Attraktivität steigern! – Auftakt der politischen Gespräche

V.l.n.r.: Arnd Krummen, Klaus Borghorst, Helmut Brandt MdB CDU und Jörg Radek.

V.l.n.r.: Arnd Krummen, Vorsitzender DG NRW, Klaus Borghorst, Mitglied des Vorstandes-GdP Bezirk Bundespolizei, Helmut Brandt MdB CDU und Jörg Radek, stellv. Vorsitzender der GdP Bezirk Bundespolizei.

2013_AIII_Logo_InternetAttraktivität steigern!
Zu einer ersten Kontaktaufnahme trafen sich die Vertreter des Bezirk Bundespolizei mit dem Abgeordneten der CDU Helmut Brandt. Der CDU-Politiker vertritt die Städteregion Aachen im Deutschen Bundestag und ist Mitglied im Innenausschuss des Parlamentes. Gemeinsam mit ihm konnte erfolgreich Druck gemacht werden für eine Verbesserung der Unterbringung der Bundespolizeiinspektion Aachen. Die Gewerkschafter stellten ihre Überlegungen zur Verbesserung der Attraktivität in der Bundespolizei vor. Die Sicherung des Personalnachwuchses durch dezentrale Nachwuchsgewinnung und Einstellung bildete den Schwerpunkt des Gespräches.

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Themenbereich: Attraktivitätsprogramm | Drucken

5 Kommentare
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  1. Nach achteinhalb Jahren Dienst in Containern wurde es auch Zeit.
    Ich möchte nicht in Abrede stellen das sich Herr MdB Brandt für die BPOLI Aachen eingesetzt hatte.
    Aber wieviel Druck steckte tatsächlich dahinter…?
    Nun müssen nur noch das Revier Nord & der Dienstort Süd in annehmbare Räumlichkeiten umziehen.

    Finden sich tatsächlich Politiker die sich ernsthaft mit der Attraktivität (gerade für den m.D.) in der BPOL auseinandersetzten? Kaum vorstellbar. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

  2. Lieber Bapo m.D.

    es war eine lange Zeit in diesen ekelhaften Containern. Da kann ich Dir nur zustimmen!
    Sowohl die Behörde, MdB Brandt, als auch wir als GdP BPOL NRW, haben uns diese Aufgabe zum Schwerpunktthema
    gemacht und nun haben wir zumindest den ersten und wichtigsten Schritt vollzogen. Raus aus der Kälte, raus aus dem Mief
    und ein angemessener Arbeitsplatz für die Kolleginnen und Kollegen in Aachen.
    Die Revieranmietung Eschweiler wäre, wenn es um die BPOL und die GdP ginge, schon längst vom Tisch.
    Wir werden uns sicherlich keine achteinhalb Jahre vertrösten lassen.

    Um eine “ ernsthafte“ Auseinandersetzung mit der Attraktivität für die BPOL kommt die Politik nicht herum!
    Es ist nicht eindeutig abzuschätzen, auf welchem Weg Migrationsströme die Bundesrepublik Deutschland erreichen.

    Aachen hat derzeit einen Auffüllungsgrad von nicht einmal 60 % der Beschäftigten und
    muss aufgrund von Schwerpunkten in den Bereichen der Bahnpolizei und Flughäfen
    unterstützen. Ganz abgesehen von der irrsinnigen Maßnahme das BAMF zu unterstützen.

    Die derzeitigen Einstellungszahlen reichen nicht aus, um der Demographie entgegenzuwirken.
    Die für 2014 vorgesehenen Laufbahnabsolventen, werden auf andere Bereiche verteilt. Die BPOL-Direktion Sankt Augustin geht leer aus.
    Das dabei gleichzeitig Ruhestände der geburtenstarken Einstellungen der siebziger Jahre nun ausscheiden, hat weitere negative Auswirkungen auf die Demographie unserer Behörde.

    Die Bundespolizei braucht also dringend mehr Personal. Zielführend wäre eine dezentrale
    Werbung für die Bundespolizei, um die Menschen da zu werben, auszubilden und dann nach der Ausbildung auch dort zu verwenden, wo sie benötigt werden und wo sich ihr Lebensmittelpunkt befindet. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die im Koalitionsvertrag ausdrückliche Erwähnung findet, hätte an dieser Stelle die Chance, entsprechende Fakten zu schaffen.

    Ohne Attraktivität und Entwicklungsmöglichkeiten in unserem Berufs geht am Ende nichts mehr. Dann wird sich der geeignete Nachwuchs für lukrativere Jobs interessieren. Dies verstehen auch Politiker.
    Wir werden also, lieber Bapo, weiterhin die Politik genau darauf aufmerksam machen.

    Gruß,
    Arnd Krummen

  3. Glückwunsch für die Kollegen in Aachen, dass sich mal ein Politiker mit den Problemen der Bundespolizisten vor Ort beschäftigt, denn so oft kommt das in unserer Republik ja leider nicht vor. Wenn ich sehe, was im aktuellen Koalitionsvertrag im Bezug auf die Bundespolizei steht, kann man schon zu dem Schluss kommen, dass diese Behörde bei uns keine große Rolle spielt.

    Aber der eine oder andere Politiker vor Ort könnte schon was für die Bundespolizei tun. Sieht man alleine daran, was der Altmeier damals im Saarland geschafft hat.

    Die einzelnen Defizite, die die Bundespolizei hat, könnten aber auch innerhalb der Behörde gelöst werden, wenn die Führungskräfte in Potsdam, in den Direktionen oder sogar in den einzelnen Inspektionen anstatt nur Controlling und PKS auszuleben, sich auch mal die Belange der Mitarbeiter anhören und Verbesserungen herbeiführen würden. Aber anstatt die Basis stark zu machen, werden immer mehr Kollegen fremd verwendet und die KSB vor Ort „bluten“ aus. Aber Hauptsache man kann zur nächst höheren Ebene melden, dass im eigenen Haus alles in Ordnung ist. Wenn ich die fremd verwendeten und dauerkranken Kollegen in meiner Inspektion sehe, dann sieht man, dass nicht alles in Ordnung ist. Aber die nächst höhere Ebene will das ja gar nicht sehen, denn sonst würden sie ja was ändern…

  4. Lieber Kollege Arnd Krummen.

    Danke für Deine Antworten und den Einsatz der GdP für die Mitarbeiter.

  5. „Attraktivität“ in der Bundespolizei schaffen, ist nicht ein Thema, welches erst heute bekannt geworden ist. Auch in Aachen hat es eine Zeit gedauert, bis die Lösung für neue Liegenschaften gefunden wurde. Aber erst die Politik und die Gewerkschaft hat es hier ermöglicht, dass die Mühlen einer Behörde schneller laufen.
    In diesem Zusammenhang hat die Politik in Aachen bewiesen, dass Engagement und der nötige Druck auf die Verantwortlichen, ein annehmbares Ergebnis hervorbringen.
    Ziel hier in Aachen ist auch weiterhin, den Kollegen eine annehmbare Dienststelle zu schaffen. Raus aus maroden Gemäuern und raus aus Schmutz und Geruchsbelästigungen.