Die Anhebung der Altersgrenze ist ein personalwirtschaftlicher Offenbarungseid!

Jörg Radek, stellv. Vorsitzender des GdP Bezirks Bundespolizei

Jörg Radek, stellv. Vorsitzender des GdP Bezirks Bundespolizei

Sie sind lange bekannt, die Ruhestandsdaten in der Bundespolizei. Genauso lange wurden sie als Grundlage für die Einstellungen ignoriert. Nun leistet das Bundespolizeipräsidium seinen personalwirtschaftlichen Offenbarungseid. Aufgrund der geringen Einstellungen in den Jahren 2010 und 2011 besteht aktuell ein Bedarf an Polizeivollzugsbeamten. Deshalb wird die individuelle Möglichkeit für jene eröffnet, die im Jahr 2014 planmäßig in den Ruhestand treten könnten, ihre Dienstzeit gem. § 53 BBG bis Ablauf 31.Jaunuar 2015 zu verlängern. Für die Angehörigen der Direktionen Frankfurt/ Main, Koblenz, München Stuttgart, Stankt Augustin und in der Bereitschaftspolizei, die in den Jahren 2014 und 2015 in den Ruhestand eintreten, gilt die Öffnung bis zum Ende Januar 2016. Diese Regel trifft für den mittleren Dienst zu. Im gehobenen Dienst gelten weiterhin die Einzelfallentscheidungen.
Diese Entscheidung des Bundespolizeipräsidiums ist zynisch, weil sie die wissenschaftlich nachgewiesenen Überlastungen ausblendet. Die Überalterung in der Bundespolizei und den einhergehenden negativen Folgen für die Gesundheit der Beschäftigten und die Aufgabenerfüllung kann nur durch einen deutlichen Verjüngungsschub entgegengewirkt werden. Die Verantwortlichen für die Einstellungspraxis haben die gewerkschaftliche Kritik der letzten Jahre an den zu geringen Einstellungszahlen nicht wahr haben wollen. Eine Altersstrukturanalyse ist unterlieben oder es wurden die falschen Schlüsse daraus gezogen. Im Ergebnis wurde eine Entwicklung verschlafen. Die Anhebung der Altersgrenze ist vielfältige Weise eine Zumutung und keine Lösung für die Personalsituation in der Bundespolizei. Es besteht ein Personalbedarf an jungen Menschen um die Altersstruktur für die Bundes-polizei zu verbessern. Stattdessen wird die verlängerte Lebensarbeitszeit noch einmal verlängert. Bei allem Verständnis für individuelle Möglichkeiten. Grundsätzlich leben die Menschen nicht, um zu arbeiten. Offensichtlich hofft die Oberbehörde durch Veränderungen der persönlichen Lebensentwürfe die Personallücken zu füllen. Prinzip Hoffnung bei der Personalentwicklung ist keine Grundlage für ein Konzept. Es mutet den Beschäftigen ein Stückwerk zu. Betrachten wir die Einsatzanforderungen und Einsatzlagen die von den Kolleginnen und Kollegen zu bewältigen sind besteht ein Bedarf an jungem Nachwuchs. So ist die Bundespolizei auf dem Weg zu einer „Opa-Polizei“.
Das Eingeständnis am Ausbildungsmarkt nicht genügend Nachwuchs gewinnen zu können, ist auch ein Ergebnis der mangelhaften Attraktivität für Berufsanfänger.
Der demografische Wandel hätte eine vorausschauende Personalpolitik erfordert. Stattdessen wurden die Köpfe in den Sand gesteckt. An Mahnungen und Vorschlägen hat es nicht gemangelt. Der Deutsche Bundestag hat sich auf unsere Initiative hin in einem Entschließungsantrag ebenfalls klar und eindeutig für diesen Weg ausgesprochen. Die Verantwortung wurde nun in die Lebensentscheidung der Mitarbeiter gelegt. Also weggedrückt.
Nachhaltigkeit in der Personalwirtschaft geht anders. Sie sieht nicht nur den Staatsdiener, sondern auch den Menschen.
Mit einer dezentralen Personalverantwortung für Werbung und Einstellung bei den Direktionen können wir den Personalbedarf regional ermitteln und decken.
Einen Kaufkraftausgleich für die Hochpreisregionen bei den Mieten und für die Dinge des alltäglichen Bedarfs.
Verlässlichere Dienstplanung und Langzeitarbeitszeitkonten würdigen die unterschiedlichen Lebensphasen der Menschen.
Personalkonzepte machen ganzheitliche Angebote und drücken die Verantwortung nicht weg!
Jörg Radek

Presse: Mitteldeutsche Zeitung

Presse: Extremnews

Presse: Ad Hoc News

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

56 Kommentare
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  1. …der Königsweg für die Beseitigung der Personalmisere ist alsooffenbar bereits gefunden:

    …in der Tat heftig!

    Mag ja sein, dass der eine oder andere, der z.B. sein Haus noch nicht abbezahlt hat, hierauf anspringt, aber, nachdem sich das Ganze vornehmlich an Kollegen mD richtet, wohl eher als Unverschämtheit zu betrachten!

    Jemandem, der sich sein Leben lang im Schichtdienst verdingt hat, einen Zuschlag anzubieten…

    Ob´s dann anschliessend wohl die 4000,- Krücken für die vorgezogene Ruhestandsgrenze noch gibt?…. (Falls die mit der Verlängerung obsolet wäre, würde sich das Ganze für den Dienstherrn nämlich als “Reingewinn” darstellen!) Komisch, dass man dvon bislang nichts gehört hat, denn die Sache wurde doch offenbar an alle Direktionen gesteuert.
    Ob man wohl die Brisanz erkannt hat?…..

    Wichtig wäre allerdings auch, dieses Husarenstück in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, so wie hier:

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Bundespolizei-Bundespolizeipraesidium-Bexbach-Potsdam-Gewerkschaft-Personalluecke;art27856,5108596

    Nett, aber da gehören die sogenannten „Leitmedien“ dran! Also, lieber Bezik: Füttert sie!

  2. Wiedermal ohne nach zu denken.
    Was bitte bringt es in der Bereitschaftspolizei die 60er noch länger zu halten?? Zumal andere „Alte“ auf deren Abfließen warten; denn es gibt vereinzelte Positionen, wo man alte Menschen „unterbringen“ kann und wo die Belastung geringer ist. In unserer Polizeibehörde gibt es dafür viel zu wenig Positionen. Wir sind es den Alten jedoch schuldig. Wird die Altersgrenze künstlich verlängert schaden wir damit allen!
    Die Bereitschaftspolizei braucht zwingend 1.000 PVB mD.
    Erstens sind wir leer. Traurig aber wahr.
    Zweitens bedienen sich alle Direktionen bei uns.
    Also, füllt die die Bereitschaftspolizei auf. Mit 1..000 junge PVB mD.
    Selbst wenn der Auffüllungsgrad über 100% liegen wird – kein Problem. Derzeit ist bei einem Auffüllungsgrad von 60% wohl tatsächlich nur ein echter Auffüllungsgrad von 33% bei der BePo.
    Dann wartet ab. Es werden automatisch nach und nach PVB aller Strukturen über die Jahre heimatnah abfließen. Mit zielgerichter Einstellung klappt das.
    In spätestens 10 Jahren braucht die BePo wieder 1.000 PVB.

  3. Alles richtig Jörg,

    aber wenn Leute fehlen wo kriegen wir dann schnell junge und ausgebildete her. Bei Personalfehl wird die Belastungssituation nicht weniger. Der „Steinbruch“ Bereitschaftspolizei blutet dann noch mehr aus. Ärgerlicher ist aus meiner Sicht, dass dann die A9m- und A9mZ-Merkmale 1 bzw. 2 Jahre belegt werden. Vielleicht können die auf vier Jahre gestreckten personellen Verbesserungsmaßnahmen sofort greifen und wir könnten den A8er-Bauch verschlanken.
    Das wäre doch was.

  4. Lieber Jörg,
    besser hätte man es nicht ausdrücken können. Ich befinde mich seit 24 Jahren am Flughafen München. In den Jahren 92-2005 wurde fast keine Personalgewinnung betrieben – trotz alledem die Daumenschrauben immer enger gedreht..Folge: Immer weniger Personal – immer mehr Belastung – und man altert (bedauerlicherweise) trotzdem. Nunmehr nach fast 25 Jahren fängt man langsam das Umdenken an, muss aber feststellen, dass die jungen Kollegen (PM-PK), gar nicht mehr in der Lage sind, den teuren Ballungsraum zu bezahlen (sofern alleinstehend oder Alleinverdiener). Dann wiederum wundert man sich, dass eigentlich keiner hier mehr dienen mag, bzw. hier so schnell wie möglich wieder weg möchte. Die „Alteingesessenen“ sich dann ständig von den jungen Kollegen anhören müssen, wie Scheisse das alles ist (teilweise berechtigt,entschuldige den Ausdruck), was man ja nun schon 24 Jahre macht. Ergebnis – Unzufriedenheit bei alt und jung. Warum ? – Jahrelang verfehlte Personalpolitik. Vertaruensmissbrauch (Versprechungen ohne tatsächlich was anbieten zu können)
    Lösung : Teure Räume adäquat bezahlen (zumindest Anreize bieten), nicht jedem Offizier Führung versprechen, obwohl nur KSB. Jungen Beamten Posten nicht als Einbahnstrasse vermitteln.(hier kommst Du nie wieder weg). Vereinbarkeit von Familie und Beruf endlich anpacken, nicht nur darüber reden , Beförderungssituationen verbessern (es gibt Kollegen die 3 mal 9 beurteilt sind und nichts geht voran). Es wird immer erzählt es sei kein Geld da, das ändert sich auch in 50 Jahren nicht. Wo ein Wille ist…………………..

  5. Schon die Pressemeldung des BPOLP zum Thema gelesen?
    M.E. haben alle Appelle der Gewerkschaften nichts gebracht!
    „B.+S.-Studien“ waren völlig für die Katz, Verbesserungen sind aus Sicht der polizeilichen Frontarbeiter nicht erkennbar.
    Sollten nicht neue Wege beschritten werden, oder geht es immer so weiter, bis uns die Pension oder die vorherige Auflösung der BPOL erlöst?
    Die Ausbildungseinrichtungen werden m.W. ab 2015 nicht einmal die nötigen Kapazitäten für die planmäßigen Einstellungen bereitstellen können. Folglich wir die Fortbildung gen Null gefahren und die notwendigen Ausbilder werden die überlastete Basis wiederum schwächen!
    Gute Nacht BPOL – aber immer schön weitermachen, damit unsere Führung zufrieden ist!
    P.S.:
    Die Führung geht überwiegend vor uns in Pension!

  6. Das Problem liegt nicht beim Präsidium

    Bisher war die offizielle Leseart: Anstehende Pensionierungen? Das ist kein Problem, das haben wir im Griff.

    Jetzt läßt man einen Versuchsballon steigen. Wenn der nicht abhebt, wird es eng. Aber die GroKo wird es dann schon richten:

    „What’s another year…“

  7. Hallo!

    Ganz ehrlich, so verwundert über diese neue Sau die man durchs` Dorf treibt bin ich nicht.
    Seit Jahr und Tag wird hier über den selben Mist diskutiert. Attraktivität, für Neueinsteiger usw. Attraktivität für die bestehenden Verhältnisse.
    Von unseren Helden in Berlin und Potsdam hört man dazu nichts. Dazu schweigende Präsidenten, all das macht das Kraut fett.

    Ich möchte jedenfalls einen schussfesten Rolator, wenn ich raus auf`m Bahnhof muss.

  8. Schlimmer gehts nimmer. Dieses Problem war abzusehen. Das Problem ist das Präsidium .Die Fachleute vor Ort werden nicht gefragt, weil das Präsidium ja alles kann und weiß.
    Hinzu kommt der als Verteidigungsminister gescheiterte De Maizire, der die BuPo sicher nicht voran bringen wird (hatten wir doch schon einmal).
    Wo sind die Menschen mit Visionen, Voraussicht und Mut ? Ich sehe weit und breit keine in den Verantwortlichen Positionen.
    Der Beitrag wurde überarbeitet, weil er teilweise nicht den Internetregeln entsprach.

  9. … und ich hoffte, man würde für jahrzehntelang geleisteten Schichtdienst die Verlängerung der Lebensarbeitszeit noch einmal zurücknehmen!? Ich tippe mal, dass die Resonanz darauf „ein Schlag ins Gesicht“ des Dienstherrn werden wird!

  10. Die Verantwortichen für diese Ignoranz bei der personellen Entwicklung in der Bundespolizei werden nicht zur Verantwortung gezogen. Sie behalten weiterhin ihre Dienstposten in ihren warmen Büros. Als Vorschlag meinerseits: Es wird dringend Personal an den sogenannten Schwerpunktdienststellen benötigt. Da sollten sich die Verantwortlichen wiederfinden und nicht die gerade frisch ausgebildenten PVB. Diese werden dringend in der Bundesbereitschaftspolizei benötigt, sie wurden mit einer Erstverwendung in einer der Bundespolizeiabteilungen geworben und nun müssen sie die personelle Fehlplanung der Verantwortlichen ausbügeln.

  11. In den letzten Jahren wurde alles dafür getan um die Attraktivität der Polizei für qualifizierte junge Menschen weiter zu verschlechtern. Volle Hingabe an den Beruf und ständig in den Arsch getreten werden, darauf hat halt keiner mehr Lust.
    Hätten wir die heutigen Rahmenbedingungen vor 20 Jahren schon gehabt, dann wäre ich niemals zur Polizei gegangen.
    Entweder werden die Einstellungsanforderungen gesenkt oder man kürzt die Pension, damit die älteren Kollegen gezwungen werden länger ihren Dienst zu verrichten. Upps, nicht das ich da jemanden auf dumme Gedanken gebracht habe.

  12. Hallo Kollegen,

    mit dieser Meldung haben die sogenannten „hohen Herren“, nach meiner Meinung, den Beweis erbracht dass sie nicht bereit waren und nicht bereit sind aus den gemachten Fehlern zu lernen!

    Man muss davon ausgehen dass alles was die Gewerkschaften vorbringen an diesen „Herren“ einfach abprallt oder bei einem Ohr rein und dem anderen wieder raus geht.

    Ich bin der Meinung, dass man dort das Wort Fürsorgepflicht zwar schon mal gehört oder gelesen hat, aber man nicht bereit ist sich mit dem Sinn des Wortes zu beschäftigen!

    Gruß
    Udo Windl

  13. Da kann unser neuer Bundesinnenminister gleich große Leistung erbringen. Er muss Herrn Schäuble mehr Geld für die Bundespolizei aus dem Kreuz leiern. Nur mit der Personalerhöhung und den damit verbundenen Ausbildungsoffensiven kann die Kuh vom Eis geholt werden. Hat die GdP schon seit Jahren gefordert. Zur Haushaltskonsolidierung wurde die Kröte geschluckt. Nun rächt sich das. Auf der politischen Schiene müssen nun endlich Schwerpunkte festgelegt werden und schnellstens Abhilfe geschaffen werden. Alleine mit einer Erhöhung von Lebensalterszeiten kann das Problem der Überforderung nicht gelöst werden. Dafür gibt es Gesundheitsmanagement ohne Geld. Das ist nur Sand in die Augen gestreut.
    Herr Minister, wir messen Sie an Ihren Taten. Worte reichen nicht mehr!

  14. Wahr ist, dass Beamten des mittleren Dienstes angeboten wurde ihre Dienstzeit zu verlängern, weil ein akutes Personalfehl in der Bundespolizei festgestellt wurde.

    Unwahr ist hingegen, dass die Beamten des mittleren Dienstes, die bereit sind zu verlängern, 1 : 1 mit Beamten der Besoldungsebene der „B-Gehälter“ kompensiert werden. Auf diese freien Planstellen sollen Mathematikprofessoren gesetzt werden, die zukünftig die Ruhestände richtig berechnen.

    Was passiert eigentlich mit den Verantwortlichen dieser personellen Katastrophe, die auf dem Rücken der Kolleginnen und Kollegen ausgetragen wird und was ist mit der politischen Verantwortung für die Innere Sicherheit?

  15. Ich glaube nicht, dass es sehr viele Kollegen werden, die von der Verlängerung der Dienstzeit gebrauch machen werden. Auf meiner Dienststelle ist es so, dass bereits PVB mit Anfang 50 ihre Restdienstzeit runterzählen und es kaum abwarten können, der Bundespolizei adieu zu sagen. Gründe dafür gibt es sicherlich genug. Der eigentliche Dienst am Bürger (Prävention) findet schon lange nicht mehr statt. Dafür muss der PVB Zahlen, Daten und Fakten für die Kameraden im Tagesdienst schaffen, damit diese mit ihren Statistiken glänzen können. Zwänge wie ETR, Schießen und Sport tun ein Übriges. BPOL macht einfach keinen Spaß mehr….

  16. MdB Markus Tressel:
    Tressel wirft Führung der Bundespolizei Missmanagement vor

    Die jüngsten Berichte über die Verlängerung der Dienstzeiten für Beamte, die 2014 sowie 2015 in Ruhestand gehen sollen, können nach Meinung des saarländischen Grünen-Bundestagsabgeordneten Markus Tressel die Fehler der vergangenen Jahre weder beheben, noch kaschieren. Es ist seit Jahren bekannt, dass zu wenig Personal vorhanden ist. Die Überlastung des vorhandenen Personals wurde billigend in Kauf genommen. Offensichtlich wurde dieser Umstand auch mit voller Absicht nicht geändert, um die Einsparziele zu erreichen.
    Tressel hierzu: „Man stelle sich die Situation nur einmal vor: jahrelang arbeitet man am körperlichen Limit unter zum Teil schlechten Arbeitsbedingungen, um kurz vor dem verdienten Ruhestand diesen Zustand zu verlängern und somit die Suppe auszulöffeln, die einem die Führung der Bundespolizei eingebrockt hat. Den Ruhestand hinausschieben löst die vorliegenden Probleme nicht, einerseits, weil sich die Zahl derer, die in Frage kommen, in engen Grenzen halten wird und andererseits, weil es wieder einmal zu Lasten der betroffenen MitarbeiterInnen gehen wird.“
    Tressel fordert sowohl die Bundesregierung, als auch die Führung der Bundespolizei auf, realistische Konzepte zu erstellen, um nicht nur kurzfristig Personal für die unbesetzten Stellen zu finden, sondern auch um mittel- und langfristig genug Nachwuchspersonal für die Bundespolizei zu gewinnen. Dazu gehöre auch, dass sich die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern, um größere Anreize zu schaffen.

    http://www.markus-tressel.de/saarland/tressel-wirft-fuehrung-der-bundespolizei-missmanagement-vor.html

  17. …regt euch nicht auf. Die Resonanz der „Betroffenen“ auf diese personalpolitische Kapitulation wird es doch zeigen.

    Ich persönlich glaube das die Jungs, die wirklich Schicht im operativen Dienst gemacht haben, über dieses tolle Angabot nur müde lächeln werden. Aber auch eine Fingergeste könnte in Frage kommen…
    Es wird aber durchaus mD/ gD Beamte geben, ich denke da an Sprachmittler/Personal in Kontaktdienststellen, IuK, KfuV, Stäbe, Leiststellen oder ZBFDen auch die Breitschaftpolizei hat Schreibstuben, wo der Eine oder Andere sich sagt -Mensch, toll und danke lieber Dienstherr…
    Die gute Nachricht ist, dass für all diese Beamten, die nicht in Ruhestand gehen, auch kein Ersatz aus dem operativen Bereich gezogen wird…..erstmal……vielleicht.
    Das eigentliche Personal-Problem in den chronisch, unterbesetzten Schwerpunktdienststellen und bei der BePol wird damit ganz sicher nicht gelöst.
    Aber als Idee 21 sicher ein Knaller und mindestens eine goldene Nase oder einen neuen Stern auf der Schulter wert.

  18. … und alles was dem BPOLP einfällt: Dementis.

    Die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung trifft es auf den Punkt und es ist war. Auch die GdP Dir. Gruppe NRW hat Stellung bezogen: Sehr gut!

    http://dir-nrw.gdpbundespolizei.de/2014/01/24/offenbarungseid-der-bundespolizei/

    Nun liegt das Kind im Brunnen und kann nicht schwimmen und man schüttet Wasser rein, damit der Wasserspiegel steigt.

  19. Hallo Kollegen und Kolleginnen,

    dass die Ruhestandsdaten in den nächsten und schon letzten Jahren sehr hoch waren und bleiben werden ist der hohen Führung schon lange bekannt gewesen, um es genau zu sagen, schon seit Ende der 90er Jahre.
    Allerdings sind die Herren dort durch die Politik auch stark unter Druck gesetzt worden. Mir kann doch niemand erzählen, dass die entsprechenden Stellen im Präsidium nicht wussten, wieviele PVB jeweils in den Jahren in Pension gehen oder gehen werden! Die Politik hat den ganzen Schlamassel ausgelöst, indem sie wie absolutes Desinteresse gezeigt haben, so wie immer; sieht man auch übrigens auch bei dem Koalitionsvertrag der neuen Regierung, wo wir gerade mal eine Viertelseite wert sind und wo eigentlich nichts drin steht.
    Die Hoffnung von einigen Kollegen, dass unsere „geliebter Finanzminister“ zusätzliche Mittel für die BPOL locker zu machen, könnt Ihr gleich vergessen, wird es nicht geben! In diesem Sinne verweise ich schonmal an die Februar/März beginnenden Tarifgespräche; wird bestimmt auch wieder interessant.
    Ich kann nur jedem von den Kollegen aus dem mD, die Verlängern könnten, raten, dieses abzulehnen und ihre verdiente Pension anzutreten, um den hohen Herren, die uns seit Jahren mit Desinteresse strafen, nicht auch noch in irgendeiner Weise zu Unterstützen; das machen die nämlich auch nicht.

    In diesem Sinne ein schönes und ruhiges Wochende, bzw. ruhigen Diest!

    sl

  20. 264 Tage und den Rest von diesem !!

    Bye, bye Polizei – mit mir nüsch !!

  21. bitte dieses mal die hochbezahlten verursacher dieser misere zur verantwortung ziehen! ich kann dieses „missanagment“ ohne konsequenzen nicht mehr ertragen! so mit offenen augen die probleme über jahre schönreden, verdrängen und dann andere bluten lassen – da ist doch schon der rauswurf oder ein arztbesuch zwingend vorgegeben!

  22. Meine zu erbringende Dienstzeit ist quotiert und gedeckelt.
    Als Dank für Was sollte man freiwillig länger im Dienst verbleiben als unbedingt nötig?
    Die Führung & Politik sollten für den m.D. zuerst einmal für eine vernünftige Beförderunsstruktur sorgen.
    Wer zig Jahre im KSB-Bereich und im Schichtdienst seinen Kopf hingehalten hat, der muß auch als PHMz in Pension gehen dürfen.
    Die Resonanz der Freiwilligenmeldungen dürfte sich m.E. nach in Grenzen halten.
    Zu lange wurden bestehende Probleme ingnoriert und die Mitarbeiter im Regen stehen gelassen.
    Nun wird sich das ständige nehmen, statt auch einmal zu geben, rächen.

  23. Der Bogen ist wirklich seit langer Zeit überspannt!
    Was kommt denn noch alles???

    Haben wir in der Zukunft dann 0 Beförderungen im mD, weil einige PHMs und PHMmZ verlängern? Denn diese haben immer noch ihre Stelle und machen somit auch nicht ihr Beförderungsamt frei.

    Die Meisten, zu 99%, werden im A9/A9mZ Bereich verlängern!

    Wo soll das alles nur noch hinführen…

  24. Ja Kollegen, seit Jahren wird darüber im operativen Bereich gesprochen und auch die Gewerkschaften haben es moniert aber im BMI hat es niemanden interessiert.
    Es bleibt auch fraglich, wie man als Tarifangestellter oder im mD sich in den Ballungsgebieten noch sein eigenes Heim leisten soll. In vernünftiger Lage mit Anbindung an den ÖPNV zahlt man hier für ein Reihenmittelhaus ohne Keller schnell mal 250.000 Euro aufwärts und da sind die Baunebenkosten noch nicht eingerechnet.
    Wer bitte soll das noch bezahlen. Für eine E-Wohnung gilt im übrigen dasselbe und selbst in den Flugschneisen zahlt man diesen Preis.
    Der Durschnittsbürger in Deutschland verdient im übrigen 3000 Euro im Monat ( Netto wenn meine Quelle stimmt ).
    Wer bitte von uns verdient den soviel ( natürlich ohne Kindergeld und mit Lohnsteuerklasse 1 )?
    Soviel zum Thema attraktiver Arbeitgeber.
    Sollten meine Aussagen nicht korrekt sein belehrt mich eines besseren.
    Schönen Dienst

  25. Hoffen wir das alle mDler, die verlängern, auch genügend „Eignung, Leistung, und Befähigung“
    mitbringen!

  26. Na klar.
    Jetzt reicht es aber gewaltig!
    Entschuldigung, aber dann sollen die Kollegen in Potsdam diesen Schritt gehen und nicht das
    arbeitende „Volk“.
    Wir gehen im Schichtdienst mit Personalmangel auf unser Zahnfleisch.
    Wir bekommen stets Druck von „oben“, weil irgendwelche Statistikeinträge fehlerhaft sind.
    Wir im Einzeldienst und Verbänden halten bei guten und schlechten Wetter, Tag wie Nacht unseren Kopf hin.
    Unterstützung gibt es schon bei der kleinsten Beschwerde nicht mehr, obwohl wir stets beleidigt und angegriffen werden.
    Ich erkläre die letzte REFORM für gescheitert.
    Wir haben nicht wie versprochen 1000 Kollegen mehr auf der Straße. Nein! Aber wir haben mehr Präsidenten und
    Bearbeiter in Potsdam.
    Hauptsache ihr greift euch die Beförderungen ab!
    Und wenn ich einmal am meckern bin! Sorry an alle Kollegen in den Objektschutz Dienststellen.
    Wenn ich sehe, dass dort ausgebildete 20 Jahre junge Kollegen hinter der Scheibe sitzen, dann frage ich mich, wer unsere Personalpolitik betreibt!

    Wurden wir nicht zu Weihnachten und zum Neujahr für unsere Arbeit hoch gelobt?
    Ja?
    Dann haben wir keinen Tritt in den Allerwertesten verdienst!

    Ich kann die Gewerkschaften nur bitten, gegen diesen Unsinn vorzugehen.

  27. so wie ich das lese, ist das ein „wer möchte, der kann“…oder?
    wie sieht es dann mit dem rückkehrschlussprinzip aus….“wer möchte, der kann früher gehen…“
    in diesem sinne ein schönes und ruhiges wochende, bzw. ruhigen dienst!
    und bleibt heile…egal wo ihr ran müsst.
    die vielen präsis denken an euch alle…..
    tr

  28. eben, ich weis nicht warum ihr das hier so hoch kocht…..
    steht doch eindeutig da…idividuelle möglichkeit…. sicher wird es den ein oder anderen geben der länger macht…..
    aber der großteil denk ich geht zum zeitpunkt seiner pensionierung…..
    und die da oben werden erkennen..das es ein schuß nach hinten war…….

  29. Liebe Politiker und Herren des BPOLP, hier mal eine kleine wahre Geschichte wie es aussieht in unserem Lande und Laden. Ein Polizist fährt in Uniform von Zuhause zum Dienst in einer Regionalbahn. Wie der Teufel es so will, muss er in der Bahn polizeilich tätig werden und ein Widerstand zeichnet sich ab. Anruf bei der 110 mit der Bitte um Hilfe da er alleine ist. Antwort bei 110: „Lieber Kollege es tut uns leid aber leider musst du dich net halbe Stunde mit ihm auf dem Boden wälzen wir haben kein Einsatzmittel frei“.
    Hey hört sich doch gut an oder???. Gott sei Dank ist es gut ausgegangen, aber ich frage mich wie lange wohl ein Profalla warten muss, wenn vor seiner Haustür ne Stalkerin steht und er die 110 anruft. Ich wette weniger als 10 Minuten.

    Oder ne andere Geschichte. Grafitti TO 4 Personen und nur ein Einsatzmittel frei, Lapo kein Fahrzeug frei und ausser dir als Mot. gibts nur noch ne Fussstreife im Bahnhof. Heisst auf gut deutsch, wir sind noch nicht mal mehr in der Lage unserem Strafverfolgungsauftrag nach zu kommen, weil a. sich kein Kollege in Gefahr begibt, wenn er weiss das im Notfall ausser dem Bestattungsunternehmen keiner Zeit hat zur Unterstützung.

    Oder vieleicht der hier auch nett, GS nach Diebstahl ruf die Polizei an, die übrigens 50 Meter weiter ihre Dienststelle hat und meldet denen das er gerade bestohlen wurde und die 4 Täter sich noch 100 Meter weiter auf dem selben Bahnsteig befinden. Die Polizei gibt das an die Bundespolizei weiter, die jetzt erstmal 4 Kilometer weit anfahren muss, da die Polizei auch kein Einsatzmittel frei hatte. Täter bei eintreffen flüchtig und da die BPOL nur ein Fahrzeug schicken konnte weil nicht mehr Personal da ist, waren sie natürlich weg. Problem ist nur ihr hört ja immer nur die Erfolgsgeschichten und die das was wirklich auf der Strasse passiert. Der Illegale der sich auf der Wache ist ja in der Statistik 1000 mal mehr wert, als der Dieb der gestellt werden kann. Deswegen arbeiten ja auch mitlerweile gefühlt mehr PvB an den Statistiken als auf der Strasse.

    Ihr rechnet nur mit Geld, aber wir auf der Strasse bezahlen eure Einsparwut irgendwann mal mit unserem Leben, ja genau unserem Leben oder unserer Gesundheit und jetzt habt ihr die Frechheit und wollt uns, die wir jeden Tag auf der Strasse stehen, uns beleidigen, besprucken und beschimpfen lassen und zum Teil euch wegen eurer verkorksten Politik vor dem Bürger beschützen uns noch im Rentenalter über die Strasse hüpfen lassen???. SCHÄMT EUCH

    Werdet endlich mal wach, bis jetzt ist es in unserem Land noch zu keinem grösseren Anschlag gekommen, weil wir einfach ein Schweineglück hatten. Bombenkoffer in Dresden, Bombentrollies in Köln und zum Schluss ne Bombe am HBF Bonn und jedesmal war es irgendein glücklicher Umstand das die Dinger nicht hochgegangen sind. Wie lange glaubt ihr noch wird der Liebe Gott so gnädig sein diesen Umstand aufrechtzuerhalten?.

    Ihr solltet mal für eine Woche unseren Job machen im Schichtdienst und euch nicht nur die heile Welt im Fernsehen reinziehen wo Harry und Toto die Welt retten, denn falls es euch noch nicht aufgefallen ist, das Fernsehen ist Unterhaltung und auf der Strasse die Wirklichkeit.

  30. zu 23.,POM_FRA 25. Januar : Ist zwar nicht ganz themengerecht, aber: Grundsätzlich zwingt Sie NIEMAND Ihre finanzielle Freiheit aufzugeben und einen Konsum sich zu leisten, den Sie und Ihre Familie sich eigentlich gar nicht leisten können! Der Eigenheimkredit ist vorgezogener KONSUM und keine Investition in die Zukunft. Nur weil die Zinsen niedrig sind? Das Argument „30 Jahre Miete“, welches die Banken so gerne bringen zieht auch nicht. Die Rechnung geht in den seltensten Fällen auf: hier der nimmersatte Staat, der mit dafür sorgt daß die Nebenkosten einer eigenen Immobilie ständig steigen, da noch der Instandhaltungsaufwand nach einigen Jahren inkl. des nächsten Kredites. Wie gesagt: NIEMAND ist genötigt Kredite aufzunehmen, nur weil man BaL. ist. Wenn ich sehe, dass Laufbahnanwärter im Praktikum bei uns gleich mal mit ner 30000,-€-DB-karre ankommen, auf Kredit versteht sich, dann weiß ich jetzt schon, dass auch diese jungen Menschen sehr bald über die Kosten jammern werden, die über die Ohren wachsen. SCHULDEN machen UNFREI! Ist allerdings ein gesamtgesellschaftliches Problem.
    Über die Ballungsraumzulagen für die betroffenen Kollegen in MÜ, FFM oder HH wäre ich im Übrigen sehr wohl dankbar-dann bräuchte man selbst weniger auf AO.

  31. Das schlimme ist meiner Meinung, dass sich da auch noch Beamte dafür melden, ohne eigentlich zu realisieren wie wertvoll jedes Jahr im Ruhestand ist, indem man noch rüstig ist und den Ruhestand auch zu geniesen. Diese Helden der Arbeit haben vermutlich nichts anderes. Das ganze findet ja auch noch Vollzeit statt. Eine Teilzeitlösung oder ein Teilzeitmodel, z.B. 4 Tage Woche oder 5-6 Std. bei 4 Tage, wie es mittlerweile in Großkonzernen angeboten wird ist scheinbar auch nicht drinnen.
    Eigentlich bin ich da sprachlos.

  32. Zur Belohnung für diese, von ihm verbockte Situation,

    darf sich Herr Friedrichs nun um Legehennen, statt um Bundespolizisten kümmern.

    Das tröstet irgendwie, bilde ich mir doch ein, dass er dort nun genau richtig ist.

    @Jörg Radeck:

    Die GdP hat seit vielen Jahren auf diese Situation in Gesprächen mit den „Verantwortlichen“ hingewiesen.

    Bitte, lieber Jörg, öffnet doch einmal die Protokolle und benennt die, mit denen Ihr über diese Thematik gesprochen habt, mit Namen.

    Vielleicht gibt es personelle Schnittmengen, zwischen den Verantwortlichen für

    CITRIX,
    E-Plan,
    E-MAT,
    MACH-Web

    und dem ganzen anderen Wahnsinn, mit dem systematisch versucht wird,

    die Arbeit der Bundespolizei zu behindern.

    Einfach einmal die Namen benennen.

    Ross und Reiter.

    Nur auf Potsdam schimpfen, kann es ja auch nicht sein.

    Und das BMI ist nicht per se die „Dunkle Macht“.

    Das „Böse“ scheut das Licht – leuchtet sie/es an.

  33. Lieber Jörg,

    ein Blick in den Bundeshaushaltsplan (Kap 0625 oder Kap 0804-Zollvollzug) zeigt uns, in welcher desolaten Lage wir uns befinden. Beim BMF wurden allein letztes Jahr erneut über 360 Planstellen gem. der Vorgaben des Bundeshaushalts gestrichen (es kommt ja Personal, dass von der Bundeswehr freigesetzt wird oder von Vivento verliehen wird). Reformen wohin wir blicken.

    In Gesprächen mit Politikern, die wir immer und immer wieder führen (und aufgrund der neuen Zusammensetzung des neuen Parlaments wieder führen müssen) ist immer davon die Rede, dass nicht genügend Geld vorhanden ist, um einen vorzeitigen Ruhestand oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu finanzieren.

    Im Gegenteil, mit der Masse der kleinen Beamten scheint man Haushaltskonsolidierung betreiben zu wollen – deshalb gibt es keine Beförderungen und ädaquate Planstellen.

    Und wie oft kann man in der Presse lesen, welche Vorteile wir Beamte doch alle – im Vergleich zu Otto-Normal „Arbeitern“ und Rentner haben….

    Den Kollegen geht der A… sprichwörtlich auf Grundeis und wenn nicht bald die Reißleine gezogen wird, dann wird die Polizei und der Zollvollzug…..na dann gute Nacht – aber vielleicht gibt es „Interessengrupen“ die das genauso wollen und planen?

    Unserem Staat gehen belegbar mehrere hundert MIlliarden Euro verloren, weil sich das zuständige Bundesfinanzministerium weigert Kriminalität „polizeilich“ zu bekämpfen. Ein Weg um vieles zu finanzieren. So nebenbei wächst aber der Wasserkopf und die Verwaltungstätigkeit.

    Wenn nur ein kleiner Teil mehr an Verstand eingesetzt werden würde, wären unsere Probleme keine Probleme – nur scheint das in manche Köpfe nicht hineingehen zu wollen – weil man Angst vor Otto-Normal Wähler hat?

    Was unseren Nachwuchs betrifft – in Zeiten von Tablets und anderen modernen Medien – lockt man keinen mehr in eine Großstadt, wo er sich von Fußballrowdies und Krawallmachern bespucken und beleidigen lassen muss, sich keinen beahlbaren Wohnraum leisten und beruflich nicht vorwärts kommen kann – wenn er die Möglichkeit hat sich seine berufliche Zukunft dort zu suchen, wo die schönsten Äpfel und Birnen am Baum hängen.

  34. Was regt ihr euch denn so auf, das Jahr geht doch mit einem gelben Schein schnell rum bei 100 % Gehalt. Keine KV -Kosten. Halt Denkfehler: mit dem gelben geht ja die neue Errungenschaft Schichtzulage + DUZ flöten!!!! Wenn so was geplant ist können wir ja wohl vergessen das die Wochenarbeitszeit mal gesenkt wird. Kopf hoch.

  35. Ist es nicht schon schlimm genug, dass wir nun schon zwei Jahre länger dienen dürfen, wie wir damals als Anwärter unterschrieben haben? Und dann sollen jetzt die Kollegen im mD noch einmal zwei Jahre länger Dienst schieben. Ich lach mich tot. Mit was will denn der Dienstherr „werben“, dass der eine oder andere Kollege länger zum Dienst kommt.

    Ich könnte mir persönlich vorstellen, dass ich bei voller Bezahlung vielleicht zwei Jahre länger mache, wenn ich irgendwo Heimatnah im Tagdienst sitze. Aber mit über 60 Lebensjahre täglich über eine Stunde zum Dienst bzw zurück zur Wohnung zu pendeln steht doch entgegen jeder Norm. Reicht es nicht, dass der eine oder andere über 40 Jahre seines Lebens in einem mehr oder weniger gefährlichem Job für den Dienstherren „geopfert“ hat? Wenn ich in meiner Dienststelle sehe, dass die Kollegen im Wechselschichtdienst nicht die volle Dienstzeit erreichen, weil sie es einfach körperlich aber auch geistig nicht mehr schaffen, dann frage ich mich, welcher „Schelm“ im Mutterhaus sich so ein Blödsinn mit der Verlängerung der Dienstzeit ausgedacht hat. Ich hoffe nur, dass sich jeder Kollege, der nur im Ansatz daran denkt zu verlängern, im klaren ist, auf was er sich da einlässt. Wenn ich sehe, was die Politiker in zwei Jahren in unserer Behörde alles kaputt machen können, dann würde ich niemals verlängern.

    Anstelle so ein Blödsinn weiter zu geben, sollten sich die Verantwortlichen lieber überlegen, wie man so eine Sicherheitsbehörde auf den Vordermann bringt. Mit einer Einstellungsoffensive, um Lücken im Personal zu stopfen, sei es im Einzeldienst oder auch bei den Verbandskräften, wo jetzt schon sehr große Lücken klaffen, wird dringend benötigt. Aber anstatt sich damit auseinander zu setzen, wird so ein sinnloses Konzept weiter gegeben. Sicherlich hat der oder diejenige, die diesen „Mist“ verzapft hat auch noch eine Leistungsprämie bekommen…… ;)

  36. Ich finde das Angebot gut.
    Es eröffnet denjenigen, welche jetzt mit 60 komma irgendwas Jahren in Pension gehen würden, die Möglichkeit, noch ein oder zwei Jahre gutes Geld zu verdienen.
    Weiterhin gibt es auch Beamte, welche mangels ausreichender Dienstzeiten nicht auf die Maximalpension von 71,75 Prozent kommen. Diese können jetzt ein paar Prozentpunkte mehr und damit eine höhere Pension erreichen.

    Und im übrigen:
    Der Mensch ist ein soziales Wesen und er will beschäftigt und gebraucht werden. Wer sich nicht in der Lage fühlt, muss ja nicht, ist freiwillig!

    Amüsant ist, das dass Angebot nicht für alte A11er und A12er gilt, welche zumindest in meiner Dienststelle gerne verlängern würden.
    Wieso werden die nicht auch dringend gebraucht?? Sehr seltsam.

  37. es ist völlig richtig, dass die GdP so richtig Gas gibt.

    Wie weit soll es noch gehen.

    • Erst erhöhen sie uns die Wochenarbeitszeit ,
    • dann erhöhen sie uns die Lebensarbeitszeit auf 62 Jahren,
    • davor haben sie uns das Urlaubsgeld geklaut,
    • und dann auch noch das Weihnachtsgeld zusammengestrichen.

    Es ist so grausam, was man sich alles gefallen lassen muss, nur weil man Beamter ist.

    Und jetzt geht es langsam weiter …

  38. @POM_FRA: „In vernünftiger Lage mit Anbindung an den ÖPNV zahlt man hier für ein Reihenmittelhaus ohne Keller schnell mal 250.000 Euro aufwärts und da sind die Baunebenkosten noch nicht eingerechnet.“

    Im Raum München / Freising / Erding / Flughafen München bekommst du dafür eine zwei Zimmer Wohnung (50 m²) mit Stellplatz.

    Diese Problematik interessiert doch gar keinen außer der GdP und die Betroffenen!

    Genauso wenig interessiert, dass nun Kolleginnen und Kollegen verlängern sollen, weil sonst noch weniger Personal zur Verfügung steht.

    Die ganze „Suppe auslöffeln“ dürfen immer die „Kleinen“ von der Basis. Seit Jahren keine Beförderungen, Überlastung, sinnlose Abordnungen und Reformen, immer mehr Aufgaben, immer mehr Leistung bringen für unrealistische Beurteilungsnoten und zum Abschluss nicht in den Ruhestand gehen, sondern noch für einige Euros (die evtl. einige gut gebrauchen können) verlängern.

  39. Die Gewerkschaft sollte die Dienstzeitverlängerung der PVB mD mit der Forderung verbinden, den Kollegen die SEK-Zulage zu gewähren! SEK = Senioren Einsatz Kommando.

  40. @ dyndre53

    Du hast Recht. Ich sehe es allerdings nicht als vorgezogenen Konsum sondern als Absicherung für die Pension. Denkst Du Dein Vermieter sagt Dir später mal. Lieber Herr … Sie müssen ab heute nur noch 50% Miete zahlen, da sie ja jetzt Pensionär sind. Wer die Chance hat, sich etwas Eigenes zu finanzieren, der hat nach der Pensionierung wesentlich mehr finanziellen Spielraum. Zu den Anwärtern gebe ich Dir vollkommen Recht. Aber die haben noch Zeit bis zur Pension.

  41. Ich kann auch nur ungläubig mit dem Kopf schütteln was hier für ein Armutszeugnis abgelegt wird.
    Deshalb mein entsprechender Vorschlag:
    Alle Stäbe und Führungsgruppen im Tagdienst zu VB umwandeln, die müssen dann bis 65 bzw. 67.

  42. Antwort 40.Ostler: Du hast glaube ich, die Grundbotschaft nicht verstanden. Jahrzehntelange Zinszahlungen für privaten Konsum, die noch nicht einmal steuerlich abzugfähig sind und vom NETTO bezahlt werden sind definitiv keine Investition in die sorgenfreie Zukunft. Das Eigenheim ist vorweggenommener Konsum, den man sich i.d.R. (noch) nicht leisten kann. Ein höherer Lebensstandart (Wohnfläche, Ausstattungsnieveau…) wird quasi mit Zinsen erkauft. Ich persönlich gehe nicht davon aus, daß das derzeitiges Niedrigzinsniveau noch lange erhalten bleibt. Wer kann sollte natürlich bei 2-3%Zins auch 5-10% Tilgen. Nur:Könnten sich die allermeisten die Rate dann nicht mehr leisten. Was spricht langfristig gegen eine Mietwohnung? Mal abgesehen von der „Grundschuld“, die im Gegensatz zur Hypothek eine totale persönliche Unterwerfung ist, man haftet mit senem GESAMTEN Privatvermögen, nicht nur mit dem beliehenen Grundstück! warum wohl bieten Banken keine Hypo-Darlehen mehr an?! Der Staat belastet im Krisenfall die Eigentümer immer höher als die Mieter-siehe aktuelle Mietkappungsdiskussionen. Ein Vorgriff auf die sozialen Erruptionen in Kürze auch bei uns in DEU?

  43. …die „Opa-Polizei“ ist leider längst die Realität in vielen Dienststellen, und es könnte noch schlimmer kommen. Tatsache ist, dass die (Bundes-) Kollegen vom Zoll nach derzeitiger Rechtslage erst mit 67 Jahren abzugsfrei in den Ruhestand gehen können. Ich nehme an, dass es da letztendlich nicht schwierig sein wird, irgendwelche Anpassungen bei der BPOL vorzunehmen.

    Das Angebot des Dienstherrn, die Dienstzeit (freiwillig) zu verlängern, ist nicht nur eine Bankrotterklärung für die Personalplanung der letzten Jahre. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein erstes Vorfühlen, um einmal die allgemeine Akzeptanz zu testen. Denn was ist denn zu erwarten, wenn die Leute nicht in ausreichender Anzahl ihre Dienstzeit freiwillig verlängern? Ich befürchte, wir werden dann alle zu Freiwilligen bestimmt…..

    Es grüßt der ErmB

  44. @ Dyndre53

    Vorweggenommener Konsum… Hab ich so noch nicht gehört. Aber ich finde es trotzdem gut, jetzt schon was von meiner Altersvorsorge zu haben. Ich glaube aber, dass man sich sowas nicht überall leisten kann. Wenn es mal zu einem ganz großen Crash kommt, ist es glaube ich egal, was man hat oder nicht hat. Ich persönlich finde „Betongold“ die beste Geldanlage. Und ich kann vieles steuerlich absetzen :-)

  45. Das geschlechtergerechte Formulieren sollte auch in der GdP gelten und deshalb muß es korrekt heißen: „Oma- und Opa-Polizei“; noch besser aber „Seniorinnen- und Seniorenpolizei“.

    Sonst haben wir keine Probleme. Gruß aus dem Raumschiff Potsdam.

  46. Aber Hauptsache die Berufssoldaten können nach wie vor mit 55 Jahren in Pension gehen. Was für eine Ungerechtigkeit gegenüber uns Polizisten.

    Zum Glück ist die ganze Sache mit der Verlängerung freiwillig. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass irgendwann einfach angeordnet wird, dass alle bis 65 Jahre dienen müssen.

    Ich hätte da einen Vorschlag. Warum kann man einfach nicht die Kollegen(innen), die ihre ganze Dienstzeit irgendwie im Tagdienst waren analog den Verwaltungsbeamten, denn arbeitstechnisch machen die ja nichts anderes, bis 65 oder 67 Jahre Dienst schieben lassen. In meinen Augen wäre dies gerecht. Im Schichtdienst würde mich mal interessieren, wie die Kollegen im Einzeldienst bei der Bahn mit 62 Jahre im KSA Maßnahmen gegen pöpelende, alkoholisierte Fußballfans treffen werden. Und Tagdienstposten kann man ja auch nicht bekommen, denn da sitzen zumindest in meiner Inspektion meistens junge Kollegen, sei es im ErmD oder in der FüG.

    Es wäre sinnvoller für die Kollegen, die ihr ganzes Dienstleben Wechselschichtdienst geleistet haben, ein Lebensarbeitskonto einzurichten, und sie zum Beispiel für 10 Jahre Schichtdienst ein Jahr früher in Pension zu schicken. Da würden in meiner Dienststelle viele drei bis vier Jahr früher gehen können. Das wäre mal ne Maßnahme. Aber anstatt sich darüber Gedanken zu machen, wird einfach mal damit geworben, die Kollegen, die jetzt in Pension gehen einfach zu fragen, ob sie zwei Jahre länger bleiben.

    Ich frage mich nur, warum dies nur für den mD geht? Sicherlich wäre der eine oder andere Kollege im gD auch daran interessiert. Aber scheinbar zu teuer…..

    Weiterhin würde mich mal interessieren, warum in den Jahren 2010/11 sowenig neu eingestellt wurde? Wenn ich doch weiß, dass ich in den kommenden Jahren sehr viele Kollegen habe, die in Pension gehen, dann muss ich doch schon vorher mir Gedanken machen, wie es dann weiter geht. Aber das passt auch irgendwie zu unserem „Haufen“. Misswirtschaft, wo man hinschaut.

    Ich sage nur, arme Bundespolizei. Auflösen und hoffen, dass sich kein Politiker irgendwann an diese Behörde zurückerinnert und neu aufstellt.

  47. Der Fürsorgepflicht des Dienstheren wird mit diesem Angebot wieder einmal mit Füßen getreten!!!

    Auch wenn das Personalproblem damit nicht gelöst wird und die Arbeitsbelastung für die aktiven Beamten weiter steigen wird, sollte keiner dieser Angebot annehmen.

    Kollegen, Ihr habt Euch eurer Ruhestand verdient! Genießt Ihn!

  48. Nicht nur Oma+Opapolizei
    Sondern auch…

    http://www.focus.de/finanzen/news/bericht-des-ministerium-20-fehltage-im-jahr-deutsche-beamte-so-krank-wie-nie_id_3451282.html

    Bericht vom Dezember 2013!!!!!

    Kann und vor allem soll sich jeder, und vor allem das BMI+ BPOLP, seinen Teil dazu denken….

  49. Na sowas.

    Und ich dachte es geht erst mit den 1955er los. Das sind durch Übernahme die Bahnerer.
    Nach Umstellung altes Recht auf neues Recht. Die Jahrgänge 1958 bis 1962.
    Zur Zeit sind wir ja ca. 300 bis 400 die pro Jahr regulär in den Ruhestand gehen.
    Und es geht nicht nach unten.
    Abteilung 7 dürfte das wissen.

    Es wird interessant.

  50. Ich fürchte, eine dezentrale Werbung und Einstellung würde das Problem nicht lösen, denn eine Direktion mit geringem Personalbedarf legt ihre Schwerpunkte nicht unbedingt in die Werbung. In den Ballungsräumen/Schwerpunktbereichen käme die Attraktivität des Arbeitgebers wieder zum Tragen, da kann die Bundespolizei vermutlich nur sehr begrenzt mithalten. Und was macht die Bundesbereitschaftspolizei? Steht daneben und sieht zu?
    Ich denke, die derzeit allmählich funktionierenden Strukturen sollten verbessert werden. Aber bitte keine neue Neuorganisation!

  51. Wenn der PHM und PHM/Z seine Lebensarbeitszeit verlängern, werden andere nicht befördert.

    Also wird es für den mittleren Dienst dadurch schlechter.

  52. @Akademist:Ich denke mal,das genau die aber kommen wird.

  53. @Gerecht1: Genau das wird das Hauptproblem von der ganzen Aktion!

    Aber mal ganz ehrlich, es kommen so wenige Beförderungen zum PHM oder gar zum PHMmZ, dass es eh schon egal ist.

    Es wäre jetzt endlich Zeit die Bundesobergrenzenverordnung entsprechnd zu verändern. Alle Maßnahmen und Veränderungen in der Bundespolizei dürfen NICHT immer zu Lasten der unteren Einkommensbezieher gehen.

    Wir brauchen jetzt endlich mal eine „Beförderungswelle“ für unsere ganzen POMs und nicht nur immer ein „laues Lüftchen“.

  54. Die ganze Maßnahme ist doch freiwillig!

    Ich denke es gibt nicht so viele Freiwillige!

  55. @frustl
    Ein paar blöde finden sich doch leider immer !
    Ich frage mich wie so eine Fehlplanung wieder mal passieren konnte. Man weis doch wieviel Leute in Pension gehen und wie viele neue junge Kollegen eingestellt werden müssen.
    So etwas kann und darf nicht passieren.

  56. … so eine Fehlplanung darf nicht passieren ….
    Es gab schon 1980 zweimal jährlich eine Meldepflicht in den Grenzschutzabteilungen, in denen von den Personalsachbearbeitern die Geburtsjahrgänge der Grenzschutzangehörigen angegeben werden mussten. Diese Erhebungen sollten dann durch die Damaligen Grenzschutzkommandos für die Nachwuchswerbung und Neueinstellung herangezogen werden.
    Hätte die Führung dieses Instrument sinnvoll genutzt, stünde unsere Firma heute nicht da, wo sie leider steht, es kann sich also keiner der Herren in den Führungsstäben herausreden.
    Die Entwicklung war so absehbar wie jedes Jahr plötzlich der 1. Mai vor der Tür steht und man benötigt dringend Personal ….
    Hoffentlich lassen sich keine Kollegen des mD einlullen und fallen auf diesen plumpen Trick herein.