Erfolgreicher Einsatz für Anwärter

Der Einsatz der GdP und der von ihr gestellten Personalvertreter für die GdP-Mitglieder im laufenden Studienjahrgang an der Fachhochschule in Brühl hat sich gelohnt:

Das Bundesministerium des Innern (BMI) genehmigte nun, dass den in der Prüfung gescheiterten Kolleginnen und Kollegen die Chance einer weiteren Wiederholungsprüfung eingeräumt wird. Ein schöner Erfolg für unsere jüngsten Mitglieder.

Erst während des laufenden Studiums wurde die dazugehörige Prüfungsordnung durch das BMI erlassen, was die Prüfungen auch rechtlich angreifbar machen könnte. Aus Sicht der GdP muss nun sowohl untersucht werden, aus welchen Gründen an der Fachhochschule Brühl der nötige  Qualitätsstandard der Prüfungsegebnisse nicht erreicht wird als auch, welche strukturellen Schwierigkeiten durch die Einführung des modularisierten Studiengangs erst heraufbeschworen wurden und nun ggf. geändert werden müssen.

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Themenbereich: Die Junge Gruppe | Drucken

3 Kommentare
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  1. Toller Einsatz,
    der hat mindestens 36 jungen Kolleginnen und Kollegen das Weihnachtsfest gerettet. Fast unbemerkt und ohne große Wahrnehmung (bisher keinen Kommentareintrag…??) hat die GdP ein kleines Wunder erwirkt.
    Die Möglichkeit auf eine erneute Wiederholungsprüfung des Grundstudiums. Die Belastungen, durch immer mehr Inhalt im Studium, durch Ausfall von Vorlesungen und andererseits Lehrveranstaltungen bis nach 19:00 Uhr, sowie keine Zeit zum Selbststudium, wurden vielfach kritisiert.
    Selbst Fachleute an der FHB halten die Vorgaben der BPOL für kaum noch studierbar. Somit hatten die Studierenden der Bundespolizei fast zu 50% beim 1.Mal nicht bestanden. Zuvor war die BPOL wie alle anderen Behörden immer bei üblichen 20% und es wurde nicht reagiert! Erst nach der Intervention der GdP.
    Die Änderungen der Inhalte/ Fächer der Module ist nur der 1.Schritt.

    Die gesamte Aus- und -fortbildung in der BPOL steht vor dem Kollaps.
    Die Bundespolizei ist weit unter ihrer Sollstärke, hat zahlreiche Fremdverwendungen u.a. 160 PVB zum BAMF und massive altersbedingte Abgänge der nächsten Jahre zu erwarten.

    Zusätzlich führte die Heraufsetzung der Lebensarbeitszeit auf 62 bei PVB/ 67 VD und Tarif zu einer noch größeren Anzahl von eingeschränkt oder nicht mehr dienstfähigen Kolleginnen/ Kollegen.

    Diesem sollte mit einer Einstellungsoffensive begegnet werden, junge Kolleginnen und Kollegen sollten die die Dienststellen verjüngen und auffüllen. Damit wäre einer Entlastung der Symptome aus der Beerlage-Studie und KLARTEXT-Studie Rechnung getragen worden.

    Die Wahrheit sieht anders aus: Siehe dazu auch die Januarausgabe 2014 der Deutschen Polizei.

    Die Gesamtorganisation ist für eine Einstellungsoffensive nicht vorbereitet, sie kommt eigentlich zu spät und die Verantwortlichen der Direktionen sehen es nicht als eine gemeinsame Aufgabe. Aber nur wenn wir eine Vielzahl einstellen, ausbilden, in Praktika auf den Dienststellen gut vorbereiten können, werden wir eine Entlastung an der Basis erreichen können.
    Es gibt keine Polizisten auf dem freien Arbeitsmarkt, die Länderpolizeien (wie Berlin/Brandenburg in der Vergangenheit) geben keine mehr ab und z.B. die Polizei-NRW kann selber nicht mehr ausreichend Bewerber für sich mehr gewinnen, bei besseren Bedingungen als die Bundespolizei sie überhaupt bieten kann.
    Dazu werden noch falschen Berechnungen angeführt, wonach die Bundespolizeiakademie mit 2.880 Betten noch 450 Betten frei hätte…, Wenn wir aber nur wie bisher jedes Jahr 1050 (800 mD/200 gD) einstellen, diese 2,5 bzw. 3 Jahre ausbilden, sind selbst abzüglich Praktika und 6 Monate Brühl (200 gD) schon ohne Fortbildung nahezu alle Ressourcen erschöpft.
    Das fatale dabei ist, dass diese Rechenexperten die Grundlage für einen Mehrbedarf sowie die Anerkennung und Berücksichtigung in den Haushaltsverhandlungen völlig aussichtslos gestaltet haben. Wenn man so rechtnet, kann man auch 160 PVB gD zur BAMF abgeben, obwohl man nach wissenschaftlichen Studien bereits über 1.000 PVB für die gesetzlichen Aufgaben zu wenig hat…..

  2. Es freut mich für die angehenden jungen Kolleginnen und Kollegen, dass sie so ein „Weihnachtsgeschenk“ erhalten!
    Natürlich muss zügig geprüft werden, was an der FHB falsch gelaufen ist!
    Es sollte aber meines Erachtens auch nicht außer Acht gelassen werden, zu untersuchen, inwiefern die Studierenden ihre schlechten Prüfungsergebnisse selbst verschuldet haben! (z.B. durch mangelhafte Vorbereitung für die Prüfungen).
    Wer nicht Willens ist, sich durch Fleiß und Mühe den Studienstoff zu erarbeiten, von dem muss sich die BPOL auch trennen dürfen!

  3. Wäre es nicht einfacher, um Problemen in der Zukunft (und teilweise auch schon in der Gegenwart) vorzubeugen, bei Beharren auf der 3-geteilten Laufbahn zunächst im mD einzustellen, um somit nach oben genug Platz für die längst anstehende Lösung des Beförderungsstaus im mD und gD zu haben?
    Gleichzeitig wäre es bei der viel probagierten Vereinbarkeit von Familie und Beruf längst mal fällig, den Aufsteig vom mD in den gD mit einem normalen Familienleben vereinbar zu gestalten. Wie will man einem KSB im Schichtsdienst, der neben dem Dienst in unserer Behörde auch noch ein Familienleben hat, einen realisierbaren Aufsteig in den gD ermöglichen?
    Wie hier und in diesem Forum an anderer Stellen schon angeführt, es gibt kein wirklich funktionierendes Personalverwendungs- und somit kein funktionierendes Ausbildungkonzept in unserer Behörde.
    Den zukünftigen Kollegen wünsch ich trotzdem alles Gute, da jeder dringend vor allem im Streifendienst gebraucht wird!