Regionalisierte Nachwuchsgewinnung – Erster Fortschritt, weitere sollten folgen

GdP Regionalisierte NachwuchsgewinnungDas Bundespolizeipräsidium hat im Oktober 2013 das Verfahren zur Personalgewinnung im mittleren Polizeivollzugsdienst in den Schwerpunktbereichen München, Stuttgart und Flughafen Frankfurt (Main) modifiziert. Ab der Einstellung 2013 sind der Wohnsitz, der Verwendungswunsch und familiäre Belange maßgebliche Kriterien für die Verteilung der Polizeimeisteranwärterinnen und -anwärter auf die Mindestkontingente der Schwerpunktbereiche. Die betreffenden Bundespolizeidirektionen haben hierzu das jeweilige Einzugsgebiet der Schwerpunktbereiche definiert. Bei der Einstellung 2013 wurden im Ergebnis fast alle Plätze in den Schwerpunktbereichen mit Bewerbern mit Wohnsitz in der Region berücksichtigt.

Mit dem Verfahren „Werbung aus der Region für die Region“ kann erstmalig der regionale Personalbedarf für die Schwerpunktbereiche München, Stuttgart und Frankfurt (Main) Flughafen zielgenau und in rechtlich zulässiger Weise gedeckt werden.

Aus Sicht der GdP, Bezirk Bundespolizei, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Unser Ziel bleibt weiterhin die dezentrale Einstellung. Die Direktionen in den Regionen sollen nach unserer Auffassung Einstellungsbehörden werden und ihren Bedarf selbstständig erheben und einstellen dürfen. Darüber hinaus benötigen wir auch eine regionalisierte Nachwuchswerbung.

Unsere Initiative „Attraktivität für alle“ beschreibt dazu unsere gewerkschaftlichen Forderungen:

2013_AIII_Logo_Internet

Share

Themenbereich: Internes & Personalien | Drucken

5 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Dies ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings müssen sich die entsprechenden BPOLDn in Sachen Attraktivität auch daran messen lassen, wie zügig manche Karrieren nach Abschluss und erfolgreichem Besetehen der Laufbahnprüfung verlaufen können.
    Anfangs sind viele Berufsanfänger sicherlich noch unerfahren, aber eins spricht sich ganz schnell herum, wie schnell man wo befördert wird.
    Und da gab es zwischen den im Artikel aufgezählten Schwerpunktbereichen in der Vergangenheit erhebliche Unterschiede, die bei den Betroffenen noch lange und bitter nachwirken. Egal ob jung oder alt, dieser anspruchsvolle Beruf ist nur dann für jeden einzelnen PVB attraktiv, wenn man auch entsprechende Anerkennung und Wertschätzung erfährt.

  2. Hallo!

    Ich bin auch der Meinung, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist, gerade in Anbetracht, dass es scheinbar in unseren Entscheidungsbehörde ja auch keinen gibt, der die Ruhestandsdaten die PVB die PDU werden oder auch mal kündigen oder leider auch mal versterben, in eine richtige Relation (rechnerisch geshen) setzen können, wobei riesige Fehlstände in den Direktionen in den nächsten Jahren auftreten werden, wodurch nur die Belastet werden, die eh schon am Stock gehen!
    Allerdings hoffe ich, dass auch der Bereich in Sichtweite bleibt, der den Personenkreis behandelt, der aus Reformgründen in eine Stelle gedrückt wurde, die er, wenn es geht nur temporär besetzen möchte, um wieder in Heimatnähe zu gelangen.
    Also sprich ein Konzept, dass es jedem ermöglicht Heimatnah verwendet zu werden ( nach Jahren auf einer Schwerpunktdienststelle ) und nicht 200 km oder mehr, bis ans Dienst/-Lebensende, an diese Dienststelle zu fahren!
    Also GdP macht weiter so, bleibt dran!

    Gruß sl

  3. Das und nur das kann der richtige weg sein um Berufszufriedenheit herzustellen!
    Nun könnte man auch die Beamten fragen die fern ab der Heimat Ihren Dienst verrichten in welcher Direktion Sie sein möchten wollen um Heimatnah zu sein! Und danach kann man dann den Personalbedarf der einzelnen Direktionen erheben und regional einstellen!

  4. Ich bin mal gespannt, wenn die BPOLD FRA Einstellungsbehörde werden sollte, wie viele neue Mitarbeiter dann geworben werden, um diese niemals satt werdende Dienststelle endlich zu 100% Personal aufzufüllen?

    In meinen Augen sollte ein sehr gutes „Personalmanagement“ (wie wollen doch immer so nah an der freien Wirtschaft sein) und ein gutes Betriebsklima doch reichen, um mit den Mitarbeitern, die der BPOLD FRA zur Verfügung stehen, die Aufgaben dort zu erledigen.

    Aber scheinbar gelingt das nicht, denn immer wieder müssen in meinen Augen sinnlose und sehr kostenintensive Abordnungen das Personalfehl ausgleichen. Mit einem besseren Betriebsklima und etwas mehr Attraktivität könnte man dies verhindern. Aber scheinbar hat daran ja keiner Interesse, denn die BPOLD BP hat ja genügend Personal, aus welches immer wieder gerne zurück gegriffen wird.

    Und wenn ich hier im Forum lese, dass auch andere Dienststelle sehr oft personell am Stock gehen, warum diese nicht den gleichen Bonus besitzen wie der Airport, und auch mal hier und da Abordnungskräfte zum Personalausgleich bekommen?

  5. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, welcher mit der Initiative der GdP „Attraktivität für ALLE“ untermauert werden muss.

    Junge Menschen, junge Kolleginnen und Kollegen benötigen auch auf Schwerpunktdienststellen, welche sich meistens in Ballungsräumen befinden, neben einer beruflichen Perspektive auch eine finanziell sichere Basis für sich und die Familie.

    Beförderungsstau durch Quoten und Bundesobergrenzenverordnung tragen nicht zur Attraktivität bei. Der mittlere Dienst darf nicht wie aktuell zu einer Art „Abstellgleis“ in den Laufbahnen der Bundespolizei werden.

    Was werden die jungen Kolleginnen und Kollegen denken, wenn sie die vielen POMs auf den ganzen Dienststelle sehen und natürlich die ganze „Beförderungsmisere“ im mD mitbekommen?

    „Attraktivität für ALLE“, auch für den mD muss die Devise sein.

    Die GdP hat diesbezüglich schon viele Initiativen in der Vergangenheit gestartet, jetzt muss sich endlich das Bundesinnenministerium und -finanzministerium bewegen.

    Es muss uns allen klar sein, dass die Bundespolizei keine „Alleinstellung“ als Polizei in Deutschland besitzt, sondern sich auch im Wettbewerb mit den Länderpolizeien befindet, welche ebenso dem „Demografischen Wandel“ unterliegen.