Wir trauern um unseren im Jemen getöteten Kollegen

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei ist tief bestürzt und in großer Trauer über den Tod eines Bundespolizeibeamten im Ausland. Der an der Deutschen Botschaft im Jemen eingesetzte Kollege wurde am 6. Oktober 2013 in Sanaa/Jemen unter noch nicht abschließend geklärten Umständen erschossen. Unser ganzes Mitgefühl und unsere Gedanken gelten der Familie unseres toten Kollegen.

„Der Vorfall zeigt, dass die der Bundespolizei übertragene Aufgabe des weltweiten Schutzes der Deutschen Botschaften und insbesondere des Personenschutzes in Krisengebieten von ganz besonderen Gefahren geprägt ist. Unsere eingesetzten Kolleginnen und Kollegen gehen ein mitunter extrem hohes persönliches Risiko ein und nehmen besondere persönliche Belastungen auf sich, um das Leben, die Gesundheit und die Sicherheit der deutschen Botschaftsmitarbeiter auch in den gefährlichsten Regionen der Welt zu schützen“, so Josef Scheuring, Vorsitzender des Bezirks Bundespolizei der GdP. „Die Bedrohungslage für unsere Botschaften und unsere dort tätigen Bundespolizisten ist gerade in der wachsenden Zahl von Krisenregionen enorm gestiegen. Wir müssen aber auch in gefährlichen Regionen der Welt und auch dort, wo der Terror versucht, ganze Gesellschaften in die Geiselhaft der Angst zu stürzen, präsent bleiben, um diplomatisch wirken zu können und für deutsche Staatsbürger in diesen Gegenden erreichbar zu sein.“

Die Bundespolizei musste zuletzt im Jahr 2007 den Tod von drei zum Botschaft- und Personenschutz eingesetzten Polizeibeamten beklagen, die in Kabul/Afghanistan Opfer eines Anschlages wurden.

„Der Tod eines Polizeikollegen ist immer für die ganze Polizeifamilie von besonderer Tragik und großer Anteilnahme geprägt, weil es an unsere tägliche Berufsgefahr erinnert und uns in Sorge um die Familie unseres toten Kollegen zurückläßt“, so Josef Scheuring.

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8 Kommentare
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  1. Herzliches Beileid für Familie und Angehörige.

  2. Mein Mitgefühl gilt der Familie von unserem Kollegen.

    Ich wünsche mir das nun leider durch diesen traurigen Vorfall anerkannt wird das HOD Einsätze kein bezahlter Urlaub ist sondern bitterer Ernst.
    Das darf nicht umsonst gewesen sein.

  3. Mein herzliches Beileid für Familie und Angehörige von unserem Kollegen

  4. Aufrichtige Anteilnahme für Familie,
    Freunde und Bekannte.

  5. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt der Familie und auch den Kollegen, die einen Partner und Freund verloren haben

  6. Mein aufrichtiges Beileid an die Familie und Angehörigen des getöteten Kollegen.
    Es ist furchtbar, auf so tragische Weise den Partner / Vater / Sohn / Bruder / Schwager zu verlieren.

  7. Ich möchte mich den anderen anschließen und der Familie und den Freunden des Verstorbenen mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Auch ich habe einen Familienangehörigen in „so einer Region“ und weiß, wie sehr man jedes Mal hofft und betet, dass der Einsatz in so einem Krisenland ohne Vorkommnisse verläuft. Ich mag mir gar nicht erst vorstellen, wie schlimm es sein muss, wenn dann plötzlich „der Ernstfall“ eintritt. Für das im Jemen verbliebene Team muss es extrem schwierig sein, unter solchen Umständen den Dienst vorzuführen. Auch ihnen wünsche ich viel Kraft und Trost in dieser schweren Stunde und spreche ihnen meinen tiefen Respekt für ihre Arbeit aus.

  8. In der Potsdamer St. Peter und Paul-Kirche haben Familie, Kollegen und die komplette Bundespolizeiführung Abschied vom im Jemen erschossen Bundespolizisten Mirko K. († 39) Abschied genommen.

    Der Personenschützer, der auch für die Sicherheit der deutschen Botschafterin verantwortlich war, war am 6. Oktober in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa von mutmaßlichen Terroristen erschossen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen gab der noch unbekannte Täter nahe der Botschaft mehrere Schüsse auf den Bundespolizisten ab. Mirko K. starb noch am Tatort an seinen Kopfverletzungen.

    Auch Bundespolizeipräsident Dieter Romann und GSG 9-Chef Olaf Lindner nahmen an der Trauerfeier teil und sprachen über den Tod des Kollegen. Das Bundespolizeiorchester spielte zwischen den Ansprachen und Worten des Gedenkens die Songs „Geboren um zu leben“ von Unheilig und „Tage wie diese“ von den Toten Hosen, „Time to say goodbye“ von Francesco Satori und „Ich hatt‘ einen Kameraden“ von Friedrich Silcher. 900 Bundespolizisten aus ganz Deutschland waren in der Kirche versammelt, ebenso die Verlobte des Verstorbenen.

    http://www.bz-berlin.de/bezirk/umland/trauerfeier-fuer-bundespolizist-mirko-k-article1749761.html

    Friede seiner Seele