Tarif‐ und Besoldungsrunde 2014: Beschlussfassung der öD‐Gewerkschaften

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Warnstreik 2012

Ein Grundbetrag von 100 Euro und 3,5 Prozent lineare Erhöhung für die ca. 2,1 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen – so lautet die Beschlussfassung der Gewerkschaften ver.di, GEW und GdP vom 11. Februar 2014 zur Tarif‐ und Besoldungsrunde 2014 mit Bund und VKA.

Die Forderungen im Einzelnen:

I. Entgelterhöhungen
1. Die Tabellenentgelte werden um einen Grundbetrag von 100 Euro sowie um 3,5 Prozent erhöht.
2. Die Entgelte der Auszubildenden werden um 100 Euro monatlich erhöht.
3. Die Laufzeit soll 12 Monate nicht übersteigen.
4. Die Ergebnisse 1. bis 3. sollen zeit‐ und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und ‐empfänger übertragen werden.

II. Erholungsurlaub
Die Dauer des Erholungsurlaubs soll für alle Beschäftigten einschließlich der Auszubildenden altersunabhängig einheitlich 30 Arbeitstage betragen.

III. Auszubildende
Verbindliche Regelung zur unbefristeten Übernahme nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.

IV. Sonstige
Außerdem sollen sachgrundlose Befristungen tarifvertraglich ausgeschlossen werden. Die Angleichung Ost an West wird zum Gegenstand der Verhandlungen gemacht werden.

V. Pauschalzahlung und Übergangsregelungen VKA
Als pauschaler Ausgleich für die mit dem Wegfall der Zeit‐, Tätigkeits‐ und Bewährungsaufstiege im Bereich der Anlage 1a zum BAT bis zur Vergütungsgruppe Vc verbundenen finanziellen Nachteile ist bis zum Inkrafttreten einer Entgeltordnung zum TVöD im Bereich der VKA eine jährliche Pauschalzahlung von 500 Euro zu leisten. Die Regelungen zum Nachvollzug vor Überleitung in den TVöD begonnener Aufstiege und Wartezeiten für Vergütungsgruppenzulagen im TVÜ‐VKA sind bis zum Inkrafttreten einer Entgeltordnung zum TVöD im Bereich der VKA zu verlängern.

VI. Restanten
Bund und VKA werden aufgefordert, in Verhandlungen zur Überleitung der leistungsgeminderten Beschäftigten in den TVöD einzutreten.
Die geforderten Entgelterhöhungen haben u. a. folgende Wirkungen – hier einige Beispiele:
– EG 3 Stufe 3: 8,35 Prozent, entspricht 178,22 €
– EG 5 Stufe 3: 7,94 Prozent, entspricht 185,09 €
– EG 7 Stufe 5: 7,31 Prozent, entspricht 198,62 €
– EG 9 Stufe 5: 6,46 Prozent, entspricht 225,88 €

Die Einkommensentwicklungen der Beschäftigten von Bund und Kommunen sind hinter der Lohnentwicklung in der privaten Wirtschaft zurückgeblieben. Die Arbeitnehmereinkommen haben sich insgesamt im Vergleich zum Jahr 2000 nur knapp oberhalb der Inflationsrate erhöht, während die Unternehmens‐ und Kapitalerträge preisbereinigt um mehr als 20 Prozent gestiegen sind.

Gleichzeitig sprudeln die Steuereinnahmen aufgrund der guten Konjunkturentwicklung. Nach der jüngsten Steuerschätzung vom November 2013 wird für den Zeitraum von 2011 bis 2015 ein Steuerplus von insgesamt 15,8 Prozent, bei den Kommunen sogar von 19,5 Prozent erwartet. Allein für das Jahr 2014 wird von einer Steigerung um 3,2 Prozent, bei den Kommunen um 3,8 Prozent ausgegangen. Und für die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum sind kräftige Lohnsteigerungen in Deutschland dringend erforderlich.

Die gemeinsam mit ver.di und der GEW geführten Verhandlungen mit Bund und Kommunen beginnen am 13. März 2014 in Potsdam. Sollten die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes angekündigt, dass sie die Beschäftigten zu Warnstreiks aufrufen werden.

Beschlussfassung zum Download

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Themenbereich: tarif2014 | Drucken

35 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Was ist mit der Arbeitszeit von 41 Std./Woche.
    Das ist auch ein Punkt der Tarifverhandlungen, oder?

    Mfg.

  2. Warum wird nicht eine Arbeitszeitsenkung bei Beamten von einer 41h Woche auf eine 40h Woche diskutiert?
    Bayern hat dies bereits umgesetzt.

  3. Hallo!

    Warum fangt Ihr da an, wo BCE mit dem AG den TV geschlossen hat?
    Deutschland gilt unter den Industrienationen als Niedriglohnland, ein A8-der verdient in Wolfsburg weniger als ein Facharbeiter bei weniger als 35h-Woche. Von den Verhältnissen eines Tarifbeschäftigten ganz zu Schweigen. Denkt mal die Kostensteigerungen allein bei den Mieten und Kraftstofffen…

    Eine Drei vor dem Komma ist Pflicht für Euch!

  4. Wer nichts verlangt wird noch weniger bekommen!
    Rechnet 50% von dem verlangten und das über 2 Jahre, so wird das Ergebnis aussehen.
    Sollte was anderes rauskommen habt ihr zu wenig verlangt.

  5. ich sag nur 10% diätenerhöhung….

  6. zu Wächter.
    Wie der Name schon sagt – Tarifverhandlungen!!! Logische Folgerung daraus – Wochenarbeitszeit von Bundesbeamten sind „nicht“ Gegenstand bei Tarifverhandlungen!

    Die Arbeitszeit v. B-Beamten wird vom Gesetzgeber bestimmt.

  7. Ich verstehe wirklich nicht warum man nicht an die 41 Std geht und wenigstens versucht 1 Std. wegzubringen. Freizeit ist mit nichts zu vergüten und wichtiger als ein Abschluss wo am Ende ne 1 vor dem Komma steht.

  8. In Anbetracht der Tatsache das sich die Politiker ihre Diäten mal wieder kräftig um 10 Prozent erhöht haben, müsste es ja ein leichtes Sein diese Forderung durchzusetzen (vorsicht Ironie).

    Aufgrund dieser Tatsache ist es mal wieder bezeichnent, dass die Arbeitgeber gleich wieder das weinen angefangen haben, wie ungerecht diese Forderung doch wäre, da die Kassen so leer sind.

    ICH SAG DAZU NUR, IHR POLITIKER SEID FÜR DIE BRD SCHON LANGE ZU TEUER.

    In diesem Sinne

    Kölle Allaf

  9. Die Forderungen klingen sehr moderat und sollten in der Umsetzung für die Arbeitsgeber kein Problem darstellen.
    Die Verhandlungen werden mit Arbeitgebern durchgeführt, die sich selbst größte Einkommenssteigerung genehmigen.
    Doppel Moral ist ja nicht das große Problem, wichtig für viele gut bezahlte ist nur deren eigenes Salär.

    Für mich wäre es auch das wichtigste Thema, mit der 38,5 Stunden Woche. Diese haben wir uns durch Lohnverzicht Anfang 1990 erkauft. Durch einen Federstrich einfach weggenommen, muss die alte Regelung wieder her. Soviel ich weiß damals auch bei den Tarifverhandlungen ausgehandelt.

  10. @H. Th.

    Theoretisch könnte man schon über die Wochenarbeitszeit von Beamte sprechen und dies auch zur Bedingung machen. Ob die Arbeitgeberseite auf diesen Vorschlag eingeht steht auf einem anderen Blatt.

    Die Senkung der Wochenarbeitszeit ist ziemlich unrealistitsch, gerade in Zeiten wo eh zu wenig Personal vorhanden ist und Beamtinnen und Beamte vom mD ihre Dienstzeit auf Antrag verlängern können.

    Diesesmal dürfen wir uns nicht mit xy% auf 24 Monate abfertigen lassen. Wenn sich unsere Volksvertreter knapp 10% auf zwei Jahre verteilt die Diäten erhöhen, dann ist der Vorschlag der Gewerkschaften überhaupt nicht übertrieben.

    Für dieses und nächstes Jahr gibt es eine starke Wachstumsprognose. Darum sollte ein neuer Tarifvertrag nur über 12 Monate Laufzeit verfügen, damit bei noch höheren Steuereinnahmen und starker Wirtschaftsleistung 2015 nochmals verhandelt werden kann. Unter 3% pro Jahr sollte kein Abschluss gehen!

    Und bitte keine Splittung auf zwei Erhöhungen pro Jahr, denn für die Beamtinnen und Beamte werden jedesmal 0,2 % abgezogen! Einmal reicht!

  11. Für die Politik sind 10 % drin, was bleibt für uns?
    Als Nebenaspekt sollte auch die 41 h Woche für Beamte verhandelt werden.
    Warum koppelt sich die Politik bei künftigen Lohnentwicklungen vom ÖD ab und nimmt den Durchschnittswert der gesamten
    Bruttoentwicklung der AN. Sind sie keine „Diener“ des Staates? Oder wissen sie aus Erfahrung, dass der ÖD immer schlechter
    bezahlt wird als die durchschnittliche Lohnentwicklung??

  12. Die deutschen Gwerkschaften stehen seit Jahren auf den Gewerkschaftskongressen in Europa wegen ihrer zahmen Aktivitäten massiv in der Kritik. Die jetzigen Forderungen sind erneut kein ANzeichen einer pro-aktiven Gewerkschaftspolitik für die POlizisten bei den Verhandlungen.
    Die Konsequenz ist eher an den inoffziziellen Krankenstatistiken ablesbar, denn in den offziellen Statistiken werden Kollegen mit mehr als einem Monat Krankenstand rausgenommen. Satte Menschen gehen jedoch nicht auf die Strasse und wir bekommen in diesem Land ja noch genügend -Füllstoffe- um satt auf dem Sofa zu liegen….

    Der DUZ ist schon seit Jahren Thema und warum gibt es fast keine Änderung? Weil es nicht gewollt ist (von wem auf allen Seiten?)! Die Erhöhung der Arbeitszeit wurde aus dem Tarifvertrag Öff. Dienst deduziert und welche Reaktionen gab es auf Seiten der Beamten der BPOL? DUZ ist in einer Verordnung geregelt und angeblich gibt es seit Jahrzehnten keine Möglichkeit gegen diese Verordnung strukturiert die Bestandskraft in der Form in Frage zu stellen??
    Wenn (wenn…wenn…) auch die Vergütung für WE-Arbeit oder Arbeiten zu den Zeiten zwischen 20-06 Uhr nach den Regelungen im T.ö.D. vergütet würden, dann hätte dadurch schon jeder “Durchschnitts-Wechseldienstleistender” ca. 400-450€ Vergütung für DUZ im Monat und dann wären wahrscheinlich auch einige (sehr) junge Kollegen wieder im Wechselschichtdienst und würden nicht (weil sie über Fähigkeiten verfügen…jung, hübsch, lustig…) die Plätze im Innendienst blockieren.
    Grundsätzlich gibt es für Tarifverhandlungen gar keine Forderungsgrenzen! Die Verhandlungsführer der Beschäftigten haben ihre eigenen Interessen und wir bekommen die Vertreter die wir verdienen.
    Viel Glück

  13. Ich hätte 1 zu 1 den Selbstbeschluss der Abgeordneten und Minister übernommen. Diese haben ja schon festgestellt was angemessen ist. Jegliche Verhandlung wäre somit überflüssig und man kann ja nicht Wasser predigen und Wein trinken.
    Also 10 % auf 2 Jahre zusätzlich, eine zukünftige automatische Erhöhung und (Vorsicht Ironie ) keine Pflicht mehr zur Anwesenheit am Arbeitsplatz.

  14. Sie predigen Wasser und saufen öffentlich Wein, als solches könnte man unsere Lohnforderung im Zusammenhang mit der Diätenerhöhung unserer Abgeordneten (wohlgemerkt nicht alle) sehen. Herr Minister es ist an der Zeit, den Realitäten ins Auge zu schauen. Unsere Tarifbeschäftigten leisten überal in den Dienststellen der BPOL eine gute Arbeit. Für diese gute Arbeit sollten sie auch gut entlohnt werden und das „Maßvoll“. Vielleicht hätten Sie gut daran getan die von Ihnen „rezitierte Maßlosigkeit“ bezogen auf unserer Forderung, in Richtung Parlament zu senden. Aber nein, das macht sich ja besser gegenüber dem kleinen Mann oder die Frau.

    Allen Kollegen sei an dieser Stell gesagt, es handelt sich hier um eine Einkommensrunde im Rahmen von Tarifverhandlungen. Hier geht es nicht um Arbeitszeit- oder Stunden.

    Wenn der AG BMI als Verhandlungspartner den Vorschlag der Gewerkschaften aufgreif, zeit‐ und inhaltsgleich Übernahme auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und ‐empfänger zu übertragen, dann sollt Ihr wissen es geht in erster Linie ums Geld.
    Also Herr Minister werden Sie nicht müde, füllen Sie endlich unsere Lohntüte.

  15. Bauff,

    der erste ist weg.
    Was sich Minister Friedrich vermutlich herausnahm ist ungeheuerlich – und solches Verhalten wurde von unserem obersten Dienstherren an den Tag gelegt.

    Jeder von uns würde den Kittel ausziehen – er behält sein Mandat, kommt es nicht zu einer Gefängnisstrafe!!

  16. eines sollte noch beachtet werden..den grundbetrag für die unteren einkommen erhöhen…
    sonst geht die gehaltsschere wie immer weiter auseinander

  17. Also….das was hier gefordert wir ist doch ein Witz!
    Guckt doch bitte was in den letzen Jahren von den Gewerkschaften gefordert wurde und was schlussendlich dabei rausgekommen ist, ist das jetzt zu erwartende Ergebnis mit Verlaub ein Witz!!!!
    Es wir mal wieder weniger als die hälfte des Geforderten dabei herauskommen!

    Um das zu bekommen was dieses Jahr gefordert wird müssen die Forderungen mehr als verdoppelt werden!

    Wegen der Arbeitszeitverkürzung , klar ist das verhandelbar! Man muss die Angelegenheit nur auf den Tisch bringen!

    Warten wir mal das Ergebnis ab! Ich sage mal…die Die o.g. Geldforderungen geteilt durch 2 oder weniger!!!!!!!!!!!!

  18. Meine Prognose des Endergebnisses (nach langen und harten Verhandlungen Ende Mai 2014):

    – kein Grundbetrag
    – 1,9 % ab 01.03.2014
    – 0,9 % ab 01.01.2015 (Laufzeit bis 31.12.2015)!

    fustl

  19. Was ist das für ein Beamtengejammer! Die Tarifrunde 2014 ist begonnen- ver.di und dbb haben ihre Ziele öffentlich gemacht – mehr nicht! Nun geht es darum zu verhandeln – es geht erstmal um die Tarifbeschäftigten! Ob die Beamten etwas abbekommen entscheidet der Bundestag!

  20. @KSB Norden und @frustl

    Ich würde nicht sofort den Kopf in den Sand stecken!

    Die Gewerkschaften werden in dieser Runde auf den sog. Sockelbetrag bestehen. Gerade Verdi haben viele Mitglieder im unteren Einkommensbereich die diesen Betrag einfordern.

  21. Beitrag von PHM i.R. 14. Februar 2014

    „…auch die Vergütung für WE-Arbeit oder Arbeiten zu den Zeiten zwischen 20-06 Uhr nach den Regelungen im T.ö.D. vergütet würden, dann hätte dadurch schon jeder “Durchschnitts-Wechseldienstleistender” ca. 400-450€ Vergütung für DUZ im Monat und dann wären wahrscheinlich auch einige (sehr) junge Kollegen wieder im Wechselschichtdienst und würden nicht (weil sie über Fähigkeiten verfügen…jung, hübsch, lustig…) die Plätze im Innendienst blockieren…“

    Das wäre zumindest ein Ansatz um die Kollegen / Kolleginnen für diese Art typischer Polizeiarbeit vielleicht mal wieder zu begeistern-:) Und eine Idee für die kostenneutrale Umsetzung wäre, die Polizeizulage analog zu den Voraussetzungen, die für die Pausenregelung des Schichtdienstes gelten, zu koppeln. Die Polizeizulage würden demnach nur noch die Polizeibeamten erhalten, die im operativen Polizeidienst (also auf der Straße) tätig sind. Da dies nur noch einige Wenige betrifft, könnten die eingesparten Mittel auch für die Ruhegehaltsfähigkeit dieser Zulage eingesetzt werden. Die Idee ist übrigens gar nicht so neu. Vor über 10 Jahren schon mal angedacht worden…und umgehend meldeten sich KollegInnen aus den AFZ, den Stäben und SB Funktionen zu Einsätzen um so ihre Polizeizulage zu rechtfertigen – wurde dann schnell wieder verworfen – ein Schelm der böses dabei denkt…

  22. @U.A.

    Du kannst mir glauben dass ich mich freuen würde wenn mein Prognose (Grundbetrag etc.) nicht stimmt!

    Du hast aber Recht – Gewerkschaften können auf diesen Sockelbetrag bestehen und wenn sie hart genug verhandeln auch durchsetzen!

    Viel Glück!

  23. @ verdimensch
    Beamte sind auch Mitglieder und Beitragszahler von DGB Gewerkschaften. Ich seit Jahrzehnten.

    Belehrungen über den Status von Beamten brauchen wir nicht.

    Viel Erfolg bei den Tarifverhandlungen

  24. Warum wir seitens der Polizeigewerkschaften nicht mal dahingehend Druck auf die Politik ausgeübt endlich eine Besoldungsordnung Polizei einzuführen? In dem moment könnte man gleich alle Gutachten einfliessen lassen die es für die Polizei im allgemeinen gibt die selbst Politik nicht abstreitet( Kienbaum, Beerlage,…….)!

  25. Zudem wäre eines interessant.
    Es geht das Gerücht herum, dass ab 2015 nur noch Beförderungen ausgesprochen werden, in der Größe der Abgänge (sprich in Ruhestand gehende Beamte). Wenn das so wäre dann hätten wir einen untragbaren Zustand.
    Bitte liebe Gewerkschaft nehmt das nicht so hin und kämpft für den Tarif für bessere Eingruppierungen und Aufstiegsmöglichkeiten und für den Vollzug gegen diese Pläne.
    Und denkt auch mal an die Arbeitszeit. 40 Std. wären angebracht.

  26. Ich hoffe mal, dass unsere Tarifverhandlungen mit dem entsprechenden Ergebnis genauso schnell über die Bühne gehen wie gestern die Diätenerhöhungen. Über die Höhe muß natürlich nachverhandelt werden!!!!!!

  27. @Ghost

    „Es geht das Gerücht herum, dass ab 2015 nur noch Beförderungen ausgesprochen werden, in der Größe der Abgänge (sprich in Ruhestand gehende Beamte). Wenn das so wäre dann hätten wir einen untragbaren Zustand.“

    Im mittleren Dienst haben wir doch schon seit Jahren das Problem, dass nur noch Beförderung nach A9 oder A9mZ möglich sind, wenn Kolleginnen und Kollegen durch Ruhestand und PDU einen Platz frei machen.

    Die Quoten sind im mittleren Dienst ausgeschöpft und das seit Jahren.

    Glück für unsere gDler, denn die Bundesobergrenzenverordnung regelt erst ab A12 mit einer Quote von 20% und in A13gD mit 10% die Beförderungsmöglichkeiten. Was auch richtig ist! Der FEHLER / das PROBLEM liegt auch nur im mD!

    Diese Tatsache bedeutet, dass im gD bis einschließlich (DP) Gruppenleiter keine Begrenzungen der Beförderungen durch die Bundesobergrenzenverordnung stattfinden. Die Beförderungsmöglichkeiten orientieren sich somit von den bereitgestellten finanziellen Möglichkeiten.

    Diese Möglichkeiten müssen nun endlich auch für den mittleren Polizeivollzugsdienst gelten. Eine Begrenzung von 50% / 50% ist absolut ungerecht und wird auch dem sog. Leistungsprinzip nicht gerecht. Eine Öffnung der Quote bzw. die Abschaffung dieser müssen nun endlich angegangen werden.

    Des Weiteren muss es endlich eine Reform der Beurteilungs- und Beförderungsrichtlinien geben. Eine Beförderung darf nicht nur von einer Beurteilungsnote abhängen. Andere Punkte, wie Alter, Dienstzeit und Qualifikationen müssen eine stärkere Gewichtung finden.

    Die GdP wird sicher die Problemlösung weiter vorantreiben! Danke dafür!

  28. @ U.A.

    falsch, im gD gilt für A11 eine Quote von 30 % gem. § 26 BBesG.

    Die BOgrV gilt nur für vom BBesG abweichende Quoten.

  29. Hallo zusammen,

    wichtig wäre in diesem Zusammenhang die Forderung, erstmal alle Beschäftigten in EG 5 in die Stufe 6 zu bekommen, oder eine Anhebung nach EG 6 und dann jährlich nach Konjunturlage zu verhandeln.
    Das die Politiker jedes Augenmass verloren haben ist nicht neu und das Gejammer ob dieser Erkenntniss bringt uns in der Sache nicht weiter.

    Also Volldampf voraus und viel Glück bei den Verhandlungen.

  30. Liebe Tarifkommission,

    die neuen Verhandlungen stehen an; und was soll man sagen, die Basis wurde wieder nicht erhört. Seit Jahren wird davon gesprochen ein weiteres auseinanderdriften der Einkommen zu vermeiden. Dennoch wird wieder einmal eine prozentuale Angleichung anstelle eines festen Betrages über alle Lohngruppen gefordert. Letztlich werden sich somit die eh schon besser gestellten nochmals ein wenig besser stehen. Insbesondere den unteren Lohngruppen würde ein fester Betrag von z.B. 250 Euro mehr helfen als 100 + (vielleicht) 60 Euro. Bei den Lebenshaltungskosten gibt es für kleine Einkommen nämlich keinen Rabatt.

    Ich wünsche dennoch viel Erfolg bei den Verhandlungen

  31. Tarifverhandlungen betreffen die Tarifbeschäftigten – das die Besoldungsbeamten davon profilieren ist ja nicht verkehrt, aber erst mal der Tarifbereich. Das sind Beschäftigte, welche nicht den Beamtenstatus haben, aber in der Bundesverwaltung (Bund) und in den Kommunen (VK) arbeiten und ihren Dienst machen. Also erst einmal der Tarifbereich, dort darf auch Gestreikt werden! Und danach der Beamtenbereich, dort wird durch das Parlament entschieden! Also liebe Beamtinnen und Beamte: Füsse stillhalten und sehen was der Tarifbereich macht! Wenn dort gestreikt wird, natürlich den „Dienst“ nach Vorschrift! Nur so können die Beamten mitwirken! Ihr könnt euch nur durch den Tarifbereich profilieren- dort sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche Euch den Weg zu Erhöhungen Eurer Bezüge führen können! Also: Solidarität zu den Tarifbeschäftigten und das immer – nicht nur wenn es zu den Verhandlungen geht! Beamtinnen und Beamten: Fasst Euch mal an die „eigene Nase“ und geht mal in Euch – nicht nur zu Zeiten der Tarifverhandlungen!

  32. @verdimensch

    „Füsse stillhalten und sehen was der Tarifbereich macht! “

    Vollkommen falsche Einstellung zu der ganzen Thematik!

    Bei den Tarifverhandlungen geht es natürlich auch um eine Entgelterhöhung für die Beamtinnen und Beamte! Schaut euch die Forderungen der Gewerkschaften an (s. o.)! Es wird eine zeitliche und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnis auf die Beamtinnen und Beamte gefordert, wenn uns das nicht berührt, WAS DANN!?

    Wir brauchen gerade bei Tarifverhandlungen den Schulterschluss zwischen den Kolleginnen und Kollegen in den Verwaltungen und den Beamtinnen und Beamten. Ein Auseinanderdividieren ist absolut schädlich für den Gesamterfolg.

    Mit Füße still halten kommen wir hier nicht weiter!

    Zwar dürfen Beamtinnen und Beamte nicht streiken, aber sie dürfen in ihrer Freizeit Veranstaltungen von den Gewerkschaften durch ihre Anwesenheit tatkräftig unterstützen.

    Die GdP hat immer die Interessen sowohl der Kolleginnen und Kollegen in den Verwaltungen als auch gleichermaßen bei den Beamten im Blickfeld. Nur wenn beide Seiten an einem Strang ziehen, können Erfolge auf politischer Ebene durchgesetzt werden. Das ist bei Tarifverhandlungen als auch bei diversen Themen in der Vergangenheit so gewesen!

    Lasst uns alle für das gleiche Ziel eintreten, für eine gerechtere Bezahlung und ein deutliches Lohnplus in wirtschaftlich guten Zeit!

  33. Soeben bei der Süddeutschen: GroKo genehmigen sich 7 neue Staatssekretäre mit Anhang (40 Stellen) , Diätenerhöhung (10%), aber bei den Tarifverhandlungen rumjammern!!!!

  34. Lieber U.A.,
    da hast Du etwas geschrieben:
    „Wir brauchen gerade bei Tarifverhandlungen den Schulterschluss zwischen den Kolleginnen und Kollegen in den Verwaltungen und den Beamtinnen und Beamten. Ein Auseinanderdividieren ist absolut schädlich für den Gesamterfolg.“ Ich vermute Dich in einer Direktion oder Abteilung, jedenfalls bist Du nicht im operativen Bereich der Bundespolizei tätig. Tarifbeschäftigte erfahren jeden Tag durch die Beamtinnen und Beamten eine mindere Wertschätzung: Es geht mir nicht um das einfache „Guten Tag“, hier geht es tiefer – wir sind nur die 2. Klasse bei der Bundespolizei! Aber bei Tarifverhandlungen sind wir wieder die Lieblinge der Beamtenschaft- oder? Schaut mal auf die Flughäfen, da Arbeiten noch einige Tarifbeschäftigte, sagt ihr in der Kantine mal „Hallo“, es gibt von einigen Beamtinnen- und Beamten noch nicht einmal ein Kopfnicken! Alle das gleiche Ziel?
    U.A., was wir brauchen ist eine neue Gesellschaft in der Bundespolizei, wir sollten uns Trennen von den Amtsbezeichnungen und Stellungen. Wir können nur gemeinsam etwas erreichen, aber dann auch für alle!

  35. @verdimensch

    Deine Vermutung über meinen Tätigkeitsbereich ist nicht richtig!

    Ich grüße jede Kollegin und jeden Kollegen, egal ob Tarif oder Beamte. Ob das alle machen, kann ich nicht sagen! Ich kann dir nicht mal sagen, ob alle Beamtinnen und Beamte sich grüßen! Für manche in den höheren Führungsebenen, ist auch nicht immer ein „Guten Morgen“ für die Kolleginnen und Kolleginnen im mD drin. Auch unter den mDlern oder gDler sind sich nicht alle „grün“.

    Richtig ist sicher, dass der „Schulterschluss“ zwischen Tarif und Beamte noch ausbaufähig ist!

    Ich kann Dir sagen, dass die Eingruppierung E3 beispielsweise, noch vor dem POM-Bauch abgeschafft gehört.
    Meine Solidarität habt ihr!

    Jetzt hoffen wir mal, dass die Tarifverhandlungen am Donnerstag gut anlaufen!