Gewerkschaften fordern Stopp des Personalabbaus

Berlin. Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes erwarten von der neuen Bundesregierung, in gemeinsamer Verantwortung mit den Ländern und Kommunen den fortschreitenden Personalabbau zu stoppen.
Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Durch den Personalabbau der letzten Jahre ist die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes, insbesondere auch der Polizei bedroht. Soll der hohe Standard der inneren Sicherheit in Deutschland gewahrt bleiben, muss die Einnahmesituation der Länder verbessert werden. Es kann und darf nicht sein, dass sich in Zukunft nur zahlungskräftige Länder ausreichend Polizeibeamtinnen und –beamte zum Schutz und zur Sicherheit ihrer Bürger leisten können.“
In einem Schreiben an die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD zu den Koalitionsverhandlungen fordern die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes im Deutschen Gewerkschaftsbund, die Föderalisierung des öffentlichen Dienstrechts zurückzunehmen.

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Themenbereich: GdP Bundesvorstand | Drucken

5 Kommentare
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  1. Den vergleichsweise größten Personalabbau gab es im Tarifbereich! In den letzten 10 Jahren wurde ca. 1/3 der Stellen vernichtet. Ergebnis ist, dass PVB vollzugsfremde Aufgaben wahrnehmen müssen und es trotzdem zu einer unglaublichen Arbeitsverdichtung in vielen Bereichen gekommen ist.
    Das geht so nicht weiter!

  2. Da muß man sich doch auch noch mal fragen wo die 1000 Beamten mehr auf der Straße bleiben welche ja durch die Reform seit fast fünf Jahren versprochen wurden.
    Anstatt dessen wird nur überall gekürzt was das Zeug hält. Und die wenigen verbliebenen ( teileweise überalterten ) Kollegen und Kolleginnen sollen immer mehr Leistung und Zahlen bringen.
    Da braucht sich auch niemand zu wundern wenn die Burn Out Quote ständig nach oben steigt.

  3. Meiner Meinung nach müsste der ODP hinsichtlich der Anzahl und Bewertung der Dienstposten neu überdacht und ausgerichtet werden. Eine zeitnahe Umsetzung ist dann auch erforderlich.
    Durch das hohe Fehl der PVB und der nicht geringfügigen Krankheitsrate durch Mehrbelastung sollte sich die hiesige Organisation bis hin zum BMI hinsichtlich der Führsogepflicht mal endlich Gedanken machen. Selbst durch die nicht wieder besetzten und gestrichenen Dienstposten stellt sich die Frage, ob die Eigensicherung der PVB in Frage gestellt wird.
    Um der Politik dies zu verdeutlichen, einfach die Kollegen/innen im Ausland sowie die Personenschützer abziehen und auf ihrem schriftlich zugewiesenen Dienstposten wieder einsetzten. Vielleicht werden ja dann die, welche sich mit fremden Federn schmücken und „ungeschützten “ Persönlichkeiten mal wach.
    Es ist fast 12 und nicht fünf vor 12, es reicht

  4. Unsere Inspektion liegt beim Personal unter 55% des ODP!!!!!!
    Da sind auch noch die Auslandsverwender und sonstige Abordnungen drin.
    Durch die dünne Personaldecke werden DA- & EU-Wünsche wegen der geforderten Mindeststärke teilweise verschoben oder nicht gewährt.
    Die Arbeit wächst uns bis über beide Ohren. Wenn die gesamte Dienstgruppe in der Vorgangsbearbeitung gebunden ist, sollen nun während dieser Zeit Fremdkräfte (?) angefordert werden. Toll!!!
    Wenn ich mir im Gegensatz einmal die Stärke der Führungsgruppe im Tagesdienst ansehe, ist diese mittlerweile drei Dienstgruppen stark!!!!
    Natürlich müssen wir mit unserem Personal aus der DG auch noch die die Führungsgruppe unterstützen. Umgekehrt ist aber Fehlanzeige!

  5. Man sollte auch mal die Kollegen die seit Jahren Arbeit auf einer Stelle machen mit einem Dienstposten ausstatten. Dann würde auch mal etwas mehr Ruhe und Planungssicherheit in die Dienststellen kommen.