Anzahl an Aufstiegschancen hat es seit Ende der 80- er Jahre nicht mehr gegeben. In einer Organisation, die derzeit bis zu 60% ihrer Bewerber mit Abitur einstellt, ist es nicht hinzunehmen, dass gleichzeitig die bisherigen Aufstiegsverfahren radikal reduziert und damit entscheidende berufliche Entwicklungsmöglichkeiten verbaut werden. Aufstiegschancen sind nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sie sind auch ein wesentlicher Bestandteil von Berufszufriedenheit. Die Beibehaltung der dreigeteilten Laufbahn in der Bundespolizei erfolgte bisher stets mit dem Argument, dass dadurch auch Absolventen mit mittlerem Schulabschluss weiter Zugang zum Polizeiberuf haben können. Dies ergibt jedoch nur dann einen Sinn, wenn diese auch regelmäßig Zugang zu den höheren Laufbahnen haben. Nur so kann über den Beförderungs- und Aufstiegsweg sichergestellt werden, dass die Beamtinnen und Beamten wenigstens im Laufe ihres Berufsweges in eine sachgerechte Bewertung ihrer ausgeübten Tätigkeit gelangen. Der Aufstieg darf nicht der Ausnahmefall sein, sondern muss der Regelfall werden. Nur so kann der Maxime, dass der Polizeiberuf ein Erfahrungsberuf ist, Rechnung getragen werden. Die Ignoranz unserer gewerkschaftlichen Kritik ist das eine; das Haus „Friedrich“ bleibt jedoch hinter seinem eigenen Anspruch zurück und zwar fortgesetzt.

Bei der Vorlage des „Berufsbildungsberichts 2013“ der Bundesregierung wird zur Deckung des Fachkräftebedarfs vorgeschlagen: „Einerseits müsste der Staat diese Menschen entsprechend ihres Leistungsvermögens ausbilden, aber auch die Sozialpartner seien aufgerufen, betriebsgerechte Lösungen zu finden.“ Eine Lösung wäre, dass in der Laufbahnverordnung festgeschrieben wird, dass die Laufbahnen des gehobenen und höheren Dienstes grundsätzlich durch Aufstieg erreicht werden und der Seiteneinstieg nur die Ausnahme darstellen soll. Für die Bundespolizei ist der Praxisaufstieg in beiden Varianten ein Verfahren, das tausendfach in Anspruch genommen wurde. Er bietet zudem das Potenzial, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Bevölkerungsrückgang und -wanderung verändern die Nachwuchsgewinnungs- und Wettbewerbssituation für die Polizei. Der wachsende Anteil von Frauen in der Polizei, die drohende Überalterung stellen Ansprüche auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. All dies verlangt flexible laufbahnrechtliche Vorschriften und allen Entwicklungen in den Polizeien Deutschlands ist gemein, dass sie von der allgemeinen inneren Verwaltung abweichende Aufstiegsverfahren beschritten haben. Für die Polizei – als klassische „Eingriffsverwaltung“ – prägt berufliche Erfahrung die Qualität der Arbeit. Es dürfte eindeutig seien, dass mit den Ruheständen auch Wissen und Erfahrung ausscheidet. Aufstiegsverfahren sind ein Weg für einen Wissenstransfer; sie sichern Wissen und Erfahrung. Der Polizeiberuf ist ein von beruflicher Erfahrung getragener Aufstiegsberuf, in dem der Aufstieg nicht die Ausnahme, sondern der Regelfall der Berufsbiografie sein soll. Eine Neuordnung der Aufstiegsverfahren ist das Gebot der Stunde. – Die Bundespolizei braucht ein Attraktivitätsprogamm III.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

37 Kommentare
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  1. Wie immer geartet eine neues Attraktivitätsprogramm aussehen soll, so wie es jetzt ist kann es nicht weiterlaufen. Angeblich werden 8000 – 10000 Kollegen in den nächsten 10 Jahren ausscheiden. Ausreichender Ersatz ist auf unabsehbare Zeit nicht in Sicht. Fragen wir uns doch einmal selbst. Wer von würde unter den derzeitigen Bedingungen noch einmal bei unserer Organisation anfangen wollen.
    Man muss den Dienstanfängern ja auch sagen, wohin die Reise geht.
    Abordnungen, kaum heimatnahe Verwendungsmöglichkeiten, keine finanziellen Anreize in Ballungsräumen zu arbeiten, katastrophale Beförderungsbedingungen, schlechte Vergütung an Wochenenden, hohe Belastung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Stadium des Lippenbekenntnisses, ect. ect..
    Gleichzeitig wird sich der Arbeitsmarkt dahingehend entspannen, dass immer weniger, und deswegen begehrte Nachwuchskräfte verfügbar sind. Außer einer Kampagne, „man sucht ein schönes Gesicht“, habe ich vom BMI nichts mitbekommen Das wird aber nicht reichen, soviel steht fest.

  2. Sorry, aber mir ist noch immer nicht klar, was den „von beruflicher Erfahrung“ getragenen „Aufstiegsberuf“ des Polizeibeamten von dem des – ebenfalls von beruflicher Erfahrung getragenen! – Beruf des Tarifbeschäftigten in unterscheidlichen Aufgabenfeldern oder des Verwaltungsbeamten unterscheidet.
    Dieses Argument ist zwar hilfreich für das, was am Anfang des Artikles steht und was die Basis jeglicher Personalentwicklung (!) ist: die permanente Anpassung der Mitarbeiterkompetenzen an die veränderten Rahmenbedingungen und die demografische Entwicklung.
    Aber zur Begründung der Abgrenzung des Polizeiberufs von anderen Berufen reicht das Argument „Erfahrung muss zu Aufstieg führen“ m.E. nicht aus, da es auf alle Berufsgruppen zutrifft und somit auch auf alle in der Bundespolizei.
    Ich vermute mal, dass genau hier der Hase im Pfeffer liegt: das BMI wird sich mit dieser Argumentation schwer tun, denn aus deren Sicht könnte ja dann jeder kommen. Und übrigens: es könnte wirklich jeder kommen, Aufstieg ist kein vollzugspolizeiliches Privileg.
    Ich musste das mal loswerden, denn es stört mich schon eine ganze Weile.

  3. Hier wird eine seltsame Argumentation vor gebracht. Die drohende Personallücke hat offensichtlich nicht Ihre Ursache in der gesunkenen Anzahl der Aufstiegsmöglichkeiten (für den mD)! Ein Beamter, der den Aufstieg absolviert hat, bewirkt keine Mehrung des Personalbestands.
    Sicher könnte man argumentieren, geringere Karrierechancen machen den Beruf für potentielle Bewerber unattraktiv. Allerdings macht die Schwemme der Praxisaufsteiger (ohne Abitur!) den direkten Einstieg in den gD für Abiturienten auch nicht wirklich attraktiv. Die ersten Berufsjahre darf er sich nämlich als KSB-Deluxe schön hinter den Praxisaufsteigern einreihen. Bravo! Sehr motivierend! Wer hier seine Zeit und Streß für die Hochschulreife vergeudet, ist selber schuld. Das Abitur bedeutet keinen nennenswerten Wettbewerbsvorteil, man verdient nur später sein erstes Geld.
    Ich stelle fest: Die GdP ist primär die Gewerkschaft des mittleren Dienstes!

  4. @ Alt-POK … sei mir nicht böse, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau. Wenn ich das richtig herauslese, dann bist du ein POK der durch „Aufstiegsausbildung“ entstanden ist. Wenn dem so ist … wer hätte bei seiner Einstellung in den mD jemald gedacht, dass er POK wird. Keiner! Die Leute glauben, dass sie ein Anrecht haben A11 zu werden. Wenn man das als Anrecht sieht, dann hätte man sich in den gD einstellen lassen müssen.

    Um deine Frage zu beantworten … ICH würde jederzeit wieder in diesem Beruf anfangen. Die Dienstanfänger denen nicht klar ist, wie ihr späteres Berufsleben ausschaut, hat sich nicht vernünftig informiert. Das sind keine Geheimnisse. Ein Handwerker, der auf Montage ist, hat ein ähnliches Leben … nur dass er nicht Beamter auf Lebenszeit ist.

    Die Bezahlung ist mies schreibst du … Also ich bin 46 Jahre, habe 2 Kinder und bekomme im Monat im Schnitt knapp 4000 Euro. (PHM Z). Dafür muss man sich in der freien Marktwirtschaft ganz schön krumm machen.

    Ich kann dieses ewige Jammern nicht mehr hören. Schaut zum Land, dort sind die Bedingungen schlechter. Schau in die Zeitarbeitsfirmen … denen ihre Verhältnisse sind in keinster Weise vergleichbar. Uns geht es eigentlich sehr gut. Das muss man auch mal so wahrnehmen und nicht immer nur das Negative sehen.

    Freut Euch, dass ihr unkündbar seid und jeden Monat Geld kommt.

  5. Ich stelle fest: Die GdP ist primär die Gewerkschaft des mittleren Dienstes!
    Milchmädchen 16. August 2013

    …komisch; ich hatte eigentlich gedacht, es hätte sich allmählich herumgesprochen, dass von den diversen Aufstiegsprogrammen der letzten Jahrzehnte auch der gD ganz massiv profitiert hat! Oder glaubt jemand, man hätte die Stellen im gD aufgebohrt, wenn nicht der Druck durch die zunehmenden Aufsteiger entstanden wäre? Ich für meinen Teil bin mir ziemlich sicher, dass ich o h n e 16a und Co. noch heute auf meiner 9/10er Stelle sitzen , vielleicht mit ganz viel Glück noch den 11er pensionsreif bekommen , keinesfalls jedoch in 2 Jahren mit A 13 in Pension gehen würde!
    Insofern ist die GdP auch keineswegs die Gewerkschaft des mD. Wobei die Konzentration auf die Mehrheit bzw. die Schwachen und Benachteiligten für eine Gewerkschaft geradezu Ehrensache ist; hier ist aber im Hinblick auf die wirklich Schwachen, nämlich die Verwaltungsbeamten und Traifbeschäftigten in der Tat noch viel zu tun!
    Aber auch das wird sich im Endeffekt für alle „lohnen“! Nachwerfen wird man uns hingegen sicherlich nichts. Und zwar keiner Laufbahn- oder Beschäftigtengruppe. Deswegen teile ich auch die Zweifel an einer schnellen , nicht jedoch der generellen Realisierbarkeit.

  6. @Thomas
    Also damit hier keine falschen Vorstellungen in der Öffentlichkeit entstehen, ein 46jähriger PHMmZ bekommt 3504 Euro, und zwar brutto!
    (A9 + Polizeizulage + Amtszulage, ohne eventuelle Familienzuschläge)
    Bedeutet in Steuerklasse 1 oder 4 ca. 2850 Euro netto.

    Aber wer ist im mittleren Dienst schon PHMmZ, und das sogar bereits mit 46 Jahren?
    5 % der Beamten?

  7. Ich fand den vereinfachten Aufstieg in den g.D. schon immer fragwürdig. Nur bei Polizeien ist das möglich. Ich bin selber seit 3 Jahren PK mit vereinfachten Praxisaufstieg. War ja schön und interessant. Aber im Endeffekt fände ich die Regelerreichung von A9mZ für jeden ,der „normal“ Arbeitet besser !!! als dieses ganze Hickhack mit Diplomiert, nicht diplomiert und voll Laufbahnbefähigt, PHK mit Lehrgang oder „nur Seminar“ oder ganz per Handauflegen. Keiner blickt mehr durch und Erwartungen werden nicht erfüllt. Bei der Justiz macht der „DGL“ auch jemand aus dem m.D. mit A10. Sägt diesen Aufstiegsmist ab und macht den m.D. endlich wieder attraktiver. Mit der Ausbildung, die dort jeder durchlaufen muss, kann man sich international gut sehen lassen und für Fehlendes gibt es Lehrgänge. Und meine silbernen Schulterstücke werde ich bestimmt nicht vermissen.

  8. Hallo GDP, was ist den in Zukunft für die technischen Bereiche, Aufstieg vom mD in den gD, vorgesehen und möglich?
    Bsp.: Jetziger Stand eines Kollegen des mD ist PHM.
    Er macht seinen Kfz Meister bei einer Handwerkskammer und wäre dann nach dem Deutschen Qualitätsrahmen (DQR)
    einem Bachelor gleichgestellt.
    Die BPOL Laufbahn sieht für einen Bachelor den Einstieg bei A10 vor und er kann Prüfungsfrei bis A12 (vorbehaltlich eines entsprechenden DP) gelangen.
    Ist dies so auch für den o.a. mDler vorgesehen oder welchen Weg hat die BPOL hierfür geplant?
    Werden die entsprechenden DP bis A12 ausgewiesen?

    Danke
    Gruß
    R.S.

  9. Ein 19-jähriger Abiturient studiert im Anschluss Medizin unter erheblichen finanziellen Entbehrungen. Nachdem er 20 Jahre lang als Arzt gearbeitet hat, muss er folgendes mitansehen: Sein Dienstherr beschließt, lang dienende Krankenpfleger, nach einem halbjährigen Lehrgang zum Arzt zu befördern. Auf diesem Lehrgang wird das erste Lehrjahr für Pfleger (nicht für Ärzte) wiederholt. Man nennt dies „vereinfachten Ärztlichen Aufstieg“ (VÄV). Nebenher gibt es volles Pflegergehalt, Reisekosten, Trennungsgeld und dienstlich gestellte Unterkunft!“
    Der studierte Arzt fragt sich: „Wofür habe ich das alles gemacht?“ und wacht schreiend aus dem Alptraum auf.
    Der Seiteneinsteiger in der Bundespolizei kneift sich und merkt, dass er wach ist.

  10. @ Milchmädchen
    „Allerdings macht die Schwemme der Praxisaufsteiger (ohne Abitur!) den direkten Einstieg in den gD für Abiturienten auch nicht wirklich attraktiv. Die ersten Berufsjahre darf er sich nämlich als KSB-Deluxe schön hinter den Praxisaufsteigern einreihen.“

    Auch MIT ABITUR:-) wäre zu erkennen, dass bei einem Stellenanteil von 40 % nicht jeder CHEF sein kann.

  11. merkwürdig auch, dass einige so tun, als gäbe es einen Verwendungsaufstieg ausschliesslich bei der Bundespolizei.

    Es ist dies eine Einrichtung, die im Beamtenstatusgesetz in Verbindung mit der jeweiligen Laufbahnverordnung aus (hoffe ich doch, gutem Grund…)so vorgesehen ist!
    Das ist in unserem Falle halt die Bundespolizeilaufbahnverordnung. Die generell für Bundesbeamte vorgesehene Bundeslaufbahnverordnung sieht dieses jedoch ebenso vor (die frühere sogar, o Gott! – bis A12…)wie nahezu alle Laufbahnverordnungen der Länder! Wo also ist das Problem?

    Sollte es nicht Normalität sein, dass langjährige Qualifikation im Beruf einen Aufstieg ermöglicht?

    Ist es nicht vielleicht eher so, dass mancher „Seiteneinsteiger“ (gD oder auch hD)ohne diese Erfahrungen Gefahr läuft, sich nach bestandener Laufbahnprüfung gewissermassen als gottgleich zu empfinden und die für das Führungsgeschäft erforderliche Sensibilität vermissen lässt? – Sofern es überhaupt um Führungsfunktionen geht, wie seba.heinz in seinem Post 10 zutreffend anmerkt!

  12. @ seba.heinz zu 10
    was ist denn so verwerflich daran, wenn jeder PK einsteiger erstmal “ edel-KSB“ ist. so lernt er an der basis und das ist nicht das verkehrteste…

  13. Ich kann mich dem Argument „Erfahrungsberuf“ auch nicht angschließen. Ausnahmslos in jedem Beruf wird man auch durch Erfahrung, die man im Laufe vieler Jahre erwirbt, einfach besser. Eine fundierte, qualitativ hochwertige Ausbildung ersetzt Erfahrung aber nicht.

    Bei einem Attraktitivitätsprogramm wären die VB und TB wieder ausgeschlossen. Sachliche Gründe, die Bundespolizei nur für die PVB attrativ zu machen gibt es nicht.

    Wie es richtig laufen muß, wird in der Broschüre „Attraktivität für alle“ beschrieben. Letzlich handelt es sich dabei um eine Investition in die Ressource Personal – um für das investierte Geld vom Personal auch mehr Gegenleistung zu erhalten bzw.um die Personalkosten (z.B. Krankheitskosten) zu senken und somit die Behörde letzlich auf Dauer leistungsfähiger zu machen. Dazu fehlt jedoch sowohl der politische Wille.

  14. Liebe Kolleginen, Liebe Kollegen,
    die rückläufige Entwicklung des bundesdeutschen Bevölkerung ist nicht nur vielfach Bestandteil der öffentliche Debatte. Sie ist Teil des demografischen Wandel, der die Rahmenbedingungen für die polizeiliche Nachwuchsgewinnung mitbestimmt. Der Rückgang an Schul-und Hochschulabgängern wirkt sich auf alle Arbeitsbereiche aus. Die verringerten Aufstiegsmöglichkeiten setzen nicht die Ursache, sie verschärfen sie. Hinter den Ruhestandsdaten steckt auch Erfahrungswissen einer Polizei.Eines Alltags mit Verwaltungsabläufen oder Entwicklung des Rechts z.B.: Versammlungsrecht, Ausländerrecht. Dies Fachwissen plus Erfahrung wird sich allein durch Neueinstellungen nicht sichern lassen. Dies gilt für alle Bereiche in der Bundespolzei. Niemand ist davon ausgenommen. Eine bundesweite Organisation wie die Bundespolizei muss an ihren Handicaps arbeiten. Eine heimatnahe Ausbildung ist ein Vorteil bei der Nachwuchswerbung. Hier müssen wir aufholen. Familienfreundliche Aufstiegschancen verbesseren die Attraktivität unseres Berufes. Hier müssen wir zeitgemäßer werden. Die Menschen in der Bundespolizei haben Lebensentwürfe , die sie verwirklichen wollen Wer ihnen eine dauerhafte Zufriedenheit schaffen will, muss Hürden abbauen und Distanzen verkürzen. Dies gilt für den Berufsverlauf im Allgemeinen und die Laufbahnverlauf im Besonderen. Die Entwicklung eines Berufsverlaufs für das Personal ist anspruchvoller als es zu verwalten. Wir brauchen dringend eine veränderte Personalkultur. Hinter der beruflichen Funktion steht ein Mensch mit Wurzlen zur Familie und Freunden. Nach den Jahren der Umbrüche sollten wir uns darauf, beim Berufseinstieg, Berufsverlauf und bei der Wertschätzung durch Aufstiegschancen besinnen.
    Jörg Radek

  15. Aber was ist Attraktivität?

    Man macht den Aufstieg via VAV und das nach über 30 Jahren Berufserfahrung und ist dann fast drei Jahre später immer noch PK. Seine guten Beurteilungen als PHM, die komischerweise jetzt zum Z gereicht hätten, gibt man auf, weil man, auch von den Gewerkschaften gesagt bekam, dass man io.d.R.nach einem Jahr nach Lehrgangsende den POK bekommt (auf dem größten Flughafen geht das auch, weil man dort nur 6 Punkte in der Beurteilung braucht, bei uns sind es schon mal 8 Punkte und sehr viele Substitärpunkte), weil man ja im Gegensatz zu den jungen Kollegen so Dienst- und Lebenserfahren ist. Nun wird man mit den jungen PK, die voll Laufbahnbefähigt und wie oben beschrieben meistens KSB-Deluxe sind, weil es ja so gut wie keine freien Führungsdienstposten im gD gibt, in einen Topf geschmissen. Und die jungen Kollegen rechnen ja immer damit, umgehend nachdem sie heutzutage BaL werden (früher Wegfall der Probezeit), befördert werden, weil sie ja ein Studium haben. Obwohl sie teilweise noch von den älteren Kollegen in der DG an die Hand genommen werden müssen, weil sie einfach noch nicht alles wissen können. Das sie aber auch nur einen aufschichtungsfähigen DP A9-A10 gD haben, das vergessen die meisten. Und da kommt in den einzelnen DG´s unnötig Stress auf, weil die meisten DGL diese jungen Kollegen fördern wollen und somit, zumindest bei uns, diese fast immer den lebensälteren Kollegen vorziehen. Sicherlich hätten sehr viele davon lieber ihr Z mitgenommen. Ich eingeschlossen.

    Das Attraktivitätsprogramm sollte lieber dahingehen, dass man verdiente Kollegen, die über dreißig Dienstjahre haben und sich in dieser Zeit nichts zu schulden haben kommen lassen, dahingehend fördern, dass man sie in ihrer Laufbahn ausbefördert. Das wäre attraktiv. Natürlich gibt es bei dieser Personengruppe auch diejenigen, die durch ständig Krank oder sonstige Sachen negativ auffallen. Die fallen dann eben durch das Raster. Aber man hat das Attraktivitätsprogramm II angefangen und jetzt fast abgeschlossen. Nun sollte der Dienstherr aber auch die Gewerkschaften ihre Hausaufgaben machen und diejenigen, die sich dem Attraktivitätsprogramm gestellt haben, auch ihre Früchte für den Stress und die privaten Entbehrungen, sei es in der Familie, Freundeskreis oder Vereinsleben, geben. Denn vorher kann man immer schön reden. Man sollte das halten, was versprochen wurde. Denn fast jeder Kollege, der das VAV gemacht hat, wird eh kein A11 werden, weil es gar nicht so viele DP gibt. Die meisten wären mit ihren Beurteilungen Z geworden. Somit entsteht dem Dienstherren gar kein Nachteil.
    Nur sollte es sich bewahrheiten, dass in der Zukunft überwiegend nur noch dann befördert wird, wenn ein anderer Kollege in den verdienten Ruhestand geht, kann man sich ja ausmalen, wie die Kollegen, die lebensälter sind, sich verhalten werden.

  16. Ein Anfang wäre es, das Eingangsamt im gD auf 9-11 anzuheben. Aber das wird wohl eher Wunschdenken bleiben.

  17. Würde ebenfalls gerne wissen, ob die GdP in der Sache Anerkennung des DQR für technische Beamte (siehe Betrag Rolf Schwache) einen Vorstoß in Richtung BMI, bzw. Politik, unternehmen will. Wäre vielleicht spätestens für das Attraktivitätsprogramm III ein wichtiger Baustein…..
    Glück-Auf

  18. Airbus vom 18.08.2013 schrieb:
    „Ich fand den vereinfachten Aufstieg in den g.D. schon immer fragwürdig. Nur bei Polizeien ist das möglich“.

    Lieber Airbus,
    dann schauen Sie sich mal bei den Landesbeamten von Städten und Gemeinden um. Mein Bruder wurde vor ca. 30 Jahren im gehobenen Dienst in einer Gemeinde eingestellt, ist aktuell Leiter eines Amtes und wurde prüfungsfrei in den höheren Dienst übernommen. Mittlerweile befindet er sich in der Besoldungsgruppe A14 mit der Tendenz, auch noch die Hürde zur Besoldungsgruppe A15 zu nehmen!

  19. Hier schreibt einer der mit Leidenschaft beim BGS gewesen ist. Meine Einstellung 1963 war A1 und wir waren stolz,zum BGS dazu zu gehören,denn von hundert Bewerbern,wurden ca 15 Personen angenommen. Mein Beruf,war eine Berufung. Heute scheint diese Ideale verkommen zu sein. Da fordern fast alle,das sie A 11 ohne Prüfung werden. Jeder hier regt sich auf sehr hohem Nivea,das er nicht A 10 usw ist. Weiterhin wird beklagt,dass Wochenende fast immer Dienst ist. Wo lebt ihr denn. Wer den Beruf eines Polizeibeamten ausübt,muss damit rechnen, dass es kein acht Stunden Job ist. Lange Zeit,war ich mit einem 16a DGL. Habe viele Praktikannten des g.D gehabt. Es ist doch selbstverständlich ,dass diese PVB nicht sofort einen Führungsposten einnehmen können. Diese PK,waren als GL schon überfordert.
    Wer bei mir Leistung gebracht hat, wurde auch durch mich befördert. Ich bin allerdings froh,dass ich der Bunderpolizei nicht mehr angehörig war. Vielleicht hat auch meine Gewerkschaft schuld,dass durch sie die Erwartungshaltung für machen PVB zu hoch ist.
    Da ich 2005 ausgeschieden bin,habe ich vorher eine Anfrage ans BMI gerichtet,ob 16a PVB,wenn sie die Stelle eines DGL inne haben,auch A 12 werden können. Antwort, BMI in Ausnahme ja.

  20. Nachtrag zu meinem Beitrag.
    Ich betreibe auf Facebook eine Seite: Der alte BGS. Da könnt ihr einmal die Kommentare lesen,die alt gediente des BGS über die Bundespolizei und deren Angehörigen geschrieben haben. Keiner kann die Klagen von Euch nachvollziehen . Wir waren damals eine Elite ,heute seid ihr nur noch Masse.

    M.f.G
    P.Schubert
    PHK i. BGS

  21. Herr Schubert,

    zunächst, PHK im BGS, mit Verlaub, sind Sie nicht mehr. PHK i.R oder a.D. trifft es eher….

    Das sie die „Klagen“ der heutigen Mitarbeiter der BPOL nicht nachvollziehen können ist verständlich, da Sie ja einer „Elite“ angehört haben sollen. Meiner Meinung nach eine überzogene, arrogante Sicht, die in großen Teilen von den alten BGS`lern, in den von Ihnen beschriebenen Foren, gelebt wird.

    Und ich bin froh, dass solche „Eliten“ nicht mehr in der BPOL vorhanden sind, da sie den Anschluß verpasst hätten. Wir sind eine moderne Polizei, die auch ihre Mängel hat, und nicht der paramilitärische Verband von damals.

    Und dazu gehört auch, dass Besoldung, Aufstiege, Attraktivität usw. mit der Zeit Schritt halten und die Anerkennung für diesen Beruf gewährt wird, was bereits unabhängige Gutachten Externer seid Jahren fordern.

  22. @ChrisBerlin: kleine Korrektur: Herr Schubert dürfte „PHK im BGS“ a.D. sein. Der Zusatz „i.BGS“ war Teil der Amtsbezeichnung.
    Aber ansonsten stimme ich Dir zu:
    @ Herr Schubert: Es ist zu begrüßen, wenn sich ehemalige Angehörige dieser Organisation an der Diskussion im Forum beteiligen. Aber das Argument „Wir beim BGS waren Elite – ihr seid nur Masse“ ist genau das Gegenteil von dem, was Sie, Herr Schubert, hier darstellen wollen. Kameradschaft sieht anders aus.
    Ich war in den achtziger Jahren Soldat der Deutschen Bundeswehr und viele Jahre danach noch Angehöriger der Alarmreserve, des Reservistenverbandes usw. Ich bin darauf stolz, denn allen Witzeleien zum Trotz waren wir richtige Soldaten. Aber es würde mir im Traum nicht einfallen, die heutigen Kameradinnen und Kameraden meiner alten Truppe als „Masse“ zu bezeichnen, nur weil sie anders ticken als wir damals.
    Das „Damals“ ist Geschichte, in vielen Bereichen sicher mit angenehmen Erinnerungen verbunden, aber schlicht und einfach vorbei. Und das müssen wir akzeptieren.
    Heute gelten andere Massstäbe, sowohl was Ausbildung als auch was Führung und Einsatz angeht, auch und gerade in der Bundespolizei. Die Anforderungen an die uniformierten und nicht uniformierten Kolleginnen und Kollegen haben sich dramatisch verändert. Es ist lange her, dass man an der innerdeutschen Grenze Streife ging und den Bunker in Marienthal bewacht hat, als Elite.
    Heute ist umfassendes und rechtssicheres polizeiliches Wissen und/oder Verwaltungskönnen gefragt, beides so komplex wie nie zuvor. Und da ist es legitim und gehört zur heutigen Führungskultur einfach dazu, dass Mitarbeiter mitgestalten, kritisch nachfragen und legitime Forderungen formulieren.
    Seien Sie mir nicht böes, Herr Schubert, aber als alter Soldat zum alten Grenzer muss auch mal ein klares Wort gesagt werden dürfen!

  23. Lieber ChrisBerlin,

    Sie sprechen mir förmlich aus der Seele. Solche ehemaligen Kollegen mit „Führungsaufgaben“ gab es viele. Diese haben es bis heute nicht verkraftet, dass sie sich nicht mehr Offiziere schimpfen und Truppen führen dürfen. Man hatte den Eindruck, dass in der von Herrn Schubert beschriebenen „guten alten Zeit“ selbständiges Denken und Handeln von „untergebenen“ Polizeibeamten nicht gewünscht war und nur Befehl und Gehorsam zählten. Mit dem Wandel zu einer moderneren Polizei kamen und kommen diese Menschen nicht klar und es ist gut, dass diese so gut wie nicht mehr im aktiven Dienst zu finden sind.

  24. Tja Herr Schubert, PHK im BGS, so was nennt man klassisches Eigentor….

    Posten sie mit ihren „alten“ Kameraden bei Facebook. Dort können sie sich über ihre „alten“ Zeiten unterhalten.

    Als ich damals zur Bahnpolizei kam, wo der BGS Einzug hielt, war mein damaliger DGL PHM(Z). Er war ein sehr guter und herzlicher Mensch. Aber von Führung im heutigen Sinne hatte er keine Ahnung. Aber damals war es fast egal, weil einfach vieles über den Zusammenhalt geregelt wurde.

    In der heutigen Zeit bei der Bundespolizei hätte er leider keinerlei Chancen. Er würde mit dem Arbeitstempo, welches heute vorherrscht gar nicht mehr zurecht kommen.

    Und sich selber als Elite zu bezeichnen und uns heutigen Bundespolizisten als Masse grenzt an einer Beleidigung. Ich würde es begrüßen, wenn sie zukünftig entweder einen anderen Ton anschlagen oder einfach bei ihrer Kameraden-Elite-Gruppe bei Facebook bleiben. Es gibt heutzutage genügend andere Probleme in unserer Behörde. Von einem Ahnungslosen braucht man dann nicht auch noch so niveauloses Geschwätz…

    Im diesen Sinne wünsche ich ihnen noch viel Spaß mit ihrer Pension nach A11. Zum A12 hat es ja leider bei ihnen nicht gereicht, trotz 16a…

  25. Herr Schubert stammt aus einer vergangenen Zeit, aber in einem Punkt hat er Recht! Dies zeigt sich auch in den Kommentaren meiner Vorredner.

    Die „Elite“ oder Kollegen von damals waren nicht schlauer, schneller, hübscher, besser oder stärker;
    sie waren einfach nur leidensfähiger und haben nicht immer gleich rum gejammert.

    Und das ist es was uns heute fehlt, insbesondere bei den Neueinsteigern! Ihr müsst mal zwischen den Zeilen lesen!

    Warum wollen denn alle A11 werden? Weil sie mit A10 (ca. 2700 Euro Netto) nicht klar kommen! Und warum nicht?
    Tja da ist wohl die Erziehung der Medien und Werbung der letzten Jahre schuld.

    Ich beneide die Führungskräfte von früher, die einen Auftrag erteilen konnten ohne Angst vor der Gewerkschaft, dem Personalrat, der Gleichstellungsbeauftragten, dem eigenen Vorgesetzten usw. zu haben.

    Der Ruf des BGS war einmal (wie schon bei Werner im Film):“Und wenn garnichts geht, rufen wir den BGS!“ Das nenne ich mal einen Ruf! Da kommen wir aber wohl nie wieder hin.

    Danke an Herrn Schubert an seine geleisteten Dienste. Von A1 bis A11; soll einer von euch erstmal nachmachen!

  26. @Milchmädchen: Höre ich hier Neid heraus? Abitur-bessergestellt? Lieber Kollege hast du dir schon eimal Gedanken gemacht, wie lange der KOllege mD schon Dienst verrichtet hat – bevor er überhaupt die Chance dazu bekommt – in eine andere Laufbahn zu wechseln (sich beruflich weiter nach vorne zu arbeiten? Viele Kollegen des mD haben überhaupt nicht die Chancen dazu – obwohl sie gleichwertige Arbeit wie die Kollegen des „gD“ haben (im Tarifrecht würde gleiche Arbeit evtl. gleiches Geld bedeuten).

    Auch wenn man sich anfangs hinten anstellen muss (du profitierst sicher von der Lebens- und Berufserfahrung der KOllegen)v – du hast noch die Chance in den hD aufzusteigen – vielleicht in dem Alter wo dein Kollege die Chance hatte in den gD aufzusteigen.

    Meine Person hat nicht einmal mehr die Möglichkeit die Endstufe des mD zu erreichen – traurig ja….

  27. @ MAtze: ich habs schon nachgemacht: von A 1 (genau genommen sogar schon vorher von W 1 alter Art) bis A 12, inklusive FH- und Unistudium. Nur mal so am Rande.
    Und von meiner Sorte oder ähnliche gibt es sicher noch mehr in der BPOL.

  28. naja, wenn man alle untertöne und persönliche befindlichkeiten weglässt, kommt man auf ein nenner: ja man kann was werden in unserer bundespolizei – man darf nur keine familie haben(welche ein durch pflege oder starke örtliche gebundenheit benötigt), keinen selbstverliebten vorgesetzten der immer nur die 6 sieht oder wie auch immer sich regional/ zeitlich nicht bewegen kann. wir haben kolleginnen und kollegen die tag ein tag aus die selbe leier erleben – 20/ 25 jahre obermeisterIN. wie bitte wollen wir diesen kreis noch erreichen? ich sag gar nicht, der ofen ist aus! eine behörde, die über die dauer des dienstverhältnisses sich nicht um das anerkennen und fördern der mitarbeiterINNEN kümmert, hat am markt nichts verloren! 5 setzen! ein beispiel: wenn bei vw ein mitarbeiter durch seine berufserfahrung in gehobene stellung kommt als vorarbeiter/ schichtführer kommt doch auch nicht das managment und sagt NÖ du hast den falschen blaumann an (die haben ja keine schulterstücke) nun mach mal schön eine aufnahmeprüfung, wenn du diese bestehst kannsta auf lehrgang mit abschlussprüfung und dann schaun ma mal – man das ist für die der wirtschaftliche ruin. die prämieren und honorieren ihre leute – und die danken es mit uneingeschränkter loyalität für ihren arbeitgeber! so lautet die firmenpolitik und zählt zu den besten in deutschland! bei uns . . . . . . ach ich schenk mir das, soll dass gesamte mittlere managment dieser behörde lieber wieder ein tortendiagramm zu machen!
    anerkennung und respekt, gepaart mit beruflichen gleichen und fairen chancen wollen wir! aber ich spiel lieber lotto – wegen der wahrscheinlichkeit!

  29. In meiner Dienststelle gibt es sehr viele die gerne einen 9 -11 oder höher dotierten DP haben wollen und auch welche die solche DP haben. So weit so gut. Leistung soll sich durchsetzen und auch belohnt werden. Was aber ein Skandal ist, dass viele Leute sich zum führen berufen fühlen und dann wenn sie den Posten haben im Tagesdienst im Büro verschwinden. GL Posten sind halt im Wechseldienst. Der Kollege PHM mit Anfang 40 beschwert sich zurecht wenn er dann schnell sein Z haben will ( er hat aber kein Anrecht auf eine höhere Beurteilung ) !! Die Personalräte haben aber auch eine Mitschuld wenn sie dieses nicht verhindern.
    Soll der Kollege doch eine Funktionsübertragung für 3 Monate bekommen und nicht für den Rest seiner Dienstzeit.
    Es gibt sogar A12 er deren Aufgabe dann von einem A8 übernommen wird. ( Von dem A8 er erwartet man dann auch noch Dankbarkeit das er im Tagesdienst verwendet wird ??? )

  30. Die allgemein gestiegenen fachlichen Ansprüche -schon in der Ausbildung für den mD- werden in der Zukunft sicherlich zum Ergebnis haben, dass die zweigeteilte Laufbahn auch bei der BPOL Einzug halten wird. Insofern erscheint es mir sinnvoll, noch für eine Übergangszeit die PHM’s nach einer bestimmten Dienstzeit zu PK’s zu ernennen bzw. prüfungsfrei in den gD mit maximaler Ämterreichweite bis A 11 zu überführen. Das eröffnet dem Einzelnen nochmal gute Perspektiven und wird den Bundeshaushalt mit Sicherheit nicht in den Ruin führen! Im übrigen werden sich altgediente Kollegen noch gut daran erinnern, dass der mD früher beim BGS auch bis in die Besoldungsgruppe A11 reichte…

    Problematisch wird sich schon in der mittleren Zukunft die „Pensionierungswelle“ auf die personelle Situation auswirken. Meiner Meinung nach, werden wir deshalb um einen veränderten (reduzierten) Aufgabenzuschnitt zukünftig nicht umhinkommen. Wie und was hier einer Anpassung unterzogen wird, wird -wie immer- erst dann entschieden werden, wenn es faktisch schon zu spät ist. Aber das darf eigentlich auch niemanden verwundern, und objektiv muss hier aber auch hier die Feststellung erlaubt sein, dass das Leben so oder so weitergeht und alles nicht so heiß gegessen wird, wie’s gekocht wird.

    Was die persönliche „Jammersituation“ einiger Kollegen betrifft, so kann ich auch nur die freundliche Empfehlung geben, sich einmal etwas genauer in der freien Wirtschaft über Nettoeinkommen, Arten von (unsicheren)Beschäftigungsverhältnissen, Drucksituationen, Rentenregelungen und Lohnfortzahlung im Krankheitsfalli usw. … zu informieren!

    Es grüßt der ErmB

  31. Bundespolizei ich liebe es!

    Mensch Leute was macht ihr nur für Sachen.
    Alles zu seiner Zeit.

    Der BGS hatte seine Zeit, ich war dabei.

    Die Bundespolizei hat ihre Zeit ich bin dabei.

    Zum PHK a.d Peter Schubert sicherlich haben wir beim BGS „alles“ erledigt.
    Allerdings war Befehl und Gehorsam Tagesordnung.
    Der Einzelne ordnete sich immer in sein Team.
    Gemeinsam wurden die anliegeneden „Sachen“ geklärt!
    Ich persönlich bezweifle aber dass die Kompetenz, das Fachwissen
    bei der Masse der Mitarbeiter auf gleich hohem Niveau war.

    Heute in der Bundespolizei ist es von dringender Bedeutung
    sich fachlich auf einem Mindestniveau zu halten.
    Die fachlichen Anforderungen für den Einzelnen sind wesentlich höher als „früher“.
    Zudem gibt es niemanden mehr, der mit einem BaL Lehrgang Lebenszeitbeamter wird!
    Die Ausbildung in rechtlichen Belangen ist wesentlich intensiver.

    Ich persönlich finde die Aussage: Wir waren damals eine Elite, ihr seid nur noch Masse beschämend.
    Allerdings nicht für die tätigen Mitarbeiter der Bundespolizei, sondern für einen PHK a.d.

    Richtig ist, die Kameradschaft im BGS war in starker Weise ausgeprägt.
    Richtig ist, was auch kam es wurde bewältigt.

    Richtig ist aber auch, dass dich fachlichen Anforderungen stark gestiegen sind.
    Richtig ist weiterhin, dass kein wesentlicher Zusammenhalt mehr besteht.

    Die Struktur der Bundespolizei hat sich stark verändert.
    Meine persönliche Meinung ist, dass aufgrund virtueller Produkte und Visionen…
    die Realität in vielen Bereichen vernachlässigt wird.

    Ich wünsche eine schöne Arbeitswoche.

  32. @ Ausbildung bei Panzerschmidt

    Ja, damals in COBURG war das so, wie Du es bschreibst. Da war unsere Welt noch in Ordnung.

    Da wurde man mal vor versammelter Manschaft zusammengefaltet und dann war aber auch gut. Heute kommt das alles im Nachhinein still und leise.

    Aber Aufstiegstechnisch geht heute bei weitem mehr als früher.

    Ich hätte damals 1994 in Coburg nicht gedacht, dass ich mal im gD lande. Zwar nach unserem glorreichen FHB Studium, aber immerhin.

    Nun ist aber bei 9/10 gD Schluss :-)

  33. Klarstellung:
    In meinem Beitrag,habe ich geäußert, dass die Bundespolizei jetzt nur noch eine Masse ist. Dies war so gemeint,dass sie sich von der Polizei,der Länder nicht mehr unterscheidet,wie wir es damals noch getan haben. Es ist auch unstrittig,dass die Bundespolizei heute auf Augenhöhe mit der Landespolizei steht. Das war ja auch nicht mein Anliegen. Mein Beitrag,sollte einmal aufzeigen,dass zu z.Zt des alten BGS die Mitarbeiter nicht gleich gejammert und gemeckert haben wenn sie nicht befördert worden sind. Seit 1973 war ich beim GSE in verschiedenen Dienststellen,da diese klein waren,musste man zur Planstelle gehen,wenn man befördert werden wollte. So habe auch ich 1990 die Gelegenheit war genommen und bin in den Osten gegangen. Noch ein Wort zur vorgesetzten Stellung. Für mich und alle anderen,war es schon wichtig,dass Befehle sofort ausgeführt wurden und nicht wie zum Ende meiner Dienstzeit 2005 ,wo jede Anordnung erst einmal in Frage gestellt wurde. Auch die Anzugsordnung lässt oft zu Wünschen übrig. In meiner DG,lief keiner mit Sticker pp. in der Dienstzeit herum. Wenn ich manche Mitarbeiter heute in Uniform sehe,dreht sich mir der Magen. Wo bleibt da die Dienstaufsicht.

    M.f.G
    Peter Schubert, PHK i. BGS a.D

  34. Es wird doch schon angerichtet.
    Die eingeschränkt Laufbahnbefähigten beauftragten PVB werden doch zZt von den Funktionen geholt und mit uneingeschränkten ersetzt. Zumindest im Südwesten.
    Also ruhig Blut. Man hat wohl seitens des hohen Managenemts die Zeichen erkannt.
    Und das Wort oder die Bezeichnung Offizier wird auch wieder salonfähig….

  35. @Peter Schubert, Beiträge 19.20 u. 33

    „Wenn ich manche Mitarbeiter heute in Uniform sehe, dreht sich mir der Magen.“, u.a.

    tja herr phk i. bgs a. d. schubert! wissen sie, mir geht es irgendwie genau umgekehrt! wenn ich an manche vorfälle im „alten bgs“ denke…
    aber welchen mitarbeiter sprechen sie damit an? ihre ehemaligen mitarbeiter (=untergebenen) von damals? oder junge kolleginnen/kollegen von heute? aber egal, vielleicht geht es denen genauso…
    ich jedenfalls wünsche niemanden einen drehenden magen beim anblick von arbeitskollegen. mir persönlich erst recht nicht -selbst wenn ich bei meiner nächsten dienstaufsicht sticker sehe.
    was für mich zählt, ist -und zwar vor anzugsordnung und einem mindestrmaß an loyalität- ist die professionelle aufgabenerfüllung. immer, auch ohne einzelauftrag, selbstständig als ermittlungsperson bis zur richterlichen verantwortung.
    danke nochmal für ihre aufschlußreiche klarstellung. natürlich unterscheidet sich die heutige bundespolizei nicht mehr, nach ihrer meinung elitären art und weise, wie der damalige bundesgrenzschutz zu mancher damaligen landespolizei. solche vergleiche sind humbug. allein schon wegen ihrer außergewöhnlichen aufgaben im sicherheitgefüge unseres landes und den grundlegenden veränderungen. die mitarbeiter/innen der heutigen bundespolizei als „nur noch masse“ zu bezeichnen ist arrogant, herablassend und gelinde gesagt nicht mehr zeitgemäß. auch wollen diese kollegen/innen gar nicht elitär sein (zumindest nicht in ihrem sinne). und wenn sie -sogar mit sticker- ab und an remonstrieren und nicht immer blank geputzte schuhe tragen: sie können sehr viel, jammern nicht und leisten professionelle polizeiarbeit!
    meinem magen jedenfalls geht es gut!

  36. @Peter Schubert
    Leider denkt noch der ein oder Andere in solch veralteten Strukturen.
    Ich kenne auch noch den BGS.
    Aber wir haben uns nun mal in eine mehr oder weniger moderne Polizei entwickelt, und weg von einer militärisch gesinnten Polizei, welche natürlich zu damaligen Zeiten, weit vor der Wiedervereinigung, so auch gerechtfertigt war.
    Der ehemalige Kollege Schubert würde mit seiner persönlichen Reflektion auf die heutige Bundespolizei natürlich nicht mehr eine zeitgemäße Führungsperson darstellen.
    Wir, die Bundespolizei, können nicht mehr als eine einheitlich, wie eine Zinnfigurenarmee aussehende Polizei, im heutigen Sicherheitsgefüge der Bundesrepublik existieren.
    Die Zeit verändert, das Wichtige muss im Vordergrund stehen und das ist nun Mal die uns übertragene Aufgabe zu erfüllen und das Sicherheitsgefühl der Bürger, welche sich im Zuständigkeitsgebiet der Bundespolizei aufhalten und bewegen zu gewährleisten.
    Der PVB in der Bundespolizei erhält Kraft Gesetzes einen Dienstposten mit einer Bewertung.
    Dadurch entsteht ein gewisser Anspruch, auch auf Beförderungen.
    Erwartungen der PVB sind gerechtfertigt, da Aufgaben und gefordertes Fachwissen immer mehr steigen.
    Wir sind nicht mehr alleinige Befehlsempfänger.
    Wir sind Empfänger von Aufgaben und bewältigen Einsatzaufträge, und das mit sehr guten Engagement, auch wenn die gebrachten Leistungen nicht selten so gewürdigt werden, wie es der Kollege vielleicht erwartet.
    Zum Schluss, lieber Herr Schubert, wenn ihnen der Anblick eines Bundespolizisten den Magen umdrehen lässt, dann kann ich ihnen nur empfehlen, sich von Bahnhöfen, Flughäfen und den Bundesministerien, sowie den Abteilungen fern zu halten.

    Mit bestem Gruße

  37. Ich selbst – angefangen bei A4 nun vielleicht bald mal A11 – habe die alten Zeiten sowie die guten „Neuen“ mitgemacht und engagiert in meinem Bereich, so wie ich konnte im kleinen, positv mitgestaltet. Ich selbst denke nur an die Zukunft und behalte die Vergangenheit in positiver Erinnerung. Obwohl da nicht alles Gold war. Denn wenn ich nur an den damaligen GFL denke (Ende der 80er) auf Vorgesetzte traf, welche in der heutigen Zeit nicht den Hauch von einer Chance hätten Menschen zu führen.
    Was mich nervt – da gebe ich einigen Vorrednern recht – ist die ständige Unzufriedenheit von Kollegen – auch hier im Forum was die Bezahlung und die Beförderungen anbetrifft. Natürlich verdient ein POM im Ballungsraum zu wenig. Aber – Liebe Kollegen. Wems nicht langt – macht etwas nebenbei – dieses Thema jedoch zur Hauptsache für sich selbst und im Kreise der Kollegen zu thematisieren bringt nichts. Schön wäre es wenn die Wochenarbeitszeit gesenkt werden würde. Denn Freizeit ist einfach für die Gesamt-Zufriedenheit wichtig. Was den Kollegen Schubert anbelangt – Ich bin ich begeistert von unseren jungen neuen Kollegen ob männlich oder weiblich , mit denen ich auf der Arbeitsebene sehr oft zu tun habe und bin froh, solche Kolleginnen und Kollegen zu haben. Fakt ist. Ich fühle mich wohl. Ich bin im Direktionsbereich Stuttgart tätig und gehe auch nach 30 Dienstjahren sehr gerne zur Arbeit. Jedoch und das möchte ich auch kritisch anmerken sollte immer der polizeiliche Auftrag über allem stehen. Selbstverwaltung sollte kritisch beäugt und umstrukturiert werden – der Servicegedanke von SB`S sollten im Vordergurnd stehen.
    Mit bestem Gruße