Beeindruckendes Ergebnis – jetzt Verantwortung zeigen!

von Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei

 

Die CDU/CSU hat die Bundestagswahlen 2013 mit einem beeindruckenden Ergebnis gewonnen. Daran gibt es nicht zu deuten und wir gratulieren der Union zum Wahlsieg! Die F.D.P hat sich mit ihrer Politik der letzten Jahre vollkommen von den Menschen gelöst und ist nicht mehr im Deutschen Bundestag vertreten. Auch das ist konsequentes Verhalten der Wähler. Und die SPD begreift nach diesem Ergebnis hoffentlich jetzt schnell, dass die Menschen mit einer Politik des Beliebigen nicht zu überzeugen sind. Wer über Jahre zu Themen wie der notwendigen Schaffung einer Bundesfinanzpolizei für Deutschland und zu vielen anderen für die Zukunft des Landes wichtigen Problemen keine Haltung findet, der kann die Menschen eben nicht überzeugen. Das Wahlergebnis ist aber eher das Ergebnis ungenügender Alternativen zur bisherigen Regierungspartei CDU/CSU, als die Folge überzeugender Politik. Das gilt auch für die von uns vertretenen Sicherheitsbehörden. Für die Bundespolizei, die Bundesfinanzpolizei und das BAG sind wichtige und zentrale Entscheidungen notwendig und in Teilen längst überfällig. Die in ersten Schritten noch durch die alte Regierung eingeleiteten, strukturellen Verbesserungen für die Tarifbeschäftigten und Verwaltungsbeamten, die Lösung des „POM-Bauch“-Problems und die weiteren notwendigen Maßnahmen müssen schnell und sofort und eben nicht in einem Vierjahresprogramm umgesetzt werden. Und der Bundesinnenminister muss die von seinem Haus zu verantwortenden handwerklichen Fehler bei den Neuregelung der Ruhepausenanrechnung und des Zusatzurlaubes beim Ausgleich der Arbeit zu unregelmäßigen Zeiten korrigieren. Wer politisch Entlastungen verkündet, darf keine Verschlechterungen einführen. Innere Sicherheit wird in den nächsten vier Jahren eine deutliche größere politische Rolle spielen, als in diesem Bundestagswahlkampf. Massiv aufwachsende illegale Migration nach Deutschland, anhaltende Terrorbedrohung, aber auch die ansteigende Gewaltbereitschaft wird die Menschen in unserem Land bewegen.

Die Bundessicherheitsbehörden und vor allem die Bundespolizei werden eine zentrale, weiter aufwachsende Rolle dabei zu übernehmen haben. Deshalb ist es auch notwendig, dass die Bundespolizei sich klar und eindeutig auf die verantwortliche Ministerialbürokratie im Bundesinnenministerium verlassen kann. Seit Jahren anhaltende, unverantwortliche Machtspiele sind jetzt sofort einzustellen. Die Bundespolizei darf nicht weiter zum Spielball persönlicher Einzelinteressen sein. Eine Bundesregierung und ein Bundesinnenminister der gerade auch im Bereich der Inneren Sicherheit konsequent führt und entscheidet, das ist jetzt notwendig. Verantwortung gerade im Bereich der Inneren Sicherheit ist jetzt angesagt.

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20 Kommentare
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  1. Quo vadis GDP??? (die Lösung des “POM – Bauches” )
    Ich kann mich noch gut an die Schlagzeile (April 2013!) der GDP erinnern „2.700 Beförderungen im Jahr 2013 “ mit 500 Beförderungen im Bereich vom POM zum PHM!!!
    Viele Wahlversprechungen haben wir auch von diversen Politikern gehört, die viel ankündigen und schnell wieder vergessen.
    In der Politik ist man solch ein Verhalten gewöhnt, jedoch sollte eine Gewerkschaft nicht Erwartungen schüren und „Erfolge feiern“, die letztendlich zu massiven Enttäuschungen bei den Betroffenen führen, oder? Rechnet man die durchgeführten Beförderungen in diesem Bereich aller Direktionen hoch, so stellt man fest, dass ausgerechnet dort die Versprechungen nicht eingehalten wurden.
    In der Hoffnung auf einen kommenden Innenminister mit viel Herzblut für die Beschäftigten in der Inneren Sicherheit, wäre ich für eine Statement zu den Beförderungen sehr dankbar.

  2. Richtig: Beeindruckendes Ergebnis!!!!

    Es wird eine große Koalition geben, wir werden unseren tollen Innenminister behalten, oder auch nicht,
    aber wer soll glauben, dass sich irgendwas ändern wird?

    Na ja dann mal auf die nächsten 4 Jahre mit Angie.

    ROS 54

  3. Ich hoffe wir bekommen einen Innenminister aus den Reihen der SPD. Der letzte, Otto Schily, war für den/die BGS/Bundespolizei ein Volltreffer.

  4. @uferschwalbe

    Das Du Dich da mal nicht irrst. Die Reform wurde bereits von unserem lieben Otto geplant. Schäuble hat sie dann nur losgetreten. Das Grundpapier lag schon zu Otto Schilys Zeiten vor. Ich dachte auch immer, dass das der beste IM war, den ich in meinen 20 DJ kennenlernen durfte… Aber seit ich diese Ino habe, halte ich nicht mehr so große Stücke auf OS

  5. Zu POM m. Dienstjubiläum: Hier der Artikel vom April 2013 „2700 Beförderungen im Jahr 2013

    „Die Bundespolizei wird im Jahr 2013 mit der letzten Rate des Attraktivitätsprogramms II und den Ruhestandsdaten insgesamt mehr als 2.700 Beförderungen durchführen können. Gleichzeitig stehen nach Ende der seit 1993 laufenden Einsparungsraten im Verwaltungsbereich auch zusätzlich 186 Stellen für den Tarifbereich aus den unterschiedlichsten Entgeltgruppen zu Eingruppierung und Einstellung weiterer Tarifkräfte zur Verfügung.

    Das Bundespolizeipräsidium Potsdam hat zudem entschieden, bei den Beförderungen rückwertige Einweisungen bis zu drei Monaten zuzulassen. Frühester Termin für diese rückwertigen Einweisungen ist März 2013. Mit dieser Beförderungsrate können auch mehr als 400 Beförderungen vom Polizeimeister zum Polizeiobermeister und mehr als 500 Beförderungen vom Polizeiobermeister zum Polizeihauptmeister durchgeführt werden. Gleichzeitig werden in der Zeit bis 2014 mehr als 300 PolizeiobermeisterInnen und wenige PolizeimeisterInnen nach ihrem bestandenen Aufstiegsverfahren ebenfalls auf eine Stelle A 9 PolizeikommisarIn wechseln.

    Mit der Zuweisung der Beförderungsmöglichkeiten eröffnet das Bundespolizeipräsidium auch die Möglichkeit, in Einzelfällen Ausnahmeregelungen von den bestehenden Ranglisten bei der Beförderung von A 8 nach A 9 zuzulassen, um mögliche Härten auszugleichen. „Es ist gut, dass auch mit dem seit zehn Jahren wirkenden Attraktivitätsprogramm II für die Bundespolizei wieder Beförderungen im deutlich spürbarem Umfang durchgeführt werden können. Wir freuen uns für jede Kollegin und jeden Kollegen der davon im Jahr 2013 profitirieren kann. Die gesamte Beförderungssituation macht aber auch deutlich, dass die für den Haushalt 2014 durch das Bundespolizeipräsidium Potsdam geforderten und inzwischen vom Bundesministerium des Innern übernommenen Strukturverbesserungen gerade für unsere Verwaltungsbeamtinnen und – beamten, zur zwingend notwendigen Verbesserung der Beförderungssituation nach A 9 und der Einweisung nach A 9 mZ im mittleren Dienst, aber auch zur Verbesserung der Beförderungssituation im höheren Dienst ganz dringend geboten sind. Besonders notwendig sind dabei auch die eingeleiteten Verbesserungen im Tarifbereich. Die Bundespolizei braucht dieses neue Attraktivitätsprogramm ganz dringend, um insgesamt faire Bezahlungsstrukturen innerhalb der Organisation herzustellen und die nächsten Jahre auf dem Arbeitsmark noch wettbewerbfähig zu sein. Wir werden jetzt alle Kraft und alle unsere politischen Möglichkeiten einbringen, dass auch das weitere Attraktivitätsprogramm für die Bundespolizei umgesetzt werden kann“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, in Berlin

    Es wurden keine Erwartungen geschürt und keine Erfolge gefeiert. Hier stehen nur Tatsachen!!!!!!!!

  6. „Papier in der Schublade“

    Das mag ja schon richtig sein, dass unter „Otto“ die Reform vorbereitet wurde.
    Aber ob als Denkmodell, oder zur Prüfung, evtl. oder dann doch eingestampft ist doch ein Unterschied.
    Und außerdem unterstelle ich, dass tatsächlich beabsichtigt war, 1000 PVB mehr auf die Straße zu bringen.

    Nur die Rechnung konnte nicht aufgehen und das müssen wir seinen Nachfolgern ankreiden.

    Wie auch immer. Das ist Schnee von gestern.

    Die Innere Sicherheit wurde unter der „noch jetzigen“ Regierung vernachlässigt.
    Das muß sich ändern, sonst sehe ich schwarz.

  7. @H.Thierauf

    Natürlich wurden Erwartungen geschürt, seitens des BPOLP, nämlich 500 Beförderungen vom POM zum PHM.
    Und da fehlen noch 150.
    Ich hoffe für die betroffenen Kollegen, dass da im Oktober/November noch mal nachgelegt wird.
    Die Hoffnung stirbt bekannlich zuletzt.

    Im Übrigen hält der Trend zur Schattenstruktur ohne unterlegte Stellen und der Einsatz von KSB, GL und DGL im Verwaltungs-, Auswertungs- und Steuerungsbereich sowie die Flucht in die Büros unvermindert an.

    Polizeiarbeit, eventuell sogar noch im Schichtdienst, wird immer mehr zur lästigen Nebensache und ist nur noch für diejenigen, welche es nicht zu mehr gebracht haben.

    So jedenfalls mein persönlicher Eindruck der letzten 10 Jahre.

  8. Südberliner.

    Mein Fehler. Richtig ist – es wurden von der „GdP“ keine Erwartungen geschürt und die „GdP“ hat keine Erfolge gefeiert!!!

  9. Moinsens!

    @“Südberliner“
    Zitat:
    „Im Übrigen hält der Trend zur Schattenstruktur ohne unterlegte Stellen und der Einsatz von KSB, GL und DGL im Verwaltungs-, Auswertungs- und Steuerungsbereich sowie die Flucht in die Büros unvermindert an.

    Polizeiarbeit, eventuell sogar noch im Schichtdienst, wird immer mehr zur lästigen Nebensache und ist nur noch für diejenigen, welche es nicht zu mehr gebracht haben.

    So jedenfalls mein persönlicher Eindruck der letzten 10 Jahre.“

    Genauso sehe ich das auch und nehme da mittlerweile innerdienstlich und privat auch kein Blatt mehr vor den Mund.
    Es gibt in der Bundespolizei wohl kaum einen Bereich, der so unattraktiv ist, wie der Schichtdienst in den Dienststellen.

    ZDF-Wahnsinn; ein Vorgangsbearbeitungssystem, bei dem es mehr darauf ankommt, die systembedingten Anforderungen (wobei helfen die eigentlich bei der Polizeiarbeit???) zu erfüllen, als das Augenmerk auf ermittlungsrelevante Inhalte zu richten; eine exorbitant schlechte „Fehlerkultur“; Wochen- und Lebensalterszeitverlängerung (daraus folgend mieseste Schichtpläne – daraus folgend kaum noch ausreichende Regenerationszeiten); Einsatz von „Einzeldiensteinheiten“ bei verbandspolizeilichen Aufgaben aus dem laufenden Schichtplan, usw.
    Sicherlich bedürften einige Punkte dieser Aufzählung einer genaueren Erläuterung, das erspare ich mir hier, da es ohnehin kaum jemanden interessiert.
    Hauptsache ein Strich bei dem allerheiligsten aller Delikte.
    Polizeiarbeit = Präventionsarbeit? Fehlanzeige, läßt sich nicht messen!

    Bedauerlich, dass der Bürger, der von seiner Polizei mit Fug und Recht „Polizeiarbeit“ erwartet, keinerlei Vorstellung davon hat, was der hohen polizeilichen Führung/politischen Führung wichtig ist.

    Das Wichtigste: bleibt gesund.

    Gruß

    AB

  10. Zu H.Thierauf 24. September 2013

    Lieber Kollege Thierauf,

    richtig ist, dass die GDP eine Meldung aus dem Präsidium weiter gab, dieses positiv kommentierte und somit eine gewisse Glaubwürdigkeit erzeugt wurde.

    „“Es ist gut, dass auch mit dem seit zehn Jahren wirkenden Attraktivitätsprogramm II für die Bundespolizei wieder Beförderungen im deutlich spürbarem Umfang durchgeführt werden können. Wir freuen uns für jede Kollegin und jeden Kollegen der davon im Jahr 2013 profitirieren kann.“

    Befragt man nun seine Personalvertreter oder Vertreter der Gewerkschaften, wie es denn mit den „500“ Beförderungen aussieht, erntet man nur ein Achselzucken!
    Erst hiess es, dass die Beförderungen zeitnah nach Veröffentlichung des Artikels erfolgen, dann dass die Beförderungen zeitlich gesplittet werden und nun sind wohl alle ausgeschöpft!?!
    Der „deutlich spürbare Umfang“ in unserer Direktion bedeutet im Jahr 2013 bisher, dass es weniger Beförderungen in diesem Bereich als letztes Jahr gab!
    Auch das ist eine Tatsache, die bei vielen Kollegen zu gewissen Enttäuschungen geführt haben, da man von deutlich anderen Zahlen ausging.

    „Wer politisch Entlastungen verkündet, darf keine Verschlechterungen einführen.“
    …ergo: Wer 500 Beförderungen verkündet, darf …!

    Diesen Satz nahm ich zum Anlass, mal die Frage von Glaubwürdigkeit von Politik und der GDP zu stellen.

    Aber zurück zum eigentlichen Thema:
    Leider wird es wahrscheinlich wieder Monate dauern, bis der „neue“ Innenminister eingearbeitet und mit einer gewissen „Schonfrist“ versehen wird. D.h. die Beseitigung von drängenden Problemen in der BPOL werden in absehbarer Zeit mal wieder nicht erfolgen.

  11. Wie wärs denn wenn die Gewerkschaften mal daran arbeiten würden, dass jeder sagen wir mal mit Beurteilung 6 mit 50. Lebensjahren seinen PHM hat und mit 55.LJ seine Einweisung in PHMZ bekommt (Altersstrafraum!) Denn da hat jeder mind. 35 Dienstjahre hinter sich, also hat was geleistet, war auch geeignet und befähigt.
    Und wie wärs wenn üb. 50 jähr. im Schichtdienst 1 Std. / Woche weniger arbeiten müßten, denn da müssen sich viele um ihre pflegebedürft. Eltern kümmern, genau wie die 40 Std. /woche die sich um ihre Kinder unter 12 Jahren kümmern müssen.

  12. @ AB

    Deinem Beitrag ist nichts hinzuzufügen!!!

  13. @Arzt,

    wenn du nachweisen kannst, dass du deine pflegebedürftigen Eltern pflegst, dann kann du i.d.R. auch auf 40-Stunden Woche umschwenken.

    Aber grds finde ich deine Aussage auch in Ordnung. Man sollte einfach mal das Beförderungs-/Beurteilungssystem verändern. Zeit dazu würde es langsam. Es kann in meinen Augen nicht sein, dass es Kollegen gibt, die 40 Jahre auf dem Buckel haben und PHM sind und in der gleichen DG wird ein 38-jähriger zum Z eingewiesen, der in großen und ganzen die gleiche Arbeit verrichtet. Und der Kollege mit den 40 Dienstjahren hat sich nichts zu schulden kommen lassen, außer vllt, dass er seinen Dienst früher in einer BPOL-Wache und jetzt in einem Revier versieht. Aber daran kann es ja nicht liegen. Ich verstehe jetzt noch nicht meinen DGL, wie er so etwas zulassen konnte.

    Deswegen wäre es meiner Meinung nach nur mehr als sinnvoll, wenn man Beförderungen von der Zeit der Zugehörigkeit in der Behörde abhängig machen würde. Beamte, die disziplinarisch belastet sind, müssten eben etwas länger warten, um eine Gerechtigkeit zu allen anderen Kollegen(innen) zu gewähren. Aber auch die Beamten mit Diszi wären irgendwann mit der Beförderung dran.

    Und auch sollte man die Wochenarbeitszeit von der Zugehörigkeit in der Behörde, explizit im Schichtdienst, anrechnen. Wenn man dreißig Jahre im Wechselschichtdienst auf dem Buckel hat, dann weiß man, was man geschafft hat. Jede Auszeit tut da gut. Und würde man als Dienstherr diese Belastung mehr anerkennen, dann würden auch die krankheitsbedingten Ausfälle in den DG´en zurück gehen.

  14. Zitat Merkel:

    Es wird keine Steuererhöhungen geben.

    4 Tage nach der Wahl sprechen die Spitzenvertreter der CDU schon von möglichen Kompromissen und Erhöhungen.

    Nichts ist so schnell hinfällig, wie die Versprechen von Politikern.

    Es wird sich nichts zum Guten ändern.

    Hauptsache das Geld kommt regelmäßig (wenn auch zu wenig) und man bleibt gesund.

  15. Wäre es möglich, dass sich hier mal ein Vertreter des BPOLP oder des Personalrates zu den noch fehlenden 150 Beförderungen zum PHM äußert?
    Es wird doch sicherlich mitgelesen.
    Oder die GdP fragt einfach mal nach und lässt uns die Antwort wissen.

  16. @KSB aus dem Norden 24. September 2013:

    Zum Zitat „Die Innere Sicherheit wurde unter der “noch jetzigen” Regierung vernachlässigt.
    Das muß sich ändern, sonst sehe ich schwarz.“

    Geht mir genauso, allerdings aus Sicht einer daran hochinteressierten Bürgerin, die sich bislang mit keinem der Prorgamme der inzw. „etablierten“ Parteien „weitestgehend in den wichtigsten Punkten“ identifizieren kann, ebensowenig wie mit den Programm-Inhalten der „neueren“ Parteien.

    Wenn aber „innere Sicherheit“ vernachlässigt wird und Polizisten jeglicher Bereiche auf Dauer überarbeitet, frustriert, teilweise einfach an derjenigen Arbeit gehindert sind, für die sie auf dem Papier gedacht waren und sich auch selbst zu Beginn ihrer Ausbildung so verstanden haben, bis sie gelernt haben, dass sie politisch ausgebremst werden und für den Bereich „innere Sicherheit“ ebenso wie für sämtliche andere Bereiche des Sozialwesens des Staates immer weniger Gelder sinnvoll eingesetzt werden anstatt auf Prestige-Investitionen, wenn überhaupt,
    dann frage ich mich,
    wie sich das denn im Alltag auswirken wird.

    Mein Eindruck ist, dass unter den Menschen der Altersgruppen ab ca. 35 Jahre (+/-) aufwärts immer noch genügend Menschen sind, die eine eher konservative Wertevorstellung haben und ein Miteinander in der Gesellschaft nach bestimmten festen, aber eben auch umsetzbaren Regelungen, deren Einhaltung konntrolliert wird, befürworten,
    während wir in ebendiesen Altersgruppen auch noch genügend eher dem linken Parteienspektrum zugeneigte Menschen haben (zum Teil „Alt-68er“ in dem Sinne genannt, dass sie eher zu den gar nicht Werte-Konservativen gehören sondern zu den „Sponti“-Anhängern, die ein „Auflehnen gegen jegliche Autorität und fehlende Freiheit für (wie sie denkende) Bürger“ befürworten und auch nicht vor schwersten Körperverletzungen bis hin zu billigender Inkaufnahme vom Tod von Polizisten bereit sind),
    und unter den „jüngeren Menschen“ haben wir sehr wahrscheinlich eine sehr breite Masse an kaum bis gar nicht Werte-konservativ denkenden Menschen.

    Die Werte-Konservativen sind es schon heute, die unter zahlreichen Freiheit ausnutzenden Handlungen von denjenigen zu leiden haben, deren Lieblingsbeschäftigung ein „Anti-Spießertum“ sein dürfte bzw. ein Kampf gegen alles, was als zu konservativ und zu „wenig tolerant“ und „zu Vorurteils-beladen, oft rassistisch“ angesehen wird von Seiten der „Spießer-Bekämpfer“.

    Polizisten werden oft an diese Menschen mit vernünftigen Worten ohnehin nicht herankommen, genauso wenig oder sogar schon von vornherein noch weniger als ein Nicht-Polizist, der aber ebenfalls andere Ansicht ist als solche „Spießer-Bekämpfer“.

    Was aber ist zu tun, wenn es immer mehr Aufreiben gibt zwischen denjenigen zahlenmäßig meiner privaten Einschätzung heraus (von mir aus dem weitestgehend mit offenen Augen und Ohren durch die Welt ziehenden Bürgertum) nicht gerade gering vertretenen „Spießer-Bekämpfern“
    und den Werte-Konservativen?

    Mit einer Radikalisierung von Werte-Konservativen hin zu einer Art neuem Nazitum könnte ich nicht leben, ebensowenig mit einem noch weiteren Stark-Werden von absolut nicht bzw. kaum Werte-konservativen Menschen,
    die sogar noch Kindesmissbrauch vermutlich psychologisch als einen „Urtrieb des Menschen“ bezeichnen und sich so für ihr Gewissen und das von Nachahmern bzw. „Gleichgesinnten“ zurecht legen könnten, dass dies einem Kind nicht schaden müsse und wenn, dann eben nur seine Einstellung rückwirkend ändern müsse, so dass es gut damit leben könne, oder meinetwegen Gewaltopfern indirekt den Vorwurf machen können, dass sie eben genauso brutal wehrhaft werden sollten wie ihre Peiniger, da sie sich sonst ja geradezu als Opfer anbieten (anstatt den Täter zur Verantwortung zu ziehen trotz schwerer Kindheit etc., und dann bei seinem Verhalten ausreichend anzusetzen anstatt es Opfern noch schwerer zu machen – was ich selbst nier eleben musste!).

    Wenn wir aber ein ständiges latentes Sich-Bekämpfen im Land haben, was sich sehr leicht zu gegenseitiger Radikalisierung aufschaukeln kann,
    dann möchte ich wetten, dass Polizisten solcherlei Problemlagen mit großem Personalmangel nicht mehr in den Griff bekommen können.

    Auch in Bezug auf organisierte Kriminalität habe ich wenig Hoffnung, dass auch nur ein höherer zweistellgier Bruchteil dessen wirklich aufgeklärt und bekämpft wird,
    was es tatsächlich gibt im LAnd und dessen Tendenz ich auch als steigend vermute, wenn auch nicht nach offiziellen Statistiken sondern eher als Erfahrung aus der Alltagspraxis derjenigen, die genau wissen, wie mit dem „Dunkelfeld“ umgegangen wird, was nicht zum „Hellfeld“ werden soll (oder kann mangels geügend Personal oder rechtlicher Möglichkeiten bzw. technischer Ausstattung dafür…), auch wenn sie das mit Bauchschmerzen so hinnehmen müssen…

    Wenn aber der Bereich „OK“ nicht mehr ausreichend bearbeitet wird, DANN ist doch die innere Sicherheit in ernster Gefahr vor latenter Gewalt durch alle, die diese Schwäche/Freiheit nutzen, oder ewa nicht?

    Und wie wird dann darauf regaiert werden müssen?
    Bei Fußballspeieln mit größeren Gewaltberiten Fan-Gruppen, bei Großverastaltungen/ Demos ec?i

    Euch allen auf jeden Fall viel Glück und Efolg, trotz allem!

    Herzlichste Grüße!

    Eure Wunsch-Weltverbesserin

  17. Ein sonniges Hallo eines ehemaligen BGS`lers jetzt LaPoist.
    Ersteinmal möchte ich Dir, Wunsch-Weltverbesserin, sagen….toller Artikel, aber ich Denke, Dein aufgezeigtes Bild wird nur die wenigsten interessieren.
    Ich habe es an anderer Stelle schon des öfteren geschrieben.
    Um gegen solche Tendenzen zuwirken, sollte aus meiner Sicht folgendes umgesetzt werden:
    Im Vorfeld arbeiten, also Prävention Prävention Prävention in allen Facetten….
    Mehr und intensivere Zusammenarbeit aller Sicherheitsbehörden, und fangen wir mit BuPo / LaPo an. Nicht immer auf Zuständigkeiten und Befindlichkeiten herumreiten.
    Weil eins steht fest…..die Basis hat mit dieser Zusammenarbeit, ok in Großteilen, gar kein Problem. Meistens sind es doch die da Oben, die Probleme haben / sehen.
    Also laßt uns Zusammenarbeiten, bevor uns alles das um die Ohren fliegt. Hört mal auf die Basis……

    ehemaliger

  18. @ ehemaliger:

    Na schön, es mag keinen interessieren, was da in dem „tollen Artikel“ für ein „aufgezeigtes Bild“ erkennbar wird.

    Mir ist aber noch nicht zu Ohren gekommen, dass es wirklich eine soooo schlechte Zusammenarbeit von BuPo und LaPo geben soll; ich kenne so ein vielleicht aus Praxiserfahrung nicht als unwahr erkennbares „Gerücht“ „nur“ von dem Verhältnis Kripo / allgem. Streifendienst…

    Es gab ja auch schon immer wieder den Vorschlag, die historisch begründete, aber auch kostspielige Trennung von LaPo und BuPo aufzuheben und bundesweit einheitliche Standards einzuführen –
    ob nach wie vor eine Gefahr einer deutsch-selbstverliebten-großkotzigen Diktatur besteht, in der solcherlei „Bundes-treue“ Polizei bestünde,
    oder ob die Gefahr verschwindend gering ist, vermag ich schlecht zu beurteilen…

    Nur aus dem einen Grund mag ja die Trennung von beidem bestehen, weil einfach einer zu großen Machtfülle entgegengewirkt werden sollte durch den Föderalismus mit seiner Macht-Teilung im Sinne von einer Art „checks and balances“…
    Da ein sogenanntes Stolz-Denken von Deutschen ja leicht geprägt werden kann durch Beeinflussung von weniger denkenden Menschen, die nicht kritisch hinterfragen, wodurch einige Deutsche in Wirklichkeit zu großen Reichtum gekommen sind anstatt von dem leicht und gut verkäuflichen Ammenmärchen vom Fleiß und Erfindungsreichtum,
    kann ich, die stolz daruaf ist, gemischte Vorfahren und nicht „rein-arische“ zu haben,
    gut nachvollziehen, wenn jemand Angst vor einer Art Wiederholung der Geschichte haben kann,
    zumal es vielen Deutschen nicht schwer fallen wird,
    Duetsche verklärt zu sehen, wenn viele ausländische Mitbürger im Land eine unheilvole Kriminellen-Karriere hinter sich haben bzw. „gut im Geschäft“ sein mögen, ob nun osteuropäisch, russisch oder auch arabische oder sonstige Mitbürger…

    Eine „gute Zusammenarbeit“ von LaPo und BuPo wird sicherlich auch voraussetzen, dass beide Arten von Polizeien jeweils gut personell und sachlich (finanziell!) ausgestattet sind, was meines Wissens nach bei keinen von beiden der Fall sein dürfte, auch wenn es Bundesland-spezifische Unterschiede geben mag, beispielsweise zwischen Bayern und Berlin…

    Ob das Herumreiten auf Zuständigkeiten und Befindlichkeiten nicht auch immer wieder mal damit zusammenhängen mag, wie hoch Abreitsbelastungen gerade sind und wie diese gerade empfunden werden,
    auch je nach aktuellem Krankenstand,
    so dass schnell mal Unzuständigkeiten herbei-argumentiert werden mögen, um mal wieder den einen oder anderen Fall vom Hals zu haben, der viel Arbeit und schlimstenfalls wenig „Lohn“ für die Mühen versprechen mag???

    Und zum Thema „Im Vorfeld arbeiten, also Prävention Prävention Prävention in allen Facetten…“:

    Wie kostenintensiv ist das denn, und wie sieht es mit dem Talent aus, und erst recht damit, welche Politiker das unterstützen und dahinter stehen und dementsprechend auf Landes- / Bundesminister-Ebene und deren Verwaltungsmitarbeiter-Ebenen ebensolche Präventionsarbeit fördern oder gar zulassen,
    wenn dann noch genügend anderen Aufgaben entsprechende Prioritäten zugewiesen werden per (letzten Endes ministeriellen) Dienstanweisungen, hierarchisch „durchgereicht“ an die Basis,
    aber eben nicht mehr bzw. nicht genügend Personal dafür zur Verfügung gestellt wird???

    Am leichtesten wäre es wohl, wenn in der Basis große Einigkeit herrschen und sich diese ihren Aufgabenkreis selbst in diese Richtung hin schwerpunktmäßig aussuchen und gestalten könnte…

    DIE ANSICHTEN DER BASIS INTERESSIEREN MICH HIERZU BRENNEND –
    als politisch begeisterte und hochmotivierte, bald 30jährige Jura-Studentin mit allerlei nicht gerade ein süßes, leichtes Leben darstellenden Begebenheiten in der eigenen Biografie,
    die ein Mitfühlen, aber auch ein kritisches Hinterfragen von Vielerlei früh gelernt hat…;-)

    Meine allerherzlichsten Grüße an alle „Blau-Grün-Zivilen“,
    eure Wunsch-Weltverbesserin

  19. @politisch begeisterte und hochmotivierte, bald 30jährige Jura-Studentin…mit dazu nicht recht passenden Rechtschreibfehlern

    Viel Glück auf Deinem weiteren Lebensweg, aber nun lass es hier mal wieder gut sein.

  20. Wunsch-Weltverbesserin 28. September 2013
    Wunsch-Weltverbesserin 1. Oktober 2013

    deinen Beiträgen ist nichts weiter hinzuzufügen. Du scheinst zu der leider viel zu kleinen Gruppe der Realisten in diesem Lande zu gehören. Ich drücke die Daumen für deinen weiteren Weg.
    (Du erinnerst mich ein wenig an eine mir bekannte Psychologin).

    Mit freundlichem Gruß