Friedrich schwächt die Bundespolizei – Polizisten sind keine Aktenträger!

Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei

Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei

Die Entscheidung des Bundesministers des Innern, Hans-Peter Friedrich, jetzt 160 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten aus dem Bereich der Grenzsicherung, der bahnpolizeilichen Aufgabe und aus der Bundesbereitschaftspolizei abzuziehen, um sie für reine Verwaltungsaufgaben im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einzusetzen, schwächt die Bundespolizei massiv und stellt eine deutliche Gefahr für die Innere Sicherheit dar. Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring, in Berlin fest.

„Wer gerade jetzt, wo die illegale Migration nach Deutschland mit allen negativen Folgeerscheinungen weiter massiv ansteigt, die Bundespolizei vor allem in ihrem Kernaufgabenbereich schwächt, der stellt selbst ein Risiko für die Innere Sicherheit dar. Statt die Grenzpolizei an der Grenze einzusetzen, wird sie in die Büros anderer Behörden gestopft. Polizisten sind nicht dafür da, in anderen Bundesbehörden Akten aufzuarbeiten. Und schon gar nicht, wenn der zuständige Innenminister und der Finanzminister seit Jahren ignorieren,dass dort Verwaltungspersonal fehlt“, so Scheuring. „Der Innenminister handelt vollkommen rücksichtslos gegenüber den Beschäftigten der Bundespolizei, deren massive Überlastung bereits in den zurückliegenden Jahren durch zwei wissenschaftliche Studien und auch durch die mehrfache Befassung im Deutschen Bundestag dramatisch belegt ist.

Wir sind sehr enttäuscht von diesem Minister. Er verheizt seine Polizei in Aktenbergen, anstatt hinter ihr zu stehen. Die Maßnahme ist umso unverständlicher, weil unter anderem im Bereich der Bundeswehr zahlreiches geeignetes Verwaltungspersonal im Überhang vorhanden ist und für diese Verwaltungsaufgaben einzusetzen wäre“, so Scheuring. „Wir sind nicht die Aktenträger anderer Behörden, sondern Polizisten und für die Sicherheit da.“

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29 Kommentare
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  1. So lange sich Kollegen für diese Arbeit freiwillig melden, wird sich nix ändern. Der Laden muss erst an die Wand gefahren werden (vermutlich mit Totalschaden), es darf nichts mehr funktionieren, erst dann werden die Politiker wach werden.

  2. Dazu kommt noch der Einsatz von PVB in der eigenen Verwaltung der Bundespolizei! Seit Jahren fehlen massiv Tarifbeschäftigte und Verwaltungsbeamte und die Arbeit müssen Polizeivollzugsbeamte machen , die dann für die wirkliche Polizeiarbeit fehlen und darüber hinaus auch deutlich teurer sind!!!

  3. @PST „So lange sich Kollegen für diese Arbeit freiwillig melden, wird sich nix ändern.“

    Ich selbst bin nicht betroffen, aber ich finde es legitim, dass Kolleginnen und Kollegen diese Chance nutzen, wenn diese z. B. dadurch für eine gewisse Zeit „heimatnah“ ihren Dienst verrichten können.

    Zum Anderen ist es völlig inakzeptabel, dass die Kolleginnen und Kollegen hier ausgepresst werden wie eine Zitrone. Immer mehr Aufgaben immer weniger Personal, so kann es nicht weitergehen.

    Nicht nur die Belastung wird immer mehr, zum Anderen werden immer mehr Aufgaben von der Bundespolizei übernommen ohne zusätzliche finanzielle Mittel.

    Lieber Josef Scheuring, liebe GdP,

    wer bezahlt eigentlich diese Abordnungen zum BAMF?

    wer bezahlt das Gehalt der Kolleginnen und Kollegen die dorthin abgeordnet werden?

    wer bezahlt ggf. die Folgeabordnung (ggf. Personalersatz) zur betroffenen Dienststelle?

    Es ist nicht weiter hinnehmbar, dass nicht nur die Belastung unserer Kolleginnen und Kollegen immer mehr wird, sondern später durch fehlende finanzielle Mittel u. a. Beförderungen ausfallen.

    Wenn wir Aufgaben im Bereich von anderen Behörden übernehmen, dann müssen auch die entsprechenden finanziellen Mittel in den Haushalt der Bundespolizei fließen.

    Danke Josef Scheuring für Deine Unterstützung!

  4. * Josef:Wir sind sehr enttäuscht von diesem Minister !

    Habt Ihr allen Ernstes etwas anderes erwartet ? Ich nicht. Friedrich wollte doch überhaupt nich Innenminister werden.
    Er wurde dazu genötigt.
    Aber vielleicht wird er ja abgelöst. In Brüssel findet man sicher einen überbezahlten Job für ihn.
    Was beseres kommt meistens auch nicht nach.
    Ach, gäbe es doch noch Otto ! Er war für uns der Beste IM.

  5. Zitat Jupp Scheuring: „Dieser Innenminister handelt vollkommen rücksichtslos gegenüber den Beschäftigten der Bundespolizei, deren massive Überlastung bereits in den zurückliegenden Jahren durch zwei wissenschaftliche Studien und auch durch die mehrfache Befassung im Deutschen Bundestag dramatisch belegt ist. Wir sind sehr enttäuscht von diesem Minister……………………….“ Was soll man dem noch hinzufügen?
    Seine Menschen verachtende Inkompetenz bewies der Christ Soziale Urheber ja bereits mehrmals, so z. B. mit dem unwürdigen, durch nichts zu Recht fertigendem Austausch des vormaligen Präsidenten und dessen beider Vertreter. Selbst verliebt und unbegründet machte er nicht einmal vor den Ranghöchsten (politischen) Beamten Halt, welchen „NICHTS“ vorwerfbar war und welche Akzeptanz und Wertschätzung innerhalb der Gesamtorganisation genossen!
    Statt, wie von Jupp richtig zitiert, die; unbestritten notwendigen Verwaltung Fachleute, aus der Bundeswehr zu rekrutieren, welche, in Teilen im Überhang, somit unausgelastet ihr alimentiertes Dasein fristen, wird der Vollzug innerhalb der BPOL, einmal mehr „wider besseres Wissen“ ausgedünnt!
    Im Übrigen haben alle bisherigen Reformen innerhalb der BUNDESPOLIZEI nicht gegriffen, da dort „nach wie vor“ zu wenige PVBe auf der „Straße bzw. im Zuständigkeitsbereich zu finden sind. Die Verwaltung innerhalb der BPOL ist seit Jahren permanent unterbesetzt, auch hier müssen seither Polizisten, zumindest innerhalb der eigenen POLIZEI -Organisation, aushelfen.
    Der verbleibende Rest an Vollzugsbeamten wird systematisch aufgerieben, ist seit Jahren unterbesetzt. Dass in den nächsten Jahren zusätzlich auf Grund „Alter Fluktuation“ zu dem; mangels ausreichender Einstellung Zahlen; ein weiteres Personalfehl auf die Bundespolizei, bei Ausweitung der Aufgaben bzw. auf Grund Fremdverwendung, entsteht, ist diesem Herrn sichtlich völlig egal.
    Übrig bleibt ein „Geschmäckle“, will sagen: Stiefkind BPOL, 5. Rad am Wagen!
    Man kann nur hoffen, dass der Koalition Gott ein Einsehen hat und uns eine(n) andere(n), neue(n) und mit Sachverstand ausgestattete(n) Minister(in) beschert.
    Dies steht an 1. STELLE meines Wunschzettels! Passt auch irgendwie in diese Vorweihnachtszeit, oder? Euch ALLEN da draußen eine ruhige Vorweihnachtszeit, geruhsame friedfertige Weihnachten und ALLES erdenklich Gute für das vor uns liegende Jahr 2014, vor ALLEM Gesundheit!2BK8jKeUWfOB

  6. Bahn und Telekom wollen doch ihre Beamten loswerden.
    Hier gäbe es genug Potential, sogar ohne Polizeizulage.

  7. @PST “So lange sich Kollegen für diese Arbeit freiwillig melden, wird sich nix ändern.”

    Es ändert sich aber auch nichts, wenn nicht freiwillig sondern mit Zwang 300 km von heute auf morgen abgeordnet wird.
    So ist hier die Wahrheit + Personalersatz für freiwillige Abordnungen anderer Dienststellen!

  8. Wir arbeiten doch eh schon für das BAMF mit (BAMF-Fragebogen). Somit dauern die Vernehmungen ohnehin schon ca. 30 Minuten länger.
    Von Entlastung keine Spur.
    Der „blöde“ Kontroll-/Streifenbeamte muß sich mit immer mehr Arbeitsgängen bei der Vorgangsbearbeitung herumschlagen & erhält ständig zusätzliche Anweisungen, wie was wo noch angelegt und an wen aufgemeldet werden muß.
    Die Arbeit, die wir auf der untersten Ebene leisten, hält die Inspektion und das jeweilige BPOLD am Leben. Als Wertschätzung werden wir dann quotiert, abgeordnet und immer noch ein wenig mehr ausgequetscht.
    Ich „freue“ mich nun schon auf die zu erwartenden Danksagungen zum Jahresende.
    Das Papier können die „hohen Herren“ sich gerne sparen und besser in die Mitarbeiter inverstieren!!!

  9. …wieso wundert man sich über solche personalpolitischen Geisterfahrten nicht mehr? Die Antwort ist einfach, Gewöhnungseffekt.
    Schaut man sich die letzten 25 Jahre Personalpolitik an, kann man sich doch nur mit Grausen abwenden und so tun als ob man nicht dazu gehört.
    Wo ist die einst schlanke Struktur der Bundespolizei hin – aufgegangen in einen Wasserkopf, um nicht zu sagen in einen wasserballonartiges Irgendwas, dass nur noch damit beschäftigt ist den Generalmangel an Personal möglichst unentdeckt zu halten und nicht negativ in der Sicherheitsstruktur der Bundesrepublik aufzufallen.
    Aber das geht nicht mehr lange gut.
    Seit mehr als 10 Jahren gibt es z.B. im Osten keine gesunden, demografischen Dienststellenzusammensetzungen mehr.
    Meist sind da nur noch Ü45er, die sich dauerhaft bei den AO`s abwechseln und irgendwie sozial Beeinträchtigte die oftmals nur noch „da“ sein können.
    Ist das vielleicht der schleichende „biologische Abbau“ im Rahmen einer verdeckten Reform IV?
    Oder ist das einfach Desinteresse, Respektlosigkeit, Ignoranz, Hilflosigkeit vor der Aufgabe oder einfach ein bereits in den Brunnen gefallenes Kind?
    Blühende berufliche Biografien sieht man nur noch, wenn man in seiner E-Mail Adressen ein „P“ o. „D“ hinter den BPOL hat.
    Und wer in Mangeldienststellen im gD Polizeiarbeit leistet, guckt sich das Drama auch nur eine bestimmte Zeit an und kämpft für seine langsam verschwimmenden, dienstlichen Ideale.
    Aber irgendwann ist es soweit und man nimmt sie an – die wöchentlich, ja manchmal täglich vor seiner Nase erscheinenden DP-oder Funktionsausschreibungen im Präsidium o. in der Direktion.
    Und wieder wird ein anderer Kollege „vorübergehend“ m.d.W.d.G. betraut, natürlich ohne Dienstpostenzuweisung – und am Ende für einen feuchten Händedruck…wenn überhaupt.
    Warum gibt es eigentlich noch einen ODP?
    Dort sind doch nur die Präsi-u. Vize Posten stimmig – gleich danach wird’s für alle unübersichtlich und DDR-ähnliche Improvisationskunst macht sich breit.

  10. http://www.bmvg.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzIzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4MzQzODY1NzM3ODZkNzMyMDIwMjAyMDIw/Inhalt%2520Reformbegleitgesetz.pdf

    Unter diesem Link öffnet sich das s. g. Reformbegleitgesetz der Bundeswehr zum Abbau Überhangpersonal. (Punkt 2 z. B.)

    Hier könnten durch Versetzungen an das BAMF Personalkosten für den Bund gesenkt werden und höhere Belastungen der Kolleginnen und Kollegen der BPOL vermieden werden.

    Wenn Politik das wollte!

  11. Ich werde mich bei jeder Interessenabfrage erneut melden. Die Arbeit beim BAMF macht echt Spaß :-) !!!!

  12. bereits ende der achtziger/anfang der neunziger jahre wurden bgs-beamte zum bamf in nürnberg mit gleichem auftrag zur unterstützung der sachbearbeitung bei asylanträgen abgeordnet. neu jedoch ist die quantität des erforderlichen personalkontingentes unter gänzlich veränderten rahmenbedingungen. waren es damals einzelne beamte, sind es heute 160 bundespolizisten. die anzahl der asylanträge nähert sich langsam wieder alten höchständen wie zur jahrtausendwende. anzunehmen ist, sehr wahrscheinlich werden künftig selbst diese bundespolizisten nicht mehr ausreichen (kompliziertere gesetze, aufwendigeres asylverfahren).
    es ist wirklich an der zeit, das die politik die notwendigkeit begreift, die mit diesem phänomen betrauten behörden wirksam zu entlasten. d.h. bundesbehörden dauerhaft mit dem notwendigen personalkörper sowie der erforderlichen infrastruktur auszustatten, welche die gesetzlichen aufgaben schon lange erfordern. aber was geschieht? das bamf erstickt weiter in arbeit, die bundespolizei reist weiter kreuz und quer durch die rebublik und unterstützt. das konnte sie schon immer gut. diese „löcherpolitik“ vergangener jahrzehnte wird weiter ausgeweitet und stellt nicht nur die bundespolizei vor noch größere aufgabenberge.
    diese unfähigkeit der handelnden politiker war schon lange nicht mehr so deutlich zu spüren.
    die angehörigen des öffentlichen dienstes haben ebenso wie die asylbewerber ein anrecht auf entlastung und das anrecht auf ein korrektes verfahren. dies zu ermöglichen ist aufgabe und pflicht der politik. durch entsprechende mittel auf kosten des bundeshaushalts/des europäischen haushalts, aber bestimmt nicht auf kosten der gesundheit aller beteiligten!

  13. Der Innenminister entscheidet…..nur das was von seinen Meinungsmachern im BMI vorbereitet wird.
    Und das sind für mich zwei fatale Vorstellungen.
    Einer der wohl nicht wirklich Interesse an der BPOL hat und dann die Technokraten die wohl ihren Anti-BPOL-Kurs aus welchen Gründen auch immer nicht korrigieren.
    BWL/VWL/ und Bürokratie Sandkastenspiele….
    – Immer weniger PVB auf der Straße (ich kann es den anderen nicht verdenken, so wie der operative Dienst verheizt wird)
    – Serviceleistungen für wen? Immer mehr Meldeverpflichtungen, damit einige nur noch auf ein Knöpfchen drücken müssen
    – e-plan-wahnsinn…gleicher Punkt wie oben
    und und und
    In den vergangenen Wochen waren gerade im Bereich der D BP zig Besprechungen der „Führungskräfte“. Und? Der neue blaue Helm schillert heller……Kein Geld…WaWe und Hubschrauber gekauft… Genau, das sind die Probleme.
    Die E-Hu sind fast leer, aber es wird immer noch Personal hin- und her geschoben. Rhein-Main verstarkt, dafür mit ganz geringen Stärken die anfallenden Verbandseinsätze gefahren.

    Und unser P.
    Von Herrn P gibts dann wieder die Weihnachtsgrüße……vorher wahrscheinlich nix.
    Was soll er auch sagen wenn er von seinen Präsidenten die entsprechende Klar-Meldung erhält.

  14. Schon jetzt wird von den Inspektionen die Auflieferung von sog. „Sozialkriterien“ gefordert, um im Bedarfsfall schnell „unfreiwillig“ abordnen zu können.

  15. Mit Interesse habe ich die Artikel meiner „Vorschreiber“ gelesen. Die Meinungsvielfalt ist wie immer bei solchen Themen breit angelegt. Wer will es einem Kollegen verdenken, der für einen Zeitraum heimatnah beim BAMF verwendet werden kann und dem die Arbeit dazu noch Spaß macht. Fazit: Bei der Bundespolizei macht es ihm also nicht soviel Spaß zu arbeiten. Was ja zu verstehen ist, weil der Druck, der auf dem Rücken unserer Kolleginnen und Kollegen abgeladen wird, ständig zunimmt. Die Rahmenbedingungen stimmen nicht mehr in der Bundespolizei und mit deren Veränderung hin zu immer mehr Belastung werden sie auch keiner Lösung zugeführt. „Die Bundespolizei auf ihre eigentlichen Aufgaben zurückführen!“ wollte unser neuer Präsident in Potsdam. BAMF, Bundesamt für Verfassungsschutz, Hausordnungsdienst bei Botschaften, Auslandsverwendungen, Dokumentenberater, EU-Einsätze, Verbindungsbeamte, BKA-Pool (wenigstens dort ist geregelt, wie das Verfahren läuft), Luftsicherheitsbeamte in Flugzeugen (auch geregelt), Unterstützungen der Landespolizei.
    Zwei Studien, die die Kolleginnen und Kollegen in der Bundespolizei kurz vor dem Zusammenbruch sehen. Reaktion der Führung? Vermutlich wird es in einer Ansprache zum Jahreswechsel erfolgen. Mit Worten und ohne die erforderlichen Taten. Wie immer in den letzten Jahren und kaum einer wird es lesen, weil man „da oben“ viel zu weit weg ist!
    Die Abordnung zum BAMF ist da nur der Tropfen der das Fass voll macht. Ob es überläuft werden wir sehen. Ich kann Josef Scheuring nur für seinen Artikel danken, Er spricht das Problem an und bietet eine Lösung, auf die der „in sein Amt gedrängte“ Innenminister (mir kommen die Tränen!) selber nicht gekommen ist (.. und ich kann schon wieder weinen), nämlich den Einsatz anderer freigesetzter Kräfte, z.B. die der Bundeswehrverwaltung.
    Der Einsatz der Bundespolizei beim BAMF ist auch deswegen eine Frechheit gegenüber den Bürgern dieser Republik, weil die mit dem Schutz der Grenze beauftragte Organisation durch die Ministerentscheidung geschwächt wird, um das zu bearbeiten, was wegen Personalmangels an den Grenzen ohne Überwachung in dieses Land kommt. Eine sinnlosere Entscheidung eines Minsteriums kann es eigentlich nicht geben.
    Es tut mir leid für die Kolleginnen und Kollegen, die gerne zum BAMF arbeiten gehen würden, aber wäre es nicht besser, wir könnten sagen, dass wir gerne in der Bundespolizei arbeiten. Bis dahin wird es noch ein langer Weg, wenn er überhaupt schon ein Ziel hat. Mit der Beschreibung der Ziele (…Kernaufgaben zurückführen) ist es nicht getan, man muss auch den Hintern in der Hose haben und am erforderlichen „NEIN“ festhalten.

  16. Wieso macht man eigentlich keine Umfrage zu dem Thema „Wer ist bereit die Bundespolizei Richtung BAMF dauerhaft zu verlassen?“
    Vielleicht sollte man die Umfrage dann soweit fassen, dass man als „Wechsel-Angebot“ außer BAMF noch das AA, die Länderpolizeien, Polizei des Bundestages usw. mit aufnimmt.

    Wäre doch interessant zu erkennen, wie viele Leute wirklich weg wollen.

    Und vielleicht hat das die Folge, dass man sich dann weiter oben die Frage stellt „Warum?“. Oder hab ich hier zuviel Hoffnung?

  17. Ich schätze mal 75 bis 80 %:-)

  18. mr.barnes 9. Dezember 2013

    …Vorsicht! – Die von Dir angeregte Befragung zum Thema Controlling haben wir bekanntlich auch gemacht…. – Mit nicht sehr überraschendem Ergebnis:

    http://kg-weil-am-rhein.gdpbundespolizei.de/2013/10/29/das-hat-gesessen/

    Das hat zwar bislang auch noch niemanden so richtig interessiert, weswegen auch die Frage nicht unberechtigt erscheint, ob „da oben“ überhaupt irgendwann mal jemand aufwacht?
    Insofern hast Du hier wohl tatsächlich etwas zuviel Hoffnung.
    Andererseits bin ich der festen Überzeugung, dass das seit Jahren (Jahrzehnten?) praktizierte Aussitzen bzw. auch aktives Leugnen von Problemen bei der Bundespolizei sich irgendwann rächen wird!
    Nach fest kommt lose!

  19. guter Vorschlag mr.barnes

    ich wäre bereit zur Lapo zu wechseln oder zum Bamf. Auch wenn ich mich zum Teil privat versichern müsste bzw 5 Jahre länger arbeiten muss.
    Und die nächste Außenstelle Bamf ist weiter zu fahen, als meine jetzige Dienststelle.
    Bpol :-(

  20. Euer Ansinnen in allen Ehren, jedoch ist diese Abwanderung, auch wenn es nur eine Abordnung ist, eine Möglichkeit für einige Mitarbeiter Heimatnah zu arbeiten.

    Vielmehr sollte die GDP gerade die Altersbwanderung in andere Bundes- Landesverwaltung heimatnah unterstützen.

    Ein Chance für Menschen, die jahrelang gependelt sind, im Alter von der Straße aus dem Schichtdienst heimatnah noch eine sinnvolle Aufgabe zu haben und die Bundespolizei mit jungen Menschen zu verjüngen.

  21. @ Mr. X
    Darf ich annehmen, dass du ausbefördert bist?

    Kollege von mir ist zum Land gewechselt als PK mit voller Laufbahnbef.. Er hat nun eine zukunftssichere Aussage zu seinem Werdegang bekommen: Mit Glück in 10 – 15 Jahren A10. A 11 wohl kaum. A 12 nein.
    Dafür, und darum beneide ich ihn, ist er mit seinem Job 100%ig zufrieden.
    Er stellt diesbezüglich auch keine Ansprüche!

    Kannst Du das auch von Dir behaupten, wenn Du nicht ausbefördert sein solltest?

  22. Master Juris….
    nein ich bin nicht ausbefördet, und bin im mittleren Dienst (21 Dienstjahre)
    Denoch bin ich mit unsere Behörde unzufrieden. Es sind einfach viele Punkte die falsch laufen.
    Ich habe auch Freunde bei der LaPo, die werden auch irgendwann mal A10 und wenige A11.
    Aber sie sind zufrieden!
    Es gibt soviel Negatives bei unserer Behörde, das kann man gar nicht wiedergeben.
    Mir wird schon wieder schlecht:-(
    Ich hoffe nur das ich am Sonntag in den Nachrichten höre …..Thomas Oppermann wird Bundesinnenminister…..,
    denn schlimmer kanns nicht werden, obwohl wenn der Herr Friedrich bleibt, besteht die Möglichkeit ( auch wenn sie nur gering ist ), das unsere Behörde aufgelöst wird……YES…;-)

  23. Ja der kleine Lockenkopf sollte in irgendeinen Aufsichtsrat wechseln. Als Innenminister war und ist er nicht geeignet. Aber er wollte es ja auch garnicht werden, eigendlich.

  24. Egal WER nun am Wochenende als zukünftiger Bundesinnenminister feststehen wird, hoffe ich für UNS ALLE, dass sich der neue/alte Bundesinnenminister endlich zur Bundespolizei und seinen fast 40.000 Mitarbeitern bekennt.

    Die Bundespolizei darf nicht weiter wie ein Fremdkörper behandelt werden, sondern benötigt endlich den nötigen Rückhalt der politisch Verantwortlichen. Diese müssen sich endlich klar zu den Aufgaben und Zuständigkeiten der Bundespolizei bekennen!

    Ich habe bis heute nicht verstanden, warum Herr Friedrich nicht einfach ein bisschen mehr nach Bayern schaut!? Innenminister Herrmann (bekanntlich auch von der CSU) lässt keine Gelegenheit aus, die bayerische Polizei als die BESTE Polizei in Deutschland darzustellen. Darüber hinaus ist die bayerische Polizei eh für ALLES zuständig und hat auch alle „Zügel“ immer selbst in der Hand. Beförderungsprobleme bei der bayerischen Polizei???

    Einen POM siehst du dort selten, einen PM gar nicht! Junge PHMs überall!
    VAV in Bayern? Eher prüfungsfreier Aufstieg…usw.!

    Wir können nur hoffen…

  25. @blabla

    Ich gebe Dir Recht, einiges, ja vielleicht sogar vieles in unserer Behörde stimmt nicht. Aber wenn Du Dich jeden Tag so zu Dienst quälst, kann das doch auf Dauer keine Lösung sein.

    Ich rate Dir, nimm einen Zettel und schreibe links auf, warum Du bei der BPOL bleiben musst und rechts schreibst Du auf, was sich verbessert, wenn Du gehst.
    Hat mir geholfen zu erkennen, dass neben den Dingen, die nicht immer so schön sind, es sich lohnt zu bleiben.

    Egal wer Innenminister wird, die Zeiten der Belastungen werden nicht weniger.

  26. Danke für den Ratschlag Master Juris

    Dies habe ich schon getan, da ich auch noch die Hälfte meines Arbeitslebens vor mir habe versuche ich die Behörde zu tauschen. Ich möchte natürlich Beamter bleiben. Ich war im Sommer nah dran an einen Dienstherrenwechsel, unter den letzten zwei Bewerber bei einer Kreisstadt. Und zur Zeit läuft ein Bewerbungsverfahren beim Verbraucherschutzministerium.
    Vielleicht klappt das.
    Ich möchte natürlich auch noch eine Tätigkeit in der ich den Kontakt mit Menschen habe, daher habe ich mich entschlossen, in den nächsten 2-3 Jahre auf diverse Stellen zu bewerben;-)

  27. Die – HAUSGEMACHTEN BELASTUNGEN – wohlgemekt.

  28. Juhu, wenn es denn so kommt wie es in der Zeitung steht, bekommen wir unseren letzten
    Innenminister wieder. Na der kennt doch unsere Probleme, der wird uns helfen, der kennt sich aus mit
    Reformen.
    Und wer dachte schlimmer wird’s nimmer, ist wie immer eines besseren belehrt.
    Machen können wir eh so gut wie nichts, also freuen wir uns und haben wie immer noch etwas Hoffnung,
    falls sie noch nicht gestorben ist.

    ROS 54

  29. *ROS 54

    Na bitte, war es doch nur eine Übergangsphase mit Herrn Friederich ;-)

    So, muss nun los – Koffer packen. Die nächste Reform kommt ja dann wohl mit dem neuen Jahr !

    Salutos Kameraden