Weitere Zulassungen zum vereinfachten Praxisaufstieg dank GdP erreicht

Nach fast 18 Monaten intensiver Verhandlungen der GdP-Personalräte im BMI und im Bundespolizeipräsidium und vielen durch die GdP koordinierten Verwaltungsgerichtsverfahren konnte jetzt ein erster wichtiger Erfolg verzeichnet werden:

Die rund 45 Kolleginnen und Kollegen, die im Rechtsstreit gegen die Nichtzulassung zum vereinfachten Praxisaufstieg – vor allem wegen Nichterreichen der Altersgrenze 40 Jahre – in erster und teilweise bereits zweiter Instanz Recht bekommen hatten, werden jetzt endlich zum Aufstieg (oder in einigen Fällen zum vereinfachten Auswahlverfahren VAV) zugelassen.

Die bisherige restriktive dienstliche Linie, die Beamtinnen und Beamten zunächst für die Zulassung zum Auswahlverfahren VAV und dann nochmals für die Zulassung zum Aufstiegslehrgang jeweils extra klagen zu lassen, Gerichtsentscheidungen nur bis zu einem gewissen Stichtag akzeptieren zu wollen, nur zweitinstanzliche Urteile zu akzeptieren oder es auf eine Vollstreckung der Urteile mit Zwangsgeldfestsetzung ankommen zu lassen, wurde aufgegeben.

Bereits Ende 2012 hatte die GdP die Auffassung vertreten, dass die bisherige Regelung der BPolLV zur altersbeschränkten Zulassung zum Aufstieg nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes ebenfalls verfassungswidrig, weil altersdiskriminierend und damit rechtswidrig ist. Nachdem auf dienstlicher Seite weder eine Korrektur der Laufbahnverordnung noch eine „good will“-Entscheidung zur Zulassung ermöglicht wurde, blieb nur der Klageweg offen.

Die mit GdP-Rechtsschutz verfolgten Klagen stellten sowohl die Lebensaltersgrenze 40 Jahre für den Praxisaufstieg als auch die Zulassungsbedingung PHM/PHMin und vier Verweiljahre im Endamt der Laufbahn auf den Prüfstand. Weit über 30 Verfahren hat allein die GdP betreut.
Während das Erreichen des Endamtes der Laufbahn und auch die vierjährige Verweilzeit von einigen Gerichten als leistungsbezogene Auswahlkriterien akzeptiert wurden, von anderen Gerichten aber als diskriminierend eingestuft wurden, war die Entscheidungslage bei der Altersgrenze eindeutig: sie ist rechtswidrig, weshalb der Zugang zum Vereinfachten Auswahlverfahren (VAV) und zum (begrenzten) Praxisaufstieg nicht verwehrt werden darf.

Die zuständigen Direktionen wurden heute durch das Bundespolizeipräsidium beauftragt, die entsprechenden Schritte umgehend einzuleiten und die Beamtinnen und Beamten über die Zulassung zu informieren. Insgesamt 240 Kolleginnen und Kollegen werden damit am jetzigen Aufstiegsverfahren, beginnend am 10. März, teilnehmen.
Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen, denen jetzt der Weg in den Praxisaufstieg geöffnet wurde, eine erfolgreiche Teilnahme am Aufstiegsverfahren.

Derweil gehen die Gespräche mit der Dienstseite über das weitere Vorgehen und notwendige Schritte weiter. Dies betrifft insbesondere Beamtinnen und Beamte, die ihre Zulassung zum Aufstieg begehren, auf aufstiegsfähigen Dienstposten verwendet werden und bisher noch keine gerichtliche Entscheidung erwirkt haben. Auch hier wird eine Lösung angestrebt, die nach Ansicht der GdP auch möglich ist und einvernehmlich getroffen werden kann. Die GdP und ihre Personalvertreter bleiben am Ball.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

20 Kommentare
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  1. Was nützt es wenn nicht genug Lehrgangsplätze zur Verfügung stehen und somit nochmals gesiebt wird (zumindest in der Direktion Pirna ).
    Wenn es einfach nicht gewollt ist, dann verzichtet man doch lieber und lebt ruhiger. (VAV bestanden 2012 und 1 Monat zu „jung“). Das Ganze
    ist einfach nur traurig.

  2. Und wie sieht es für die Kollgen der GdP-Bundesfinanzpolizei aus? Ihnen ist der Verwendungsaufstieg erst mit 45 Lebensjahren möglich. Zusätzlich benötigen sie eine entsprechende dienstliche Beurteilung – die wie man weiß – nur den wenigesten „gewährt“ wird.

    Wie sollen sie sich verhalten oder sind hier auch entsprechende Klagen anhängig? bzw. gelten die jetzt getroffenen Entscheidungen auch für sie als „Bundes-Finanz-Polizei-Beamte?

  3. Würde geren mal die Frage von allroad aufgreifen.
    Was ist nun, wenn es nicht genügend Plätze gibt?
    Was ist, wenn es eine Rangliste geben würde, zB nach Beurteilung?
    Und was ist, wenn dann einer raus fliegt der zum 10.03.14 alle Vorraussetzungen erfüllt.

    Das nenne ich dann erst Recht ne unfaire Behandlung von den Kollegen!

  4. @allroad: Woher hast Du denn diese Weisheit. M.W.n. hat Pirna alle zugelassen. Eine Rankingliste würde eine Personalratsbeteiligung vorraussetzen und davon wissen wir hier nichts. Wenn Dir diesbezüglich Informationen vorliegen, dann ist unter Ausschluß des PR gesiebt worden. Bitte melde das umgehend im Interesse der Kollegen!

  5. Liebe GdP, warum dürfen eigentlich die POMs nicht am VAV teilnehmen?

    Es ist nicht nachvollziehbar, wie man als Voraussetzung zur Teilnahme am EAV für das VAV den „PHM“ machen kann!?

    Welche Qualifizierung will man daraus ableiten?

    Was können die vielen tausend POM´innen und POM dafür, aufgrund eines total fragwürdigen Beurteilungs- bzw. Beförderungssystems, welches durch die Bundesobergrenzenverordnung auf 50% A9 und A9mZ die Beförderungsmöglichkeiten komplett verhindert?

    Die Auswahl zur Zulassung am VAV erfolgt doch eh nach einem EAV, warum also hier total fragwürdige Grenzen ziehen?

    Es kommt doch bei einem EAV auf das WISSEN bzw. KÖNNEN an und nicht auf eine Voraussetzung, hier PHM, welches man systembedingt eh kaum beeinflussen kann.

  6. @U.A.
    Frage lieber nicht nach den POM`s – das sind, so glaube ich, nervige nicht gern gehörte Anfragen.
    Bennenen wir doch einfach den Dienstgrad POM um in: Anus mundi

    Ich habe vor den Forderungen der GdP Respekt.
    Aber irgendwann, so geht es mir jedenfalls, fehlt mir der Glaube in dieser Sache.

    So wie ich es mir erklären lassen habe, sind die „alten POM`s“ selbst schuld an ihrer Situation.
    Hätten halt mal in die Gänge kommen müssen…

  7. Das beste ist die Entscheidung, für das Aufstiegsverfahren (nicht VAV) im kommenden Jahr sage und schreibe „4“ ich wiederhole „4“ Kollegen zuzulassen. Was für ein Erfolg. Ironie aus

  8. Hatte ich vergessen, die vier Kollegen, die im nächsten Jahr möglich sein sollen beziehen sich nur auf die Direktion Pirna.

  9. @aufgegeben

    Das Attraktivitätsprogramm II läuft dieses Jahr ab. Nun ist es Zeit für eine Neuauflage, damit auch weiterhin Aufstiegsmöglichkeiten von mD in den gD möglich sind.

    Vielleicht könnte man bei einem Attraktivitätsprogramm III auch POMs für das VAV zulassen!?

    @Semper Talis:

    Ob nervig oder nicht, fakt ist, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, POMs nicht zum VAV zuzulassen. Da es eh ein Auswahlverfahren gibt, wird im Rahmen dieses Verfahrens eh nach den BESTEN / GEEIGNETSTEN gesucht. Als Bedingung könnte man den Abschluss der laufbahnrechtlichen Probezeit nennen und fertig. Andere Ausschlusskriterien, u. a. wie Alter, Dienstgrand und Standzeit als PHM ist völlig haltlos uns willkürlich.

    Der einzige Grund für die PHM-Grenze ist, dass nach dem Aufstiegsverfahren erstmal nicht mehr Geld für die Besoldung ausgegeben werden muss. Wäre natürlich bei POMs etc. anderst! Diese hätten einen echten Mehrwert!

  10. Guten Tag liebe Kolleginnen, guten Tag liebe Kollegen,

    bei der Bundespolizeidirektion Pirna werden ALLE für den begrenzten Praxisaufstieg gem. § 30 Abs. 5 – 11 BPolLV (alt) zugelassen (Lehrgangsbeginn: 10. März 2014). Es gibt KEIN „Ranking“ oder „Aussieben“.

    Mit sonnigen Grüßen aus Halle

    Günter Rink

  11. @U.A. : Jein, es läuft eigentlich nicht ab, da es den neuen § 16 BPolLV schon gibt, siehe http://www.buzer.de/gesetz/9956/a173636.htm , auch wenn dieser aufgrund der Altersgrenze ja schon vor Gültigkeit gegen das Gerichtsurteil läuft. Wie legt man denn beim VAV, den geeignetesten / besten Beamten fest? Eine „standardisierte“ Punktevergabe wie beim EAV gibt es nicht zur Zulassung.

    Ansonsten kann doch jeder den Aufstieg machen, man muss sich „nur“ zwei Jahre hinsetzen und noch mal durch die Ausbildung durch. Das war bisher immer anerkannt (auch wenn sich die gD -Ausbildung gewandelt hat) und ging auch. Mit der Quotierung auf die Direktionen wird das aber nicht mehr nach Eignung, Leistung, Befähigung entschieden. Und man muss eben ein wenig mehr investieren als zum VAV, mit den gleichen Erfolgschancen und ohne Vorteile.
    Das ganze System ist „verschoben“, wenn man erreicht hätte, dass jeder in einer absehbaren Zeit auch PHM Z werden kann, wäre die ganze VAV – Geschichte in diesem Ausmaße gar nicht nötig gewesen. Oder man zieht endgültig die Konsequenz und geht auf die zweigeteilte Laufbahn mit dem Nachteil, dass man Realschüler nicht mehr für die BPOL gewinnen kann. Ein vernünftiges Laufbahnverlaufsmodell mit entsprechenden Beförderungsmöglichkeiten und Steigerung der Bezahlung (um die es ja eigentlich geht) wäre natürlich auch eine nette Lösung.

  12. @OnlineSpam

    Für mich ist dieser neue § 16 BPolLV schon wieder überreglementiert.

    Absatz 1: „Zu einem verkürzten Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst kann zugelassen werden, wer in den letzten beiden Beurteilungen überdurchschnittlich bewertet worden ist, zu Beginn des Aufstiegs mindestens 45 Jahre und noch nicht 57 Jahre alt ist und

    1. das Amt der Polizeihauptmeisterin oder des Polizeihauptmeisters innehat,

    2. sich im Amt der Polizeiobermeisterin oder des Polizeiobermeisters mindestens acht Jahre bewährt hat oder

    3. sich im Amt der Polizeiobermeisterin oder des Polizeiobermeisters mindestens drei Jahre und in einer Auslandsverwendung mindestens ein Jahr bewährt hat.“

    – Was bedeutet hier schon wieder „überdurchschnittlich“ bewertet in den letzten beiden Beurteilungen?

    Heißt, wer jetzt ansteht zur Beförderung zum PHM muss dies eigentlich hinauszögern, da er nach der Beförderung in der Beurteilung abgesenkt wird und somit die „überdurchnittliche“ Beurteilungen nicht mehr vorweisen kann.

    – Warum gibt es eine Bewährungszeit für POMs von acht Jahren?

    Wer als POM die Voraussetzung einer überdurchschnittlichen Beurteilung schafft, was will dieser sich noch weiter bewähren? Bewährt haben sich Beamtinnen und Beamte, wenn sie die laufbahnrechtliche Probezeit erfolgreich absolviert haben und zum Beamten auf Lebenszeit ernannt worden sind. Alles andere sind wieder künstlich eingezogene Hürden, damit viele von vornherein keine Zulassung zum VAV erreichen.

    – Ein Jahr Auslandsverwendung kürzt die Bewährungszeit von acht auf drei Jahre zusammen?

    Es ist schon komisch das eine Auslandsverwendung, beispielsweise beim AA, zur Bewährung mehr zählt als eine zusätzliche Qualifikation als z. B. Urkundenfachkraft, ED-Multi oder PTR.

    – Altersbegrenzung?

    Gerichtlich wahrscheinlich nicht haltbar.

    – Bewährungszeiten?

    Sollte, falls dies überhaupt zum 01.01.2015 kommt, ebenfalls gerichtlich überprüft werden. Wer eine überdurchschnittliche Bewertung erfüllt sollte zugelassen werden und nicht sinnlos seine Zeit absitzen müssen.

    – PHMmZ

    Gebe ich dir vollkommen RECHT! Wenn wir gute Beförderungsmöglichkeiten nach A9 und A9mZ haben ist das VAV wahrscheinlich Geschichte.

  13. wie schon gesagt, VAV läuft aus. Der letzte Lehrgang dieser Art beginnt jetzt. Danach gibt es kein VAV mehr.

  14. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    die Durchsetzung der Zulassung zum vereinfachten Praxisaufstieg in diesem Jahr, vielfach mit GdP-Rechtsschutz, war aus unserer Sicht schlicht und ergreifend nötig, weil sich durch die Rechtsprechung die Zulassungsvoraussetzungen als rechtswidrig erwiesen haben. Insofern sind die in einigen Beiträgen geäußerten Vermutungen, das der neue § 18 BPOLLV ebenfalls rechtswidrig ist, sicherlich richtig.
    Das Problem für die künftigen Aufstiegsmöglichkeiten liegt gegenwärtig aber weniger bei der Norm für die Zulassung als bei der insgesamt geringeren Zahl von Aufstiegsmöglichkeiten. Mit Erreichen der Hebungsrate des Attraktivitätsprogrammes 2 fehlt nunmehr die Möglichkeit, Aufstiege durch Planstellenhebungen zu schaffen. Nur noch Ruhestandsdaten stehen für Aufstiege und Seiteneinstiege zur Verfügung, und das sind deutlich weniger als bisher. Deshalb ist es unser vorrangigstes Ziel, die Planstellenstruktur zu verbessern und langfristig den gD deutlich auszubauen. Das generiert auch wieder Aufstiegsmöglichkeiten.Über eine attraktive Aufstiegsform muss in diesem Zusammenhang auch verhandelt werden.
    Dabei darf nicht vergessen werden, dass auch die Verwaltung insgesamt mit besseren Entwicklungsmöglichkeiten ausgestattet werden muss.
    Unsere Ziele haben wir klar formuliert:
    http://www.gdpbundespolizei.de/wp-content/uploads/2013/07/130701_Brosch_AIII_Internet.pdf
    Ich bin mir sicher, dass der Delegiertentag der GdP die in 3 Wochen auch sehr deutlich gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit darstellen wird.
    Heinz Selzner

  15. Die Bundespolizei muss weiterhin sowohl im Vollzugsbereich als auch in den Verwaltungen attraktiv bleiben. Gerade der Demographische Wandel als auch die „Konkurrenzsituation“ zu anderen Polizeien bzw. Verwaltungen oder gar der freien Wirtschaft müssen Anlass geben weiter in die Attraktivität zu investieren.

    Weitere Aufstiegs- und Beförderungsmöglichkeiten sind hier unerlässlich!

    Die Tätigkeiten eines Polizeivollzugsbeamten wurde auch schon in der Vergangenheit durch das „Kienbaum-Gutachten“ als eine sachbearbeitende Tätigkeit angesehen, welche im gehobenen Dienst anzusiedeln ist.

    In diesem Zusammenhang möchte ich den Bundestagsabgeordneten, Herrn Stephan Mayer, CSU, vom 08.08.2011 zitieren:

    „Das sogenannte „Kienbaum-Gutachten“ stellt fest, dass die Tätigkeit der Kontroll- und Streifenbeamten eine sachbearbeitende Tätigkeit ist, die nach den einschlägigen Vergütungsrichtlinien eigentlich dem gehobenen Dienst zuzurechnen ist. Daraus haben viele Polizeien der Länder bereits Konsequenzen gezogen und bilden Polizeivollzugsbeamten nur noch im gehobenen Dienst für diese Tätigkeit aus. Damit soll der unterschiedlichen Besoldung für die gleichartige Arbeit Einhalt geboten werden.
    Die derzeitige Praxis sieht jedoch leider noch anders aus.“

    weiter…

    „Da das Tätigkeitsgebiet der Kontroll- und Streifenbeamten, wie bereits erläutert, in den gehobenen Dienst einzuordnen ist, ist auch eine Besoldungsherabsetzung derjenigen Beamten, die diese Tätigkeit ausführen, nicht gerechtfertigt. Eher das Gegenteil ist der Fall: Die Besoldung der Kontroll- und Streifenbeamten sollte angehoben und die Aufstiegschancen in der Bundespolizei deutlich erleichtert und verbessert werden, sobald die Personal- und Haushaltssituation dies zulässt.“

    WIR NEHMEN SIE BEIM WORT!

  16. Ich persönlich kenne das Kienbaum-Gutachten nicht.

    Wenn aber in diesem Gutachten die Tätigkeit des Kontroll -und Streifenbeamten im gehobenen Dienst angesiedelt ist
    würde dies bedeuten, dass wider besseres Wissen gehandelt wurde.

    Zu § 16 BPOlLV:
    Im Absatz 1 wird unterschieden zwischen: PHM, POM mit 8 jähriger Bewährung im Amt und POM mit 3 jähriger Bewährung im Amt, inkl. einer Auslandsverwendung von mindestens einem Jahr.
    Respekt, hier scheint ja „Gleichbehandlung“ an erster Stelle zu stehen…

    In Absatz 3 wird auf eine sechmonatige Ausbildung hingewiesen.
    Sechs Monate Ausbildung von einem voll ausgebildeten PVB (KSB), der nach dieser Ausbildung zwar die Laufbahn auf dem Papier gewechselt hat aber trotz allem wieder die Tätigkeit des (KSB) verrichtet? Macht es Sinn?

    KLR! Kosten für eine Ausbildung die in einem solchem Umfang nicht notwendig ist.

    Wenn es innerhalb der Bundespolizei, nennen wir es mal so, Tendenzen gibt, die aus irgendwelchen Gründen die Leute nicht im gehobenen Dienst haben wollen, dann

    allen die Möglichkeit öffnen PHM/Z zu werden.

  17. Liebe Kolleginnen, liebe kollegen,
    anerkannterweise leisten die Beschäftigten in der Bundespolizei sehr gute Arbeit. Ihre Arbeit hat Premiumqualität. Zwar haben die Attraktivtätsprogramme den richtigen Weg gewiesen, indem mit mehr Beförderungsstellen im mittleren und einen höheren Anteil im gehobenen Polizeivollzugsdienst mühsam der Anschluss an die Polizeientwicklung in Deutschland gehalten wurde. Doch dürfen wir hier nicht stehen bleiben. Die Bundespolizei gehört in der Besoldungsstruktur in die Spitze der deutschen Polizeien.
    Die Situation für die Polizeiobermeister muss auch losgelöst von Aufstiegsverfahren verbessert werden. Welcher (auch ökonomische) Sinn sollte darin liegen, ein Aufstiegsverfahren nach A 9 zusätzlich zu finanzieren, statt gleich nach A 9 zu befördern? Beispiele aus den Landespolizeien belegen, dass darin wiederum die Gefahren von Staus und Sackgassen und somit lediglich einer Verschiebung des Problems besteht. Wir wollen für die Bundespolizei eine zeitgemäße Bewertung von Polizeiarbeit, größere Durchlässigkeit zwischen den Laufbahnen, und eine Organisation, die zukunftsfähig macht.

    Es muss politisch entschieden werden, den Stellenanteil für Polizeihauptmeister von heute 50 % auf zukünftig mindestens 70 % des (verbleibenden) mittleren Dienstes zu erhöhen. Zum anderen muss für die Bundespolizei der Regelaufstieg erklärt und der Stellenanteil des gehobenen Dienstes von bald 40 % auf mindestens 60 % wachsen, wobei die Obergrenzen für Beförderungsämter des gehobenen Dienstes ausgeschöpft werden müssen, um keinen „POK-Bauch“ zu produzieren.

    Die personelle Zukunft nach dem Auslaufen des Attraktivitätsprogramms II im Jahr 2015 muss auch im Zusammenhang mit den Ruhestandsdaten und den schon heute nicht besetzen Stellen in der Bundespolizei gesehen werden. Insgesamt erreichen ca. 6.000 Beschäftigte aller Laufbahngruppen zwischen 2015 und 2022 die gesetzliche Altersgrenze. Für die braucht man Ersatz. Der Bundespolizei muss es deshalb schnellstmöglich gelingen, attraktiver für den Nachwuchs zu sein und das Personalfehl durch verbesserte Aufstiegsverfahren zu schließen. Denn im gehobenen Dienst erreichen nach dem Auslaufen des Attraktivitätsprogramms bis 2022 ca. 2.900 Mitarbeiter ihre Altersgrenze, d.h.pro Jahr mindestens 360.Bisherige Planstellenobergrenzen und Einstellungspraktiken sind dafür nur Barrieren und nicht mehr zeitgemäß: Die Vorgaben der Planstellenobergrenzen sind dringend zu verändern, zu erhöhen oder in Gänze abzuschaffen. Das Kienbaum-Gutachten aus 1992 gibt Aufschluss über verschiedene Aspekte, die bei der Bewertung von Polizeiarbeit berücksichtigt werden müssen. Für die Bundespolizei bedeutet das, dass die besonderen Belastungen, die Schwierigkeit der Entscheidungen und die Konfliktträchtigkeit sowie das Qualifikationsniveau in der Stellenstruktur und der Bewertung von Dienstposten besser zu würdigen sind. Obwohl die Expertise zwanzig Jahre alt ist, hat sich an diesen Merkmalen für die Träger des staatlichen Gewaltmonopols nichts geändert. Im Gegenteil, der Gesetzgeber hat der Bundespolizei ein äußerst breites und vielfältiges Aufgabenspektrum übertragen. Die Arbeitsmenge und -verdichtung ist zudem heute ungleich höher als 1992. Dieser Entwicklung muss nun zwingend auch eine angemessene und zeitgemäße monetäre Bewertung der Polizeiarbeit erfolgen.Am Anfang dieses Weges steht aber der politische Wille. Ein Blick auf die Polizeien der Länder zeigt, dass dieser Weg lang und zäh sein kann. Doch er führt heraus aus Sackgassen und Staus. Wir, der GdP-Bezirk Bundespolizei, wollen ihn gehen.
    Jörg Radek

  18. Eigentlich habe ich mir vorgenommen in diesem Forum nichts mehr zu schreiben. Aber leider muß ich allen Kritikern hier Recht geben.
    Ich gehe dieses mal nicht explizit auf Kommentare ein, sondern verweise einfach mal auf meine eigene Situation.
    Vor 11 Jahren Führungslehrgang I, bis heute 14 Jahre Gruppenführer im Einsatzzug, 11 Jahre lang Vertröstungen und Begründungen warum keine für mich adäquate und funktionsgerechte Stelle zur Verfügung steht. ( Beispiele: die benötigen wir für die VaV´ler ; wenn Du das Alter hast für das VaV dann erst… usw.)
    Zulassung zum EAV – begrenzter Praxisaufstieg- im Februar 2013, bestanden und für geeignet befunden im Februar 2013, vorgesehen zum Lehrgang Oktober 2013, vier Wochen vor Lehrgangsbeginn (Oktober 2013) Absage an mich, zu Gunsten eines anderen Kollegen. Dann vorgesehen für letzten Lehrgang März 2014, bis Januar 2014 keine Entscheidung diesbezüglich. Anfang Januar Eingabe an die Direktion mit Anfrage ob eine Lehrgangsteilnahme geplant ist. Bis heute den 07.03.2014, eine Woche vor geplanten Lehrgangsbeginn…….keine Reaktion und kein offizielles rechtsverbindliches Schreiben.
    Und über die vorhandenen Stellen verliere ich lieber keinen Kommentar mehr, denn dafür habe ich als letzten Strohhalm die Personalvertretungen bemüht….aber auf den Lehrgang gehen nun leider andere.

  19. Nachfolgend eingefügter Text wurde bei der GdP Bayern gefunden:

    Beförderungsauswahl April 2014
    München Hier im Überblick: die Beförderungskriterien in Ämter nach A 9, A 10 und A 11. Es können nur diejenigen Beamten und Beamtinnen befördert werden, die die nachstehenden Kriterien erfüllen.

    Beförderungen nach A 9 *:

    Von 255 beförderungsfähigen Beamten und Beamtinnen können 65 ernannt werden, wobei nur Beamte und Beamtinnen befördert werden können, die

    1. in der letzten Beurteilung (2011) ein Gesamturteil von mindestens 7 Punkten erreicht haben,

    2. in den fünf doppelt gewichteten Einzelmerkmalen der letzten Beurteilung (2011) eine Gesamtzahl von mindestens 35 Punkten erreicht haben,

    3. einen Rechenwert aus der vorletzten Beurteilung (2009) von mindestens 8 Punkten erreicht haben; die Ermittlung des Rechenwerts ergibt sich aus Ziffer 6.1.2 der Beförderungsrichtlinien für die Beamten und Beamtinnen der Bayerischen Polizei und des Landesamts für Verfassungs-schutz, Az. IC3-0406-400, vom 21.01.2014.

    Beförderungen nach A 9 + Z:

    Hier können alle Anstehenden befördert werden

    Ist ja auch mal interessant, zumal so um die 45 Lebensjahre und PHM/Zdie Lapo-Kollegen
    -prüfungsfrei- in den gehobenen Polizeivollzugsdienst wechseln.
    So ist es mir zumindest bekannt.

  20. Die Bundespolizei ist ständig bestrebt, auch als Behörde Angleichungen an die freie Wirtschaft, insbesondere im Kosten-Leistungs- Bereich zu erreichen. Ein Kollege welcher den 6 monatigen Aufstieg bewältigt, kostet im Durchschnitt 140€ pro Tag (Lehrgangskosten, Trennungsgeld…) also in 6 Monaten ca. 25000€! Wenn man jetzt so einen Lehrgang mit ca 25 Teilnehmern nimmt sind es schon 630.000€ !!! (wohl gemerkt für 1nen Lehrgang!!) der Mehrwert für den Bund ist lediglich, das die Kollegen mit einem neuen Sc hulterstück ausgestattet werden und die selbe Funktion wie vorher ausüben! Bedenkt man nun, das ein 40 jährigem Kollege i.d.R noch ca. 23 Jahre Dienst ausüben darf, könnte man ihm jeden Monat über 1000€ zusätzlich zahlen und würde wirtschaftlich auf ein ähnliches Ergebnis kommen! Dieser Kollege wäre jetzt wesentlich motivierter und leistungsbereiter allerdings immer noch im mittleren Dienst……
    Think different……